| (19) |
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(11) |
EP 0 999 432 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahrens |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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24.09.2008 Patentblatt 2008/39 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.07.2004 Patentblatt 2004/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.10.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren zum Betreiben eines elektronischen Dosiersystems und Dosiersystem zur Durchführung
des Verfahrens
Method of operating an electronic dosing system and dosing system for carrying out
the method
Procédé d' opération d' un système de dosage électronique et système de dosage pour
la mise en oeuvre du procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FI FR GB LI |
| (30) |
Priorität: |
04.11.1998 DE 19850841
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.05.2000 Patentblatt 2000/19 |
| (73) |
Patentinhaber: EPPENDORF AG |
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22339 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Jansen, Dirk
22844 Norderstedt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hauck Patent- und Rechtsanwälte |
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Postfach 11 31 53 20431 Hamburg 20431 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-91/16974 US-A- 4 333 458 US-A- 4 908 017 US-A- 5 343 769 US-A- 5 658 250
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DE-A- 19 703 854 US-A- 4 821 586 US-A- 5 187 990 US-A- 5 454 268 US-A- 5 662 612
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- J.-L. Eiselé, Preparation of Protein Crystallization Buffers with a Computer-Controlled
Motorized Pipette: PIPEX, J. Appl. Cryst. 26, 92-96 (1993) mit Broschüre B1. "edp
plus motorized microfilter pipette", copyright 1989.
- Bedienungsanleitung zum "ECoCheck H2Os TM"
- Bedienungsanleitung zum "ECoCHeck H2O2 TM"
- Produktbeschreibung der Sartorius AG betr. die thermogravimetrische Feuchtmessung
durch Infrarottrocknung
- Praktikum "Biochemische Methoden in der Zellbiologie", 17.-28. September 2001, Giessen
- "Anleitung zum Praktikum 'Instrumentelle Analytik'", LMU München, Ausgabe Wintersemester
2000/2001
- "Trockensäfte: Tipps und Tricks"; ein Service von FORUMpharmazie
- W.Mohr, H.Licht and P. Höller: "Zur Prüfung dünnwandiger Rohre mit geführten Ultraschallwellen",
Materialprüfung 17 (1975)Nr.7 Juli, pages 240-241
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines elektronischen Dosiersystems
mit einer elektronischen Handdosiervorrichtung und auf ein Dosiersystem zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Elektronische Dosiervorrichtungen werden in Laboratorien zum Dosieren von Flüssigkeiten
eingesetzt. Sie sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Nach dem Luftpolsterprinzip
arbeitende Dosiervorrichtungen haben eine integrierte Kolben-Zylinder-Einheit, mittels
der eine Luftsäule verschiebbar ist, um Probenflüssigkeit in eine Dosierspitze einzusaugen
und aus dieser auszustoßen. Hierbei kommt die Kolben-Zylinder-Einheit nicht in Kontakt
mit der Flüssigkeit. Nur die Dosierspitze, die in der Regel aus Kunststoff besteht,
wird kontaminiert und kann nach Gebrauch ausgetauscht werden.
[0003] Bei Direktverdränger-Dosiervorrichtungen wird hingegen eine Spritze direkt mit Probenflüssigkeit
befüllt. Kolben und Zylinder der Spritze werden also von der Flüssigkeit kontaminiert,
so daß die Spritze vor einem Wechsel der Flüssigkeit zumeist durch eine neue Spritze
ersetzt oder gereinigt werden muß. Auch die Spritze besteht in der Regel aus Kunststoff.
[0004] Mikrodosiervorrichtungen können eine Mikromembranpumpe und/oder einen Freistrahldosierer
haben, wobei zumindest eine dieser Komponenten mikrosystemtechnisch ausgeführt ist,
insbesondere in Silizium-, Glas-, Kunststoffspritzguß- und/oder Kunststoffprägetechnik.
Die Dosierung wird durch Verformung einer Wand einer Kammer erreicht, die mit Flüssigkeit
befüllt ist. Der elektrische Antrieb zur Verformung der Wand kann piezoelektrisch,
thermoelektrisch, elektromagnetisch, elektrostatisch, elektromechanisch, magneto-restriktiv
etc. sein.
[0005] Luftpolster-, Direktverdränger-, kolbenlose und Mikrodosiervorrichtungen können ein
unveränderliches oder ein veränderliches Dosiervolumen aufweisen. Eine Veränderung
des Dosiervolumens wird durch Verstellen der Verdrängung der Verdrängungseinrichtung
erreicht, d. h. des Verschiebeweges des Kolbens oder des Verformungsgrades des ballonartigen
Endabschnittes bzw. der Kammerwand.
[0006] Dispenser sind Dosiervorrichtungen, die ein aufgenommenes Flüssigkeitsvolumen repetitiv
in kleinen Teilmengen abgeben können.
[0007] Außerdem gibt es Mehrkanal-Dosiervorrichtungen, die mehrere "Kanäle" aufweisen, mittels
derer gleichzeitig dosiert wird.
[0008] Sämtliche Dosiervorrichtungen können als Handgeräte ausgeführt sein.
[0009] Alle vorgenannten Dosiervorrichtungen können elektronische Dosiervorrichtungen eines
elektronischen Dosiersystems im Sinne dieser Anmeldung sein. Dabei weisen sie eine
Antriebseinrichtung mit einem elektrischen Antrieb zum Antreiben der Verdrängungseinrichtung
auf. Zudem haben sie eine elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere
für den Antrieb, der ein elektrischer Antriebsmotor, ein elektrischer Linearantrieb
oder einer der im Zusammenhang mit Mikrodosiervorrichtungen genannten Antriebe sein
kann. Außerdem haben sie eine elektrische Spannungsquelle zur Versorgung von Steuer-
und/oder Regeleinrichtung und Antrieb, die aufladbar sein kann. Elektronische Dosiervorrichtungen
haben den Vorteil der hohen Reproduzierbarkeit von Dosierungen. Insbesondere durch
voreingestellte Dosiergeschwindigkeiten (µ/s) können exaktere Ergebnisse erzielt werden
als mit manuell angetriebenen Geräten. Außerdem können sie den Vorteil der Multifunktionalität
haben, da sie Pipettier-, Dispensier-, Titrier-, Misch- etc. Funktionen ausüben können.
[0010] Die bekannten elektronischen Handdosiervorrichtungen Response® der Anmelderin arbeiten
nach dem Luftpolsterprinzip arbeiten und sind in Einkanaloder Mehrkanalausführung
erhältlich. Vier Modelle dekken den Dosierbereich von 0,5 µl bis 5 ml ab. Diese Dosiervorrichtung
kann in verschiedenen Betriebsweisen arbeiten, u.a. pipettieren und dispensieren.
Das Dispensieren ist in bis zu 25 Teilschritten möglich. Der Benutzer kann zwischen
drei verschiedenen Dosiergeschwindigkeiten wählen. Die Dosiervorrichtung ist zum Aufladen
der Akkuzellen in eine Ladestation einsetzbar.
[0011] Aus der EP 0 864 364 A2 ist eine ähnliche elektronische Handdosiervorrichtung mit
aufladbaren Batterien und einer Ladestation für deren Aufladung bekannt. Die Handdosiervorrichtung
kann in verschiedenen Betriebsweisen betrieben werden, die außer Pipettieren und Dispensieren
einen Freihandbetrieb umfassen. Darin wird die Handdosiervorrichtung so programmiert,
daß sie das Einsaugen, die Ausgabe und Zeitverzögerungen zum Austauschen bzw. Behandeln
der Dosierspitze steuert. Sie führt diese Programmschritte über eine vorgegebene Anzahl
Zyklen durch.
[0012] Die vorbekannten elektronischen Handdosiervorrichtungen haben den Nachteil, daß die
spezifischen Betriebsparameter (z. B. Schrittweiten des Kolbenvorschubs, Dosiergeschwindigkeiten,
Ladezustands-Kriterien, Display-Ausgaben) und das Programm fest vorgegeben sind. Die
elektronische Steuereinrichtung umfaßt nämlich einen Mikrocomputer, der nach einem
fest abgespeicherten Programm arbeitet, in dem diese Parameter enthalten sind. Somit
ist für jedes Modell eine spezielle Software erforderlich und eine nachträgliche Änderung
der Parameter kaum möglich. Außerdem ist-nachteilig, daß die Programmierung des Freihandbetriebs
mühselig über die Tastatur der Handdosiervorrichtung erfolgen muß und daß im Freihandbetrieb
die einprogrammierten Schritte starr abgearbeitet werden und der Betriebsablauf nicht
beeinflußbar ist.
[0013] Dosiervorrichtungen sind Prüfmittel im Sinne der GLP(Good Laboratory Practice)-Richtlinien
und vergleichbarer QS-Normen (ISO 9000 ff, EN 45000 ff). Nach den GLP-Richtlinien
müssen die vom Hersteller veröffentlichten Fehlergrenzen in regelmäßigen Zeitabständen
überprüft werden. Durch die Anmelderin ist ein System bekannt geworden, mit dem sich
die Kalibrierung von Dosiervorrichtungen schnell, bequem und kostengünstig bewerkstelligen
läßt.
[0014] Dieses System basiert auf einer Kalibrations-Software PICASO®, die auf einem PC läuft.
Darüber hinaus benötigt man einen Meßaufbau, der Wägegefä-βe, Adapter und Trägerhülsen
sowie eine Verdunstungsfalle und eine Halbmikrowaage umfaßt. In der Software sind
alle relevanten Daten der zu prüfenden Dosiervorrichtungen hinterlegt. Abweichungen
von diesen Sollwerten werden nach Übertragung der Wägewerte an den Rechner sofort
ermittelt. Eine Meßreihe umfaßt bis zu 15 Einzelwägungen. Daraus werden Mittelwert,
Unrichtigkeit, Unpräzision und Standardabweichung ermittelt und mit vorgegebenen Sollwerten
verglichen. Alle Meß- und Referenzdaten lassen sich gemäß GLP-DIN protokollieren.
[0015] Bei der Kalibrierung werden über das Bedienfeld der elektronischen Handdosiervorrichtung
die Dosierdaten eingegeben und deren Betrieb gesteuert. Die Wägewerte werden in den
PC eingetippt. Dies ist mühselig und kann zu Fehlern führen.
[0016] Aus der US 5 343 769 A ist ein Verfahren zum Befüllen und Entleeren einer Pipette
mit quantitativer Genauigkeit bekannt, bei dem der von einem Kolben zurückgelegte
Weg bei der Bewegung des Kolbens gemessen und der Kolben angehalten wird, wenn ein
Weg entsprechend der gewünschten Flüssigkeitsmenge, die übertragen werden soll, erreicht
worden ist. Ferner ist aus dieser Schrift eine Pipette mit Elementen zum Messen des
Kolbenweges und Elementen zum Steuern der Bewegungen des Kolbens bekannt. Die Pipette
hat eine Dateneingabeeinrichtung, so wie eine Tastatur, ein Display und ein Interface.
Die Dateneingabeeinrichtung dient der Versorgung der Steuereinrichtung mit Daten oder
Befehlen. Das Display dient zur Anzeige der eingegebenen Daten und/oder der ausgeführten
Schritte. Das Interface ermöglicht der Steuereinrichtung mit einer externen Vorrichtung
verbunden zu werden, beispielsweise für Datenübertragung oder Datenverarbeitung.
[0017] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Betreiben
eines elektronischen Dosiersystems zu schaffen, bei dem die Beeinflußbarkeit von Programmen
verbessert ist. Au-βerdem sollen vorteilhafte Dosiersysteme zur Durchführung des Verfahrens
zur Verfügung gestellt werden.
[0018] Ein die Aufgabe lösendes Verfahren ist im Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen desselben
sowie vorteilhafte Dosiersysteme zu dessen Durchführung sind Gegenstand der darauf
folgenden Ansprüche.
[0019] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines elektronischen Dosiersystems
mit
- einer elektronischen Handdosiervorrichtung, die
- eine einen elektrischen Antrieb aufweisende Antriebseinrichtung,
- mindestens eine von der Antriebseinrichtung antreibbare Verdrängungseinrichtung zum
Dosieren von Flüssigkeit,
wobei die Verdrängungseinrichtung einen in einem Zylinder verschieblichen Kolben zum
Verschieben einer Luftsäule aufweist und der Zylinder über einen Kanal mit einer Dosierspitze
verbunden ist, um Probenflüssigkeit in die Dosierspitze einzusaugen und aus dieser
auszustossen, oder die Verdrängungseinrichtung eine einen Kolben und einen Zylinder
aufweisende Spritze ist, die direkt mit Probenflüssigkeit befüllt wird,
- eine programmgesteuerte elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung für den Antrieb,
- mindestens einen nicht-flüchtigen Schreib-LeseSpeicher
- eine elektrische Spannungsquelle insbesondere für den elektrischen Antrieb und die
elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung und
- eine mit der elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundene Datenschnittstelle
aufweist,
mit
- einer externen Datenverarbeitungsanlage,
und mit
- einer Datentransfereinrichtung, die eine Datenschnittstelle zum Verbinden der Datenschnittstelle
der Dosiervorrichtung mit der Datenverarbeitungsanlage aufweist,
wobei mittels der Datenverarbeitungsanlage über die Datenschnittstellen Routinen für
die Durchführung von Betriebsabläufen der Handdosiervorichtung, auf die die programmgesteuerte
elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung zurückgreift, in den Schreib-LeseSpeicher
eingeschrieben werden.
[0020] Erfindungsgemäß kann also mittels der externen Datenverarbeitungsanlage auf den Schreib-LeseSpeicher
der Handdosiervorrichtung Zugriff genommen werden. Dies eröffnet die Möglichkeit,
mittels der externen Datenverarbeitungsanlage Routinen für die Durchführung von Betriebsabläufen
im Schreib-Lese-Speicher der Handdosiervorrichtung zu plazieren, damit die programmgesteuerte
elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung darauf zurückgreift. Diese Routinen
können vom Anwender erstellt werden und dienen dazu, aus mehreren Betriebsvorgängen
zusammengesetzte Betriebsabläufe zu steuern, insbesondere wenn diese wiederholt zu
absolvieren sind. Beispielsweise kann mittels eines solchen "Kurzprogrammes" das Aufnehmen,
Mischen und Abgeben bestimmter Flüssigkeitsmengen gesteuert werden oder eine Verdünnungsreihe,
bei der das abgegebene Dosiervolumen von Verdünnungsschritt zu Verdünnungsschritt
halbiert wird. Damit wird dem Anwender die Benutzung von Routinen erleichtert.
[0021] Auch besteht die Möglichkeit, in der Datenverarbeitungsanlage abgespeicherte Routinen
in die Handdosiervorrichtung überzuspielen.
[0022] Ferner kann mittels der externen Datenverarbeitungsanlage das Programm der programmgesteuerten
elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung in den Schreib-Lese-Speicher eingeschrieben
und ggf. aus diesem ausgelesen werden. Dafür ist der Speicher bevorzugt ein Flash-Speicher
eines Prozessors. Ein Prozessor mit Flash-Speicher hat ein herstellerseitig vorgehaltenes
Programm implementiert, das für einen Datenaustausch über eine Schnittstelle die Kommunikation
initiieren kann. Hierdurch ist es möglich, in jede Handdosiervorrichtung ein teilweise
oder vollständig anderes Programm von außen über die Datenschnittstellen einzuspielen
bzw. das Programm ganz oderteilweise zu ändern.
[0023] Des weiteren ist es möglich, Betriebsparameter zu verändern, auf die die programmgesteuerte
elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung bei der Durchführung von Betriebsvorgängen
zurückgreift.
[0024] Dieses können gerätetypspezifische Parameter sein, insbesondere solche, die für die
Durchführung von Betriebsvorgängen bestimmt sind. Beispielsweise können dies die Bewegung
des Kolbens einer Verdrängungseinrichtung bestimmende Parameter sein (z. B. Beschleunigungscharakteristik,
Kolbengeschwindigkeit, Antriebskraft, Haltemoment). Ferner können dies beispielsweise
mengenbestimmende Parameter sein (z. B: Grundwerte und Grenzwerte von Dosiermengen,
mögliche Anzahlen Dosierschritte, Überhubvolumen zum Ausstoß von Restflüssigkeit).
Andere gerätetypspezifische Parameter können Insbesondere die Überwachung von Betriebszuständen
betreffen, (z. B. Bewertungskriterien für den Ladezustand eines Akkumulators, für
die Betätigung eines Endschalters oder für die Dauer einer Ruhepause zwecks Abschaltung
in einen "Schlafzustand"). Gerätespezifische Parameter können insbesondere eine Identifikation
des Geräts, ein Kenn-Code für einen jeweils gespeicherten Parametersatz etc. sein.
[0025] Anwenderparameter sind Daten, die vom Anwender auch manuell über eine Tastatur der
Handdosiervorrichtung eingegeben werden können. Hierzu gehören insbesondere das Dosiervolumen,
Dosiergeschwindigkeiten etc. Weitere Anwendungsparameter betreffen die Kalibration
der Handdosiervorrichtung. In einem einfachen Fall kann es sich hierbei um einen Korrekturfaktor
zur Umrechnung der eingestellten Dosiermengen auf die tatsächlich abgegebenen Dosiermengen
handeln. Dies können insbesondere auch Koeffizienten einer Funktion sein, die die
Abweichung der eingestellten von den tatsächlich abgegebenen Dosiermengen bei unterschiedlichen
Mengeneinstellungen beinhaltet.
[0026] Darüber hinaus ist mittels der externen Datenverarbeitungsanlage eine Fernbedienung
der Handdosiervorrichtung möglich. Dies begünstigt insbesondere die Kalibrierung,
indem die jeweiligen Dosierdaten mittels der Datenverarbeitungsanlage auf die Handdosiervorrichtung
übertragen und gegebenenfallssogarderen Betrieb vollständig mittels der Datenverarbeitungsanlage
gesteuert wird. Zudem kann die Datenverarbeitungsanlage die jeweiligen Dosierdaten
protokollieren. Gegebenenfalls kann dies zusammen mit den jeweiligen Meßwerten geschehen,
falls diese erfaßt und in die Datenverarbeitungsanlage eingespielt werden. Außerdem
kann mittels der Datenverarbeitungsanlage eine drahtgebundene oder eine drahtlose
Fernsteuerung der Handdosiervorrichtung erfolgen. Dies begünstigt insbesondere eine
Automatisierung der Dosiervorgänge, den Einsatz der Handdosiervorrichtung in einem
übergeordneten Automatisierungsprozeß oder ein gefahrloses Dosieren in kontaminierter
Umgebung.
[0027] Somit ermöglicht die Erfindung, die spezifischen Parameter der Dosiervorrichtung
erst nach der Gerätemontage festzulegen, auch wenn diese die Installation eines Bausteins
mit fest einprogrammierter Software einschließt. Hierdurch wird es möglich, für verschiedene
Gerätemodelle ein- und dieselbe Software und Elektronik-Hardware zu verwenden. Die
jeweiligen Parameter können nach Bedarf festgelegt oder sogar geändert werden. In
Erweiterung dieses Gedankens ist sogar eine gerätetypspezifische oder gerätespezifische
Festlegung bzw. Änderung von Programmteilen bzw. des gesamten Programmes möglich.
Durch die Einspeicherbarkeit von Anwenderparametern mittels einer externen Datenverarbeitungsanlage
wird eine zusätzliche, vorteilhafte Bedienmöglichkeit geschaffen. Auch begünstigt
die Erfindung eine Automatisierung der Kalibrierung und der Endkontrolle in der Fertigung.
Dem Service wird ein leichtes Update auf neue Betriebsparameter ermöglicht. DerOEM-Kunde
kann wiederum eine Parametrierung fürspezielle OEM-Dosierteile durchführen. Dem Anwender
wird die GLP-Parameterdokumentation erleichtert und eine vereinfachte Kalibrierung
mit einer PC-Software ermöglicht. Auch wird ihm die Einbindung in Automatisierungsprozesse
erleichtert und eine Fernsteuerung ermöglicht.
[0028] Die Datenschnittstellen der Handdosiervorrichtung und der Datentransfereinrichtung
können miteinander zeitweilig oder permanent verbunden sein. Es kann sich um Datenschnittstellen
handeln, die nur dann miteinander verbunden sein können, wenn die Handdosiervorrichtung
in die Datentransfereinrichtung eingesetzt ist. Die Datenschnittstellen können aber
auch unabhängig davon miteinander verbunden sein, ob die Handdosiervorrichtung in
die Datentransfereinrichtung eingesetzt ist.
[0029] Die Datenschnittstellen der Handdosiervorrichtung und der Datentransfereinrichtung
können durch miteinander kommunizierende Funksender und Funkempfänger verbunden sein.
Auch können die Datenschnittstellen miteinanderkommunizierende IR-Sender und IR-Empfänger
aufweisen. Hierdurch wird eine permanente Verbindung der Datenschnittstellen bzw.
eine drahtlose Fernsteuerung begünstigt. Zusätzlich oder statt dessen können die Datenschnittstellen
miteinander verbindbare elektrische Kontakte aufweisen, die durch Einsetzen der Handdosiervorrichtung
in die Datentransfereinrichtung verbindbar sein können.
[0030] Vorzugsweise weist die elektronische Steuereinrichtung einen Mikrocomputer, insbesondere
einen Mikrocontoller auf. Die Datentransfereinrichtung kann mit einer gesonderten
Datenverarbeitungsanlage verbunden sein, beispielsweise mit einem PC, oder eine integrierte
Datenverarbeitungsanlage aufweisen, insbesondere einen Mikrocomputer oder Mikrocontoller
[0031] Die elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung und/oder die Datenverarbeitungsanlage
können übliche Ein- und Ausgabe- und Speichereinrichtungen aufweisen, einschließlich
eines auswechselbaren Speichermediums. Auf dem auswechselbaren Speichermedium kann
ein Programm für die Fernsteuerung und/oder die Kalibrierung der Handdosiervorrichtung
vorhanden sein. Dies begünstigt die Ausstattung des Dosiersystems mit Software nach
Bedarf und deren Aktualisierung.
[0032] Die Handdosiervorrichtung kann netzunabhängig arbeiten. Insbesondere kann sie mit
einer aufladbaren Spannungsquelle versehen sein, beispielsweise einem oder mehreren
Akkus. Für diesen Fall kann sie eine mit der aufladbaren Spannungsquelle verbundene
Ladeschnittstelle haben und kann die Datentransfereinrichtung ein Ladeteil zum Aufladen
der Spannungsquelle und eine mit dem Ladeteil verbundene Ladeschnittstelle zum Verbinden
mit der Ladeschnittstelle der Handdosiervorrichtung aufweisen. Die Ladeschnittstellen
der Handdosiervorrichtung und der Datentransfereinrichtung können zusammenwirkende
elektrische Ladekontakte haben. Diese können mit den Kontakten der Datenschnittstellen
zusammenfallen. Die Datenübertragung kann insbesondere auf der Ladespannung oder dem
Ladestrom des Ladeteils erfolgen. Durch Modulation der Ladespannung oderdes Ladestromes
kann auf demselben physikalischen Kanal eine Datenübertragung realisiert werden.
[0033] Die Datentransfereinrichtung kann als stationäres Gerät ausgeführt sein. Insbesondere
in diesem Fall kann die Handdosiervorrichtung auch als stationäres Gerät oder als
Dosierautomat benutzt werden, wenn sie In die Datentransfereinrichtung eingesetzt
ist. Dann kann die Spannungsversorgung der Handdosiervorrichtung über das Ladeteil
sichergestellt sein.
[0034] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0035] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen bevorzugter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0036] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- Handdosiervorrichtung für Dosiersysteme gemäß Fig. 2 bis 5 im detaillierten Blockschaltbild;
- Fig. 2
- ein Dosiersystem mit Funk-Datenschnittstellen im Blockschaltbild;
- Fig. 3
- ein Dosiersystem mit IR-Datenschnittstellen im Blockschaltbild;
- Fig. 4
- ein Dosiersystem mit Kontakt-Datenschnittstellen im Blockschaltbild;
- Fig. 5
- ein Dosiersystem mit Kontakt-Datenschnittstellen und in die Ladestation integrierter
Datenverarbeitungsanlage im Blockschaltbild;
- Fig. 6
- Kommunikation zwischen Dosiersystem und Datenverarbeitungsanlage im schematischen
Blockablaufdiagramm.
[0037] Bei der Erörterung der verschiedenen Ausführungsbeispiele sind für übereinstimmende
Erfindungselemente dieselben Bezugsziffern verwendet worden. Insoweit hat die Beschreibung
für sämtliche Ausführungsbeispiele Gültigkeit.
[0038] Gemäß Fig. 1 besteht die elektronische Handdosiervorrichtung im wesentlichen aus
sechs Funktionsbereichen, nämlich einer Antriebseinrichtung 1, einer Verdrängungseinrichtung
2, einer elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung 3, einer elektrischen Spannungsquelle
4, einer Bedieneinrichtung 5 und einer Anzeigeeinrichtung 6. '
[0039] Die Antriebseinrichtung 1- weist einen elektrischen Antriebsmotor auf, der als Schrittmotor
7 ausgeführt ist. Mittels des Schrittmotors 7 ist eine Achse 8 linear vor und zurück
verschiebbar. Außerdem gehört zur Antriebseinrichtung eine Motorenstufe in Form zweier
H-Brücken 9, die der Ansteuerung des Schrittmotors 7 dient. Diese umfaßt in einer
dem Fachmann bekannten Weise acht in H-Anordnung geschaltete Leistungstransistoren,
mit denen der Schrittmotor, 7 über Versorgungsleitungen 10 in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung
betrieben werden kann.
[0040] Die Verdrängungseinrichtung 2 weist einen Kolben 11 auf, der an der Achse 8 fixiert
ist. Der Kolben 11 ist in einem Zylinder 12 verschieblich. Dieser ist über: einen
Kanal 13 mit einer Dosierspitze 14 verbunden, die von der Vorrichtung trennbar ist.
[0041] Zur elektronischen Steuer-und/oder Regeleinrichtung 3 gehört ein Mikrocontroller
15, der insbesondere einen Timer, einen Arbeitsspeicher und einen nichtflüchtigen
Speicher integriert hat. Der Mikrocontroller steuert die H-Brücken über Steuerleitungen
16.
[0042] Zur elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung 3 gehört eine bidirektionale
serielle Schnittstelle 17, die elektrische Schleifkontakte 18 aufweist und über Datenleitungen
19 mit dem Mikrocontoller 15 verbunden ist. Ferner gehört dazu ein EEPROM 20, das
über Datenleitungen 21 an den Mikrocontoller 15 angeschlossen ist.
[0043] Darüber hinaus hat die elektronische Steuer-und/oder Regeleinrichtung 3 einen Aufwärtswandler
22 zum Erzeugen der Versorgungsspannung des Schrittmotors 7, der über Versorgungsleitungen
23 die H-Brükken 9 speist. Steuerleitungen 24 verbinden den Mikrocontroller 15 mit
dem Aufwärtswandler 22.
[0044] Weiterer Bestandteil der Steuer- und/oder Regeleinrichtung 3 ist ein weiterer Aufwärtswandler
25, der den Mikrocontroller 15 über weitere Versorgungsleitungen 26 versorgt.
[0045] Der Achse 8 des Schrittmotors 7 ist ein Endlageschalter 27 zugeordnet, der über eine
Kontrolleitung 28 vom Mikrocontroller 15 überwacht wird, um eine Nullpunkteinstellung
zu ermöglichen.
[0046] Die elektrische Spannungsquelle 4 umfaßt zwei NiMH-Akkus 29, deren Speisespannung
über Speiseleitungen 30 dem Aufwärtswandler 22 und dem weiteren Aufwärtswandler 25
zugeführt wird. Die Speisespannung der beiden Akkus 29 wird über Kontrolleitungen
31 dem Mikrocontroller 15 zugeführt. Zudem gehört zu der elektrischen Spannungsquelle
4 eine Ladestromsteuerung 32, die einerseits über Ladekontakte 33, die als Schleifkontakte
ausgeführt sind, mit einer externen Stromquelle verbindbar ist und andererseits über
Ladeleitungen 34 mit den Akkus 29 verbunden ist. Die Ladestromsteuerung 32 ist außerdem
über Kontrolleitungen 35 für die Ladespannung und über Ladestromsteuerleitungen 36
jeweils mit dem Mikrocontroller 15 verbunden.
[0047] Die Bedieneinrichtung 5 umfaßt eine Eingabetastatur 37, die über Leitungen 38 an
den Mikrocontroller 15 angeschlossen ist. Ferner umfaßt sie Auslösetasten 39, die
über Leitungen 40 mit dem Mikrocontroller 15 verbunden ist.
[0048] Die Anzeigeeinrichtung 6 ist ein LCD-Display, das über Leitungen 41 mit dem Mikrocontroller
15 verbunden ist, der eine Anzeigensteuerung enthält
[0049] Die Ausführung der Funktionsbereiche 1 bis 6 und der zugehörigen Funktionsblöcke
ist dem Fachmann geläufig. Sämtliche Funktionsbereiche 1 bis 6 sind in oder an einem
- nicht dargestellten - Pipettengehäuse einer Handdosiervorrichtung ausgebildet, das
nachfolgend insgesamt mit 42 bezeichnet wird. Grundsätzlich funktioniert diese Handdosiervorrichtung
42 folgendermaßen:
[0050] Die Steuersoftware ist im Mikrocontroller 15 gespeichert. Dosierdaten können vor
einem Dosiervorgang mittels der Eingabetastatur 37 eingegeben werden. Mittels derAuslösetasten
39 sind einzelne Dosiervorgänge auslösbar. Das Display 6 zeigt eingegebene Daten,
Steuerbefehle und Betriebszustände der Handdosiervorrichtung 42 an.
[0051] Die gesamte Speisespannung der zwei Akkuzellen 29 beträgt 2,4 Volt. Diese wird vom
weiteren Aufwärtswandler 25 auf 3,3 Volt Versorgungsspannung für den Mikrocontroller
15 geregelt.
[0052] Je nach Ansteuerung über die Steuerleitungen 24 schaltet der Aufwärtswandler 22 die
Speisespannung der Akkus 29 als Versorgungsspannung auf die Versorgungsleitungen 23
durch oder erhöht diese auf 6 oder 8 Volt. Da der Mikrocontroller 15 den Betrieb des
Schrittmotors 7 über die Steuerleitungen 16 steuert, kennt er dessen jeweiligen Spannungsbedarf
und steuert den Aufwärtswandler 22 entsprechend.
[0053] Die Speisespannung wird vom Mikrocontroller 15 über die Kontrolleitungen 31 kontrolliert.
Springt sie unter einen zulässigen Wert, wird vom Display 6 eine entsprechende Information
ausgegeben. Durch Anschluß der Ladekontakte 33 an ein externes Netzteil kann im Bedarfsfalle
eine Aufladung der Akkus 29 erfolgen. Über die Ladestromsteuerleitungen 36 wird der
Ladestrom entsprechend dem über die Kontrolleitungen 31 ermittelten Ladezustand der
Akkus 29 gesteuert.
[0054] Handdosiervorrichtungen 42 der vorstehenden Art kommen - zum Teil etwas modifiziert
- in den nachfolgend erörterten Dosiersystemen zum Einsatz.
[0055] Gemäß Fig. 2 arbeitet eine Handdosiervorrichtung 42' mit einer Ladestation 43' zusammen.
Den Ladekontakten 33 der Handdosiervorrichtung 42' sind entsprechende Ladekontakte
44 der Ladestation 43 zugeordnet.
[0056] In Abweichung von Fig. 1 umfaßt jedoch die serielle Schnittstelle 17 einen HF-Sender
und -Empfänger, der mit einer Antenne 45 gekoppelt ist. Die Ladestation 43' weist
einen entsprechenden HF-Sender und
- Empfänger 46 und eine damit verbundene Antenne 47 für eine Funkverbindung mit der
Handdosiervorrichtung 42' auf.
[0057] Der HF-Sender und -Empfänger 46 ist über eine serielle Schnittstelle 48 der Ladestation
43 mit einem externen PC 49 verbunden.
[0058] Diese Konfiguration ermöglicht das Aufladen derAkkumulatoren 29 durch Einsetzen der
Handdosiervorrichtung 42' in die Ladestation 43'. Über die Funkverbindung zwischen
den Antennen 45, 47 können Daten zwischen dem PC 49 und der Handdosiervorrichtung
42' ausgetauscht werden, sowohl wenn die Handdosiervorrichtung 42' in die Ladestation
43' eingesetzt ist als auch wenn sie davon räumlich getrennt ist. Mittels des PCs
49 können Betriebsparameter, Routinen, Programme oder Programmteile in das EEPROM
20 der Handdosiervorrichtung 42 eingeschrieben und ggf. aus dieser ausgelesen werden.
Auch ist mittels des PCs 49 eine Fernsteuerung der Handdosiervorrichtung 42' möglich.
[0059] Gemäß Fig. 3 weisen die Handdosiervorrichtung 42" und die Ladestation 43" wiederum
miteinander verbindbare Ladekontakte 43, 44 auf. In Abweichung vom vorherigen Beispiel
weist jedoch die Datenschnittstelle 17 einen IR-Sender 49 und einen IR-Empfänger 50
auf. In weiterer Abweichung umfaßt die Datenschnittstelle 46 der Ladestation 43" einen
IR-Empfänger 51 und einen IR-Sender 52.
[0060] Über die IR-Sender 49, 52 und IR-Empfänger 51, 50 können der PC 49 und die Handdosiervorrichtung
42" wiederum Daten austauschen, grundsätzlich sowohl wenn die Handdosiervorrichtung
42" in die Ladestation 43° eingesetzt ist, als auch wenn sie sich außerhalb derselben
befindet.
[0061] Gemäß Fig. 4 kommt eine Handdosiervorrichtung 42 gemäß Fig. 1 zum Einsatz. Den Ladekontakten
43 derselben sind wiederum Ladekontakte 44 der Ladestation 43 zugeordnet Den elektrischen
Kontakten 18 der Datenschnittstelle 17 sind elektrische Kontakte 53 der Datenschnittstelle
46 der Ladestation 43 zugeordnet.
[0062] Bei dieser Ausführung funktioniert die Datenübertragung zwischen PC 49 und Handdosiervorrichtung
42 dann, wenn letztere in die Ladestation 43 eingesetzt ist. Diese Ausführung ist
verhältnismäßig einfach und besonders betriebssicher.
[0063] Die Ausführung gemäß Fig. 5 unterscheidet sich von der gemäß Fig. 4 dadurch, daß
die Ladestation 43"' ein integriertes Mikrocontollersystem 54 mit einem nicht flüchtigen
Speicher 55 sowie eine Tastatur 56, ein Display 57, eine serielle Schnittstelle 58
und ein wechselbares Speichermedium 59 aufweist. Das wechselbare Speichermedium 59
kann eine EEPROM-Karte, eine SMART-Card, eine FLASH-Card, eine Disk etc. sein.
[0064] Das Mikrocontollersystem 54 kann die Funktionen des PC 49 übernehmen, Insbesondere
kann er der Steuerung des Datenverkehrs zur Handdosiervorrichtung 42, der Auslösung
von Dosierfunktionen der Handdosiervorrichtung 42, dem Abspeichem von Daten in internen
und externen Speichern 55, 59, 20 der Ladestation 43"' und der Handdosiervorrichtung
42, der Dateneingabe und Auslösung der Häriddosienrorrichtung 42 über die Tastatur
56, der Anzeige von Daten auf dem Display 57 und der Kommunikation mit einer externen
Steuerung (PC) über die serielle Schnittstelle 58 dienen.
[0065] Die serielle Kommunikation zwischen Dosiersystem und Datenverarbeitungsanlage wird
nachfolgend anhand der Fig. 6 näher erläutert.
[0066] Zwischen der Datenverarbeitungsanlage und dem Dosiersystem existiert eine Vereinbarung
hinsichtlich der implementierten Kommandos und des Übertragungsrahmens in Form eines
Protokolls. Damit ist eine gemeinsame Sprache festgelegt, mittels der die Kommunikation
zwischen Dosiersystem und Datenverarbeitungsanlage erfolgt.
[0067] Hierbei sind prinzipiell folgende Kommandoarten möglich:
- 1. Manipulation des nicht-flüchtigen Speichers (z. B. EEPROM 20):
- Schreiben eines Wertes an eine beliebige Adresse des nicht-flüchtigen Speichers.
- Lesen des Inhaltes einer beliebigen Adresse des nicht-flüchtigen Speichers.
[0068] Hiermit werden die gerätetypspezifischen, gerätespezifischen und Anwender-Parameter
ausgetauscht
2. Lesen von internen Statusmeldungen des Dosiersystems:
- Z. B. ist der Endschalter (z.B. Endlageschalter 27) betätigt?
- Welcher Fehler wird gemeldet?
- Ist der Motor aktiv?
3. Auslösung von internen Vorgängen im Dosiersystem:
- Z.B. Löschen aller Fehlermeldungen,
- Auslösen von Speicherinitiaiisierungen,
- Prüfroutinen für die Fertigung, .
- Auslösung von Motoraktionen und somit Fernauslösung von Dosierfunktionen,
- Simulation von Tastendrücken,
- Definition von eigenen Abläufen etc.
4. Flashloader:
Lesen und Programmieren eines neuen Programmes (oder eines Teiles davon) in einen
nicht-flüchtigen Programmspeicher (z.B. FLASHPROM).
1. Verfahren zum Betreiben eines elektronische Dosiersystems mit
- einer elektronischen Handdosiervorrichtung (42), die
- eine einen elektrischen Antrieb (7) aufweisende Antriebseinrichtung (1),
- mindestens eine von der Antriebseinrichtung (1) antreibbare Verdrängungseinrichtung
(2) zum Dosieren von Flüssigkeit, wobei die Verdrängungseinrichtung einen in einem
Zylinder (12) verschieblichen Kolben (11) zum Verschieben einer Luftsäule aufweist
und der Zylinder über einen Kanal (13) mit einer Dosierspitze (14) verbunden ist,
um Probenflüssigkeit in die Dosierspitze einzusaugen und aus dieser auszustoßen, oder
die Verdrängungseinrichtung eine einen Kolben und einen Zylinder aufweisende Spritze
ist, die direkt mit Probenflüssigkeit befüllt wird,
- eine programmgesteuerte elektronische Steuer- und/oder Regeeinrichtung (3) für den
Antrieb (7),
- mindestens einen nicht-flüchtigen Schreib-/Lese-Speicher (20),
- eine elektrische Spannungsquelle (29) insbesondere für den elektrischen Antrieb
(7) und die elektronische Streuer- und/oder Regeleinrichtung (3) und
- eine mit der elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundene Datenschnittstelle
(17) aufweist,
mit
- einer externen Daten verarbeitungsanlage (49),
und mit
- einer Datentransfereinrichtung (43), die
- eine Datenschnittstelle (46) zum Verbinden der Datenschnittstelle (17) der Dosiervorrichtung
(42) mit der Datenverarbeitungsanlage (49) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Datenverarbeitungsanlage (49) über die Datenschnittstellen (17, 46)
- Routinen für die Durchführung von Betriebsabläufen der Handdosiervorrichtung (42),
auf die die programmgesteuerte elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung (3)
zurückgreift, in den Schreib-/Lese-Speicher (20) eingeschrieben werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem mittels der Datenverarbeitungsanlage (49) über
die Datenschnittstellen (17, 46) zusätzlich gerätetypspezifische und/oder gerätespezifische
Parameter und/oder Anwendungsparameter in den Schreib-Lese-Speicher (20) eingeschrieben
und/oder aus diesem ausgelesen werden und/oder die Handdosiervorrichtung (42) fernsteuerbar
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Datenschnittstellen (17, 46) miteinander
kontaktgebunden kommunizieren.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Datenschnittstellen (17, 46)
miteinander drahtlos kommunizieren.
5. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Datenschnittstellen (17, 46) miteinander über
Funk, optisch, induktiv und/oder kapazitiv kommunizieren.
6. Dosiersystem, geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 5, mit
- einer elektronischen Handdosiervorrichtung (42), die
- eine einen elektrischen Antrieb (7) aufweisende Antriebseinrichtung (1),
- mindestens eine von der Antriebseinrichtung (1) antreibbare Verdrängungseinrichtung
(2) zum Dosieren von Flüssigkeit, wobei die Verdrängungseinrichtung einen in einem
Zylinder (12) verschieblichen Kolben (11) zum Verschieben einer Luftsäule aufweist
und der Zylinder über einen Kanal (13) mit einer Dosierspitze (14) verbunden ist,
um Probenflüssigkeit in die Dosierspitze einzusaugen und aus dieser auszustoßen, oder
die Verdrangungseinrichtung eine einen Kolben und einen Zylinder aufweisende Spritze
ist, die direkt mit Probenflüssigkeit befüllt wird,
- eine programmgesteuerte elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung (3) für
den Antrieb (7),
- mindestens einen nicht-flüchtigen Schreib-/Lese-Speicher (20),
- eine elektrische Spannungsquelle (29) insbesondere für den elektrischen Antrieb
(7) und die elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung (3) und
- eine mit der elektronischen Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundene Datenschnittstelle
(17) aufweist,
mit
- einer externen Datenverarbeitungsanlage (49),
und mit
- einer Datentransfereinrichtung (43), die eine Datenschnittstelle (46) zum Verbinden
der Datenschnittstelle (17) der Dosiervorrichtung (42) mit der Datenverarbeitungsanlage
(49) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die programmgesteuerte elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung (3) so ausgelegt
ist, dass mittels der Datenverarbeitungsanlage (49) über die Datenschnittstellen (17,
46) Routinen für die Durchführung von Betriebsabläufen der Handdosiervorrichtung (42),
auf die die programmgesteuerte elektronische Steuer-und/oder Regeleinrichtung (3)
zurückgreift, in den Schreib-/Lese-Speicher (20) einschreibbar sind.
7. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, bei dem die Datenschnittstellen .(17, 46) der
Dosiervorrichtung (42) und der Datentransfereinrichtung (43) miteinander kommunizierende
Funksender und Funkempfänger und/oder IR-Sender (49, 52) und -Empfänger (50, 51) haben.
8. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die
Datenschnittstellen (17, 46) der Dosiervorrichtung (42) und der Datentransfereinrichtung
(43) serielle Datenschnittstellen sind.
9. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
bei dem die elektronische Steuer-und/oder Regeleinrichtung (3) einen Mikrocomputer
oder Mikrocontroller (15) aufweist.
10. Dosiersystem nach Anspruch 9, bei dem der nicht-flüchtige Schreib-Lese-Speicher ein
Flash-Speicher des Mikrocomputers oder Mikrocontrollers ist.
11. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
bei dem die mit der Datenschnittstelle (46) der Datentransfereinrichtung (43) verbundene
Datenverarbeitungsanlage (49) einen an die Datentransfereinrichtung (43) angeschlossenen
PC aufweist.
12. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
bei dem die Datenschnittstelle (46) der Datentransfereinrichtung (43) mit einer in
die Datentransfereinrichtung (43) integrierten Datenverarbeitungsanlage (54) verbunden
ist.
13. Dosiersystem nach Anspruch 12, bei dem die Datenverarbeitungsanlage (49, 54) einen
Mikrocomputer oder Mikrocontroller umfaßt.
14. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
bei dem die elektronische Steuereinrichtung (3) und/oder die Datenverarbeitungsanlage
(49, 54) einen nicht-flüchtigen Speicher (20, 55) und/oder eine Tastatur (37, 39;
56) und/oder ein Display (6, 57) und/oder eine serielle Schnittstelle (17, 58) und/oder
ein auswechselbares Speichermedium (59) aufweisen.
15. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere, nach einem der Ansprüche, 6 bis
14, bei dem die Handdosiervorrichtung (42) eine mit einer aufladbaren Spannungsquelle
(29) verbundene Lädeschnittstelle (33) und die Datentransfereinrichtung (43) ein Ladeteil
zum Aufladen der Spannungsquelle (29) und eine mit dem Ladeteil (43) verbundene Ladeschnittstelle
(44) zum Verbinden mit der Ladeschnittstelle (33) der Handdosiervorrichtung (42) hat.
16. Dosiersystem nach Anspruch 15, bei dem die Dosiervorrichtung (42) und die Datentransfereinrichtung
(43) jeweils gemeinsame Lade- (33, 44) und Datenschnittstellen (17, 46) haben.
17. Dosiersystem nach einem der Ansprüche. 15 oder 16, bei dem die elektronische Steuer-
und/oder Regeleinrichtung (3) mit einer Ladestromsteuerung (32) der Dosiervorrichtung
(42) zum Steuern des Ladestroms entsprechend dem Ladungszustand der Spannungsquelle
(29) zusammenarbeitet.
18. Dosiersystem nach Anspruch 17, bei dem die elektronische Steuer-und/oder Regeleinrichtung
(3) den Ladezustand durch Überwachung der elektrischen Speisespannung der Spannungsquelle
(29) ermittelt.
19. Dosiersystem zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gemäß
Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach einem der Anspruche 15 bis 18, bei dem
die Datentransfereinrichtung (43) mehrere Ladeschnittstellen (44) zum gleichzeitigen
Aufladen der Spannungsquellen (29) mehrerer Dosiervorrichtungen (42) und/oder mehrere
Datenschnittstellen (46) zur gleichzeitigen Kommunikation mit den Datenschnittstellen
(17) mehrerer Dosiervorrichtungen (42) aufweist.
20. Dosiersystem nach einem der Ansprüche 15 bis 19, bei dem die Datentransfereinrichtung
(43) mindestens eine Ladeschnittstelle (44) für eine aus der Dosiervorrichtung (42)
entnehmbare aufladbare elektrische Spannungsquelle (29) aufweist.
21. Dosiersystem nach einem der Ansprüche 15 bis 20, bei dem die LadeSchnittstellen (33,
44) der Dosiervorrichtung (42) und der Datentransfereinrichtung (43) und/oder der
entnehmbaren Spannungsquelle (29) miteinander verbindbare elektrische Ladekontakte
aufweisen.
22. Dosiersystem zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gemäß
Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach Anspruch 6 bis 21, bei dem die Handdosiervorrichtung
(42) netzunabhängig ist.
23. Dosiersystem geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis
5 gemäß Oberbegriff von Anspruch 6, insbesondere nach Anspruch 6 bis 22, bei dem die
Datentransfereinrichtung ein stationäres Gerät ist.
24. Dosiersystem nach einem der Ansprüche 6 bis 23, bei dem mittels der Datenverarbeitungsanlage
(49) oder den Datenschnittstellen gerätetypspefizische und/oder gerätespezifische
Parameter und/oder Anwendeiparameter in den Schreib-/Lese-Speicher (20) einschreibbar
und/oder aus diesem auslesbar sind und/oder die Handdosiervorrichtung (42) fernsteuerbar
ist.
1. A method for operating an electronic proportioning system comprising:
• an electronic manual proportioning device (42) which has
• a driving device (1) having an electric drive (7),
• at least one displacement device (2) adapted to be driven by the driving device
(1) to proportion liquids, whereas the displacement device has a piston (11) being
slidable within a cylinder (12) for displacing an air column and the cylinder (12)
is connected via a channel (13) to a proportioning tip (14) in order to draw a sample
liquid into a proportioning tip and eject it therefrom or the displacement device
is a syringe having a piston and a cylinder and being directly filled with a sample
liquid,
• a controlled-program electronic control and/or regulation device (3) for the drive
(7),
• at least one nonvolatile read/write memory (20),
• an electric voltage source (29), particularly for the electric drive (7) and the
electronic control and/or regulation device (3), and
• a data interface (17) connected to the electronic control and/or regulation device
(3),
including
• an external data processing plant (49), and including
• a data transfer device (43) which has
a data interface (46) for connecting the data interface (17) of the proportioning
device (42) to the data processing plant (49),
characterized in that the data processing plant (49), via the data interfaces (17, 46), is used as a means
to write routines for the performance of operational sequences of the manual proportioning
device (42), which are resorted to by the controlled-program electronic control and/or
regulation device (3), into the read/write memory (20).
2. The method according to claim 1 wherein the data processing plant (49), via the data
interfaces (17, 46), is used as a means to additionally write device type specific
and/or device-specific parameters and/or application parameters into the read/write
memory (20) or to read them therefrom and/or the manual proportioning device (42)
can be remotely controlled.
3. The method according to claim 1 or 2 wherein the data interfaces (17, 46) communicate
with each other by being bonded via contacts.
4. The method according to anyone of claims 1 to 3 wherein the data interfaces (17,46)
communicate with each other in a wireless manner.
5. The method according to claim 5 wherein the data interfaces (17, 46) communicate with
each other by radio, optically, inductively and/or capacitively.
6. A proportioning system, suited for performing the method according to anyone of claims
1 to 5, comprising:
• an electronic manual proportioning device (42) which has a driving device (1) having
an electric drive (7),
• at least one displacement device (2) adapted to be driven by the driving device
(1) to proportion liquids, whereas the displacement device has a piston (11) being
slidable within a cylinder (12) for displacing an air column and the cylinder (12)
is connected via a channel (13) to a proportioning tip (14) in order to draw a sample
liquid into a proportioning tip and eject it therefrom or the displacement device
is a syringe having a piston and a cylinder and being directly filled with a sample
liquid,
• a controlled-program electronic control and/or regulation device (3) for the drive
(7),
• at least one nonvolatile read/write memory (20),
• an electric voltage source (29), particularly for the electric drive (7) and the
electronic control and/or regulation device (3), and
• a data interface (17) connected to the electronic control and/or regulation device
(3),
including
• an external data processing plant (49),
and including
• a data transfer device (43) which has
a data interface for connecting the data interface (17) of the proportioning device
(42) to the data processing plant (49),
characterized in that the controlled-program electronic control and/or regulation device (3) is designed
so as to allow the data processing plant (49), via the data interfaces (17, 46), to
be used as a means to write routines for the performance of operational sequences
of the manual proportioning device (42), which are resorted to by the controlled-program
electronic control and/or regulation device (3), into the read/write memory (20).
7. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, wherein the data interfaces (17,
46) of the proportioning device (42) and those of the data transfer device (43) have
radio transmitters and radio receivers and/or IR transmitters (49, 52) and IR receivers
(50,51) which communicate with each other.
8. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to claim
6 or 7, wherein the data interfaces (17, 46) of the proportioning device (42) and
those of the data transfer device (43) are serial data interfaces.
9. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of -daim.6, particularly according to anyone
of claims 6 to 8, wherein the electronic control and/or regulation device (3) has
a microcomputer or microcontroller (15).
10. The proportioning system according to claim 9 wherein the nonvolatile read/write memory
is a flash memory of the microcomputer or microcontroller.
11. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to anyone
of claims 6 to 10, wherein the data processing plant (49) connected to the data interface
(46) of the data transfer device (43) has a PC which is connected to the data transfer
device (43).
12. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to anyone
of claims 6 to 11, wherein the data interface (46) of the data transfer device (43)
is connected to a data processing plant (54) integrated in the transfer device (43).
13. The proportioning system according to claim 12 wherein the data processing plant (49,
54) comprises microcomputer or microcontroller.
14. the proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to anyone
of claims 6 to 13, wherein the electronic control device (3) and/or the data processing
plant (49, 54) have a nonvolatile memory (20, 55) and/or a keyboard (37, 39; 56) and/or
a display (6, 57) and/or a serial interface (17, 58) and/or an exchangeable storage
medium (59).
15. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to anyone
of claims 6 to 14, wherein the manual proportioning device (42) has a charging interface
(33) connected to a chargeable voltage source (29) and the data transfer device (43)
has a charging part for charging the voltage source (29) and a charging interface
(44) connected to the charging part (43) for a connection to the charging interface
(33) of the manual proportioning device (42).
16. The proportioning system according to claim 15 wherein the proportioning device (42)
and the data transfer device (43) each have common charging (33, 44) and data interfaces
(17,46).
17. The proportioning system according to one of claim 15 or 16 wherein the electronic
control and/or regulation device (3) interacts with a charging current control (32)
of the proportioning device (42) to control the charging current in accordance with
the charging condition of the voltage source (29).
18. The proportioning system according to claim 17 wherein the electronic control and/or
regulation device (3) determines the charging condition by monitoring the electric
supply voltage of the voltage source (29).
19. the proportioning system for performing the method according to anyone of claims 1
to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to any one of claims
15 to 18, wherein the data transfer device (43) has a plurality of charging interfaces
(44) for simultaneously charging the voltage sources (29) of several proportioning
devices (42) and/or several data interfaces (46) for a simultaneous communication
with the data interfaces (17) of several proportioning devices (42).
20. The proportioning system according to anyone of claims 15 to 19 wherein the data transfer
device (43) has at least one charging interface (44) for a chargeable electric voltage
source (29) withdrawable from the proportioning device (42).
21. the proportioning system according to anyone of claims 15 to 20 wherein the charging
interfaces (33, 44) of the proportioning device (42) and data transfer device (43)
and/or withdrawable voltage source (29) have interconnectable electric charging contacts.
22. The proportioning system for performing the method according to anyone of claims I
to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to claims 6 to 21,
wherein the manual proportioning device (42) is independent on the mains.
23. The proportioning system, suited for performing the method according to any one of
claims 1 to 5 according to the preamble of claim 6, particularly according to claims
6 to 22, wherein the data transfer device is a stationary device.
24. The proportioning system according to anyone of claims 6 to 23 wherein the data processing
plant (49) or the data interfaces are used as a means to write device type specific
and/or device-specific parameters and/or user parameters into the read/write memory
(20) or to read them therefrom and/or the manual proportioning device (42) can be
remotely controlled.
1. Procédé pour exploiter un système de dosage électronique avec
- un dispositif de dosage manuel électronique (42), présentant
- un dispositif d'entraînement (1) présentant un entraînement électrique (7),
- au moins un dispositif de refoulement (2) pouvant être entraîné par le dispositif
d'entraînement (1) pour le dosage de liquide, dans lequel le dispositif de refoulement
présente un piston (11) mobile dans un cylindre (12) pour déplacer une colonne d'air
et le cylindre est relié à travers un canal (13) à un cône de dosage (14) pour aspirer
un liquide d'échantillonnage dans le cône de dosage et l'expulser hors de celui-ci,
ou le dispositif de refoulement est une seringue présentant un piston et un cylindre
et étant remplie directement avec un liquide d'échantillonnage,
- un dispositif de commande et/ou de régulation électronique programmable (3) pour
l'entraînement (7),
- au moins une mémoire d'écriture/lecture non volatile (20),
- une source de tension électrique (29) en particulier pour l'entraînement électrique
(7) et le dispositif de commande et/ou de régulation électronique (3), et
- une interface de données (17) reliée au dispositif de commande et/ou de régulation
électronique,
avec
- un équipement informatique externe (49),
et avec
- un dispositif de transfert de données (43), présentant
- une interface de données (46) pour relier l'interface de données (17) du dispositif
de dosage (42) à l'équipement informatique (49),
caractérisé en ce qu'au moyen de l'équipement informatique (49), à travers les interfaces de données (17,
46)
- des routines pour l'exécution de séquences d'opérations du dispositif de dosage
manuel (42), auxquelles le dispositif de commande et/ou de régulation électronique
programmable (3) fait appel, sont écrites dans la mémoire d'écriture/lecture (20).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel au moyen de l'équipement informatique
(49), à travers les interfaces de données (17, 46), en plus des paramètres spécifiques
au type d'appareil et/ou des paramètres spécifiques à l'appareil et/ou des paramètres
d'application sont écrits dans la mémoire d'écriture/lecture (20) et/ou sont lus à
partir de celle-ci et/ou le dispositif de dosage manuel (42) peut être télécommandé.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel les interfaces de données (17,
46) communiquent ensemble par contact.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel les interfaces
de données (17, 46) communiquent ensemble sans fil.
5. Procédé selon la revendication 5, dans lequel les interfaces de données (17, 46) communiquent
ensemble par radiocommunication, de façon optique, de façon inductive et/ou de façon
capacitive.
6. Système de dosage, adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, avec
- un dispositif de dosage manuel électronique (42), présentant
- un dispositif d'entraînement (1) présentant un entraînement électrique (7),
- au moins un dispositif de refoulement (2) pouvant être entraîné par le dispositif
d'entraînement (1) pour le dosage de liquide, dans lequel le dispositif de refoulement
présente un piston (11) mobile dans un cylindre (12) pour déplacer une colonne d'air
et le cylindre est relié à travers un canal (13) à un cône de dosage (14) pour aspirer
un liquide d'échantillonnage dans le cône de dosage et l'expulser hors de celui-ci,
ou le dispositif de refoulement est une seringue présentant un piston et un cylindre
et étant remplie directement avec un liquide d'échantillonnage,
- un dispositif de commande et/ou de régulation électronique programmable (3) pour
l'entraînement (7),
- au moins une mémoire d'écriture/lecture non volatile (20),
- une source de tension électrique (29) en particulier pour l'entraînement électrique
(7) et le dispositif de commande et/ou de régulation électronique (3), et
- une interface de données (17) reliée au dispositif de commande et/ou de régulation
électronique,
avec
- un équipement informatique externe (49),
et avec
- un dispositif de transfert de données (43), présentant une interface de données
(46) pour relier l'interface de données (17) du dispositif de dosage (42) à l'équipement
informatique (49),
caractérisé en ce que
- le dispositif de commande et/ou de régulation électronique programmable (3) est
conçu de telle sorte qu'au moyen de l'équipement informatique (49), à travers les
interfaces de données (17, 46), des routines pour l'exécution de séquences d'opérations
du dispositif de dosage manuel (42), auxquelles le dispositif de commande et/ou de
régulation électronique programmable (3) fait appel, peuvent être écrites dans la
mémoire d'écriture/lecture (20).
7. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, dans lequel les interfaces de données
(17, 46) du dispositif de dosage (42) et du dispositif de transfert de données (43)
comportent des émetteurs radio et des récepteurs radio et/ou des émetteurs IF (49,
52) et des récepteurs IF (50, 51).
8. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon la revendication
6 ou 7, dans lequel les interfaces de données (17, 46) du dispositif de dosage (42)
et du dispositif de transfert de données (43) sont des interfaces de données série.
9. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 8, dans lequel le dispositif de commande et/ou de régulation
électronique (3) présente un micro-ordinateur ou un microcontrôleur (15).
10. Système de dosage selon la revendication 9, dans lequel la mémoire d'écriture/lecture
non volatile est une mémoire flash du micro-ordinateur ou du microcontrôleur.
11. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 10, dans lequel l'équipement informatique (49) relié à l'interface
de données (46) du dispositif de transfert de données (43) présente un PC connecté
au dispositif de transfert de données (43).
12. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 11, dans lequel l'interface de données (46) du dispositif de
transfert de données (43) est reliée à un équipement informatique (54) intégré dans
le dispositif de transfert de données (43).
13. Système de dosage selon la revendication 12, dans lequel l'équipement informatique
(49, 54) comprend un micro-ordinateur ou un microcontrôleur.
14. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 13, dans lequel le dispositif de commande électronique (3)
et/ou l'équipement informatique (49, 54) présentent une mémoire non volatile (20,
55) et/ou un clavier (37, 39 ; 56) et/ou un affichage (6, 57) et/ou une interface
série (17, 58) et/ou un support de mémoire échangeable (59).
15. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 14, dans lequel le dispositif de dosage manuel (42) comporte
une interface de charge (33) reliée à une source de tension rechargeable (29) et le
dispositif de transfert de données (43) comporte un chargeur pour recharger la source
de tension (29) et une interface de charge (44) reliée au chargeur (43) pour la connexion
avec l'interface de charge (33) du dispositif de dosage manuel (42).
16. Système de dosage selon la revendication 15, dans lequel le dispositif de dosage (42)
et le dispositif de transfert de données (43) comportent respectivement des interfaces
de charge (33, 44) et de données (17, 46) communes.
17. Système de dosage selon l'une des revendications 15 ou 16, dans lequel le dispositif
de commande et/ou de régulation électronique (3) coopère avec une commande de courant
de charge (32) du dispositif de dosage (42) pour commander le courant de charge selon
l'état de charge de la source de tension (29).
18. Système de dosage selon la revendication 17, dans lequel le dispositif de commande
et/ou de régulation électronique (3) détermine l'état de charge par surveillance de
la tension d'alimentation électrique de la source de tension (29).
19. Système de dosage pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 15 à 18, dans lequel le dispositif de transfert de données (43)
présente plusieurs interfaces de charge (44) pour recharger simultanément les sources
de tension (29) de plusieurs dispositifs de dosage (42) et/ou plusieurs interfaces
de données (46) pour communiquer simultanément avec les interfaces de données (17)
de plusieurs dispositifs de dosage (42).
20. Dispositif de dosage selon l'une quelconque des revendications 15 à 19, dans lequel
le dispositif de transfert de données (43) présente au moins une interface de charge
(44) pour une source de tension électrique (29) rechargeable, extractible du dispositif
de dosage (42).
21. Système de dosage selon l'une quelconque des revendications 15 à 20, dans lequel les
interfaces de charge (33, 44) du dispositif de dosage (42) et du dispositif de transfert
de données (43) et/ou de la source de tension extractible (29) présentent des contacts
de charge électriques pouvant être reliés ensemble.
22. Système de dosage pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 21, dans lequel le dispositif de dosage manuel (42) est indépendant
du secteur.
23. Système de dosage adapté pour exécuter le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 selon le préambule de la revendication 6, en particulier selon l'une quelconque
des revendications 6 à 22, dans lequel le dispositif de transfert de données est un
appareil stationnaire.
24. Système de dosage selon l'une quelconque des revendications 6 à 23, dans lequel, au
moyen de l'équipement informatique (49) ou des interfaces de données, des paramètres
spécifiques au type d'appareil et/ou des paramètres spécifiques à l'appareil et/ou
des paramètres d'utilisateur peuvent être écrits dans la mémoire d'écriture/lecture
(20) et/ou peuvent être lus à partir de celle-ci et/ou le dispositif de dosage manuel
(42) peut être télécommandé.