Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Wärmeübertrager nach der Gattung des Hauptanspruchs.
Bei den bekannten Wärmeübertragern dieser Gattung (z. B. DE 196 26 321 A1) werden
die Lamellen des Wärmeübertragers auf die wasserführenden Rohre geschoben und danach
z. B. im Vakuum- Lötverfahren oder durch Löten in einem H
2- Durchlaufofen auf den Wasserrohren fest fixiert. Derartige Wärmeübertrager werden
in hohen Stückzahlen produziert, die Lötverfahren erfordern zusätzlichen Aufwand,
wobei spezielle Öfen benötigt werden, in denen der Lötvorgang erfolgen kann.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Lamellen gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1
hat den Vorteil, daß ein federnder Preßsitz der Rohre in den Durchgangsöffnungen der
Lamellen realisiert wird, wodurch auf ein Löten oder eine ähnliche stoffliche Verbindung
weitgehend verzichtet werden kann. Das Einbringen der radial um den Umfang der Lamellenöffnungen
verteilten Schlitze erfordert keinen zusätzlichen Arbeitsschritt, da diese gleichzeitig
mit dem Einbringen der Öffnungen in die Lamellen, z.B. im sogenannten

speed nut"-Verfahren hergestellt werden können.
[0003] Durch die Merkmale der Unteransprüche sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Anordnung nach dem Hauptanspruch möglich.
[0004] Es ist vorteilhaft, wenn die Kontaktflächen, die von den heißen Verbrennungsgasen
unmittelbar beaufschlagt werden, zusätzlich durch eine stoffliche Verbindung, insbesondere
durch Laserschweißen, gesichert werden.
[0005] Die Kontaktfläche zwischen den wasserführenden Rohren und den Lamellen des Wärmeübertragers
wird in vorteilhafter Weise dadurch vergrößert, daß die Durchgangsöffnungen mit die
Rohre umschließenden und aus den Lamellenblechen herausgezogenen Kragen versehen sind.
[0006] Zur Realisierung eines besonders gut federnden Preßsitzes der Rohre in den Durchgangsöffnungen
der Lamellen ist es weiter vorteilhaft, wenn der Kragen einen zur Achse der Durchgangsöffnung
hin geneigten Verlauf aufweist. Eine weitere Anbiegung vor dem Kragen gewährleistet,
daß durch den Aufpreßvorgang keine undefinierte Verwerfung im Bereich der Durchgangsöffnung
entsteht. Außerdem wird durch den konischen Verlauf des Kragens zusätzlich der Fügevorgang
erleichtert und der erforderliche Wärmekontakt garantiert.
Zeichnung
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In Figur 1 ist eine Brennzelle mit einem
darin angeordneten Wärmeübertrager dargestellt. Figur 2 zeigt eine Teilansicht der
in den Lamellen vorgesehen Abstandshalter gemäß Schnitt A-A in Figur 1. Figur 3 zeigt
eine Teilansicht entlang der in den Lamellen vorgesehenen Rohrachse nach Schnitt B-B
in Figur 1 gemäß einer ersten Ausführungsform und Figur 4 eine Teilansicht der in
den Lamellen vorgesehenen Rohrachse nach Schnitt B-B gemäß einer zweiten Ausführungsform.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0008] In Figur 1 ist ein gasbeheizter Wassererhitzer mit einem Brenner 10, einer Brennkammer
12 und einem Wärmeübertrager 14 dargestellt. Der Wärmeübertrager 14 weist mehrere
parallel zueinander verlaufende Rohre 16 mit einem runden Querschnitt auf, die das
zu erhitzende Wasser führen. Der Wärmeübertrager 14 ist mehrlagig ausgebildet, wobei
die sich in einer Ebene erstreckenden Rohrabschnitte parallel oder hintereinander
vom zu erhitzenden Wasser durchströmt werden können. Auf den Rohren 16 sitzt ein Paket
von Lamellen 18, die mit einer Breite b voneinander beabstandet sind. Über die sich
ausbildenden Spalte 20 treten die darin entlangströmenden Verbrennungsgase in Wechselwirkung
mit dem in den Rohren 16 aufzuheizenden Wasser, bevor sie als Abgase abgekühlt den
Wärmeübertrager 14 über eine nicht dargestellte Abgasabführung verlassen.
[0009] Die Lamellen 18 weisen im Randbereich der Durchgangsöffnungen gleichmäßig über den
Umfang verteilte Radialschlitze 22 auf, die den Randbereich in mehrere Randsegmente
24 unterteilen. Diese Radialschlitze 22 bzw. die sich ausbildenden Randsegmente 24
können in einem sogenannten "Speed-Nut"-Verfahren zusammen mit den Durchgangsöffnungen
für die wasserführenden Rohre 16 in einem Arbeitsschritt hergestellt werden. Die Größe
der in die Lamellen 18 eingebrachten Durchgangsöffnungen sind mit dem Durchmesser
der wasserführenden Rohre 16 so abgestimmt, daß die Randsegmente 24 klemmend auf der
Oberfläche der wasserführenden Rohre 16 aufsitzen (Figur 3).
[0010] Bei der ersten Lage des Wärmeübertragers 14, die am dichtesten zum Brenner 10 angeordnet
ist, sind die Randbereiche der Durchgangsöffnungen der Lamellen 18 zusätzlich mit
einem Kragen 26 versehen. Wie das in Figur 1 dargestellte Temperaturniveau zeigt,
wird dieser Lamellenbereich mit einer Temperatur von ca. 1200°C beaufschlagt. Durch
die Kragen 26 wird in diesem Bereich die Kontaktfläche bzw. die Wärmeleitung zu den
wasserführenden Rohren 16 vergrößert, wodurch eine lange Lebensdauer der Verbindung
auch in diesem Bereich gewährleistet ist.
[0011] Alternativ zu der in Figur 1 dargestellten umlaufenden Ausbildung der Kragen 26,
ist es auch möglich, die Kragen 26 nur auf der den Verbrennungsgasen direkt zugewandten
Seite auszubilden.
[0012] Der Randsegmentbereich der ersten Lage des Wärmeübertragers 14, der den heißen Verbrennungsgasen
direkt ausgesetzt ist, wird zusätzlich durch eine Laserschweißung mit dem wasserführenden
Rohr 16 verbunden. Damit wird sichergestellt, daß auch im sogenannten "Trockengeh-Fall",
d. h. im Rohr 16 befindet sich zeitweise kein Wasser, eine gut wärmeableitende Verbindung
erhalten bleibt, die eine lokale Überhitzung des Wärmeübertragers 14 verhindert.
[0013] Eine weitere Ausführungsform zur Realisierung eines federnden Preßsitzes der Rohre
16 in den Durchgangsöffnungen zeigt Figur 4. Hierbei weist der Kragen 26 eine zur
Achse der Durchgangsöffnung hin geneigten Verlauf 41 auf, so daß eine sich konisch
verengende Durchgangsöffnung entsteht. Dadurch wird der federnde Preßsitz zwischen
den Rohren 16 und den Lamellenblechen verbessert. Eine zusätzliche dem Kragen 26 vorgelagerte
Anbiegung 43 gewährleiste, daß durch den Anpreßvorgang keine undefinierte Verwerfung
im Bereich der Durchgangsöffnung entsteht.
[0014] Damit die Lage der Lamellen 18 zueinander fixiert ist, werden Abstandshalter 28 eingesetzt.
Wie Figur 2 zeigt, werden die Abstandshalter 28 dadurch erzeugt, daß in die Lamellen
18 Öffnungen 30 eingebracht werden, derart, daß die dabei erzeugten Ausstellungen
32 sich jeweils an der benachbarten Lamelle 18 abstützen. Zur Steuerung bzw. zur gezielten
Umlenkung des Verbrennungsgasstromes sind die Durchmesser dieser Abstandshalter 28
in den Randbereichen des Wärmeübertragers 14 größer ausgebildet, als im Inneren des
Wärmeübertragers 14. Die Ausstellungen 32 tragen zu einer Verwirbelung der Verbrennungsgase
bei, wodurch der Wirkungsgrad der Wärmeübertragung erhöht wird. Die in Figur 2 dargestellte
überbogene Ausstellungen 32 unterstützen die Strömungsumlenkung bzw. Verwirbellung.
[0015] Die Brennkammer 12 des gasbeheizten Wassererhitzers 14 ist mit wasserführenden Kanälen
34 versehen, die hydraulisch mit den wasserführenden Rohren 16 des Wärmeübertragers
14 verbunden sind.
1. Wärmeübertrager für brennstoffbeheizte Wassererhitzer mit wasserführenden Rohren und
einem von den Rohren durchsetzten Paket aus Lamellen, die zwischen sich Spalte zum
Durchtritt der Verbrennungsgase bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der Randbereich
der Durchgangsöffnungen der Lamellen (18) mit von der Durchgangsöffnung ausgehenden,
über den Umfang verteilten Radialschlitzen (22) versehen ist, die den Randbereich
der Durchgangsöffnung in mehrere Randsegmente (24) unterteilt, die klemmend auf den
Rohren (16) aufsitzen.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftschlüssige Verbindung
zwischen den Randsegmenten (24) und den wasserführenden Rohren (16) im heißesten Bereich
des Wärmeübertragers (14) zusätzlich durch eine stoffliche Verbindung, insbesondere
durch Laserschweißen, gesichert ist.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnungen
zumindest im heißesten Bereich des Wärmeübertragers (14) zumindest teilweise mit die
Rohre (16) umschließenden und aus den Lamellenblechen herausgezogenen Kragen (26)
versehen sind.
4. Wärmeübertrager nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen (26) einen
zur Achse der Durchgangsöffnung hin geneigten Verlauf (41) aufweist, derart, daß eine
sich konisch verjüngende Durchgangsöffnung entsteht.
5. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kragen (41)
zur Lamellenfläche hin eine von der Lamellenfläche zum Kragen (26) hin geneigte Anbiegung
(43) vorgelagert ist.
6. Wärmeübertrager nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
in den Lamellen (18) Ausstellungen (32) vorgesehen sind, die als Abstandshalter (28)
den Spaltabstand (b) zwischen den Lamellen (18) definieren.