[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen einteiligen Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug
für weibliche Personen.
[0002] Bekleidungsstücke für weibliche Personen zum Sonnenbaden und / oder für den Aufenthalt
am Strand oder an ähnlichen Orten und / oder zum Schwimmen sind in zahlreichen unterschiedlichen
Ausgestaltungen bekannt.
[0003] So ist ein Schwimmanzug für Damen bekannt, welcher aus einem länglichen Teil aus
dehnbarem Material besteht, das an seinen beiden Enden durch je einen dreieckigen,
sich vom jeweiligen Ende weg verjüngenden Ausschnitt in zwei seitliche Längsabschnitte
geteilt ist. Das längliche Teil wird mit seinem mittleren, gegebenenfalls taillierten
Bereich zwischen den Beinen der Trägerin hindurchgeführt, um im Anschluß an den mittleren
Bereich einerseits den Bauch und die Brust und andererseits den Rücken der Trägerin
zu bedecken und mit dem Paar von Längsabschnitten am einen Ende sowie dem Paar von
Längsabschnitten am anderen Ende zu den Schultern der Trägerin geführt zu werden,
wo die beiden Längsabschnittpaare mittels Knöpfen, Druckknöpfen oder dergleichen miteinander
verbunden werden. Außerdem kann dafür gesorgt werden, daß das den Bauch und die Brust
der Trägerin bedeckende Stück des länglichen Teils und das den Rücken der Trägerin
bedeckende Stück des länglichen Teiles an ihren Außenkanten mit Hilfe von Knöpfen,
Druckknöpfen oder dergleichen aneinander befestigt werden können. Dieser einteilige
Schwimmanzug bedeckt den Rumpf der Trägerin fast vollständig (EP-A-0 333 479).
[0004] Bekannt ist ferner ein einteiliger Badeanzug für Damen, welcher ein Oberkörperteil
mit einer oberen Öffnung für den Kopf und zwei seitlichen Öffnungen für die Arme der
Trägerin aufweist, dessen den oberen Rücken der Trägerin bedeckender Abschnitt am
unteren Ende in eine breite Lasche übergeht, die über den unteren Rücken der Trägerin,
zwischen deren Beinen hindurch und über ihren Bauch geführt wird, um im Bereich des
Nabels der Trägerin am unteren Ende des Oberkörperteils mittels Druckknöpfen, Haken
und Ösen oder eines Klettverschlusses befestigt zu werden. Auch dieser einteilige
Badeanzug bedeckt den größten Teil des Rumpfes der Trägerin (WO-A-95/02340, Fig. 3A,
3B).
[0005] Weiterhin ist ein mehrteiliger Badeanzug für Damen bekannt, welcher aus einem Büstenhalter
und einem Slip besteht, der von einem zwischen den Beinen der Trägerin hindurchgeführten,
im wesentlichen rechteckigen Teil gebildet ist, welches an seinen beiden am Rücken
der Trägerin anliegenden Ecken mittels zweier längerer, sich auf dem Rücken der Trägerin
kreuzender und deren Schultern umschlingender Tragbänder und an seinen beiden am Bauch
der Trägerin anliegenden Ecken mittels zweier kürzerer, parallel zueinander verlaufender
Tragbänder mit dem Büstenhalter verbunden ist. Dieser besteht nur aus zwei Schalen,
an denen jeweils oben das eine bzw. das andere längere Tragband und unten das eine
bzw. das andere kürzere Tragband mit Hilfe eines Klettverschlusses befestigt ist.
Dieser mehrteilige Badeanzug erfordert beim Anziehen einige Geschicklichkeit und bedeckt
den Rumpf der Trägerin immer noch etwa im Ausmaß eines Bikinis ( FR-A-2 647 313, Fig.
5).
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einteiligen Sonnenbade-, Strand-
und Schwimmanzug für Damen zu schaffen, welcher den Rumpf der Trägerin kaum bedeckt
und seitlich völlig unbedeckt läßt.
[0007] Diese Aufgabe ist durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Sonnenbade-, Strand-
und Schwimmanzugs sind in den restlichen Patentansprüchen angegeben.
[0008] Nachstehend sind zwei Ausführungsformen des Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs
nach der Erfindung anhand von Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- die Vorderansicht einer mit einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sonnenbade-,
Strand- und Schwimmanzugs bekleideten weiblichen Person;
- Fig. 2
- die Ansicht der bekleideten Person nach Fig. 1 von hinten;
- Fig. 3
- die Ansicht einer mit einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sonnenbade-,
Strand- und Schwimmanzugs bekleideten weiblichen Person von hinten.
[0009] Die in Fig. 1 und 2 dargestellte weibliche Person 1 trägt einen einteiligen Sonnenbade-,
Strand- und Schwimmanzug, welcher als schmales Band 2 ausgebildet ist, das über einen
Teil seiner Länge in zwei Längsabschnitte 3 und 4 geteilt ist. Das Band 2 umschlingt
den Rumpf 5 der Trägerin 1 in Längsrichtung als geschlossene Schleife, wobei es sich
zwischen den Beinen 6 und 7 der Trägerin 1 hindurch erstreckt, um am Rumpf 5 vorne
auf der Bauch- und Brustseite entlang eines kürzeren äußerst schmalen Längsstreifens
8 der Rumpfoberfläche und hinten auf der Rückenseite entlang eines längeren äußerst
schmalen Längsstreifens 9 der Rumpfoberfläche anzuliegen, und wobei das Band 2 mit
seinen beiden Längsabschnitten 3 und 4 über die Schultern 10 und 11 der Trägerin 1
läuft.
[0010] Die beiden durch einen Schlitz 12 voneinander getrennten Längsabschnitte 3 und 4
des Bandes 2 sind jeweils in einem Bereich 13 bzw. 14 breiter ausgebildet, um die
rechte Brust 15 bzw. die linke Brust 16 der Trägerin 1 zu bedecken.
[0011] Das zwischen den Beinen 6 und 7 der Trägerin 1 hindurchgeführte erste Ende 17 des
Bandes 2 und sein zweites Ende 18, welches vom Schlitz 12 zwischen den beiden Längsabschnitten
3 und 4 des Bandes 2 weniger weit entfernt ist als das erste Ende 17, sind im Bereich
des Nabels 19 der Trägerin 1 lösbar aneinander befestigt, und zwar mittels eines leicht
zu öffnenden Verschlusses 20, der es erlaubt, das erste Ende 17 und das zweite Ende
18 in verschiedenen Relativstellungen mit unterschiedlich langer gegenseitiger Überlappung
zu verbinden, so daß der bandförmige Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug 2 von weiblichen
Personen 1 unterschiedlicher Rumpfgröße getragen werden kann.
[0012] In dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Fall werden die beiden Enden 17 und 18 des Bandes
2 mittels mehrerer Knöpfe 21 am ersten Ende 17 und mehrerer Knopflöcher 22 am zweiten
Ende 18 miteinander verbunden. Statt dessen kann der Verschluß 20 auch von Haken und
Ösen, Druckknöpfen, einer Schnalle oder dergleichen gebildet oder als Klettverschluß
ausgebildet sein.
[0013] Das Band 2 ist aus zweckentsprechenden Werkstoffen, wie beispielsweise Textilfasern,
hergestellt. Insbesondere kann es aus Stretch bestehen, dessen Elastizität es ermöglicht,
die beiden Enden 17 und 18 des Bandes 2 unter Beibehaltung seiner Anpassungsfähigkeit
an unterschiedliche Rumpfgrößen verschiedener Trägerinnen 1 nur in einer einzigen
gegenseitigen Stellung mittels eines einfachen Verschlusses 20 miteinander zu verbinden,
und es sogar erlaubt, das Band 2 ohne jede Unterbrechung auszubilden und auf jeden
Verschluß 20 zu verzichten.
[0014] Der einteilige Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug gemäß Fig. 3 unterscheidet sich
im wesentlichen nur dadurch von demjenigen nach Fig. 1 und 2, daß er den Rücken der
Trägerin 1 vollständig unbedeckt läßt, wozu die beiden Längsabschnitte 3 und 4 Bandes
2 unmittelbar an einem Bandende vorgesehen sind und ineinander übergehen, um den Hals
23 der Trägerin 1 rückenseitig als Schlaufe 24 zu umschlingen, und wozu das andere
Ende 25 des Bandes 2 im Bereich des Steißbeins der Trägerin 1 oberhalb ihrer Gesäßspalte
mit Hilfe eines lösbaren Klebstoffs von der Art, wie bei medizinischen Verbänden üblich,
am Rumpf 5 der Trägerin 1 befestigt wird, welcher bei wiederholtem Tragen des bandförmigen
Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzugs 2 immer wieder auf den Rumpf 5 an der besagten
Stelle aufgetragen werden kann. Die Schlaufe 24 kann versteift sein, um den gemäß
Fig. 1 zur Bedeckung der Brüste 15 und 16 der Trägerin 1 erforderlichen Abstand zwischen
den Längsabschnitten 3 und 4 des Bandes 2 zu gewährleisten.
[0015] Das erfindungsgemäße Bekleidungsstück kann zum Sonnenbaden und / oder für den Aufenthalt
am Strand oder ähnlichen Orten und / oder zum Schwimmen bestimmt sein. Es sieht elegant
aus, läßt den Rumpf der Trägerin fast völlig unbedeckt, trocknet schnell und ist sehr
einfach sowie sehr kostengünstig herstellbar.
1. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug für weibliche Personen, gekenzeichnet durch die Ausbildung als schmales Band (2), welches zur bauch- und brustseitigen
Anlage am Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang eines schmalen Längsstreifens (8) der
Rumpfoberfläche zwischen den Beinen (6, 7) der Trägerin (1) hindurchführbar ist und
über einen Teil seiner Länge in zwei Längsabschnitte (3, 4) zur Umschlingung der Schultern
(10, 11) der Trägerin (1) geteilt ist.
2. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Längsabschnitte(3, 4) des Bandes (2) jeweils einen verbreiterten Bereich
(13 bzw. 14) zur Bedeckung der einen bzw. der anderen Brust (15 bzw. 16) der Trägerin
(1) aufweisen.
3. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Band (2) zur bauch- und brustseitigen sowie zur rückenseitigen Anlage am
Rumpf (5) der Trägerin (1) entlang je eines schmalen Längsstreifens ( 8 bzw. 9) der
Rumpfoberfläche zwischen den Beinen (6,7) der Trägerin (1) hindurchführbar ist,
4. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen den Beinen (6, 7) der Trägerin (1) hindurchführbare erste Ende (17)
und das den beiden Längsabschnitten (3, 4) nähere zweite Ende (18) des Bandes (2)
etwa im Bereich des Nabels (19) der Trägerin (1) mit Hilfe eines leicht zu öffnenden
Verschlusses (20) miteinander verbindbar sind.
5. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (20) zur Berücksichtigung unterschiedlicher Rumpfgrößen verschiedener
Trägerinnen (1) die Verbindung des ersten Endes (17) und des zweiten Endes (18) des
Bandes (2) in unterschiedlichen gegenseitigen Positionen ermöglicht.
6. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschluß (20) von mindestens einem Knopf (21) und mindestens einem Knopfloch
(22) oder von wenigstens einem Haken und wenigstens einer Öse oder von mindestens
einem Druckknopf oder von einer Schnalle gebildet oder als Klettverschluß ausgebildet
ist.
7. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Längsabschnitte (3,4) des Bandes (2) an einem Bandende vorgesehen
sind und eine Schlaufe (24) zur rückenseitigen Umschlingung des Halses (23) der Trägerin
(1) bilden und daß das andere Ende (25) des Bandes (2) im Bereich des Steißbeins oberhalb
der Gesäßspalte der Trägerin (1) mittels eines lösbaren Klebstoffes am Rumpf (5) der
Trägerin (1) befestigbar ist.
8. Einteiliger Sonnenbade-, Strand- und Schwimmanzug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die den Hals (23) der Trägerin (1) rückenseitig umschlingende Schlaufe (24) des
Bandes (2) mit Versteifungsmitteln versehen ist, so daß die beiden Längsabschnitte
(3,4) des Bandes (2) auf dem zur Bedeckung der Brüste (15,.16) der Trägerin (1) nötigen
Abstand voneinander gehalten sind.