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(11) |
EP 0 997 205 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Anmeldetag: 18.10.1999 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21D 1/08 |
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Vorrichtung zum Ausbeulen von Kragen an Metallfässern
Repair device for straightening collars of metal vessels
Dispositif pour débosseler les collerettes de tonneaux métalliques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
19.10.1998 DE 19847930
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.05.2000 Patentblatt 2000/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Thomas Ellmers GmbH |
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28359 Bremen (DE) |
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Erfinder: |
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- Ellmers, Thomas
28357 Bremen (DE)
- Ellmers, Rudi
28357 Bremen (DE)
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| (74) |
Vertreter: von Ahsen, Erwin-Detlef, Dipl.-Ing. et al |
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von Ahsen, Nachtwey & Kollegen
Postfach 10 77 40 28077 Bremen 28077 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 119 141 EP-A- 0 546 478 US-A- 3 941 255
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EP-A- 0 377 219 DE-A- 3 723 521
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausbeulen von Kragen (13) an Metallfässern
(10) mit einer Ausbeuleinrichtung mit einer Druckwalze (40), wenigstens zwei Stützwalzen
(38,39) und einer Halteeinrichtung (21) zum Halten der Metallfässer (10) während des
Ausbeulens.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist durch die FR 2 542 646 A1 bekannt.
[0003] Bier und andere Getränke werden von den Brauereien etc. zunehmend in sogenannten
KEG-Fässern an Gaststätten und sonstige Großabnehmer ausgeliefert. Die KEG-Fässer
sind Metallfässer aus Edelstahl, die an ihrer Unter- und Oberseite einen Fuß- bzw.
Kopfkragen aufweisen. Diese Kragen weisen an ihren freien Stirnseiten einen rohrartigen
Ring auf.
[0004] Beim Be- und Entladen der KEG-Fässer sowie beim Hantieren mit den Fässern in der
Brauerei bzw. den Gaststätten kommt es häufig dazu, daß die Kragen verbiegen bzw.
verbeulen. Dieses führt zu Störungen in den Abfüllanlagen der Brauereien beim Auswaschen
und Befüllen der KEG-Fässer, da der Faßverschluß aufgrund der Verformungen am Kragen
nicht exakt auf einer Spül- bzw. Füllanze positioniert werden kann. Fässer mit verformtem
Kragen sind daher vor dem Auswaschen bzw. Befüllen auszusortieren und die Kragen zu
richten bzw. auszubeulen.
[0005] Bei der Vorrichtung nach der FR 2 542 646 A1 werden die KEG-Fässer durch eine Bedienperson
auf ein Maschinengestell gelegt und hier um ihre Achse rotierbar eingespannt. Der
Kragen wird sodann durch eine radial innen angeordnete Druckwalze und zwei radial
außen angeordneten, mit der Druckwalze zusammenwirkenden Stützwalzen nach dem Prinzip
der Drei-Walzen-Biegung ausgebeult. Das KEG-Faß wird zu diesem Zweck rotierend angetrieben.
[0006] Eine weitere Vorrichtung zum Ausbeulen von Metallfässern beschreibt EP 0 377 219
B1, die auf die FR 2 542 646 A1 bezug nimmt. Danach wird an der Vorrichtung nach der
FR 2 542 646 A1 als nachteilig empfunden, daß das KEG-Faß rotierend angetrieben werden
muß, was einen gesonderten Antrieb erfordert, sowie daß die Druckwalze schräg nach
innen gerichtet ist, um den zumeist nach schräg innen eingebeulten Kragen wieder ausbeulen
zu können, was die Vorrichtung nur für KEG-Fässer mit hohem Kragen tauglich erscheinen
läßt.
[0007] Die Vorrichtung nach der EP 0 377 219 B1 verläßt daher das Prinzip der Drei-Walzen-Biegung.
Das Faß wird ebenfalls manuell auf ein Maschinengestell hochkant gestellt und festgespannt.
Der Kragen wird sodann durch eine in den Kragen greifende Klaue ausgebeult, indem
die Klaue radial nach außen gezogen wird. Ein Widerlager an der Außenseite des Kragens
verhindert, daß dieser zu stark nach außen gezogen wird. Für ein gutes Ausbeulergebnis
ist es erforderlich, daß das Faß immer exakt mit der tiefsten Stelle der Beule durch
die Bedienperson in die Vorrichtung eingestellt wird. Dieses macht das Ausbeulen mit
dieser Vorrichtung entsprechend aufwendig. Ferner haben Erfahrungen in der Praxis
gezeigt, daß sich die Kragen der KEG-Fässer mit der Vorrichtung nach der EP 0 377
219 B1 nicht exakt ausbeulen lassen.
[0008] Nachteilig an den Vorrichtungen sowohl nach der FR 2 542 646 A1 als auch der EP 0
377 219 B1 ist, daß die KEG-Fässer manuell durch eine Bedienperson in die Vorrichtungen
bzw. deren Maschinengestell gestellt werden müssen. Die Vorrichtungen nach dem Stand
der Technik lassen sich somit nicht in eine vollautomatische Anlage eingliedern. Bei
der Vorrichtung nach der EP 0 377 219 B1 kommt hinzu, daß die jeweilige Beule im Kragen
exakt zur Klaue positioniert werden muß, wodurch für einen vollautomatischen Betrieb
zusätzliche Überwachungsorgane erforderlich wären.
[0009] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß sie in eine vollautomatische Anlage eingegliedert werden
kann.
[0010] Zur Lösung dieses Problems ist die erfindungsgemäße Vorrichtung durch einen Förderer
gekennzeichnet, durch den die Metallfässer an die Halteeinrichtung übergebbar sind.
[0011] Wie sich aus dem eingangs genannten Oberbegriff ergibt, verläßt die Erfindung den
durch die EP 0 377 219 B1 eingeschlagenen Weg und kehrt zur Drei-Walzen-Biegung zurück.
Die aus der Abfüllanlage ausgeschleusten Metallfässer werden somit gegebenenfalls
über einen Zwischenförderer durch den Förderer an die Halteeinrichtung übergeben,
die das Metallfaß übernimmt und zum Ausbeulen positioniert. Nach dem Ausbeulen können
die Metallfässer wieder an den Förderer übergeben und gegebenenfalls über einen zweiten
Zwischenförderer wieder in den normalen Abfüllprozeß zurückgeschleust werden. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich somit als Teil einer vollautomatischen Anlage
eingliedern. Manueller Eingriff durch eine Bedienperson ist nicht mehr erforderlich.
[0012] Vorzugsweise ist dem Förderer eine Wendeeinrichtung für die Metallfässer zugeordnet.
Hierdurch lassen sich beide Kragen, nämlich der Fußkragen und der Kopfkragen, durch
die erfindungsgemäße Vorrichtung ausbeulen. Nachdem einer der Kragen ausgebeult worden
ist, wird das Metallfaß an den Förderer zurückgegeben, gewendet und sodann wieder
an die Halteeinrichtung übergeben und schließlich ausgebeult. Der Förderer selbst
kann zweckmäßigerweise ein Rollenförderer sein, der in Förderrichtung gesehen vorzugsweise
V-förmig ausgebildet ist.
[0013] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist dem Förderer ein Magazin zum Zwischenspeichern
von Metallfässern vorund/oder nachgeschaltet. Bei einem hohen Aufkommen von zu reparierenden
Fässern können diese in diesem Magazin zwischengespeichert und sodann bei einem niedrigeren
Aufkommen abgearbeitet werden. Des gleichen kann es unter Umständen zweckmäßig sein,
bereits reparierte Fässer vor dem Einschleusen in die Abfüllanlage zwischenzuspeichern.
[0014] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Druckwalze und die Stützwalzen
an einer Walzenführung gelagert, die ihrerseits rotierend um ihre Achse antreibbar
ist, während das Metallfaß fest in der Halteeinrichtung eingespannt ist. Anders als
bei der Vorrichtung nach der FR 2 542 646 A1 steht somit das Metallfaß still, während
die Walzenführung mit der Druckwalze und den Stützwalzen rotiert. Hierdurch ergibt
sich ein einfacherer konstruktiver Aufwand, da zum rotierenden Antreiben der Metallfässer
nach dem Vorbild der FR 2 542 646 A1 große Reibkräfte zwischen einer Antriebsrolle
und dem Metallfaß erforderlich sind. Diese Reibkräfte sind in der Praxis kaum darstellbar.
[0015] Weitere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf die Ausgestaltung der Halteeinrichtung,
Einrichtungen zur automatischen Steuerung der Vorrichtung bei unterschiedlichen Faßdurchmessern
sowie auf konstruktive Ausgestaltungen der Druckwalze.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. In diesen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Anlage zum Ausbeulen von Metallfässern mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Vorrichtung mit den Erfindungsmerkmalen in Seitenansicht,
- Fig. 3
- die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in Draufsicht,
- Fig. 4
- die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in Vorderansicht bei geöffneter Halteeinrichtung,
- Fig. 5
- die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in Vorderansicht bei geschlossener Halteeinrichtung,
- Fig. 6
- ein Detail der Vorrichtung gemäß Fig. 2,
- Fig. 7
- das Detail gemäß Fig. 6 mit einem anderen Faßtyp,
- Fig. 8
- eine Druckwalze für die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in Längsschnitt.
[0017] Fig. 1 zeigt einen Anlagenteil einer Abfüllanlage für Metallfässer, sogenannter KEG-Fässer.
Die leeren Metallfässer 10 werden durch einen Zuförderer 11 einer Faßerkennung 12
zugeführt. Hier werden Metallfässer 10 mit verbeulten Kragen 13 erkannt und sodann
rechnergesteuert auf einer nachfolgenden Weiche 14 einem Zwischenförderer 15 übergeben.
Nicht beschädigte Metallfässer 10 passieren die Weiche 14 auf einem By-Pass-Förderer
16 direkt zur Faßreinigungs- und Abfüllanlage.
[0018] Auf dem Zwischenförderer 15 passiert das Metallfaß 10 eine Lichtschranke 17. Diese
betätigt einen Stopper 18, der eventuell nachfolgende Metallfässer 10 anhält. Das
Metallfaß 10 gelangt sodann in eine Wendeeinrichtung 19. In der Wendeeinrichtung 19
wird das Metallfaß 10 gespannt, angehoben und sodann um 90° mit dem beschädigten,
also auszubeulenden Kragen 13 nach vorn wieder abgelegt. Das Metallfaß gelangt sodann
auf einen Rollenförderer 20, der das Metallfaß 10 bis in den Bereich einer Halteeinrichtung
21 transportiert. Hier wird das Metallfaß 10 von der Halteeinrichtung 21 erfaßt und
gespannt und sodann in später noch genauer zu beschreibender Weise ausgebeult.
[0019] Nach dem Ausbeulen des Kragens 13 wird das Faß wieder von der Halteeinrichtung 21
auf dem Rollenförderer 20 abgelegt. Sollte auch der gegenüberliegende Kragen 13 des
Metallfasses 10 beschädigt sein, wird das Faß sodann wieder durch die Wendeeinrichtung
19 um 180° gedreht und in der vorbeschriebenen Form wieder dem Ausbeulvorgang zugeführt.
Sind beide Kragen 13 eines Metallfasses 10 ausgebeult, wird das Faß durch die Wendeeinrichtung
19 um 90° in die aufrechte Position gebracht und mittels einer Weiche 22 auf einen
zweiten Zwischenförderer 23 aufgeschoben. Hier passiert das reparierte Metallfaß 10
eine zweite Lichtschranke 24, die den Stopper 18 betätigt, so daß ein neues, zu reparierendes
Metallfaß 10 freigegeben wird. Durch den Zwischenförderer 23 wird das reparierte Metallfaß
10 wieder in den By-Pass-Förderer 16 eingeschleust. Gegebenenfalls kann auf dem Zwischenförderer
23 ein weiterer Stopper vorgesehen sein, so daß der Zwischenförderer 23, wie auch
der Zwischenförderer 15 als Magazin zur Zwischenspeicherung von Metallfässern 10 dienen
kann.
[0020] Wie insbesondere in den Fig. 2, 4 und 5 besonders gut sichtbar, ist der Rollenförderer
20 im Querschnitt V-förmig ausgebildet. Er besteht aus zwei Reihen 25, 26 jeweils
V-förmig zueinander angeordneter Rollen 27, 28. Das Metallfaß 10 wird hierdurch immer
genau mittig zugeführt.
[0021] Zur Klarstellung sei darauf hingewiesen, daß nur der Rollenförderer 20 im Querschnitt
V-förmig ausgebildet ist, während der vor der Wendeeinrichtung 19 angeordnete Zwischenförderer
15 und der Zwischenförderer 23 eben sind. Nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
werden die Metallfässer 10 nämlich im Bereich der Zwischenförderer 15 und 23 aufrecht
transportiert, während sie vom Rollenförderer 20 liegend transportiert werden. Selbstverständlich
können aber auch die Zwischenförderer 15 und/oder 23 V-förmig ausgebildet werden,
falls die Metallfässer 10 auch in diesem Bereich liegend transportiert werden sollen.
[0022] Die Halteeinrichtung 21 weist zwei untereinander angeordnete Paare von Greifarmen
29 und 30 auf. Diese Greifarme 29, 30 sind über Gelenkbolzen 31, 32 gelenkig mit Haltern
33 am Maschinengestell verbunden. Die Greifarme 29, 30 sind dabei drehfest mit dem
Gelenkbolzen 31 bzw. 32 verbunden. Die Gelenkbolzen 31 und 32 sind ihrerseits drehbar
in den Haltern 33 gelagert. Zwischen den beiden oberen Greifarmen 29 ist ein drehfest
mit dem oberen Gelenkbolzen 31 verbundener Betätigungshebel 34 angeordnet. Dieser
ist an seinem freien Ende mit einem Betätigungszylinder 35, vorzugsweise einem doppelwirkenden
Hydraulikzylinder, verbunden. Mittels des Betätigungszylinders 35 und des Betätigungshebels
34 wird somit direkt die obere Greifarme 29 in Offen- und Schließrichtung angetrieben.
Der Antrieb der unteren Greifarme 30 in Öffen- und Schließrichtung erfolgt über eine
getriebliche Verbindung mit den oberen Greifarmen 29. Konkret sind miteinander kämmende
Zahnräder 36, 37 vorgesehen, die ebenfalls drehfest auf den Gelenkbolzen 31, 32 gelagert
sind.
[0023] Wie in den Fig. 2 und 4 besonders gut erkennbar ist, greifen die unteren Greifarme
30 durch den Rollenförderer 20, nämlich dessen Rollen 27 und 28, hindurch. In geöffneter
Position (Fig. 4) sind die unteren Greifarme 30 unterhalb des Rollenförderers 20 angeordnet.
Ein Metallfaß 10 kann nun in den Bereich der Halteeinrichtung 21, also der Greifarme
29, 30, eingefördert werden. Sodann werden die Greifarme 29, 30 geschlossen, wobei
gleichzeitig das Metallfaß 10 von den Rollen 27, 28 durch die unteren Greifarme 30
abgehoben wird. Hierdurch ist gewährleistet, daß das Metallfaß 10 immer exakt zum
Ausbeulen der Kragen 13 zentriert ist. Es können Metallfässer 10 mit unterschiedlichen
Durchmessern gemischt auf der Anlage gefahren werden. Stets ist eine exakte Zentrierung
gewährleistet.
[0024] Das eigentliche Ausbeulen der Kragen 13 erfolgt durch insgesamt vier Walzen, nämlich
zwei Stützwalzen 38, 39, eine Druckwalze 40 und eine Kalibrierwalze 41. Die vier Walzen,
38, 39, 40, 41 sind jeweils an einer Walzenführung 42 gelagert und in Radialrichtung
der Walzenführung 42 verstellbar. Die Druckwalze 40 ist in Radialrichtung gesehen
der Innenseite des Kragens 13 und die Stützwalzen 38, 39 sowie die Kalibrierwalze
41 der Außenseite des Kragens 13 zugeordnet.
[0025] Zur Aufnahme eines zu reparierenden, das heißt eines auszubeulenden Metallfasses
10 öffnen sich die Druckwalze 40 einerseits und die Stützwalzen 38, 39 sowie die Kalibrierwalze
41 andererseits; sprich, die Druckwalze 40 wird an der Walzenführung 42 radial nach
innen und die Stützwalzen 38, 39 sowie die Kalibrierwalze 41 radial nach außen verschoben.
Dieses erfolgt bevor das auszubeulende Metallfaß 10 durch den Rollenförderer 20 mit
dem Kragen 13 in den Bereich der Walzen 38..41 eingefahren wird. Nachdem das Faß durch
die Greifarme 29, 30 fest eingespannt ist (Position in Fig. 5), werden die Walzen
38..41 zentrisch zum Drehradius, also dem Sollradius des Kragens 13, geschlossen.
Gleichzeitig wird die Walzenführung 42 um ihre Längsachse 43, die gleichzeitig auch
die Längsachse des in Ausbeulposition (Fig. 5) befindlichen Metallfasses 10 ist, rotierend
angetrieben. Dies erfolgt über ein Drehfutter 44 durch einen angeflanschten Getriebemotor
45, welcher seinerseits ein Ritzel 46 antreibt, welches wiederum mit einem Zahnrad
47 am Drehfutter 44 kämmt.
[0026] Durch das Zustellen der Stützwalzen 38, 39 sowie der Kalibrierwalze 41 einerseits
und der Druckwalze 40 andererseits während der Rotation des Drehfutters 44 werden
Beulen im Kragen 13 nach und nach ausgebeult, wobei die Walzen 38..41 zunächst als
radiale Richtwalzen wirken. Erst in der Endphase der Zustellbewegung kommt es zur
sogenannten Drei-Walzen-Biegung durch die Stützwalzen 38, 39 und die Druckwalze 40.
[0027] Durch geeignete Mittel wird die Rundheit des Kragens 13 überwacht. Dies können optoelektische
Sensoren oder auch mechanische Sensoren sein, die während des Ausbeulvorgangs, also
In-Prozeß, die Rundheit des Kragens 13 überwachen. Sobald der Kragen 13 wieder rund
ist, wird das Drehfutter 44 angehalten und die Walzen 38..41 geöffnet. Das Metallfaß
10 wird nun in der bereits erwähnten Weise wieder auf den Rollenförderer 20 durch
Öffnen der Greifarme 29, 30 abgesenkt und kann von dem Rollenförderer 20 abtransportiert
werden. Wie bereits erwähnt, wird gegebenenfalls das Metallfaß 10 durch die Wendeeinrichtung
19 gedreht und der andere Kragen 13 des Metallfasses 10 kann ausgebeult werden.
[0028] Wie in den Fig. 2 und 3 gut erkennbar sind die Achsen der Druckwalze 40, der Stützwalzen
38, 39 und der Kalibrierwalze 41 parallel zueinander und zur Längsachse 43 der Walzenführung
42 angeordnet. Hierdurch können anders als bei der Vorichtung nach der FR 2 542 646
A1 auch Metallfässer 10 mit niedrigem Kragen 13 ausgebeult werden.
[0029] Damit auch schräg nach innen eingebeulte Kragen 13 zuverlässig ausgebeult werden
können, ist die Druckwalze 40 ihrerseits in besonderer Weise ausgebildet. Die Druckwalze
40 ist durch eine Ausdrehung 48 derart profiliert, daß sie hinter einen rohrartigen
Ring 49 am Kragen 13 greift. Üblicherweise sind die Kragen 13 nämlich nicht nur radial
nach innen, sondern auch in Axialrichtung des Metallfasses 10 gesehen, verbogen. Aus
diesem Grund ist die Druckwalze 40 zudem axial verschiebbar auf einem Lagerzapfen
50 gelagert. Eine Druckfeder, konkret ein Tellerfederpaket 51, spannt die Druckwalze
40 dabei in die Sollposition des Kragens 13 bzw. seines Ringes 49 vor. Fig. 8 zeigt
die Druckwalze 40 in dieser Position, wo sie sich in ihrer ganz rechten Position befindet.
Wird die Druckwalze 40 nun in der vorbeschriebenen Weise zugestellt, greift ein Druckrollenkragen
52 hinter den Ring 49 des Kragens 13, wobei die Druckwalze 40 leicht gegen die Kraft
des Tellerfederpakets 51 axial verschoben wird. In den Fig. 6 und 7 sind die verschiedenen
Positionen der Druckwalze 40 strichniert dargestellt. Während des Ausbeulens des Kragens
13 wandert der Ring 49 allmählich in seine ausgezogen dargestellte Sollposition.
[0030] Unter Umständen kann es für unterschiedliche Typen von Metallfässern (DIN-Faß, EURO-Faß
oder EURO-Faß-stapelbar) zweckmäßig sein, unterschiedlich profilierte Druckwalzen
zu verwenden. Dieses ist in Fig. 6 und 7 angedeutet. Um einen gemischten Betrieb der
Anlage zu erlauben, ist es aber zweckmäßig, stets dieselbe Druckwalze 40 zu verwenden.
[0031] Wie bereits erwähnt, sollen in der Anlage auch Metallfässer 10 unterschiedlicher
Durchmesser ausgebeult werden können. Hierzu wird der Durchmesser des jeweiligen Metallfasses
10 ebenfalls erfaßt und an einen Rechner zur Steuerung des Ausbeulprozesses gemeldet.
Dies kann auf besonders einfache Weise über die Zustellung der Greifarme 29, 30 durch
entsprechende Winkelgeber an einem der Zahnräder 36 oder 37 bzw. durch einen Wegaufnehmer
am Betätigungszylinder erfolgen. Über die entsprechenden Normen der Metallfässer 10
ist sodann der jeweilige Drehradius des Fuß- und Kopfkragens des Metallfasses 10 bekannt.
Hierauf kann die Zustellbewegung der Walzen 38..41 über eine automatische Verstellung
53 erfolgen.
[0032] Werden aber vorwiegend sortenreine Metallfässer 10 ausgebeult und erfolgt eine Umstellung
auf Metallfässer 10 unterschiedlicher Normen bzw. Durchmesser nur gelegentlich, kann
eventuell auch eine manuelle Verstellung 53 ausreichend sein.
[0033] In einer weniger automatisierten Anlage kann unter Umständen auch der Verformungsgrad
des Kragens 13 bzw. seines Ringes 49 durch entsprechende Endbegrenzungen der Walzen
38..41 erfolgen. Das Ausbeulen erfolgt dabei zweckmäßigerweise durch eine konkret
vorgegebene Anzahl von Umdrehungen der Walzenführung 42 mittels Endschalter.
Bezugszeichenliste :
[0034]
- 10
- Metallfaß
- 11
- Zuförderer
- 12
- Faßerkenung
- 13
- Kragen
- 14
- Weiche
- 15
- Zwischenförderer
- 16
- By-Pass-Förderer
- 17
- Lichtschranke
- 18
- Stopper
- 19
- Wendeeinrichtung
- 20
- Rollenförderer
- 21
- Halteeinrichtung
- 22
- Weiche
- 23
- Zwischenförderer
- 24
- Lichtschranke
- 25
- Reihe
- 26
- Reihe
- 27
- Rolle
- 28
- Rolle
- 29
- Greifarm
- 30
- Greifarm
- 31
- Gelenkbolzen
- 32
- Gelenkbolzen
- 33
- Halter
- 34
- Betätigungshebel
- 35
- Betätigungszylinder
- 36
- Zahnrad
- 37
- Zahnrad
- 38
- Stützwalze
- 39
- Stützwalze
- 40
- Druckwalze
- 41
- Kaliberwalze
- 42
- Walzenführung
- 43
- Längsachse
- 44
- Drehfutter
- 45
- Getriebemotor
- 46
- Ritzel
- 47
- Zahnrad
- 48
- Ausdrehung
- 49
- Ring
- 50
- Lagerzapfen
- 51
- Tellerfederpaket
- 52
- Druckrollenkragen
- 53
- Verstellung
1. Vorrichtung zum Ausbeulen von Kragen (13) an Metallfässern (10) mit einer Ausbeuleinrichtung
mit einer Druckwalze (40), wenigstens zwei Stützwalzen (38, 39) und einer Halteeinrichtung
(21) zum Halten der Metallfässer (10) während des Ausbeulens, gekennzeichnet durch einen Förderer, insbesondere ein Rollenförderer (20), durch den die Metallfässer an die Halteeinrichtung (21) übergebbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Förderer (20) eine Wendeeinrichtung (19) für die Metallfässer (10) zugeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderer (20) in Förderrichtung gesehen V-förmig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Förderer (20) ein Magazin (Förderer 15 bzw. 23) zum Zwischenspeichern der Metallfässer
(10) vor- und/oder nachgeschaltet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfässer (10) von dem Förderer (20) durch die Halteeinrichtung (21) abhebbar
sind, die insbesondere wenigstens ein Paar synchron zueinander schließ- und öffenbare
Greifarme (29, 30) aufweist, die getrieblich miteinander verbunden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Erfassung des Durchmessers der Metallfässer (10), durch die eine Einrichtung (53) zum Einstellen des Biegeradius des Kragens (13) steuerbar
ist, wobei die Einrichtung zur Durchmessererfassung insbesondere den Schließwinkel
der Greifarme (29, 30), beispielsweise durch einen Weggeber an einen Betätigungszylinder (35) bzw. einen Winkelgeber, erfaßt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausbeulvorgang in-Prozeß überwachbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (40) eine gegen ein Tellerfederpaket (51) axial bewegliche Profilwalze
mit einer Ausdrehung (48) ist, der eine Kalibrierwalze (41) als Gegendruckorgan zugeordnet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (40), die Kalibrierwalze (41) und die Stützwalzen (38, 39) an einer
Walzenführung (42) gelagert sind, die um ihre Achse (43) rotierend antreibbar ist,
während das Metallfaß (10) fest in der Halteeinrichtung (21) eingespannt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Achsen der Druckwalze (40) und der Stützwalzen (38, 39) parallel zueinander und zu
einer Längsachse (43) des in Ausbeulposition befindlichen Metallfasses (10) verlaufen.
1. Apparatus for beating out collars (13) on metal barrels (10) by means of a beating-out
device including a press cylinder (40), at least two supporting cylinders (38, 39)
and a holding means (21) for holding said metal barrels (10) during the beat-out operation,
characterised by a conveyor, in particular a gravity roller table (20), by means of which said metal
barrels can be transferred to said holding means (21).
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that a turning system (19) is associated with said conveyor (20) for turning said metal
barrels (10).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, characterised in that, when seen along the conveying direction, said conveyor (20) presents a V-shaped
configuration.
4. Apparatus according to any of the Claims 1 to 3, characterised in that a magazine (conveyor 15 or 23, respectively) is connected to the upstream and/or
downstream end of said conveyor (20).
5. Apparatus according to any of the Claims 1 to 4, characterised in that said metal barrels (10) can be lifted off said conveyor (20) by means of said holding
means (21) that comprises, in particular, at least one pair of clamping arms (29,
30) adapted to be closed and opened in mutual synchronism, which arms are connected
to each other by means of gears.
6. Apparatus according to any of the Claims 1 to 5, characterised by a means for detecting the diameter of said metal barrels (10), by means of which
a means (53) can be controlled for setting the bending radius of said collar (13),
with said means for detecting the diameter detecting, in particular, the closing angle
of said clamping arms (29, 30) by means of a displacement transducer, for instance,
to an operating cylinder (35), or by means of an angle transducer, respectively.
7. Apparatus according to any of the Claims 1 to 6, characterised in that said beat-out operation can be monitored in process.
8. Apparatus according to any of the Claims 1 to 7, characterised in that said press cylinder (40) is a profiled roller with a bore, which is axially mobile
against a package of disk springs (51) and with which a calibrating roller (41) is
associated as counter-pressure element.
9. Apparatus according to any of the Claims 1 to 8, characterised in that said press cylinder (40), said calibrating roller (41) and said supporting rollers
(38, 39) are supported on a roller guide (42) that is adapted to be driven to rotate
about its axis (43) whilst said metal barrel (10) is fixedly clamped in said holding
means.
10. Apparatus according to any of the Claims 1 to 9, characterised in that axes of said press cylinder (40) and said supporting rollers (38, 39) extend in parallel
with each other and with a longitudinal axis of the metal barrel (10) in beat-out
position.
1. Appareil à débosseler des collets (13) aux fûts métallique (10) moyennant un dispositif
de débosselage muni d'un rouleau presseur (40), au moins deux cylindres d'appui (38,
39) et un moyen de retenue (21) à tenir lesdits fûts métalliques (10) au cours de
l'opération de débosselage, caractérisé par un convoyeur, en particulier un convoyeur à rouleaux par gravité (20), moyennant
duquel lesdits fûts métalliques se peuvent transférer audit moyen de retenue (21).
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un système de virage (19) est affecté audit convoyeur (20) afin de tourner lesdits
fûts métalliques (10).
3. Appareil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'en vue le long de la direction de transport, ledit convoyeur (20) présente une configuration
en V.
4. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un magasin (convoyeur 15 ou respectivement 23) est relié à l'extrémité en amont et/ou
en aval dudit convoyeur (20).
5. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que lesdits fûts métalliques (10) se peuvent relever dudit convoyeur (20) moyennant ledit
moyen de retenue (21), qui comprend, en particulier, au moins une paire de grappins
de prise (29, 30) apte à être fermé et ouvert en synchronisme mutuel, lesdits grappins
étant relié l'un à l'autre moyennant des engrenages.
6. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé par un moyen à détecter le diamètre desdits fûts métalliques (10), moyennant duquel un
moyen (53) peut être commandé afin d'ajuster le rayon de pliage dudit collet (13),
audit moyen à détecter le diamètre détectant, en particulier, l'angle de fermeture
desdits grappins de prise (29, 30) moyennant un capteur de déplacement, par exemple,
à un cylindre de commande (35), ou respectivement moyennant un capteur d'angle.
7. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que ladite opération de débosselage peut être surveillé au cours de processus.
8. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que ledit rouleau presseur (40) est un rouleau à profil à un alésage, qui est mobile,
en sens axial, contre un paquet de rondelles Belleville (51) et auquel est affecté
un rouleau de calibrage (41) en tant que l'élément de contre-pression.
9. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que ledit rouleau presseur (40), ledit rouleau de calibrage (41) et lesdits rouleaux
d'appui (38, 39) s'appuient sur un guide de rouleaux (42), pendant que ledit fût métallique
(10) est fixé et serré dans ledit moyen de retenue.
10. Appareil selon une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'en position de débosselage, des axes dudit rouleau presseur (40) et desdits rouleaux
d'appui (38, 39) s'étendent l'un en parallèle à l'autre et à un axe longitudinal du
fût métallique (10).