[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungseinrichtung für einen Rolladen aus ineinanderhängenden,
lüftbaren Profilleisten, die in senkrechten Führungsschienen laufen, wobei ein Sensor
eines berührungslos arbeitenden Schalters in einem eine Alarmschaltung enthaltenden
Gehäuse an einer Führungsschiene und ein Geber für den Sensor an der in herabgelassenem
Zustand des Rolladens dem Sensor gegenüberstehenden Profilleiste angeordnet ist.
[0002] Anwendungsgebiet der Erfindung sind Rolladen mit lüftbaren Profilleisten, wobei die
Rolladenprofile aus Holz, Kunststoff, Metall, insbesondere Aluminum sein können. Die
Rolladen können motorbetrieben oder handbetrieben sein.
[0003] Eine Sicherungseinrichtung der gattungsgemäßen Art ist aus der DE 77 35 191 U1 bekannt,
bei der berührungslos arbeitende Schalter unten oder oben an der Führungsschiene angeordnet
sein können. Sobald die Profile des Rolladens aus dem Schaltbereich des jeweiligen
Sensors herausbewegt werden, wird ein Alarm ausgelöst. Da diese Sicherungseinrichtung
ein befugtes Öffnen des Rolladens und ein unbefugtes Hochschieben nicht unterscheiden
kann, ist vor einem befugten Öffnen jeweils eine Abschaltung der Sicherungseinrichtung
erforderlich. Dieses ist aufwendig und führt zu Problemen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Sicherungseinrichtung, die selbsttätig
ein unbefugtes Hochschieben von einem befugten Öffnen unterscheidet.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß das Gehäuse zwei in vertikalem
Abstand angeordnete Sensoren enthält, daß zwei Geber an entpsrechend ausgewählten
Profilleisten sitzen und daß eine Auslösestufe der Alarmschaltung dann anspricht,
wenn beide Geber gleichzeitig aus dem Schaltbereich des zugehörigen Sensors herausbewegt
werden.
[0006] Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als die Alarmschaltung
auf das unbefugte Hochschieben des Rolladens unter Alarmgabe anspricht und ein ordnungsgemäßes
Hochziehen davon unterscheidet.
[0007] Eine problemlose und empfindliche Sicherung wird dadurch erreicht, daß die Sensoren
magnetisch beeinflußbare Schaltelemente oder Schaltkontakte sind. Die Kontakte können
auf ein statisches Magnetfeld oder auf eine elektromagnetische Beeinflussung ansprechen.
[0008] Bei ordnungsgemäßem Hochziehen des Rolladens wird eine Alarmauslösung dadurch vermieden,
daß eine Alarmauslösung unterbleibt, wenn der obere Geber aus dem Wirkungsbereich
des zugehörigen Sensors bewegt wird.
[0009] Eine automatische Einschaltung der Sicherungseinrichtung beim Herablassen des Rolladens
wird dadurch erreicht, daß beim Herablassen des Rolladens die Auslösestufe durch aufeinanderfolgendes
Wirksamwerden der Geber eingeschaltet wird.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert, in der
darstellen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht eines geschlossenen Rolladens mit Sicherungseinrichtung,
Fig. 2 einen Ausschnitt des Rolladens während des Hochziehens,
Fig. 3 einen Ausschnitt des Rolladens während des Hochschiebens und
Fig. 4 ein Blockschaltbild der Alarmschaltung.
[0011] Fig. 1 zeigt schematisch einen Fensterrahmen 1 mit einem Rolladenkasten 2, in dem
auf einer Wickelwelle 3 mit einem elektrischen oder meachnischen Antrieb 4 ein Rollandenpanzer
aus Profilleisten 5 aufwickelbar ist. Die Profilleisten 5 sind in vertikalen Führungsschienen
6 des Fensterrahmens 1 oder Fenstergewändes geführt
[0012] Im mittleren oder oberen Bereich einer Führungsschiene 6 ist ein Gehäuse 8 angeordnet.
Das Gehäuse 8 enthält nach dem Blockschaltbild der Fig. 4 zwei Sensoren 9, 10, eine
Auslösestufe 11, eine Alarmschaltung 12 sowie eine nicht dargestellte Energieversorgung
in Form einer Batterie.
[0013] Dem Gehäuse 8 gegenüberstehend sind auf Profilleisten 51, 52 zwei Geber 13, 14 angeordnet,
die auf die Sensoren 9, 10 ausgerichtet sind. Im Einzelnen ist die Anordnung so getzroffen,
daß bei herabgelassenem und auf Block stehendem Rolladenpanzer die Geber 13, 14 den
Sensoren 9, 10 genau gegenüberstehen bzs. im Wirkungsbereich der Sensoren sind, so
daß die Sensoren ansprechen.
[0014] Nach dem Einbau der Sicherungseinrichtung in der beschriebenen Weise ist dieselbe
immer empfindlich. Beim Herablassen des Rolladenpanzers sind die Profilleisten jeweils
um das Maß der Lüftungsschlitze voneinander getrennt. In der Endphase der Schließbewegung
erregt zunächst der Geber 14 den Sensor 10, vergleiche Fig. 2. Bei weiterem Herablassen
des Rolladens werden auch die Lüftungsschlitze zwischen den Profilleisten 51 und 52
geschlossen, so daß der Geber 13 verzögert auf den Sensor 9 wirksam wird und den selben
erregt. Diese aufeinanderfolgende Errregung der Sensoren 10 und 9 wird in der Auslösestufe
11 erfaßt und schaltet die Auslöseschaltung bereit.
[0015] Bei ordnungsgemäßem Hochziehen des Rolladenpanzers werden die Profilleisten gelüftet,
und zunächst wird der Geber 13 aus dem Schaltbereich des Sensors 9 wegbewegt, danach
bewegt sich auch der Geber 14 entsprechend der weiteren Öffnung der Lüftungsschlitze
aus dem Schaltbereich des Sensors 10. Bei Erkennung dieser Signalfolge in der Auslösestufe
11 bleibt die Alarmschaltung 12 unwirksam. Die Auslösestufe 11 wird wieder in den
Ausschaltzustand versetzt.
[0016] Bei unbefugtem Hochschieben des Rolladenpanzers mit einem Einbruchwerkzeug oder dergleichen
bleiben die Profilleisten auf Block und werden als Paket hochgezogen, so daß sich
der Abstand der Geber 13 und 14 nicht ändert. Infolgedessen treten beide Geber 13,
14 gleichzeitig aus dem Schaltbereich der jeweiligen Sensoren 9, 10 aus und schalten
dieselben um. Die gleichzeitigen Schaltsignale der Sensoren 9, 10 werden in der Auslösestufe
11 als Alarmzustand erkannt. Dieses führt zu einem Ausgangssignal, das die Alarmschaltung
12 erregt, so daß ein Alarm ausgelöst wird. Normalerweise ist dies ein akusatischer
Alarm.
1. Sicherungseinrichtung für einen Rolladen aus ineinanderhängenden, lüftbaren Profilleisten,
die in senkrechten Führungsschienen laufen, wobei ein Sensor eines berührungslos arbeitenden
Schalters in einem eine Alarmschaltung enthaltenden Gehäuse an einer Führungsschiene
und ein Geber für den Sensor an der in herabgelassenem Zustand des Rolladens dem Sensor
gegenüberstehenden Profilleiste angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
(8) zwei in vertikalem Abstand angeordnete Sensoren (9, 10) enthält, daß zwei Geber
(13, 14) an entpsrechend ausgewählten Profilleisten (51, 52) sitzen und daß eine Auslösestufe
(11) der Alarmschaltung (12) dann anspricht, wenn beide Geber gleichzeitig aus dem
Schaltbereich des zugehörigen Sensors herausbewegt werden.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren (9,
10) magnetisch beeinflußbare Schaltelemente oder Schaltkontakte sind.
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Alarmauslösung
unterbleibt, wenn der obere Geber (13) aus dem Wirkungsbereich des zugehörigen Sensors
(9) bewegt wird.
4. Sicherungseinrichtung nach einem der Ansprüch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
beim Herablassen des Rolladens die Auslösestufe durch aufeinanderfolgendes Wirksamwerden
der Geber (14, 13) eingeschaltet wird.