(19)
(11) EP 0 996 312 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.04.2000  Patentblatt  2000/17

(21) Anmeldenummer: 99120746.5

(22) Anmeldetag:  20.10.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H05B 3/74, A47B 77/02, F24C 15/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 23.10.1998 DE 19848908

(71) Anmelder:
  • Schott Glas
    55122 Mainz (DE)

    AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE 
  • Carl Zeiss Stiftung Trading as Schott Glaswerke
    55122 Mainz (DE)

    GB 

(72) Erfinder:
  • Götz, Helga
    55118 Mainz (DE)
  • Hubert, Stefan
    55270 Bubenheim (DE)
  • Juras, Karl Heinz
    55120 Mainz (DE)
  • Bader, Hubertus-Christian, Dr.
    55128 Mainz (DE)

   


(54) Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik


(57) Die Erfindung betrifft die Anordnung eines einstückigen Formteils (1) aus Glaskeramik, Glas oder Keramik als Kochfläche eines Kochgeräts in einem Ausschnitt (2) einer Arbeitsplatte (3), mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich (6), wobei das einstückige Formteil (1) bündig in dem Ausschnitt (2) der Arbeitsplatte (3) eingefügt ist oder mittels seines umlaufenden Randbereichs (6) auf dem Rand des Ausschnitts (2) der Arbeitsplatte (3) aufliegt.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft die Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik als Kochfläche eines Kochgerätes in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte, mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich.

[0002] Die bündige Anordnung von ebenen Kochflächen aus Glaskeramik in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte ist bekannt.

[0003] So wird in der DE 30 09 961 C 2 ein mit einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte verbundener Montagerahmen beschrieben, auf dem eine ebene Glaskeramik-Kochfeldeinheit, zum Ausschnitt der Arbeitsplatte bündig, aufliegt. Durch entsprechende Schrauben ist es dabei möglich, die Kochfeldeinheit in der Höhe zu verstellen, so daß z. B. die Oberseite der Kochfeldeinheit und die Oberseite der Arbeitsplatte eine Ebene ausbilden. Die stufenlose Höhenverstellung mittels Schrauben sichert auch ohne Einhaltung exakter Abmessungen auf einfacher Weise eine flächenbündige Ausrichtung der Oberseite der Kochfläche auf die Oberseite der Arbeitsplatte. Die Montage kann auch so erfolgen, daß die Kochfläche um einen bestimmten Betrag über die Arbeitsfläche vorspringt oder aber gegenüber dieser versenkt ist.

[0004] Auf Grund der ebenen Kochfeldeinheit sind die zur Abdichtung zwischen Arbeitsplatte und Kochfeldeinheit vorgesehenen Klebestellen schutzlos überlaufendem Kochgut ausgeliefert. Reinigungsarbeiten gestalten sich gerade im sensiblen Klebe- bzw. Dichtungsbereich schwierig. Man ist auf die Verwendung dunkler Kleber- bzw. Dichtmassen angewiesen, die eine geringere Schmutzauffälligkeit aufweisen.

[0005] Das heiße Kochgeschirr kann versehentlich über die eigentliche Kochstelle hinaus auf dem Teil der Kochfeldeinheit gezogen werden, an der sich bei einigen Ausführungsbeispielen Bedien- und/oder Anzeigeelemente befinden und diese beschädigen.

[0006] Des weiteren ist es bei ebenengleichem Einbau möglich, daß das heiße Kochgeschirr versehentlich über die Kochfeldeinheit hinaus auf die Arbeitsfläche gezogen wird, so daß diese beschädigt oder noch schlimmer, daß aufgrund des fehlenden Randwiderstandes heißes Kochgeschirr samt Kochgut über die Arbeitsfläche hinaus gezogen wird, mit z. T. unabsehbaren Folgen.

[0007] Ebenfalls bekannt sind einstückige Kochflächen aus Glaskeramik, deren äußerer Randbereich mindestens auf einer Seite von der Hauptebene abweicht. Aus der DE 196 10 073 A 1 ist eine Glaskeramikkochfläche bekannt, die mindestens eine Abstufung besitzt, wobei die Abstufung in Form einer scharfen Kante ausgeführt ist, die durch Kochgeschirr oder Reinigungsgeräte, wie zur Reinigung von Glaskeramikkochflächen üblichen Schabern, leicht beschädigt werden kann.

[0008] Eine Platte aus einem für Wärmestrahlung durchlässigen Material wie Glaskeramik, Glas, Keramik bzw. einem ähnlichen Material als Oberfläche, z. B. zum Kochen, wird in der DE 297 02 586 U 1 beschrieben. Die einstückige Platte bildet dabei zwei höhenverschiedene, zueinander parallele Ebenen aus.

[0009] Eine Koch- und Kontrollfläche aus einer einstückigen Glaskeramikplatte, bei der die Kontrollfläche hochsteigend und der Kochfläche zugewandt angeordnet ist, wird in der DE 42 16 677 A 1 beschrieben.

[0010] Bekannt ist aus der DE 90 13 064 U 1 einen Kochbereich einstückig auszubilden, mit einem Arbeitsbereich aus keramischem Material oder Glaskeramik, wobei der Kochbereich mit einem nach oben vorstehenden, im wesentlichen umlaufenden Rand versehen ist.

[0011] Ein einstückiges Formteil aus Glas, Glaskeramik oder Keramik als beheizte Oberfläche wird in dem deutschen Gebrauchsmuster DE 298 11 628.6 beschrieben, wobei das Formteil wenigstens die Oberfläche und eine nach unten gebogene Seitenfläche ausbildet.

[0012] Aus der DE 43 33 334 A 1 ist eine Platte aus Glaskeramik als Bestandteil eines Kochgerätes bekannt, bei der mindestens ein Bereich der einstückigen Platte von der Hauptebene abweicht. Figur 7 der DE 43 33 334 A 1 zeigt eine einstückige Platte aus Glaskeramik mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene der Platte, in der die Kochzonen angeordnet sind, nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich. Dabei werden Radiendurchmesser zwischen der Hauptebene und dem von ihr abweichenden Randbereich von 4 mm bis 100 mm beansprucht.

[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik, mit einem von der Hauptebene nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich in einen Ausschnitt einer Arbeitsplatte zu finden, die die Nachteile und Schwächen bisheriger Konstruktionen und Ausführungsformen vermeidet und sich darüber hinaus einfach und kostengünstig, mit geringem Montageaufwand realisieren läßt. Des weiteren ist es Aufgabe der Erfindung eine Anordnung zu finden, die ein hohes Maß an Bedienungs- und Reinigungskomfort, Kontrollierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und Sicherheit bietet.

[0014] Gelöst wird diese Aufgabe gemäß Anspruch 1 durch die Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik, als Kochfläche eines Kochgeräts in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte, mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene des einstückigen Formteils, in der mindestens eine Kochzone angeordnet ist, nach oben abweichenden, umlaufenden Randbereich, wobei das einstückige Formteil bündig in den Ausschnitt der Arbeitsplatte eingefügt ist, oder gemäß Anspruch 2 durch eine Anordnung o. g. einstückigen Formteils, bei der das einstückige Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs auf dem Rand des Ausschnitts der Arbeitsplatte aufliegt.

[0015] Durch diese erfindungsgemäße Anordnung und Verwendung des einstückigen Formteils kann auf einen, das Formteil umgebenden Montage- bzw. Schutzrahmen verzichtet werden.

[0016] Das Formteil liegt in dem bzw. auf dem Ausschnitt der Arbeitsplatte. Die Vorteile der muldenartigen Geometrie des Formteils werden auf einfachste Weise zugänglich gemacht. Der umlaufende erhabene Randbereich übernimmt gleichzeitig die Funktion eines Rahmens und Überlaufschutzes, und wirkt als Hindernis gegen versehentliches Ziehen von heißen Töpfen von der eigentlichen Kochfläche. Da der als Rahmen funktionierende, umlaufenden Randbereich des einstückigen Formteils aus demselben Material wie der innere Kochbereich besteht, kann das gesamte einstückige Formteil in der gleichen Art und Weise mit den gleichen Dekoren und Farben dekoriert und somit ein stimmiges optisches Erscheinungsbild erzeugt werden. Da kein separater Rahmen aus anderem Material beschafft und dieser nicht zusätzlich eingeklebt werden muß, werden Arbeitsschritte und Material gespart.

[0017] Dadurch, daß das einstückige Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs, auf einem mit dem Ausschnitt der Arbeitsplatte verbundenen Montagerahmen aufliegt und stufenlos höhenverstellbar ist, lassen sich weitere, vorteilhafte Anordnungsmöglichkeiten des Formteils gegenüber der Arbeitsplatte realisieren. Soweit gewünscht, kann die Anordnung so erfolgen, daß die Oberfläche des umlaufenden Randbereichs um einen bestimmten Betrag über die Oberfläche der Arbeitsplatte vorspringt oder aber gegenüber dieser abgesenkt ist.

[0018] Besonders vorteilhaft ist dabei eine Anordnung, bei der die Oberseite der Arbeitsplatte und die Oberseite des umlaufenden Randbereichs des einstückigen Formteils eine Ebene ausbilden.

[0019] Das einstückige Formteil kann an dessen Außenkante einen Schliff, insbesondere einen Flachfacetten- oder C-Schliff aufweisen. Besonders vorteilhaft ist dies, wenn die Oberfläche des umlaufenden Randbereichs des einstückigen Formteils höher als die Oberfläche der Arbeitsplatte angeordnet ist. Bei diese Anordnung liegt die Außenkante ganz oder teilweise frei. Durch Schleifen der Außenkante wird eine deutliche Erhöhung der Bruchfestigkeit im Kantenbereich erzielt, gleichzeitig wird ein Übergangsbereich zwischen Arbeitsplatte und Formteil geschaffen. Dadurch, daß die Außenkante geschliffen ist, wird auch die Gefahr sich an der Kante zu schneiden gebannt.

[0020] Die innere Hauptebene des einstückigen Formteils, in der mindestens eine Kochzone angeordnet ist, ist gegenüber dem umlaufenden Randbereich muldenförmig, insbesondere um 2 mm bis 4 mm abgesenkt.

[0021] Die innere Hauptebene des einstückigen Formteils und der umlaufende Randbereich weisen zueinander große Übergangsradien, insbesondere Übergangsradien von 10 mm bis 50 mm auf.

[0022] Dadurch, daß der Übergangsbereich zwischen abgesenktem inneren Bereich und erhabenem äußeren Bereich sehr weich, mit großen Radien ausgeführt und die innere Hauptebene, insbesondere um 2 mm bis 4 mm abgesenkt ist, ist beim Überziehen von Kochgeschirr zwar ein merklicher Widerstand, aber keine scharfe Kante, die beschädigt werden kann, vorhanden.

[0023] Die innere, abgesenkte Hauptebene kann nach oben und/oder unten abweichende Bereiche aufweisen, wobei den Bereichen, soweit sie eben ausgeführt sind, einzelne Kochzonen zugeordnet werden können. Dadurch, daß der Übergangsbereich ebenfalls große Übergangsradien, insbesondere Übergangsradien von 10 mm bis 50 mm aufweist, ergeben sich die o. g. Vorteile.

[0024] Der umlaufende Randbereich kann insbesondere 20 mm bis 80 mm breit sein.

[0025] Die mit der Arbeitsplatte gemeinsamen, abdichtenden Verbindungsstellen des einstückigen Formteils sind so angeordnet, daß sie weder temperaturbelastet, noch von überlaufendem Kochgut erreichbar sind. Durch einen relativ breiten, umlaufenden Randbereich, läßt sich dies besonders gut und einfach realisieren.

[0026] Das einstückige Formteil kann mit der Arbeitsplatte und gegebenenfalls auch mit dem Montagerahmen, insbesondere mittels eines Silikonklebers, flüssigkeitsdicht verklebt sein. Die Klebestellen befinden sich außerhalb des heißen Kochbereichs am äußeren umlaufenden Randbereich und sind somit weder besonders temperaturbelastet noch durch überlaufendes Kochgut gefährdet. Die Gefahr einer dauerhaften starken Verschmutzung der Klebe- bzw. Dichtungsstellen ist deutlich minimiert. Somit können auch helle, zum Beispiel der Farbe der Arbeitsplatte angepaßte Kleber verwendet werden. Diese müssen zudem nicht mehr besonders temperaturstabil sein.

[0027] Der abgesenkte innere Kochbereich kann zum Reinigen mit etwas Wasser gefüllt werden, welches durch Einschalten der Heizplatten zusätzlich erwärmt werden kann. Somit können hartnäckige Verschmutzung eingeweicht, und ohne Dekor- oder Oberflächenbeschädigung entfernt werden. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung des Reinigungsverhaltens der Kochplatte.

[0028] Der umlaufenden Randbereich des einstückigen Formteils kann asymmetrisch oder nur auf gegenüberliegenden Seiten symmetrisch ausgebildet sein.

[0029] Das einstückige Formteil kann als Kochfläche und/oder Bratfläche für elektrisch- und/oder gas- und/oder festbrennstoff- und/oder induktiv- beheizte Kochgeräte eingesetzt werden.

[0030] Bevorzugt wird dem umlaufenden Randbereich des einstückigen Formteils mindestens eine Bedien- und/oder Anzeigenzone zugeordnet. Dabei kann die Bedien- und/oder Anzeigenzone besonders bevorzugt am vorneliegenden Randbereich oder am seitlichen Randbereich des einstückigen Formteils angeordnet sein. Eine Anordnung am hintenliegenden Randbereich - wie in einigen Ländern bevorzugt - läßt sich ebenfalls verwirklichen. Dadurch wird ein besonders hohes Maß an Bedienungskomfort, Kontrollierbarkeit und Sicherheit erreicht. Die Bedien- und/oder Anzeigenzone befindet sich am erhabenen umlaufenden Randbereich und ist somit nicht der hohen Temperaturbelastung der eigentlichen Kochzone ausgesetzt, ein versehentliches Überziehen von heißem Kochgeschirr oder Überlaufen von Kochgut wird durch die abgesenkte innere Hauptebene verhindert.

[0031] Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter verdeutlichen.

[0032] Es zeigen:
Figur 1
eine perspektivische Darstellung einer bündigen Anordnung eines einstückigen muldenartigen Formteils aus Glaskeramik als Kochfläche eines Kochgerätes in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte,
Figur 2
eine bündige Anordnung eines einstückigen muldenartigen Formteils aus Glaskeramik in einen Ausschnitt ein Arbeitsplatte,
Figur 3
eine Anordnung eines einstückigen muldenartigen Formteils aus Glaskeramik, wobei das Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs auf dem Rand des Ausschnitts der Arbeitsplatte aufliegt und die Außenkante des Formteils einen Facettenschliff aufweist,
Figur 4
eine Anordnung gemäß Figur 3, wobei die Außenkante des Formteils einen C-Schliff aufweist, und
Figur 5
eine Anordnung gemäß Figur 1, wobei das Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs auf einen mit dem Ausschnitt der Arbeitsplatte verbundenen Montagerahmen aufliegt und stufenlos höhenverstellbar ist.


[0033] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Anordnung eines einstückigen Formteils 1 aus Glaskeramik gezeigt, das als Kochfläche eines Kochgerätes in einem Ausschnitt 2 einer Arbeitsplatte 3, mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene 5 des einstückigen Formteils 1, in der vier Kochzonen 4 angeordnet sind, nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereichs 6 aufweist, wobei das Formteil bündig in den Ausschnitt 2 der Arbeitsplatte 3 eingefügt ist. Am vorneliegenden erhabene Randbereich 6a des Formteils befinden sich dabei eine Bedienzone 7 mit unter der Oberfläche des Formteils 1 befindlichen Bedienelementen, z. B. Infrarot-Touchpanels und eine Anzeigenzone 8 mit unter der Oberfläche des Formteils befindlichem Anzeigenelementen, z. B. Leuchtdioden, insbesondere auch sogenannte "7-Segment"-Anzeigen oder Bargraph-Anzeigen. Der umlaufende Randbereich 6 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel auf den jeweils gegenüberliegenden Seiten symmetrisch ausgebildet, wobei der vorneliegende erhabene Randbereich 6a und der hintenliegende erhabene Randbereich breiter als die beiden seitlichen, erhabenen Randbereiche ausgeführt sind.

[0034] Figur 2 zeigt eine Anordnung o. g. Formteils 1 aus Glaskeramik. Das Formteil 1 ist bündig in den Ausschnitt 2 eine Arbeitsplatte 3 eingefügt. Die Oberseite der Arbeitsplatte 3 und die Oberseite des umlaufenden Randbereichs 6 des einstückigen Formteils 1 bilden eine Ebene aus. Die innere Hauptebene 5 des Formteils ist muldenförmig, insbesondere um 2 mm bis 4 mm abgesenkt. Bevorzugt sind die Oberfläche des umlaufenden Randbereichs 6 und die innere Hauptebene 5 parallel ausgerichtet. Der Übergangsbereich zwischen innerer Hauptebene und umlaufendem Randbereich ist mit großen Übergangsradien ausgeführt, insbesondere mit Radien von 10 mm bis 50 mm. Der umlaufende Randbereich 6 ist bevorzugt 20 mm bis 80 mm breit. Die mit der Arbeitsplatte gemeinsamen, abdichtenden Verbindungsstellen des einstückigen Formteils sind so angeordnet, daß sie durch den relativ großen Abstand von der heißen Kochzone weder temperaturbelastet, noch durch den abgesenkten Kochbereich von überlaufenden Kochgut erreichbar sind. Mittels eines Klebers, insbesondere eines Silikonklebers 9 ist das Formteil flüssigkeitsdicht am seitlichen Rand und gegebenenfalls am unteren äußeren Rand des Formteils mit der Arbeitsplatte verbunden.

[0035] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Anordnung o. g. einstückigen Formteils 1, wobei das Formteil 1 mittels seines umlaufenden Randbereichs 6 auf dem Rand des Ausschnitts 2 der Arbeitsplatte 3 aufliegt und durch einen Silikonkleber 9 mit dem Außenrand des Formteils flüssigkeitsdicht verbunden ist. Das Formteil weist dabei in Figur 3 einen Flachfacettenschliff und in Figur 4 einen C-Schliff, bevorzugt als Kantenschutz auf.

[0036] In Figur 3 ist dem nach oben abweichenden Bereich 1a der inneren, abgesenkten Hauptebene 5 eine Kochzone zugeordnet. Der eben ausgeführte, nach oben abweichende Bereich 1a weist dabei die selben Übergangsradien zur abgesenkten Hauptebene 5 auf wie der umlaufende Randbereich 6. Die Oberfläche des umlaufenden Randbereichs 6 und des nach oben abweichenden Bereichs 1a sind bevorzugt so ausgeführt, daß deren Oberflächen auf einer Höhe liegen.

[0037] Figur 5 zeigt die Anordnung o. g. einstückigen Formteils 1, daß mittels seines umlaufenden Randbereichs 6 auf einem mit dem Ausschnitt 2 der Arbeitsplatte 3 verbundenen, an sich bekannten Montagerahmen 10 (DE 30 09 961 C 2) aufliegt und mittels Schrauben 11 stufenlos höhenverstellbar ist. Das Formteil weist auf dessen Außenkante einen C-Schliff auf und ist mittels Silikonkleber 9 flüssigkeitsdicht mit der Arbeitsplatte verbunden. Die Oberfläche des umlaufenden Randbereichs 6 liegt dabei etwas über der Oberfläche der Arbeitsplatte 3.

Bezugszeichenliste



[0038] 
1
einstückiges Formteil
1a
nach oben abweichender Bereich
2
Ausschnitt einer Arbeitsplatte
3
Arbeitsplatte
4
Kochzonen
5
innere Hauptebene des einstückigen Formteils
6
äußerer Randbereich des einstückigen Formteils
6 a
vorneliegender äußerer Randbereich
7
Bedienzone
8
Anzeigenzone
9
Silikonkleber
10
Montagerahmen
11
Schrauben



Ansprüche

1. Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik als Kochfläche eines Kochgeräts in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte, mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene des einstückigen Formteils, in der mindestens eine Kochzone angeordnet ist, nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil bündig in den Ausschnitt der Arbeitsplatte eingefügt ist.
 
2. Anordnung eines einstückigen Formteils aus Glaskeramik, Glas oder Keramik als Kochfläche eines Kochgeräts in einem Ausschnitt einer Arbeitsplatte, mit einem von der Höhe der inneren Hauptebene des einstückigen Formteils, in der mindestens eine Kochzone angeordnet ist, nach oben abweichenden, umlaufenden äußeren Randbereich,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs auf dem Rand des Ausschnitts der Arbeitsplatte aufliegt.
 
3. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil mittels seines umlaufenden Randbereichs auf einen mit dem Ausschnitt der Arbeitsplatte verbundenen Montagerahmen aufliegt und stufenlos höhenverstellbar ist.
 
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite der Arbeitsplatte und die Oberseite des umlaufenden Randbereichs des einstückigen Formteils eine Ebene ausbilden.
 
5. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil am Außenrand des umlaufenden Randbereichs einen Schliff, insbesondere einen Flachfacetten- oder C-Schliff aufweist.
 
6. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Hauptebene des einstückigen Formteils, in der mindestens eine Kochzone angeordnet ist gegenüber dem Randbereich muldenförmig, insbesondere um 2 mm bis 4 mm abgesenkt ist.
 
7. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Hauptebene und der umlaufende Randbereich zueinander große Übergangsradien, insbesondere Übergangsradien von 10 mm bis 50 mm aufweisen.
 
8. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Hauptebene nach oben und/oder unten abweichende Bereiche aufweist.
 
9. Anordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere Hauptebene und die nach oben und/oder unten abweichenden Bereiche zueinander große Übergangsradien, insbesondere Übergangsradien von 10 mm bis 50 mm aufweisen.
 
10. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der umlaufende Randbereich 20 mm bis 80 mm breit ist.
 
11. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit der Arbeitsplatte gemeinsamen, abdichtenden Verbindungsstellen des einstückigen Formteils so angeordnet sind, daß sie weder temperaturbelastet, noch von übergelaufenen Kochgut erreichbar sind.
 
12. Anordnung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil mit der Arbeitsplatte und gegebenenfalls mit dem Montagerahmen mittels eines Klebers, insbesondere eines Silikonklebers, flüssigkeitsdicht verbunden ist.
 
13. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der umlaufende Randbereich des einstöckigen Formteils asymmetrisch oder nur auf gegenüberliegenden Seiten symmetrisch ausgebildet ist.
 
14. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß das einstückige Formteil als Kochfläche und/oder Bratfläche für elektrisch- und/oder gas- und/oder festbrennstoff- und/oder induktiv-beheizte Kochgeräte eingesetzt ist.
 
15. Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem umlaufenden Randbereich des einstückigen Formteils mindestens eine Bedien- und/oder Anzeigenzone zugeordnet ist.
 
16. Anordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bedien- und/oder Anzeigenzone am vorneliegenden Randbereich des einstückigen Formteils angeordnet ist.
 
17. Anordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bedien- und/oder Anzeigenzone am seitlichen Randbereich des einstückigen Formteils angeordnet ist.
 




Zeichnung