| (19) |
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(11) |
EP 0 997 561 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.2004 Patentblatt 2004/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.10.1999 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Flyerflügeln
Method and device for cleaning flyer wings
Procédé et dispositif pour nettoyer des ailettes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE IT LI |
| (30) |
Priorität: |
16.10.1998 DE 19847818
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.05.2000 Patentblatt 2000/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Firma Ernst Holz |
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71315 Waiblingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schönfelder, Hans-Jürgen
71334 Waiblingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Viering, Jentschura & Partner |
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Postfach 22 14 43 80504 München 80504 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 437 857
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US-A- 3 117 409
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines Flyerflügels mit Luntenführungsrohr
unter Verwendung einer Flüssigkeit sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Eine Vorspinnmaschine, daß heißt der Flyer, ist in der Spinnerei die Maschine, in
der einer Lunte eine erste Drehung erteilt wird. Die aus dem Streckwerk austretende
Lunte wird durch den hohlen Arm eines Flügels bzw. durch das vom Flügelarm umgebene
Luntenführungsrohr zur Spule geführt. Flügel und Spule führen voneinander unabhängige
Drehbewegungen aus. Durch jede Flügelumdrehung wird der Lunte eine Drehung erteilt,
und wird damit zu Vorgarn, um nach Austritt aus dem Flügel auf die Spule aufgewunden
zu werden. Bekannte Flügelarten für einen Flyer sind einerseits auf Spindeln aufgesteckte
Flügel und zum anderen in einer sogenannten Flügelbank kopfgelagerte Flügel.
[0003] Das in einem Flyer zu verarbeitende Fasergut wird in den meisten Fällen entsprechend
seiner Zusammensetzung (Naturfasern, Kunstfasern oder Mischungen) bereits in vorherigen
Verarbeitungspassagen durch Auftragen bzw. Aufsprühen von z.B. Schmälze, Avivage vorbehandelt,
um das Verhalten der Fasern bei der Weiterverarbeitung zu verbessern, z.B. Verminderung
von Reibung und elektrostatischer Aufladung, Erhöhung der Gleitfähigkeit, Verbesserung
der Haftfähigkeit bei Chemiefasern u.s.w..
[0004] Während der Verarbeitung des Fasergutes im Flyer, also beim Durchlaufen des Fasergutes
durch das Luntenführungsrohr, kommt es in demselben mit der Zeit zu Verunreinigungen,
die sich im wesentlichen aus Rückständen der Vorbehandlungsmittel bzw. bei Naturfasern
aus Rückständen wie Honigtau, Wollfett usw. zusammensetzen und an der Innenwand des
Luntenführungsrohres ablagern und dabei regelrecht ankleben. Um ein einwandfreies
Verarbeiten des Fasergutes zu gewährleisten, ist es somit notwendig, das Luntenführungsrohr
von Zeit zu Zeit zu reinigen, da es infolge einer verschmutzten bzw. nicht mehr glatten
Anlage- bzw. Gleitfläche zu Behinderungen beim Durchlaufen des Vorgarnes kommt. Wichtig
ist das Reinigen auch bei Partiewechseln, das heißt, wenn das nächstfolgend zu verarbeitende
Material aus einer anderen Faserzusammensetzung besteht. Gegenwärtig tritt in den
Spinnereien vorallem das Verarbeiten von kleineren Partien in den Vordergrund, was
demzufolge ein häufigeres Reinigen des Luntenführungsrohres im Flügel notwendig macht.
[0005] Bekannte Reinigungsverfahren für stehend gelagerte, abnehmbare Flyerflügel bestehen
darin, daß die Flügel aus der Maschine entnommen und insgesamt in Ultraschallwellen-Bädern
gereinigt werden. Diese Methode ist jedoch nicht für kopfgelagerte Flügel anwendbar,
da die Flügel fest in der Maschine eingebaut sind und nicht ohne weiteres aus derselben
entnommen werden können.
[0006] In der Praxis werden kopfgelagerte Flyerflügel gegenwärtig im Einbauzustand mit hohem
manuellen Aufwand gereinigt. Dies erfolgt z.B. indem Bänder, auch mit Knoten versehen,
durch das Luntenführungsrohr geführt und hin- und hergezogen werden. Anwendung finden
auch Bürsten, die in das Luntenführungsrohr entweder vom Kopfende her oder von dessen
unteren Ende her eingeführt und hin- und herbewegt werden. Da die Luntenführungsrohre
vorallem bei kopfgelagerten Flügeln Krümmungen aufweisen, erweisen sich diese Methoden
als problematisch und nicht sehr wirkungsvoll, vorallem da mit diesen Methoden das
Luntenführungsrohr nicht an seiner gesamten Innenfläche gründlich gereinigt werden
kann. Außerdem ist es für das Reinigungspersonal sehr zeit- und kraftaufwendig. Ein
weiteres Verfahren zum Reinigen besteht vorallem bei nur leicht verschmutzten Luntenführungsrohren
darin, daß Schwammgummikugeln durch dasselbe geblasen werden. Damit können zwar Staub-
und Faserpartikel zu entfert werden, jedoch gewährleisten die bisher üblichen Verfahren
keine wirklich gründliche Reinigung bzw. Entfernung der z.B. durch die Schmälze entstandenen
verklebten Schmutzschichten.
[0007] Durch die Erfindung wird ein Verfahren geschaffen, bei dem das Innere des Luntenführungsrohrs
eines Flyerflügels im eingebauten Zustand zuverlässig von sowohl Staub- und Faserresten
als auch den anhaftenden Schmälze-/Avivagerückständen rundherum gereinigt werden kann.
Ferner wird durch die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geschaffen.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in das mehrfach gekrümmte Luntenführungsrohr
vom Flügelkopfende her ein flexibler Schlauch mit an seinem freien Ende angeordneter
Spritzdüse eingeführt. Aus der Spritzdüse wird die Flüssigkeit mit hohem Druck senkrecht
auf die Innenwand des Luntenführungsrohres aufgespritzt, währenddem die Spritzdüse
in dem Luntenführungsrohr hin- und herbewegt wird. Die am Luntenführungsrohrende austretende
verunreinigte Flüssigkeit wird derart aufgefangen, daß keine anderen Maschinenteile
mit der Flüssigkeit in Berührung gelangen. Durch das Aufspritzen der Flüssigkeit senkrecht
auf die Rohrinnenwand ergibt sich ein wirkungsvoller Rundherum-Reinigungseffekt. Weiterhin
bewirkt das Auftragen der Flüssigkeit mit hohen Druck, vorzugsweise 0,8 MPa, daß nicht
nur leicht anhaftende Verunreinigungen gelöst werden, sondern daß auch die fest anhaftenden
Verunreinigungsschichten auf- bzw. abgelöst und abgespült werden, indem die Verunreinigungsschicht
durch den auftreffenden Strahl aufgesplissen wird, die nach den Seiten wegspritzende
Flüssigkeit unter die Schmutzschicht dringt und somit dieselbe regelrecht abschält.
Indem-der flexible Schlauch mit der Spritzdüse in dem Luntenführungsrohr hin- und
herbewegt wird, wird das Innere desselben an jeder Stelle, auch in den Krümmungen,
mit der gleichen Wirkung gereinigt. Das Austreten der Flüssigkeit aus der Spritzdüse
wird dabei so gesteuert, daß die Flüssigkeit erst nach dem Einführen der Spritzdüse
in das Luntenführungsrohr aus derselben austritt. Das Hin- und Herbewegen des flexiblen
Schlauches ist leicht von Hand zu erledigen und erfordert keinerlei Kraftanstrengung
von dem Bediener. Weiterhin erfordert dieses Verfahren keinen hohen Zeitaufwand und
garantiert eine absolute Reinigung des Inneren des gesamten Luntenführungsrohres.
[0009] Die aus dem unteren Ende des Luntenführungsrohres austretende Flüssigkeit kann beispielsweise
in einem Behälter aufgefangen werden. Nach einer Weiterbildung der Erfindung jedoch
wird die aus dem Luntenführungsrohrende austretende verunreinigte Flüssigkeit abgesaugt.
Die abgesaugte Flüssigkeit wird anschließend in einer Filtereinheit gereinigt und
für den Reinigungsvorgang wiederverwendet. An das Luntenführungsrohrende wird dazu
ein Saugschlauch mit seinem einen freien Ende angeschlossen, wobei an dem anderen
Ende des Saugschlauchs eine Saugpumpe angeordnet ist, die während des kompletten Reinigungsvorganges
arbeitet, also gleichzeitig mit dem Einspritzen der Flüssigkeit in das Luntenführungsrohr
angeschaltet wird. Vorzugsweise hat die Saugpumpe gegenüber der Druckpumpe einen Nachlauf,
so daß die Saugpumpe noch einen Moment länger saugt, als Flüssigkeit in das Rohr eingespritzt
wird. Damit wird gewährleistet, daß die Flüssigkeit annähernd vollständig aus dem
Luntenführungsrohr entfernt wird. Einer der erfindungsgemäßen Vorteile besteht darin,
daß das Luntenführungsrohr nicht anderweitig getrocknet werden muß. In der Filtereinheit
werden die Verunreinigungen, z.B. Fasern, aus der Flüssigkeit gefiltert, so daß diese
Flüssigkeit für den gleichen oder einen weiteren Reinigungsvorgang wiederverwendet
werden kann.
[0010] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Flüssigkeit heißes Wasser. Grundsätzlich
lassen sich bekanntermaßen alle Verunreinigungen besser entfernen bzw. lösen, wenn
die Reinigungsflüssigkeit heiß ist, für dieses Verfahren jedoch ergeben sich besondere
Vorteile. Da die Schmälze, Avivagemittel im wesentlichen meist aus mineralischen oder
pflanzlichen Ölen bestehen, deren Auflösetemperatur bei etwa 50°C liegt, weist das
heiße Wasser vorzugsweise eine Temperatur von über 50°C auf, so daß die Verunreinigungen
im Luntenführungsrohr nicht nur durch den harten Wasserstrahl entfernt sondern zusätzlich
von dem heißen Wasser aufgelöst und anschließend weggespült werden. Ein weiterer vorteilhafter
Effekt bei der Verwendung von heißem Wasser besteht darin, daß Wassertröpfchen, die
auch nach dem Absaugen im Luntenführungsrohr verblieben sind, schnell verdampfen,
da sich das Luntenführungsrohr während des Reinigungsvorganges mit dem heißen Wasser
selbst stark erwärmt.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird der Flüssigkeit, unabhängig davon, ob
kalt oder heiß, ein Reinigungsmittel zugesetzt. Derartige Reinigungsmittel erhöhen
den Auflöseprozeß vorallem der Faser-Vorbehandlungszusätze. Allerdings sollten dem
Wasser derartige Reinigungsmittel nicht zugesetzt werden, wenn die nachfolgend zu
verarbeitende Partie Chemiefasern sind, es sei denn allfällig verbleibende Reste des
Reinigungsmittels verhalten sich gegenüber der Chemiefaser neutral.
[0012] Nach einer Weiterbildung der Erfindung erfolgt anschließend an den Reinigungsvorgang
ein Trocknen des Luntenführungsrohres, indem Warmluft durch dasselbe geblasen wird,
wobei der Warmlufteintrag in das Luntenführungsrohr durch den Druckschlauch mit Spritzdüse
erfolgen kann.
[0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen eines Flyerflügels mit Luntenführungsrohr
dient zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens. Die Vorrichtung ist versehen
mit einem flexiblen Druckschlauch, der an eine Flüssigkeitspumpe angeschlossen ist
und der an seinem freien Ende eine Spritzdüse aufweist. Der Außendurchmesser der Spritzdüse
ist um ein vorbestimmtes Maß kleiner als der Innendurchmesser des Luntenführungsrohres,
wobei quer, vorzugsweise senkrecht zur Spritzdüsenachse verlaufende, vorzugsweise
diametral gegenüberliegende Spritzbohrungen angeordnet sind. Vorzugsweise haben der
flexible Druckschlauch und die Spritzdüse den gleichen Außendurchmesser, wobei die
Spritzdüse einen die Spritzbohrungen aufweisenden, zylindrischen Kopfteil und einen
sich daran anschließenden zylindrischen Zapfen aufweist, wobei der Zapfen in den Druckschlauch
eingeschoben ist. Vorzugsweise ist das freie Ende des Druckschlauchs auf den Zapfen
aufgeschrumpft. Der flexible Druckschlauch weist dabei wenigstens die Länge des Luntenführungsrohres
auf. An diesen in das Luntenführungsrohr einzuführenden Druckschlauch mit seinem kleinen
Außendurchmesser kann sich über ein Zwischenstück ein weiter Druckschlauch mit größerem
Durchmesser anschließen, an dessen anderem Ende die Flüssigkeitspumpe angeschlossen
ist. Diese Ausführungsform ist zum einen kostengünstiger, da der dünnere flexible
Schlauch aufgrund des hohen Innendrucks aus hochwertigen Material bestehen soll und
zum anderen erleichtert es die Handhabung der gesamten Vorrichtung, z.B. Anschließbarkeit
an die Druckpumpe. Zum Betreiben der Vorrichtung kann weiterhin z.B. in der Verbindung
zwischen dünnen und dickerem Druckschlauch ein Sperrmechanismus vorgesehen sein, der
über z.B. eine Steuerleitung mit der Pumpe in Verbindung steht. Durch Betätigen bzw.
Entriegeln des Sperrmechanismus kann die Pumpe in Betrieb gesetzt und damit der Wassereintrag
in das Luntenführungsrohr kontrolliert bewirkt werden.
[0014] Nach einer bevorzugten Ausführungsform beträgt das vorbestimmte Maß, um das der Außendurchmesser
der Spritzdüse kleiner ist als der Innendurchmesser des Luntenführungsrohres 2 bis
3 mm. Bei z.B. einem Innendurchmesser des Luntenführungsrohrs vom 8 mm beträgt der
Außendurchmesser der Spritzdüse und des flexiblen Schlauchs 5 bis 6 mm, so daß um
die Spritzdüse ein umlaufender Reinigungsspalt von 1 bis 1,5 mm gebildet ist. Es ist
jedoch auch möglich, den Reinigungsspalt größer auszubilden, jedoch ist der Reinigungseffekt
in dem angegebenen Bereich am größten.
[0015] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist am freien Ende des Luntenführungsrohres
ein Absaugschlauch angeschlossen, der anderenendes über eine Filtereinheit an einer
Saugpumpe angeschlossen ist, an deren Druckseite der Druckschlauch angeschlossen ist.
Vorzugsweise weist der Absaugschlauch an seinem dem Luntenführungsrohr zugewandten
Ende ein Anschlußstück auf, das entweder in das Luntenführungsrohr eingeführt oder
auf dessen Ende aufgesteckt werden kann. Das andere Absaugschlauchende mündet in eine
mechanische Filtereinheit, durch die die verunreinigte Flüssigkeit geführt und somit
gereinigt wird. Das hinter der Filtereinheit austretende Absaugschlauchende mündet
abschließend in die Saugpumpe, an deren Druckseite der Druckschlauch angeschlossen
ist. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die Flüssigkeit von der Saugpumpe
in einen zwischen der Druckseite der Saugpumpe und der Flüssigkeitspumpe angeordneten
Vorratsbehälter geleitet. Mittels der Flüssigkeitspumpe bzw. Druckpumpe wird die gereinigte
Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter gesaugt und in den Druckschlauch mit Spritzdüse
zur weiteren bzw. erneuten Reinigung in das Luntenführungsrohr gespritzt. Diese Ausführungsform
ermöglicht auf vorteilhafte Weise die Bildung eines geschlossenen Reinigungskreislaufes.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der Flüssigkeitspumpe und dem
Druckschlauch ein Durchlauferhitzer angeordnet, in dem die Flüssigkeit, vorzugsweise
Wasser, erhitzt wird.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Vorrichtung als
fahrbares Reinigungsgerät ausgebildet. Somit können alle der Vorrichtung zugehörigen
Teile wie Druckpumpe mit angeschlossenem Druckschlauch, Saugpumpe mit Absaugschlauch,
Filtereinheit, Vorratsbehälter, Durchlauferhitzer auf z.B. einem Wagen angeordnet
sein. Dies ermöglicht das Verfahren bzw. Transportieren der kompletten Vorrichtung
entlang der Vorspinnmaschine. Vorteilhafterweise wird somit kein Wasseranschluß in
der jeweiligen Spinnerei erforderlich, da die zu verwendende Reinigungsflüssigkeit
in einem Vorratsbehälter bereitgehalten und im Umlaufverfahren wiederverwendet wird.
Da die einzelnen Bestandteile des Reinigungsgerätes relativ klein ausgebildet sein
können, ist mit dem fahrbaren Reinigungsgerät eine kompakte, leicht zu transportierende
und zu handhabende Vorrichtung geschaffen. Die Reinigungsflüssigkeit in dem Vorratsbehälter
sowie ein Filter in der Filtereinheit kann bei Bedarf leicht ausgetauscht und umweltgerecht
entsorgt werden. Indem das fahrbare Reinigungsgerät entlang der Vorspinnmaschine geschoben
bzw. gefahren wird, kann jede Spinnstelle bzw. jeder Spinnflügel mittels der flexiblen
Schläuche leicht erreicht werden.
[0018] Die Erfindung wird anhand einer beispielgebenden Ausführungsform erläutert, die aus
der Zeichnung wenigstens schematisch ersichtlich ist. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- einen Flyerflügelarm mit Luntenführungsrohr;
- Fig. 2
- einen Druckschlauch mit eingesetzter Spritzdüse;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des kompletten Reinigungsgerätes.
[0019] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, weist ein Flyerflügel 4 einen luntenführenden Arm
1 und einen zweiten Arm 2 auf, der das Gegengewicht zu dem Arm 1 darstellt. Am Flügelarm
1 ist ein Preßf inger (nicht dargestellt) angelenkt, über den die aus dem Luntenführungsrohr
3 austretende Lunte der Spule (nicht dargestellt) zugeführt wird. Der Flyerflügel
4 ist in einer Flügelbank 5 drehbar gelagert aufgenommen und kann zu Reinigungszwecken
nicht einfach von dieser abmontiert werden. Das Luntenführungsrohr 3 verläuft im Flügelarm
1 vom Flügelkopf 6 bis zum freien Ende des Flügelarmes 1 und weist gleich der Gestaltung
des Flügelarmes 1 selbst mehrere Krümmungen auf. Der Druckschlauch 7 wird vom Flügelkopf
6 her in das Luntenführungsrohr 3 eingeführt und entsprechend des Pfeiles Z in diesem
hin- und herbewegt. Am freien Ende des flexiblen Druckschlauches 7 in Fig. 2 befindet
sich eine zylindrische Spritzdüse 8, die mit ihrem Zapfenende 9 in den Druckschlauch
7 eingeschoben ist. Der Druckschlauch 7 und das Kopfteil 10 der Spritzdüse 8 haben
den gleichen Außendurchmesser, der um ein bestimmtes Maß kleiner ist als der Innendurchmesser
des Luntenführungsrohres 3. Vom Zapfenende her bis in den Kopfteil 10 erstreckt sich
in der Spritzdüse 8 eine konzentrische Ausnehmung 11. In dieser Ausnehmung 11 sind
zwei, senkrecht zur Spritzdüsenlängsachse verlaufende, diametral gegenüberliegende
Spritzbohrungen 12 vorgesehen, aus denen das Wasser mit hohen Druck austritt und senkrecht
auf die Innenwand des Luntenführungsrohres 3 auftrifft. Durch das Hin- und Herbewegen
des Druckschlauches 7 mit der Spritzdüse 8 wird das Luntenführungsrohr 3 vollständig
gereinigt.
[0020] Aus Fig. 3 ist das gesamte Reinigungsgerät 13 s.chematisch dargestellt. Auf dem die
Geräte tragenden Wagen 19 ist die Flüssigkeits- bzw. Druckpumpe 16 angeordnet, die
über eine Zuführleitung 22 Wasser mit hohem Druck aus dem Vorratsbehälter 20 zunächst
durch einen Durchlauferhitzer 18 pumpt, in dem das Wasser erhitzt wird. Von dem Durchlauferhitzer
18 gelangt das Wasser in den Druckschlauch 14, an den sich der flexible Druckschlauch
7 anschließt, dessen freies, die Spritzdüse aufweisendes Ende in das Luntenführungsrohr
vom Flügelkopfende 6 her eingeführt ist. Dabei sind der Außen- sowohl auch Innendurchmesser
des Druckschlauches 14 größer als die des flexiblen Druckschlauches 7. In der Verbindung
zwischen den beiden Schläuchen 7, 14 ist ein von Hand zu betätigender Sperrmechanismus
15 angeordnet, der einerseits die Flüssigkeitszufuhr in den Druckschlauch 7 öffnet
bzw. schließt und andererseits über Drucksensoren die Druckpumpe 16, die Saugpumpe
17 und den Durchlauferhitzer 18 an- bzw. abschaltet. Am freien Ende 23 des Luntenführungsrohres
3 ist ein flexibler Absaugschlauch 24 angeschlossen bzw. eingestöpselt, dessen anderes
freies Ende in eine Filtereinheit 21 mündet. Aus der Filtereinheit 21 verläuft eine
Zuführleitung 22 in die Saugpumpe 17. Mit der Inbetriebnahme der Saugpumpe 17 wird
das in das Luntenführungsrohr 3 eingespritzte Wasser aus diesem über den Absaugschlauch
24 abgesaugt, durch die Filtereinheit 21 geführt und in dieser gereinigt, ehe es bis
zur Saugpumpe 17 gelangt. An der Druckseite der Saugpumpe 17 ist wiederum eine Zuführleitung
22 angeschlossen, durch die das gereinigte Wasser dem Vorratsbehälter 20 wieder zugeführt
wird. Somit ist ein Verfahren und eine entsprechende Reinigungsvorrichtung 13 geschaffen,
mit der ohne großen Aufwand Flyerflügel 1 bzw. das Innere des Luntenführungsrohres
3 zuverlässig gereinigt werden kann. Dadurch, daß die Vorrichtung in Form eines geschlossenen
Kreislaufes ausgebildet ist, ist es nicht notwendig, daß in einer Spinnerei ein Wasseranschluß
vorhanden sein muß. Außerdem kann das Reinigen so ablaufen, daß weder viel Zeit noch
Kraft aufgewendet werden muß und zusätzlich keine weiteren Maschinenteile der Vorspinnmaschine
mit Flüssigkeit in Berührung kommen.
[0021] Sämtliche, für die Reinigung der Flyerflügel 1 notwendige Geräte sind auf dem fahrbaren
Wagen 19 angeordnet, wobei das Reinigungsgerät 13 insgesamt nur so groß ist, daß es
in einem PKW-Kombi von Spinnerei zu Spinnerei transportiert werden kann. Die Druck-
und Absaugschläuche 7, 14, 24 können zusammengerollt ebenfalls auf dem Wagen 19 plaziert
werden. Die elektrisch zu betreibenden Geräte können über einen normalen Stromanschluß
in jeder Spinnerei angeschlossen werden.
1. Verfahren zum Reinigen von Flyerflügeln mit Luntenführungsrohr (3) unter Verwendung
einer Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß in das mehrfach gekrümmte Luntenführungsrohr (3) vom Flügelkopfende her ein flexibler
Schlauch (7) mit an seinem freien Ende angeordneter Spritzdüse (8) eingeführt wird,
aus der die Flüssigkeit mit hohem Druck senkrecht auf die Innenwand des Luntenführungsrohres
(3) aufgespritzt wird, während die Spritzdüse (8) in dem Luntenführungsrohr hin- und
herbewegt wird, wobei die am Luntenführungsrohrende (23) austretende verunreinigte
Flüssigkeit aufgefangen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verunreinigte Flüssigkeit abgesaugt, in einer Filtereinheit (21) gereinigt und
für den Reinigungsvorgang wiederverwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Flüssigkeit heißes Wasser, vorzugsweise mit einer Temperatur über 50°C verwendet
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit zusammen mit einem Reinigungsmittel verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein anschließendes Trocknen des Luntenführungsrohres (3) durch Einblasen von Warmluft
erfolgt.
6. Vorrichtung zum Reinigen eines Flyerflügels mit Luntenführungsrohr(3) zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Flüssigkeitspumpe (16) und einen flexiblen Druckschlauch (7), der an die Flüssigkeitspumpe
(16) angeschlossen ist und der an seinem freien Ende eine Spritzdüse (8) aufweist,
deren Außendurchmesser um ein vorbestimmtes Maß kleiner ist als der Innendurchmesser
des Luntenführungsrohres (3), und die quer, vorzugsweise senkrecht zur Spritzdüsenlängsachse
verlaufende Spritzbohrungen (12) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das vorbestimmte Maß, um das der Außendurchmesser der Spritzdüse (8) kleiner ist
als der Innendurchmesser des Luntenführungsrohres (3) 2 bis 3 mm beträgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Absaugschlauch (24), der an das freie Ende (23) des Luntenführungsrohres (3)
anschließbar ist, und über eine Filtereinheit (21) an eine Saugpumpe (17) angeschlossen
ist, deren Druckseite mit einem Vorratsbehälter (20) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Flüssigkeitspumpe (16) und dem Druckschlauch (7) ein Durchlauferhitzer
(18) eingeschaltet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie als fahrbares Reinigungsgerät (13) ausgebildet ist.
1. Method for cleaning flyer spinning frame flyers with slubbing guide tube (3) using
a liquid, characterized in that from the flyer head end a flexible tube (7) with a spray nozzle (8) located at a
free end thereof is inserted in the multiple curved slubbing guide tube (3), liquid
with high pressure is perpendicularly sputtered from the spray nozzle (8) on the inner
wall of the slubbing guide tube (3), while the spray nozzle (8) is moved back and
forth within the slubbing guide tube, wherein contaminated liquid discharging at the
slubbing guide tube end (23) is collected.
2. Method according to claim 1, characterized in that the contaminated liquid is sucked off, cleaned in a filter unit (21) and reused for
the cleaning process.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that hot water is used for the liquid, preferably with a temperature higher than 50 °C.
4. Method according to anyone of claims 1-3, characterized in that the liquid is used together with cleaning means.
5. Method according to anyone of claims 1-4, characterized in that subsequent drying of the slubbing guide tube (3) takes place through blowing in warm
air.
6. Device for cleaning a flyer spinning frame flyer with slubbing guide tube (3) for
executing the method according to anyone of claims 1-5, characterized by a liquid pump (16) and a flexible pressure tube (7) connected to the liquid pump
(16) and comprising a spray nozzle (8) at a free end thereof, the outer diameter of
the spray nozzle (8) is smaller than the inner diameter of the slubbing guide tube
(3) about a predetermined amount and the spray nozzle (8) comprises transversal spray
drillings (12), preferable perpendicular to the spray nozzle longitudinal axis.
7. Device according to claim 6, characterized in that the predetermined amount is 2 to 3 mm about which the outer diameter of the spray
nozzle (8) is smaller than the inner diameter of the slubbing guide tube (3).
8. Device according to claim 6, characterized by a flexible sucking off tube (24), which is connectable to the free end (23) of the
slubbing guide tube (3) and connected to a sucking pump (17) via a filter unit (21),
the pressure side of the sucking pump (17) is connected to a reservoir.
9. Device according to claim 6, characterized in that a flow heater (18) is connected between the liquid pump (16) and the flexible pressure
tube (7).
10. Device according to anyone of claims 6-9 characterized in that the device is defined as cart-type cleaning apparatus (13).
1. Procédé de nettoyage d'ailettes de banc munies d'un tube de guidage de mèche (3) utilisant
un liquide caractérisé par le fait que dans le tube de guidage de mèche plusieurs fois recourbé (3) est introduit, à partir
de l'extrémité de tête de l'ailette, un tube flexible (7) muni au niveau de son extrémité
libre d'une buse de pulvérisation (8), à partir de laquelle le liquide est injecté
à haute pression perpendiculairement sur la paroi intérieure du tube de guidage de
mèche (3), pendant que la buse de pulvérisation (8) est soumise à un mouvement de
va-et-vient dans le tube de guidage de mèche et qu'on recueille le liquide souillé
qui s'échappe à l'extrémité du tube de guidage de mèche de banc (23).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le liquide souillé est aspiré, nettoyé dans une unité de filtration (21) et réutilisé
pour le nettoyage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'on utilise comme liquide de l'eau chaude, de préférence à une température supérieure
à 50 °C.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le liquide est utilisé en même temps qu'un produit de nettoyage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'on effectue ensuite un séchage du tube de guidage de mèche de banc (3) par insufflation
d'air chaud.
6. Dispositif de nettoyage d'une ailette de banc comprenant un tube de guidage de mèche
(3) permettant de réaliser le procédé selon l'une quelconque des revendications 1
à 5, caractérisé par une pompe à liquide (16) et un tuyau à pression flexible (7) connecté à la pompe
à liquide (16) et présentant une buse de pulvérisation (8) au niveau de son extrémité
libre dont le diamètre extérieur est inférieur d'une dimension prédéfinie au diamètre
interne du tube de guidage de mèche (3), et qui possède des orifices de pulvérisation
(12) disposés transversalement, de préférence perpendiculairement, à un axe longitudinal
de la buse.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que la dimension prédéfinie, de laquelle le diamètre extérieur de la buse (8) est inférieur
au diamètre interne du tube de guidage de mèche (3), est de 2 à 3 mm.
8. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par un tuyau d'évacuation (24) qui peut être relié à l'extrémité libre (23) du tube de
guidage de mèche (3) et qui est connecté par le biais d'une unité de filtration (21)
à une pompe aspirante (17) dont le côté refoulement est relié à un récipient de stockage
(20).
9. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait qu'entre la pompe à liquide (16) et le tuyau à pression (7) est intercalé un chauffe-eau
(18).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé par le fait qu'il prend la forme d'un appareil de nettoyage mobile (13).

