(19)
(11) EP 0 997 775 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
10.10.2001  Patentblatt  2001/41

(21) Anmeldenummer: 99120063.5

(22) Anmeldetag:  19.10.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7G03C 7/30

(54)

Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial

Photographic colour silver halide material

Matériau photographique couleur à l'halogénure d'argent


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT NL

(30) Priorität: 30.10.1998 DE 19850073
01.04.1999 DE 19914881

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.05.2000  Patentblatt  2000/18

(73) Patentinhaber: Agfa-Gevaert
2640 Mortsel (BE)

(72) Erfinder:
  • Ly, Cuong, Dr.
    50858 Köln (DE)
  • Amann, Stefan
    40764 Langenfeld (DE)
  • Jung, Jürgen, Dr.
    51379 Leverkusen (DE)
  • Rockser, Dieter
    42799 Leichlingen (DE)

(74) Vertreter: Van Ostaeyen, Marc Albert Jozef et al
Agfa-Gevaert N.V. Corporate IP Department 3800 Septestraat 27
2640 Mortsel
2640 Mortsel (BE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 262 567
GB-A- 1 212 142
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein negativ entwickelndes farbfotografisches Silberhalogenidmaterial, dessen Silberhalogenidemulsionen zu wenigstens 95 Mol-% aus AgCl bestehen und das sich bei scannender Belichtung durch hohe Farbdichte und bei Analogbelichtung durch von der Belichtungszeit unabhängigen Kontrast auszeichnet.

    [0002] Fotopapier wird für die Ausgabe von "digitalen Abzügen" an scannenden Fotobelichtern eingesetzt, bei denen die Belichtungseinheit die Bildinformation pixelweise, zeilenweise mit gebündeltem Licht hoher Intensität (typischerweise aus Gas- oder Diodenlasern bzw. vergleichbaren Einrichtungen) und sehr kurzen Belichtungszeiten pro Pixel (im Bereich Nano- bis Mikrosekunden) auf das Fotomaterial belichtet. Insbesondere bei hohen Dichten tritt dabei das Problem der Linienverwaschung auf. Dieses äußert sich bildmäßig durch eine unscharfe Abbildung von Kanten (z.B. Schriftzügen) im Motiv und wird anschaulich durch "Überstrahlung", "Ausblutung", "Saumbildung", "Verschmierung", "Unschärfe" etc. beschrieben. Dies limitiert den ausnutzbaren Dichteumfang des Fotopapiers. Fotomaterialien für die Ausgabe von "digitalen Abzügen" mit hoher Bildqualität an scannenden Fotobelichtern mit LEDs oder Lasern dürfen daher bei hoher Farbdichte (Schwärzung) nur eine geringe Linienverwaschung aufweisen.

    Methode zur Messung der Linienverwaschung



    [0003] Im folgenden wird ein Meßmethode angegeben, die die Messung der Linienverwaschung für reflektierendes Fotomaterial (Fotopapier) erlaubt. Diese geht von der Beschreibung einer Messung für das analoge Problem bei einem transparenten Fotomaterial aus (siehe H. Frieser, Photographische Informationsaufzeichnung, R. Oldenbourg Verlag, München (1975), S. 266ff). Die Bestimmung der Verwaschung wird dabei auf eine makro-densitometrische Messung zurückgeführt. Dazu werden nebeneinander, mit gleichem stufenförmigen Intensitätsverlauf (RGB-Werte) für die aufbelichteten Strukuren zwei Motive aufbelichtet:

    1. ein Linienraster mit Rasterlinien und Zwischenräumen der jeweiligen Breite b0 [mm], der im folgenden als "Rasterstufenkeil" bezeichnet wird, sowie

    2. homogen ausgefüllte Flächen ("Vollstufenkeil").



    [0004] Am Vollstufenkeil werden die Status-A-Dichten DF der Stufen nach einer definierten RGB-Belichtung bestimmt. Am Rasterstufenkeil werden die Dichten DR eines mit eben diesen RGB-Werten aufbelichteten Rasterlinienmusters bestimmt. Nach Frieser (s.o.) kann auf Basis einer solchen makro-densitometrischen Messung an Rasterlinienfeldern eine effektive (mikroskopische) Linienverbreiterung 0<Δb<b0 bestimmt werden. Diese ist durch die Anteile der reflektierten Intensität bestimmt, die bei einer jeden Rasterstufe von den Rasterstrichen selbst, d.h. T0, und von den Zwischenräumen, d.h. T1, herrührt (siehe Abbildung 1).

    [0005] Als Dichte einer Rasterstufe ergibt sich:



    [0006] Bei einem idealen Fotomaterial ohne Verwaschung wäre Δb = 0 und es folgt:

    Wegen 10 -Dmin = T1>T0 würde sich daher bereits bei mittleren Rasterliniendichten die konstante Dichte 0,3 + Dmin asymptotisch einstellen.

    [0007] Die Differenz aus (1) und (2), die Größe DR-D*R, stellt für jede Stufe den Dichteunterschied aufgrund von Linienverwaschung dar (siehe Abbildung 2).

    [0008] Für T1.>T0 läßt sich daraus die effektive Linienverbreiterung

    für jede Stufe auswerten. Durch stufenweise Auftragung von (3) gegen die Dichte des entsprechenden Vollfeldes DF kann die nutzbare Maximaldichte Dfnutz eines Materials direkt ermittelt werden (siehe Abbildung 3). Als tolerierbare Linienverbreitungen gemäß (3) wurden durch visuelle Beurteilung Δb = 0,10 mm für Gelb (G), Purpur (P) und Blaugrün (B) festgestellt.

    Realisierung


    Belichtung



    [0009] Zur Belichtung wird ein üblicher Laser-Belichter (Fa. Cymbolic Science, Vancouver (Kanada) Modell CSI Light Jet 2080) mit folgender Spezifikation laut Herstellerangaben eingesetzt:
    Farbe Laser-System Wellenlänge maximale Leistung Strahl-Durchmesser (FWHM)
    Blau Argon Ion 458 nm 150 µW 25µm
    Grün Helium-Neon 543 nm 80 µW 25 µm
    Rot Helium-Neon 633 nm 2600 µW 25 µm
    • Papier: festliegend auf der Innenseite eines Halbzylinders
    • Strahlmodulation: 8 bit Akusto-Optischer Modulator (AOM)
    • Strahlmischung von Blau, Grün und Rot nach der jeweiligen Strahlmodulation
    • Strahlfokussierung durch Linsen
    • x-Ablenkung (Linienweise "Fast-Scan"): rotierendes Spiegel-polygon mit 2000 rpm
    • y-Ablenkung (Slow-Scan): Lineare Verschiebung des Spiegel-Polygons entlang der Zylinderachse
    • Auflösung 1016 dpi, Belichtungszeit je Pixel: 400 +/- 100 ns
    • linearer Punkt-Überlapp ca. 30 %
    • Der Belichter wird im leistungslinearen Modus bezüglich RGB (RGB = Rot, Grün, Blau), d.h. ohne eine materialspezifische Gerätekalibrierung ("Linearisierung") betrieben. Die maximale Belichtungsleistung für die drei Farbkanäle wird im Hinblick auf die unterschiedlichen Materialempfindlichkeiten für Gelb, Purpur und Blaugrün so reduziert, daß einerseits die Maximaldichte des Materials erreicht werden kann und andererseits beim Belichten eines identischen RGB-Tripels (z.B. RGB = (100, 100, 100)) ein zumindest näherungsweise neutrales Motiv entsteht (Blau: 6,5 µW, Grün: 10,4 µW, Rot: 680 µW).


    [0010] Entsprechend der Bedingung 0<Δb<b0 wurde für das Rasterlinien-Testbild b0 = 0,25 mm gewählt. Das entspricht einer Ortsfrequenz von 2 Linienpaaren/mm. Die Linien des Rasters werden in Fast-Scan-Richtung geschrieben, so daß die wirksame gerätetechnische Verwaschung dem Strahldurchmesser entspricht. Diese kann aufgrund der verwendeten Auflösung von 1016 dpi (= Ortsfrequenz 20/mm) gegenüber der materialeigenen Verwaschung vernachlässigt werden.

    [0011] Das Prüfmotiv besteht aus je einem 29-stufigen Rasterstufenkeil und Vollflächenkeil. Das Motiv wird mit einem üblichen Programm (z.B. Photoshop® ) erstellt, mit dem scannenden Fotobelichter auf ein Fotopapier aufbelichtet und dieses anschließend in einem AgfaColor-Prozeß 94 verarbeitet. Stufe 1 erhält keine Belichtungsintensität (RGB = 255) und realisiert daher Dmin, Stufe 29 (RGB = 9) erhält die maximale Belichtungsintensität. Jede Pixellinie wurde in einem Durchlauf belichtet (unter Vernachlässigung des Linienüberlapps). Analog zu dem skizzierten neutralen Prüfmotiv wurden Farbauszüge für die Farben Gelb, Purpur und Blaugrün sowie für Neutral belichtet, indem die komplementären RGB-Kanäle konstant auf 255 (ohne Belichtung) gesetzt wurden. Die Größe eines Stufenfeldes beträgt 20,0 x 6,35 mm.

    [0012] Die Abbildungen zeigen:

    Fig. 1: Strichbreite b0 und effektive Linienverbreiterung Δb durch Verwaschung

    Fig. 2: Auswertung des Dichtezuwachses aufgrund von Linienverwaschung; Darstellung der Dichten gegen Stufe des Prüfmotivs (links) bzw. gegen Dichte des entsprechenden Vollfeldes (rechts)

    • gemessene Dichte DF Vollfeld

    ■ gemessene Dichte DR des Rasterfelds mit Verwaschung

    o theoretische Dichte DR* des idealen Rasterfelds ohne Verwaschung



    Dichtezuwachs DR-DR* aufgrund Linienverwaschung

    Fig. 3 Ermittlung der nutzbaren Maximaldichte DFnutz aus der Linienverbreiterung Δb am Beispiel der Gelbdichte.


    Stand der Technik und Aufgabe



    [0013] Es ist aus EP 774 689 bekannt, daß zur Erzielung einer höheren Farbdichte bei der pixelweisen Belichtung mit gebündeltem Licht hoher Intensität (typischerweise aus Gas-, Diodenlasern, LED bzw. vergleichbaren Einrichtungen) und sehr kurzen Belichtungszeiten pro Pixel (typischerweise im Nano- bis Mikrosekundenbereich) die Gradation der lichtempfindlichen Schichten des verwendeten Colornegativ-Papiers in dem Belichtungszeit-Bereich möglichst steil sein soll.

    [0014] Eine gängige Methode zur Aufsteilung der Gradation der lichempfindlichen Schichten in Colornegativ-Papieren ist die Erhöhung der Silberhalogenid- bzw. Farbkupplermenge in den lichtempfindlichen Schichten. Nachteile dieser Methode sind: erhöhte Materialkosten und Verschlechterung der Verarbeitungsstabilität (Fluktuation der Sensitometrie je nach Verarbeitungsprozeß und je nach Prozeßschwankung innerhalb eines Betriebs), insbesondere bei Farbentwicklungszeiten unter 45 sec. Wegen des hohen Kontrastes ist ein solches Material für eine analoge Belichtung nicht geeignet.

    [0015] Aus US 5 759 762 ist bekannt, daß in Anwesenheit eines wasserlöslichen Disulfides z.B. Glutaramidophenyl-disulfid, die Dotierung mit Komplexen des Typs (Me2NH2)n(AgCln) in AgCl-Emulsionskörnern die Stabilität des Materials bei Laserbelichtung verbessern kann.

    [0016] Es ist weiterhin aus EP 350 046 und US 5 500 329 bekannt, daß die Gradation im Belichtungsbereich von Sekunden oder Millisekunden durch Dotierung der Silberhalogenide mit Metallionen von Metallen der Gruppe VIII oder von Übergangsmetallen der Gruppe II des Periodensystems der Elemente aufsteilen kann. Es wurde aber gefunden, daß bei kürzeren Belichtungszeiten ein µsec- bis nano-sec-Bereich die Gradation trotz Dotierung verflacht und die Empfindlichkeit geringer wird.

    [0017] Aufgabe der Erfindung war, ein Material sowohl für die digitale Belichtung, insbsondere die Laserbelichtung, als auch für integrale Belichtung bereitzustellen, das sich durch eine hohe Farbdichte bei Laserbelichtung und einen bei integraler Belichtung von den Belichtungszeiten unabhängigen Kontrast auszeichnet.

    [0018] Überraschenderweise wird diese Aufgabe gelöst, wenn das eingangs beschriebene farbfotografische Material wenigstens eine Silberhalogenidemulsionsschicht enthält, die bei integraler Belichtung Solarisation aufweist.

    [0019] Unter Solarisation versteht man, daß die Farbdichte mit zunehmender Belichtungsintensität bei konstanter Belichtungszeit bzw. mit längerer Belichtungszeit bei konstanter Belichtungsintensität abnimmt (T.H. James, The Theory of the Photographie Process, Seiten 182-184; Macmillan Publishing C. Inc., Forth Edition).

    [0020] Gegenstand der Erfindung ist daher ein negativ entwickelndes farbfotografisches Silberhalogenidmaterial, dessen Silberhalogenide zu wenigstens 95 Mol-% aus AgCl bestehen, das wenigstens eine blauempfindliche, wenigstens einen Gelbkuppler enthaltende Silberhalogenidemulsionsschicht, wenigstens eine grünempfindliche, wenigstens einen Purpurkuppler enthaltende Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens eine rotempfindliche, wenigstens einen Blaugrünkuppler enthaltende Silberhalogenidemulsionsschicht enthält, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht bei integraler Belichtung Solarisation aufweist.

    [0021] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht, die Solarisation aufweist, wenigstens 0,1 mmol AgI pro mol AgCl.

    [0022] Die Silberhalogenidemulsion der Solarisation aufweisenden Silberhalogenidemulsionsschicht enthält vorzugsweise Silberhalogenidkörner aus mindestens zwei unterschiedlich gefällten Zonen.

    [0023] Diese Silberhalogenidemulsion wird vorzugsweise durch eine Vorfällung und anschließende Auffällung eines Silberhalogenids erzeugt, wobei die Auffällung insbesondere durch Umlösen einer sehr feinkörnigen Silberhalogenidemulsion (Mikratemulsion) auf die Vorfällung erfolgt.

    [0024] Die Vorfällung ist bevorzugt eine homodisperse, kubische Silberhalogenidemulsion mit wenigstens 95 Mol-% AgCl und höchstens 4 mol-% AgI. Die Mikratemulsion ist bevorzugt eine homodisperse Silberhalogenidemulsion mit wenigstens 90 Mol-% AgCl und höchstens 8 Mol-% AgI (Rest ist AgBr) und einem mittleren Kornduchmesser (Durchmesser der volumengleichen Kugel) von 0,05 µm bis 0,2 µm.

    [0025] Die fertige Silberhalogenidemulsion ist vorzugsweise homodispers und kubisch, enthält Silberhalogenidkörner mit wenigstens 95 Mol-% AgCl und einer Kantenlänge der Würfel von 0,20 µm bis 2 µm.

    [0026] Das Mol-Verhältnis der äußeren Zone zu dem restlichen Silber der Körner beträgt insbesondere 1:24 bis 6:1.

    [0027] Mindestens eine Zone der genannten Silberhalogenidemulsion wird vorzugsweise mit wenigstens einer Art von Ionen oder Metallkomplexen der Metalle der Gruppen VIII und IIB oder der Metalle Re, Au, Pb oder Tl dotiert.

    [0028] Bei der Dotierung mit mehr als einer Art von Ionen bzw. Metallkomplexen aus den Metallen der Gruppe VIII und IIB oder der Metalle Re, Au, Pb oder Tl können die Ionen bzw. Metallkomplexe in einer Zone oder getrennt in mehrere Zonen gegeben werden.

    [0029] Bevorzugte Ionen bzw. Metallkomplexe sind: Ir3+, Ir4+, Rh3+ und Hg2+.
    Menge von Ir3+, Ir4+, Rh3+:
    von 5 nmol/mol Ag bis 50 µmol/mol Ag, vorzugsweise von 10 nmol/mol Ag bis 500 nmol/mol Ag
    Menge von Hg2+:
    von 0,5 µmol/mol Ag bis 100 µmol/mol Ag, vorzugsweise von 1 µmol/mol Ag bis 30 µmol/mol Ag
    Art der Zugabe von Ir3+, Ir4+, Rh3+ und Hg2+:
    in NaCl-Einlauflösung


    [0030] Bevorzugt wird eine innere Zone, insbesondere der Kern mit Hg2+ und eine äußere Zone, insbesondere die äußerste Zone mit Ir3+, Ir4+ und/oder Rh3+ dotiert.

    [0031] Die bevorzugte AgI-Menge der bevorzugten Ausführungsform beträgt 0,01 bis 20 mmol pro mol AgCl, insbesondere 0,1 bis 5 mmol AgI pro mol AgCl.

    [0032] Die Bestimmung der unterschiedlichen Dotierung von Kern und Hülle einer Silberhalogenidemulsion, bei der die Halogenidzusamensetzung von Kern und Hülle gleich oder zumindest sehr ähnlich ist. kann wie folgt vorgenommen werden:

    1. Methode



    [0033] Die Silberhalogenidkörner werden mit geeigneten Silberhalogenidlösungsmitteln, z.B. einer verdünnten wäßrigen Thiosulfatlösung, fraktioniert aufgelöst. In den Lösungen wird mittels ICP-MS Art und Menge des Dotierungsmetalls, bzw. der Dotierungsmetalle bestimmt.

    2. Methode



    [0034] Als direkte Methoden ohne Auflösung der Silberhalogenidkörner kommen die Sekundärionen-Massenspektrometrie (SIMS) und die "Sputtered Neutral-Massenspektrometrie" (SNMS) in Betracht.

    [0035] Auch kombinierte Methoden sind denkbar.

    [0036] Die Umlösung wird mit NaCl-Lösung bzw. einem Bisthioether durchgeführt.

    [0037] Die Bisthioether entsprechen der Formel (I)

    worin
    R1
    einen Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest mit nicht mehr als 8 C-Atomen oder -C(R6, R7)-C(R8, R9)-(CH2)nNHCONHR10,
    R2 bis R9,
    H oder Alkyl mit nicht mehr als 3 C-Atomen oder paarweise die Glieder eines Fünf- oder Sechsringes,
    R10
    Wasserstoff oder einen Substituenten und
    n
    0 oder 1 bedeuten.


    [0038] Innerhalb der Formel (I) sind Verbindungen der Formel (II) bevorzugt

    worin
    R1 bis R9 und n
    die vorstehend genannte Bedeutung besitzen und
    R11
    H, eine Alkyl-, Alkenyl- oder Cycloalkylgruppe mit nicht mehr als 6 C-Atomen, eine Acyl-, Alkoxycarbonyl-, Carbamoyl- oder Sulfonylgruppe bedeutet.


    [0039] Geeignete Verbindungen der Formeln (I) oder (II) sind








































    I-21 C2H5-S-CH2-CH2-S-CH2-CH2-NHCO-(CH2-)2-COOH.



    [0040] Vorzugsweise ist das farbfotografische Material ein Kopiermaterial.

    [0041] Die fotografischen Kopiermaterialien bestehen aus einem Träger, auf den wenigstens eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht aufgebracht ist. Als Träger eignen sich insbesondere dünne Filme und Folien sowie mit Polyethylen oder Polyethylenterephthalat beschichtetes Papier. Eine Übersicht über Trägermaterialien und auf deren Vorder- und Rückseite aufgetragene Hilfsschichten ist in Research Disclosure 37254, Teil 1 (1995), S. 285 dargestellt.

    [0042] Die farbfotografischen Kopiermaterialien weisen in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Träger üblicherweise je eine blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht, eine grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht und eine rotempfindliche, blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschicht auf; die Schichten können miteinander vertauscht sein.

    [0043] Wesentliche Bestandteile der fotografischen Emulsionsschichten sind Bindemittel, Silberhalogenidkörner und Farbkuppler.

    [0044] Angaben über geeignete Bindemittel finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 2 (1995), S. 286.

    [0045] Angaben über geeignete Silberhalogenidemulsionen, ihre Herstellung, Reifung, Stabilisierung und spektrale Sensibilisierung einschließlich geeigneter Spektralsensibilisatoren finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 3 (1995), S. 286 und in Research Disclosure 37038, Teil XV (1995), S. 89.

    [0046] Die Fällung kann auch in Gegenwart von Sensibilisierungsfarbstoffen erfolgen. Komplexierungsmittel und/oder Farbstoffe lassen sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt unwirksam machen, z.B. durch Änderung des pH-Wertes oder durch eine oxidative Behandlung.

    [0047] Angaben zu den Farbkupplern finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 4 (1995), S. 288 und in Research Disclosure 37038, Teil II (1995), S. 80. Die maximale Absorption der aus den Kupplern und dem Farbentwickleroxidationsprodukt gebildeten Farbstoffe liegt vorzugsweise in den folgenden Bereichen: Gelbkuppler 430 bis 460 nm, Purpurkuppler 540 bis 560 nm, Blaugrünkuppler 630 bis 700 nm.

    [0048] Die meist hydrophoben Farbkuppler, aber auch andere hydrophobe Bestandteile der Schichten, werden üblicherweise in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln gelöst oder dispergiert. Diese Lösungen oder Dispersionen werden dann in einer wäßrigen Bindemittellösung (üblicherweise Gelatinelösung) emulgiert und liegen nach dem Trocknen der Schichten als feine Tröpfchen (0,05 bis 0,8 µm Durchmesser) in den Schichten vor.

    [0049] Geeignete hochsiedende organische Lösungsmittel, Methoden zur Einbringung in die Schichten eines fotografischen Materials und weitere Methoden, chemische Verbindungen in fotografische Schichten einzubringen, finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 6 (1995), S. 292.

    [0050] Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit angeordneten nicht lichtempfindlichen Zwischenschichten können Mittel enthalten, die eine unerwünschte Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten aus einer lichtempfindlichen in eine andere lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher spektraler Sensibilisierung verhindern.

    [0051] Geeignete Verbindungen (Weißkuppler, Scavenger oder EOP-Fänger) finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 7 (1995), S. 292 und in Research Disclosure 37038, Teil III (1995), S. 84.

    [0052] Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende Verbindungen, Weißtöner, Abstandshalter, Filterfarbstoffe, Formalinfänger, Lichtschutzmittel, Antioxidantien, DMin-Farbstoffe, Zusätze zur Verbesserung der Farbstoff-, Kuppler- und Weißenstabilität sowie zur Verringerung des Farbschleiers, Weichmacher (Latices), Biocide und anderes enthalten.

    [0053] Geeignete Verbindungen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 8 (1995), S. 292 und in Research Disclosure 37038, Teile IV, V, VI, VII, X, XI und XIII (1995), S. 84 ff.

    [0054] Die Schichten farbfotografischer Materialien werden üblicherweise gehärtet, d.h., das verwendete Bindemittel, vorzugsweise Gelatine, wird durch geeignete chemische Verfahren vernetzt.

    [0055] Bevorzugt werden Sofort- oder Schnellhärter eingesetzt, wobei unter Sofort- bzw. Schnellhärtern solche Verbindungen verstanden werden, die Gelatine so vernetzen, daß unmittelbar nach Beguß, spätestens wenige Tage nach Beguß die Härtung so weit abgeschlossen ist, daß keine weitere, durch die Vernetzungsreaktion bedingte Änderung der Sensitometrie und der Quellung des Schichtverbandes auftritt. Unter Quellung wird die Differenz von Naßschichtdicke und Trockenschichtdicke bei der wäßrigen Verarbeitung des Materials verstanden.

    [0056] Geeignete Sofort- und Schnellhärtersubstanzen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 9 (1995), S. 294 und in Research Disclosure 37038, Teil XII (1995), Seite 86.

    [0057] Nach bildmäßiger Belichtung werden farbfotografische Materialien ihrem Charakter entsprechend nach unterschiedlichen Verfahren verarbeitet. Einzelheiten zu den Verfahrensweisen und dafür benötigte Chemikalien sind in Research Disclosure 37254, Teil 10 (1995), S. 294 sowie in Research Disclosure 37038, Teile XVI bis XXIII (1995), S. 95 ff. zusammen mit exemplarischen Materialien veröffentlicht. Das farbfotografische Material nach der Erfindung eignet sich insbesondere für eine Kurzzeitverarbeitung mit Entwicklungszeiten von 10 bis 30 Sekunden.

    [0058] Als Lichtquellen für die Belichtung kommen insbesondere Halogen-Lampen oder Laser-Belichter in Betracht.

    [0059] Geeignete Purpurkuppler entsprechen den Formeln III oder IV

    enthalten, worin
    R31, R32, R33 und R34
    unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Aryl, Aroxy, Alkylthio, Arylthio, Amino, Anilino, Acylamino, Cyano, Alkoxycarbonyl, Alkylcarbamoyl oder Alkylsulfamoyl, wobei diese Reste weiter substituiert sein können und wobei mindestens einer dieser Reste eine Ballastgruppe enthält, und
    Y
    einen von Wasserstoff verschiedenen, bei der chromogenen Kupplung abspaltbaren Rest (Fluchtgruppe) bedeuten.
    R31 und R33
    sind vorzugsweise tert.-Butyl; Y ist vorzugsweise Chlor.


    [0060] Diese Kuppler sind aufgrund der Farbbrillanz der mit ihnen erzeugten Purpurfarbstoffe an sich besonders vorteilhaft.

    [0061] Bevorzugte Kuppler der Formel III sind solche der nachfolgenden Formel:





    sowie









    [0062] Geeignete Kuppler der Formel IV sind Kuppler der nachfolgenden Formel:





    sowie















    [0063] Geeignete Gelbkuppler entsprechen der Formel V

    in welcher
    R51, R52, R53
    unabhängig voneinander Alkyl bedeuten oder R52 und R53 gemeinsam einen drei- bis sechsgliedrigen Ring bilden;
    R54
    Alkyl, Alkoxy oder Halogen,
    R55
    Halogen, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkoxycarbonyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbamoyl, Arylcarbamoyl, Alkylsulfamoyl, Arylsulfamoyl;
    Z1
    -O-, -NR56-;
    Z2
    -NR57- oder -C(R58)R59-;
    R56, R57, R58 und R59
    unabhängig voneinander Wasserstoff oder Alkyl bedeuten.
    R51, R52 und R53
    sind vorzugsweise CH3.
    R54
    ist vorzugsweise Cl oder OCH3.
    R55
    ist vorzugsweise -COOR60, -CONHR60, -SO2NHCOR60, wobei R60 C10-C18-Alkyl.


    [0064] Beispiele für erfindungsgemäße Gelbkuppler der Formel (V) sind:













































































































    [0065] Geeignete Blaugrünkuppler entsprechen den Formeln VI, VII, VIIa und VIII

    worin
    R61, R62, R63 und R64
    unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl bedeuten;

    in der
    R71 und R72
    unabhängig voneinander für eine elektronenziehende Gruppe stehen,
    X71
    für H oder eine bei der Reaktion mit Entwickleroxidationsprodukt abspaltbare Gruppe sieht,
    Y71
    für eine Gruppe zur Vervollständigung eines stickstoffhaltigen Heterocyclus steht, mit der Maßgabe, daß eine durch R72 dargestellte Gruppe an ein Kohlenstoffatom des Heterocyclus gebunden ist,
    n
    für 1 oder 2 steht;

    in der
    R71, R72 und X71
    die vorstehend genannte Bedeutung besitzen und
    Z71
    für H oder einen Substituenten steht;

    worin
    R81
    Wasserstoff oder einen Substituenten,
    X81
    ein Wasserstoffatom oder eine Abspaltgruppe und
    Y81
    OR82 oder

    bedeuten, wobei
    R82


    R83
    Alkyl,
    R84
    Wasserstoff oder R83,
    R85, R86, R88 und R89
    Wasserstoff oder einen Substituenten,
    R87
    einen Substituenten und
    Z81
    die restlichen nicht-metallischen Glieder eines 3- bis 8-gliedrigen Ringes bedeuten, wobei Z81 weitersubstituiert sein kann.
    R61
    ist bevorzugt CH3 oder C2H5.
    R62
    ist bevorzugt C2-C6-Alkyl,
    R63 und R64
    sind bevorzugt t-C4H9 oder t-C5H11.


    [0066] Beispiele für Blaugrünkuppler der Formel VI sind:

    VI-1 mit R61 = C2H5, R62 = n-C4H9, R63 = R64 = t-C4H9,

    VI-2 mit R61 = R62 = C2H5, R63 = R64 = t-C5H11,

    VI-3 mit R61 = C2H5, R62 = n-C3H7, R63 = R64 = t-C5H11,

    VI-4 mit R61 = CH3, R62 = C2H5, R63 = R64 = t-C5H11.



    [0067] Beispiele für Blaugrünkuppler der Formel VIIa sind:







    [0068] Geeignete Verbindungen der Formel VIII sind:


    Herstellung der Silberhalogenidemulsionen


    0. Mikratemulsion (EmM1) (Dotierungsfreie Mikrate)



    [0069] Es werden die folgenden Lösungen mit demineralisiertem Wasser angesetzt:
    Lösung 01 5500 g Wasser
    700 g Gelatine
    5 g n-Decanol
    20 g NaCl
    Lösung 02 9300 g Wasser
    1800 g NaCl
    Lösung 03 9000 g Wasser
    5000 g AgNO3


    [0070] Lösungen 02 und 03 werden bei 50°C im Lauf von 30 Minuten mit einer konstanten Zulaufgeschwindigkeit bei pAg 7,7 und pH 5,0 gleichzeitig unter intensivem Rühren zur Lösung 01 gegeben. Während der Fällung werden pAg-Wert durch Zudosierung einer NaCl-Lösung und pH-Wert durch Zudosierung von H2SO4 in den Fällungskessel konstant eingehalten. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,09 µm erhalten. Das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis beträgt 0,14. Die Emulsion wird bei 40°C ultrafiltriert, gewaschen und mit so viel Gelatine und Wasser redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,3 beträgt und die Emulsion pro kg 200 g AgCl enthält. Nach der Redispergierung beträgt die Korngröße 0,12 µm.

    Herstellung von Mikratemulsion EmM2:



    [0071] wie EmM1, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich 570 µg K2IrCl6 in die Lösung 02 gegeben wird. Die Emulsion enthält 20 nmol Ir4+ pro mol AgCl.

    Herstellung von Mikratemulsion EmM3:



    [0072] wie EmM2, jedoch wird die Menge K2IrCl6 in Lösung 02 auf 28,5 mg erhöht.. Die Emulsion enthält 1 mmol Ir4+ pro mol AgCl.

    Herstellung von Mikratemulsion EmM4:



    [0073] wie EmM1, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich 1140 µg K2IrCl6 in die Lösung 02 gegeben werden.

    Herstellung von Mikratemulsion EmM5:



    [0074] wie EmM1, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich 20,4 g KI in die Lösung 02 gegeben werden.

    Herstellung von Mikratemulsion EmM6:



    [0075] wie EmM1, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich 1140 µg K2IrCl6 und 20,4 g KI in die Lösung 02 gegeben werden.

    1. Blauempfindliche Emulsionen EmB1-EmB10


    EmB1



    [0076] Es werden die folgenden Lösungen mit demineralisiertem Wasser angesetzt:
    Lösung 11 1100 g Wasser
    136 g Gelatine
    1 g n-Decanol
    4 g NaCl
    65 g EmM1
    Lösung 12 1860 g Wasser
    360 g NaCl
    57 µg K 2 IrCl 6
    Lösung 13 1800 g Wasser
    1000 g AgNO 3


    [0077] Lösungen 12 und 13 werden bei 50°C im Lauf von 150 Minuten bei einem pAg von 7,7 gleichzeitig unter intensivem Rühren zu der in dem Fällungskessel vorgelegten Lösung 11 gegeben. Die Kontrolle von pAg- und pH-Wert erfolgt wie bei der Fällung der Emulsion (EmM1). Der Zulauf wird so geregelt, daß in den ersten 100 Minuten die Zulaufgeschwindigkeit der Lösung 13 linear von 2 ml/min bis 18 ml/min steigt und in den restlichen 50 Minuten mit konstanter Zulaufgeschwindigkeit von 20 ml/min gefahren wird. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,71 µm erhalten. Die Emulsion enthält 10 nmol Ir4+ pro mol AgCl. Das Gelatine / AgNO3- (die Menge von AgCl in der Emulsion wird im folgenden auf AgNO3 umgerechnet) Gewichtsverhältnis beträgt 0,14. Die Emulsion wird ultrafiltriert, gewaschen und mit so viel Gelatine und Wasser redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt und die Emulsion pro kg 200 g AgNO3 enthält.

    [0078] Die Emulsion wird bei einem pH von 0,53 mit einer optimalen Gold(III)chlorid- und Na2S2O3-Menge bei einer Temperatur von 50°C 2 Stunden gereift. Nach der chemischen Reifung wird pro mol AgCl die Emulsion bei 40°C mit 30 mmol der Verbindung (Sens B) spektral sensibilisiert, mit 0,4 mmol der Verbindung (Stab 1) stabilisiert und anschließend mit 0,006 Mol KBr versetzt.




    EmB2



    [0079] Fällung, Entsalzung, Redispergierung, chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1, jedoch mit dem Unterschied, daß vor dem Start der Fällung 100 mg des Bisthioethers I-9 der Lösung 11 zugegeben werden.

    EmB3



    [0080] Wie EmB2 jedoch mit den Unterschieden:

    1. Vor dem Start der Fällung enthält die in dem Fällungskessel vorgelegte Lösung 11 keine Verbindung I-9 und die Lösung 12 kein K2IrCl6.

    2. Die Zugabe von 100 mg der Verbindung I-9 in den Fällungskessel und die Zugabe von 57 µg K2IrCl6 in die Lösung 12 erfolgen erst 10 Minuten nachdem 50 % der Lösung 13 zudosiert worden sind.



    [0081] Entsalzung und Redispergierung erfolgen wie bei EmB1. Die Korngröße nach der Redispergierung beträgt 0,72 µm. Die äußerste Zone unterscheidet sich von den inneren Zonen dadurch, daß sie 20 nmol Ir4+ pro mol AgCl enthält und daß durch die Verbindung I-9 Reduktionskeime erzeugt werden. Chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1.

    EmB4



    [0082] Die Herstellung der Emulsion erfolgt durch Umlösung der Mikratemulsion EmM2 auf eine Vorfällung EmV1.

    Herstellung der Vorfällung EmV1: (Dotierungsfreie Vorfällung)



    [0083] wie EmB1 jedoch mit den Unterschieden:

    1. Lösung 12 enthält kein K2IrCl6

    2. Verdoppelung der Menge der Zusätze in Lösung 11

    3. Die Zulaufgeschwindigkeit der Lösung 13 steigt linear von 4 ml/min bis 36 ml/min an, so daß die Fällung innerhalb 100 Minuten abgeschlossen ist. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,56 µm erhalten. Das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis beträgt 0,144. Die Emulsion wird ultrafiltriert, gewaschen und mit so viel Gelatine redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt.


    Herstellung von EmB4:



    [0084] 2,5 kg der Vorfällung EmV1 (entspricht 500 g AgNO3) werden in einem Fällungskessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. 2,5 kg EmM2 (entspricht 500 g AgNO3) werden in einem mit einem Rührer versehenen Einlaufkessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. Unter intensivem Rühren der Vorfällung EmV1 werden 100 mg der Verbindung 1-9 zugegeben. Nach 5 Minuten wird die Mikratemulsion EmM2 mit konstanter Geschwindigkeit innerhalb von 50 Minuten zudosiert. Nach 10 Minuten wird die Emulsion mit so viel Gelatine redispergiert, daß das Gelating/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt. Es wird eine AgCI-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,72 µm erhalten. Chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1.

    EmB5



    [0085] Die Herstellung der Emulsion erfolgt wie bei der EmB4, jedoch werden vor der Umlösung der Mikratemulsion EmM2 auf die Vorfällung EmV1 statt Verbindung I-9 100 ml 20 gew.-%ige wäßrige NaCl-Lösung zugegeben. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,70 µm erhalten. Chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1.

    EmB6



    [0086] Die Herstellung der Emulsion erfolgt wie bei der EmB4, jedoch mit den Unterschieden:

    1. Die Vorfällung EmV1 enthält 114 mg K2IrCl6 (= 20 nmol K2IrCl6 pro mol Ag).

    2. Als Mikratemulsion für die Umlösung wird EmM1 statt EmM2 genommen.



    [0087] Die Emulsion enthält 20 nmol Ir4+. Im Kern und in der Hülle werden durch die Verbindung I-9 Reduktionskeime erzeugt.

    EmB7



    [0088] Fällung, Entsalzung, Redispergierung, chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1, jedoch mit dem Unterschied, daß zusätzlich 1,02 g KI in die Lösung 12 gegeben werden. Die Korngröße beträgt 0,72 µm.

    EmB8



    [0089] Wie EmB7, jedoch mit dem Unterschied, daß die Zugabe von 57µg K2IrCl6, 1,02 g KI und 100 mg der Verbindung I-9 erst erfolgt, nachdem 75 % der Lösung 13 zudosiert worden sind. Die Korngröße nach der Redispergierung beträgt 0,72 µm.

    EmB9



    [0090] Wie EmB8, jedoch werden die Lösungen 12 und 13 wie folgt geteilt:
    Lösung 22 1395 g Wasser
    270 g NaCl
    1,02 g KI
    57 µg K2IrCl6
    Lösung 23 1350 g Wasser
    750 g AgNO3
    Lösung 24 465 g Wasser
    90 g NaCl
    Lösung 25 450 g Wasser
    250 g AgNO3


    [0091] Der erste Einlauf erfolgt mit den Lösungen 22 und 23. Der zweite Einlauf erfolgt mit den Lösungen 24 und 25. Die Zulaufgeschwindigkeit gleicht der für EmB1. 10 Minuten vor dem Start des zweiten Einlaufs wurde 100 mg der Verbindung I-9 dem Fällungskessel zugegeben. Die Korngröße nach der Redispergierung beträgt 0,72 µm.

    EmB10



    [0092] wie EmB8 jedoch mit dem Unterschied, daß kein K2IrCl6 in die Lösung 12 zugegeben wird. Die Korngröße nach der Redispergierung beträgt 0,71 µm.

    Herstellung der blauempfindlichen Umlöseemulsionen EmB11-EmB18



    [0093] Die Herstellung der Emulsionen erfolgt durch Umlösung der Mikratemulsionen auf eine Vorfällung.

    Herstellung von den Vorfällungen EmV2-EmV6


    1.1 EmV2



    [0094] wie EmB1 jedoch mit den Unterschieden:

    1) Lösung 12 enthält keine K2IrCl6-Verbindung

    2) Die Menge der Zusätze in Lösung 11 wird um 35 % erhöht

    3) Die Zulaufgeschwindigkeit der Lösung 13 steigt linear von 4 ml/min bis 36 ml/min an, so daß die Fällung innerhalb 100 Minuten abgeschlossen ist. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,64 µm erhalten. Das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis beträgt 0,144. Die Emulsion wird ultrafiltriert, gewaschen und mit so viel Gelatine redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt.


    1.2 EmV3



    [0095] wie EmV2, jedoch Zusatz von 1,36 g KI in die Lösung 12.

    1.3 EmV4



    [0096] wie EmV2, jedoch Zusatz von 76 µg K2IrCl6 in die Lösung 12.

    1.4 EmV5



    [0097] wie EmV2, jedoch Zusatz von 76 µg K2IrCl6 und 1,36 g KI in die Lösung 12.

    1.5 EmV6



    [0098] wie EmV2, jedoch Zusatz von 760 Mg K2IrCl6 und 13,6 g KI in die Lösung 12.

    Herstellung der blauempfindlichen Umlöseemulsion EmB11-B18


    Herstellung EmB11



    [0099] 900 g der Vorfällung EmV2 (entspricht 180 g AgNO3) werden in einem Fällungskessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. 300 g Mikratemulsion EmM1 (entspricht 60 g AgNO3) werden in einem mit einem Rührer installierten Einlaufkessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. Unter intensivem Rühren der Vorfällung EmV2 werden 95 mg der Verbindung I-9 zugegeben. Nach 5 Minuten Pause wird die Mikratemulsion EmM1 bei einer konstanten Geschwindigkeit innerhalb von 20 Minuten zudosiert. Nach 10 Minuten Pause wird die Emulsion mit so viel Gelatine redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,73 µm erhalten. Chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmB1.

    Herstellung EmB12



    [0100] wie EmB11, aber mit Vorfällung EmV3 statt EmV2.

    Herstellung EmB13



    [0101] wie EmB11, aber mit Vorfällung EmV5 statt EmV2.

    Herstellung EmB14



    [0102] wie EmB11, aber mit Mikratemulsion EmM5 statt EmM1.

    Herstellung EmB15



    [0103] wie EmB15, aber mit Vorfällung EmV4 statt EmV2.

    Herstellung EmB16



    [0104] wie EmB11, aber mit Mikratemulsion EmM6 statt EmM1.

    Herstellung EmB17



    [0105] wie EmB17, aber mit Vorfällung EmV4 statt EmV2.

    Herstellung EmB18



    [0106] wie EmB17, aber mit Vorfällung EmV6 statt EmV2.

    [0107] Nachstehend folgt eine Darstellung der blauempfindlichen Emulsionen B1 und B7 bis B19 hinsichtlich Kornaufbau und Dotierung.
    Emulsion Zonen∗ Herstellung aus Dotierung Ir4+ (nmol/Mol Ag) Dotierung AgI (mmol/Mol Ag) Anteil der Zonen am Gesamt-Korn
    B 1 1 EmM1 0 0 1,3 %
    2 Doppeleinlauf 10 0 98,7 %
    B 7 1 EmM1 0 0 1,3 %
    2 Doppeleinlauf 10 1 98,7 %
    B 8 1 EmM1 0 0 1,3 %
    2 Doppeleinlauf 0 0 74 %
    3 Doppeleinlauf 40 4 24,7 %
    B 9 1 EmM1 0 0 1,3 %
    2 Doppeleinlauf 13,3 1,33 74 %
    3 Doppeleinlauf 0 0 24,7 %
    B 10 1 EmM1 0 0 1,3 %
    2 Doppeleinlauf 0 0 74 %
    3 Doppeleinlauf 0 4 24,7 %
    B 11 1 EmM1 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 0 0 74,025 %
    3 Umlösung 0 0 25 %
    B 12 1 EmM1 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 0 1,33 74,025 %
    3 Umlösung 0 0 25 %
    B 13 1 EmM1 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 13,3 1,33 74,025 %
    3 Umlösung 0 0 25 %
    B 14 1 EmM5 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 0 0 74,025 %
    3 Umlösung 0 4 25 %
    B 15 1 EmM5 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 13,3 0 74,025 %
    3 Umlösung 0 4 25 %
    B 16 1 EmM6 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 0 0 74,025 %
    3 Umlösung 40 4 25 %
    B 17 1 EmM6 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 13,3 0 74,025 %
    3 Umlösung 40 4 25 %
    B 18 1 EmM6 0 0 0,975 %
    2 Doppeleinlauf 133 13,3 74,025 %
    3 Umlösung 40 4 25 %
    ∗ niedrigste Nummer: innere Zone
    höchste Nummer: äußere Zone

    2. Grünempfindliche Emulsionen EmG1 - EmG2


    EmG1



    [0108] Es werden die folgenden Lösungen mit demineralisiertem Wasser angesetzt:
    Lösung 21 1100 g Wasser
    136 g Gelatine
    1 g n-Decanol
    4 g NaCl
    186 g EmM1
    Lösung 22 1860 g Wasser
    3600 g NaCl
    57 µg K2IrCl6
    Lösung 23 1800 g Wasser
    1000 g AgNO3
    4,8 mg HgCl2


    [0109] Lösungen 22 und 23 werden bei 40°C im Lauf von 75 Minuten bei einem pAg von 7,7 gleichzeitig unter intensivem Rühren zu der in dem Fällungskessel vorgelegten Lösung 21 gegeben. Die Kontrolle von pAg- und pH-Wert erfolgt wie bei der Fällung der Emulsion EmM1. Der Zulauf wird so geregelt, daß in den ersten 50 Minuten die Zulaufgeschwindigkeit der Lösung 23 linear von 4 ml/min bis 36 ml/min ansteigt und in den restlichen 25 Minuten mit einer konstanten Zulaufgeschwindigkeit von 40 ml/min gefahren wird. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,50 µm erhalten. Die Emulsion enthält 10 nmol Ir4+ und 3 µmol HgCl2 pro mol AgCl. Das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis beträgt 0,14. Die Emulsion wird ultrafiltriert, gewaschen und mit so viel Gelatine und Wasser redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt und die Emulsion pro kg 200 g AgNO3 enthält.

    [0110] 2,5 kg der Emulsion (entspricht 500 g AgNO3) wird bei einem pH von 0,53 mit einer optimalen Gold(III)chlorid- und Na2S2O3-Menge bei einer Temperatur von 60°C 2 Stunden gereift. Nach der chemischen Reifung wird pro mol AgCl der Emulsion bei 50°C mit 40 mmol der Verbindung (Sens G) spektral sensibilisiert, mit 0,4 mmol der Verbindung (Stab1) und 0,4 mmol der Verbindung (Stab 2) und 0,4 mmol der Verbindung (Stab 3) stabilisiert und anschließend mit 0,01 mol KBr versetzt.




    EmG2



    [0111] 2,5 kg der Emulsion EmG1 (entspricht 500 g AgNO3) werden in einem Fällungskessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. 250 g EmM3 (entspricht 50 g AgNO3) werden in einem mit einem Rührer versehenen Einlaufkessel vorgelegt und bei 40°C aufgeschmolzen. Unter intensivem Rühren der Emulsion EmG1 wird EmM3 bei einer konstanten Geschwindigkeit innerhalb von 5 Minuten zudosiert. Nach 10 Minuten wird die Emulsion mit so viel Gelatine redispergiert, daß das Gelatine/AgNO3-Gewichtsverhältnis 0,56 beträgt. Es wird eine AgCl-Emulsion mit dem mittleren Teilchendurchmesser von 0,52 µm erhalten. Chemische Reifung, spektrale Sensibilisierung und Stabilisierung erfolgen wie bei EmG1.

    Rotempfindliche Emulsion EmR1



    [0112] Fällung, Entsalzung und Redispergierung erfolgen wie bei der grünempfindlichen Emulsion EmG1. Nach der chemischen Reifung mit einer optimalen Menge Gold(III)chlorid und Na2S2O3 bei einer Temperatur von 60°C wird die Emulsion bei 40°C mit 50 µmol der Verbindung (Sens R) spektral sensibilisiert und mit 954µmol (Stab 4) und 2,24 mmol (Stab 2) pro mol AgNO3 stabilisiert. Anschließend werden 0,003 mol KBr zugesetzt.





    [0113] Die Art und Menge der Dotierung der Silberhalogenidemulsionen folgt aus Tabelle 1. Die Zonen werden von innen nach außen numeriert.
    Tabelle 1
    Emulsion Zahl der Zonen Dotierung Anteil der Zone am Korn
    B-1 1 10 nmol Ir4+/mol AgCl 100 %
    B-2 1 10 nmol Ir4+/mol AgCl 100 %
    B-3 2 Zone 1 - 50 %
        Zone 2: 20 nmol Ir4+/mol AgCl 50%
    B-4 2 Zone 1 - 50 %
        Zone 2: 20 nmol Ir4+/mol AgCl 50 %
    B-5 2 Zone 1 - 50 %
        Zone 2: 20 nmol Ir4+/mol AgCl 50 %
    B-6 2 Zone 1: 20 nmol Ir4+/mol AgCl 50 %
        Zone 2 - 50 %
    G 1 1 10 nmol Ir4+ und 3 µmol Hg2+/mol AgCl 100 %
    G 2 2 Zone 1: 10 nmol Ir4+ und 3 µmol Hg2+/mol AgCl 90,9%
        Zone 2: 1000 nmol Ir4+/mol AgCl 9,1%
    R 1 1 10 nmol Ir4+ und 3 µmol Hg2+/mol AgCl 100 %

    Schichtaufbauten



    [0114] Ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial wurde hergestellt, indem auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem Papier die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen wurden. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO3 angegeben.

    Schichtaufbau 1



    [0115] 

    1. Schicht (Substratschicht):
    0,3 g Gelatine

    2. Schicht (blauempfindliche Schicht):

    EmB1 aus 0,40 g AgNO3

    0,635 g Gelatine

    0,55 g Gelbkuppler V-1

    0,38 g Trikresylphosphat (TKP)

    3. Schicht (Zwischenschicht):

    1,1 g Gelatine

    0,08 g Scavenger SC

    0,02 g Weißkuppler WK

    0,1 g TKP

    4. Schicht (grünempfindliche Schicht):

    EmG1 aus 0,23 g AgNO3

    1,2 g Gelatine

    0,23 g Purpurkuppler III-1

    0,23 g Farbstabilisator ST-3

    0,17 g Farbstabilisator ST-4

    0,23 g TKP

    5. Schicht (UV-Schutzschicht):

    1,1 g Gelatine

    0,08 g SC

    0,02 g WK

    0,6 g UV-Absorber UV

    0,1 g TKP

    6. Schicht (rotempfindliche Schicht):

    EmR-1 aus 0,26 g AgNO3 mit

    0,75 g Gelatine

    0,40 g Blaugrünkuppler VI-2

    0,36 g TKP

    7. Schicht (UV-Schutzschicht):

    0,35 g Gelatine

    0,15 g UV

    0,075 g TKP

    8. Schicht (UV-Schutzschicht):

    0,9 g Gelatine

    0,3 g Härtungsmittel HM


    Schichtaufbau 2:



    [0116] wie Schichtaufbau 1, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB2 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 3:



    [0117] wie Schichtaufbau 1, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB3 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 4:



    [0118] wie Schichtaufbau 1, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB4 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 5:



    [0119] wie Schichtaufbau 1, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB5 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 6:



    [0120] wie Schichtaufbau 1, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB6 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 7:



    [0121] wie Schichtaufbau 1, jedoch die grünempfindliche Emulsion in 4. Schicht ist EmG2 mit 0,23 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 8:



    [0122] wie Schichtaufbau 1, jedoch mit 0,15 g Gelbkuppler V-54 und 0,40 g Gelbkuppler V-52 anstelle von 0,55 g Gelbkuppler V-1; und mit 0,23 g Purpurkuppler III-2 anstelle von 0,23 g Purpurkuppler III-1.

    Schichtaufbau 9:



    [0123] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB7 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 10:



    [0124] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB8 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 11:



    [0125] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB9 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 12:



    [0126] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB10 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 13:



    [0127] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB11 mit 0,4 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 14:



    [0128] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB12 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 15:



    [0129] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB13 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 16:



    [0130] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB14 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 17:



    [0131] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB15 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 18:



    [0132] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB16 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 19:



    [0133] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB17 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    Schichtaufbau 20:



    [0134] wie Schichtaufbau 8, jedoch die blauempfindliche Emulsion in 2. Schicht ist EmB18 mit 0,40 g AgNO3/m2.

    [0135] In Schichtaufbau 1 bis 20 erstmals verwendete Verbindungen:












    Verarbeitung:


    Konventionelle (integrale) Belichtung:



    [0136] Die Proben wurden hinter einem graduierten Graukeil mit einer Dichteabstufung von 0,1 / Stufe 5 ms, 40 ms, 5 s und 40 s mit einer konstanten Lichtmenge belichtet und im Prozeß AP 94 wie folgt verarbeitet:
    a) Farbentwickler - 45 s - 35°C
    Triethanolamin 9,0 g
    N,N-Diethylhydroxylamin 4,0 g
    Diethylenglykol 0,05 g
    3-Methyl-4-amino-N-ethyl-N-methansulfonamidoethyl-anilin-sulfat 5,0 g
    Kaliumsulfit 0,2 g
    Triethylenglykol 0,05 g
    Kaliumcarbonat 22 g
    Kaliumhydroxid 0,4 g
    Ethylendiamintetraessigsäure-di-Na-Salz 2,2 g
    Kaliumchlorid 2,5 g
    1,2-Dihydroxybenzol-3,4,6-trisulfonsäuretrinatriumsalz 0,3 g
    auffüllen mit Wasser auf 1 000 ml; pH 10,0

    b) Bleichfixierbad - 45 s - 35°C
    Ammoniumthiosulfat 75 g
    Natriumhydrogensulfit 13,5 g
    Ammoniumacetat 2,0 g
    Ethylendiamintetraessigsäure (Eisen-Ammonium-Salz) 57 g
    Ammoniak 25 %ig 9,5 g
    auffüllen mit Essigsäure auf 1 000 ml; pH 5,5

    c) Wässern - 2 min - 33°C
    d) Trocknen

    [0137] Die Ergebnisse der Analogbelichtung sind in Form der folgenden Parameter dargestellt:
    Dmin:
    Dichte im Bereich der Farbdichtekurve im nicht belichteten Bereich
    Empfindlichkeit E:
    Abszisse zur Dichte = 0,6 Als Abszissenwert wird die Dichte des Vorlagekeils angegeben (relativer Empfindlichkeitswert)
    Gamma-Wert G1:
    Schwellengradation: ist die Steigung der Sekante zwischen dem Empfindlichkeitspunkt mit der Dichte D = Dmin + 0,10 und dem Kurvenpunkt mit der Dichte D = Dmin+ 0,85.
    Gamma-Wert G2:
    Schultergradation: ist die Steigung der Sekante zwischen dem Empfindlichkeitspunkt mit der Dichte D = Dmin + 0,85 und dem Kurvenpunkt mit der Dichte D = Dmin+ 1,60.
    Dmax:
    Dichte im Bereich des horizontalen Verlaufs der Farbdichtekurve bei Überbelichtung.

    Laser-Belichtung:



    [0138] Die Proben wurden im eingangs genannten Laser-Belichter mit dem Rasterstufenkeil und dem Vollstufenkeil belichtet:
    Rot: minimal: 0,7 nW
    maximal: 25 µW
    Grün: minimal: 1 nW
    maximal: 2 µW
    Blau: minimal: 1 nW
    maximal: 5 µW


    [0139] Die Verarbeitung erfolgt wie bei der Analogbelichtung.

    [0140] Die Ergebnisse der Laser-Belichtungen ist in Form der folgenden Parameter dargestellt:
    DF (rot):
    Die nutzbare Blaugrün-Maximaldichte bei einer tolerierbaren Linienverbreitung gemäß Abbildung (3) und Gleichung (3)
    DF (grün):
    wie DF (rot) aber für Purpur-Farbdichte
    DF (blau):
    wie DF (rot) aber für Gelb-Farbdichte

    Solarisation:



    [0141] Durchführung: Die unverarbeiteten Proben aus den Schichtaufbauten 1 bis 7 wurden unter Sonnenlicht (Sommerzeit Europa) 0,0h, 0,5h, 1h, 2h, 16h und 48h belichtet. Die belichteten Proben wurden im Prozeß AP 94 verarbeitet. Anschließend wurden die Gelb-, Purpur- und Blaugrün-Farbdichten anhand X-Rite (Status A) gemessen.

    [0142] Die Ergebnisse sind in den Tabellen 2a, 2b, 3a, 3b, 4a, 4b, 5a und 5b wiedergegeben.

    Ergebnisse:



    [0143] 
    Tabelle 2a
    Schichtaufbau empfindliche Schicht Solarisation Ausnutzbare DF bei Laser-Belichtung Bemerkung
        (0,5 h-0,0h) (1h-0,0h) (2h-0,0h) (16h-0,0h) (48h-0,0h)    
                  DF (Blau)  
    1 Gelb -0,00 -0,01 -0,01 -0,00 -0,03 1,90 Vergleich
    2 Gelb -0,00 -0,00 -0,00 -0,01 -0,02 1,95 Vergleich
    3 Gelb -0,00 -0,18 -0,25 -0,51 -0,02 2,05 Erfindung
    4 Gelb -0,00 -0,30 -0,45 -0,72 -0,05 2,10 Erfindung
    5 Gelb -0,00 -0,23 -0,34 -0,60 -0,03 2,13 Erfindung
    6 Gelb -0,00 -0,26 -0,38 -0,64 -0,02 2,12 Erfindung
    Tabelle 2b
    Schichtaufbau empfindliche Schicht Solarisation Ausnutzbare DF bei LaserBelichtung Bemerkung
        (0,5 h-0,0h) (1h-0,0h) (2h-0,0h) (16h-0,0h) (48h-0,0h)    
                  DF (Grün)  
    1 Purpur -0,00 -0,00 -0,00 -0,01 +0,01 2,28 Vergleich
    7 Purpur -0,00 -0,05 -0,10 -0,18 -0,02 2,37 Erfindung


    [0144] Es wird deutlich, daß Materialien mit Solarisationseigenschaft eine höhere ausnutzbare Farbdichte bei Laser-Belichtung erreichen.
    Tabelle 3a
    Schichtaufbau empfindliche Schicht Gamma 1 bei Belichtungszeit Gamma 2 bei Belichtungszeit Bemerkung
        5 msec 40 msec 5 sec 5 msec 40 msec 5 sec  
    1 Gelb 1,65 1,80 1,78 2,62 3,00 2,98 Vergleich
    2 Gelb 1,63 1,75 1,76 2,57 2,80 2,82 Vergleich
    3 Gelb 1,73 1,76 1,76 2,75 2,85 2,85 Erfindung
    4 Gelb 1,74 1,76 1,76 2,87 2,90 2,90 Erfindung
    5 Gelb 1,75 1,77 1,77 2,90 2,95 2,95 Erfindung
    6 Gelb 1,72 1,76 1,77 2,83 2,89 2,88 Erfindung
    Tabelle 3b
    Schichtaufbau empfindliche Schicht Gamma 1 bei Belichtungszeit Gamma 2 bei Belichtungszeit Bemerkung
        5 msec 40 msec 5 sec 5 msec 40 msec 5 sec  
    1 Purpur 1,75 1,82 1,78 2,90 3,20 3,05 Vergleich
    7 Purpur 1,81 1,84 1,82 3,18 3,22 3,17 Erfindung


    [0145] Es wird deutlich, daß Materialien mit Solarisationseigenschaft ein besseres Schwarzschildverhalten hinsichtlich Gamma 1 und Gamma 2 besitzen.
    Tabelle 4a
    Schichtaufbau Blauempfindliche Schicht Solarisation Ausnutzbare DF bei Laser-Belichtung Bemerkung
        (0,5 h-0,0h) (1 h-0,0h) (2 h-0,0h) (16 h-0,0h) (48 h-0,0h) DF (Rot) DF (Grün) DF (Blau)  
    8 EmB 1 -0,00 -0,01 -0,01 -0,00 -0,04 2,47 2,38 1,95 Vergleich
    9 EmB 7 -0,00 -0,00 -0,00 -0,01 -0,03 2,46 2,39 2,00 Vergleich
    10 EmB 8 -0,00 -0,16 -0,25 -0,40 -0,02 2,48 2,41 2,25 Erfindung
    11 EmB 9 -0,00 -0,15 -0,20 -0,32 -0,05 2,47 2,42 2,20 Erfindung
    12 EmB 10 -0,00 -0,22 -0,38 -0,40 -0,03 2,46 2,44 2,15 Erfindung
    Tabelle 4b
    Schichtaufbau Blauempfindliche Schicht Solarisation Ausnutzbare DF bei Laser-Belichtung Bemerkung
        (0,5 h-0,0h) (1 h-0,0h) (2 h-0,0h) (16 h-0,0h) (48 h-0,0h) DF (Rot) DF (Grün) DF (Blau)  
    13 EmB 11 -0,00 -0,01 -0,01 -0,00 -0,03 2,44 2,38 1,90 Vergleich
    14 EmB 12 -0,00 -0,00 -0,25 -0,51 -0,02 2,43 2,40 2,00 Erfindung
    15 EmB 13 -0,00 -0,30 -0,35 -0,62 -0,05 2,47 2,42 2,05 Erfindung
    16 EmB 14 -0,00 -0,13 -0,24 -0,50 -0,03 2,46 2,43 2,08 Erfindung
    17 EmB 15 -0,00 -0,12 -0,34 -0,60 -0,03 2,44 2,44 2,15 Erfindung
    18 EmB 16 -0,00 -0,15 -0,37 -0.60 -0,02 2,43 2,47 2,20 Erfindung
    19 EmB 17 -0,00 -0,18 -0,25 -0,51 -0,02 2,45 2,50 2,28 Erfindung
    20 EmB 18 -0,00 -0,30 -0.45 -0,72 -0,05 2,47 2,46 2,20 Erfindung


    [0146] Es wird deutlich, daß Materialien mit Solarisationseigenschaft eine höhere ausnutzbare Farbdichte bei Laser-Belichtung erreichen.
    Tabelle 5a
    Schichtaufbau Blauempfindliche Emulsion Gamma 1 bei Belichtungszeit Gamma 2 bei Belichtungszeit Bemerkung
        5 msec 40 msec 5 sec 5 msec 40 msec 5 sec  
    8 EmB1 1,65 1,80 1,76 2,63 3,01 2,98 Vergleich
    9 EmB7 1,62 1,75 1,76 2,82 3,05 3,05 Vergleich
    10 EmB8 1,79 1,81 1,80 3,20 3,30 3,30 Erfindung
    11 EmB9 1,76 1,78 1,76 3,22 3,25 3,25 Erfindung
    12 EmB10 1,74 1,75 1,77 3,10 3,15 3,15 Erfindung
    Tabelle 5b
    Schichtaufbau Blauempfindliche Schicht Gamma 1 bei Belichtungszeit Gamma 2 bei Belichtungszeit Bemerkung
        5 msec 40 msec 5 sec 5 msec 40 msec 5 sec  
    13 EmB11 1,65 1,80 1,78 2,62 3,00 2,95 Vergleich
    14 EmB12 1,73 1,78 1,80 3,12 3,15 3,20 Erfindung
    15 EmB13 1,74 1,76 1,78 3,10 3,12 3,14 Erfindung
    16 EmB14 1,78 1,80 1,78 3,15 3,15 3,19 Erfindung
    17 EmB15 1,75 1,75 1,78 3,17 3,18 3,20 Erfindung
    18 EmB16 1,81 1,81 1,80 3,29 3,28 3,27 Erfindung
    19 EmB17 1,85 1,83 1,82 3,45 3,40 3,40 Erfindung
    20 EmB18 1,81 1,82 1,80 3,25 3,25 3,25 Erfindung


    [0147] Es wird deutlich, daß Materialien mit Solarisationseigenschaft ein besseres Schwarzschildverhalten hinsichtlich Gamma 1 und Gamma 2 besitzen.


    Ansprüche

    1. Farbfotografisches, negativ entwickelndes Silberhalogenidmaterial mit einem Träger und wenigstens einer blauempfindlichen, wenigstens einen Gelbkuppler enthaltenden Silberhalogenidemulsionsschicht, wenigstens einer grünempfindlichen, wenigstens einen Purpurkuppler enthaltenden Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer rotempfindlichen, wenigstens einen Blaugrünkuppler enthaltenden Silberhalogenidemulsionsschicht, deren Silberhalogenide zu wenigstens 95 mol-% aus AgCl bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht bei Analogbelichtung Solarisation aufweist.
     
    2. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht eine Silberhalogenidemulsion enthält, deren Körner aus mindestens zwei unterschiedlich gefällten Zonen besteht und das Silber-Verhältnis der äußeren Zone zu dem restlichen Silber der Körner 1/24 bis 6/1 beträgt.
     
    3. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste Zone durch Umlösung einer Mikratemulsion auf die vorher erzeugte Vorfällung hergestellt wird.
     
    4. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Zone der genannten Silberhalogenidemulsion mit wenigstens einem Metall aus der Gruppe VIII oder IIB des Periodensystems der Elemente oder mit Re, Au, Pb oder T1 dotiert wird.
     
    5. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Umlösemittel für die Rekristallisation der Mikratemulsion ein Bisthioether oder/und eine NaCl-Lösung verwendet wird.
     
    6. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bisthioether der Formel I entspricht

    worin

    R1   einen Alkyl-, Alkenyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest mit nicht mehr als 8 C-Atomen oder -C(R6, R7)-C(R8, R9)-(CH2)nNHCONHR10,

    R2 bis R9, H   oder Alkyl mit nicht mehr als 3 C-Atomen oder paarweise die Glieder eines Fünf- oder Sechsringes,

    R10   Wasserstoff oder einen Substituenten und

    n   0 oder 1 bedeuten.


     
    7. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Purpurkuppler den Formeln III oder IV entspricht

    worin

    R31, R32, R33 und R34   unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Aryl, Aroxy, Alkylthio, Arylthio, Amino, Anilino, Acylamino, Cyano, Alkoxycarbonyl, Alkylcarbamoyl oder Alkylsulfamoyl, wobei diese Reste weiter substituiert sein können und wobei mindestens einer dieser Reste eine Ballastgruppe enthält, und

    Y   einen von Wasserstoff verschiedenen, bei der chromogenen Kupplung abspaltbaren Rest (Fluchtgruppe) bedeuten.


     
    8. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Gelbkuppler der Formel V entspricht

    in welcher

    R51, R52, R53   unabhängig voneinander Alkyl bedeuten oder R52 und R53 gemeinsam einen drei- bis sechsgliedrigen Ring bilden;

    R54   Alkyl, Alkoxy oder Halogen,

    R55   Halogen, Alkyl, Alkoxy, Aryloxy, Alkoxycarbonyl, Alkylsulfonyl, Alkylcarbamoyl, Arylcarbamoyl, Alkylsulfamoyl, Arylsulfamoyl;

    Z1   -O-, -NR56-;

    Z2   -NR57- oder-C(R58)R59-;

    R56, R57, R58 und R59   unabhängig voneinander Wasserstoff oder Alkyl bedeuten.


     
    9. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Blaugrünkuppler einer der Formeln VI, VII und VIII entspricht

    worin

    R61, R62, R63 und R64   unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl bedeuten;

    in der

    R71 und R72   unabhängig voneinander für eine elektronenziehende Gruppe stehen,

    X71   für H oder eine bei der Reaktion mit Entwickleroxidationsprodukt abspaltbare Gruppe steht,

    Y71   für eine Gruppe zur Vervollständigung eines stickstoffhaltigen Heterocyclus steht, mit der Maßgabe, daß eine durch R72 dargestellte Gruppe an ein Kohlenstoffatom des Heterocyclus gebunden ist,

    n   für 1 oder 2 steht;

    worin

    R81   Wasserstoff oder einen Substituenten,

    X81   ein Wasserstoffatom oder eine Abspaltgruppe und

    Y81   OR82 oder

    bedeuten, wobei

    R82   

    R83   Alkyl,

    R84   Wasserstoff oder oder R83.

    R85, R86, R88 und R89   Wasserstoff oder einen Substituenten,

    R87   einen Substituenten und

    Z81   die restlichen nicht-metallischen Glieder eines 3-bis 8-gliedrigen Ringes bedeuten, wobei Z81 weitersubstituiert sein kann.


     
    10. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Dotierungsmetall Iridium, Rhodium oder Quecksilber verwendet wird.
     
    11. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine innere Zone der Silberhalogenidemulsion mit Hg2+ und eine äußere Zone mit Ir3+, Ir4+ und/oder Rh3+ dotiert ist.
     
    12. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht wenigstens 0,01 mmol AgI pro mol AgCl enthält.
     
    13. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zone, die mit wenigstens einem Metall aus der Gruppe VIII oder IIB des Periodensystems der Elemente dotiert wird, gleichzeitig AgI enthält.
     
    14. Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die AgI-Menge 0,1 bis 20 mmol pro Mol AgCl beträgt.
     


    Claims

    1. Negatively developing colour photographic silver halide material having a support and at least one blue-sensitive silver halide emulsion layer containing at least one yellow coupler, at least one green-sensitive silver halide emulsion layer containing at least one magenta coupler and at least one red-sensitive silver halide emulsion layer containing at least one cyan coupler, at least 95 mol% of the silver halides of which consist of AgCl, characterised in that at least one silver halide emulsion layer exhibits solarisation on analogue exposure.
     
    2. Colour photographic silver halide material according to claim 1, characterised in that at least one silver halide emulsion layer contains a silver halide emulsion, the grains of which consist of at least two differently precipitated zones and the silver ratio of the outer zone to the remaining silver of the grains is 1/24 to 6/1.
     
    3. Colour photographic silver halide material according to claim 2, characterised in that the outermost zone is produced by recrystallising a micrate emulsion onto the previously produced preliminary precipitate.
     
    4. Colour photographic silver halide material according to claim 2, characterised in that at least one zone of the stated silver halide emulsion is doped with at least one metal from group VIII or IIB of the periodic system of elements or with Re, Au, Pb or T1.
     
    5. Colour photographic silver halide material according to claim 3, characterised in that the recrystallisation solvent used for recrystallisation of the micrate emulsion is a bisthioether and/or an NaCI solution.
     
    6. Colour photographic silver halide material according to claim 5, characterised in that the bisthioether is of the formula I

    in which

    R1   means an alkyl, alkenyl, cycloalkyl, aryl or aralkyl radical having no more than 8 C atoms or -C(R6, R7)-C(R8, R9)-(CH2)nNHCONHR10,

    R2 to R9   mean H or alkyl having no more than 3 C atoms or, in pairs, the members of a five- or six-membered ring,

    R10   means hydrogen or a substituent and

    n   means 0 or 1.


     
    7. Colour photographic silver halide material according to claim 1, characterised in that the magenta coupler is of the formulae III or IV

    in which

    R31, R32, R33 and R34   mutually independently mean hydrogen, alkyl, aralkyl, aryl, aroxy, alkylthio, arylthio, amino, anilino, acylamino, cyano, alkoxycarbonyl, alkylcarbamoyl or alkylsulphamoyl, where these radicals may be further substituted and where at least one of these radicals contains a ballast group, and

    Y   means a radical seperable during chromogenic coupling (fugitive group) other than hydrogen.


     
    8. Colour photographic silver halide material according to claim 1, characterised in that the yellow coupler is of the formula V

    in which

    R51, R52, R53   mutually independently mean alkyl or R52 and R53 together form a three- to six-membered ring;

    R54   means alkyl, alkoxy or halogen,

    R55   means halogen, alkyl, alkoxy, aryloxy, alkoxycarbonyl, alkylsulphonyl, alkylcarbamoyl, arylcarbamoyl, alkylsulphamoyl, arylsulphamoyl;

    Z1   means -O-, -NR56-;

    Z2   means -NR57- or -C(R58)R59-;

    R56, R57, R58 and R59   mutually independently mean hydrogen or alkyl.


     
    9. Colour photographic silver halide material according to claim 1, characterised in that the cyan coupler is of the formula VI, VII and VIII

    in which

    R61, R62, R63 and R64   mutually independently mean hydrogen or C1-C6 alkyl;

    in which

    R71 and R72   mutually independently mean an electron withdrawing group,

    X71   means H or a group detachable during the reaction with developer oxidation product,

    Y71   means a group for the completion of a nitrogen-containing heterocycle with the proviso that a group represented by R72 is linked to a carbon atom of said heterocycle, and

    n   means a number 1 or 2;

    in which

    R81   means hydrogen or a substituent,

    X81   means a hydrogen atom or a detachable group, and

    Y81   means OR82 or

    where

    R82   means

    or alkyl,

    R83   means alkyl,

    R84   means hydrogen or R83,

    R85, R86, R88 and R89   means hydrogen or a substituent,

    R87   means a substituent and

    Z81   means the remaining non-metallic members of a 3- to 8-membered ring, it being possible for Z81 to be further substituted.


     
    10. Colour photographic silver halide material according to claim 4, characterised in that iridium, rhodium or mercury is used as the doping metal.
     
    11. Colour photographic silver halide material according to claim 4, characterised in that an inner zone of the silver halide emulsion is doped with Hg2+ and an outer zone with Ir3+, Ir4+ and/or Rh3+.
     
    12. Colour photographic silver halide material according to claim 1, characterised in that at least one silver halide emulsion layer contains at least 0.01 mmol AgI/mol AgCl.
     
    13. Colour photographic silver halide material according to claim 4, characterised in that the zone being doped with at least one metal from group VIII or IIB of the periodic system of elements contains simultaneously AgI.
     
    14. Colour photographic silver halide material according to claim 12, characterised in that the amount of AgI is 0.1 to 20 mmol/mol AgCl.
     


    Revendications

    1. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs, à développement en négatif, comportant un support et au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent sensible au bleu, contenant au moins un coupleur jaune, au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent sensible au vert, contenant au moins un coupleur pourpre, et au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent sensible au rouge, contenant au moins un coupleur bleu, dont les halogénures d'argent consistent à raison d'au moins 95% en moles en AgCl, caractérisé en ce qu'au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent présente une solarisation lors de l'insolation analogue.
     
    2. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent contient une émulsion à halogénure d'argent dont les grains sont constitués d'au moins deux zones précipitées différemment et le rapport de l'argent de la zone externe à l'argent restant des grains va de 1/24 à 6/1.
     
    3. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que la zone externe est produite par recristallisation d'une émulsion pour microphotographie sur le pré-précipité produit au préalable.
     
    4. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins une zone de ladite émulsion à halogénure d'argent est dopée avec au moins un métal du groupe VIII ou IIB du système périodique des éléments ou avec Re, Au, Pb ou T1.
     
    5. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on utilise comme agent de recristallisation pour la recristallisation de l'émulsion pour microphotographie un bis-thioéther et/ou une solution de NaCl.
     
    6. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 5, caractérisé en ce que le bis-thioéther correspond à la formule I

    dans laquelle

    R1 représente un radical alkyle, alcényle, cycloalkyle, aryle ou aralkyle n'ayant pas plus de 8 atomes de carbone, ou -C(R6, R7)-C(R8, R9)-(CH2)nNHCONHR10,

    R2 à R9 représentent H ou un groupe alkyle n'ayant pas plus de 3 atomes de carbone ou représentent par paires les chaînons d'un cycle à cinq ou six chaînons,

    R10 représente un atome d'hydrogène ou un substituant et

    n est 0 ou 1.


     
    7. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coupleur pourpre correspond à la formule III ou IV

    dans lesquelles

    R31, R32, R33 et R34 représentent, indépendamment les uns des autres, un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle, aralkyle, aryle, aroxy, alkylthio, arylthio, amino, anilino, acylamino, cyano, alcoxycarbonyle, alkylcarbamoyle ou alkylsulfamoyle, ces radicaux pouvant être substitués davantage et au moins l'un de ces radicaux contenant une groupe de lestage, et

    Y représente un radical séparable (groupe partant) lors de la copulation chromogène, différent d'un atome d'hydrogène.


     
    8. Matériau à base d'halogénure c'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coupleur jaune correspond à la formule V

    dans laquelle

    R51, R52, R53 représentent, indépendamment les uns des autres, un groupe alkyle, ou R52 et R53 forment ensemble un cycle à 3-6 chaînons,

    R54 représente un atome d'halogène ou un groupe alkyle ou alcoxy,

    R55 représente un atome d'halogène ou un groupe alkyle, alcoxy, aryloxy, alcoxycarbonyle, alkylsulfonyle, alkylcarbamoyle, arylcarbamoyle, alkylsulfamoyle, arylsulfamoyle,

    Z1 représente -O-, -NR56-,

    Z2 représente -NR57 ou -C(R58)R59-,

    R56, R57, R58 et R59 représentent, indépendamment les uns des autres, un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle.


     
    9. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coupleur bleu correspond à l'une des formules VI, VII et VIII

    dans laquelle

    R61, R62, R63 et R64 représentent, indépendamment les uns des autres, un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C1-C6 ;

    dans laquelle

    R71 et R72 représentent, indépendamment l'un de l'autre, un groupe attirant les électrons ,

    X71 représente H ou un groupe séparable lors de la réaction avec le produit d'oxydation du développateur,

    Y71 représente un groupe destiné à compléter un hétérocycle azoté, étant entendu qu'un groupe représenté par R72 est lié à un atome de carbone de l'hétérocycle,

    n représente 1 ou 2 ;

    dans laquelle

    R81 représente un atome d'hydrogène ou un substituant,

    X81 représente un atome d'hydrogène ou un groupe séparable et

    Y81 représente

    OR82. ou,

    R82 représentant

    ou un

    groupe alkyle,

    R83 représentant un groupe alkyle,

    R84 représentant un atome d'hydrogène ou R83,

    R85, R86, R88 et R89 représentant un atome d'hydrogène ou un substituant,

    R87 représentant un substituant et

    Z81 représentant les autres chaînons non métalliques d'un cycle à 3-8 chaînons, Z81 pouvant être substitué davantage.


     
    10. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'on utilise comme métal de dopage l'iridium, le rhodium ou le mercure.
     
    11. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une zone interne de l'émulsion à halogénure d'argent est dopée avec Hg2+ et une zone externe est dopée avec Ir3+, Ir4+ et/ou Rh3+.
     
    12. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une couche d'émulsion à halogénure d'argent contient au moins 0,01 mmole d'AgI par mole d'AgCl.
     
    13. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 4, caractérisé en ce que la zone qui est dopée avec au moins un métal du groupe VIII ou IIB du système périodique des éléments contient en même temps AgI.
     
    14. Matériau à base d'halogénure d'argent pour photographie en couleurs selon la revendication 12, caractérisé en ce que la quantité d'AgI va de 0,1 à 20 mmoles par mole d'AgCl.
     




    Zeichnung