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EP 0 992 964 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.12.2005 Patentblatt 2005/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.10.1999 |
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Signalgeber sowie damit ausgerüstete Verkehrssignalanlage
Signal indicator and traffic signal device equipped therewith
Indicateur de signal et appareil de signalisation de circulation ainsi équipé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
07.10.1998 DE 19846229
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.04.2000 Patentblatt 2000/15 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Seemann, Joachim
82110 Germering (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 296 426 US-A- 4 857 921
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GB-A- 2 295 475 US-A- 4 908 615
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Verkehrssignalanlage gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
[0002] Eine für sich allein stehende Verkehrssignalanlage, beispielsweise zur Regelung des
Verkehrs an einer Straßenkreuzung, die lediglich mit an deren Zufahrten installierten,
nach einem fest vorgegebenen Signalprogramm arbeitenden Signalgebern ausgerüstet ist,
ist heute wohl nur noch als herkömmlich zu bezeichnen. Bei einem dichten Straßennetz
und hohem Verkehrsaufkommen, insbesondere in Ballungsräumen, müssen Anlagen zur Steuerung
des Straßenverkehrs wesentlich komplexere Aufgaben erfüllen. So werden beispielsweise
Verkehrssignalanlagen einzelner Kreuzungen miteinander vernetzt, um den Verkehr in
einer Hauptverkehrsader flüssig halten zu können, insbesondere also mehrfaches Anhalten
und Wiederanfahren der Kraftfahrzeuge möglichst zu vermeiden. Ferner werden modernen
Verkehrssignalanlagen häufig Mittel zur Fahrzeugdetektion wenigstens in Richtung der
maßgebenden Verkehrsströme zugeordnet, um eine bedarfsabhängige Verkehrslenkung zu
ermöglichen.
[0003] Aus US-A-5 777 564 ist als ein Beispiel für eine moderne Verkehrssignalanlage bekannt,
wie man mit Hilfe von Fahrzeugdetektoren, die im Bereich einer oder mehrerer Kreuzungen
eines Verkehrsweges angeordnet sind, den Verkehrsfluß durch die einzelnen Kreuzungen
bedarfsabhängig steuern und damit optimieren kann. Wie dieses Beispiel lehrt, ist
der technische Aufwand zur Bewältigung dieser Anforderungen beträchtlich. Neben den
eigentlichen Signalgebern und deren Steuerungen werden Fahrzeugdetektoren benötigt,
die vielfach als in die Fahrbahnen eingelassene Induktionsschleifen, aber beispielsweise
auch als passive Infrarot- oder Verkehrsradardetektoren ausgebildet sind. Zur Verkehrsermittlung
können daneben auch Videokameras eingesetzt werden.
[0004] Die von diesen Sensoren abgegebenen Verkehrsinformationen müssen aufbereitet und
verarbeitet werden, um daraus ein auf die aktuellen Verkehrsströme abgestimmtes Signalprogramm
abzuleiten, mit dem schließlich die verschiedenen Signalgeber der Verkehrssignalanlage
betrieben werden. Neben einem zentralisiert organisierten oder auch dezentral aufgebauten
Rechnersystem werden naturgemäß auch entsprechende Übertragungswege von den peripheren
Einheiten zum Rechnersystem bzw. vom Rechnersystem zu den peripheren Steuerungen und
Einheiten benötigt. Neben den eigentlichen Versorgungsleitungen für die einzelnen
Einheiten der Verkehrssignalanlage sind deshalb auch entsprechende Leitungsverbindungen
zur Informationsübertragung erforderlich. Es ist ersichtlich, daß gerade auch der
Betrieb moderner Verkehrssignalanlagen mit einem erheblichen technischen Investitionsaufwand
verbunden ist.
[0005] Dokument EP-A-0, 296, 426 betrifft ein Datenübertragungssystem für Straßenverkehrssignalanlagen,
welches zur Steuerung und Femversorgung von Kreuzungsgeräten der Straßenverkehrssignalanlage
von einem zentralen Verkehrsrechner aus dient.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verkehrssignalanlage
anzugeben, die bei geringem Planungs- und Installationsaufwand in flexibler Weise
an unterschiedliche Erfordernisse anzupassen ist.
[0007] Bei einer Verkehrssignalanlage der eingangs genannten Art wird diese eine Aufgabe
erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 beschriebenen Merkmale
gelöst.
[0008] Bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten Signalgeber werden technologische Fortschritte,
die kleinere Bauformen ermöglichen, mit Vorteil ausgenutzt. Dabei wird von dem Gedanken
abgegangen, daß ein Signalgeber, sichtbar an einem Mast aufgehängt, einzig und allein
der Funktion dient, optische Signale auszusenden und von ihm nicht zu weit entfernt
eine Gerätesteuerung aufgestellt ist, über die ihm für seinen Betrieb die erforderliche
elektrische Energie und Steuerungsinformation zugeführt werden. Herkömmliche Signalgeber
dieser Art besitzen allenfalls eine Signalansteuerung, durch die alternativ die einzelnen
Lichtzeichengeber, ausgelöst durch die Gerätesteuerung, aktiviert werden.
[0009] Mit einem erfindungsgemäß ausgebildeten Signalgeber lassen sich dagegen sowohl kleinere
als auch komplex aufgebaute Verkehrssignalanlagen erstellen, deren Aufbau, vor allem
auch hinsichtlich der Steuerung der Signalgeber, statt einer im wesentlichen zentral
ausgerichteten eine mehr dezentral organisierte Struktur besitzt. Dies wird dadurch
erreicht, daß mehr "Intelligenz" in die Peripherie der Verkehrssignalanlage, also
in die Signalgeber selbst verlegt ist. So wird aus dem herkömmlichen Signalgeber,
der als ein passives Gerät zu interpretieren ist, ein aktives Gerät, in dem bereits
wesentliche Teile der Steuerungsfunktionen selbständig ausgeführt werden.
[0010] Gemäß einer der Weiterbildungen dieser Lösung ist in den Signalgeber unmittelbar
ein Steuerrechner integriert, der auch so ausgebildet sein kann, daß er als periphere
Steuerung für weitere Signalgeber einsetzbar ist, die mit ihm jeweils über Datenübertragungseinrichtungen
vernetzbar sind. Dieser Steuerrechner übernimmt dann für die in der Verkehrssignalanlage
mit ihm vernetzten weiteren Signalgeber die Funktion der Hauptsteuerung, wobei die
entsprechenden Steuerrechner der weiteren Signalgeber von dieser Hauptsteuerung abhängig
geführt sind. Eine kleinere Verkehrssignalanlage, beispielsweise für eine einzelne
Straßenkreuzung kann damit als autarke Anlage so aufgebaut werden, daß einer ihrer
Signalgeber mit seinem Steuerrechner das Signalprogramm für die gesamte Verkehrssignalanlage
ausführt, nach dem auch die übrigen Signalgeber arbeiten. Größere Verkehrssignalanlagen
können, auf dieser Struktur aufbauend, aus einer Mehrzahl von Gruppen jeweils miteinander
vernetzter Signalgeber bestehen, wobei ein zentraler Verkehrsrechner die Systemsteuerung
übernimmt und über Datenübertragungsleitungen mit den Steuerrechnern kommuniziert,
denen in der jeweiligen Gruppe von Signalgebern die Funktion einer Hauptsteuerung
zugewiesen ist.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist in den Signalgeber
selbst mindestens ein Fahrzeugdetektor integriert. Damit ist jeder Signalgeber einer
damit ausgestatteten Verkehrssignalanlage - in Doppelfunktion - sowohl ein gesteuerter
Lichtzeichengeber als auch ein Gerät zum Feststellen momentaner Fahrzeugbewegungen
in seinem Erfassungsbereich. Über seine(n) Fahrzeugdetektor(en) ermittelte Fahrzeuginformationen
können im eigenen Steuerrechner, fallweise in dem Steuerrechner, der für eine Gruppe
von Signalgebern die Funktion der Hauptsteuerung ausführt, verarbeitet werden. Bei
einer autarken Verkehrssignalanlage ist es somit möglich, daraus ein dem momentanen
Bedarf angepaßtes Signalprogramm nur für diese Verkehrssignalanlage abzuleiten. In
größeren, durch einen zentralen Verkehrsrechner gesteuerten Anlagen wird die in den
einzelnen Gruppen von miteinander lokal vernetzten Signalgebern vorverarbeitete Information
über die lokale Verkehrssituation durch den zentralen Verkehrsrechner abgerufen bzw.
diesem angeboten, um dort zentral weiterverarbeitet zu werden, beispielsweise um den
Verkehrsfluß längs einer Hauptverkehrsader bedarfsgerecht zu lenken.
[0012] Ausführungsbeispiele und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden
im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, dabei zeigt:
Figur 1 und 2 je eine Front- bzw. Rückansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Signalgebers und
Figur 3 in Form eines Blockschaltbildes eine mögliche Ausführungsform für den Aufbau
des Signalgebers.
[0013] In Figur 1 und 2 ist in einer Front- bzw. einer Rückansicht die äußere Form eines
Signalgebers für den Straßenverkehr dargestellt. Dieser auf den ersten Blick herkömmlich
erscheinende Signalgeber weist drei Lichtzeichengeber 1 für Rot-, Gelb- bzw. Grünlicht
auf, die der Frontseite seines Gehäuses 2 zugeordnet sind. Auch ist er wie übliche
Signalgeber an einem nicht dargestellten Signalmast mittels Schellen 3 zu befestigen.
Damit erschöpft sich aber in seinem Erscheinungsbild die Übereinstimmung mit Signalgebern,
die jedermann aus dem Straßenverkehr kennt.
[0014] Denn in der Frontansicht von Figur 1 ist ferner oberhalb der Lichtzeichengeber 1
ein erster Detektor angeordnet. Dieser ist in diesem Beispiel als passiver Infrarotdetektor
4 ausgebildet und bei dieser Ausrichtung dafür vorgesehen, Fahrzeugbewegungen zu erfassen,
die - in Verkehrsrichtung gesehen - vor dem Signalgeber liegen. Im Bereich des Bodens
des Gehäuses 1 sind weitere Detektoren vorgesehen, die in diesem Beispiel als Videokameras
5 ausgebildet sind. Wie ein Vergleich von Figur 1 mit Figur 2 zeigt, sind diese Detektoren
sowohl frontseitig als auch rückseitig ausgerichtet, so daß damit Fahrzeugbewegungen
sowohl für die auf den Signalgeber zufließende als auch die abfließende Verkehrsrichtung
zu erfassen sind. Aus der Deckfläche des Gehäuses 1 hervorstehend, ist eine Antenne
6 angeordnet, die als Sende-/Empfangsantenne ausgebildet ist. Schon diese rein äußerlich
erkennbaren Merkmale zeigen, daß mit dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Signalgeber
eine Doppelfunktion als optischer Lichtzeichengeber der gewohnten Art, darüberhinaus
aber auch als Mittel zum Erfassen des momentanen Verkehrsstromes in seinem Erfassungsbereich
erfüllt ist.
[0015] Aus Figur 3, die schematisch in einem Blockschaltbild den inneren Aufbau des Signalgebers
nach Figur 1 bzw. 2 wiedergibt, wird jedoch noch deutlicher, wofür dieser konzipiert
ist. In diesem in Figur 3 dargestellten Querschnitt durch das Gehäuse 2 des Signalgebers
sind zunächst die Lichtzeichengeber 1 sowie die ferner bereits erwähnten Detektoren,
wie der Infrarotdetektor 4 und die Videokameras 5, schließlich auch die Antenne 6
zu erkennen. Den Lichtzeichengebern 1 ist eine in einem Block dargestellte Signalansteuerung
7 der Art zugeordnet, die auch herkömmlichen Signalgebern anzutreffen ist.
[0016] Im Gegensatz dazu ist aber die in konventionellen Verkehrssignalanlagen von dem Signalgeber
getrennt aufgestellte Gerätesteuerung, in Figur 3 als Prozessoreinheit 8 dargestellt,
in das Gehäuse 1 des Signalgebers integriert. Figur 3 illustriert, daß diese Prozessoreinheit
8 mit Ein-/Ausgabeeinrichtungen 81 ausgestattet ist und über diese mit ihrer Umwelt
kommuniziert. Dies bezieht sich zunächst auf die Signalansteuerung 7 der Lichtzeichengeber
1. In Figur 3 ist die Verbindung zwischen der Prozessoreinheit 8 und der Signalansteuerung
7 als bidirektionale Verbindung dargestellt. Damit ist angedeutet, daß die Prozessoreinheit
8 an die Signalansteuerung sowohl Steuersignale überträgt, die die Lichtzeichengeber
1 entsprechend einem bestimmten Signalprogramm selektiv aktivieren. In der Gegenrichtung
kann die Prozessoreinheit 8 von der Signalansteuerung 7 Kontrollsignale abrufen bzw.
empfangen, mit denen es möglich ist, einen fehlerfreien Funktionszustand der Lichtzeichengeber
1 zu überwachen.
[0017] Dem Ausführungsbeispiel von Figur 3 ist ferner zugrunde gelegt, daß der Prozessoreinheit
8 auch die von den Detektoren 4 bzw. 5 erfaßte Information über den aktuellen Verkehrszustand
zugeführt wird. Dazu ist dem Infrarotdetektor 4 bzw. den Videokameras 5 jeweils eine
Detektoreinheit 9 bzw. 10 zugeordnet. Diese bereiten die Signale von dem angeschlossenen
Infrarotdetektor 4 bzw. den Videokameras 5 auf. Einzelheiten dazu sind dem Fachmann
geläufig, da eine Verkehrsüberwachung mittels Infrarotdetektoren oder auch Videokameras
an sich als bekannt vorausgesetzt werden darf. Wie bekannt, besteht z. B. auch für
die Auswertung von Aufnahmen der Videokameras eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten,
deren Einsatz von der Struktur des jeweiligen Verkehrsüberwachungs- bzw. Verkehrslenkungssystems
abhängt, in dem ein einzelner Signalgeber lediglich eine der möglicherweise vielen
peripheren Module darstellt.
[0018] Ein weiteres Merkmal des hier beschriebenen Signalgebers besteht darin, daß die Prozessoreinheit
8 nicht nur mit den in den Signalgeber selbst integrierten Baueinheiten in Verbindung
steht, sondern darüberhinaus dafür ausgerüstet ist, weiterhin mit von ihr räumlich
getrennten Einrichtungen einer Verkehrssignalanlage bzw. eines Verkehrslenkungssystems
Informationen auszutauschen. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist zu diesem Zweck
an die Ein-/Ausgabeeinrichtungen 81 der Prozessoreinheit 8 eine Kommunikationseinrichtung
11 angeschlossen, die als eine bidirektionale Datenfernübertragungseinrichtung anzusehen
ist und in diesem Beispiel als Funksender-/empfänger über die angeschlossene Antenne
6 mit der Umwelt in Verbindung steht. Alternativ könnte - wie dem Fachmann einleuchtet
- diese Kommunikationseinrichtung 11 als Schnittstelle zu umgebenden Einrichtungen
in Verbindung mit einer entsprechenden Sende-/Empfangseinrichtung auch als Datenübertragungseinrichtung
für eine Infrarotverbindung ausgebildet sein. Auch eine leitungsgebundene Datenübertragung
über angeschlossene Datenleitungen, eventuell auch über dafür mitbenutzte Versorgungsleitungen
wäre denkbar, wie in Figur 3 als Alternative durch einen in unterbrochenen Linien
gezeichneten Anschluß der Kommunikationseinrichtung 11 an ein Leitungskabel 12 angedeutet
ist.
[0019] Es ist einsehbar, daß diese Funktion der Kommunikationsfähigkeit des Signalgebers
mit seiner Systemumwelt, als Variante zum vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
auch so zu realisieren ist, daß die Komunikationseinrichtung 11 nicht nur eine durch
die Prozessoreinheit 8 gesteuerte Schnittstelleneinrichtung bildet, sondern daß die
Abwicklung von Ein/Ausgabeprozeduren in die Kommunikationseinrichtung 11 selbst verlegt
ist. Dabei könnten einzelne der Detektoreinheiten 9 bzw. 10 unmittelbar an die Kommunikationseinrichtung
11 als von dieser gesteuerte periphere Einheiten angeschlossen sein.
[0020] Losgelöst von derartigen Ausgestaltungen seiner elektronischen Schaltung ermöglicht
der beschriebene multifunktionale Signalgeber in flexibler Weise eine Vielzahl von
Ausführungsformen von Verkehrssignalanlagen zu realisieren. Im einfachen Fall steht
eine Verkehrssignalanlage, beispielsweise zur Verkehrslenkung an nur einer Straßenkreuzung
oder Einmündung, ohne extern vernetzt zu sein, für sich allein und ist lediglich mit
einer beschränkten Anzahl von Signalgebern ausgestattet. Bei einer konventionellen
Lösung würde eine Gerätesteuerung, in einem Schaltkasten untergebracht, im Bereich
der Verkehrssignalanlage aufgestellt und an die einzelnen Signalgeber über im Erdreich
verlegte Kabel angeschlossen. Über diese Kabelverbindung liefert die Gerätesteuerung
durch ein vorgegebenes Signalprogramm festgelegte individuelle Steuersignale an die
angeschlossenen Signalgeber bzw. deren Signalansteuerungen.
[0021] Davon unterscheidet sich eine Verkehrssignalanlage, die mit Signalgebern der vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen ausgerüstet ist, grundlegend. Die Prozessoreinheit
eines der Signalgeber der Verkehrssignalanlage übernimmt als Hauptsteuerung die Funktion
der konventionell separat aufgestellten Gerätesteuerung, die Prozessoreinheiten der
übrigen Signalgeber der Verkehrssignalanlage werden durch diese Hauptsteuerung nach
Art einer "Master-Slave" - Konfiguration geführt. Die dazu erforderliche Kommunikation
zwischen den Prozessoreinheiten der Signalgeber erfolgt vorzugsweise kabellos über
eine Funk- oder Infratrotverbindung, wobei es an sich aber auch möglich ist, bereits
vorhandene Leitungsverbindungen für diesen Datenaustausch zu nutzen. Sind die Signalgeber
in erforderlichem Umfang auch mit Detektoren ausgerüstet, so lassen sich im Bereich
dieser Verkehrssignalanlage auch Informationen zur aktuellen Verkehrsbelegung erfassen
und in der als Hauptsteuerung ausgebildeten Prozessoreinheit verarbeiten. Diese ist
damit befähigt, selbsttätig ein an die aktuelle Verkehrssituation angepaßtes Signalprogramm
auszuwählen und die mit ihr vernetzten Signalgeber entsprechend anzusteuern.
[0022] In umfangreicheren Verkehrssignalanlagen, die beispielsweise im Zuge einer Hauptverkehrsader
liegen, allgemeiner den Verkehr über mehrere Straßenkreuzungen sowie eine Mehrzahl
von Zu- bzw. Abfahrten lenken, werden Verkehrssignalanlagen der vorstehend beschriebenen
Art als lokale Subsysteme organisiert, deren als Hauptsteuerung des jeweiligen Subsystems
fungierende Prozessoreinheit neben den beschriebenen Funktionen ferner Daten mit einem
zentralen Verkehrsrechner austauscht. Im zentralen Verkehrsrechner werden die von
den einzelnen Subsystemen gelieferten Belegungsdaten erfaßt und ausgewertet. Davon
abhängig wird die Hauptsteuerung jedes einzelnen Subsystems so aktiviert, daß diese
nach einem daran angepaßten Signalprogramm ihrerseits das Subsystem steuert.
[0023] Daraus wird deutlich, daß sich erfindungsgemäß ausgebildete Signalgeber in weitem
Umfang für unterschiedliche Lösungen sowohl bei kleinen, autark arbeitenden Verkehrssignalanlagen
als auch bei sehr komplexen Straßenverkehrssystemen einsetzen lassen. Der Planungs-
und Installationsaufwand für Verkehrssignalanlagen reduziert sich dabei erheblich,
da die Signalgeber bei derartigen Systemen als periphere Einheiten zu interpretieren
sind, die nahezu beliebig hinzugefügt bzw. organisatorisch in das System bzw. ein
Subsystem eingegliedert werden können, wobei es keiner Grabungsarbeiten zur Kabelverlegung
bedarf, wenn die systemimmanent gegebene Möglichkeit kabelloser Datenverbindungen
genutzt wird.
1. Verkehrssignalanlage, die eine Mehrzahl von Lichtzeichengeber (1) enthaltenden Signalgebern
mit Gehäuse (2) und eine Steuereinheit (7, 8) zur Ansteuerung der Signalgeber nach
einem vorgegebenen Signalprogramm umfasst, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gehäuse (2) jedes Signalgebers eine Steuereinheit (7, 8) sowie eine Datenübertragungseinrichtung
(11) zur Kommunikation mit weiteren Signalgebern der Verkehrssignalanlage integriert
sind.
2. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit einen das Signalprogramm ausführenden Steuerrechner (8) und eine
diesem nachgeordnete Signalansteuerung (7) für die Lichtzeichengeber (1) umfaßt.
3. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerrechner (8) einer ihrer Signalgeber als periphere Steuerung für weitere
Signalgeber der Verkehrssignalanlage ausgebildet ist, die mit ihm über die jeweiligen
Datenübertragungseinrichtungen (11) der einzelnen Signalgeber vernetzbar sind.
4. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine externe Schnittstelle der Datenübertragungseinrichtung (11) als leitungsgebundene
Schnittstelle zum Anschluß an individuelle Datenleitungen (12) oder an zur Datenübertragung
mitbenutzte Versorgungsleitungen ausgebildet ist.
5. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungseinrichtung (11) als Modem mit einer daran angeschlossenen Sende-/Empfangseinrichtung
(6) ausgebildet ist.
6. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-/Empfangseinrichtung (6) als Funkantenne ausgebildet ist.
7. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-/Empfangseinrichtung (6) als Infrarotsender/-empfänger ausgebildet ist.
8. Verkehrssignalanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gehäuse (2) jedes Signalgebers mindestens ein Fahrzeugdetektor (4 bzw. 5)
zum Feststellen von sich im Erfassungsbereich des jeweiligen Signalgebers aufhaltenden
Fahrzeugen integriert ist.
9. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Fahrzeugdetektor (4 bzw. 5) als passiver Infrarotdetektor, als
Radardetektor und/oder als Videokamera ausgebildet ist.
10. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fahrzeugdetektor (4 bzw. 5) eine Auswerteeinheit (9 bzw. 10) zugeordnet ist,
die mit dem Steuerrechner (8) bzw. der Datenübertragungseinrichtung (11, 6) zum Datenaustausch
in Kommunikationsverbindung steht.
11. Verkehrssignalanlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß diese in Form eines sich auf lokaler Ebene selbst steuernden Subsystemes eine von
mehreren gleichartigen Untereinheiten eines umfassenderen Verkehrslenkungssystemes
bildet, bei dem ein zentraler Verkehrsrechner vorgesehen ist, der als Führungsrechner
für die dann nachgeordneten Hauptsteuerungen (8) der Untereinheiten bzw. Subsysteme
ausgebildet ist und mit diesen Verkehrs- und/oder Steuerdaten über deren Einrichtungen
(z. B. 6, 11) zum Datenaustausch austauscht.
1. Traffic signal system which comprises a plurality of signal transmitters which contain
light signal transmitters (1) and have a housing (2) and a control unit (7, 8) for
actuating the signal transmitters according to a predefined signal program, characterized in that a control unit (7, 8) and a data transmission device (11) for communicating with
other signal transmitters of the traffic signal system are integrated into the housing
(2) of each signal transmitter.
2. Traffic signal system according to Claim 1, characterized in that the control unit comprises a control computer (8) which executes the signal program
and a signal actuator (7), assigned downstream of the latter, for the light signal
transmitters (1).
3. Traffic signal system according to Claim 2, characterized in that the control computer (8) of one of its signal transmitters is embodied as a peripheral
controller for further signal transmitters of the traffic signal system which can
be networked to it via the respective data transmission devices (11) of the individual
signal transmitters.
4. Traffic signal system according to Claim 3, characterized in that an external interface of the data transmission device (11) is embodied as a line-bound
interface for connection to individual data lines (12) or to supply lines which are
also used for transmitting data.
5. Traffic signal system according to Claim 3, characterized in that the data transmission device (11) is embodied as a modem with a transceiver device
(6) connected thereto.
6. Traffic signal system according to Claim 5, characterized in that the transceiver device (6) is embodied as a radio antenna.
7. Traffic signal system according to Claim 5, characterized in that the transceiver device (6) is embodied as an infrared transceiver.
8. Traffic signal system according to one of Claims 1 to 7, characterized in that at least one vehicle detector (4 or 5) for detecting vehicles stopping in the sensing
range of the respective signal transmitter is integrated into the housing (2) of each
signal transmitter.
9. Traffic signal system according to Claim 8, characterized in that the at least one vehicle detector (4 or 5) is embodied as a passive infrared detector,
as a radar detector and/or as a video camera.
10. Traffic signal system according to Claim 8 or 9, characterized in that an evaluation unit (9 or 10) is assigned to the vehicle detector (4 or 5) and has
a communications link control computer (8) and/or to the data transmission device
(11, 6) for exchanging data.
11. Traffic signal system according to Claim 10, characterized in that said system forms, as a subsystem which controls itself at the local level, one of
a plurality of identical subunits of a more extensive traffic control system in which
a central traffic computer is provided which is embodied as a control computer for
the main controllers (8), which are then subordinate, of the subunits or subsystems,
and exchanges traffic data and/or control data with the latter via their devices (for
example 6, 11) for exchanging data.
1. Installation de feux de circulation, qui comprend plusieurs indicateurs de signaux
contenant des émetteurs de signaux lumineux (1) ayant un habillage (2) et une unité
de commande (7, 8) pour la commande des indicateurs de signaux selon un programme
de signalisation prédéterminé, caractérisée par le fait qu'une unité de commande (7, 8) ainsi qu'un dispositif de transmission de données (11)
sont intégrés dans l'habillage (2) de chaque indicateur de signaux pour communiquer
avec d'autres indicateurs de signaux de l'installation de feux de circulation.
2. Installation de feux de circulation selon la revendication 1, caractérisée par le fait que l'unité de commande comprend un ordinateur de commande (8) exécutant le programme
de signalisation et une commande de signaux (7) placée du côté aval de celui-ci pour
les émetteurs de signaux lumineux (1).
3. Installation de feux de circulation selon la revendication 2, caractérisée par le fait que l'ordinateur de commande (8) d'un indicateur de signaux qui est le sien est conçu
comme commande périphérique pour d'autres indicateurs de signaux de l'installation
de feux de circulation qui peuvent être mis en réseau avec lui par l'intermédiaire
des dispositifs de transmission de données respectifs (11) des différents indicateurs
de signaux.
4. Installation de feux de circulation selon la revendication 3, caractérisée par le fait qu'une interface externe du dispositif de transmission de données (11) est conçue comme
une interface par lignes pour le raccordement à des lignes de données individuelles
(12) ou à des lignes d'alimentation utilisées en même temps pour la transmission de
données.
5. Installation de feux de circulation selon la revendication 3, caractérisée par le fait que le dispositif de transmission de données (11) est conçu comme un modem avec un dispositif
d'émission et de réception (6) raccordé.
6. Installation de feux de circulation selon la revendication 5, caractérisée par le fait que le dispositif d'émission et de réception (6) est conçu comme une antenne radio.
7. Installation de feux de circulation selon la revendication 5, caractérisée par le fait que le dispositif d'émission et de réception (6) est conçu comme un émetteur-récepteur
d'infrarouges.
8. Installation de feux de circulation selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait qu'au moins un détecteur de véhicules (4 ou 5) est intégré dans l'habillage (2) de chaque
indicateur de signaux pour détecter des véhicules s'arrêtant dans la zone de couverture
de l'indicateur de signaux respectif.
9. Installation de feux de circulation selon la revendication 8, caractérisée par le fait que le ou les détecteurs de véhicules (4 ou 5) sont conçus comme détecteur infrarouge
passif, détecteur radar et/ou caméra vidéo.
10. Installation de feux de circulation selon la revendication 8 ou 9, caractérisée par le fait qu'il est associé au détecteur de véhicules (4 ou 5) une unité d'évaluation (9 ou 10)
qui est en liaison de communication avec l'ordinateur de commande (8) c'est-à-dire
avec le dispositif de transmission de données (11, 6) pour l'échange de données.
11. Installation de feux de circulation selon la revendication 10, caractérisée par le fait que celle-ci sous la forme d'un sous-système se commandant elle-même sur le plan local
constitue une sous-unité parmi plusieurs sous-unités du même type d'un système de
gestion de circulation plus complexe dans lequel il est prévu un ordinateur central
de circulation qui est conçu comme ordinateur de gestion pour les commandes principales
(8), alors placées du côté aval, des sous-unités ou sous-systèmes et qui échange avec
ceux-ci des données de circulation et/ou de commande par l'intermédiaire de leurs
dispositifs (par exemple 6, 11) destinés à l'échange de données.

