[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Stelleinrichtung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruch 1.
[0002] Eine derartige Stelleinrichtung ist z. B. aus der DE 3546 513 C2 bekannt. Dort wird
die Wicklung jedes Elektromagneten zuerst bis zum Erreichen eines maximalen Stroms
an Spannung gelegt. Dann wird der Strom abgeschaltet. Über eine Freilaufschaltung
fällt nun der Strom ab. Bei Erreichen eines unteren Werts des Stroms wird wieder Spannung
an die Wicklung gelegt bis ein oberer Stromwert erreicht ist. Nun wird wieder abgeschaltet
usw., also die Wicklung um einen gegenüber dem maximalen Stromwert kleineren Stromwert
getaktet, wodurch die Leistung und die Magnetkraft auf den zum Halten notwendigen
Wert vermindert werden.
[0003] Es ist auch bekannt Permanentmagnete zum Halten des Ankers zu benutzen (sh. z.B.
DE 3500530 C2).
[0004] Aus der EP 0 693 756 A1 ist eine Vorrichtung zur Ansteuerung eines elektromagnetischen
Verbrauchers bekannt, bei dem der Verbraucher zwei Wicklungen aufweist. Die Wicklungen
haben unterschiedliche Windungszahlen. Die Wicklung mit der größeren Windungszahl
wird als Betätigungswicklung und die andere Wicklung als Haltewicklung benutzt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Ansteuerung wenigstens eines der Elektromagnete
flexibler und betriebsicherer zu gestalten.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Die elektromagnetische Stelleinrichtung für Ventilverstellung muß zwei unterschiedliche
Funktionen erfüllen. Zum einen muß in der Schließ- oder Offenstellung des Ventils
der Anker bei möglichst kleinem Luftspalt positioniert werden. Hierbei soll möglichst
wenig Verlustleistung entstehen, der Wirkungsgrad ' des Magneten groß sein, das heißt
Eisen und Luftspaltverluste müssen klein sein. Die mittleren Stromstärken für die
Erregungswicklung sollten möglichst klein sein. Wenn der Anker seine Endlage erreicht
hat, kann die Zeitkonstante der Erregerwicklung groß sein. Kurz vor Erreichen der
Endposition muß sie jedoch möglichst klein sein, damit Abweichungen von der Sollposition
möglichst schnell ausgeregelt werden können.
[0008] Zum anderen müssen während der Hubbewegung vom anziehenden Magneten die mechanischen
Verlustenergien (z. B. durch Reibung), welche einen Hubverlust darstellen, ausgeglichen
werden. Abhängig vom Luftspalt hat der Magnet einen unterschiedlichen Wirkungsgrad,
niedrig bei großen und hoch bei kleinen Luftspalten. Zur Ausnutzung des guten Wirkungsgrades
ist es erforderlich eine Erregerspule mit kleiner Zeitkonstante zu haben, um die notwendige
Erregung kurz vor Hubende einzuspeisen.
[0009] Ein weiteres Kriterium ist der Ausfall der Spule des Schließmagneten, der einen Totalausfall
des entsprechenden Zylinders auch bei 4 Ventilen bedeutet und Störungen durch Rückstoß
in das Ansaugrohr zur Folge hat. Diese Überlegungen führen zu der erfindungsgemäßen
Wicklungsaufteilung mit Umschaltmöglichkeit.
[0010] Man kann die beiden Wicklungen im Normalfall parallel schalten, was eine kleinere
effektive Zeitkonstante bedeutet und bei Ausfall einer Wicklung auf Einzelansteuerung
der anderen Wicklung mit längeren Ansteuerzeiten übergehen, was die effektive Ventilöffnung,
das heißt Luftdurchsatz beeinflußt, aber keinen Totalausfall zur Folge hat. Man kann
die beiden Wicklungen für den Hubbetrieb parallel schalten und zum Halten in der Endstellung
auf Reihenschaltung der Wicklungen übergehen. Man kann Hauptwicklung als Schnellerregungsspule
mit kleiner Zeitkonstante auslegen und diese Spule zur Stellungsregelung oder - steuerung
z.B. bei kleinem Luftspalt benutzen. Auch hier wäre bei Ausfall einer Wicklung die
andere nutzbar, um die Funktion der einen Wicklung zu übernehmen. Schließlich ist
es auch möglich, die eine Wicklung als Hauptwicklung zu verwenden, mit der die Hubbewegung
durchgeführt wird und die zweite Wicklung als Haltewicklung mit geringerer Stromstärke
zu benutzen, was eine Leistungsverkleinerung mit sich bringt. Auch hier können die
beiden Wicklungen gegenseitig als Redundanz ausgenutzt werden, wenn die Haltewicklung
bei Ausfall der Hauptwicklung mit großer Spannung betrieben wird.
[0011] Die Hauptwicklung muß den Strom schnell ansteigen lassen, kann also nicht eine hohe
Windungszahl aufweisen. Deshalb ist zur Erzeugung der notwendigen Amperewindungen
eine hohe Leistung notwendig. Dagegen hat die Haltewicklung Zeit, um auf die zum Halten
notwendige Erregung zu kommen. Die Haltewicklung darf also deutlich mehr Windungen
aufweisen, und kommt somit mit deutlich geringerem Strom aus. Die Reduzierung der
Halteleistung ist erheblich, sie wird auf ca. 15 bis 20% gegenüber der Verwendung
einer Wicklung abgesenkt. Die Stromabsenkung bedeutet jedoch auch eine wesentliche
Wärmereduzierung.
[0012] Eine weitere Möglichkeit in der Anwendung von mindestens zwei Spulen pro Magnet besteht
darin, das Joch zu teilen und hier zwei Wicklungen auf die beiden Jochteile oder je
zwei Spulen pro Joch einzusetzen. Dies hat den Effekt, daß bei Aufteilung der Erregung
(Ampèrewindungszahl) pro Joch (halbe Fläche) bei gleicher Windungszahl pro Jochhälfte
und doppeltem Widerstand die Zeitkonstante 1/4 beträgt. Wenn diese Aufteilung auf
beide Jochhälften erfolgt ist bei Parallelschaltung die effektive Zeitkonstante 1/8
und auch die Redundanz bei Ausfall einer Spule gewährleistet.
[0013] Die weiteren Unteransprüche beinhalten günstige Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
Insbesondere sind dort Möglichkeiten angesprochen, wie man die beiden Wicklungen gemeinsam
oder als gegenseitige Redundanz nutzen kann, was von großem Vorteil ist, weil damit
der Ausfall einer Spule nicht den Ausfall der gesamten Stelleinrichtung bedeutet.
Auch wird dort auf die verschiedenen Betreibungsmöglichkeiten der beiden Wicklungen
eingegangen. Oben wurde meist von der Aufteilung in zwei Wicklungsteile gesprochen.
Es sind noch weitere Aufteilungen auf drei oder mehr Wicklungsteile denkbar.
[0014] Durch Verwendung wenigstens zweier Wicklungen und zugehöriger Endstufen und einer
entsprechender Schaltung pro Elektromagnet wird eine hohe Ausfallsicherheit erreicht,
was zugleich eine wesentliche Verbesserung der Ausfallrate pro Jahr hinsichtlich des
kompletten Motorausfalls bedeutet.
[0015] Im Normalfall, das heißt, wenn keine Spule oder Endstufe ausgefallen ist, werden
abhängig vom Drehzahlbereich und Betriebsmodus (Schalten oder Halten der Magnete)
die Magnetspulen einzeln, parallel oder in Reihe geschaltet angesteuert und gegebenenfalls
mit unterschiedlichem Spannungsniveau. Damit ergeben sich für das die Magnetkraft
bestimmende Produkt Strom I mal Windungszahl n ( x n) unterschiedliche elektrische
Leistungen und auch Zeitkonstanten. Bei Ausfall einer Spule oder Endstufe muß dann
der notwendige Wert des Produkts ( x n ) durch höhere Spannung und damit Leistung
erzeugt werden. Hier ist zwar die notwendige Leistungsaufnahme höher, der Motor kann
jedoch weiter betrieben werden und bei nächster Gelegenheit repariert werden.
[0016] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- den möglichen Aufbau einer erfindungsgemäßen Stelleinrichtung
- Fig. 2
- eine Schaltung zur Betätigung der Stelleinrichtung
- Fig. 3 bis 6
- Diagramme zum Aufzeigen unterschiedlicher Ansteuerungen der Wicklungen einer Stelleinrichtung
- Fig. 7
- eine Ansteuerschaltung
- Fig. 8
- eine Schaltung für die spezielle Ansteuerung der Elektromagnete
- Fig. 9
- einen Elektromagneten bei dem die beiden Magnetjoche unterteilt sind.
[0018] In Fig.1 ist eine möglicher Aufbau einer erfindungsgemäßen Stelleinrichtung gezeigt.
Es sind zwei Magnetkreise 3 und 4 dargestellt, auf denen Wicklungen 11 und 9 aufgebracht
sind. Ein Anker 7 ist mittels eines Drehstabs 8 gelagert, der um die Achse 8a verdreht
werden kann. Die Magnetpole 3a und 4a sind entsprechend dieser Drehbewegung schräg
ausgebildet. Der Drehstab 8 stellt den Anker 7 ohne Ansteuerung einer der Wicklungen
11 oder 9 in die gezeichnete Zwischenstellung. Durch Ansteuerung einer der Wicklungen
9 oder 11 wird der Anker 7 in eine Endstellung in der Nähe der Pole 3a oder 4a gebracht.
Der Anker 7 ist mittels eines Käfigs 1 mit dem Drehstab 8 verbunden. Am Anker 7 ist
eine Betätigungsstange angelenkt, die mit einem zu betätigenden Ventil 6 über eine
Kopplung 5 verbunden ist Auf den Magnetkreisen 3 und 4 sind zusätzlich Haltewicklungen
10 und 12 aufgebracht, die im Grundsatz dazu dienen den Anker 7 in den Endstellungen
festzuhalten. Diese Wicklungen 10 und 12 weisen gegenüber den Wicklungen 9 und 11
eine höhere Windungszahl und damit eine größere Zeitkonstante auf. Die zusätzlichen
Wicklungen 10 und 12 können jedoch auch zusammen mit den Wicklungen 9 und 11 gemäß
den oben erwähnten Einsatzmöglichkeiten genutzt werden.
[0019] In Fig. 2 sind links die zwei Hauptwicklungen 9 und 11 und rechts die zwei Haltewicklungen
10 und 12 gezeigt. Diese Wicklungen 9-12 werden von einem gemeinsamen µ-Prozessor
angesteuert, der in der Zeichnung der einfacheren Darstellung halber in zwei Teile
13a und 13b aufgeteilt ist Die Hauptwicklungen 9 und 11 werden von dem µ- Prozessorteil
13a über Verstärker 14a und 14b angesteuert, die an einer Spannungsquelle 15 von z.
B. 42 Volt liegen. Bei den beiden Hauptwicklungen sind zwei Alternativen für eine
Rückmeldung dargestellt, nämlich eine Rückmelderleitung 16 vom Verstärker 14a zur
Signalisierung des Stromflusses und eine Rückmeldeleitung17 vom als Shunt wirkenden
Widerstand 18, mittels dem der Spulenstrom gemessen wird.
[0020] Die Haltewicklungen 10 und 12 werden über Verstärker 19a und 19b, bzw. 20a und 20b
angesteuert. Die Verstärker 19a und 20a liegen an einer Spannungsquelle 21 von z.
B. 12V an. Die Verstärker 19b und 20b liegen an der Spannungsquelle 15. Alle Verstärker
werden vom µ-Prozessorteil 13b durch- bzw. abgeschaltet. Beiden Wicklungen 10 und
12 sind Shunts 22 bzw. 23 nachgeschaltet. Rückführleitungen 24 bzw. 25 führen zum
µ-Prozessorteil 13b zurück.
[0021] An die Spannungsquelle 15 ist ein Converter 26 angeschaltet, der die Spannung der
Spannungsquelle 15 erhöht, die an den Verstärkern 19b und 20b anliegt. Anhand der
Diagramme der Fig.3 bis 6 werden Alternativen der Ansteuerung erläutert. Diese Fig.
zeigen Stromverläufe an je einer Hauptwicklung z. B. 9 und der zugehörigen Haltewicklung
z. B. 10.
[0022] Fig. 3 zeigt unten die Ansteuerspannung. Ein Impuls der Spannungsquelle 15 mit der
Spannungshöhe U
2 wird auf die Verstärker 14 a und 19b gegeben. Dieser Impuls erzeugt in der Hauptspule
14a den Stromverlauf i
Hs und in der Haltespule 19a den Verlauf i
HaS bis zum Zeitpunkt t
1. Danach werden auf die Haltespule 19a über dem Verstärker 19a Impulse mit der Amplitude
U
1 der Spannungsquelle 21 gegeben, die den getakteten Stromverlauf in der Haltespule
ab t
1 erzeugen. Hieran anschließen kann sich nach t
2 durch Änderung der Ansteuerimpulse ein Takten um einen im Mittel kleineren Stromwert.
Für das Takten kann die Leitung 24 benutzt werden, die den oberen und unteren Wert
des Wicklungstroms zum µ-Prozessor 13b signalisiert und damit den Verstärker 19a ein-
und ausschaltet.
[0023] In Fig. 4 ist unterstellt, daß die Haltewicklung 10 mit Ihrem Strom i
HaS und die Hauptwicklung 9 mit ihrem Strom i
HS ab t
1 zuerst die Haltefunktion gemeinsam bewirken. Ab t
2 übernimmt die Haltewicklung 19a allein diese Funktion, und deren Strom wird getaktet.
Auch hier kann der Shunt 22 und die Leitung 24 in die Taktung einbezogen sein; desgleichen
kann die Leitung 16 für die Hauptspule bzw. eine Ausbildung 17/18 entsprechend der
Hauptspule 11 zur Taktung genutzt werden. Im ersten Fall ist die Endstufe 14a eine
moderne Endstufe mit virtuellem Shunt. Diese liefert ein Signal wenn Strom fließt.
[0024] Im Fall der Fig. 5 ist die Haltewicklung ausgefallen. Hier muß die Hauptwicklung
das Halten übernehmen, wozu auf unterschiedlichen Niveau getaktet wird.
[0025] Im Fall der Fig. 6 ist unterstellt, daß die Hauptwicklung 9 ausgefallen ist, was
über die Leitung 16 erkannt wird. Jetzt wird der Converter 26 über eine Steuerleitung
26a eingeschaltet und dessen hohe Spannung U
3 auf die Verstärker 19b und 20b gegeben. Jetzt erzeugt diese hohe Spannung einen schnell
ansteigenden Impuls vergleichbar mit dem der Fig.3. Danach wird zum Halten wieder
getaktet.
[0026] Zum Anschwingen des Systems, d.h. wenn der Anker aus der Ruhestellung heraus beschleunigt
werden soll, werden beide Spulen angesteuert, wobei man die Haltespule mit einer erhöhten
Spannung ansteuert.
[0027] Das Ausführungsbeispiel der Fig.7 zeigt wieder einen Mikroprozessor 33 der fünf Endstufen
34a, 34b, 34c, 39 und 40 ansteuert. Die Endstufen sind Endstufen mit integrierten
Shunts. Die Endstufe 34c ist einer Hauptwicklung 31 zugeordnet. Die Endstufen 39 und
40 sind den beiden Haltewicklungen 30 und 32 der beiden Magnete zugeordnet. Im Gegensatz
zur Fig.2 ist die zweite Hauptwicklung und zwar die für den Magneten, der das Ventil
schließt, in zwei Teilwicklungen 29a und 29b aufgeteilt, die auch über getrennte Endstufen
34a und 34b angesteuert werden. Hierdurch wird schneller eine ausreichende Erregung
des Magneten erzeugt. Die Aufteilung ist auch bei der anderen Hauptwicklung möglich.
Es ist wie in Fig.2 ein Converter 36 vorgesehen. Wie im Fall der Fig.2 können auch
hier bei Wicklungsausfall die Wicklungen ausgetauscht werden. in Fig.7 ist auch eine
Ansteuerung der Hauptwicklungen 29a, 29b, und 29c mit der hohen Ausgangsspannung des
Converters möglich.
[0028] In Fig. 8 sind zwei Wicklungen 61 und 62 für einen Elektromagneten gezeigt, die gesteuert
von einem Mikroprozessor 63 in verschiedener Weise angesteuert werden können. Die
Wicklung 61 kann mittels der Endstufen 64 und 66 gesteuert von Mikroprozessor 63 getrennt
mit 42V angesteuert werden. Wahlweise kann über die Endstufen 65 und 66 auch 12V wirksam
gemacht werden. Entsprechend kann die Wicklung 62 mittels von Mikroprozessor 63 gesteuerter
Endstufe 67 mit 42V angesteuert werden. Mittels der Endstufen 65 und 68 ist eine Ansteuerung
der Reihenschaltung der beiden Wicklungen 61 und 62 mit 12V möglich. Über die Leitungen
69 und 70 am Ende der Shunts kann der Mikroprozessor 63 den Ausfall einer der Wicklungen
61 oder 62 und einer Endstufe erkennen und die vorhandene Redundanz durch entsprechende
Schaltung ausnutzen.
[0029] Darüber hinaus kann gleichzeitig, das heißt in Parallelschaltung, die Spule 61 mit
12V und Spule 62 mit 42V betrieben werden. Damit ergeben sich elektrische Leistungsaufnahmen,
die um den Faktor 50 unterschiedlich sind, oder Leistungsunterschiede, die um den
Faktor 10 bei gleicher (l x n) unterschiedlich sind. Die Zeitkonstanten bewegen sich
in ungefähr gleichem Verhältnis wie die Leistungen.
[0030] Da beide Spulen ungleich in der Windungszahl ausgelegt sind, z. B. Wicklung 62 mit
höherer Windungszahl um kleine Leistung zum Halten zu erzielen, so muß eine weitere
Spannungsquelle 71 mit entsprechend höherer Spannung vorgesehen werden, damit bei
Ausfall der Spule 61 der Stromanstieg in 62 schnell genug erfolgen kann.
[0031] Fig. 9 zeigt einen Elektromagneten bei dem die beiden Magnetjoche 80 und 81 unterteilt
sind. Jedes der Teiljoche 80a und 80b, bzw. 81a und 81b trägt hier eine Teilwicklung
82a bis 82d. Alle vier Wicklungen zusammen bilden die Wicklung für einen Elektromagneten,
wobei sich hier mehrere Möglichkeiten der Verschaltung ergeben. Vorzugsweise wird
die gezeichnete Parallelschaltung verwendet. Die Erregung pro Jochhälfte wird in beiden
Spulen geteilt, so daß z. B. beide zusammen die Windungszahl eines nicht geteilten
Joches haben, aber den doppelten Widerstand aufweisen. in der Summe ist die Ampèrewindungszahl
beider Spulen gleich einer Einzelspule pro ungeteiltem Joch. Dadurch ergibt sich die
eingangs erwähnte erhebliche Reduzierung der Zeitkonstante.
1. Elektromagnetische Stelleinrichtung mit zwei Elektromagneten, und einem verschiebbar
gelagerten, zwischen Poiffächen der Elektromagnete durch Elektromagnetkraft hin- und
herbewegbaren Anker, der ohne Ansteuerung der Wicklung eines Elektromagneten durch
zwei entgegengesetzt gerichtete Federkräfte in einer Zwischenstellung gehalten wird
und nach Erreichen einer Endstellung wenigstens in der Nähe der Polflächen des entsprechenden
Elektromagneten durch verminderte Magnetkraft festgehalten wird, wobei die Bewegung
des Ankers zur Betätigung eines Ventils eines Verbrennungs-motors dient, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Wicklung des das Schließen des Ventils bewirkenden Elektromagneten
in zwei Teilwicklungen aufgeteilt ist, daß die eine Teilwicklung, Hauptwicklung, zur
Hubbewegung ausgenutzt wird und daß die andere Teilwicklung Hauptwicklung zur Fixierung
des Ankers in der Endstellung dient, wobei die Haltewicklung eine im Vergleich zur
Hauptwicklung große Windungszahl aufweist, und daß eine derartige Verschaltung der
Haltewicklung vorgesehen ist, daß sie beim Start des Systems aus der Ruhelage undloder
bei Ausfall der zugehörigen Hauptwicklung mit einer erhöhten Betriebsspannung beaufschlagt
wird.
2. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptwicklung als Schnellerregungswicklung mit kleiner Zeitkonstante ausgebildet
ist.
3. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beide Wicklungen zum Anschwingen des Ankers aus der Zwischenstellung mit einer höheren
Betriebsspannung angesteuert werden.
4. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine derartige Verschaltung der Hauptspule, daß sie bei Ausfall der zugehörigen Haltewicklung
mit einer solchen Steuerspannung beaufschlagt wird, daß sie die Wirkung der Haltespule
übernimmt.
5. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom der Hauptspule in der Haltefunktion getaktet wird.
6. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom der Haltespule getaktet wird.
7. Elektromagnetische Stelleinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktung zeitlich nacheinander mit unterschiedlichem Mittelwert erfolgt.
1. Electromagnetic control instrument having two electromagnets, and a displaceably mounted
armature which can be moved to and fro between pole faces of the electromagnets by
an electromagnetic force, and is held in an intermediate position by two oppositely
directed spring forces without the winding of an electromagnet being driven and, after
a final position is reached, is retained by a reduced magnetic force at least in the
vicinity of the pole faces of the corresponding electromagnet, the movement of the
armature being used to actuate a valve of an internal combustion engine, characterised in that the winding of the electromagnet which carries out the closure of the valve is divided
into two subsidiary windings, in that one subsidiary winding is utilised for the travel movement and in that the other subsidiary winding is used for fixing the armature in the final position,
the holding winding having a large number of turns compared with the main winding,
and in that the holding winding is provided with a circuit such that, when the system is being
started from the resting position and/or when the associated main winding fails, an
increased operating voltage is applied to it.
2. Electromagnetic control instrument according to Claim 1, characterised in that the main winding is designed as a fast excitation winding with a small time constant.
3. Electromagnetic control instrument according to one of the preceding claims, characterised in that both windings are driven with a higher operating voltage to stimulate the armature
from the intermediate position.
4. Electromagnetic control instrument according to one of the preceding claims, characterised by a circuit of the main coil such that, when the associated holding winding fails,
a control voltage is applied to it such that it takes over the action of the holding
coil.
5. Electromagnetic control instrument according to Claim 4, characterised in that the current of the main coil is switched in the holding function.
6. Electromagnetic control instrument according to one of the preceding claims, characterised in that the current of the holding coil is switched.
7. Electromagnetic control instrument according to Claim 5 or 6, characterised in that the switching is carried out in chronological succession with a different average.
1. Dispositif de réglage électromagnétique équipé de deux électro-aimants, et d'une armature
pouvant être déplacée en va-et-vient entre deux surfaces polaires des électro-aimants
par une force électromagnétique, qui sans commande de l'enroulement d'un électro-aimant
est maintenue dans une position intermédiaire par deux forces de ressort de sens opposés
et après atteinte d'une position terminale est maintenue au moins à proximité des
faces polaires de l'électro-aimant correspondant par une force magnétique réduite,
le mouvement de l'armature servant à la manoeuvre d'une soupape d'un moteur à combustion
interne, caractérisé en ce qu'au moins l'enroulement de l'électro-aimant provoquant la fermeture de la soupape est
divisé en deux enroulements partiels, en ce qu'un enroulement partiel (enroulement principal) est utilisé en vue du mouvement de
levée et en ce que l'autre enroulement partiel, (enroulement de retenue), sert à la fixation de l'armature
dans la position terminale, l'enroulement de retenue présentant un nombre de spires
important en comparaison de l'enroulement principal, et en ce qu'un montage de l'enroulement de retenue est prévu, de telle sorte qu'il est alimenté,
lors du démarrage du système depuis la position de repos et/ou dans le cas d'une panne
de l'enroulement principal associé, par une tension de fonctionnement accrue.
2. Dispositif de réglage électromagnétique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enroulement principal est réalisé en tant qu'enroulement d'excitation rapide à
faible constante de temps.
3. Dispositif de réglage électromagnétique selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les deux enroulements sont commandés lors du déplacement de l'armature hors de la
position intermédiaire avec une tension de fonctionnement accrue.
4. Dispositif de réglage électromagnétique selon une des revendications précédentes,
caractérisé par un montage de la bobine principale de telle sorte que lors d'une panne de l'enroulement
de retenue associé, elle est alimentée par une tension de commande de manière à assurer
l'action de la bobine de retenue.
5. Dispositif de réglage électromagnétique selon la revendication 4, caractérisé en ce que le courant de la bobine principale dans la fonction de retenue est pulsé.
6. Dispositif de réglage électromagnétique selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le courant de la bobine de retenue est pulsé.
7. Dispositif de réglage électromagnétique selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la pulsation s'effectue temporellement en succession avec une valeur moyenne différente.