[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufzug mit einer in einem Aufzugsschacht zwischen einem
Schachtkopf und einer Schachtgrube verfahrbaren Aufzugskabine und einem unterhalb
eines Eingangsbereiches einer der Schachtgrube nächstgelegenen Stockwerktür des Aufzugsschachtes
angordneten Maschinenraum mit einem Zugang für Unterhaltsarbeiten an der für den Betrieb
des Aufzuges notwendigen Antriebseinrichtung.
[0002] Aus der Patentschrift EP 0 415 218 ist ein Aufzug mit einem unten angeordneten Maschinenraum
bekannt geworden. Die Antriebsmaschine und die Steuerung sind in einem Raum türseitig,
seitlich des Aufzugsschachtes unterhalb des untersten Stockwerkes angeordnet. Der
Raum ist an seiner Oberseite durch einen Deckel abgeschlossen. Bei geöffnetem Deckel
ist der Raum von oben her zugänglich.
[0003] Ein Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, dass der nur von oben zugängliche,
mit Antriebsmaschine, Konsole, Treibscheibe und Schaltschrank überstellte Raum kaum
freie Standfläche für das Unterhaltspersonal bietet. Zudem besteht die Gefahr, dass
bei Unterhaltsarbeiten Kleidungsstücke von rotierenden Teilen erfasst werden können.
Weiter nachteilig ist, dass der im Eingangsbereich der Aufzugstür liegende Deckel
beim Überschreiten Körperschall erzeugt, der bis auf weite Entfernung hörbar ist.
Zudem sammelt sich im Randbereich des Deckels Schmutz an, der bei jedem Öffnen in
den Maschinenraum fällt.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und einen
unten angeordneten Maschinenraum gut zugänglich zu machen.
[0005] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass der Zugang zum Maschinenraum von Aussen nicht sichtbar ist und keine besonderen
baulichen Massnahmen wie beispielsweise Bodendurchdringungen, Deckelrahmen, Fussbodenanschlüsse
an den Deckelrahmen, Schallschutzmassnahmen, usw. notwendig sind. Trotzdem ist der
Maschinenraum auch bei auf dem untersten Stockwerk steckengebliebener Aufzugskabine
zugänglich. Notbetriebsfunktionen sind in jedem Fall ohne weiteres ausführbar. Ausserdem
kann im Normalfall die Schachtgrube als Zugang zum Maschinenraum genutzt werden.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand von ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Horizontalschnitt durch einen Eingangsbereich des untersten Stockwerkes einer
Aufzugsanlage,
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch den Eingangsbereich gemäss Fig. 1 und
- Fig. 3
- Einzelheiten einer Türschwelle.
[0007] In den Fig. 1 bis 3 ist mit 1 ein Aufzugsschacht bezeichnet, der durch Schachtseitenwände
2 und einer Schachtrückwand 2.1 abgeschlossen ist. Eine frontseitige Schachtwand 3
weist eine Öffnung für die Stockwerktür 4 auf, die beispielsweise aus Zargenelementen
4.3, aus einem ersten Teleskopflügel 4.1 und einem zweiten Teleskopflügel 4.2 besteht.
Die Teleskopflügel 4.1, 4.2 sind in ersten Nuten 5 einer festen Schwelle 6 geführt.
Auf der Seite eines Eingangsbereiches 7 ist eine der Notbedienung des Aufzuges dienende,
bewegliche Schwelle 8 vorgesehen. Bei geöffneter Schwelle 8 bietet eine Aussparung
11 Zugang zu einem unterhalb des Eingangsbereiches 7 liegenden Maschinenraum 9, der
mittels Maschinenraumwänden 9.1 und einer Stockwerkdecke 9.2 abgeschlossen ist. Der
Maschinenraum 9 ist nicht nur von der Aussparung 11 aus zugänglich, sondern auch von
einer Schachtgrube 10 des Aufzugsschachtes 1. Der Einstieg in die Schachtgrube 10
erfolgt von der der Schachtgrube 10 nächstgelegenen Stockwerktür 4 aus.
[0008] Bei Unterhaltsarbeiten wird die Aufzugskabine mindestens ein Stockwerk oberhalb des
untersten Stockwerkes parkiert. Das Unterhaltspersonal hat dann freien Zugang zur
Schachtgrube 10 über die unterste Stockwerktür 4. Der zur Schachtgrube 10 hin offene
Maschinenraum 9 ist für Unterhaltsarbeiten von der Schachtgrube 10 aus leicht zugänglich.
Bei steckengebliebener Aufzugskabine auf dem untersten Stockwerk können Notbetriebsfunktionen
wie beispielsweise Inbetriebsetzung einer Evakuiervorrichtung, Einschalten der Schachtbeleuchtung,
Lüftung der Bremse bei einem Seilaufzug oder Betätigung von Ventilen und/oder einer
Handpumpe bei einem Hydraulikaufzug via Aussparung 11 ausgeführt werden. Die dazu
notwendigen Bedienelemente einer mit 12 bezeichneten Antriebseinrichtung eines Seilaufzuges
oder eines Hydraulikaufzuges sind so angeordnet, dass sie via Aussparung 11 manuell
bedienbar sind. Fig. 2 zeigt ein Hydraulikaggregat 12 eines Hydraulikaufzuges mit
den Bedienelementen Handpumpe 12.1, Notablasshahn 12.2 und Absperrhahn 12.3. Der Absperrhahn
12.3 ist in geschlossener Stellung gezeigt. Nicht dargestellt ist der Öltankverschluss
und die Ölstandsanzeige. Die genannten Bedienelemente sind von der Aussparung 11 wie
auch von der Schachtgrube 10 aus zugänglich, bedienbar und/oder kontrollierbar.
[0009] Zur Steuerung des Aufzuges ist eine Steuereinrichtung 13 vorgesehen, die beispielsweise
an einem Zargenelement 4.3 angeordnet ist, womit die Zugänglichkeit von ausserhalb
des Schachtes 1 gewährleistet ist.
[0010] Fig. 3 zeigt Einzelheiten der festen Türschwelle 6 und der beweglichen Türschwelle
8. Die feste Türschwelle 6 weist einen H-förmigen Querschnitt auf, wobei zwischen
den oberen H-Schenkeln 6.1 ein die ersten Nuten 5 bildender Führungskörper 5.1 angeordnet
ist. Die unteren H-Schenkel 6.2 wie auch die oberen H-Schenkel 6.1 dienen als Verstärkung
der festen Schwelle 6. Die bewegliche Schwelle 8 wird von einem Rahmen 8.1 getragen,
der einerseits am Baukörper und andererseits an der festen Schwelle 6 angeordnet ist.
Der Rahmen 8.1 weist eine zweite, umlaufende Nut 8.2 auf, die der Halterung der beweglichen
Schwelle 8 dient und die den Maschinenraum 9 vor eindringendem Wasser und Schmutz
schützt. Die bewegliche Schwelle 8 kann gegen ein Zargenelement 4.3 hin aufgeklappt
werden oder aus dem Rahmen 8.1 gehoben werden. Nicht dargestellt ist ein an der beweglichen
Schwelle 8 angeordneter Riegel und/oder ein an der beweglichen Schwelle 8 angeordnetes
Schloss, die die Betätigung der Bedienelemente durch nichtautorisierte Personen verhindern.
1. Aufzug mit einer in einem Aufzugsschacht (1) zwischen einem Schachtkopf und einer
Schachtgrube (10) verfahrbaren Aufzugskabine und einem unterhalb eines Eingangsbereiches
(7) einer der Schachtgrube (10) nächstgelegenen Stockwerktür (4) des Aufzugsschachtes
(1) angordneten Maschinenraum (9) mit einem Zugang für Unterhaltsarbeiten an der für
den Betrieb des Aufzuges notwendigen Antriebseinrichtung (12),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Maschinenraum (9) von der Schachtgrube (10) des Aufzugsschachtes (1) und/oder
von einer Schwelle (8) der Stockwerktür (4) aus zugänglich ist.
2. Aufzug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwelle (8) beweglich ist und unterhalb der Schwelle (8) eine Aussparung
(11) vorgesehen ist, die Zugang zu dem unterhalb des Eingangsbereiches (7) liegenden
Maschinenraum (9) bietet.
3. Aufzug nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schwelle (8) klappbar oder abhebbar ist.
4. Aufzug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Halterung der beweglichen Schwelle (8) ein Rahmen (8.1) mit einer zweiten
Nut (8.2) vorgesehen ist.
5. Aufzug nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (8.1) einerseits am Baukörper und andererseits an einer festen Schwelle
(6) angeordnet ist.