(19)
(11) EP 1 000 556 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.05.2000  Patentblatt  2000/20

(21) Anmeldenummer: 99116710.7

(22) Anmeldetag:  25.08.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A41D 7/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 10.11.1998 DE 19851833

(71) Anmelder: Osterrath, Hans, Dipl.-Ing.
57334 Bad Laasphe (DE)

(72) Erfinder:
  • Osterrath, Hans, Dipl.-Ing.
    57334 Bad Laasphe (DE)

(74) Vertreter: Oedekoven, Wolf-Dieter, Dipl.-Ing. 
Erhardtstrasse 8/V
80469 München
80469 München (DE)

   


(54) Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für weibliche Personen


(57) Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für weibliche Personen, welcher als schmales Band (2) ausgebildet ist, das zur bauch- und brustseitigen Anlage am Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang eines schmalen Längsstreifens (8) der Rumpfoberfläche sowie gegebenenfalls zur rückenseitigen Anlage am Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang eines schmalen Längsstreifens (9) der Rumpfoberfläche zwischen den Beinen (6, 7) der Trägerin (1) hindurchführbar ist und über einen Teil seiner Länge in zwei Längsabschnitte (3, 4) zur Umschlingung der Schultern (10, 11) der Trägerin (1) geteilt ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen einteiligen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für weibliche Personen.

[0002] Bekleidungsstücke für weibliche Personen zum Sonnenbaden und / oder für den Aufenthalt am Strand oder an ähnlichen Orten und / oder zum Schwimmen sind in zahlreichen unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt.

[0003] So ist ein Schwimmanzug für Damen bekannt, welcher aus einem länglichen Teil aus dehnbarem Material besteht, das an seinen beiden Enden durch je einen dreieckigen, sich vom jeweiligen Ende weg verjüngenden Ausschnitt in zwei seitliche Längsabschnitte geteilt ist. Das längliche Teil wird mit seinem mittleren, gegebenenfalls taillierten Bereich zwischen den Beinen der Trägerin hindurchgeführt, um im Anschluß an den mittleren Bereich einerseits den Bauch und die Brust und andererseits den Rücken der Trägerin zu bedecken und mit dem Paar von Längsabschnitten am einen Ende sowie dem Paar von Längsabschnitten am anderen Ende zu den Schultern der Trägerin geführt zu werden, wo die beiden Längsabschnittpaare mittels Knöpfen, Druckknöpfen oder dergleichen miteinander verbunden werden. Außerdem kann dafür gesorgt werden, daß das den Bauch und die Brust der Trägerin bedeckende Stück des länglichen Teils und das den Rücken der Trägerin bedeckende Stück des länglichen Teiles an ihren Außenkanten mit Hilfe von Knöpfen, Druckknöpfen oder dergleichen aneinander befestigt werden können. Dieser einteilige Schwimmanzug bedeckt den Rumpf der Trägerin fast vollständig (EP-A-0 333 479).

[0004] Bekannt ist ferner ein einteiliger Badeanzug für Damen, welcher ein Oberkörperteil mit einer oberen Öffnung für den Kopf und zwei seitlichen Öffnungen für die Arme der Trägerin aufweist, dessen den oberen Rücken der Trägerin bedeckender Abschnitt am unteren Ende in eine breite Lasche übergeht, die über den unteren Rücken der Trägerin, zwischen deren Beinen hindurch und über ihren Bauch geführt wird, um im Bereich des Nabels der Trägerin am unteren Ende des Oberkörperteils mittels Druckknöpfen, Haken und Ösen oder eines Klettverschlusses befestigt zu werden. Auch dieser einteilige Badeanzug bedeckt den größten Teil des Rumpfes der Trägerin (WO-A-95/02340, Fig. 3A, 3B).

[0005] Weiterhin ist ein mehrteiliger Badeanzug für Damen bekannt, welcher aus einem Büstenhalter und einem Slip besteht, der von einem zwischen den Beinen der Trägerin hindurchgeführten, im wesentlichen rechteckigen Teil gebildet ist, welches an seinen beiden am Rücken der Trägerin anliegenden Ecken mittels zweier längerer, sich auf dem Rücken der Trägerin kreuzender und deren Schultern umschlingender Tragbänder und an seinen beiden am Bauch der Trägerin anliegenden Ecken mittels zweier kürzerer, parallel zueinander verlaufender Tragbänder mit dem Büstenhalter verbunden ist. Dieser besteht nur aus zwei Schalen, an denen jeweils oben das eine bzw. das andere längere Tragband und unten das eine bzw. das andere kürzere Tragband mit Hilfe eines Klettverschlusses befestigt ist. Dieser mehrteilige Badeanzug erfordert beim Anziehen einige Geschicklichkeit und bedeckt den Rumpf der Trägerin immer noch etwa im Ausmaß eines Bikinis ( FR-A-2 647 313, Fig. 5).

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einteiligen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für Damen zu schaffen, welcher den Rumpf der Trägerin kaum bedeckt und seitlich völlig unbedeckt läßt.

[0007] Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs sind in den restlichen Patentansprüchen angegeben.

[0008] Nachstehend sind zwei Ausführungsformen des Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs nach der Erfindung anhand von Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1
die Vorderansicht einer mit einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs bekleideten weiblichen Person;
Fig. 2
die Ansicht der bekleideten Person nach Fig. 1 von hinten;
Fig. 3
die Ansicht einer mit einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs bekleideten weiblichen Person von hinten.


[0009] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte weibliche Person 1 trägt einen einteiligen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug, welcher als schmales Band 2 ausgebildet ist, das über einen Teil seiner Länge in zwei Längsabschnitte 3 und 4 geteilt ist. Das Band 2 umschlingt den Rumpf 5 der Trägerin 1 in Längsrichtung als geschlossene Schleife, wobei es sich zwischen den Beinen 6 und 7 der Trägerin 1 hindurch erstreckt, um am Rumpf 5 vorne auf der Bauch- und Brustseite entlang eines kürzeren äußerst schmalen Längsstreifens 8 der Rumpfoberfläche und hinten auf der Rückenseite entlang eines längeren äußerst schmalen Längsstreifens 9 der Rumpfoberfläche anzuliegen, und wobei das Band 2 mit seinen beiden Längsabschnitten 3 und 4 über die Schultern 10 und 11 der Trägerin 1 läuft.

[0010] Die beiden durch einen Schlitz 12 voneinander getrennten Längsabschnitte 3 und 4 des Bandes 2 sind jeweils in einem Bereich 13 bzw. 14 breiter ausgebildet, um die rechte Brust 15 bzw. die linke Brust 16 der Trägerin 1 zu bedecken.

[0011] Das zwischen den Beinen 6 und 7 der Trägerin 1 hindurchgeführte erste Ende 17 des Bandes 2 und sein zweites Ende 18, welches vom Schlitz 12 zwischen den beiden Längsabschnitten 3 und 4 des Bandes 2 weniger weit entfernt ist als das erste Ende 17, sind im Bereich des Nabels 19 der Trägerin 1 lösbar aneinander befestigt, und zwar mittels eines leicht zu öffnenden Verschlusses 20, der es erlaubt, das erste Ende 17 und das zweite Ende 18 in verschiedenen Relativstellungen mit unterschiedlich langer gegenseitiger Überlappung zu verbinden, so daß der bandförmige Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug 2 von weiblichen Personen 1 unterschiedlicher Rumpfgröße getragen werden kann.

[0012] In dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Fall werden die beiden Enden 17 und 18 des Bandes 2 mittels mehrerer Knöpfe 21 am ersten Ende 17 und mehrerer Knopflöcher 22 am zweiten Ende 18 miteinander verbunden. Statt dessen kann der Verschluß 20 auch von Haken und Ösen, Druckknöpfen, einer Schnalle oder dergleichen gebildet oder als Klettverschluß ausgebildet sein.

[0013] Das Band 2 ist aus zweckentsprechenden Werkstoffen, wie beispielsweise Textilfasern, hergestellt. Insbesondere kann es aus Stretch bestehen, dessen Elastizität es ermöglicht, die beiden Enden 17 und 18 des Bandes 2 unter Beibehaltung seiner Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Rumpfgrößen verschiedener Trägerinnen 1 nur in einer einzigen gegenseitigen Stellung mittels eines einfachen Verschlusses 20 miteinander zu verbinden, und es sogar erlaubt, das Band 2 ohne jede Unterbrechung auszubilden und auf jeden Verschluß 20 zu verzichten.

[0014] Der einteilige Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug gemäß Fig. 3 unterscheidet sich im wesentlichen nur dadurch von demjenigen nach Fig. 1 und 2, daß er den Rücken der Trägerin 1 vollständig unbedeckt läßt, wozu die beiden Längsabschnitte 3 und 4 Bandes 2 unmittelbar an einem Bandende vorgesehen sind und ineinander übergehen, um den Hals 23 der Trägerin 1 rückenseitig als Schlaufe 24 zu umschlingen, und wozu das andere Ende 25 des Bandes 2 im Bereich des Steißbeins der Trägerin 1 oberhalb ihrer Gesäßspalte mit Hilfe eines lösbaren Klebstoffs von der Art, wie bei medizinischen Verbänden üblich, am Rumpf 5 der Trägerin 1 befestigt wird, welcher bei wiederholtem Tragen des bandförmigen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs 2 immer wieder auf den Rumpf 5 an der besagten Stelle aufgetragen werden kann. Die Schlaufe 24 kann versteift sein, um den gemäß Fig. 1 zur Bedeckung der Brüste 15 und 16 der Trägerin 1 erforderlichen Abstand zwischen den Längsabschnitten 3 und 4 des Bandes 2 zu gewährleisten.

[0015] Das erfindungsgemäße Bekleidungsstück kann zum Sonnenbaden und / oder für den Aufenthalt am Strand oder ähnlichen Orten und / oder zum Schwimmen bestimmt sein. Es sieht elegant aus, läßt den Rumpf der Trägerin fast völlig unbedeckt, trocknet schnell und ist sehr einfach sowie sehr kostengünstig herstellbar.


Ansprüche

1. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für weibliche Personen, gekenzeichnet durch die Ausbildung als schmales Band (2), welches zur bauch- und brustseitigen Anlage am Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang eines schmalen Längsstreifens (8) der Rumpfoberfläche zwischen den Beinen (6, 7) der Trägerin (1) hindurchführbar ist und über einen Teil seiner Länge in zwei Längsabschnitte (3, 4) zur Umschlingung der Schultern (10, 11) der Trägerin (1) geteilt ist.
 
2. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsabschnitte(3, 4) des Bandes (2) jeweils einen verbreiterten Bereich (13 bzw. 14) zur Bedeckung der einen bzw. der anderen Brust (15 bzw. 16) der Trägerin (1) aufweisen.
 
3. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (2) zur bauch- und brustseitigen sowie zur rückenseitigen Anlage am Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang je eines schmalen Längsstreifens ( 8 bzw. 9) der Rumpfoberfläche zwischen den Beinen (6,7) der Trägerin (1) hindurchführbar ist,
 
4. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen den Beinen (6, 7) der Trägerin (1) hindurchführbare erste Ende (17) und das den beiden Längsabschnitten (3, 4) nähere zweite Ende (18) des Bandes (2) etwa im Bereich des Nabels (19) der Trägerin (1) mit Hilfe eines leicht zu öffnenden Verschlusses (20) miteinander verbindbar sind.
 
5. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (20) zur Berücksichtigung unterschiedlicher Rumpfgrößen verschiedener Trägerinnen (1) die Verbindung des ersten Endes (17) und des zweiten Endes (18) des Bandes (2) in unterschiedlichen gegenseitigen Positionen ermöglicht.
 
6. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (20) von mindestens einem Knopf (21) und mindestens einem Knopfloch (22) oder von wenigstens einem Haken und wenigstens einer Öse oder von mindestens einem Druckknopf oder von einer Schnalle gebildet oder als Klettverschluß ausgebildet ist.
 
7. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsabschnitte (3,4) des Bandes (2) an einem Bandende vorgesehen sind und eine Schlaufe (24) zur rückenseitigen Umschlingung des Halses (23) der Trägerin (1) bilden und daß das andere Ende (25) des Bandes (2) im Bereich des Steißbeins oberhalb der Gesäßspalte der Trägerin (1) mittels eines lösbaren Klebstoffes am Rumpf (5) der Trägerin (1) befestigbar ist.
 
8. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hals (23) der Trägerin (1) rückenseitig umschlingende Schlaufe (24) des Bandes (2) mit Versteifungsmitteln versehen ist, so daß die beiden Längsabschnitte (3,4) des Bandes (2) auf dem zur Bedeckung der Brüste (15,.16) der Trägerin (1) nötigen Abstand voneinander gehalten sind.
 




Zeichnung