| (19) |
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(11) |
EP 0 993 862 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.12.2006 Patentblatt 2006/52 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.06.2003 Patentblatt 2003/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.10.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung
Self-sucking rotatable dispersing device
Dispositif de dispersion rotatif et auto-aspirante
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
13.10.1998 DE 29818255 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.04.2000 Patentblatt 2000/16 |
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Patentinhaber: EKATO Rühr- und Mischtechnik GmbH |
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79650 Schopfheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Forschner, Peter, Dipl.-Ing.
79686 Hasel (DE)
- Krebs, Rainer Dr.-Ing.
79650 Schopfheim (DE)
- Weis, Hans-Jürgen, Dipl.-Ing.
79400 Kandern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hering, Hartmut |
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Patentanwälte
Berendt, Leyh & Hering
Innere Wiener Strasse 20 81667 München 81667 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 021 470 DE-A- 1 965 771 US-A- 3 485 484
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EP-A- 0 553 709 GB-A- 724 791 US-A- 3 896 027
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 4, no. 159 (C-030), 8. November 1980 (1980-11-08) &
JP 55 104637 A (OZAKI IWAO), 11. August 1980 (1980-08-11)
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[0001] Die Erfindung befaßt sich mit einer selbstansaugenden, rotierbaren Dispergiervorrichtung
für Gase und Flüssigkeiten oder einer selbstansaugenden Zweiphasenturbine zur Durchmischung
von Gasen und Flüssigkeiten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung des vorstehend
genannten Art ist aus GB 724791A bekannt.
[0003] Bei Dispergiervorrichtungen oder selbstansaugenden Zweiphasenturbinen anderer Bauart
erfolgt die Gasansaugung über die drehangetriebene Hohlwelle und in den Innenraum
der Turbine wird auch Flüssigkeit eingeleitet, so daß die Durchmischung von Gas und
Flüssigkeit innerhalb des Turbinenraums erfolgt. Eine solche selbstansaugende Zweiphasenturbine
arbeitet bis zu einem Phasenverhältnis Gas/Flüssigkeit von etwa 25/30 % zufriedenstellend.
Bei größeren Phasenverhältnissen ist die selbstansaugende Zweiphasenturbine überflutet
und selbst bei einer Drehzahlsteigerung ist kein höherer Leistungseintrag mehr möglich,
da die angesaugte Gasmenge in Ruhe verharrt und ein höherer Stoffübergang nicht mehr
möglich ist. Daher ist bei einer solchen üblichen selbstansaugenden Zweiphasenturbine
bauart bedingt der Stoffübergang durch das vorgegebene Phasenverhältnis Gas/Flüssigkeit
beschränkt.
[0004] Aus EP-A 0 021 470 ist eine Dispergiervorrichtung bekannt, bei der die Gaskänäle
unter einem spitzen Winkel zur Radialen verlaufen und oberseitig ein Flüssigkeitsansangspalt
im Zusammenwirken mit der Außenfläche der Hohlwelle gebildet wird.
[0005] Die Erfindung zielt daher darauf ab, unter Überwindung der zuvor geschilderten Schwierigkeiten
eine leistungsstarke, selbstansaugende Dispergiervorrichtung für Gase und Flüssigkeiten
bzw. Zweiphasenturbine bereitzustellen, welche einen höheren Stoffübergang bei möglichst
günstigen Leistungs-/Eintragsverhältnissen und Drehzahl der Dispergiervorrichtung
gestattet.
[0006] Nach der Erfindung wird hierzu eine selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung
für Gase und Flüssigkeiten bereitgestellt deren Merkmale im Patentanspruch 1 angegeben
sind.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen, selbstansaugenden rotierbaren Dispergiervorrichtung sind
daher mehrere Gaskanäle mit der Hohlwelle verbunden, die über Gaskanal-Mündungsöffnungen
eine Ausleitung des zu dispergierenden Gases gestatten. An den Gaskanal-Mündungsöffnungen
wird durch den Strömungsabriß ein Unterdruck erzeugt, welcher ermöglicht, daß das
Gas aus dem Gasraum entgegen der statischen Flüssigkeitshöhe über der Dispergiervorrichtung
angesaugt wird. Somit wird eine ständige Gasansaugung bei der erfindungsgemäßen Dispergiervorrichtung
unabhängig von dem Phasenverhältnis Gas/Flüssigkeit aufgrund der Strömungsabrißerscheinung
an der Gaskanal-Mündungsöffnung gewährleistet. Ferner erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Dispergiervorrichtung die Vermischung von Gas und Flüssigkeit außerhalb des Innenraums
der Dispergiervorrichtung, nämlich in dem Bereich der Gaskanal-Mündungsöffnungen,
da die bei der erfindungsgemäßen Dispergiervorrichtung vorgesehenen Gaskanäle nur
zu dispergierendes Gas und keine Flüssigkeit führen. Bei der Drehbewegung der Dispergiervorrichtung
erzeugen die Gaskanäle ferner eine intensive Flüssigkeitsförderung, Flüssigkeitsbewegung
und Flüssigkeitsumwälzung, so daß man einen hohen Stoffübergang durch die intensive
Kontaktierung der bewegten Flüssigkeit mit dem angesaugten und dispergierten Gas erreicht.
[0008] Ferner ist bei der selbstansaugenden, rotierbaren Dispergiervorrichtung nach der
Erfindung oberseitig und unterseitig der Gaskanäle eine Deckscheibe vorgesehen, welche
axial zur drehangetriebenen Hohlwelle beabstandet sind und zwischen denen im Zusammenwirken
mit den Gaskanälen, Kammern gebildet werden. Die unterseitige Deckscheibe bildet hierbei
eine geschlossene und mit der Hohlwelle verbundene Fläche. Die oberseitige Deckscheibe
bildet einen Flüssigkeits-Ansaugspalt im Zusammenwirken mit der Außenfläche der Hohlwelle.
Über diesen Ansaugspalt wird Flüssigkeit in die Kammern zwischen den beiden axial
beabstandeten Deckscheiben und den Außenflächen der Gaskanäle eingeleitet, der eine
intensive Agitationsbewegung zur Verstärkung des Stoffübergangs erteilt wird.
[0009] Durch die getrennte Führung des zu dispergierenden Gases innerhalb der selbstansaugenden
Dispergiervorrichtung nach der Erfindung ist daher die Dispergiervorrichtung nach
der Erfindung keinen Beschränkungen durch vorbestimmte Phasenverhältnisse Gas/Flüssigkeit
unterworfen. Somit erhält man nach der Erfindung eine äußerst leistungsfähige und
einen hohen Stoffübergang verwirklichende selbstansaugende, rotierende Dispergiervorrichtung
bzw. selbstansaugende Zweiphasenturbine.
[0010] Eine weitere Leistungssteigerung einer solchen selbstansaugenden Dispergiervorrichtung
und weitere Verbesserungen hinsichtlich des Wirkungsgrades lassen sich durch entsprechende
Gestaltungen der Gaskanäle verwirklichen. Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
[0011] Bei einer Ausführungsform verlaufen die Gaskanäle etwa radial zur Hohlwelle. Alternativ
können die Gaskanäle unter einem spitzen Winkel zur Radialen verlaufen, welcher vorzugsweise
in einem Bereich von größer 0 und kleiner 25° liegt und insbesondere etwa 15° beträgt.
[0012] Weiterhin können die Gaskanäle in Form von Rührflügeln ausgebildetwerden, um die
Flüssigkeitsförderung hierdurch zu intensivieren.
[0013] Vorzugsweise sind bei der selbstansaugenden, rotierenden Dispergiervorrichtung nach
der Erfindung die Gaskanäle mit einem gekrümmten Verlauf ausgebildet, so daß sie eine
strömungsgünstige Profilierung hinsichtlich einer intensiven Flüssigkeitsförderung
haben. Der Krümmungsradius hierbei kann in einem Bereich von D
2/3 bis 3D
2, vorzugsweise etwa bei etwa D
2/2 liegen. Mit D
2 ist der größte Durchmesser der Dispergiervorrichtung bezeichnet, welcher zwischen
den Außenkanten von zwei gegenüberliegenden Gaskanalmündungsöffnungen gemessen wird.
[0014] Insbesondere können die Gaskanäle einen Querschnitt haben, welcher ausgehend von
der Hohlwelle zur Gaskanalmündungsöffnung größer wird. Hierdurch läßt sich die Ansaugung
von Gas aus dem Gasraum aufgrund der Strömungsabrißerscheinung und des hierdurch erzeugten
Unterdrucks im Gaskanalsystem verstärken.
[0015] Insbesondere liegt der Öffnungsquerschnitt jeder Gaskanal-Mündungsöffnung in einer
Ebene unter einem spitzen Winkel zur Gaskanalwandung, welcher vorzugsweise in einem
Bereich von 30° bis 60° liegen und insbesondere etwa 50° beträgt. Hierdurch läßt sich
der Stoffübergang aufgrund der vergrößerten Kontaktflächen noch weiter verbessern.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der selbstansaugenden, rotierenden Dispergiervorrichtung
sind die Gaskanäle in regelmäßigen Winkelabständen in Umfangsrichtung angeordnet,
um eine möglichst in Umfangsrichtung gleichförmige Durchmischung von Gas und Flüssigkeit
zu gewährleisten.
[0017] Vorzugsweise sind die Gaskanal-Mündungsöffnungen entgegen der Drehrichtung der Hohlwelle
gerichtet, so daß die intensive Durchmischung von Gas und Flüssigkeit an dem strömungsabgewandten
Bereich der Gaskanäle erfolgt.
[0018] Die Erfindung wird nachstehend an Hand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer selbstansaugenden,
rotierenden Dispergiervorrichtung oder einer selbstansaugenden Zweiphasenturbine nach
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsvariante einer Dispergiervorrichtung
nach der Erfindung,
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsvariante einer Dispergiervorrichtung
nach der Erfindung, und
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer Dispergiervorrichtung
nach der Erfindung.
[0019] In Figur 1 ist in einer perspektivischen Ansicht eine insgesamt mit 1 bezeichnete
selbstansaugende, rotierende Dispergiervorrichtung oder eine selbstansaugende Zweiphasenturbine
gezeigt. Die Dispergiervorrichtung 1 weist eine zentrale Hohlwelle 2 auf, welche über
einen nicht näher dargestellten Drehantrieb in die mit dem Pfeil angedeutete Drehrichtung
angetrieben wird. In den von der Hohlwelle 2 gebildeten Hohlraum wird Gas oder zu
dispergierendes Gas angesaugt. Mit dem durch die Hohlwelle 2 begrenzten Innenraum
stehen mehrere in Umfangsrichtung vorzugsweise in regelmäßigen Winkelabständen angeordnete
Gaskanäle 3 in kommunizierender Verbindung, welche Gaskanal-Mündungsöffnungen 4 haben,
die bei dem dargestellten Beispiel entgegen der Drehrichtung der Hohlwelle 2 gerichtet
sind. Oberseitig und unterseitig ist bei der Dispergiervorrichtung 1 jeweils eine
Deckscheibe 5, 6 angeordnet. Die unterseitige Deckscheibe 6 bildet eine geschlossene
Fläche und ist mit der Außenwand der Hohlwelle 2 und den entsprechenden Außenfläche
der Gaskanäle 3 fest verbunden. Die oberseitige Deckscheibe 5 ist als Ringkörper ausgebildet
und umgibt die Hohlwelle 2 konzentrisch und bildet zwischen der Außenwand der Hohlwelle
2 einen Ringspalt 7, welcher zur Flüssigkeitsansaugung in die zwischen den beiden
Deckscheiben 5 und 6 und die Gaskanäle 3 begrenzten Kammern 8 dient. Die Deckscheiben
5 und 6 können integral mit den Gaskanälen 3 entsprechend verbunden sein. Der größte
Außendurchmesser der Dispergiervorrichtung 1 ist mit D
2 bezeichnet und wird zwischen den Außenkanten von zwei gegenüberliegenden Gaskanalmündungsöffnungen
gemessen.
[0020] Bei der erfindungsgemäßen Dispergiervorrichtung 1 wird durch den Strömungsabriß an
den Gaskanal-Mündungsöffnungen 4 ein Unterdruck erzeugt, durch welchen Gas aus dem
Gasraum und den Gaskanälen 3 entgegen der statischen Flüssigkeitshöhe über der Dispergiervorrichtung
1 angesaugt wird. Dieses angesaugte und zu dispergierende Gas wird innerhalb der Dispergiervorrichtung
1 in einem Leitungssystem ohne Vermischung mit Flüssigkeit über die Gaskanal-Mündungsöffnungen
4 ausgeleitet und es erfolgt eine Vermischung von zu dispergierendem Gas und Flüssigkeit
außerhalb der Dispergiervorrichtung 1 im Bereich um die Gaskanal-Mündungsöffnungen
4. Die Gaskanäle 3 bewirken bei der Drehbewegung der Hohlwelle 2 eine intensive Flüssigkeitsförderung
und Agitation auch im Zusammenwirken mit den Kammern 8. Somit wird ein intensiver
Kontakt zwischen dem über die Gaskanal-Mündungsöffnungen 4 austretenden, über die
Hohlwelle 2 selbstangesaugten Gas und der intensiv bewegten Flüssigkeit um die Gaskanal-Mündungsöffnungen
4 erreicht. Hierdurch erhält man einen hohen Stoffübergang bei der erfindungsgemäßen
Dispergiervorrichtung 1.
[0021] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform der Dispergiervorrichtung 1 haben
die Gaskanäle 3 einen gekrümmten Verlauf und haben eine rührflügelähnliche Gestalt.
Hierdurch kann die Flüssigkeitsförderung weiter verstärkt werden. Der Krümmungsradius
liegt in einem Bereich D
2/3 bis 3D
2, vorzugsweise bei etwa D
2/2.
[0022] Wie ebenfalls aus Figur 1 zu ersehen ist, haben die Gaskanäle 3 einen Querschnitt,
welcher ausgehend von der Anschlußverbindung mit der Hohlwelle 2 in Gasströmungsrichtung
größer wird. Hierdurch läßt sich der Stoffübergang von Gas zu Flüssigkeit noch weiter
verstärkten. Auch erhält man femer noch dadurch günstige Stoffübergangsverhältnisse,
daß die GaskanalGaskanal-Mündungsöffnungen 4 entgegen der Drehrichtung der Hohlwelle
2 gerichtet sind.
[0023] Bei der Ausführungsform der in Figur 2 dargestellten Dispergiervorrichtung 1 sind
im wesentlichen die Grundkonstruktionselemente übereinstimmend mit der Ausführungsform
nach Figur 1 ausgelegt. Diese Teile werden daher nachstehend nicht nochmals näher
erläutert, sondern lediglich die Unterschiede gegenüber der Ausgestaltung nach Figur
1.lm wesentlichen haben nur die Gaskanäle 3' eine von Figur 1 abweichende Ausgestaltungsform.
[0024] Wie aus Figur 2 zu ersehen ist, haben die Gaskanäle 3' einen geradlinigen Verlauf
und verlaufen unter einem spitzen Winkel α zur Radialen. Dieser spitze Winkel α liegt
vorzugsweise in einem Bereich von größer 0 und kleiner 25° und beträgt vorzugsweise
etwa 15°. Auch diese Gaskanäle 3' haben wie in Figur 1 einen Querschnitt, welcher
ausgehend von der Hohlwelle 2 zur Gaskanal-Mündungsöffnung 4 größer wird. Der Öffnungsquerschnitt
jeder Gaskanal-Mündungsöffnung 4 liegt in einer Ebene unter einem spitzen Winkel β
zur Gaskanalwandung, welcher vorzugsweise innerhalb eines Winkelbereiches von 30°
bis 60° liegt und insbesondere etwa 50° beträgt.
[0025] Die Dispergiervorrichtung nach Figur 3 weist ebenfalls in umfangsrichtung in regelmäßigen
Winkelabständen angeordnete Gaskanäle 3" auf, welche ähnlich wie bei Figur 2 einen
geradlinigen Verlauf haben sowie einen Querschnitt besitzen, welcher ausgehend von
der Hohlwelle 2 zur Gaskanal-Mündungsöffnung 4 größer wird. Auch ist der Öffnungsquerschnitt
jeder Gaskanal-Mündungsöffnung 4 in einer Ebene unter einem spitzen Winkel β zur Gaskanalwandung
angeordnet, welcher vorzugsweise in einem Bereich von 30° bis 60° liegt und insbesondere
etwa 50° beträgt. In Abweichung von der Ausführungsform nach Abbildung 2 verlaufen
aber die Gaskanäle 3" etwa radial zur Hohlwelle 2. Ansonsten stimmen alle weiteren
Einzelheiten der in Figur 3 gezeigten Dispergiervorrichtung 1 im wesentlichen mit
jenen überein, welche im Zusammenhang mit Figur 1 zuvor erläutert wurden.
[0026] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsvariante in Form einer Abwandlung gegenüber
der Ausführungsform der Dispergiervorrichtung 1 nach Figur 3. In Abweichung hiervon
haben die in dem hohlen Innenraum der Hohlwelle 2 in kommunizierender Verbindung stehenden
Gaskanäle 3"' einen im wesentlichen konstanten Querschnitt über ihren gesamten Verlauf
hinweg ausgehend von der Hohlwelle 2 bis zur Gaskanal-Mündungsöffnung 4. Ansonsten
verlaufen die Gaskanäle 3"' ebenfalls im wesentlichen radial zur Hohlwelle 2 und besitzen
jeweils einen Öffnungsquerschnitt im Bereich der Gaskanal-Mündungsöffnung 4 in einer
Ebene unter einem spitzen Winkel β zur Gaskanalwandung.
[0027] Auch sind Kombinationen von unterschiedlich ausgestalteten Gaskanälen mit entsprechend
unterschiedlicher Anordnung zur Hohlwelle möglich, wobei insbesondere auch kombinierte
Verläufe von geradlinig und gekrümmt in Betracht kommen sowie auch Kombinationen mit
abgestuft verlaufenden Querschnitten der Gaskanäle.
1. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung für Gase und Flüssigkeiten mit
einer drehangetriebenen Hohlwelle (2) zur Gasansaugung, bei der das zu dispergierende
Gas von der Hohlwelle (2) über hiermit in kommunizierender Verbindung stehende Gaskanäle
(3, 3', 3", 3"') getrennt von der Flüssigkeit zu in Umfangsrichtung beabstandeten
Gaskanal-Mündungsöffnungen (4) strömen kann, an welchen die Vermischung von Gas und
Flüssigkeit außerhalb der Dispergiervorrichtung (1) erfolgen kann, und bei der oberseitig
und unterseitig der Gaskanäle (3, 3', 3", 3"') eine Deckscheibe (5, 6) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die oberseitige Deckscheibe (5) einen Flüssigkeitsansaugspalt (7) im Zusammenwirken
mit der Außenfläche der Hohlwelle (2) bildet, die unterseitige Deckscheibe (6) eine
geschlossene und mit der Außenfläche der Hohlwelle (2) verbundene Fläche bildet, und
daß zwischen den beiden Deckscheiben (5, 6) und den Gaskanälen (3, 3', 3", 3"') mit
dem Flüssigkeitsansaugspalt (7) in Verbindung stehende Kammern (8) derart ausgebildet
sind, daß die Gaskanal-Mündungsöffnungen (4) entgegen der Drehrichtung der Hohlwelle
(2) gerichtet sind und außerhalb der Deckscheibenumfangslinien münden.
2. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3", 3"') etwa radial zur Hohlwelle (2) verlaufen.
3. Selbstansaugende rotierbare Dispergiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3') unter einem spitzen Winkel (α) zur Radialen verlaufen, welcher
vorzugsweise in einem Bereich von größer 0 und kleiner 25° liegt, und insbesondere
etwa 15°, beträgt.
4. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3, 3',3", 3"') in Form von Rührflügeln ausgebildet sind.
5. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3) einen gekrümmten Verlauf haben.
6. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius in einem Bereich von D2/3 bis 3D2, vorzugsweise bei etwa D2/2 liegt, wobei D2 der größte Durchmesser zwischen den Außenkanten von zwei gegenüberliegenden Gaskanalmündungsöffnungen
ist.
7. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3, 3',3") einen Querschnitt haben, welcher ausgehend von der Hohlwelle
(2) zur Gaskanal-Mündungsöffnung (4) größer wird.
8. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Öffnungsquerschnitt jeder Gaskanal-Mündungsöffnung (4) in einer Ebene unter einem
spitzen Winkel (β) zur Gaskanalwandung angeordnet ist, welcher vorzugsweise in einem
Bereich von 30° bis 60° liegt, insbesondere etwa 50° beträgt.
9. Selbstansaugende, rotierbare Dispergiervorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskanäle (3, 3', 3", 3"') in regelmäßigen Winkelabständen in Umfangsrichtung
angeordnet sind.
1. Self-aspirating, rotatable dispersing device for gas and liquids having a rotary-driven
hollow shaft (2) for gas aspiration, in which the gas to be dispersed may flow from
the hollow shaft (2) via gas channels (3,3', 3", 3"') connected to communicate therewith,
separately from the liquid to peripherally spaced gas channel openings (4), at which
mixing of gas and liquid may take place outside the dispersing device (1), and in
which a cover disk (5, 6) is provided on the upper side and lower side of the gas
channels (3, 3', 3", 3'"), characterised by the upper-side cover disk (5) forming a liquid aspirating gap (7) in conjunction
with the outer surface of the hollow shaft (2), the lower side cover disk (6) forming
a closed surface connected to the outer surface of the hollow shaft (2), and in which
chambers (8) connected to the liquid aspirating gap (7) are formed between the two
cover disks (5, 6) and the gas channels (3,3', 3", 3"'), such that the gas channel
openings (9) face in the opposite direction to the direction of rotation of the hollow
shaft (2) and vent outside the circumference of the cover disc.
2. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to claim 1, characterised by the gas channels (3", 3'") running approximately radially to the hollow shaft (2).
3. Self aspirating, rotatable dispersing device according to claim 1 characterised by the gas channels (3') running at an acute angle (α) to the radius, which preferably
lies within a range from greater than 0° to less than 25°, and particularly around
15°.
4. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to one of claims 1 to 3, characterised by the gas channels (3, 3', 3", 3''') being designed in the form of agitator blades.
5. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to one of the preceding claims,
characterised by the gas channels (3) having a curved path.
6. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to claim 5, characterised by the radius of curvature lying within the range of D2/3 to 3D2, preferably at about D2/2, where D2 is the greatest diameter between the outer edges of the two opposing gas channel
openings
7. Self-aspirating, at rotatable dispersing device according to one of the preceding
claims, characterised by the gas channels (3, 3', 3") having a cross-section, which becomes greater starting
from the hollow shaft (2) towards the gas channel opening (4).
8. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to one of the preceding claims,
characterised by the opening cross-section of each gas channel opening (4) being arranged in a plane
at an acute angle (β) to the gas channel wall, which preferably lies within a range
of 30° to 80°, particularly at around 60°.
9. Self-aspirating, rotatable dispersing device according to one of the above claims,
characterised by the gas channels (3, 3', 3", 3"') being arranged at regular angular intervals on
the periphery.
1. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique pour gaz et liquides avec un
arbre creux entraîné en rotation (2) pour l'aspiration de gaz, le gaz à disperser
pouvant s'écouler de l'arbre creux (2), séparément du liquide, par l'intermédiaire
de conduits de gaz (3, 3', 3", 3"') qui sont reliés de façon à communiquer avec l'arbre
creux, vers des bouches de conduits de gaz (4) disposées avec un écart dans le sens
de la circonférence, bouches au niveau desquelles le mélange de gaz et de liquide
peut avoir lieu à l'extérieur du dispositif disperseur (1), une contreplaque (5, 6)
étant prévue sur les côtés supérieur et inférieur des conduits de gaz (3, 3', 3",
3"'), caractérisé en ce que la contreplaque (5) supérieure, en concourant avec la surface extérieure de l'arbre
creux (2), forme une fente d'aspiration de liquide (7), que la contreplaque inférieure
(6) forme une surface fermée, reliée à la surface extérieure de l'arbre creux (2)
et qu'entre les deux contreplaques (5, 6) et les conduits de gaz (3, 3', 3", 3"')
sont formées des chambres (8) communiquant avec la fente d'aspiration de liquide (7)
de telle manière que les bouches de conduits de gaz (4) soient tournées dans le sens
opposé à la direction de rotation de l'arbre creux (2) et qu'elles débouchent à l'extérieur
des lignes circonférentielles des contreplaques.
2. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3", 3"') s'étendent à peu près radialement par rapport à l'arbre
creux (2).
3. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3') s'étendent de manière à former avec la radiale un angle
aigu (α), qui est de préférence supérieur à 0 et inférieur à 25° et plus particulièrement
de 15° environ.
4. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant une des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3, 3', 3", 3"') sont conçus sous forme de palettes d'agitation.
5. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3) présentent une allure courbée.
6. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant la revendication 5, caractérisé en ce que le rayon de courbure se situe dans une plage de D2/3 à 3D2 et de préférence à D2/2 environ, D2 étant le diamètre le plus grand entre les bords extérieurs de deux bouches de conduit
de gaz opposées l'une à l'autre.
7. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3, 3', 3") présentent une section transversale qui s'agrandit
depuis l'arbre creux (2) en direction de la bouche de conduit de gaz (4).
8. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la section transversale d'ouverture de chaque bouche de conduit de gaz (4) est disposée
sur un plan formant avec la paroi du conduit de gaz un angle aigu (β) qui est compris,
de préférence, entre 30° à 60° et qui est plus particulièrement de 50° environ.
9. Dispositif disperseur rotatif à amorçage automatique suivant une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que les conduits de gaz (3, 3', 3", 3"') sont disposés dans le sens de la circonférence,
à des distances angulaires régulières.

