[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn wie insbesondere
einer Papier- oder Kartonbahn, in der die Materialbahn über wenigstens eine insbesondere
glatte Stützfläche und anschließend zusammen mit einem porösen Stützband zu einer
Umlenkwalze oder dergleichen geführt ist, wobei die von der Stützfläche ablaufende
Materialbahn mittels einer Unterdruckzone an das poröse Stützband ansaugbar ist, die
an die von der Materialbahn abgewandte Seite des porösen Stützbandes angrenzt und
zwischen diesem und einer gegenüberliegenden Wand eines Saugkastens definiert sowie
an ihrem in Bahnlaufrichtung vorderen Ende durch wenigstens ein mit dem Stützband
zusammenwirkendes Dichtelement abgedichtet ist und sich mit ihrem hinteren Ende zumindest
im wesentlichen bis zur Umlenkwalze erstreckt, und wobei die Saugkastenwand mit einer
insbesondere schlitzartigen ersten Saugöffnung versehen ist, die im Bereich des der
Umlenkwalze benachbarten hinteren Endes der Unterdruckzone angeordnet und durch die
hindurch Luft aus der Unterdruckzone absaugbar ist.
[0002] Bei einer aus der DE-A1-195 27 289 bekannten Vorrichtung ist die dem porösen Stützband
gegenüberliegende Saugkastenwand lediglich im Bereich des in Bahnlaufrichtung betrachtet
hinteren Endes mit einer Saugöffnung versehen.
[0003] Sobald sich die Materialbahn von der beispielsweise durch einen Trockenzylinder gebildeten
Stützfläche ablöst, wird sie durch den Unterdruck auf der Rückseite des beispielsweise
durch ein Trockensieb gebildeten porösen Stützbandes an diesem Stützband gehalten.
Das bisherige Saugkastenprinzip bringt nun aber eine Reihe von Nachteilen mit sich.
So kann selbst dann, wenn das Dichtelement unmittelbar an dem porösen Stützband anliegt,
was praktisch nie der Fall ist, nicht verhindert werden, daß gerade auch im Bereich
dieses Dichtelements Luft in die Unterdruckzone eindringt. Dies ist auf die Porosität
des Stützbandes zurückzuführen, die einen gewissen Luftdurchgang durch das Stützband
zur Folge hat. Hinter dem Dichtelement tritt dann ein entsprechender Druckverlust
auf. Hinzu kommt, daß die noch feuchte Materialbahn dazu neigt, an der insbesondere
glatten, beispielsweise durch einen Trockenzylinder gebildeten Stützfläche haften
zu bleiben. Es liegt somit erst in einem gewissen Abstand vom Dichtelement ein ausreichender
Unterdruck vor, um die Materialbahn gegen das poröse Stützband zu saugen.
[0004] Probleme ergeben sich auch beim in der Regel in zwei Schritten erfolgenden Einführen
einer jeweiligen Materialbahn. So kommt es beim Einführen der Spitze bzw. des anfänglichen
Randstreifens einer jeweiligen Materialbahn ohne Seile infolge des Anhaftens an der
glatten Stützfläche sowie angesichts des Unterdruckmangels hinter dem noch nicht oder
allenfalls geringfügig bedeckten Stützbandes dazu, daß sich die Spitze nicht von der
glatten, beispielsweise durch ein Trockenzylinder gebildeten Stützfläche löst und
demzufolge bis zu einem üblicherweise vorgesehenen Schaber weiterläuft, wobei sie
schließlich durch Luftdruck wieder zum Stützband zurückgebracht werden muß. Wird die
Spitze schließlich von dem porösen Stützband mitgenommen, so kann nach wie vor Luft
durch das Stützband hindurch in die Unterdruckzone gelangen. Ein entsprechender Luftdurchtritt
ist hierbei insbesondere seitlich der Spitze möglich. Daraus folgt eine wesentliche
Reduzierung des Unterdrucks, so daß schließlich erst im Bereich des nahe am hinteren
Ende der Unterdruckzone vorgesehenen Saugschlitzes ein ausreichender Unterdruck vorliegt,
um die Materialbahn an das Stützband anzusaugen und an diesem zu halten.
[0005] Einer Bahnabhebung wird bisher stets dadurch entgegengewirkt, daß der Saugkasten
und/oder die Unterdruckzone entsprechend unterteilt wird. Durch eine entsprechende
Unterteilung kann dann beispielsweise über die Spitzenbreite ein höherer Unterdruck
erzeugt werden. Der betreffende Kastenaufbau ist entsprechend aufwendig und komplex,
zumal die entsprechenden Zusatzmittel erforderlich sind. Erst wenn die Materialbahn
in vollem Umfang breitgefahren und das poröse Stützband zumindest im wesentlichen
über seine ganze Breite bedeckt ist, herrscht in der ganzen Unterdruckzone ein hinreichender
Unterdruck, um die Materialbahn an das Stützband anzusaugen und an diesem zu halten.
Allerdings kann auch in dieser Betriebsphase durchaus noch Fremdluft in die Unterdruckzone
gelangen, und zwar im Bereich des mit dem Stützband zusammenwirkenden Dichtelements
durch das poröse Stützband hindurch und an den beiden seitlichen Bahnrändern, d.h.
sowohl auf der Führerseite als auch auf der Triebseite.
[0006] Während des Betriebs kommt es nun auf dem geradlinigen Weg zwischen der insbesondere
glatten Stützfläche und der Umlenkwalze zu Randabhebungen der Materialbahn. Diese
können sowohl auf der Führer- als auch auf der Triebseite auftreten, auf der üblicherweise
kein besonderer Spitzenbreiten- oder Randstreifenbereich vorgesehen ist. Die Randabhebungen
sind unregelmäßig und von kurzer Dauer, so daß eine Art Bahnflattern auftritt. Ursächlich
dafür sind vor allem der verringerte Unterdruck nach dem Dichtelement sowie ein Verlust
an Unterdruck an den beiden seitlichen Rändern der Materialbahn. Ausschlaggebend für
solche im Bereich des geradlinigen Verlaufs der Materialbahn zwischen der insbesondere
glatten Stützfläche und der Umlenkwalze auftretenden Bahnrandabhebungen sowohl auf
der Führer- als auch auf der Triebseite sind insbesondere auch die zwischen der Materialbahn
und der beispielsweise durch einen Trockenzylinder gebildeten Stützfläche auftretenden
Luftturbulenzen mit sich bringen.
[0007] Ziel der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei der die zuvor genannten Probleme beseitigt sind und praktisch ohne zusätzlichen
Energieaufwand sowie ohne das bisherige Erfordernis einer Unterteilung des Saugkastens
bzw. der Unterdruckzone an sämtlichen maßgeblichen Stellen der Unterdruckzone ein
hinreichender Unterdruck sichergestellt ist.
[0008] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß eine zusammenhängende Unterdruckzone
vorgesehen ist und daß die Saugkastenwand mit wenigstens einer weiteren in diese Unterdruckzone
mündenden Saugöffnung versehen ist.
[0009] Aufgrund dieser Ausbildung wird der Luftdurchtritt durch die Saugkastenwand auf verschiedene
Stellen verteilt, so daß zumindest ein weiterer Bereich relativ hohen Unterdrucks
geschaffen wird, der mit dem im Bereich der ersten Saugöffnung verschmelzen kann.
Durch eine entsprechende Positionierung der wenigstens einen weiteren Saugöffnung
kann somit insbesondere auch unmittelbar hinter dem Dichtelement sowie an den seitlichen
Bahnrändern für den erforderlichen Unterdruck gesorgt werden. Eine Unterteilung des
Saugkastens bzw. der Unterdruckzone ist dazu nicht erforderlich. Auch der Gesamtenergieverbrauch
wird praktisch nicht erhöht. Obwohl das poröse Stützband beim Einführen der Spitze
bzw. des Randstreifens einer jeweiligen Materialbahn nur teilweise bedeckt ist, ist
aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung nunmehr sichergestellt, daß die Bahnspitze
über ihre gesamte in Bahnlaufrichtung gemessene Länge am porösen Stützband haftet.
Durch eine entsprechende Positionierung der wenigstens einen weiteren Saugöffnung
kann u.a. dafür gesorgt werden, daß die im Bereich des Dichtelements in die Unterdruckzone
eindringende Fremdluft möglichst rasch wieder abgesaugt wird, so daß bereits am in
Bahnlaufrichtung vorderen Ende dieser Unterdruckzone der erforderliche Unterdruck
vorherrscht, um die Materialbahn von der insbesondere glatten, beispielsweise durch
einen Zylinder gebildeten Stützfläche abzulösen. Die Bahnspitze läuft somit zusammen
mit dem Stützband von der insbesondere glatten Stützfläche ab, so daß die bisherige
Druckluftbeaufschlagung im Bereich eines Schabers entfallen könnte. Durch die an den
maßgeblichen Stellen erfolgte Erhöhung des Unterdrucks kann auch der zuvor genannte,
infolge von Luftturbulenzen zwischen der Materialbahn und der beispielsweise durch
einen Trockenzylinder gebildeten Stützfläche kompensiert werden. Nachdem auch im übrigen
durch eine entsprechende Positionierung wenigstens einer weiteren Saugöffnung jeweiligen
Unterdruckverlusten in der Unterdruckzone entgegengewirkt werden kann, können die
bisher auftretenden Bahnrandabhebungen praktisch beseitigt werden. Solche Bahnrandabhebungen
sind somit trotz des mit dem seitlich aus der Maschine austretenden Luftstrom erzeugten
Unterdrucks im Bereich zwischen der Materialbahn und dem die insbesondere glatte Stützfläche
bildenden Zylinder und der dadurch bestehenden Neigung der Bahn, von dem Stützband
abgehoben zu werden, praktisch ausgeschlossen. Durch eine entsprechende Positionierung
der wenigstens einen weiteren Saugöffnung kann somit dafür gesorgt werden, daß durch
das poröse Stützband hindurch in die Unterdruckzone gelangte Fremdluft über den Saugkasten
so schnell wie möglich wieder aus dieser Unterdruckzone abgesaugt wird, so daß im
Ergebnis der an den maßgeblichen Stellen der Unterdruckzone bereits vorherrschende
Unterdruck entsprechend erhöht wird.
[0010] Bei einer aus der DE-U-296 01 543 bekannten Vorrichtung der eingangs genannten Art
ist die Unterdruckzone in eine kleinere, auf den Ablaufbereich beschränkte Teilzone
und eine sich in Bahnlaufrichtung daran anschließende weitere, sich bis in den Bereich
einer perforierten Umlenkwalze erstreckende und über diese abgesaugte Teilzone unterteilt.
[0011] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist wenigstens eine jeweilige weitere Saugöffnung schlitzartig ausgeführt.
[0012] Die Materialbahn kann insbesondere zusammen mit dem Stützband über die Stützfläche
geführt sein, wobei vorzugsweise die Materialbahn die Stützfläche berührt. Dabei ist
das am vorderen Ende der Unterdruckzone vorgesehene, mit dem Stützband zusammenwirkende
Dichtelement vorzugsweise in dem Bereich angeordnet, in dem das die Materialbahn mitführende
Stützband von der Stützfläche abläuft.
[0013] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist wenigstens eine jeweilige weitere Saugöffnung im Bereich des vorderen Endes der
Unterdruckzone angeordnet, wodurch erreicht wird, daß der jeweils gewünschte Unterdruck
bereits unmittelbar hinter dem Dichtelement vorliegt. Eine solche Saugöffnung kann
insbesondere schlitzartig ausgeführt sein und sich quer zur Bahnlaufrichtung erstrecken.
Von Vorteil ist auch, wenn sich diese schlitzartige Saugöffnung lediglich über einen
Teil der Maschinenbreite erstreckt. Dabei erstreckt sich eine solche schlitzartige
weitere Saugöffnung zweckmäßigerweise zumindest über einen einer anfänglichen Spitze
oder einem anfänglichen Randstreifen der Materialbahn entsprechenden Bereich quer
zur Bahnlaufrichtung.
[0014] Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, wenigstens eine weitere Saugöffnung
im Bereich eines jeweiligen seitlichen Randes der Materialbahn anzuordnen, wobei diese
weitere Saugöffnung vorzugsweise an einen sich ändernden Papierrand anpaßbar ist.
Dabei ist vorzugsweise im Bereich beider Bahnränder jeweils wenigstens eine solche
weitere Saugöffnung vorgesehen.
[0015] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist wenigstens eine solche weitere
im Bereich eines jeweiligen seitlichen Randes der Materialbahn vorgesehene Saugöffnung
außerhalb der Bahnbreite angeordnet.
[0016] Zweckmäßigerweise ist wenigstens eine solche im Bereich eines jeweiligen seitlichen
Randes der Materialbahn angeordnete Saugöffnung wieder schlitzartig ausgeführt, wobei
sich ein solcher Saugschlitz vorzugsweise in Bahnlaufrichtung erstreckt.
[0017] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist im Bereich beider Bahnränder jeweils wenigstens eine solche weitere schlitzartige
Saugöffnung vorgesehen, die sich außerhalb der Bahnbreite in Bahnlaufrichtung erstreckt.
[0018] Eine zweckmäßige praktische Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet
sich dadurch aus, daß eine im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone angeordnete,
sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckende schlitzartige Saugöffnung mit einem Ende
an eine im Bereich eines Bahnrandes angeordnete, sich in Bahnlaufrichtung erstreckende
schlitzartige Saugöffnung angrenzt und vorzugsweise in diese einmündet.
[0019] Auch die erste Saugöffnung der Saugkastenwand kann schlitzartig ausgeführt sein,
wobei sich diese erste Saugöffnung vorzugsweise quer zur Bahnlaufrichtung erstreckt.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform erstreckt sich diese insbesondere schlitzartige
erste Saugöffnung beidseitig über die Bahnbreite hinaus.
[0020] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Umlenkwalze perforiert und/oder gerillt. Diese mit dem Stützband in Berührung
stehende Umlenkwalze kann dann in ihrem nicht von dem Stützband und der Materialbahn
bedeckten Umfangsbereich durch den Saugkasten von außen besaugt sein.
[0021] Die Stützfläche kann insbesondere durch eine bewegte Fläche und hierbei vorzugsweise
durch einen rotierenden Zylinder gebildet sein.
[0022] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist die Stützfläche durch einen
Trockenzylinder und das Stützband durch ein Trockensieb gebildet.
[0023] Grundsätzlich ist es möglich, anstelle eines jeweiligen Saugschlitzes eine Reihe
mehrerer aufeinanderfolgender kleinerer Saugöffnungen vorzusehen.
[0024] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Teildarstellung eines zwischen zwei Trockenzylindern gelegenen Bereichs
einer Papiermaschine,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht eines Teils des Saugkastens in Richtung des Pfeiles
F der Figur 1,
- Figur 3
- eine schematische Schnittdarstellung der Anordnung gemäß Figur 2, geschnitten entlang
der Linie A-A, und
- Figur 4
- eine der der Figur 2 vergleichbare Ansicht einer weiteren Ausführungsform mit einem
zusätzliche Randschlitze aufweisenden Saugkasten.
[0025] Figur 1 zeigt in schematischer Teildarstellung den zwischen zwei beheizten Trockenzylindern
10, 12 gelegenen Bereich einer Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn 14, bei
der es sich im vorliegenden Fall um eine Papier- oder Kartonbahn handelt.
[0026] Wie anhand der Figur 1 zu erkennen ist, ist die Materialbahn 14 zusammen mit einem
im vorliegenden Fall durch ein Siebband 16 gebildeten porösen Stützband sowohl über
den Trockenzylinder 10 als auch den Trockenzylinder 12 und dazwischen über eine perforierte
und/oder gerillte Umlenkwalze 18 geführt. Dabei werden die beiden Trockenzylinder
10 und 12 jeweils von der Materialbahn 14 und die Umlenkwalze 18 von dem Siebband
16 berührt.
[0027] Die Umlenkwalze 18 wird in ihrem nicht von der Materialbahn 14 und dem Siebband 16
bedeckten Umfangsbereich über einen äußeren Saugkasten 20 besaugt, der innerhalb der
Schlaufe des um die Umlenkwalze 18 geführten Siebbandes 16 angeordnet ist.
[0028] Die von der glatten Stützfläche 22 des Trockenzylinders 10 ablaufende und zusammen
mit dem Siebband 16 geradlinig zur Umlenkwalze 18 geführte Materialbahn 14 wird mittels
einer Unterdruckzone 24 an das Siebband 16 angesaugt, die an die von der Materialbahn
14 abgewandte Seite des Siebbandes 16 angrenzt und zwischen diesem und einer gegenüberliegenden
Wand 26 des Saugkastens 20 definiert ist. An ihrem in Bahnlaufrichtung L vorderen
Ende ist die Unterdruckzone 24 durch ein mit dem Siebband 16 zusammenwirkendes Dichtelement
28 abgedichtet. Mit ihrem in Bahnlaufrichtung L hinteren Ende erstreckt sich diese
Unterdruckzone 24 bis zur Umlenkwalze 18, wobei im vorliegenden Fall an der Saugkastenwand
26 ein weiteres, mit der Umlenkwalze 18 zusammenwirkendes Dichtelement 30 vorgesehen
ist.
[0029] Der Saugkasten 20 ist zudem mit einer in der Figur 1 dargestellten Absaugleitung
50 versehen.
[0030] Wie insbesondere auch anhand der Figuren 2 und 3 zu erkennen ist, besitzt die Saugkastenwand
26 eine schlitzartige ersten Saugöffnung 32, die sich im Bereich des der Umlenkwalze
18 benachbarten hinteren Endes der Unterdruckzone 24 quer zur Bahnlaufrichtung L beidseitig
über die Bahnbreite 48 hinaus (vgl. auch Figur 4) erstreckt und durch die hindurch
Luft aus der Unterdruckzone 24 absaugbar ist.
[0031] Im vorliegenden Fall ist weder der Saugkasten 20 noch die Unterdruckzone 24 in der
bisher üblichen Weise unterteilt. Es ist demzufolge insbesondere auch keine gesonderte
der Bahnspitze bzw. einem anfänglichen Randstreifen der Materialbahn zugeordnete Teilzone
vorgesehen. Stattdessen ist die Saugkastenwand 26 mit einer weiteren in die Unterdruckzone
24 mündenden Saugöffnung 34 versehen.
[0032] Auch diese weitere Saugöffnung 34 ist beispielsweise wieder schlitzartig ausgeführt.
Sie erstreckt sich im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone quer zur Bahnlaufrichtung
L. Sie ist somit in der Nähe des sich ebenfalls quer zur Bahnlaufrichtung L erstreckenden
Dichtelements 28 angeordnet, das im vorliegenden Fall im Ablaufbereich 36 vorgesehen
ist, in dem das Siebband 16 von dem Trockenzylinder 10 abläuft. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das Dichtelement 28 in einem Bereich angeordnet, in dem das
Siebband 16 und die Materialbahn 14 noch auf der glatten äußeren Stützfläche 22 des
Trockenzylinders 10 aufliegen.
[0033] Wie insbesondere anhand der Figur 2 zu erkennen ist, erstreckt sich die zum Dichtelement
28 parallele schlitzartige weitere Saugöffnung 34 lediglich über einen Teil der Maschinenbreite,
und zwar zumindest über den einer anfänglichen Spitze oder einem anfänglichen Randstreifen
der Materialbahn 14 entsprechenden Bereich. Im vorliegenden Fall erstreckt sich die
schlitzartige Saugöffnung 34 beidseitig etwas über diesen Bereich 38 hinaus.
[0034] Wie insbesondere anhand der Figur 3 zu erkennen ist, wird mit der weiteren Saugöffnung
34 im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone 24 zusätzlich zum Bereich der
Saugöffnung 32 ein weiterer Bereich erhöhten Unterdrucks geschaffen, der mit dem der
ersten Saugöffnung 32 verschmilzt. Damit ist bereits am vorderen Ende der Unterdruckzone
24 für den erforderlichen Unterdruck gesorgt, so daß insbesondere auch die Bahnspitze
bzw. ein anfänglicher Randstreifen der Materialbahn 14 über seine gesamte in Bahnlaufrichtung
L betrachtete Länge an dem Siebband 16 anhaftet.
[0035] Bei der weiteren Ausführungsform gemäß Figur 4 ist im Bereich beider Bahnränder 40,
42 jeweils wenigstens eine weitere schlitzartige Saugöffnung 44, 46 vorgesehen. Diese
sich jeweils in Bahnlaufrichtung L erstreckenden zusätzlichen schlitzartigen Saugöffnungen
44, 46 sind im vorliegenden Fall etwas außerhalb der Bahnbreite 48 angeordnet.
[0036] Im vorliegenden Fall mündet die im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone
24 angeordnete schlitzartige Saugöffnung 34 mit ihrem dem Bahnrand 40 benachbarten
Ende in die betreffende, sich in Bahnlaufrichtung L erstreckende schlitzartige zusätzliche
Saugöffnung 44. Wie anhand der Figur 4 zu erkennen ist, erstreckt sich dabei die schlitzartige
Saugöffnung 44 in Richtung des leistenartigen Dichtelements 28 etwas über die zum
Dichtelement 28 parallele schlitzartige Saugöffnung 34 hinaus. Andererseits endet
sie im Abstand von der ersten im Bereich des hinteren Endes der Unterdruckzone 24
angeordneten Saugöffnung 32.
[0037] Im übrigen besitzt diese Ausführungsform gemäß Figur 4 zumindest im wesentlichen
den gleichen Aufbau wie die der Figuren 1 bis 3. Auch im vorliegenden Fall erstreckt
sich die schlitzartige erste Saugöffnung 32 beidseitig über die Bahnbreite 48 hinaus.
[0038] Bei den vorliegenden Ausführungsformen erstreckt sich das Siebband 16 beiderseits
sowohl über die Materialbahn 14 als auch über die Saugkastenwand 26 hinaus (vgl. insbesondere
die Figuren 2 und 4).
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Trockenzylinder
- 12
- Trockenzylinder
- 14
- Materialbahn
- 16
- poröses Stützband, Siebband
- 18
- Umlenkwalze
- 20
- Saugkasten
- 22
- glatte Stützfläche
- 24
- Unterdruckzone
- 26
- Saugkastenwand
- 28
- Dichtelement
- 30
- Dichtelement
- 32
- erste Saugöffnung
- 34
- weitere Saugöffnung
- 36
- Ablaufbereich
- 38
- Spitzenbereich
- 40
- Bahnrand
- 42
- Bahnrand
- 44
- weitere Saugöffnung
- 46
- weitere Saugöffnung
- 48
- Bahnbreite
- 50
- Absaugleitung
- F
- Pfeil
- L
- Bahnlaufrichtung
1. Vorrichtung zur Behandlung einer Materialbahn (14) wie insbesondere einer Papier-
oder Kartonbahn, in der die Materialbahn (14) über wenigstens eine insbesondere glatte
Stützfläche (22) und anschließend zusammen mit einem porösen Stützband (16) zu einer
Umlenkwalze (18) oder dergleichen geführt ist, wobei die von der Stützfläche (22)
ablaufende Materialbahn (14) mittels einer Unterdruckzone (24) an das poröse Stützband
(16) ansaugbar ist, die an die von der Materialbahn (14) abgewandte Seite des porösen
Stützbandes (16) angrenzt und zwischen diesem und einer gegenüberliegenden Wand (26)
eines Saugkastens (20) definiert sowie an ihrem in Bahnlaufrichtung (L) vorderen Ende
durch wenigstens ein mit dem Stützband (16) zusammenwirkendes Dichtelement (28) abgedichtet
ist und sich mit ihrem hinteren Ende zumindest im wesentlichen bis zur Umlenkwalze
(18) erstreckt, und wobei die Saugkastenwand (26) mit einer insbesondere schlitzartigen
ersten Saugöffnung (32) versehen ist, die im Bereich des der Umlenkwalze (18) benachbarten
hinteren Endes der Unterdruckzone (24) angeordnet und durch die hindurch Luft aus
der Unterdruckzone (24) absaugbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zusammenhängende Unterdruckzone (24) vorgesehen ist und daß die Saugkastenwand
(26) mit wenigstens einer weiteren in diese Unterdruckzone mündenden Saugöffnung (34,
44, 46) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere Saugöffnung (34, 44, 46) schlitzartig ausgeführt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn (14) zusammen mit dem Stützband (16) über die Stützfläche (22)
geführt ist, wobei vorzugsweise die Materialbahn (14) die Stützfläche (22) berührt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das am vorderen Ende der Unterdruckzone (24) vorgesehene, mit dem Stützband (16)
zusammenwirkende Dichtelement (28) in dem Bereich angeordnet ist, in dem das die Materialbahn
(14) mitführende Stützband (16) von der Stützfläche (22) abläuft.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere Saugöffnung (34) im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone
(24) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone (24)
angeordnete schlitzartige Saugöffnung (34) vorgesehen ist, die sich quer zur Bahnlaufrichtung
(L) erstreckt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die schlitzartige weitere Saugöffnung (34) lediglich über einen Teil der
Maschinenbreite erstreckt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die schlitzartige weitere Saugöffnung (34) zumindest über einen einer anfänglichen
Spitze oder einem anfänglichen Randstreifen der Materialbahn (14) entsprechenden Bereich
(38) quer zur Bahnlaufrichtung (L) erstreckt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere Saugöffnung (44, 46) im Bereich eines jeweiligen seitlichen
Randes (40, 42) der Materialbahn (14) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich beider Bahnränder (40, 42) jeweils wenigstens eine weitere Saugöffnung
(44, 46) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere im Bereich eines jeweiligen seitlichen Randes (40, 42)
der Materialbahn (14) vorgesehene Saugöffnung (44, 46) außerhalb der Bahnbreite angeordnet
ist, wobei diese weitere Saugöffnung (44, 46) vorzugsweise an einen sich ändernden
Papierrand anpaßbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine weitere im Bereich eines jeweiligen seitlichen Randes (40, 42)
der Materialbahn (14) angeordnete schlitzartige Saugöffnung (44, 46) vorgesehen ist,
die sich in Bahnlaufrichtung (L) erstreckt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich beider Bahnränder (40, 42) jeweils wenigstens eine weitere schlitzartige
Saugöffnung (44, 46) vorgesehen ist, die sich außerhalb der Bahnbreite in Bahnlaufrichtung
(L) erstreckt.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine im Bereich des vorderen Endes der Unterdruckzone (24) angeordnete, sich quer
zur Bahnlaufrichtung (L) erstreckende schlitzartige Saugöffnung (34) mit einem Ende
an eine im Bereich eines Bahnrandes (40, 42) angeordnete, sich in Bahnlaufrichtung
(L) erstreckende schlitzartige Saugöffnung (44) angrenzt und vorzugsweise in diese
einmündet.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Saugöffnung (32) der Saugkastenwand (26) schlitzartig ausgeführt ist
und sich quer zur Bahnlaufrichtung (L) erstreckt.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die insbesondere schlitzartige erste Saugöffnung (32) beidseitig über die
Bahnbreite (48) hinauserstreckt.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkwalze (18) perforiert und/oder gerillt ist und daß diese mit dem Stützband
(16) in Berührung stehende Umlenkwalze (18) in ihrem nicht von dem Stützband (16)
und der Materialbahn (14) bedeckten Umfangsbereich durch den Saugkasten (20) von außen
besaugt ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche (22) durch eine bewegte Fläche und vorzugsweise durch einen rotierenden
Zylinder (10) gebildet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche (22) durch einen Trockenzylinder (10) und das Stützband durch
ein Trockensieb (16) gebildet ist.