[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen der in einem Druckwerk einer Rotationstiefdruckmaschine
auf eine Papierbahn aufgedruckten, mit Hilfe eines Lösemittels verflüssigten Farbe
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bei herkömmlichen Verfahren dieser Art, bei denen die Papierbahn im allgemeinen im
Vier-Farben-Schön- und -Widerdruck acht Druckwerke durchläuft, denen jeweils ein Trockner
nachgeordnet ist, wird mit Hilfe von Warmluft, die den Trockner durchströmt und als
Energieträger dient, das Lösemittel, im allgemeinen Toluol, zumindest soweit verdampft,
daß die Papierbahn auf der frisch bedruckten Seite über Leit- oder Umlenkrollen geführt
werden kann, ohne daß auf diese Farbe übertragen wird, bzw. daß die Papierbahn in
einem nachfolgenden Druckwerk mit einer anderen Farbe bedruckt werden kann, ohne daß
es zu einem Verwischen der zuerst aufgebrachten Farbe kommt.
[0003] Dabei darf aus sicherheitstechnischen Gründen eine maximale Lösemittelkonzentration
von 50% der sogenannten

Unteren Explosionsgrenze" (UEG) nicht überschritten werden, wobei der Wert dieser
UEG von der Temperatur im Trockner abhängig ist. Für Luft, die einen Sauerstoffgehalt
von ca. 21% besitzt, entsprechen 50% UEG bei 20° C etwa 21 g/m
3 und bei 80°C nur noch etwa 16 g/m
3.
[0004] Weitere wesentliche Parameter bei den in Rede stehenden Trocknungsverfahren sind
die Geschwindigkeit, mit der sich die Papierbahn durch die Druckwerke und die Trockner
hindurchbewegt, sowie die Länge, welche die einzelnen Trockner aufweisen müssen, damit
eine ausreichende Trocknung erzielt werden kann.
[0005] Zu einer ausreichenden Trocknung gehört dabei nicht nur die Erfüllung der beiden
oben erwähnten Bedingungen, sondern auch ein hinreichend niederer Lösemittel-Restgehalt
im fertigen Druckprodukt da die in diesem noch enthaltene Lösemittel-Restmenge sowohl
aus gesundheitlichen Gründen, als auch wegen der Einhaltung von Umweltschutzbedingungen
als auch deswegen bestimmte Grenzen nicht übersteigen darf, weil es ansonsten beim
Aufeinanderlegen gefalteter Druckprodukte oder beim Aufwickeln einer noch nicht geschnittenen,
bedruckten Papierbahn auf eine Zwischenspeicherrolle zu einem Verkleben der verschiedenen
Bogen bzw. Lagen kommen könnte, wodurch die gesamte Produktion unbrauchbar würde.
[0006] Moderne Produktionsverfahren lassen immer höhere Papierbahngeschwindigkeiten und
größere Papierbahnbreiten wünschenswert erscheinen, doch können die Länge der Trockner
und die Menge der durch sie pro Zeiteinheit hindurchgeführten Warmluft nicht beliebig
gesteigert werden. Es wird daher äußerst schwierig, unter diesen Bedingungen eine
im obigen Sinne "ausreichende" Trocknung sicherzustellen.
[0007] Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Trocknungsverfahren der eingangs
genannten Art zu schaffen, das auch bei sehr hohen Papierbahngeschwindigkeiten und
großen Bahnbreiten eine ausreichende Trocknung gewährleistet, ohne daß hierfür extremen
lange Trockner benötigt und mit extrem hohen Luftmengen durchsetzt werden müssen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die im Anspruch 1 zusammengefaßten
Merkmale vor.
[0009] Diesen Maßnahmen liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es wegen der vergleichsweise
niedrigen maximal zulässigen Lösemittelkonzentration in der zum Trocknen verwendeten
Warmluft das Lösemittel vor allem an der Farboberfläche verdampft wird und es sehr
schnell zu einer Verarmung dieser Oberfläche an Lösemittel kommt, weil aus den unteren
Schichten nicht genügend schnell ebenso viel Lösemittel nachtransportiert werden kann,
wie oben verdampft. Dieser Effekt führt zur Ausbildung einer Gelschicht oder "Haut",
die zwar dafür sorgt, daß die bedruckte Papierbahnseite nach kurzer Zeit über Rollen
geführt bzw. mit einer weiteren Farbe bedruckt werden kann, weshalb bisher auch versucht
wurde, diese Bildung einer Gelschicht möglichst zu fördern. Andererseits ist hierin
aber auch der Grund für eine vergleichsweise hohe Restmenge an Lösemittel im fertigen
Druckprodukt zu suchen, weil diese Gelschicht Lösemittel in den tieferen Farbschichten
festhält welches später austreten bzw. die Farbhaut wieder auflösen kann und belastend
wirkt.
[0010] Demgegenüber wird beim erfindungsgemäßen Verfahren durch die durch die Verwendung
eines Inertgases mit minimalem Sauerstoffanteil mögliche, wesentlich höhere Lösemittelkonzentration
die Ausbildung einer Gelschicht so unterbunden, daß eine Trocknung beginnend mit den
tiefstliegenden Farbschichten von unten nach oben erfolgen kann. Die Farboberfläche
kann für längere Zeit feucht gehalten werden, sodaß das Gleichgewicht zwischen dem
Lösemittelnachtransport aus den unteren Farbschichten und der Verdampfungsrate aufrecht
erhalten bleibt. Dennoch ist es möglich, eine so rasche Trocknung auch der Farboberfläche
zu erzielen, daß die frisch bedruckte Papierbahnseite selbst bei sehr hohen Bahngeschwindigkeiten
über Umlenk- bzw. Führungsrollen geführt werden kann, ohne daß es zu einem Übertrag
von Farbe auf diese Rollen kommt. Die Trocknerstrecken zwischen den einzelnen Druckwerken
sind dabei so kurz, daß die Gesamtabmessungen einer acht Druckwerke umfassenden Rotationstiefdruckmaschine
in einem akzeptablen Rahmen bleiben.
[0011] Die eben gemachten Ausführungen beziehen sich zwar primär auf die zwischen den Druckwerken
angeordneten Trockner. Gemäß der Erfindung ist es jedoch auch möglich, bei diesen
Trocknern in herkömmlicher Weise mit niederer Lösemittelkonzentration und ohne Inertgas
zu arbeiten und lediglich im Finaltrockner, das heißt den hinter dem letzten Druckwerk
angeordneten Trockner, mit Inertgas und hoher Lösemittelkonzentration zu betreiben.
In diesem Fall bilden sich zwar in den mit niederer Lösemittelkonzentration gefahrenen
Trocknern die oben erwähnten Gelschichten aus, doch werden sie durch die hohe Lösemittelkonzentration
im Finaltrockner zumindest so weit wieder aufgelöst, daß eine mit den tiefstliegenden
Farbschichten beginnende, von unten nach oben fortschreitende Durchtrocknung stattfindet,
und so die angestrebte minimale Lösemittel-Restkonzentration im fertigen Druckprodukt
erreicht werden kann.
[0012] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, daß wegen
der wesentlich höheren, zulässigen Lösemittelkonzentration geringere Gasmengen durch
die Trockner geführt werden müssen, wodurch auch die Größe der erforderlichen Gebläse
und Reinigungsanlagen verringert wird, die erforderlich sind, um das mit Hilfe des
Inertgases aus dem jeweilige Trockner abtransportierte Lösemittel abzuscheiden. Auch
findet in der feuchten Lösemittel-Inertgas-Atmosphäre eine geringere Schrumpfung der
Papierbahn statt, die bei herkömmlichen Trocknungsverfahren erhebliche Schwierigkeiten
bereitet und aufwendige Kompensationsmaßnahmen erfordert.
[0013] Um die zur Verdampfung des Lösemittels erforderliche Energie möglichst schnell in
die Farbschichten zu übertragen, ist der Trockner vorzugsweise mit einer Heizvorrichtung
ausgerüstet. Dadurch kann auf ein Umluftgebläse mit Dampfheizung verzichtet werden.
Es ist lediglich ein Gebläse mit verminderter Leistung nötig, das für den Ausgleich
der Lösemittelkonzentration zwischen Farboberfläche und Trocknungsgas sorgt (lediglich
konvektiver Abtransport statt wie bisher Konvektion zum Einbringen von Energie und
zum Abtransport). Deshalb kann dieses Trockenverfahren auch bei erhöhtem Lösemittelanfall
(erhöhter Papierbahngeschwindigkeit) zum Einsatz kommen.
[0014] Für das System Toluol/Stickstoff liegt die Sättigung bei 20° C bei etwa 107 g/kg
(Toluol/Stickstoff) und steigt bei 50° C auf 482 g/kg und bei 80° C sogar auf 2156
g/kg an. Eine günstige Trocknertemperatur liegt im Bereich von 50° bis 90° C. Der
Lösemittelgehalt zur Erzielung einer

Tiefentrocknung" liegt vorzugsweise in einem Bereich von 50g/kg bis 500 g/kg (Toluol/Stickstoff).
[0015] Besonders bevorzugt ist es, in Bewegungsrichtung der Papierbahn über die Länge des
Trockners hinweg im Inertgas einen Lösemittelgradienten derart zu erzeugen und aufrecht
zu erhalten, daß die Konzentration des Lösemittels im Bereich der Eintrittsseite höher
ist als in dem Bereich, in welchem die Papierbahn den Trockner verläßt oder zum ersten
Mal umgelenkt wird, weil dadurch einerseits die von unten nach oben erfolgende Trocknung
der Farbe verbessert, andererseits aber auch ein gutes Durchtrocknen der obersten
Farbschichten sichergestellt wird.
[0016] Vorzugsweise wird durch eine Verwirbelung der Gasatmosphäre im Trockner die Gas-Grenzschicht
, die sich ansonsten an der Oberfläche der sich schnell bewegenden Papierbahn ausbilden
und mit der Papierbahn mitbewegen würde, abgeschält.
[0017] Das im Trockner mit Lösemittel beladene Inertgas wird abgeführt und vorzugsweise
dadurch in seinem Lösemittelgehalt abgereichert, daß es abgekühlt und das Lösemittel
durch Kondensieren abgeschieden wird. Dabei kann die Abkühlung auf eine erste, niedere
Temperatur, beispielsweise 4° C erfolgen und das derart abgereicherte Inertgas nach
einer entsprechenden Erwärmung wieder einem der Trockner zugeführt werden.
[0018] Vorzugsweise werden die Menge des aus dem Trockner zur Abreicherung ab- und danach
wieder zurückgeführten Inertgases und/oder der Grad der Abreicherung so gesteuert,
daß die Lösemittelkonzentration im Trockner bzw. der oben erwähnte Konzentrationsgradient
in etwa konstant bleibt.
[0019] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform erfolgt auch das dem Trocknen vorausgehende
Bedrucken der Papierbahn in einer Inertgas-Atmosphäre, wobei es besonders günstig
ist, wenn sich die Inertgas-Bereiche, in denen die Papierbahn zuerst bedruckt und
danach getrocknet wird, unmittelbarer aneinander anschließen. Erfolgt nach dem Trocknen
ein weiteres Bedrucken der Papierbahn mit einer anderen Farbe, so schließt sich vorzugsweise
auch dieser unter Inertgas stehende Druckbereich unmittelbar an den Inertgasbereich
des vorausgehenden Trockners an.
[0020] Den Druckbereichen wird in diesem Fall zumindest teilweise frisches Inertgas bzw.
durch Abkühlen auf eine zweite, wesentlich tiefere Temperatur von beispielsweise -85°
C gereinigtes und wieder erwärmtes Inertgas zugeführt.
[0021] Überall dort, wo die Papierbahn aus normaler Umgebungsluft in einen Inertgasbereich
eintritt bw. einen solchen verläßt, kommt vorzugsweise eine Gasschleuse zum Einsatz,
der ebenfalls frisches oder durch Tieftemperaturkondensation (siehe oben!) gereinigtes
Inertgas so zugeführt wird, daß das Inertgas aus der Schleuse heraus in die Umgebung
strömt aber keine Umgebungsluft in der Inertgasbereich hineingelangen kann.
[0022] Um die Anzahl dieser Gasschleusen möglichst gering zu halten, ist es zweckmäßig,
die acht Druckwerke einer voll ausgebauten Rotationstiefdruckmaschine in zwei Türmen,
d.h. einem Schöndruckturm und einem Widerdruckturm jeweils zu viert übereinander anzuordnen
und die vier Druck- und die vier Trockenbereiche eines jeden Turms inertgasmäßig miteinander
zu verbinden, sodaß je Turm nur eine Eintritts- und eine Austrittsgasschleuse benötigt
werden. Es ist auch vorteilhaft, die beiden Türme inertgasmäßig miteinander zu verbinden,
so daß insgesamt nur zwei Schleusen erforderlich sind. Eine vollständige Inertisierung
von Trocknern und Farbwerken läßt sich jedoch auch bei einer herkömmlich angeordneten
Rotationstiefdruckmaschine erzielen, bei der die Druckwerke horizontal nacheinander
aufgestellt sind.
[0023] Muß der Druckprozeß unterbrochen werden, so erfolgt die Abreicherung des Abgases
durch Kondensation lediglich so weit, daß ein Konzentrationswert unterhalb von 50%
der UEG erreicht wird und Umgebungsluft gefahrlos in den oder die Inertgasbereiche
nachströmen kann, Die weitere Reinigung des Abgases kann dann in herkömmlicher Weise,
z.B. mit Aktivkohlefiltern geschehen.
[0024] Zwischen den Inertgasbereichen der einzelnen Druckwerke und Trockner kommen vorzugsweise
lösemittelfeste Dichteinrichtungen vorgesehen, die während des regulären Druckbetriebes
geöffnet sind, mit deren Hilfe aber bei Betriebsstörungen oder beim Wechseln der Farb-
oder Formzylinder die Druck- bzw. Farbwerke von den vorausgehenden und/oder nachfolgenden
Trocknern getrennt werden können, sodaß es möglich wird, einzelne dieser Bereiche
mit Umgebungsluft zu füllen, während die anderen unter Inertgas bleiben.
1. Verfahren zum Trocknen der in den Druckwerken einer Rotationstiefdruckmaschine auf
eine Papierbahn aufgedruckten, mit Hilfe eines Lösemittels verflüssigten Farben, bei
dem die Papierbahn hinter jedem Druckwerk einen Trockner mit einem im wesentlichen
geschlossenen Gehäuse durchläuft, der von einem Gas durchströmt wird, das zur Aufnahme
und Abführung des Lösemittels dient, dadurch gekennzeichnet, daß bei wenigstens einem
der Trockner als Trocknungsgas ein Inertgas Verwendung findet, dessen Durchsatz durch
den Trockner so gewählt wird, daß im Trockner eine im Vergleich zur Trocknung mit
Luft sehr hohe Lösemittelkonzentration entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösemittelkonzentration
in einem Bereich von 10% bis 50% der Sättigungsgrenze liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Heizung sowohl
der Papierbahn als auch des Trocknungsgases erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das inerte
Gas Stickstoff ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch
Verwirbelung der Gasatmosphäre im Trockner die Gas-Grenzschicht, die sich ansonsten
an der Oberfläche der sich sehr schnell bewegenden Papierbahn ausbilden und mit der
Papierbahn mitbewegen würde, abgeschält wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß aus
dem Trockner mit Lösemittel beladenes Inertgas abgeführt und in seinem Lösemittelgehalt
abgereichert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abreicherung des Lösemittelgehalts
des Inertgases durch Abkühlen erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abkühlung auf eine erste,
niedere Temperatur durchgeführt wird, um den Lösemittelgehalt abzusenken und daß derart
abgereichertes Inertgas wieder erwärmt wird und danach zum Trockner zurückgeführt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge
des aus dem Trockner zur Abreicherung des Lösemittelgehaltes ab- und ihm danach wieder
zurückgeführten Inertgases und/oder der Grad der Abreicherung so gesteuert werden,
daß die Lösemittelkonzentration im Trockner in etwa konstant bleibt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auch
das Bedrucken der Papierbahn in einer Inertgas-Atmosphäre erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Inertgasbereich, in dem
die Papierbahn bedruckt wird und der Inertgasbereich des Trockners unmittelbar aneinander
anschließen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9 und Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß für einen Teil des aus dem Trockner abgeführten Inertgases eine Abkühlung auf
eine zweite Temperatur durchgeführt wird, die wesentlich niedriger ist als die erste
Temperatur, um eine nahezu vollständige Abscheidung des Lösemittels zu erzielen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Abkühlung auf die
zweite Temperatur gereinigte und wieder erwärmte Inertgas dem Bereich zugeführt wird,
in dem das Bedrucken der Papierbahn erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Abkühlung
auf die zweite Temperatur gereinigte und wieder erwärmte Inertgas einem Schleusenbereich
zugeführt wird, der einen Inertgasbereich von der Außenluft trennt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
ein Teil des durch Abkühlung auf die zweite Temperatur gereinigten und wieder erwärmten
Inertgases zur Erhöhung des Lösemittelgradienten in den Trockner zurückgeführt wird.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei
einer Unterbrechung des Druckprozesses eine Reinigung des Inertgases durch Abkühlung
lediglich bis auf einen Wert unterhalb von 50% der

Unteren Explosionsgrenze" durchgeführt wird, bei dem ein gefahrloses Nachströmen von
Luft erfolgen kann, und daß die weitere Reinigung des Abgases dann auf andere Weise
durchgeführt wird.
17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
allen Trocknern einer Rotationstiefdruckmaschine als Trocknungsgas ein Inertgas Verwendung
findet, dessen Durchsatz durch den Trockner so gewählt wird, daß im Trockner eine
im Vergleich zur Trocknung mit Luft sehr hohe Lösemittelkonzentration entsteht.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß nur im Finaltrockner
als Trocknungsgas ein Inertgas Verwendung findet, dessen Durchsatz durch den Trockner
so gewählt wird, daß im Trockner eine im Vergleich zur Trocknung mit Luft sehr hohe
Lösemittelkonzentration entsteht.