[0001] Die Erfindung betrifft ein stückförmiges Mittel für den Toilettenbereich sowie ein
Verfahren zur Herstellung des stückförmigen Mittels.
[0002] Die bekannten stückförmigen Mittel für den Toilettenbereich sind überwiegend einfarbig.
Solche Mittel für den Toilettenbereich sollen jedoch nicht nur die gewünschte Reinigung
und Beduftung des Toilettenbereichs bewirken. Es ist auch erforderlich, daß sie ansprechend
aussehen und dem Verbraucher auch optisch die Reinigungswirkung und Reinigungskraft
vor Augen führen.
[0003] Hierzu gehört beispielsweise, daß die Mittel eine gleichmäßige Schaumentwicklung
aufweisen, da die Verbraucher die Schaumbildung als Maß für die Reinigungskraft des
eingesetzten Mittels ansehen.
[0004] Weiterhin sind mehrfarbige stückförmige Mittel bekannt, die zwar optisch ansprechend
sind, jedoch eine aufwendige Herstellung erfordern, da für jede Masse einer Farbe
ein separater Extruder eingesetzt werden und die verschiedenartigen Stränge anschließend
zusammengeführt werden müssen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein optisch ansprechendes stückförmiges
Mittel für den Toilettenbereich bereitzustellen, bei dem den zunehmenden Wünschen
des Verbrauchers nach Visualisierung der Reinigungswirkung und Reinigungskraft Rechnung
getragen wird, wobei das Mittel zudem einfach und kostengünstig herstellbar sein soll.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Durch die Verwendung farbiger oder eingefärbter Wirkstoffe zur Herstellung des Mittels
wird eine ansprechende Optik erzielt. Die diskreten Farbzentren visualisieren dem
Verbraucher zudem die besondere Wirksamkeit und Reinigungskraft des Mittels.
[0008] Durch die statistische Einbettung der Farbzentren in der Masse tritt auch keine lokal
geänderte Auflösegeschwindigkeit und kein

Auseinanderfallen" des Mittels auf, wie es bei Mitteln mit zwei getrennten unterschiedlichen
Farbbereichen teilweise der Fall ist.
[0009] Üblicherweise werden stückförmige Mittel durch Extrudieren hergestellt, wobei während
des gesamten Herstellungsprozesses des Mischens, Knetens und Extrudierens auf die
einzelnen Bestandteile große Kräfte und Drücke wirken. Der gesamte Herstellungsprozeß
ist gerade auf eine innige Durchmischung und

vollständige" Homogenisierung der Bestandteile gerichtet, so daß es erstaunlich ist,
daß die farbigen und/oder eingefärbten Wirkstoffe trotz der während des Herstellungsprozesses
wirkenden Kräfte als diskrete Farbzentren in dem Mittel weitgehend erhalten bleiben
und nicht aufgerieben werden.
[0010] Zu den sonstigen Bestandteilen des Mittels werden die gewünschten gefärbten oder
farbigen Wirkstoffe einfach hinzugeben, die Masse wird innig gemischt, geknetet und
anschließend mittels eines Extruders zu einem endlosen Strang geformt und dieser dann
in Stücke oder Blöcke geeigneter Form geschnitten.
[0011] Die Farbzentren sind statistisch in dem Mittel verteilt. Im allgemeinen beträgt die
gemittelte Korngröße der Farbzentren etwa zwischen 0,03 mm bis etwa 3 mm, vorzugsweise
etwa 0,5 bis 2 mm und besonders bevorzugt etwa 1 mm. Die Korngröße, die erforderlich
ist, um das gewünschte Aussehen zu erzielen, hängt selbstverständlich auch von dem
Farbkonstrast zwischen der Grundfarbe und der Farbe der Farbzentren ab.
[0012] Neben einem überwiegend weißen Mittel mit beispielsweise blauen statistisch verteilten
Farbzentren kann ebenso auch ein Mittel mit einer

bunten" Grundfarbe hergestellt werden, in dem weiße, schwarze oder

bunte" Wirkstoffe einer anderen Farbe als der Grundfarbe eingebettet sind.
[0013] Prinzipiell wird unter Farbe im Sinne der vorliegenden Erfindung jede Farbe einschließlich
der Nichtfarben weiß, grau und schwarz verstanden.
[0014] Unter

Wirkstoffe" sind sämtliche feste Stoffe zu verstehen, die zu Reinigungs-, Enthärtungszwecken,
zur Beduftung, zur Einstellung des pH-Wertes, zur Gewährleistung der Stabilität des
Mittels, zur Verbesserung des Abspülverhaltens oder aus sonstigen Zwecken in Toilettenreinigungsmitteln
eingesetzt werden können.
[0015] Als farbige oder gefärbte Wirkstoffe können beispielsweise Sequestriermittel, Enzyme,
saure, neutrale oder alkalische Salze, anionischeTenside, Desinfektionsmittel, Bleichmittel,
Aktivatoren, Komplexierungsmittel und Kalk und Urinstein lösende Säuren, jeweils farbig
oder eingefärbt, dienen.
[0016] Unter den gefärbten Sequestriermittels hat sich insbesondere Natriumtripolyphosphat
bewährt, wobei vorzugsweise calciniertes gefärbtes Natriumtripolyphosphat eingesetzt
wird. Dieses calcinierte gefärbte Natriumtripolyphosphat wird in vielen verschiedenen
Farben angeboten und kann beispielsweise von der Fa. Impag in Offenbach bezogen werden.
[0017] Weiterhin ist es möglich, farbige Desinfektionsmittel einzusetzen, beispielsweise
Iod-Polyvinylpyrrolidon, mittels dessen braune Farbzentren bereitgestellt werden können.
Iod-Poylvinylpyrrolidon ist bei der Fa. BASF erhältlich.
[0018] Auch mit eingefärbten Enzymen konnten optisch ansprechende, Farbzentren aufweisende
Mittel hergestellt werden. Der Bezug solcher eingefärbter Enzyme ist beispielsweise
bei den Firmen Novo Nordisk oder Genencor möglich.
[0019] Gute Ergebnisse zur Bereitstellung der erfindungsgemäßen Mittel mit Farbzentren wurden
auch mit eingefärbtem Soda, das bei der Firma Crossfield zu beziehen ist, erzielt.
[0020] Besonders gute Ergebnisse wurden bei Einsatz calcinierter Wirkstoffe erreicht.
[0021] Die farbigen oder eingefärbten Wirkstoffe können in Konzentrationen von 0,1 % bis
zu 50% in dem Mittel eingesetzt werden. Die jeweils gewählte Konzentration hängt natürlich
unter anderem von dem gewünschten Aussehen ab. Selbstverständlich kann auch nur ein
bestimmter Anteil eines Wirkstoffes als farbiger oder eingefärbter Wirkstoff oder
ein Gemisch mehrerer gefärbter oder farbiger Wirkstoffe zugegeben werden.
[0022] Neben den erfindungsgemäßen farbigen und/oder gefärbten Wirkstoffen umfaßt das erfindungsgemäße
Mittel etwa 10 bis 60 Gew%, vorzugsweise 10 bis 50 Gew% anionische Tenside (a). Dabei
finden insbesondere solche, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylsulfat, Fettalkoholsulfat,
Fettalkoholethersulfat und Alkylbenzolsulfonat oder deren Mischungen Verwendung. Dabei
sind Alkylkettenlängen der Alkylreste oder Fettsäurebestandteile von C
8-C
18 bevorzugt.
[0023] Nichtionische Tenside (b) können wahlweise eingesetzt werden. Hier eignen sich besonders
die Anlagerungsprodukte von 3 bis 80 Mol Ethylenoxid an 1 Mol einer aliphatischen
Verbindung mit im wesentlichen 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, die ausgewählt sind aus
der Gruppe der Alkohole und Fettsäuren. Aber auch alkylaromatische Verbindungen, wie
Alkylphenole, sind hier geeignet. Der Anteil der nichtionischen Tenside in dem erfindungsgemäßen
Mittel kann bis zu 20 Gew% betragen.
[0024] Bei den amphoteren Tensiden (c) werden 0 bis 10 Gew% eingesetzt, vorzugsweise sind
es 0 bis 5 Gew%, insbesondere zwischen 0,1 Gew% und 4 Gew%, bevorzugt zwischen 0,3
Gew% und 3 Gew% und besonders bevorzugt zwischen 0,5 Gew% und 2,5 Gew% Betain, das
zusätzlich zu der Carboxygruppe und dem quartären Stickstoffatom an wenigstens einem
Rest wenigstens ein Heteroatom aufweist. Die obigen Gewichtsprozentangaben beziehen
sich auf die Masse der Betaine als Reinsubstanz.
[0025] Von diesen Betainen sind die eine alkylverbrückte Amidfunktion umfassenden Betaine,
insbesondere die Fettsäure-amidopropyl-Betaine mit einem C
5-C
21-Fettsäureanteil besonders bevorzugt. Generell ist es vorteilhaft, daß die amphoteren
Tenside beliebig mit dem jeweils verwendeten anionischen und gegebenenfalls nichtionischen
Tensid oder den anionischen und gegebenenfalls nichtionischen Tensiden kombinierbar
sind.
[0026] Die Betaine sind als konzentrierte wäßrige Lösungen mit einem Wassergehalt von weniger
als 60 Gew%, vorzugsweise mit weniger als 55 Gew% Wasser, bereits so dünnflüssig,
daß sie mit den anderen Bestandteilen der Zusammensetzung gemischt und extrudiert
werden können. Hierdurch wird der Wasseranteil des Mittels nicht unnötig erhöht, und
es kann ein kompaktes Mittel in hoher Wirkkonzentration bereitgestellt werden.
[0027] Der Reinigungsblock kann 0 bis 5 Gew% zumindest eines Lactobionsäurederivats (d)
enthalten. Bei einem zumindest ein Lactobionsäurederivat enthaltenden Mittel sind
Konzentrationsbereiche zwischen 1 und 4 Gew. %, insbesondere zwischen 1 und 2,5 Gew%,
bevorzugt.
[0028] Der Gesamtanteil der Komponenten (c) und (d) sollte 0,5 bis 10 Gew% betragen. Die
Komponenten (c) und/oder (d) dienen im wesentlichen als Schaumbildner. Bei Verwendung
von Lactobionsäurederivaten als Schaumbildner kann man bei gleicher Schaumwirkung
die zugesetzte Menge an Schaumbildnern gegenüber herkömmlichen Formulierungen um etwa
die Hälfte oder mehr reduzieren.
[0029] Das Mittel gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform kann 20 bis 80 Gew% anorganisches
Salz (e), vorzugsweise 40 bis 75 Gew% eines anorganischen Salzes, das ausgewählt ist
aus der Gruppe bestehend aus den Alkali- und/oder Erdalkalisalzen der Schwefelsäure,
Phosphorsäuren, Stickstoffsäuren, Kohlensäure oder Salzsäure oder deren Mischungen,
enthalten. Dadurch läßt sich die Konsistenz und das Abspülverhalten des Reinigungsblockes
günstig beeinflussen.
[0030] In dem Mittel kann auch Parfum (f) in einem Anteil von 0 bis 10 Gew%, vorzugsweise
2 bis 7 Gew%, enthalten sein. Dadurch wird die Desodorierung des Toilettenbereiches
bewirkt. Gleichzeitig kann das Parfum dann, wenn es in Form von flüssigen Parfumölen
eingesetzt wird, aber auch die Konsistenz des fertigen Reinigungsblockes mitbestimmen
und trägt insbesondere zur Plastifizierung der Rohmasse bei.
[0031] Als weiteren wahlweisen Bestandteil kann das erfindungsgemäße Mittel Farbe (g) zur
Erzielung der Grundfarbe enthalten. Als Farbbestandteil eignen sich grundsätzlich
Pigmente und Farbstoffe. Wenn man erreichen will, daß das erfindungsgemäße Mittel,
wenn es z. B. als Reinigungsblock eingesetzt wird, eine Grundfarbe aufweist, wird
bevorzugt Farbe in Form von Pigmenten zugesetzt. Andererseits kann es aber auch erwünscht
sein, daß die von dem Reinigungsblock während eines Spülvorgangs abgelösten Bestandteile
in Form einer farbigen Lösung für den Verbraucher sichtbar werden. Dies ist z. B.
bevorzugt der Fall, wenn das erfindungsgemäße Mittel im wesentlichen als Duftspender
eingesetzt wird, wobei der Duftspender dann aufgrund der enthaltenen oberflächenaktiven
Stoffe in Form der Tenside selbstverständlich auch eine Reinigungswirkung entfaltet.
Um eine solche farbige Lösung der Grundfarbe zu erzielen, wird man bevorzugt Farbstoffe
als Bestandteil des Mittels wählen. Auch eine Kombination von Pigment(en) und Farbstoff(en)
ist möglich.
[0032] Bei all diesen Farbstoffen handelt es sich im Gegensatz zu den eingefärbten oder
farbigen Wirkstoffen, die die statistisch verteilten Farbzentren bilden, um farbige
Substanzen, die durch die während des Mischens, Knetens und Extrudierens aufgemahlen
werden und somit die Mischung homogen einfärben.
[0033] Dem Mittel können auch 0 bis 30 Gew% Desinfektionsmittel (h) beigefügt werden. Vorzugsweise
werden hierfür Chlorisocyanurate, wie beispielsweise Natriumdichlorisocyanurat oder
andere chlorabspaltende Reagenzien sowie Phenole verwendet. Als chlorabspaltendes
Reagenz kann beispielsweise Triclosan Verwendung finden, unter den Phenolen ist o-Phenylphenol
zu nennen. Bei Einsatz von Triclosan oder eines Phenols können sehr viel geringere
Mengen des Desinfektionsmittels verwendet werden als dies im Fall der Chlorisocyanurate
erforderlich ist. Als Desinfektionsmittel kann ebenso Jod-Polyvinylpyrrolidon eingesetzt
werden, das gleichzeitig als farbiger Wirkstoff braune Farbzentren in dem Mittel bereitstellt.
[0034] Als Bleichmittel (i) können 0 bis 25 Gew% eines Bleichmittels auf Sauerstoffbasis
verwendet werden, wie z. B. die Natriumsalze der Percarbonate oder Perborate.
[0035] Als Aktivator (j) kann z. B. Tetraacetylethylendiamin (TAED) eingesetzt werden.
[0036] Das erfindungsgemäße Mittel kann 0 bis 5 Gew% Komplexierungsmittel (k) enthalten,
die gegen die Wasserhärte und zur Komplexbildung mit Schwermetallionen eingesetzt
werden. Die jeweiligen Mengen des Komplexierungsmittels werden entsprechend des Komplexierungsvermögens
des Mittels und entsprechend der gewünschten Abspülgeschwindigkeit gewählt.
[0037] Um zu gewährleisten, daß das Mittel eine definierte Standzeit aufweist, und daß pro
Spülvorgang jeweils die gleichen Mengen von dem stückförmigen Mittel abgespült werden,
können Abspülregulatoren (l) eingesetzt werden. Hierfür eignen sich insbesondere die
Salze aromatischer Sulfonsäuren, beispielsweise Natriumcumolsulfonat oder Natriumtoluolsulfonat.
Zu dem gleichen Zweck kann auch Dipropylenglykol eingesetzt werden. Wird die zuletzt
genannte Verbindung eingesetzt, kann ihr Anteil an dem Reinigungsblock sogar äußerst
gering gehalten werden. In aller Regel ist dann ein Anteil von bis zu 5 Gew% ausreichend.
Im Bereich der Salze der aromatischen Sulfonsäuren beträgt der Anteil bis zu 20 Gew%,
bezogen auf das fertige Mittel.
[0038] Kalk und Urinstein lösende Säuren (m) können dem Mittel zugesetzt werden, um zu verhindern,
daß sich Kalksteinablagerungen in Toilettenschüsseln bilden oder um bereits vorhandene
Ablagerungen wieder zu lösen. Hierfür eignen sich Säuren, wie Amidosulfonsäure und
Zitronensäure sowie andere organische Säuren. Sie können bis zu einem Anteil von 40
Gew% in dem fertigen Mittel enthalten sein.
[0039] Des weiteren kann das erfindungsgemäße Mittel Extrusionshilfsmittel (n) enthalten.
Diese dienen dazu, die Rohmasse des Mittels in der entsprechenden Zusammensetzung
formen zu können. Geeignete Extrusionshilfsmittel sind beispielsweise Polyethylenglykol.
In der Regel ist es ausreichend, bis zu 20 Gew% Extrusionshilfsmittel einzusetzen.
Da aber auch weitere Bestandteile des Reinigungsblockes eine bessere Formbarkeit der
Reinigungsmasse ermöglichen, kann der Anteil an zugesetztem Extrusionshilfsmittel
sehr viel geringer als 20 Gew% sein oder es kann ganz auf den Zusatz eines solchen
Mittels verzichtet werden. Zu den weiteren Bestandteilen der Reinigungsblockmasse,
die auch die Formbarkeit erleichtern, gehört u. a. das als Abspülregulator fakultativ
verwendbare Dipropylenglykol. Auch fakultativ einsetzbare Parfümöle oder flüssige
Säuren dienen diesem Zweck.
[0040] Das erfindungsgemäße Mittel kann neben den bisher genannten Bestandteilen weitere
an sich übliche Zusätze (o) bis zu einem Anteil von 5 Gew% enthalten.
[0041] Zu solchen weiteren Zusätzen gehören beispielsweise Enzyme, wie Savinase, Cellulase,
Protease und Lipase sowie Konservierungsmittel.
[0042] Das erfindungsgemäße stückförmige Mittel kann ein Reinigungsmittel in Form eines
Reinigungsblocks oder ein Duftmittel in Form eines Duftspenders sein. Beide Mittel
für den Toilettenbereich haben im wesentlichen die gleiche Zusammensetzung. Das Duftmittel
unterscheidet sich von dem Reinigungsmittel im wesentlichen durch einen höheren Anteil
an Parfum und weist in der Regel auch einen Farbbestandteil auf.
[0043] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Mittels, bei dem eine Masse entsprechender geeigneter Zusammensetzung mittels des
Strangpreßverfahrens hergestellt wird. Dabei wird die vorgemischte Masse mittels eines
Extruders zu einem endlosen Strang geformt und dieser dann in Stücke oder Blöcke geeigneter
Größe geschnitten. Die Größe der Stücke ist variabel und kann entsprechend des Einsatzzweckes
gewählt werden. In der Regel werden die Stücke so geschnitten, daß sie nach dem Schneiden
Blöcke mit einem Gewicht von in etwa 20 bis 100 g, vorzugsweise 20 bis 50 g ergeben.
Beispiele
1. Grundrezeptur für ein Reinigungsmittel
[0044]
| Rohstoff |
%-Gehalt |
| lineares Alkylbenzolsulfonat, C8 - C18 |
17 |
| Kokosfettsäureamidopropyl-Betain 1) (50 % in Wasser) |
1,0 |
| Siedesalz |
30,9 |
| Parfum |
4,2 |
| Natriumcumolsulfonat |
8,5 |
| PE-Glykol 6000 |
3,2 |
| Farbiger oder eingefärbter Wirkstoff |
x |
| Natriumsulfat |
ad 100 |
| 1) Dies entspricht einer Konzentration von 0,85 und 1,05 Gew% Kokosfettsäure - amidopropyl-betain,
bezogen auf die Reinsubstanz. |
[0045] Ausgehend von obiger Grundrezeptur wurden folgende Mittel mit unterschiedlichen Farbzentren
hergestellt:
Ausführungsbeispiel A
[0046] Als gefärbter Wirkstoff werden 2,5 g blaues Natriumtripolyphosphat, technisch, calciniert
der Firma Impag, Offenbach, eingesetzt. Laut Herstellerangabe beträgt der Siebrückstand
auf 1,00 mm 46 %, auf 0,5 mm Sieb 99 % und auf 0,30 mm Sieb 100 %. Es wird ein optisch
ansprechendes Mittel der Grundfarbe weiß mit statistisch verteilten blauen Farbzentren
erhalten. Die gemittelte Korngröße beträgt etwa 1 mm.
Ausführungsbeispiel B
[0047] Als farbiger Wirkstoff werden 4,0 g Iod-Polyviylpyrrolidon der Fa. BASF eingesetzt.
Es wird ein optisch ansprechendes Mittel der Grundfarbe weiß mit statistisch verteilten
braunen Farbzentren erhalten. Die gemittelte Korngröße beträgt etwa 0,1 mm.
Ausführungsbeispiel C
[0048] Als gefärbter Wirkstoff werden 10 g Soda der Firma Crossfield eingesetzt. Es wird
ein optisch ansprechendes Mittel der Grundfarbe weiß mit statistisch verteilten blauen
Farbzentren erhalten. Die gemittelte Korngröße beträgt etwa 1 mm.
2. Herstellungsverfahren
[0049] Alle Rohstoffe aus der jeweiligen Rezeptur 1A, 1B oder 1C werden zusammen in einen
von einem ummantelten Mischkneter mit 2 Wellen und verschiedenartig angeordneten Knet-
und Transportwerkzeugen gegeben und einige Minuten gemischt und geknetet. Die Manteltemperatur
beträgt ca. 40 bis 60°C. Durch den Knet- und Mischvorgang erwärmt sich die Masse auf
ca. 70 bis 80°C. Anschließend wird die Mischung in den Extruder mit einer Extruderwelle
gedrückt und durch das Mundstück nach außen gepreßt. Der Strang wird nun in Blöcke
und Stücke geeigneter Größe geschnitten.
1. Stückförmiges Mittel für den Toilettenbereich, das eine Grundfarbe aufweist und das
optisch wahrnehmbare über das stückförmige Mittel im wesentlichen statistisch verteilte
diskrete Farbzentren wenigstens einer anderen Farbe umfaßt, wobei die Farbzentren
eingefärbte oder farbige Wirkstoffe sind.
2. Stückförmiges Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt an eingefärbten
oder farbigen Wirkstoffen zwischen 0,1 und 50 Gew%, vorzugsweise zwischen 1 und 10
Gew% und besonders bevorzugt zwischen 2 und 6 Gew% beträgt.
3. Stückförmiges Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mittere Korngröße
der Farbzentren zwischen 0,05 mm und 3 mm, vorzugsweise zwischen 0,1 und 2 mm und
besonders bevorzugt etwa 1 mm, beträgt.
4. Stückförmiges Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkstoffe
aus der Gruppe der Sequestriermittel, der sauren, neutralen und/oder alkalische anorganische
Salze, Enzyme und/oder Desinfektionsmittel ausgewählt werden, wobei all diese Wirkstoffe
entweder eingefärbt oder farbig sind.
5. Stückförmiges Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff Natriumtripolyphosphat
oder Iod-Polyvinylpyrrolidon oder Soda ist.
6. Stückförmiges Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wirkstoff calciniert
ist.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6 bestehend aus 0,5 bis 50 Gew% farbigem oder
eingefärbtem Wirkstoff und
a) 10 - 60 Gew% anionischem Tensid
b) 0 - 20 Gew% nichtionischem Tensid
c) 0 - 10 Gew% amphoterem Tensid
d) 0 - 5 Gew% zumindest eines Lactobionsäurederivats
e) 20 - 80 Gew% anorganischem Salz
f) 0 - 10 Gew% Parfum
g) 0 - 5 Gew% Farbe
h) 0 - 30 Gew% Desinfektionsmittel
i) 0 - 25 Gew% Bleichmittel
j) 0 - 7 Gew% Aktivator
k) 0 - 5 Gew% Komplexierungsmittel
l) 0 - 20 Gew% Abspülregulator
m) 0 - 40 Gew% Kalk- und Urinstein lösender Säure
n) 0 - 20 Gew% Extrusionshilfsmittel
o) 0 - 5 Gew% weiteren Zusätzen,
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bestehend aus 1 bis 10 Gew% farbigem oder
eingefärbtem Wirkstoff und
a) 10 - 50 Gew% anionischem Tensid, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylsulfat,
Fettalkolsulfat, Fettalkoholethersulfat und Alkylbenzolsulfonat oder deren Mischungen
b) 0 - 20 Gew% nichtionischem Tensid, ausgewählt aus der Gruppe der Anlagerungsprodukte
von 3 - 80 Mol Ethylenoxid an langkettige aliphatische Alkohole und Fettsäurealkohole
mit 8 - 20 C-Atomen
c) 0 - 5 Gew% Fettsäure-amidopropyl-Betain mit einem C5-C21-Fettsäureanteil
d) 0 - 5 Gew% zumindest eines Lactobionsäurederivats, ausgewählt aus der Gruppe
der Amide
e) 40 - 75 Gew% anorganischem Salz, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den
Alkali- und/oder Erdalkalisalzen der Schwefelsäure, Phosphorsäuren, Stickstoffsäuren,
Kohlensäure oder Salzsäure oder deren Mischungen
f) 2 - 7 Gew% Parfum
g) 0 - 5 Gew% Farbe
h) 0 - 30 Gew% Desinfektionsmittel
i) 0 - 25 Gew% Bleichmittel
j) 0 - 7 Gew% Aktivator
k) 0 - 5 Gew% Komplexierungsmittel
l) 0 - 20 Gew% Abspülregulator
m) 0 - 40 Gew% Kalk- und Urinstein lösender Säure
n) 0 - 20 Gew% Extrusionshilfsmittel
o) 0 - 5 Gew% weiteren Zusätzen,
wobei der Gesamtanteil der Komponenten c) und d) 0,5 - 10 Gew % beträgt
9. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8 bestehend aus 2 bis 6 Gew% farbigem oder eingefärbtem
Wirkstoff und
a) 10 - 50 Gew% anionischem Tensid, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylsulfat,
Fettalkoholsulfat, Fettalkoholethersulfat und Alkylbenzolsulfonat oder deren Mischungen
b) 0 - 20 Gew% nichtionischem Tensid, ausgewählt aus der Gruppe der Anlagerungsprodukte
von 3 - 80 Mol Ethylenoxid an langkettige aliphatische Alkohole und Fettsäurealkohole
mit 8 - 20 C-Atomen
c) 0 -5 Gew % Fettsäure-amidopropyl-Betain mit einem C5 - C21-Fettsäureanteil
d) 0 - 5 Gew% zumindest eines Lactobionsäurederivats, ausgewählt aus der Gruppe
der Amide
e) 40 - 75 Gew% anorganischem Salz, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den
Alkali- und / oder Erdalkalisalzen der Schwefelsäure, Phosphorsäuren, Stickstoffsäuren,
Kohlensäure oder Salzsäure oder deren Mischungen
f) 2 - 7 Gew% Parfum
g) 0,5 - 5 Gew% Farbe in Form zumindest eines Pigmentes und / oder Farbstoffes
h) 0 - 30 Gew% Desinfektionsmittel
i) 0 - 25 Gew% Bleichmittel
j) 0 - 7 Gew% Aktivator
k) 0 - 5 Gew% Komplexierungsmittel
l) 0 - 20 Gew% Abspülregulator
m) 0 - 40 Gew% Kalk- und Urinstein lösender Säure
n) 0 - 20 Gew% Extrusionshilfsmittel
o) 0 - 5 Gew% weiteren Zusätzen,
wobei der Gesamtanteil der Komponenten c) und d) 0,5 - 10 Gew% beträgt.
10. Verfahren zur Herstellung eines Mittels nach einem der vorangegangen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zu der zu extrudierenden Mischung, die ggf. auch Mittel zur Erzielung
einer im wesentlichen homogenen Grundfarbe umfassen kann, zusätzlich eingefärbte und/oder
farbige Wirkstoffe zugegeben werden und diese Mischung gerührt, geknetet und anschließend
mittels eines Extruders zu einem Strang geformt und dieser in Blöcke geeigneter Größe
geschnitten wird.