| (19) |
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(11) |
EP 0 993 546 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.12.2001 Patentblatt 2001/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.06.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F01P 7/16 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9803/945 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9901/650 (14.01.1999 Gazette 1999/02) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR WÄRMEREGULIERUNG EINER BRENNKRAFTMASCHINE
METHOD FOR REGULATING HEAT IN AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
PROCEDE DE REGULATION THERMIQUE D'UN MOTEUR A COMBUSTION INTERNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
03.07.1997 DE 19728351
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.2000 Patentblatt 2000/16 |
| (73) |
Patentinhaber: DaimlerChrysler AG |
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70567 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- PFAFF, Rüdiger
D-70499 Stuttgart (DE)
- Wiltschka, Joachim
D-70734 Fellbach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 499 071 DE-A- 19 644 303 US-A- 5 482 010
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EP-A- 0 744 538 US-A- 4 768 484 US-A- 5 609 125
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 257 (M-513), 3. September 1986 & JP 61 083422
A (NISSAN MOTOR CO LTD), 28. April 1986
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 212 (M-710), 17. Juni 1988 & JP 63 016122
A (AISIN SEIKI CO LTD), 23. Januar 1988
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine
für Fahrzeuge nach den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Das Wärmemanagement einer Brennkraftmaschine und eines Fahrzeuges, d.h. das Kühlen
und Erwärmen von Aggregaten und Einrichtungen auf eine optimale Betriebstemperatur,
ist für den Wirkungsgrad und damit für das Systems Fahrzeug von entscheidender Bedeutung,
insbesondere hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, Funktion, Lebensdauer und des Komforts.
Es ist daher wünschenswert, daß die Einrichtungen und Aggregate, insbesondere die
Brennkraftmaschine des Fahrzeugs, möglichst schnell ihre optimale Betriebstemperatur
erreichen und möglichst während des gesamten Betriebs beibehalten.
[0003] Aus der EP 0 499 071 A1 ist eine Kühlanlage für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor
bekannt. Die Kühlanlage umfaßt mehrere Kreisläufe mit zugeordneten Wärmetauschern.
Die Temperaturen unterschiedlicher Kühlmedien werden gemessen und in einer zentralen
Auswerteeinrichtung zu Ausgangssignalen verarbeitet, durch die elektrisch ansteuerbare
Einrichtungen wie drehzahlgeregelte Pumpen, drehzahlgeregelte Lüfter, elektrisch ansteuerbare
Ventile und eine im Luftströmungsweg angeordnete Jalousie ansteuerbar sind. Die Wärmetauscherleistung
bzw. die Lüfterdrehzahl wird für alle Kühlkreisläufe stets nach dem höchsten Bedarf
eines der Kühlkreisläufe ausgerichtet. Durch das zentrale Wärmemanagement wird erreicht,
daß für die Kühlung und Erwärmung des Systems wenig Antriebsenergie für Pumpen und
Lüfter aufzuwenden ist und dem System nicht zuviel Wärmeenergie entzogen wird. Infolgedessen
werden beim Start schnell die erforderlichen Betriebstemperaturen erreicht.
[0004] Allerdings besteht die Schwierigkeit, rechtzeitig in die Wärmeregelung einzugreifen,
da die für die Regelung verwendeten Kühlmitteltemperaturen sich erst relativ spät
nach dem tatsächlichen Wärmeanfall auf ein höheres oder niedrigeres Temperaturniveau
einstellen. Ferner ist die Temperaturerfassung selbst mit erheblichen Verzögerungen
behaftet.
[0005] Aus der DE 37 38 412 A1 ist ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei der die Förderleistung der elektrischen Pumpen nicht nur in Abhängigkeit
von der Kühlmitteltemperatur, sondern in Abhängigkeit von wenigstens einer weiteren
Betriebskenngröße erfolgt. Hierzu erhält ein elektronisches Schaltgerät als Eingangssignale
die Betriebstemperatur der Brennkraftmaschine, die Lufttemperatur in unmittelbarer
Umgebung der Brennkraftmaschine, die in weiterer Entfernung von der Brennkraftmaschine
meßbare Umgebungstemperatur, die Temperatur von Motorteilen sowie die Drehzahl der
Brennkraftmaschine und eine Information über die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs.
Das elektronische Schaltgerät verarbeitet die Eingangssignale zu Ausgangssignalen
und gibt zunächst ein Ausgangssignal an die elektrische Pumpe ab. Weitere Ausgangssignale
werden gegebenenfalls an die Ventile ausgegeben sowie an eine Stelleinrichtung, die
eine vor einem als Kühler verwendeten Wärmetauscher angeordnete, verstellbare Jalousie
betätigt, und schließlich an Wärmetauschern zugeordnete Gebläsemotoren.
[0006] Aus der EP 0 084 378 A1 ist eine Steuervorrichtung für ein Kühlsystem einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei der die Eingangsgrößen mittels eines Mikroprozessors ausgewertet werden.
Als Eingangsgrößen dienen die Kühlwassertemperatur, die Fahrzeuggeschwindigkeit und
die Umgebungstemperatur.
[0007] Die DE 38 10 174 A1 zeigt eine Einrichtung zur Regelung der Kühlmitteltemperatur
einer Brennkraftmaschine, wobei eine Regeleinrichtung bzw. Auswerteeinrichtung als
Eingangssignale neben der Kühlwassertemperatur, die Last und die Drehzahl der Brennkraftmaschine
erhält. Die Last der Brennkraftmaschine kann indirekt durch Messen des Saugrohrunterdrucks
einer gemischverdichtenden Brennkraftmaschine oder durch Messen der Stellung der Regelstange
einer Einspritzpumpe einer luftverdichtenden Brennkraftmaschine ermittelt werden.
[0008] Ferner ist aus der DE 41 09 498 ein Verfahren zur Regelung der Temperatur einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei dem eine Steuereinrichtung als Eingangssignale die folgenden Betriebsparameter
verarbeitet: Temperatur der Brennkraftmaschine, Ansaugtemperatur, Drehzahl der Brennkraftmaschine,
Fahrzeuggeschwindigkeit, Last der Brennkraftmaschine, Betriebszustand der Klimaanlage,
der Heizung des Kraftfahrzeugs, die Zeit, die Diagnoseinformationen, ein Ausgangssignal
einer Klopfregelungseinrichtung und die Temperatur des Kühlwassers.
[0009] Weiterhin ist aus der DE 44 26 494 A1 eine Einrichtung zur Überwachung des Kühlsystems
bei einer Brennkraftmaschine bekannt. Unter Verwendung eines Mikroprozessors wird
die Funktionsfähigkeit des Kühlsystems überwacht, indem der Verlauf eines Temperatursignals
ausgewertet wird und erkannte Temperaturveränderungen pro Zeiteinheit mit plausiblen
Werten verglichen werden. Die Auswertung dient nicht zur Regelung des Kühlsystems,
sondern lediglich zu dessen Überwachung und um Fehlfunktionen sicher und zuverlässig
erkennen zu können.
[0010] Schließlich ist aus der gattungsbildenden US 4 768 484 ein Verfahren zur Regulierung
einer Wärmeeinrichtung bekannt, bei der über einen Mikroprozessor Signale von Temperaturfühlern
einer elektronischen Auswerteeinheit mit einem Mikroprozessor zugeführt werden.
[0011] Die Möglichkeiten einer (schnellen) Einwirkung auf den Wärmeentwicklung sind allerdings
begrenzt.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren vorzuschlagen, bei dem schneller
und unmittelbarer in die Wärmeregulierung der Brennkraftmaschine eingegriffen werden
kann.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zu den Temperaturen der Kühl- bzw. Heizmittel
kritische Bauteiltemperaturen und/oder Leistungskennwerte der Brennkraftmaschine erfaßt
und bei der Regelung berücksichtigt. Da die kritischen Bauteile direkter auf einen
erhöhten Wärmeanfall reagieren und sich ihre Temperatur deutlich früher verändert,
bevor die Kühlmitteltemperatur durch Wärmeübergänge verzögert reagiert, kann schnell
in die Wärmeregulierung eingegriffen werden. Dies wird durch das erfindungsgemäße
Verfahren beschleunigt, indem nicht nur die Bauteiltemperaturen und/oder Leistungskennwerte
als solche, sondern Veränderungen pro Zeiteinheit bei der Regelung berücksichtigt
werden. Die Tendenz des Temperaturverlaufs gibt schon früh einen wichtigen Hinweis
dafür, ob intensiver oder schwächer gekühlt werden muß.
[0014] Als kritisches Bauteil eignet sich hierfür der Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine,
und zwar der Bereich zwischen Auslaßventilen, die sogenannte Stegzone. Da dieser Bereich
den heißen Abgasen ausgesetzt ist, ist er besonders durch hohe Temperaturen und häufige
Temperaturwechsel gefährdet. Aufgrund seiner geringen Masse und seiner Lage reagiert
er auf Wärmebelastungsänderungen sehr schnell, so daß seine Temperatur für den Wärmeanfall
in der Brennkraftmaschine sehr charakteristisch ist.
[0015] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ferner vorgeschlagen, Leistungskennwerte
der Brennkraftmaschine zu erfassen, die für das Wärmeverhalten spezifisch sind, z.B.
zweckmäßigerweise die in einem Brennraum pro Zeiteinheit oder Arbeitszyklus eingebrachte
Kraftstoffmenge. Somit kann man eine Kenngröße für die Regelung gewinnen, bevor der
eigentliche Wärmeanfall stattfindet oder ein kritisches Bauteil die entsprechende
Temperatur erreicht hat. Grundsätzlich ist es möglich, die Temperaturen und Kennwerte
aller Zylinder einer Brennkraftmaschine zu erfassen. In der Regel wird es aber ausreichen,
wenn nur die Werte des kritischsten Zylinders oder einiger Zylinder erfaßt werden.
[0016] Durch das erfindungsgemäße Verfahren und seiner Ausgestaltungen lassen sich die optimalen
Betriebstemperaturen in der Startphase einer Brennkraftmaschine für Fahrzeuge besonders
schnell erreichen, wenn mit steigender Temperatur bzw. zunehmendem Wärmeanfall von
den Einrichtungen zunächst die Pumpen in Betrieb genommen und geregelt werden, dann
die Thermostate, dann die Jalousie und schließlich der Lüfter.
[0017] Man erreicht durch alle diese Maßnahmen, daß der Brennraum nach dem Start schnell
aufgeheizt wird mit der Folge, daß die Zylinderladung sowohl bei Otto- als auch bei
Dieselmotoren besser durchbrennt und sich daher geringere Kohlenwasserstoffemissionen
ergeben. Ferner verbessert sich die Selbstzündung bei Dieselmotoren, wodurch schon
nach einer sehr kurzen Warmlaufzeit ein gleichmäßiger und sehr leiser Lauf mit stark
reduzierten Geräuschemissionen erreicht wird. Infolge geringer Wärmeverluste über
die Brennraumwand kann die beim Start üblicherweise erhöhte Leerlaufmenge deutlich
früher reduziert sowie der Zeitraum der Mengenerhöhung deutlich verkürzt werden. Dadurch
wird der thermische Wirkungsgrad während dieser Betriebszustände verbessert und der
Kraftstoffverbrauch verringert.
[0018] Schließlich steigen die Abgastemperaturen sehr schnell an, wodurch ein Katalysator
schneller anspringt und das Ansprechverhalten eines Turboladers verbessert wird. Da
die Wärmeregulierung sehr schnell anspricht, wenn sich die Temperaturen oder der Wärmeanfall
ändert, sind die Bauteile der Brennkraftmaschine vor thermischer Überbelastung besser
geschützt. Ferner wird das Schmieröl schnell auf eine optimale Temperatur gebracht,
so daß es sehr bald seine volle Funktionsfähigkeit entwickelt, ohne durch Überbelastung
bezüglich seiner Alterung gefährdet zu sein.
[0019] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Weitere Vorteile
und Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung des Ausführungsbeispiels.
In der Beschreibung und in den Ansprüchen sind zahlreiche Merkmale im Zusammenhang
dargestellt und beschrieben. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch
einzeln betrachten und zu weiteren sinnvollen Kombinationen zusammenfassen.
[0020] Die Zeichnung zeigt in schematischer Weise den Aufbau einer Kühlanlage zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0021] Mit 1 ist eine wassergekühlte Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs bezeichnet, die
einen Kühlwassereinlaß 2 und einen Kühlwasserauslaß 3 aufweist. Temperaturfühler 4
und 6 erfassen die Kühlwassertemperatur am Kühlwassereinlaß 2 bzw. am Kühlwasserauslaß
3. Ferner besitzt die Brennkraftmaschine 1 im Bereich zwischen Auslaßventilen, in
der sogenannten ßStegzone", einen Temperaturfühler 5. Die Temperaturfühler 4, 5 und
6 leiten die Temperatursignale über Signalleitungen 8 an eine Auswerteeinrichtung
7, z.B. eine Motorelektronik, die auch Leistungskennwerte der Brennkraftmaschine 1
erfaßt, die für den Wärmeanfall spezifisch sind.
[0022] Die Auswerteeinrichtung 7 wandelt die Eingangsgrößen und Kennwerte zu Stellgrößen.
Über Signalleitungen 9, die mit gestrichelten Linien dargestellt sind, werden entsprechende
Stellsignale an elektrisch ansteuerbare Einrichtungen geleitet, um Kühl- bzw. Heizmittel,
insbesondere Kühlwasser, Kühlluft und Öl, zu fördern und ihre Volumenströme zu regeln.
Zu diesen Einrichtungen gehört ein Lüfter 11, der von einem regelbaren Elektromotor
12 angetrieben wird, elektrisch angetriebene und regelbare Wasserpumpen 22 und 23,
ein elektrischer Thermostat 28 und eine elektrisch angetriebene Jalousie 24.
[0023] Der Lüfter 11 fördert Kühlluft durch einen Wasserkühler 13, wobei der Kühlluftdurchsatz
durch den Wasserkühler 13 zum einen durch die Drehzahl des Lüfters 11 bestimmt wird,
und zum anderen, wenn der Lüfter 11 abgestellt ist, durch die Stellung der Jalousie
24.
[0024] Die Wasserpumpe 22, die als Hauptpumpe dient, fördert das Kühlwasser durch den Wasserkühler
13 und die Brennkraftmaschine 1 sowie durch einen Ölkühler 14 mit einem Öleinlaßstutzen
15 und einem Ölauslaßstutzen 16, durch einen Abgasrückkühler 17 mit einem Abgaseinlaßstutzen
18 und einem Abgasauslaßstutzen 19 und durch eine Innenraumheizung 20. Die Strömungsrichtung
des Kühlwassers ist mit kleinen Pfeilen längs der Kühlwasserleitungen 10 angedeutet.
Das Kühlwassersystem ist über eine Ausgleichsleitung 27 und eine Entlüftungsleitung
26 mit einem Expansionsbehälter 25 verbunden.
[0025] Die Wasserpumpe 23, die als Zusatzpumpe dient, stellt die Kühlwasserförderung sicher,
wenn die Wasserpumpe 22 bei geringem Wärmeanfall still gesetzt wird. Sie stellt vor
allem die Funktion der Innenraumheizung 20 sicher, die über ein Duoventil 21 gesteuert
werden kann.
[0026] Wird das Fahrzeug gestartet, sind zunächst die Wasserpumpe 22 und der Lüfter 11 ausgeschaltet
sowie der Thermostat 28 und die Jalousie 24 geschlossen. Mit zunehmender Temperatur
wird zunächst die Wasserpumpe 22 in Betrieb genommen und entsprechend dem Wärmeanfall
geregelt. Danach beginnt die Regelung des Thermostats 28. Schließlich wird die Jalousie
24 geöffnet und der Lüfter 11 beginnt mit der Regelung. Steigt die Temperatur weiter,
obwohl alle Einrichtungen auf maximale Werte eingestellt oder weil einzelne Komponenten
ausgefallen sind, wird zur Sicherheit die Leistung der Brennkraftmaschine entsprechend
reduziert.
1. Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine (1) für Fahrzeuge mit elektrisch
ansteuerbaren Einrichtungen, um Kühl-bzw. Heizmittel zu fördern und ihre Volumenströme
zu regeln, wobei Temperaturfühler (4, 5, 6) an mehreren Stellen der Brennkraftmaschine
(1) temperaturabhängige Signale erzeugen, die in einer elektronischen Auswerteeinrichtung
(7) mit mindestens einem Mikroprozessor zu Stellsignalen für die Einrichtungen (11,
12, 22, 23, 24, 28) verarbeitet werden, wobei Temperaturen der Kühl- bzw. Heizmittel
erfaßt und bei der Regelung berücksichtigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß kritische Bauteiltemperaturen und/oder Leistungskennwerte der Brennkraftmaschine
(1) erfaßt werden und Veränderungen der kritischen Bauteiltemperaturen und/oder der
Leistungskennwerte der Brennkraftmaschine pro Zeiteinheit bei der Regelung berücksichtigt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur eines Zylinderkopfs im Bereich zwischen Auslaßventilen erfaßt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in einen Brennraum pro Zeiteinheit oder Arbeitszyklus eingebrachte Kraftstoffmenge
erfaßt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen mindestens eine elektrisch angetriebene Wasserpumpe (22, 23), einen
elektrisch betätigten Thermostaten (28) und/oder Standardthermostaten, einen elektrisch
angetriebenen Lüfter (11) und/oder eine elektrisch angetriebene Jalousie (24) umfassen
und mit steigender Temperatur bzw. zunehmendem Wärmeanfall zunächst die Regelung der
Wasserpumpe (22, 23), dann des Thermostaten (28), dann der Jalousie (24) und schließlich
des Lüfters (11) beginnt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine (1) nur die Werte des kritischsten Zylinders
oder einiger Zylinder erfaßt werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wasserpumpe (22) als Hauptpumpe dient und Kühlwasser durch den Wasserkühler
(13), die Brennkraftmaschine (1), einen Ölkühler (14), einen Abgasrückkühler (17)
und eine Innenraumheizung (20) fördert und eine Zusatzpumpe (23) die Kühlwasserförderung
sicherstellt, wenn die Wasserpumpe (22) bei geringem Wärmeanfall stillgesetzt wird.
1. Method of regulating the heat of an internal combustion engine (1) for vehicles, using
devices which can be controlled electrically, in order to deliver cooling medium or
heating medium and to regulate their volume flows, temperature sensors (4, 5, 6) at
a number of points of the internal combustion engine (1) generating temperature-dependent
signals, which are processed in an electronic evaluation device (7) having at least
one microprocessor to form actuating signals for the devices (11, 12, 22, 23, 24,
28), temperatures of the cooling media and/or heating media being registered and taken
into account in the regulation, characterized in that critical component temperatures and/or characteristic output values of the internal
combustion engine (1) are registered, and changes in the critical component temperatures
and/or the characteristic output values of the internal combustion engine per unit
time are taken into account in the regulation.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the temperature of a cylinder head in the region between output valves is registered.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the amount of fuel introduced into a combustion chamber per unit time or working
cycle is registered.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the devices comprise at least one electrically driven water pump (22, 23), an electrically
operated thermostat (28) and/or standard: thermostat, an electrically driven fan (11)
and/or an electrically driven louvre shutter (24) and, as the temperature rises or
the accumulation of heat builds up, first the regulation of the water pump (22, 23),
then of the thermostat (28), then of the louvre shutter (24) and finally of the fan
(11) begins.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the case of a multicylinder internal combustion engine (1), only the values of
the most critical cylinder or some cylinders are registered.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a water pump (22) is used as the main pump and delivers cooling water through the
radiator (13), the internal combustion engine (1), an oil cooler (14), an exhaust-gas
intercooler (17) and an interior heating system (20), and an additional pump (23)
ensures the delivery of cooling water when the water pump (22) is stopped when there
is little accumulation of heat.
1. Procédé pour la régulation thermique d'un moteur à combustion interne (1) pour des
véhicules avec des appareils à pilotage électrique, afin de convoyer des fluides de
refroidissement ou de chauffage, et de réguler leurs écoulements volumétriques, dans
lequel des capteurs de température (4, 5, 6) prévus à plusieurs emplacements du moteur
à combustion interne (1) produisent des signaux dépendants de la température, lesquels
sont traités dans une unité d'évaluation électronique (7) avec au moins un microprocesseur
pour produire des signaux de positionnement pour les appareils (11, 12, 22, 23, 24,
28), dans lequel on détecte les températures du fluide de refroidissement ou de chauffage
et l'on en tient compte dans la régulation, caractérisé en ce que l'on saisit des températures critiques pour les composants et/ou des valeurs caractéristiques
de puissance du moteur à combustion interne (1), et en ce que dans la régulation on tient compte des variations des températures critiques pour
les composants et/ou des valeurs caractéristiques de puissance du moteur à combustion
interne par unité de temps.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisée en ce que la température d'une tête de cylindre est détectée dans la région entre les soupapes
d'échappement.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la quantité de carburant apportée dans une chambre de combustion par unité de temps
ou par cycle de travail est détectée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les appareils comprennent au moins une pompe à eau (22, 23) à entraînement électrique,
un thermostat électrique (28) et/ou des thermostats standards, un ventilateur (11)
à entraînement électrique et/ou un volet (24) à entraînement électrique, et en ce que lorsque la température augmente, c'est-à-dire lors d'un apport thermique croissant,
on commence par la régulation de la pompe à eau (22, 23), puis des thermostats (28),
puis du volet (24) et enfin du ventilateur (11).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le cas d'un moteur à combustion interne à plusieurs cylindres (1), on détecte
uniquement les valeurs du cylindre critique, ou de quelques-uns des cylindres.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit une pompe principale servant de pompe à eau (22), celle-ci convoyant
l'eau de refroidissement à travers le dispositif de refroidissement d'eau (13), le
moteur à combustion interne (11), un refroidisseur à huile (14) un dispositif de refroidissement
de gaz d'échappement (17), et un chauffage intérieur (20), et en ce qu'une pompe additionnelle (23) assure l'alimentation en eau de refroidissement lorsque
la pompe à eau (22) est mise à l'arrêt lors d'une faible attaque thermique.
