[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Montagehalter für die Montage von Verkleidungselementen
am Stock bzw. am Flügel von Fenstern oder Türen, mit einer einzigen Befestigungsöffnung
zur Befestigung des Montagehalters an dem zu verkleidenden Stock bzw. Flügel und mit
einem einzigen Befestigungselement zur Befestigung eines Verkleidungselements.
[0002] Herkömmliche Montagehalter für die Montage von Verkleidungselementen für Fenster
und Türen sind so ausgebildet, daß sie am Stock bzw. am Flügel des zu verkleidenden
Fensters oder der zu verkleidenden Türe aufgeschraubt werden. Dabei muß die Befestigung
dieses Montagehalters an einer exakt vorbestimmten Stelle erfolgen, um die Verkleidungselemente
problemlos durch Aufstecken auf diese Montagehalter zu ermöglichen. Die Maßtoleranzen
sind daher äußerst klein. Sollten diese zu groß werden, so muß das Verkleidungselement
wieder abgenommen und der Montagehalter neu positioniert werden. Dies erfordert einen
sehr hohen Montageaufwand bzw. eine äußerst präzise Positionierung des Montagehalters.
Speziell beim nachträglichen Verkleiden von bereits eingebauten Fenster oder Türen
stellt diese präzise Positionierung ein in der Praxis äußerst schwieriges Unterfangen
dar.
[0003] Aus der DE 196 30 643 A ist ein solcher Montagehalter bekannt. Dabei fallen die Achsen
der Befestigung des Montagehalters am Stock und der Befestigung des Verkleidungselements
zusammen, weil der Montagehalter rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
[0004] In der DE 31 03 291 A ist ein Montagehalter offenbart, der am Rahmen an zwei oder
drei Punkten zu befestigen ist. Auch bei dieser Lösung zeigen sich die oben beschriebenen
Nachteile.
[0005] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Montagehalter zu entwickeln,
der größere Montagetoleranzen als die bekannten Montagehalter aufweist und damit speziell
für die nachträgliche Verkleidung von bereits eingebauten Fenstern oder Türen geeignet
ist. Selbstverständlich soll damit auch eine einfachere Verkleidung von noch nicht
eingebauten Fenster und Türen ermöglicht werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Achsen der Befestigungsöffnung
und des Befestigungselements gegeneinander versetzt angeordnet sind und daß der Montagehalter
gegenüber dem Stock bzw. Flügel verschwenkbar ist.
[0007] Da die beiden Achsen nicht miteinander ident sind, wird es möglich, den Montagehalter
nach seiner Befestigung am Stock bzw. am Flügel soweit seitlich zu verdrehen, daß
das Verkleidungselement exakt positioniert werden kann. Dadurch wird es möglich relativ
große Montageungenauigkeiten ausgleichen zu können, womit sowohl eine einfachere und
raschere Verkleidung für noch nicht eingebaute Fenster und Türen erzielt wird, als
auch eine wesentliche Vereinfachung bei der nachträglichen Verkleidung von bereits
eingebauten Fenstern und Türen erreicht wird.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform liegen die beiden Achsen durch die beiden Befestigungspunkte
senkrecht auf einer Spiegelachse des Montagehalters.
[0009] In einer weiteren besonderen Ausführungsform sind an einem Basisbereich seitlich
verlaufende Vorsprünge vorgesehen, wodurch ermöglicht wird, daß der Montagehalter
nicht am Stock bzw. am Flügel, oder z.B. an einer Regenschutzabdeckung angeschraubt
werden muß, sondern in eine eingefräste Nut oder eine entsprechende Profilausnehmung
hinein gedrückt werden kann. Damit wird ermöglicht, daß der Montagehalter in einer
Richtung seitlich verschoben werden kann.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltungsform ist am Basisbereich des Montagehalters ein zapfenförmiger
Fortsatz vorgesehen, welcher in eine Bohrung im Stock bzw. im Flügel eingedrückt wird.
[0011] Vorzugsweise ist der Montagehalter, der einen Basisbereich aufweist, durch eine Basisfläche
und eine dazu parallele Auflagefläche begrenzt. Mit der Basisfläche liegt der Montagehalter
auf dem Flügel auf, während das Verkleidungselement auf der Auflagefläche ruht. Auf
diese Weise kann unabhängig von der Lage des Montagehalters eine definierte Stellung
der Verkleidungselemente gewährleistet werden.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren näher erläutert.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- den erfindungsgemäßen Montagchaltcr in Draufsicht
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Montagehalter entlang der Linie A-A Fig. 1
- Fig. 3
- einen Stock und einen Flügel mit Verkleidungselementen im Schnitt
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Bodenteil eines Fensters oder einer Tür
- Fig. 5
- entspricht der Stockverkleidung der in Fig. 4 dargestellten Form.
[0014] Fig. 1 zeigt den erfindungsgemäßen Montagehalter in Draufsicht mit einem Basisbereich
1, in dem sich eine Schraubenöffnung 2 befindet, welche sich zum Boden des Montagehalters
hin konisch verjüngt. Die Achse 3 durch die Schraubenöffnung ist durch ein strichliert
eingezeichnetes Fadenkreuz angedeutet. Ein weiteres Fadenkreuz markiert die Stelle
der Achse 4 durch den Befestigungspunkt eines Verkleidungselementes. Zentrisch um
die Achse 4 verläuft der Aufsteckteil 5, der von mehreren Einstecklaschen 6 umkränzt
wird. An den Basisbereich 1 können seitlich zwei zueinander parallele Vorsprünge 7
für eine alternative Befestigung des Montagehalters am zu verkleidenden Objekt vorgesehen
sein. Der Basisbereich ist ist durch zwei parallele Flächen, nämlich die Basisfläche
la und die Auflagefläche 1b begrenzt.
[0015] In Fig. 3 erkennt man einen Stock 8 und einen Flügel 9 mit Verkleidungselementen
10 und 11 im Schnitt. Der Montagehalter ist mit seinem Basisbereich 1 über die Schrauböffnung
2 am Stock 8 bzw. am Flügel 9 befestigt. Hierbei ist ersichtlich, daß die Achse 3
durch den Befestigungspunkt des Montagehalters am Stock 8 bzw. am Flügel 9 neben der
Achse 4 durch den Aufsteckteil 5 für die Verkleidungselemente 10, 11 liegt. Die Laschen
6 am Aufsteckteil 5 sitzen in Montagehalterkanälen 12, welche durch Stege 13, 14,
15, 16 auf der dem Betrachter abgewandten Seite der Verkleidungselemente 10, 11 gebildet
werden.
[0016] Fig. 4 stellt einen Schnitt durch den Bodenteil eines Fensters oder einer Tür dar,
wobei das Verkleidungselement 10 auf einem Montagehalter 17 aufgesteckt ist, der über
seine seitlichen Vorsprünge 7 in einem Profil einer Regenschutzabdeckung 18 steckt.
Der Abflußweg für eindringende Feuchtigkeit ist hier durch Pfeile angedeutet.
[0017] In Fig. 5 entspricht die Stockverkleidung der in Fig. 4 dargestellten Form, jedoch
ist hier die Flügelverkleidung 19 auf einen Montagehalter 20 aufgesteckt, der seinerseits
über einen Einsteckzapfen 21 in einem Bohrloch im zu verkleidenden Flügel verankert
ist.
1. Montagehalter für die Montage von Verkleidungselementen am Stock bzw. am Flügel von
Fenstern oder Türen, mit einer einzigen Befestigungsöffnung zur Befestigung des Montagehalters
an dem zu verkleidenden Stock bzw. Flügel und mit einem einzigen Befestigungselement
zur Befestigung eines Verkleidungselements, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (3, 4) der Befestigungsöffnung und des Befestigungselements gegeneinander
versetzt angeordnet sind und daß der Montagehalter gegenüber dem Stock bzw. Flügel
verschwenkbar ist.
2. Montagehalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagehalter aus einem Basisbereich (1), in dem sich eine Schraubenöffnung
(2) befindet und einem von Einstecklaschen (6) umkränzten Aufsteckteil (5) besteht.
3. Montagehalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Basisbereich (1) seitlich zwei zueinander parallele Vorsprünge (7) vorgesehen
sind.
4. Montagehalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Achsen (3,4) durch die beiden Befestigungspunkte senkrecht auf einer
Spiegel achse des Montagehalters liegen.
5. Montagehalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Basisbereich des Montagehalters ein zapfenförmiger Fortsatz vorgesehen ist.
6. Montagehalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagehalter einen Basisbereich (1) aufweist, der durch eine Basisfläche
(1a) und eine dazu parallele Auflagefläche (1b) begrenzt ist.