[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Stoffauflaufsystem zur Verbesserung
des Konsistenzquerprofils einer Faserbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn,
im Naßprozeß gemäß dem Oberbegriff des ersten Verfahrensanspruches, beziehungsweise
gemäß dem Oberbegriff des Vorrichtungsanspruches.
[0002] Aus der Patentschrift US 5,560,807 ist es grundsätzlich bekannt, in einem blendengeregelten
Stoffauflauf im Bereich des Querverteilers, sektional und geregelt eine Suspension
mit Additiven, chemischen Zusätzen oder Füllmaterialien so zuzuführen, daß bezogen
auf die z-Richtung des entstehenden Papiers die Konzentration der Zusätze eingestellt
werden kann und die Zufuhr der Zusätze möglichst nahe am Auslaß des Stoffauflaufes
stattfindet, um eine Veränderung der Zusätze durch einen zu lange Verweilzeit in der
Stoffsuspension zu vermeiden.
[0003] Aus der Deutschen Offenlegungsschrift der Anmelderin DE 40 19 593 A1 ist ein sektional
stoffdichtegeregelter Stoffauflauf mit zwei maschinenbreit verteilten Sätzen von Einzelzuführungen
für zwei Stoffsuspensionen mit unterschiedlichem Feststoffgehalt bekannt. Verwendet
werden hier vorzugsweise Ganzstoff und Siebwasser. Beim Abweichen des Flächengewichtsprofils
der Papierbahn an einer bestimmten Stelle der Bahnbreite wird die Konzentration C
M des betreffenden Sektionsstromes durch eine Veränderung des Mengenverhältnisses der
einem Mischer zugeführten Regelströme mit unterschiedlichem Feststoffgehalt Q
H/Q
L korrigiert. Diese Art der Flächengewichtsquerprofilregelung ist bezüglich eines gleichzeitig
guten Faserorientierungsquerprofils sehr vorteilhaft und bringt sehr gute Ergebnisse
bezüglich des Flächengewichtsquerprofils. Jedoch zeigt sich bei immer steigenden Anforderungen
an die Papierqualität, daß die so hergestellten Papiere trotz gleichmäßiger Faserorientierung
und gleichmäßigem Flächengewicht streifige Ungleichmäßigkeiten bezüglich ihrer Bedruckbarkeit
aufweisen können. Genauere Untersuchungen ergaben, daß diese ungleiche Bedruckbarkeit
auf eine ungleichmäßige Zusammensetzung des Papiers zurückzuführen ist.
[0004] Aus der Europäischen Patentschrift EP 0 600 251 B1 (∼ US 5,401,363) ist bekannt,
zur Behebung eines ungleichmäßigen Konsistenzquerprofils einer Papierbahn - entstanden
durch unterschiedlich starke Siebabnutzung -, dem Stoffauflauf über die Maschinenbreite
sektioniert unterschiedliche Mengen Retentionsmittel zuzuführen. Ein derartiges Verfahren
führt jedoch zu keinem Erfolg, wenn die ursprüngliche Konsistenz der Stoffsuspension
schon über die Maschinenbreite ungleich ist.
[0005] Es besteht also die Aufgabe ein Verfahren und ein Stoffauflaufsystem zu beschreiben,
welches das Konsistenzquerprofils einer Faserbahn, insbesondere einer Papier- oder
Kartonbahn, verbessert.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale sowohl des ersten Verfahrensanspruches
und des ersten Vorrichtungsanspruches gelöst.
[0007] Demgemäß schlagen die Erfinder vor, das bekannte Verfahren zur Herstellung einer
Faserbahn, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, im Naßprozeß, bei dem die Fasersuspension
mit Hilfe eines Stoffauflaufes über die Breite der Maschine auf ein Sieb bzw. zwischen
zwei Siebe verteilt wird und das Flächengewichtsquerprofil zumindest teilweise durch
über die Maschinenbreite sektional variable Mischung einer ersten Suspension Q
1 mit einem gegebenen Feststoffgehalt und einer gegebenen prozentualen Zusammensetzung
unterschiedlicher Feststoffanteile und einer zweiten Suspension Q
2 mit niedrigerem oder höherem Feststoffgehalt beeinflußt wird, wobei sich die prozentuale
Zusammensetzung der Feststoffanteile der zweiten Suspension von der Zusammensetzung
der ersten Suspension unterscheidet, dahingehend zu verbessern, daß mindestens eine
dritte Suspension Q
3 mit niedrigerem oder höherem Feststoffgehalt sektioniert über die Maschinenbreite
zugemischt wird, wobei sich die prozentuale Zusammensetzung der Feststoffanteile der
dritten Suspension von der Zusammensetzung der ersten und/oder zweiten Suspension
unterscheidet.
[0008] Dieses verbesserte Verfahren ermöglicht es nun durch entsprechende Variation der
Mischung der mindestens drei Suspensionen unterschiedlicher Zusammensetzung den entstehenden
sektionalen Gesamtvolumenstrom so zu beeinflussen, daß trotz Reduktion oder Erhöhung
des gesamten Feststoffanteils in der Sektion die prozentuale Zusammensetzung der einzelnen
Feststoffkomponenten konstant bleibt. Allerdings kann nun auch der Einfluß einer sich
verändernden spezifischen Retention - bezogen auf die einzelnen Feststoffanteile aufgrund
des unterschiedlichen Gesamtfeststoffanteils in der Suspension - durch gezielte Beeinflussung
der Anfangszusammensetzung der aufgegebenen Stoffsuspension kompensiert werden.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung liegen darin, daß als erste Suspension
Q
1 normale Stoffsuspension (Ganzstoff) und/oder als zweite Suspension Q
2 Siebwasser und/oder als dritte Suspension Q
3 Klarfiltrat und/oder Klarwasser und/oder verdünntes Retentionsmittel und/oder Siebwassr
aus anderen Abschnitten der Siebpartie und/oder Q
1 verwendet wird.
[0010] Ferner können sich die Suspensionen durch ihren Anteil an Füllstoft und/oder durch
ihren Anteil an Fasern unterscheiden. Auch besteht die Möglichkeit, daß die Suspensionen
sich durch ihren Anteil an Fasern unterschiedlicher Länge und/oder durch ihren Anteil
an Fasern mit unterschiedlichem Schrumpfungseinfluß auf die Faserbahn im weiteren
Herstellungsprozeß unterscheiden. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen
der Deutschen Patentanmeldung der Anmelderin mit internem Aktenzeichen EM00910/98152
hingewiesen und deren Inhalt vollständig mit in den Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung
einbezogen.
[0011] Eine besondere und vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens besteht auch darin,
daß die zweite Suspension Q
2 so ausgelegt wird, daß sie überwiegend oder ausschließlich Faseranteile enthält,
und daß die dritte Suspension Q
3 so ausgelegt wird, daß sie überwiegend oder ausschließlich Füllstoffanteile enthält.
Hierdurch kann erreicht werden, daß bei einem bestimmten Mischungsverhältnis Q
2/Q
3 der zweiten und dritten Suspension eine Feststoffzusammensetzung erreicht wird, die
der Feststoffzusammensetzung der ersten Suspension entspricht, jedoch unterschiedliche
Konzentration an Feststoffen aufweist. Somit kann durch einfache Beibehaltung dieses
Mischungsverhältnisses die Feststoffzusammensetzung konstant bleiben, auch wenn unterschiedliche
Mengenverhältnisse zur ersten Suspension eingestellt werden. Eine gezielte Verschiebung
des Mischungsverhältnises Q
2/Q
3 der zweiten und dritten Suspension bewirkt dann eine Verschiebung der Feststoffzusammensetzung
in Richtung Füllstoffe oder Fasern.
[0012] Wird zusätzlich der Massenanteil der Feststoffe der ersten und zweiten Suspension
gleich gewählt, so bewirkt eine Verschiebung des Mischungsverhältnises Q
2/Q
3 der zweiten und dritten Suspension bei konstantem Summenvolumenstrom von Q
2+Q
3 keine Veränderung des gesamten Feststoffanteils des Gesamtvolumenstromes von erster,
zweiter und dritter Suspension und damit - gleichbleibendes Retentions- und Schrumpfungsverhalten
vorausgesetzt - keine Änderung des Flächengewichtes der entsprechenden Sektion der
fertigen Faserbahn. Eine derartige Ausgestaltung wirkt sich besonders auf die Komplexität
des Regel/Steuerverhaltens aus und läßt einfache, beziehungsweise einfach programmierbare
Regelungen zu, da sich die gegenseitigen Wechselwirkungen durch Veränderungen einzelner
Volumenstromverhältnisse in Grenzen halten.
[0013] Eine andere besondere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin,
daß die zweite Suspension Q
2 überwiegend Faseranteile mit hoher Schrumpfungstendenz, die dritte Suspension Q
3 überwiegend Faseranteile mit niedriger Schrumpfungstendenz, und eine vierte Suspension
Q
4 überwiegend Füllstoffanteile und gegebenfalls eine fünfte Suspension Q
5 Retentionsmittel enthält. Hierfür gelten die vorbeschriebenen Ausführungen entsprechend.
[0014] Zur Durchführung des vorgenannten Verfahrens schlagen die Erfinder vor, ein Stoffauflaufsystem
einer Papier- oder Kartonmaschine mit sektionierter Stoffdichteregelung über die Maschinenbreite
durch variable Mischung einer ersten und einer zweiten Suspension mit unterschiedlichen
Feststoffkonzentrationen, welche vorzugsweise eine erste maschinenbreite Zuführung
oder einen ersten Satz von Einzelzuführungen für die erste Suspension, einen zweiten
Satz von Einzelzuführungen mit durchflußbeeinflussenden Mitteln für die zweite Suspension,
einen turbulenzerzeugenden Abschnitt und einen Düsenabschnitt enthält dahingehend
weiterzuentwickeln, daß stromaufwärts des turbulenzerzeugenden Abschnittes und/oder
je Sektion in z-Richtung der Faserbahn gleichwirkend mindestens ein dritter Satz von
Einzelzuführungen mit durchflußbeeinflussenden Mitteln für eine dritte Suspension
vorgesehen ist, deren Feststoffzusammensetzung sich entsprechend den oben gemachten
Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens unterscheidet.
[0015] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch
in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
[0017] Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Es
stellen dar:
- Fig. 1a-1c:
- Schematische Darstellungen erfindungsgemäßer Suspensionszuführung zum Stoffauflauf
mit drei Sätzen von Einspeisungen vor dem Stoffauflauf;
- Fig. 2a-2c:
- Schematische Darstellungen erfindungsgemäßer Suspensionszuführung zum Stoffauflauf
mit zwei Sätzen von Einspeisungen vor dem Stoffauflauf und einem Satz Einspeisung
in eine dem Turbulenzerzeuger vorgelagerten Kammer.
[0018] Die Figuren 1a-1c zeigen schematische Darstellungen erfindungsgemäßer Suspensionszuführung
zu einem Stoffauflauf mit drei Sätzen von Einspeisungen und deren sektionalen Zusammenführung
vor dem Stoffauflauf. In diesem Beispiel werden drei Stoffsuspensionen Q
H, Q
L und Q
C mit unterschiedlichen Füllstoffanteilen und Zusammensetzungen gemischt. Konkret wird
hier im sektionierten Hauptstrom Q
H Ganzstoff mit einem hohen Anteil an Füllstoffen geführt und in die Sektionsleitungen
wiederum zwei sektionierte Suspensionsströme mit Siebwasser Q
L und Klarwasser Q
C eingeleitet.
[0019] Die Siebwasser- und Klarwasserströme werden jeweils mit Dosierventilen je Sektion
bezüglich ihres Volumenstromes gesteuert, beziehungsweise geregelt. Zusätzlich kann
auch eine, hier nicht dargestellte, sektionale Volumenstromsteuerung oder Volumenstromregelung
der sektionalen Gesamtvolumenströme

durch zusätzliche Ventile vor oder hinter den sektionalen Zuführungen der Summenströme
aus Siebwasser Q
L und Klarwasser Q
C erfolgen.
[0020] Bezüglich der einzelnen Zudosierungen von Teilströmen in einen Hauptstrom unter Beibehaltung
eines Gesamtvolumenstroms wird auf die Deutschen Patentschriften der Anmelderin DE
42 11 291 C2 und DE 42 11 290 C2 verwiesen und deren Offenbarungsgehalt hiermit vollinhaltlich
übernommen.
[0021] Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens und der Vorrichtung
ist in den Figuren 2a -2c schematisch dargestellt. Diese zeigen die Zuführung von
drei unterschiedlichen Suspensionen zum Stoffauflauf mit zwei Sätzen von Einspeisungen
vor dem Stoffauflauf und einem Satz Einspeisung in eine dem Turbulenzerzeuger vorgelagerten
Kammer des Stoffauflaufes.
[0022] Dargestellt ist zunächst ein bekannter stoffdichtegeregelter Stoffauflauf mit zwei
Sätzen von sektionalen Zuführungen von Ganzstoff und Siebwasser vor dem eigentlichen
Stoffauflauf. Zusätzlich wird ein dritter Satz von sektionalen Suspensionsströmen
mit Klarwasser Q
C in eine dem Turbulenzerzeuger vorgeschaltete Kammer zugemischt. Damit die Zumischung
in diesem Bereich des Stoffauflaufes keine unerwünschten Veränderungen der sektionalen
Gesamtvolumenströme Q
G ergibt, muß entweder eine Zudosierung unter einem bestimmten Winkel erfolgen, durch
den der Gesamtvolumenstrom nicht beeinflußt wird, oder es muß durch zusätzliche Ventile
der zugeführte, sektionale Summenvolumenstrom Q
S aus Q
H + Q
L variiert werden.
[0023] Da die Zusammensetzung der Feststoffanteile bezüglich Fasern und Füllstoffe im Siebwasser
und Klarwasser unterschiedlich ausfällt, kann durch die oben dargestellten Stoffauflaufsysteme
eine Verdünnungsregelung des Flächengewichtsquerprofils verwirklicht werden, die eine
gewünschte und bestimmte, sektionsweise Veränderung der Zusammensetzung des, auf einen
Stoffauflauf aufgegebenen, Gesamtvolumenstrom Q
G zuläßt.
[0024] Es ist darauf hinzuweisen, daß die in den Figuren dargestellten Sektionierungen des
Suspensionszuführungen in jeweils drei Sektionen lediglich das Prinzip darstellen
soll, in der praktischen Ausführung jedoch meist eine wesentlich kleinere Unterteilung
in wesentlich mehr Sektionen stattfindet. Ebenso kann die Breite der einzelnen Sektionen
über die Maschinenbreite hinweg unterschiedlich ausfallen. So kann beispielsweise
im Randbereich eine kleinere Unterteilung gewählt werden als im mittleren Bereich,
da meist der größte Fehlergradient in den Randbereichen auftritt, während im mittleren
Bereich mit geringeren Fehlergrößen je Breite zu rechnen ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- erster Satz Suspensionseinspeisungen
- 2
- zweiter Satz Suspensionseinspeisungen
- 3
- dritter Satz Suspensionseinspeisungen
- 4
- Vorkammer im Stoffauflauf
- 5
- Turbulenzerzeuger im Stoffauflauf
- 6
- Stoffauflaufdüse
- 7
- Dosierventile
- 8
- Dosierventile
- 9
- Sieb
- 10
- Entwässerungsvorrichtungen
- 11
- Brustwalze
- 12
- Klarwasserbehälter
- QH
- Suspensionsstrom mit hoher Konzentration/Ganzstoff
- QL
- Suspensionsstrom mit geringer Konzentration/Siebwasser
- QC
- Suspensionsstrom mit unterschiedlicher Stoffzusammensetzung/Klarwasser
- QG
- Gesamtvolumenstrom
- QS
- Summenvolumenstrom
- Q1
- erster Suspensionsstrom
- Q2
- zweiter Suspensionsstrom
- Q3
- dritter Suspensionsstrom
1. Verfahren zur Verbesserung des Konsistenzquerprofils einer Faserbahn, insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn, im Naßprozeß, wobei:
1.1 die Fasersuspension mit Hilfe eines Stoffauflaufes über die Breite der Maschine
auf ein Sieb bzw. zwischen zwei Siebe verteilt wird und
1.2 das Flächengewichtsquerprofil zumindest teilweise durch über die Maschinenbreite
sektional variable Mischung einer ersten Suspension Q1 mit einem gegebenen Feststoffgehalt und einer gegebenen prozentualen Zusammensetzung
unterschiedlicher Feststoffanteile und einer zweiten Suspension Q2 mit niedrigerem oder höherem Feststoffgehalt beeinflußt wird, wobei sich die prozentuale
Zusammensetzung der Feststoffanteile der zweiten Suspension von der Zusammensetzung
der ersten Suspension unterscheidet,
dadurch gekennzeichnet, daß
1.3 mindestens eine dritte Suspension Q3 mit niedrigerem oder höherem Feststoffgehalt sektioniert über die Maschinenbreite
zugemischt wird, wobei sich die prozentuale Zusammensetzung der Feststoffanteile der
dritten Suspension von der Zusammensetzung der ersten und zweiten Suspension unterscheidet.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als erste Suspension Q1 normale Stoffsuspension (Ganzstoff) verwendet wird.
3. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als zweite Suspension Q2 Siebwasser verwendet wird.
4. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als dritte Suspension Q3 Klarfiltrat verwendet wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß als dritte Suspension Q3 Klarwasser verwendet wird.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß als dritte Suspension Q3 verdünntes Retentionsmittel verwendet wird.
7. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspensionen sich durch ihren Anteil an Füllstoff unterscheiden.
8. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspensionen sich durch ihren Anteil an Fasern unterscheiden.
9. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspensionen sich durch ihren Anteil an Fasern unterschiedlicher Länge unterscheiden.
10. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspensionen sich durch ihren Anteil an Fasern mit unterschiedlichem Schrumpfungseinfluß
auf die Faserbahn im weiteren Herstellungsprozeß unterscheiden.
11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Suspension Q2 überwiegend Faseranteile enthält und die dritte Suspension Q3 überwiegend Füllstoffanteile enthält.
12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Suspension Q2 überwiegend Faseranteile mit hoher Schrumpfungstendenz, die dritte Suspension Q3 überwiegend Faseranteile mit niedriger Schrumpfungstendenz, und eine vierte Suspension
Q4 überwiegend Füllstoffanteile enthält.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine fünfte Suspension Q5 Retentionsmittel enthält.
14. Verfahren gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, der sektionale Volumenstrom der
einzelnen Suspensionen geregelt/gesteuert wird.
15. Stoffauflaufsystem einer Papier- oder Kartonmaschine mit sektionierter Stoffdichteregelung
über die Maschinenbreite durch variable Mischung einer ersten und einer zweiten Suspension
(Q1, Q2) mit unterschiedlichen Feststoffkonzentrationen, - vorzugsweise enthaltend eine erste
maschinenbreite Zuführung oder einen ersten Satz von Einzelzuführungen für die erste
Suspension (1), einen zweiten Satz von Einzelzuführungen (2) mit durchflußbeeinflussenden
Mitteln (8) für die zweite Suspension, einem Turbulenzerzeuger (5) und einer Stoffauflaufdüse
(6) - dadurch gekennzeichnet, daß stromaufwärts der Turbulenzerzeuger (5) und/oder je Sektion in z-Richtung der
Faserbahn gleichwirkend mindestens ein dritter Satz von Einzelzuführungen (3) mit
durchflußbeeinflussenden Mitteln (7) für eine dritte Suspension vorgesehen ist, deren
Feststoffzusammensetzung sich von der ersten und zweiten Suspension unterscheidet.