[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von kornorientiertem Elektroblech.
Eine Bramme aus einem Stahl mit (in Masse-%) mehr als 0,005 bis 0,10 % C, 2,5 bis
4,5 % Si, 0,03 bis 0,15 % Mn, mehr als 0,01 bis 0,05 % S, 0,01 bis 0,035 % Al, 0,0045
bis 0,012 % N, 0,02 bis 0,3 % Cu, Rest Fe einschließlich unvermeidbarer Verunreinigungen
wird bei einer Temperatur, die tiefer als die Löslichkeitstemperatur für Mangansulfide,
jedenfalls unter 1320 °C, aber oberhalb der Löslichkeitstemperatur für Kupfersulfide
liegt, durcherwärmt. Im Anschluß daran wird die Bramme mit einer Anfangstemperatur
von mindestens 960 °C und mit einer Endtemperatur im Bereich von 880 bis 1000 °C bis
auf Warmband-Enddicke im Bereich von 1,5 bis 7,0 mm warmgewalzt. Das Warmband wird
dann 100 bis 600 s lang bei einer Temperatur im Bereich von 880 bis 1150 °C geglüht
und mit einer Abkühlrate von größer als 15 K/s abgekühlt. In einem oder mehreren Kaltwalzschritten
wird das Warmband bis auf Enddicke kaltgewalzt. Das Kaltband wird einer rekristallisierenden
Glühung in feuchter Wasserstoff und Stickstoff enthaltender Atmosphäre mit gleichzeitiger
Entkohlung unterworfen. Nach dem beidseitigen Aufbringen eines im wesentlichen MgO
enthaltenden Trennmittels wird das Kaltband hochtemperaturgeglüht und nach dem Aufbringen
einer Isolierbeschichtung schlußgeglüht.
[0002] Ein solches Verfahren ist in der DE 43 11 151 C1 offenbart. Die Absenkung der Brammenvorwärmtemperatur
auf unterhalb der Löslichkeitstemperatur von MnS, in jedem Fall aber unterhalb von
1320 °C, ist durch die Anwendung von Kupfersulfid als wesentlichem Kornwachstumsinhibitor
möglich. Dessen Löslichkeitstemperatur liegt derart tief, daß auch durch die Vorwärmung
bei dieser abgesenkten Temperatur und dem nachfolgenden Warmwalzen in Verbindung mit
der Glühung des warmgewalzten Bandes eine hinreichende Bildung dieser Inhibitorphase
möglich ist. MnS spielt wegen seiner sehr viel höheren Löslichkeitstemperatur als
Inhibitor keine Rolle und AlN, dessen Löslichkeits- und Ausscheidungseigenschaften
zwischen denen von Mn- und Cu-Sulfid liegen, hat nur einen unbedeutenden Anteil an
der Inhibition.
[0003] Bei Anwendung des in DE 43 11 151 C1 offenbarten Verfahrens, bei dem die Inhibition
nicht auf AlN-Partikeln, sondern auf Kupfersulfid beruht, treten jedoch bei Anwendung
dieser Art während der Hochglühung gelegentlich Streuungen beim Ablauf der Texturbildung
(Sekundärrekristallisation) auf. Diese Streuungen wirken sich direkt auf die magnetischen
Werte ungünstig aus.
[0004] Zur Herstellung von kornorientiertem Elektroblech wird die Stahlschmelze üblicherweise
mit einer hinreichend weit, typischerweise 25 °C, oberhalb der Liquidustemperatur
liegenden Temperatur vergossen, woraus sich entsprechende logistische Freiräume ergeben.
[0005] Nach dem Vergießen in der Kokille muß mittels leistungsfähiger Kühlungen in kurzer
Zeit die Temperatur während der Erstarrung im gesamten Volumen auf unterhalb der Solidustemperatur
fallen. Dabei bilden sich feste Keime in der flüssigen Phase. Deren Bildungs- und
Wachstumsrate bestimmen schließlich das Gefüge der fertigen Bramme. Wegen der besonders
kalten Kokillenwand bildet sich dort eine sog. "Strangschale" aus kleinen globulitischen
Körnern aus. Weiter innen jedoch können dendritisch-stengelige Körner mit einem großen
Streckungsfaktor, F
shape entstehen. Fertig erstarrte Brammen zeigen im Querschnitt häufig dendritisch erstarrte
Zonen, die einen Volumenanteil von mehr als 10 % gegenüber dem globulitsch erstarrten
Restgefüge einnehmen können.
[0006] Nach der Weiterverarbeitung solcher Brammen zu Warmband zeigt sich darin eine innere
Struktur, die von diesem dendritischen Gefügeanteil der vormaligen Bramme nachteilig
beeinflußt wird. Das aus einem solchen Warmband über Herstellungsschritte wie Glühen
und Kaltwalzen, z.B. gemäß DE 29 09 500 C2 ("normales HGO") erzeugte Fertigprodukt
zeigt keine Abhängigkeit der magnetischen Eigenschaften von dieser inneren Beschaffenheit
des Warmbandes, die von der Gestaltung des Erstarrungsgefüges herrühren.
[0007] Wird jedoch ein Verfahren zur Herstellung von kornorientiertem Elektroblech durchgeführt,
bei dem zur Vermeidung flüssiger Schlackeanteile auf der Brammenoberfläche die Brammenvorwärmtemperatur
auf unter 1320 °C abgesenkt ist und bei dem Kupfersulfid als wesentlicher Kornwachstumsinhibitor
benutzt wird, wie in der gattungsbildenden DE 43 11 151 C2 beschrieben, so zeigt die
in der betrieblichen Praxis gewonnene Erfahrung, daß zunächst unerklärliche Schwankungen
der magnetischen Eigenschaften bei ansonsten identischen Erzeugungsparametern auftreten
können. Es treten mitunter, vor allem an kritischen Stellen, z.B. dort, wo die Brammen
im Vorwärmofen auf Gleitschienen (skid marks) liegen, oder auch am Brammenanfang bzw.
-ende, lokal schlechtere magnetische Werte auf.
[0008] Die DE 27 35 667 C2 zeigt ebenfalls die Notwendigkeit eines homogen erstarrten Brammengefüges
bei kornorientiertem Elektroblech. Dort wird die Verwendung von Stranggußbrammen geschützt,
bei denen mindestens 95 % der Körner einer Kernzone maximal 9 mm
2 Korngröße besitzen, sowie Maßnahmen beim Stranggießen, um dies zu ermöglichen. Dabei
handelt es sich jedoch um Brammen für kornorientiertes Elektroblech mit der herkömmlichen
Vorwärmung auf bis zu 1400 °C vor dem Warmwalzen. In derart hoch erwärmten Brammen
kann ein starkes transkristallines Kornwachstum ablaufen, das ähnlich wie bei der
Erstarrung einen dendritischen Gefügeanteil bewirkt. Dieses Problem kann durch die
in DE 27 35 667 C2 beschriebenen Maßnahmen überwunden werden. Aber auch der als "Pre-Rolling"
bekannte Verfahrensschritt (DE 22 52 784 C, DE 23 16 808 B2), bei dem zwischen zwei
Stadien einer mehrstufigen Brammenvorwärmung ein Verformungsschritt eingefügt wird,
um den dendritischen Gefügeanteil zu verringern, hat dieselbe Wirkung.
[0009] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die vorerwähnten Streuungen der magnetischen
Werce zu minimieren und auf einen engen Bereich zu begrenzen.
[0010] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß eine Bramme mit feinkörnigem globulitischem Gefüge verwendet wird.
Feinkörnig globulitisch ist ein Gefüge nach der Definition im Anspruch 1 dann, wenn
mindestens 90 % der Körner einen Durchmesser von höchstens 1/25 der Brammendicke und
einen Streckungsfaktor F
Shape = d
min/d
max von mindestens 0,5 aufweisen. Dabei wird der Korndurchmesser als Durchmesser eines
flächenäquivalenten Kreises angegeben mit d
min als minimalem und d
max als maximalem realem Korndurchmesser. Wenn der Volumenanteil von dendritisch erstarrtem
Brammengefüge nicht mehr als 10 % beträgt, treten Schwankungen der magnetischen Eigenschaften
nicht auf. Metallkundliche Untersuchungen ergaben, daß eine stabile Ausbildung guter
magnetischer Eigenschaften immer dann gegeben ist, wenn das Warmband in der Bandmitte
ein möglichst feinkörniges Ferritgefüge aufweist und daß dieses besonders stabil dadurch
reproduzierbar erzeugbar ist, wenn die vorherige Bramme ein vollglobulitisch erstarrtes
Gefüge besaß. Dies ist die beste Voraussetzung, um mit dem in DE 43 11 151 C1 offenbarten
Verfahren zur Herstellung kornorientierter Elektrobleche gute und gleichmäßige magnetische
Eigenschaften zu erzielen. Die Ausbildung eines solchen Erstarrungsgefüges kann durch
die erfindungsgemäß branspruchten Maßnahmen erreicht werden.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Kombination mit den in DE 43 11 151 C1
offenbarten gattungsgemäßen Maßnahmen wichtig. Dies rührt zum einen daher, daß fast
ausschließlich Kupfersulfide als Inhibitoren zur Steuerung des Sekundärrekritstallisationsprozesses
dienen. Diese benötigen bei der Warmbandglühung ausreichend viele Keimstellen für
ihre Ausscheidung, weshalb ein möglichst feinkörniges Gefüge sinnvoll ist. Zum anderen
steht dem Verfahren gemäß DE 43 11 151 C1 keine weitere Möglichkeit der nachträglichen
Verfeinerung des Brammengefüges zur Verfügung, so daß bereits das Erstarrungsgefüge
die weitere Entwicklung bestimmt.
[0012] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Einstellung des feinkörnigen globulitischen
Gefüges in der Stahlbramme wird ein homogenes und feinstrukturiertes Warmbandgefüge
erzielt. Untersuchungen haben ergeben, daß die Streuungen der magnetischen Werte auf
ein engeres Streuband beschränkt werden können, wenn man erfindungsgemäß als Vormaterial
für die Erzeugung von kornorientiertem Elektroblech Stahlbrammen aus einem Stahl der
im Anspruch 1 genannten Zusammensetzung mit feinkörnigem globularem Gefüge verwendet.
Dies kann anhand der Zeichnung verdeutlicht werden.
- Fig. 1
- zeigt die Höhe des Wattverlustes über die Länge eines 0,30 mm dicken Bandes, welches
aus einer normal erzeugten Stahlbramme gewonnen wurde und
- Fig. 2
- zeigt den Wattverlust-Verlauf über die Länge eines Bandes gleicher Dicke, das aus
einer in erfindungsgemäßer Weise hergestellten Stahlbramme erzeugt wurde.
[0013] Deutlich sichtbar ist die geringere Streuung der Werte eines in erfindungsgemäßer
Weise erzeugten Elektrobandes.
[0014] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die starke Streuung der magnetischen
Eigenschaftswerte auf der Verwendung von Stahlbrammen als Vormaterial für die Erzeugung
von kornorientiertem Elektroblech beruhen, die ein Stengelkristallgefüge aufweisen.
[0015] Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Einstellung des feinkörnigen globulitischen
Gefüges an der Stahlbramme wird ein homogenes und feinstrukturiertes Warmbandgefüge
erzielbar. Methoden zur Erzeugung eines homogenen Brammengefüges sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet. Homogenes Brammengefüge läßt sich durch Vergießen einer Stahlschmelze
mit einer Überhitzungstemperatur von max. 12 °C über der Solidustemperatur in das
Verteilergefäß der Stranggießanlage erzielen, wie dies aus Stahl und Eisen (1982),
S. 451 ff., an sich bekannt war. Es ist dies die Methode, die mit dem geringsten apparativen
Aufwand verbunden ist.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann die Stahlschmelze mit Inertgas in der Stranggußkokille
mechanisch und/oder mit einer Zentrumsinduktion von 0,02 bis 0,8 T in der Stranggußkokille
elektromagnetisch gerührt werden, wie an sich aus Stahl und Eisen (1984), S. 435 ff.
bekannt war.
[0017] Zur Förderung der homogenen feinkörnigen globulitischen Erstarrung des Brammengefüges
kann bevorzugt der aus der Stranggußkokille ausgezogene Strang mit Spritzwasser in
einer Menge von mindestens 0,8 l/kg Stahlschmelze gekühlt werden.
1. Verfahren zur Herstellung von kornorientiertem Elektroblech, bei dem eine Bramme aus
einem Stahl mit in Masse-%,
| mehr als |
0,005 bis 0,10 % C, |
| |
2,5 bis 4,5 % Si, |
| |
0,03 bis 0,15 % Mn, |
| mehr als |
0,01 bis 0,05 % S |
| |
0,01 bis 0,035 % Al, |
| |
0,0045 bis 0,012 % N, |
| |
0,02 bis 0,3 % Cu, |
Rest Fe einschl. unvermeidbarer Verunreinigungen bei einer Temperatur, die tiefer
als die Löslichkeitstemperatur für Mangansulfid, jedenfalls unter 1320 °C, aber oberhalb
der Löslichkeitstemperatur für Kupfersulfide liegt, durcherwärmt wird, im Anschluß
daran mit einer Anfangstemperatur von mindestens 960 °C und mit einer Endtemperatur
im Bereich von 880 bis 1000 °C bis auf Warmband-Enddicke im Bereich von 1,5 bis 7,0
mm warmgewalzt wird, das Warmband danach 100 bis 600 s lang bei einer Temperatur im
Bereich von 880 bis 1150 °C geglüht, sodann mit einer Abkühlrate von größer als 15
K/s abgekühlt und in einem oder mehreren Kaltwalzschritten bis auf Kaltband-Enddicke
kaltgewalzt wird, worauf das Kaltband einer rekristallisierenden Glühung in feuchter
Wasserstoff und Stickstoff enthaltender Atmosphäre mit gleichzeitiger Entkohlung unterworfen
wird und nach dem beidseitigen Aufbringen eines im wesentlichen MgO enthaltenden Trennmittels
hochtemperaturgeglüht und nach dem Aufbringen einer Isolierbeschichtung schlußgeglüht
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Bramme mit feinkörnigem globulitischem Gefüge verwendet wird, in dem mindestens
90 % der Körner einen Durchmesser von höchstens 1/25 der Brammendicke und einen Streckungsfaktor
F
Shape = d
min/d
max von mindestens 0,5 aufweisen, wobei Korndurchmesser = Durchmesser eines flächenäquivalenten
Kreises mit d
min = minimaler und d
max = maximaler realer Korndurchmesser.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das homogene Brammengefüge durch das Vergießen einer Stahlschmelze mit einer
Überhitzungstemperatur von maximal 12 °C über der Solidustemperatur in das Verteilergefäß
der Stranggießanlage erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschmelze mit Inertgas in der Stranggußkokille mechanisch und/oder mit
einer Zentrumsinduktion von 0,02 bis 0,8 T in der Stranggußkokille elektromagnetisch
gerührt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der aus der Stranggußkokille ausgezogene Strang mit Spritzwasser in einer Menge
von mindestens 0,8 l/kg Stahlschmelze gekühlt wird.
1. A process for the production of grain oriented electric quality sheet, wherein a slab
of a steel containing in % by weight
| more than |
0.005 to 0.10% C |
| |
2.5 to 4.5% Si |
| |
0.03 to 0.15% Mn |
| more than |
0.01 to 0.05% S |
| |
0.01 to 0.035% Al |
| |
0.0045 to 0.012% N |
| |
0.02 to 0.3% Cu, |
residue Fe, including unavoidable impurities, is thoroughly heated at a temperature
lower than the solubility temperature of manganese sulphide, at any rate below 1320°C,
but above the solubility temperature of copper sulphides, whereafter hot rolling is
performed with an initial temperature of at least 960°C and a final temperature in
the range of 880 to 1000°C to a final hot strip thickness in the range of 1.5 to 7.0
mm, and then the hot strip is annealed for 100 to 600 sec at a temperature in the
range of 880 to 1150°C, then cooled at a cooling rate higher than 15 K/sec and cold
rolled in one or more cold rolling steps to final cold strip thickness, whereafter
the cold strip is subjected to a recyrstallising annealing in a moist atmosphere containing
hydrogen and nitrogen, accompanied by decarburisation, high temperature annealing
then being performed after a separating agent substantially containing MgO has been
applied on both sides and final annealing being performed after an insulating coating
has been applied,
characterised in that a slab of finely granular globulitic structure is used in which at least 90% of the
grains of which have a maximum diameter of 1/25 of slab thickness and a stretch factor
F
shape = d
min/d
max of at least 0.5, wherein grain diameter = diameter of a surface-equivalent circle
with d
min = minimum and d
max = maximum real grain diameter.
2. A process according to claim 1,
characterised in that the homogeneous slab structure is produced by the casting into the distributing vessel
of the continuous casting installation of a steel melt having a maximum superheating
temperature 12°C above the solidus temperature.
3. A process according to claims 1 or 2,
characterised in that the steel melt is mechanically agitated with inert gas in the continuous casting
chill mould and/electromagnetically agitated with a centre induction of 0.02 to 0.8
tonnes in the continuous casting chill mould.
4. A process according to claims 1 to 3,
characterised in that the strand drawn out of the continuous casting chill mould is cooled with sprayed
water in a minimum quantity of 0.8 l/kg steel melt.
1. Procédé pour fabriquer des tôles électriques à grains orientés, selon lequel on chauffe
à coeur une brame formée d'un acier contenant en % en masse,
| plus de |
0,005 à 0,10 % C, |
| |
2,5 à 4,5 % Si, |
| |
0,03 à 0,15 % Mn, |
| plus de |
0,01 à 0,05 % S, |
| |
0,01 à 0,035 % Al, |
| |
0,0045 à 0,012 % N, |
| |
0,02 à 0,3 % Cu, |
le reste étant formé de Fe y compris des impuretés inévitables, à une température
qui est inférieure à la température de solubilité pour le sulfure de manganèse, en
tout cas inférieure à 1320°C, mais est supérieure à la température de solubilité pour
le sulfure de cuivre, puis on effectue un laminage à chaud de cette brame avec une
température initiale égale à au moins 960°C et avec une température finale dans la
gamme de 880 à 1000°C jusqu'à ce qu'elle possède l'épaisseur finale du feuillard chaud
dans la gamme de 1,5 à 7,0 mm, on applique ensuite un recuit au feuillard chaud pendant
une durée de 100 à 600 s à une température située dans la gamme de 880 à 1150°C, puis
on le refroidit avec une vitesse de refroidissement supérieure à 15 K/s et on lui
applique un laminage à froid en une ou plusieurs étapes de laminage à froid jusqu'à
obtenir l'épaisseur finale du feuillard froid, à la suite de quoi on soumet le feuillard
froid à un recuit de recristallisation dans une atmosphère humide contenant de l'hydrogène
et de l'azote, avec une décarburation simultanée, puis après le dépôt d'un agent de
séparation contenant essentiellement du MgO, sur les deux faces du feuillard, on effectue
un recuit à haute température et après le dépôt d'un revêtement isolant, on effectue
un recuit final,
caractérisé en ce qu'on utilise une brame possédant une structure microlithique à
grains fins, dans laquelle au moins 90 % des grains possèdent un diamètre égal au
maximum à 1/25 de l'épaisseur de la brame et un facteur d'étirage F
forme = d
min/d
max égal à au moins 0,5, avec un diamètre des grains = diamètre d'un cercle de surface
équivalente avec d
min = diamètre réel minimum des grains et d
max = diamètre réel maximum des grains.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on obtient la structure homogène
de la brame par coulée d'une masse fondue d'acier avec une température de surchauffe
située au maximum 12°C au-dessus de la température de solidus dans le récipient de
distribution de l'installation de coulée continue.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on agite la masse fondue
d'acier avec un gaz inerte dans la coquille de coulée continue, mécaniquement et/ou
par voie électromagnétique, avec une induction au centre comprise entre 0,02 et 0,8
T dans la coquille de coulée continue.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on refroidit la
barre sortant de la coquille de coulée continue avec une pulvérisation d'eau en une
quantité égale à au moins 0,8 l/kg de la masse fondue d'acier.