[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungsöffnungen zum Durchgriff von Schrauben aufweisendes,
an einem Türrahmen oder dergleichen anschlagbares Schließblech mit Sperrbügel.
[0002] Ein derartiges Schließblech ist bspw. aus der EP 0 816 611 A2 bekannt. Solche Schließbleche
werden im Stand der Technik in Kombination mit Schlössern verwendet, die einen Profilkopfriegel
besitzen, der in ein Auge, welches am freien Ende des Sperrbügels angebracht ist einfahren,
damit die Tür lediglich bis in eine Türspaltöffnung aufgeschwenkt werden kann und
in dieser Stellung gegen weiters Öffnen gesichert ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein bekanntes Schließblech sicherheitstechnisch
weiterzubilden.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. In der
im Anspruch 1 angegebenen Erfindung wird darauf abgestellt, daß mindestens eine Befestigungsöffnung
bei in eine Spaltöffnung ermöglichenden Stellung vom Sperrbügel überdeckt ist. Die
Sicherheit ist bei dieser Lösung dadurch erhöht worden, daß die durch diese besagte
Befestigungsöffnung eingeschraubte Befestigungsschraube in der Spaltöffnungsstellung
nicht mit einem Schraubwerkzeug erreichbar ist. In einer Weiterbildung der Erfindung
ist vorgesehen, daß der Sperrbügel an einer Schließblechwandung schieb-drehangelenkt
ist. Zufolge dieser Ausgestaltung kann die in der eine Türspaltöffnung ermöglichenden
Stellung überdeckte Befestigungsöffnung durch Verschieben des ausgeschwenkten Sperrbügels
bei geöffneter Tür zugänglich gemacht werden. Ein derartiges Verschieben ist möglich,
wenn der Profilkopf des Schlosses außer Eingriff steht, d.h. der Sperrbügel bei geöffneter
Tür ausgeschwenkt wird. Es ist von Vorteil, wenn der Sperrbügel zwischen Schließblechwandung
und einer rückwärtigen Stützplatte angeordnet ist. Die Stützplatte ermöglicht eine
doppelte Flächenführung des Sperrbügels. Der Sperrbügel sitzt einerseits flächig an
der Rückseite der Schließblechwandung und andererseits flächig an der Stützplatte.
In vorteilhafter Weise bildet diese Stützplatte auch die die vom Sperrbügel überdeckbare
Befestigungsöffnung aus. Dabei kann die Schließblechwandung eine Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung
aufweisen, die in Fluchtlage liegt zu der Befestigungsöffnung.
[0005] Eine weitere, die Sicherheit eines gattungsgemäßen Schließbleches verbessernde Maßnahme
bildet eine an der Schmalendseite des Schließbleches angeordnete Abdeckplatte mit
einer Schrägflanke als Gleitleitfläche für das freie Ende des Sperrbügels aus. Diese
Abdeckplatte kann ebenfalls Befestigungsöffnungen überdecken und bildet gleichzeitig
eine Einschwenkhilfe für den Sperrbügel. Das freie Ende des Sperrbügels, welche das
Auge trägt, kann gegen diese Gleitleitfläche anstoßen und wird dabei nach unten verlagert
in eine Aufnahmewanne, in welcher der Sperrbügel in Parallellage zur Schließblecherstreckung
in seiner Ruhelage gehalten ist. Diese Gleitleitfläche hat bei einem normal funktionierenden
Schließblech keine Wirkung, da hier die Schwerkraft in ausreichendem Maße dafür sorgt,
daß das Auge bis in die Aufnahmewanne hineinfällt. Für den Fall, daß der Sperrbügel
geringfügig verbogen ist und die Schwerkraft nicht mehr ausreichend wirken kann, besorgt
diese Gleitleitfläche eine zwangsführung. In vorteilhafter Weise ist die Abdeckplatte
mit der Schließblechwandung verklipst.
[0006] Eine weitere, die Sicherheit eines gattungsgemäßen Schließbleches erhöhende Maßnahme
besteht darin, daß das angelenkte Ende des Sperrbügels eine Anschlagkante ausbildet,
welche in spitzwinkliger Sperrbügelschwenkstellung gegen einen Wandungsabschnitt des
Schließbleches tritt. Diese Anschlagkante bewirkt, daß bei geöffneter Tür und ausgeschwenktem
Sperrbügel der ausgeschwenkte Sperrbügel das Schließen der Türe nicht sperrend hemmt.
Die Tür schlägt mit ihrem Aufschlagfalz zwar gegen das freie Ende des Sperrbügels.
Zufolge der Abrundung des freien Endes und der Schrägstellung übt die Tür auf den
Sperrbügel ein Kippmoment aus, so daß der Sperrbügel in seine Ruhestellung zurückschwenken
kann und das Auge in die dazu vorgesehene Einschwenköffnung eintauchen kann. In vorteilhafter
Weise sind die freien Schmalendseiten des Schließbleches durch Endkappen verschlossen.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Schließblech in der Ansicht,
- Fig. 2
- eine Darstellung des Schließbleches in der Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 bei frei ausgeschwenktem Sperrbügel,
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, wobei der Sperrbügel durch Eingriff eines Profilkopfriegels
in eine einer Spaltöffnungsstellung entsprechenden Schwenkstellung dargestellt ist,
- Fig. 5
- ein Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 1,
- Fig. 6
- ein Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 1 und
- Fig. 7
- ein Schnitt gemäß der Linie VIII-VII in Fig 3.
[0008] Das erfindungsgemäße Schließblech besitzt etwa in Schließblechmitte zum Rand der
Schließblechwandung 9 hin eine Befestigungsöffnung 1 zum Durchtritt einer Schraube
2. Die Befestigungsöffnung 1 ist einer Stützplatte 7 zugeordnet. Die Befestigungsöffnung
1 ist mit einer Senkung versehen zur Aufnahme einer Senkkopfschraube 2.
[0009] Die Stützplatte 7 liegt in Parallelerstreckung zur Schließblechwandung 9 und beabstandet
dazu und ist rückwärtig mittels Zapfen 18 mit einer Abwinklung 26 des Schließbleches
3 verbunden. Zwischen der Stützplatte 7 und Schließblechwandung 9 ist ein Einschwenkraum
gebildet für den Sperrbügel 4 vorgesehen. Wenn das Auge 10 des Sperrbügels 4 in einer
Einschwenköffnung 23 eingeschwenkt ist, verdeckt der Sperrbügel 4 mit einem Schaftabschnitt
die Befestigungsöffnung 1, die sich in der Stützplatte 7 befindet. Fluchtend zur Befestigungsöffnung
1 bildet die Schließblechwandung 9 eine Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung 8 aus, die
mit einer Kappe 27 verdeckt ist. Das Schließblech 4 befindet sich in dieser Ruhestellung
zwischen der Befestigungsöffnung 1 und der Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung 8.
[0010] Die Schließblechwandung besitzt unterhalb der randseitig offenen Einschwenköffnung
23 einen vertikal, in Schließblechlängserstreckung sich erstrecken Längsschlitz in
Form eines Langloches. In diesem Langloch ist ein Lagerzapfen längsverschieblich gelagert.
Der Lagerzapfen 5 gehört zum angelenkten Ende des Sperrbügels 4.
[0011] Wird der Sperrbügel 4, wie in Fig. 3 dargestellt, frei aus der Einschwenköffnung
ausgeschwenkt, so bleibt er in einer spitzwinkligen Stellung stehen, wobei der Lagerzapfen
5 sich am unteren Ende des Langloches 6 befindet. In dieser frei ausgeschwenkten Stellung
ist die Befestigungsöffnung 1 durch die Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung 8 zugänglich.
In dieser Stellung schlägt eine am Anlenkende des Sperrbügel 4 vorgesehene Anschlagkante
19 gegen einen Wandungsabschnitt 20 der Abwinklung 26.
[0012] Das Auge 10 des Sperrbügels 4 ist für den Eintritt eines Profilkopfes 11 eines Riegels
eines nicht dargestellten Schlosses vorgesehen. Wird die das Schloß tragende Tür mit
in das Auge 10 eingefahrenem Profilkopf 11 aufgeschwenkt, so wird das Auge 10 des
Sperrbügels 4 aus der Einschwenköffnung 23 herausverlagert. Der Sperrbügel 4 schwenkt
um seinen Lagerzapfen 5 und gleichzeitig wandert der Lagerzapfen 5 im Langloch 6 nach
oben. In dieser eine Türspaltöffnung ermöglichenden Stellung (Fig. 4) wird die Befestigungsöffnung
1 von einem Schaftabschnitts des Sperrbügel 4 überdeckt, so daß durch die Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung
8 kein Zugang zur Befestigungsschraube 2 möglich ist.
[0013] Im Bereich des Auges 10 besitzt der Sperrbügel an seinem freien Ende 15 eine Rundung.
Beim Einschwenken der Rundung Einschwenköffnung 23 kann die Randkante des freien Endes
15 gegen eine Schrägflanke 16 einer Abdeckplatte 14 stoßen. Wie aus Fig. 5 ersichtlich
liegt der das Auge 10 aufweisende Sperrbügelabschnitt in einer Vortrittsstellung gegenüber
der Schließblechwandung 9.
[0014] Dies ist eine Folge der Abkröpfung 25 zwischen Augenabschnitt und Schaftabschnitt
des Sperrbügels.
[0015] Die Platte 14 kann auf einen Schmalendabschnitt 13 des Schließbleches 3 aufgeklipst
werden. Hierzu bildet die Abdeckplatte 14 Klipszapfen 22 aus. Die Abdeckplatte 14
ist so ausgebildet, daß sie eine Befestigungsschraubendurchtrittsöffnung 17 überfangen
kann.
[0016] Durch ein Auflaufen des freien Endes 15 des Sperrbügels auf die Schrägflanke 16 wird
der Sperrbügel 4 bei seiner Einschwenkverlagerung nach unten verlagert, so daß ein
abgekröpfter Abschnitt 25 des Sperrbügels in eine wannenartige Aufnahme 24 fällt,
welche den Sperrbügel 4 in seiner eingeschwenkten Stellung hält. An den beiden Schmalendseitein
13 des Schließbleches befinden sich Endkappen 21, mit denen die Öffnungen der Abwinklung
verschlossen ist.
[0017] Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung
wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen
(Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale
dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
1. Befestigungsöffnungen zum Durchgriff von Schrauben aufweisendes, an einem Türrahmen
oder dergleichen anschlagbares Schließbiech mit Sperrbügel, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Befestigungsöffnung (1) bei in einer eine Türspaltöffnung ermöglichenden
Stellung vom Sperrbügel (4) überdeckt ist.
2. Schließblech nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß
der Sperrbügel (4) an einer Schließblechwandung (9) schieb-drehangelenkt ist.
3. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrbügel (4) zwischen Schließblechwandung
(9) und einer rückwärtigen Stützplatte (7) angeordnet ist.
4. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Sperrbügel (4) überdeckbare Befestigungsöffnung
(1) der Stützplatte (7) zugordnet ist.
5. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch ein zu der überdeckbaren Befestigungsöffnung (1) fluchtenden
Schraubwerkzeugdurchtrittsöffnung (8) der Schließblechwandung (9).
6. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützplatte (7) mit der Schließblechwandung
(9) verzapft ist.
7. Befestigungsöffnungen zum Durchgriff von Schrauben aufweisendes, an einem Türrahmen
oder dergleichen anschlagbares Schließblech mit Sperrbügel, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine an der Schmalendseite (13)
des Schließbleches (3) angeordnete Abdeckplatte (14) mit einer Schrägflanke (16) als
Gleitleitfläche für das freie Ende (15) des Sperrbügels (4).
8. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (14) mindestens eine Befestigungsschraubendurchtrittsöffnung
(17) überdeckt.
9. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (14) mit der Schließblechwandung
verklipst ist.
10. Befestigungsöffnungen zum Durchgriff von Schrauben aufweisendes, an einem Türrahmen
oder dergleichen anschlagbares Schließblech mit Sperrbügel, insbesondere nach einem
oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine vom angelenkten
Ende des Sperrbügels (4) ausgebildete Anschlagkante (19), welche in spitzwinkliger
Sperrbügelschwenkstellung gegen einen Wandungsabschnitt (20) des Schließbleches tritt.
11. Schließblech nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, gekennzeichnet durch die Schmalendseiten (13) des Schließbleches verschließende
Endkappen (21).