Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Rundfunkempfänger zum Empfang von Radio-Daten, insbesondere
RDS-Rundfunkempfänger, mit einem Empfangsteil zur Einstellung, zum Empfang und zur
Demodulation einer zu empfangenden Rundfunksendefrequenz, einem Decoder für neben
einem Rundfunkprogramm über eine empfangene Rundfunksendefrequenz übertragene Radio-Daten,
einer steuerbaren Klangbeeinflussungseinrichtung zur Steuerung der Klangcharakteristik
eines wiederzugebenden Audiosignals und einer Steuerung, die in Abhängigkeit einer
im Rahmen eines über eine am Empfangsteil eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen
Radio-Daten-Signals übertragenen Kennung der Klangbeeinflussungseinrichtung eine vorgegebene
Klangcharakteristik zuweist, sowie einem Verfahren zur Beeinflussung einer Klangcharakteristik
eines wiederzugebenden Audiosignals in einem Rundfunkempfänger zum Empfang von Radio-Daten,
insbesondere einem RDS-Rundfunkempfänger mit einem Empfangsteil zur Einstellung, zum
Empfang und zur Demodulation einer zu empfangenden Rundfunksendefrequenz, einem Decoder
für neben einem Rundfunkprogramm über eine empfangene Rundfunksendefrequenz übertragene
Radio-Daten, und einer steuerbaren Klangbeeinflussungseinrichtung zur Steuerung der
Klangcharakteristik eines wiederzugebenden Audiosignals nach der Gattung der unabhängigen
Patentansprüche aus.
[0002] Aus der DE 38 05 457 A1 ist ein Rundfunkempfänger für ein Fahrzeug bekannt, bei dem
durch ein senderseitiges Kennsignal bei einer Verkehrsfunksendung die Wiedergabelautstärke
auf einen voreingestellten Wert umgeschaltet wird, und der manuelle Einstellmittel
für die Tiefen und Höhen aufweist, wobei bei der Umschaltung der Lautstärke zusätzlich
durch das Kennsignal eine automatische Umschaltung der Tiefen und Höhen auf voreingestellte
Werte erfolgt. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, daß eine für eine Musikwiedergabe
als meist angenehm empfundene Anhebung der Tiefen und Höhen bei der Sprachwiedergabe,
insbesondere wegen der stark angehobenen Tiefen, im allgemeinen als nachteilig angesehen
wird, da die Sprache dann oft zu dumpf klingt und somit unverständlich wird. Durch
Umschaltung der Tiefen und Höhen während einer Verkehrsfunkdurchsage auf einen für
den jeweiligen Fahrer subjektiv als optimal ermittelten Wert werden Verkehrsdurchsagen
für diesen angenehmer und verständlicher.
[0003] Gemäß den "Specifications of the radio data system RDS for VHF/FM sound broadcasting"
der European Broadcasting Union vom März 1984 werden über Rundfunksendefrequenzen
von Rundfunksendern neben den eigentlichen Rundfunkprogrammen weitere Informationen
in Form von digitalen Daten, wie beispielsweise Programmkennungen (PI) übermittelt,
mit denen ein zum Empfang dieser Daten geeigneter Rundfunkempfänger eine Vielzahl
von, insbesondere für einen ungestörten Empfang notwendigen Operationen selbständig
und ohne Zutun des Benutzers ausführen kann, so daß beispielsweise der Fahrer eines
Kraftfahrzeugs, in das der Rundfunkempfänger eingebaut ist, keine manuellen Eingaben
am RDS-Autoradio durchführen muß und somit seine Aufmerksamkeit voll auf den Straßenverkehr
konzentrieren kann.
[0004] Ferner werden im Rahmen des Radio-Daten-Systems (RDS) gemäß der vorgenannten RDS-Spezifikation
zur Steuerung eines zum Empfang dieser Information geeigneten Rundfunkempfängers wesentliche
Zusatzinformationen, wie eine Programmartkennung (Program Type PTY) zur Kennzeichnung
der Art beziehungsweises des Inhalts des über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz
übertragenen Rundfunkprogramms, weiter ein sogenannter M/S-(music/speech-)Code zur
Angabe, ob es sich bei den innerhalb des aktuell empfangenen Rundfunkprogramms übertragenen
Signalen um Musik- oder Sprachsignale handelt, und schließlich ein TA-(Traffic Announcement)
Code, der während der Wiedergabe von Verkehrsnachrichten innerhalb des empfangenen
Rundfunkprogramms einen vorgegebenen Wert annimmt und somit beispielsweise eine Lautschaltung
eines ansonsten stummgeschalteten Rundfunkempfängers für die Dauer einer Verkehrsfunkdurchsage
ermöglicht, übertragen.
Vorteile der Erfindung
[0005] Ein erfindungsgemäßer Rundfunkempfänger und das erfindungsgemäße Verfahren mit den
Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche haben den Vorteil, daß jeder Programmart
eines über eine aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz ausgestrahlten Rundfunkprogramms
automatisch eine optimale Klangcharakteristik zugewiesen wird, so daß jede beliebige
Programmart, ob nun Pop-Musik, klassische Musik oder Sprache ohne Zutun des Benutzers
mit einem jeweils optimalen Klangbild wiedergegeben wird.
[0006] Unter der Klangcharakteristik sind dabei im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
zum einen der Frequenzgang des wiederzugebenden Audiosignals, der über eine frequenzbandspezifische
Verstärkung des Audiosignals beispielsweise mittels eines Equalizers beeinflußbar
ist, zum anderen zusätzliche Klangeffekte, wie beispielsweise Echo- und/oder Hall-Effekte
zu verstehen.
[0007] Eine besonders einfache Zuordnung einer für eine bestimmte Programmart vorgesehenen
Klangcharakteristik ist dabei dadurch möglich, daß die verschiedenen für verschiedene
Programmarten vorgesehenen Klangcharakteristiken auf verschiedenen Speicherplätzen
innerhalb eines Speichers des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers abgelegt sind,
wobei jedem Speicherplatz für eine Klangcharakteristik mindestens ein weiterer Speicherplatz
zur Ablage der zugehörigen Programmartkennung(en) zugeordnet ist. Auf diese Weise
ist durch Vergleich der über die aktuell am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz
ausgestrahlten Programmartkennung mit den auf den weiteren Speicherplätzen abgelegten
Programmartkennungen eine schnelle Zuordnung einer bestimmten Klangcharakteristik
zu der zugehörigen Programmart möglich.
[0008] Für den Fall, daß Rundfunksendeanstalten die Programmartkennung nicht dynamisch verwalten,
also nicht innerhalb einer Rundfunksendung an wechselnde Programmarten anpassen, also
beispielsweise während einer Pop-Musik-Sendung auch während Spracheinlagen die Programmartkennung
für Pop-Musik ausstrahlen, ist es vorteilhaft, eine Umschaltvorrichtung vorzusehen,
die in Abhängigkeit einer mittels des Radio-Daten-Signals übertragenen weiteren Kennung
eine vorrangige Zuweisung einer vorgegebenen Klangcharakteristik an die Klangbeinflussungseinrichtung
des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers anstelle der durch die Programmartkennung
vorgegebenen Klangcharakteristik bewirkt. Damit wird erreicht, daß beispielsweise
während Spracheinlagen innerhalb einer Musiksendung die durch die M/S-Kennung als
Sprachsignale gekennzeichneten Audiosignale mit einer für Sprachsignale optimierten
Klangcharakteristik wiedergegeben werden, was deren Verständlichkeit verbessert. Gleiches
gilt sinngemäß auch für Verkehrsfunkdurchsagen innerhalb einer Musiksendung, die durch
die TA-Kennung des Radio-Daten-Systems gekennzeichnet werden, wobei durch Ansteuerung
der Umschaltvorrichtung durch die TA-Kennung die Verkehrsdurchsagen mit einer für
Sprachsignale optimierten Klangcharakteristik wiedergegeben werden.
[0009] Schließlich ist es von Vorteil, wenn die für eine bestimmte Programmart vorgegebene
Klangcharakteristik durch einen Benutzer über eine Bedieneinheit des Rundfunkempfängers
beeinflußbar ist, da somit die abgespeicherten Klangcharakteristiken optimal an die
Hörgewohnheiten beziehungsweise Vorlieben des Benutzers angepaßt werden können.
Zeichnungen
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher erläutert.
Es zeigen
[0011]
Figur 1 schematisch den Aufbau eines zum Empfang von Radio-Daten geeigneten erfindungsgemäßen
Rundfunkempfängers 10 im vorliegenden Teil eines RDS-Autoradios,
Figur 2 schematisch eine Gruppe des in der oben genannten RDS-Spezifikation spezifizierten
RDS-Signals, mittels dessen unter anderem eine Programmartkennung PTY, ein M/S-Code
und eine Verkehrsfunk-Durchsagekennung in Form des TA-Codes übertragen werden,
Figur 3 ein Ablaufdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des in einem erfindungsgemäßen
Rundfunkempfänger ablaufenden erfindungsgemäßen Verfahrens und
Figur 3a ein Ablaufdiagramm eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] Im folgenden werden ein erfindungsgemäßer Rundfunkempfänger und das erfindungsgemäße
Verfahren anhand eines RDS-Autoradios beschrieben, bei dem gemäß einem ersten einfachsten
Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit der Programmartkennung und gegebenenfalls weiterer
mittels des Radio-Daten-Systems übertragener Kennungen, dem empfangenen und wiederzugebenden
Audiosignal eine Klangcharakteristik in Form eines spezifischen Frequenzgangs zugewiesen
wird.
[0013] Ebenso ist es, wenn auch im folgenden nicht im Detail ausgeführt, im Rahmen der Erfindung
vorgesehen, einer bestimmten Programmart nicht nur einen spezifischen Frequenzgang,
sondern auch andere spezifische Klangcharakteristika, wie z. B. Echo- oder Hall-Effekte,
als Teil der jeweiligen Klangcharakteristik zuzuordnen.
[0014] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers am
Beispiel eines RDS-Autoradios zum Betrieb in einem Kraftfahrzeug.
[0015] Der erfindungsgemäße Rundfunkempfänger 10, hier in Form des vorliegenden RDS-Autoradios,
verfügt über ein Empfangsteil 20, dem über eine Empfangsantenne 45, im vorliegenden
Fall einer hinsichtlich ihrer Geometrie zum Empfang von Rundfunksendefrequenzen des
Ultra-Kurzwellen-(UKW-)Bandes optimierten Stabantenne, ein empfangenes Rundfunksignal
zugeführt ist. Das Empfangsteil 20 des Rundfunkempfängers 10 verfügt in bekannter
Weise über die zur Einstellung, zum Empfang und zur Demodulation einer zu empfangenden
bzw. empfangenen Rundfunksendefrequenz erforderlichen Mittel. Das am Ausgang des Empfangsteils
20 anstehende Stereo-Multiplexsignal (MPX) ist einem Stereo-Decoder 25 zur Ableitung
der Audiosignale für den linken und den rechten Stereokanal zugeführt. Die dem Stereo-Decoder
25 entnommenen Audio-Signale für den linken und den rechten Stereokanal sind einer
Klangbeeinflussungseinrichtung 40, im vorliegenden Fall in Form eines steuerbaren
Equalizers 40 zugeführt, mittels dessen die Frequenzgänge der wiederzugebenden Audiosignale
beeinflußbar sind. Die hinsichtlich ihrer Frequenzgänge beeinflußten Audiosignale
für den linken und den rechten Stereokanal sind schließlich einer Wiedergabeeinheit
50 zugeführt, die in an sich bekannter Weise über die zur Wiedergabe der Audiosignale
erforderlichen Mittel, wie einen Niederfrequenzverstärker zur Verstärkung der Audiosignale
und daran angeschlossene Lautsprecher verfügt.
[0016] Das am Ausgang des Empfangsteils 20 anstehende Stereo-Multiplex-(MPX-) Signal ist
außerdem einem Decoder 30 zugeführt, der aus dem MPX-Signal das im vorliegenden Fall
mittels des Radio-Daten-Systems (RDS) übertragene Radio-Daten-Signal herausfiltert,
decodiert und aus dem Radio-Daten-Signal die Programmartkennung PTY, den M/S-Code
und den TA-Code isoliert und einer Steuerung 15 des Rundfunkempfängers zuführt.
[0017] Die Steuerung 15 des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers 10 steht mit eine Speicher
80 in Verbindung, der über eine Speicherplätze 72, 74, 76, 78 umfassende Liste 70
zum Abspeichern von bestimmten Programmartkennungen PTY1, PTY2, PTY3, ..., PTYn zugeordneten
Frequenzgängen, bzw. gemäß einem erweiterten Ausführungsbesipiel Klangcharakteristiken,
V1, V2, ..., Vm zur Beeinflussung der wiederzugebenen Audio-Signale verfügt. Die verschiedenen
Frequenzgänge werden dabei beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in Form von Koeffizienten
für ein digitales Filter abgespeichert. Alternativ kann es jedoch auch vorgesehen
sein, daß die Frequenzgänge in Form von markanten Stützstellen auf den Speicherplätzen
72 bis 78 der Frequenzgang-Liste 70 abgelegt werden.
[0018] Weiter ist im Speicher 80 eine weitere Liste 60 mit weiteren Speicherplätzen 62,
64, 66, 68 zum Abspeichern der verschiedenen mittels des Radio-Daten-Signals über
eine empfangene Rundfunksendefrequenz übertragbaren Programmkettenkennungen vorgesehen.
Dabei ist jedem weiteren Speicherplatz 62, 64, 66, 68, das heißt jeder abgespeicherten
Programmartkennung PTY1, PTY2, PTY3, ..., PTYn jeweils ein Frequenzgang V1, V2,...,
Vm aus der Frequenzgangliste 70 zugeordnet, der für die Wiedergabe eines durch die
zugeordnete Programmartkennung gekennzeichneten Audiosignals als ideal angesehen wird.
Dabei ist es durchaus möglich, daß zwei verschiedenen Programmartkennungen, wie beispielsweise
der Programmartkennung für Nachrichten, in Figur 1 PTY2, und für Sport, in Figur 1
PTY3, derselbe Frequenzgang V2 zugeordnet ist, da es sich bei beiden Programmarten
um solche Programmarten handelt, bei denen primär Sprachsignale wiedergegeben werden,
so daß eine Abspeicherung zweier getrennter, letztendlich identischer Frequenzgänge,
wie dies in Figur 1 dargestellt ist, entbehrlich ist. Während beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
der abgespeicherte Frequenzgang V2 für Sprachsignale (PTY2, PTY3) einen linearen Verlauf
aufweist, ist der Programmartkennung für Pop- und Rock-Musik, in Figur 1 PTY1, ein
Frequenzgang V1 zugeordnet, der sich dadurch auszeichnet, daß die hoch- und niederfrequenten
Signalanteile gegenüber dem mittleren Frequenzbereich verstärkt wiedergegeben werden.
Schließlich ist der im Speicher auf dem weiteren Speicherplatz 68 der PTY-Liste 60
abgespeicherten Programmartkennung PTYn ein auf Speicherplatz 78 der Frequenzgang-Liste
70 abgespeicherter, für diese Programmart optimierter Frequenzgang Vm abgespeichert.
[0019] Die Steuerung 15 des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers 10 steht außerdem mit der
Klangbeeinflussungseinrichtung 40 zur Steuerung derselben in Verbindung. Der Steuerung
15 kommt dabei die Aufgabe zu, in Abhängigkeit eines über die aktuell am Rundfunkempfänger
eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen PTY-Codes der Klangbeeinflussungseinrichtung
40 einen dem PTY-Code zugeordneten Frequenzgang zuzuweisen.
[0020] Die Klangbeeinflussungseinrichtung 40 ist dabei im vorliegenden Fall in Form jeweils
eines zur Beeinflussung der Frequenzgänge der beiden Stereokanäle geeigneten digitalen
Filters ausgeführt. Zur Zuweisung eines auf einem der Speicherplätze 62 bis 68 des
Speichers 80 abgelegten Frequenzgänge werden dazu der Klangbeeinflussungseinrichtung
40 beziehungsweise den digitalen Filtern die auf dem jeweiligen Speicherplatz 72 bis
78 abgelegten Filterkoeffizienten mittels der Steuerung 15 zugeführt.
[0021] Schließlich ist an die Steuerung 15 des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers 10 eine
Eingabeeinheit 35 mit in der Zeichnung nicht dargestellten Bedienelementen, vorzugsweise
in Form von den verschiedenen zu beeinflussenden Frequenzbändern zugeordneten Schiebereglern,
angeschlossen. Im Hinblick auf die vorliegende Erfindung ist die Eingabeeinheit 35
zur Eingabe eines benutzerdefinierten Frequenzganges in Form von frequenzbandspezifischen
Verstärkungsfaktoren mittels der Schieberegler vorgesehen, wobei bei Empfang einer
über eine aktuell am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen
Programmartkennung PTY ein vom Benutzer über die Bedieneinheit 35 eingegebener benutzerdefinierter
Frequenzgang durch die Steuerung 15 des Rundfunkempfängers in den Speicherplatz 72,
74, 76, 78 der Frequenzgang-Liste 70 im Speicher 80 eingeschrieben wird, der dem aktuell
empfangenen PTY-Code beziehungsweise der Art des über die aktuell am Rundfunkempfänger
eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms zugeordnet ist.
[0022] Zur Eingabe von benutzerdefinierten Frequenzgängen verfügt die Eingabeeinheit 35
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers
10 über den verschiedenen beeinflußbaren Frequenzbändern zugeordnete Schieberegler,
durch deren gezielte Betätigung durch den Benutzer ein Frequenzgang an der Eingabeeinheit
35 einstellbar ist. Die Steuerung 15 ist für diesen Fall so ausgebildet, daß die mittels
der Schieberegler verstellten Verstärkungsfaktoren bei den Mittenfrequenzen der beeinflussbaren
Frequenzbänder, bei beispielsweise neun unabhängig voneinander beeinflußbaren Frequenzbändern
sind das beispielsweise die Mittenfrequenzen 40 Hz, 120 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1KHz,
2 KHz, 4 KHz, 8 KHz, 16 KHz, in Koeffizienten für die digitalen Filter der Klangbeeinflussungseinrichtung
40 umgerechnet werden. Die berechneten Koeffizienten werden darauf auf einem der Speicherplätze
72 bis 78 der Frequenzgangliste 70 des Speichers 80 abgelegt.
[0023] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers
umfaßt die Eingabeeinheit 35 Drucktasten zur Auswahl eines zu verstellenden Frequenzbandes,
sowie eine Wipp-Taste oder einen Drehknopf zur Verstellung des Verstärkungswertes
für das jeweils ausgewählte Frequenzband. Nach erneuter Betätigung der Auswahltaste
für das ausgewählte Frequenzband nach Verstellung des Verstärkungswertes, oder aber
auch nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitdauer nach einer letztmaligen Betätigung der
Wipp-Taste beziehungsweise des Drehknopfes wird der eingestellte Verstärkungswert
von der Steuerung übernommen und aufgrund des verstellten Wertes ein neuer Koeffizientensatz
berechnet, der anschließend im Speicher 80 abgelegt wird.
[0024] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers ist die
Klangbeeinflussungseinrichtung 40 in Form eines analogen Equalizers ausgeführt, das
heißt die Klangbeeinflussungseinrichtung 40 verfügt über eine Vielzahl von beispielsweise
5 analogen Bandpässen, deren Mittenfrequenzen logarithmisch, also beispielsweise mit
Werten von 50 Hz, 200 Hz, 500 Hz, 3,2 KHz, 12,8 KHz, über das Audiofrequenzband verteilt
sind. In diesem Falle werden im Speicher die Verstärkungswerte V1, V2, ..., Vm für
die Mittenfrequenzen der zu verstellenden Frequenzbänder abgelegt und bei sich änderndem
PTY-Code, beispielsweise in Folge der Auswahl eines neuen Rundfunksenders, an die
Klangbeeinflussungseinrichtung 40 übermittelt. In diesem Falle, in dem keine Koeffizienten
für digitale Filter, sondern Verstärkungsfaktoren für analoge Bandpässe abgespeichert
werden, ist eine Umrechnung der an der Bedieneinheit 35 eingegebenen Stärkungswerte
durch die Steuerung 15 nicht erforderlich.
[0025] Figur 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem gemäß dem Radio-Daten-System
übertragenen Radio-Daten-Signal 100, das gemäß der eingangs erwähnten RDS-Spezifikation
in Gruppen 105 zu jeweils 106 Bit unterteilt ist. Jede Gruppe umfaßt ihrerseits wiederum
vier Blöcke 110, 120, 130 und 140 zu jeweils 26 Bit, die in der RDS-Spezifikation
als Blöcke A, B, C, D, bezeichnet werden, wobei jeder Block jeweils einen Informationsteil
112, 122, 132, 142 und ein sogenanntes Prüfwort mit überlagertem Offsetwort 114, 124,
134, 144 umfaßt. Die eigentlichen, mittels des Radio-Daten-Signals zu übertragenden
Informationen sind dabei in den Informationsworten 112, 122, 132, 142 der Blöcke A,
B, C, D (entsprechend den Bezugszeichen 110, 120, 130, 140) enthalten, während die
jeweils 10 Bit langen Prüf- und Offsetwörter 114, 124, 134, 144 eines jeden Blocks
der Fehlererkennung und/oder -korrektur (Prüfwort), sowie der Synchronisierung (Offsetwort)
eines RDS-Rundfunkempfängers auf das Radio-Daten-Signal dienen.
[0026] Gemäß der erwähnten RDS-Spezifikation ist es vorgesehen, das zur Übertragung verschiedener
Datenarten beziehungsweise Informationsinhalte verschiede Gruppentypen mit jeweils
gleicher Grundstuktur je nach Bedarf im Radio-Daten-Signal übertragen werden. Als
Beispiel hierfür sei der Gruppentyp 0A genannt, in dessen erstem Block A 110 eine
Programmkennung (Program Identification PI) ausgestrahlt wird, die angibt, welches
Programm über die gerade empfangene Rundfunksendefrequenz ausgestrahlt wird. Das Informationswort
122 des zweiten Blocks B 120, der Gruppe 0A setzt sich zusammen aus
- einem Gruppentypcode 150 von 4 Bit Länge, im vorliegenden Falle ist dies der Gruppentypcode
0, der zusammen mit einem Versionscode 152 von 1 Bit Länge, der die Version der Gruppe
angibt, im vorliegenden Fall A, den Aufbau und den Dateninhalt der in dieser Gruppe
übertragenen Informationen anzeigt,
- einem TP-(Traffic Program-) Code 154, der angibt, ob im Rahmen des über die aktuell
am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms
Verkehrsnachrichten ausgestrahlt werden,
- einem PTY-(Program Type-) Code 156, das heißt einer Programmartkennung zur Angabe
der Art (z. B. Pop-Musik, klassische Musik, Nachrichten, Sport, ...) des über die
aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms,
- einem TA-(Traffic Anouncment-) Code 158, der dann einen vorbestimmten Wert annimmt,
wenn im Rahmen des über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz ausgestrahlten
Rundfunkprogramms eine Verkehrsfunk- Durchsage ausgestrahlt wird,
- einem M/S-(Music/Speech-) Code 160, der angibt, ob das im Rahmen des über die aktuell
am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms
übertragene Audiosignal ein Musik- oder Sprachsignal ist, und
- weiteren nicht näher erläuterten Informationen im Umfang der verbleibenden 3 Bit des
Datenworts 122 des Blocks B 120 der Gruppe vom Typ 0A des Radio-Daten-Signals.
[0027] Figur 3 zeigt einen Ablaufplan für ein erfindungsgemäßes Verfahren, das beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel in Form von Software in der Steuerung 15 des erfindungsgemäßen
Rundfunkempfängers 10 implementiert ist.
[0028] Der erfindungsgemäße Ablauf beginnt mit Schritt 200, beispielsweise mit dem Einschalten
des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers. In Schritt 205 werden mittels des Decoders
30 des erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers die neben dem eigentlichen Rundfunkprogramm
über die am Empfangsteil eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Zusatzinformationen
des Radio-Daten-Signals, im vorliegenden Fall die Programmartkennung PTY 156, der
M/S-Code 160 und der TA-Code 158 ausgewertet. In Schritt 210 wird überprüft, ob der
M/S-Code einen vorgegebenen, ein Sprachsignal kennzeichnenden Wert aufweist. Ist dies
nicht der Fall, so wird der Ablauf mit Schritt 215 fortgesetzt, wo überprüft wird,
ob der TA-Code einen, eine Verkehrsdurchsage anzeigenden vorgegebenen Wert aufweist.
Ist dies nicht der Fall, so wird in Schritt 220 im Speicher 80 des erfindungsgemäßen
Rundfunkempfängers 10 in der PTY-Liste 60 derjenige weitere Speicherplatz 62, 64,
66, 68 aufgesucht, auf dem ein PTY-Code PTY1, PTY2, PTY3, ..., PTYn abgespeichert
ist, der mit dem über die aktuell am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz
übertragenen PTY-Code übereinstimmt. Anschließend wird aus dem Speicherplatz 72, 74,
76, 78 der Frequenzgang-Liste 70 im Speicher 80 derjenige Frequenzgang V1, V2, ...,
Vm ausgewählt, dessen zugeordneter PTY-Code über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz
empfangen wird. Darauf wird in Schritt 230 der Klangbeeinflussungseinrichtung 40 des
erfindungsgemäßen Rundfunkempfängers 10 mittels der Steuerung 15 der ausgewählte Frequenzgang
V1, V2, Vm in Form der abgespeicherten Filterkoeffizienten beziehungsweise frequenzbandspezifischen
Verstärkungsfaktoren zugewiesen. Anschließend wird der Ablauf mit Schritt 205, das
heißt dem erneuten Einlesen des PTY-, M/S- und TA- Codes fortgesetzt.
[0029] Wird hingegen in Schritt 210 festgestellt, daß der M/S-Code einen Sprachsignale kennzeichnenden
vorgegebenen Wert angenommen hat, oder wird in Schritt 215 festgestellt, daß der TA-Code
die Ausstrahlung einer Verkehrsfunkmeldung anzeigt, so wird in Schritt 235 ein im
Speicher für Sprachsignale vorgesehener Frequenzgang V2 aufgesucht, und dieser anschließend
in Schritt 230 der Klangbeeinflussungeinrichtung 40 zugewiesen. Auf diese Weise ist
softwaremäßig eine Umschaltvorrichtung realisiert, die in Abhängigkeit der im Rahmen
des Radio-Daten-Signals über die empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen M/S-
oder der TA-Kennung eine vorrangige Zuweisung eines für Sprachsignale vorgegebenen
Frequenzganges an die Klangbeeinflussungseinrichtung 40 anstelle des durch die Programmartkennung
vorgegebenen Frequenzganges bewirkt, wenn eine der beiden Kennungen einen vorgegebenen
Wert annimmt, der die Übertragung eines Sprachsignals beziehungsweise einer Verkehrsfunkdurchsage
anzeigt.
[0030] Bei einem weiteren in Figur 3a dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt nach dem
Start des erfindungsgemäßen Ablaufs in Schritt 200, beispielsweise mit dem Einschalten
des Rundfunkempfängers, eine Überprüfung 250 dahingehend, ob die automatische programmartgesteuerte
Frequenzgangbeeinflussung eingeschaltet ist, oder nicht. Ist die automatische Frequenzgangbeeinflussung
eingeschaltet, so wird der erfindungsgemäße Ablauf mit den Schritten 205 bis 230 beziehungsweise
235 gemäß Figur 3 fortgesetzt. Wird hingegen in Schritt 250 festgestellt, daß die
automatische PTY-Code-abhängige Frequenzgangbeeinflussung abgeschaltet ist, so wird
in Schritt 255 ein aktuell vom Benutzer an der Bedieneinrichtung 35, beispielsweise
durch Verstellung der den beeinflußbaren Frequenzbändern zugeordneten Schiebereglern,
vorgegebener Frequenzgang abgefragt und mittels der Steuerung 15 in Schritt 230 der
Klangbeeinflussungseinrichtung 40 zugewiesen.
[0031] Anschließend wird in Schritt 260 dem Benutzer die Möglichkeit eingeräumt, einen abgespeicherten
Frequenzgang V1, V2, ...,Vm zu verändern. Entscheidet sich der Benutzer für die Veränderung
eines gespeicherten Frequenzganges, was in Schritt 260 festgestellt wird, so kann
in Schritt 265 über die Eingabeeinheit 265 ein benutzerdefinierter Frequenzgang vorgegeben
werden, der daraufhin über die Steuerung 15 auf demjenigen der Speicherplätze 72,
74, 76, 78 der Frequenzgang-Liste abgespeichert wird, der demjenigen PTY-Code zugeordnet
ist, der über die aktuell am Rundfunkempfänger eingestellte Rundfunksendefrequenz
übertragen wird.
[0032] Alternativ dazu kann es jedoch auch vorgesehen sein, daß der Benutzer zu einem beliebig
wählbaren PTY-Code einen benutzerdefinierten Frequenzgang mittels der Bedieneinheit
35 vorgeben und abspeichern kann. Hierzu sind nach Einstellung eines entsprechenden
Betriebsmodus, beispielsweise durch Anwahl in einem an einer Anzeigeeinheit dargestellten
Menu, mittels der vorerwähnten Wipp-Taste die auf den weiteren Speicherplätzen 62,
64, 66, 68 abgelegten PTY-Codes bzw. die diesen zugeordneten Frequenzgänge V1, V2,
..., Vm durch den Benutzer auswählbar. Nach Auswahl eines Frequenzganges, beispielsweise
durch Betätigung einer Bestätigungs-Taste an der Bedieneinheit 35 oder durch Abwarten
einer vorgegebenen Mindest-Zeitdauer nach letztmaliger Betätigung der Wipp-Taste,
ist dieser in beschriebener Art und Weise verstellbar.
[0033] Wie eingangs erwähnt, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, einer bestimmten
Programmart bzw. Audiosignalart einen spezifischen Frequenzgang zuzuweisen, vielmehr
ist es gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß einer jeden Programm-
bzw. Signalart eine vollständige, spezifische Klangcharakteristik mit einem spezifischen
Frequenzgang und weiteren spezifischen Klangcharakteristika, wie Echo- und/oder Hall-Effekte,
zugewiesen wird.
[0034] Dazu werden statt der Frequenzgänge V1,...,Vm im Speicher 80 des erfindungsgemäßen
Rundfunkempfängers Datensätze mit sämtlichen für die spezifische Beeinflussung der
Klangcharakteristik erforderlichen Informationen abgelegt.
[0035] Vorteilhaft wird bei diesem alternativen Ausführungsbeispiel zur Beeinflussung der
Audiosignale, also als Klangbeeinflussungseinrichtung, ein digitaler Signalprozessor
eingesetzt, in dem sich durch eine geeignete Programmierung die gewünschten Klangeffekte
auf einfache Art und Weise in Form digitaler Filter darstellen lassen, wobei eine
Beeinflussung der Klangeffekte durch einfachen Austausch von Filterkoeffizienten für
die digitalen Filter erfolgen kann.
[0036] Die Tatsache, daß der Erfindungsgegenstand anhand eines RDS-Autoradios erläutert
wurde, bedeutet jedoch nicht, daß die Erfindung auf ein RDS-Autoradio beschränkt wäre.
Vielmehr eignen sich sowohl der erfindungsgemäße Rundfunkempfänger, als auch das erfindungsgemäße
Verfahren zur Anwendung auf beiliebige Daten-Signale übertragende Rundfunksysteme,
die beispielsweise DAB (Digital Audio Broadcasting), also digitalen Rundfunk oder
auch für nach dem japanischen DARC-beziehungsweise SWIFT-Standard übertragene Rundfunkprogramme.
1. Rundfunkempfänger (10) zum Empfang von Radio-Daten, insbesondere RDS-Rundfunkempfänger,
mit
- einem Empfangsteil (20) zur Einstellung, zum Empfang und zur Demodulation einer
zu empfangenden Rundfunksendefrequenz,
- einem Decoder (30) für neben einem Rundfunkprogramm über eine empfangene Rundfunksendefrequenz
übertragene Radio-Daten,
- einer steuerbaren Klangbeeinflussungseinrichtung (40), insbesondere Equalizer oder
digitaler Signalprozessor, zur Steuerung der Klangcharakteristik eines wiederzugebenden
Audiosignals, und
- einer Steuerung (15), die in Abhängigkeit einer im Rahmen eines über eine am Empfangsteil
eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Radio-Daten-Signals übertragenen Kennung
der Klangbeeinflussungseinrichtung (40) eine vorgegebene Klangcharakteristik zuweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Speicher (80) mit Speicherplätzen (72, 74, 76, 78) zum Ablegen von Klangcharakteristiken
für wiederzugebende Audiosignale vorgesehen ist,
und daß die Kennung, in deren Abhängigkeit die Klangbeeinflussungseinrichtung (40)
gesteuert wird, eine Programmartkennung ist, die angibt, welche Art von Programminhalt
gerade über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz übertragen wird.
2. Rundfunkempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennung die mittels
des Radio-Daten-Systems (RDS) über eine aktuell am Empfangsteil (20) eingestellte
Rundfunksendefrequenz übertragene Programmartkennung (PTY) ist.
3. Rundfunkempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß im Speicher (80) jedem Speicherplatz (72, 74, 76, 78) für eine Klangcharakteristik
mindestens ein weiterer Speicherplatz (62, 64, 66, 68) zum Ablegen einer der gespeicherten
Klangcharakteristik zugeordneten Programmartkennung zugeordnet ist, und
daß die Steuerung (15) ausgebildet ist, die auf dem dem weiteren Speicherplatz (62,
64, 66, 68), auf dem die aktuell empfangene Programmartkennung abgespeichert ist,
zugeordneten Speicherplatz (72, 74, 76, 78) abgelegte Klangcharakteristik der Klangbeeinflussungseinrichtung
(40) zuzuweisen.
4. Rundfunkempfänger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine Umschaltvorrichtung, die in Abhängigkeit einer im Rahmen des Radio-Daten-Signals
über die empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen weiteren Kennung eine vorrangige
Zuweisung einer vorgegebenen Klangcharakteristik an die Klangbeeinflussungseinrichtung
(40) anstelle der durch die Programmartkennung vorgegebenen Klangcharakteristik bewirkt,
wenn die weitere Kennung einen vorgegebenen Wert annimmt.
5. Rundfunkempfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Kennung die M/S-Kennung des Radio-Daten-Systems (RDS) ist, die angibt,
ob innerhalb des über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms
gerade Musik- oder Sprachsignale übertragen werden, und
daß die Umschaltvorrichtung ausgebildet ist, eine Zuweisung einer für Sprachsignale
vorgegebenen Klangcharakteristik an die Klangbeeinflussungseinrichtung (40) zu bewirken,
wenn die empfangene M/S-Kennung die Übertragung von Sprachsignalen anzeigt.
6. Rundfunkempfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die weitere Kennung die TA-Kennung des Radio-Daten-Systems (RDS) ist, die angibt,
ob innerhalb des über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen Rundfunkprogramms
gerade eine Verkehrsfunkmeldung übertragen wird, und
daß die Umschaltvorrichtung ausgebildet ist, eine Zuweisung einer für Sprachsignale
vorgegebenen Klangcharakteristik an die Klangbeeinflussungseinrichtung (40) zu bewirken,
wenn die empfangene TA-Kennung die Übertragung von Verkehrsfunkmeldungen anzeigt.
7. Rundfunkempfänger nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine Bedieneinheit (35), über die durch den Benutzer eine benutzerdefinierte Klangcharakteristik
zu einer Programmartkennung eingebbar und im Speicher (80) abspeicherbar ist.
8. Verfahren zur Beeinflussung einer Klangcharakteristik eines wiederzugebenden Audiosignals
in einem Rundfunkempfänger zum Empfang von Radio-Daten, insbesondere einem RDS-Rundfunkempfänger,
mit
- einem Empfangsteil (20) zur Einstellung, zum Empfang und zur Demodulation einer
zu empfangenden Rundfunksendefrequenz,
- einem Decoder (30) für neben einem Rundfunkprogramm über eine empfangene Rundfunksendefrequenz
übertragene Radio-Daten, und
- einer steuerbaren Klangbeeinflussungseinrichtung (40), insbesondere Equalizer oder
Digitalem Signalprozessor, zur Steuerung der Klangcharakteristik eines wiederzugebenden
Audiosignals,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Abhängigkeit einer Programmartkennung, die im Rahmen eines über eine am
Empfangsteil (20) eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragenen Radio-Daten-Signals
übertragen wird, und die angibt, welche Art von Programminhalt gerade über die aktuell
empfangene Rundfunksendefrequenz übertragen wird, der Klangbeeinflussungseinrichtung
(40) eine aus einer Mehrzahl von in einem Speicher (80) abgelegten Klangcharakteristiken
zugewiesen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Programmartkennung, in deren Abhängigkeit der Klangbeeinflussungseinrichtung
eine Klangcharakteristik zugewiesen wird, die mittels des Radio-Daten-Systems (RDS)
über eine aktuell am Empfangsteil (20) eingestellte Rundfunksendefrequenz übertragene
Programmartkennung (PTY) ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine im Rahmen des über die aktuell empfangene Rundfunksendefrequenz übertragenen
Radio-Daten-Signals übertragene weitere Kennung derart ausgewertet wird, daß dann,
wenn die weitere Kennung einen vorbestimmten Wert annimmt, der Klangbeeinflussungseinrichtung
(40) vorrangig vor der der empfangenen Programmartkennung zugeordneten Klangcharakteristik
eine vorgegebene Klangcharakteristik zugewiesen wird.