[0001] Die Ansprüche beziehen sich auf ein Tür- oder Fensterband, mit einem an einem feststehenden
Rahmen angeschlagenen Rahmenbandteil, das mittels einer Schwenkachse gelenkig mit
einem Flügelbandteil verbunden ist, das einen an einem Flügelrahmen horizontal verschieblichen
Bandlappen hat, der mit Hilfe einer verschiebefesten Klemmplatte vertikal formschlüssig
abgestützt und am Flügelrahmen festklemmbar ist.
[0002] Ein Türband mit den vorgenannten Merkmalen ist allgemein bekannt. Die Klemmplatte
ist mit Schrauben befestigt, die in den Flügelrahmen eingreifen und die Klemmplatte
sowie den zwischen diese und den Flügelrahmen angeordneten Bandlappen gegen den Flügelrahmen
drücken. Eine horizontale Verschiebung des Bandlappens erfolgt beispielsweise unter
Überwindung der mit der Klemmplatte und deren Befestigungsschrauben erzielten Klemmkräfte.
Die Klemmplatte durchgreift den Bndlappen mit einem Positionierzapfen und der Bandlappen
ist wegen der zu gewährleistenden horizontalen Verschieblichkeit mit einem Durchgriffsschlitz
ausgestattet, indem er von dem Durchgreifsbolzen vertikal formschlüssig abgestützt
ist. Diese Abstützung ist jedoch toleranzbehaftet, ebenso wie eine Abstützung des
Bandlappens durch die Klemmplatte, wobei die Befestigungsschrauben sowohl Toleranzen
zur Klemmplatte aufweisen können, als auch Toleranzen zum Bandlappen. Daher und weil
die Befestigungsschrauben nicht mit den maximal möglichen Anzugsmoment festgeschraubt
werden können, nämlich um horizontale Verschiebungen des Bandlappens zuzulassen, kann
es zu einem Verrutschen des Flügelbandes am Flügelrahmen kommen, insbesondere zu einem
Absenken. Es ergibt sich eine von der horizontalen abweichende Schiefstellung des
Flügelbandes, die zwar gering sein mag, die zur zusätzlichen Belastungungen des Schwenkgelenks
führt und auch Schiefstellungen des Flügels zur Folge haben kann. Die Position des
Flügels im feststehenden Rahmen kann derart verändert werden, daß Funktionstörungen
möglich sind, beispielsweise durch nicht korrekt abdichtende Dichtungen.
[0003] Dem gegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Band mit den Eingangs
genannten Merkmalen so zu verbessern, daß ein Absenken des Flügelbandes am Flügelrahmen
ausgeschlossen wird.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Bandlappen und/oder die Klemmplatte in
die Oberfläche des Flügelrahmens eindringbare Vorsprünge aufweist bzw. aufweisen.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß das Band Vorsprünge aufweist, die in die
Oberfläche des Flügelrahmens eindringen können. Eine solche Ausbildung des Bandes
ist insbesondere für Türen und Fenster gedacht, deren Flügelrahmen aus Kunststoff
bestehen, jedenfalls aber auch einem Werkstoff, in den Vorsprünge des Bandlappens
oder der Klemmplatte eindringen können. Eingedrungene Vorsprünge bewirken einen sehr
vorteilhaften vertikalen Formschluß, der nämlich unabhängig von Toleranzen der Befestigungsmittel
des Bandlappens bzw. der Klemmplatte ist. Eine einmal gewählte Stellung des Flügelbandteils
am Flügelbandrahmen kann dann nurnoch horizontal geändert werden, nicht aber vertikal.
Ein unbeabsichtigtes Absenken des Flügelbandes ist ausgeschlossen.
[0006] Es ist besonders vorteilhaft, die Anordnung der Vorsprünge auf die Ausbildung der
Befestigungsmittel des Flügelbandteils abzustimmen. In diesem Sinn kann das Band so
ausgebildet werden, daß die Klemmplatte rahmenabseitig auf dem Bandlappen aufliegt
und am Flügelrahmen mit Befestigungsschrauben festgelegt ist, die den Bandlappen durch
dessen Horizontalschlitze durchgreifen, und daß die Vorsprünge im Bereich der Horizontalabschlitze
vorhanden sind. Die Vorsprünge stützen den Bandlappen daher in der Nähe der Befestigungsschrauben
ab. Dadurch ergeben sich keine bzw. nur geringe Hebearme, die an den Vorsprüngen wirken
und versuchen, diese aus ihren formschlüssigen Eingriff mit dem Flügelrahmen zu bringen.
Es ergibt sich eine verbesserte Belastbarkeit eines mit einer Klemmplatte versehenen
Flügelbandteils.
[0007] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Bandes ist gegeben, wenn die Vorsprünge an der
am Flügelrahmen anliegenden Bodenwand des Bandlappens angeordnet sind. Die Anordnung
der Vorsprünge zwischen dem zu befestigenden Teil, nämlich dem Bandlappen und dem
tragenden Teil, nämlich dem Flügelrahmen, gewährleistet einen unmittelbaren formschlüssigen
Eingriff der miteinander zu kuppelden Teile. Es ist keine Vermittlung weiterer Teile
des vertikalen Formschlusses erforderlich. Auf die Positionierung des Bandlappens
am Flügelrahmen ist unmittelbar. Ein vertikales Verrutschen des Bandlappens am Flügelrahmen
kann durch entsprechende Gestaltung der Vorsprünge ausgeschlossen werden.
[0008] Eine sehr gute Positionierbarkeit des Flügelbandteils am Flügelrahmen ergibt sich
aber dann, wenn daß Vorsprünge an/in Horizontalschlitze des Bandlappens eingreifen
den Positionierungsvorsprüngen der Klemmplatte angeordnet sind. Es wird dann auf jeden
Fall ausgeschlossen, daß sich Toleranzen im Bereich von Befestigungsschrauben auf
eine Positionierung des Bandlappens bzw. des Flügelbandteils auswirken, weil eine
vertikale Verschiebbarkeit der Klemmplatte am Flügelrahmen wegen des unmittelbaren
Angriffs der Vorsprünge am Flügelrahmen ausgeschlossen ist. Andererseits können die
zwischen der Klemmplatte und dem Flügelbandteil bzw. dem Bandlappen vorhandenen Toleranzen
in hinreichend kleinen Grenzen gehalten werden, wobei unterstützend eine absenkfreie
Konstruktion zwischen dem Bandlappen und der Klemmplatte möglich ist.
[0009] Um zahlreiche Formschlüsse herstellende Vorsprünge vorzusehen, die eine entsprechend
vergrößerte Sicherheit gegen Verrutschen am Flügelrahmen bilden, kann das Band so
ausgebildet werden, daß Vorsprünge vertikal oberhalb und unterhalb eines Horizontalschlitzes
des Bandlappens angeordnet sind. Es ergibt sich insbesondere bei einer üblichen Ausbildung
mit mehreren Horizontalschlitzen eine vielfache Abstützung des Flügelbandteils am
Flügelrahmen, wobei die jeweiligen Eindringtiefen wegen der Vielzahl gering gehalten
werden können.
[0010] Die vorbeschriebene Ausbildung mit vielzähligen Eindringstellen ist auch dann möglich,
wenn das Band so ausgebildet wird, daß vertikal oberhalb und unterhalb eines Durchgriffslochs
eines Positioniervorsprungs eindringbare Vorsprünge angeordnet sind. Eine solche Ausbildung
ist insbesondere vorteilhaft, wenn der Bandlappen unterseitig glatt ausgebildet werden
soll. Es ist aber auch zusätzlich möglich, wenn nämlich bei einem flügelrahmenseitig
mit Vorsprüngen versehenen Bandlappen weitere Vorsprünge zur Herstellung von vertikalen
Formschlüssen eingesetzt werden sollen.
[0011] Die Ausbildung der eindringbaren Vorsprünge kann insbesondere im Hinblick darauf
erfolgen, daß ein guter vertikaler Formschluß herzustellen ist. In diesem Sinne ist
es vorteilhaft, das Band so auszubilden, daß die Vorsprünge horizontal längserstreckt
sind. Die horizontale Längserstreckung der Vorsprünge sichert gute Abstützung in vertikaler
Richtung.
[0012] Das Band kann dahingehend weitergebildet werden, daß die Vorsprünge schneidenartig
ausgebildet sind. Die schneidenartige Ausbildung der Vorsprünge erleichtert das Eindringen
in den Werkstoff des Flügelrahmens. Sie kommt außerdem der Horizontalverstellung des
Flügelbandteils am Flügelrahmen entgegen, weil sie bei angemessener Ausgestaltung
das Einschneiden der Vorsprünge in den Werkstoff des Flügelrahmens erleichtet.
[0013] Die vorbeschriebene Erleichterung des Eindringens der Vorsprünge in den Werkstoff
des Flügelrahmens ist insbesondere bei Horizontalverschiebungen dann gegeben, wenn
die Vorsprünge zumindest an einem Längsende eine Eindringschräge aufweisen. Die Eindringschräge
wirkt unter vertikalem Druck auf den Flügelrahmen derart, daß ein Einschneiden erfolgt,
verbunden mit einem seitlichen Verdrängen vom Flügelrahmenwerkstoff. Auch bei größeren
Klemmkräften ist eine Verstellung des Flügelbandteils noch möglich.
[0014] Zweckmäßigerweise wird das Band so ausgebildet, daß die Vorsprünge zumindest schwenkachsenabseitig
mit einem den maximalen Verstellweg des Bandlappens übersteigendem Abstand von einem
Bandlappenende angeordnet sind. Dadurch wird ausgeschlossen, daß das Flügelbandteil
verstellt wird und durch Verlagerung seines Bandlappens Eindringkerben im Flügelrahmen
sichtbar werden.
[0015] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt:
- Fig.1:
- einen Querschnitt durch einen vertikalen Rahmenholm im Bereich eines Türbandes;
- Fig.2:
- eine perspektivische Darstellung eines Band lappens;
- Fig.3:
- einen Querschnitt durch einen Bandlappen gem. Fig.3
- Fig.3a:
- einen teilweisen Sechsschnitt durch den Bandlappen der Figur 3 im Bereich eines eindringbaren
Vorsprungs;
- Fig.4:
- einen Querschnitt ähnlich Figur 3, jedoch mit einer in den Bandlappen eingelegten
Klemmplatte;
- Fig.4a:
- den Querschnitt der Klemmplatte der Figur und
- Fig:4b:
- den Querschnitt des Bandlappens der Figur 4.
[0016] Fig.1 zeigt den Querschnitt eines feststehenden Rahmens 11 einer Tür. Im Rahmen 11
ist ein Türflügel mit einem Türband 10 angelenkt. Das Türband 10 ist so ausgebildet,
daß ein Flügelrahmen 16 des Türflügels am feststehenden Rahmen 11 bei geschlossenem
Flügel in dargestellter Weise abgedichtet angeordnet ist und in der Richtung des Pfeils
26 verschwengt werden kann. Beide Rahmen 11, 16 sind als Hohlprofile ausgebildet,
die aus Kunststoff bestehen. In einem zentralen Hohlraum 27, 28 der Rahmen 11 befinden
sich jeweils ein metallisches Versteifungsprofil, nämlich ein Rohr, mit dem die erforderliche
Steifigkeit der Rahmenholme verbessert wird. Die Versteifungsprofile dienen außerdem
einer verbesserten Befestigung von Teilen des Türbands 10.
[0017] Das Türband 10 besteht aus einem Rahmenbandteil 13, das am feststehenden Rahmen 11
angeschlagen ist, und aus einem Flügelbandteil 15, das am Flügelrahmen 16 angeschlagen
ist. Das Rahmenbandteil 13 besitzt einen Sockel 13', indem ein Paßstift 30 befestigt
ist. Der Paßstift 30 gewährleistet in Verbindung mit einer höhengenau angeordneten
Bohrung des Rahmens 11 die gewünschte Höhenstellung des Rahmenbandteils 13.
[0018] Dessen Befestigung erfolgt mit nicht dargestellten Befestigungsschrauben, die parallel
zum Paßstift 30 festgeschraubt sind. Der Sockel 13' des Rahmenbandteils 13 ist mit
einem Rahmen abseitig vorspringenden Auge 31 versehen, in das ein Ende einer Schwenkachse
14 eingesteckt ist. Das andere Ende der Schwenkachse 14 dient der gelenkigen Kopplung
eines Flügelbandteils 15.
[0019] Das Flügelbandteil 15 besteht im wesentlichen aus einem Bandlappen 17, der flach
auf der Oberfläche 16' des Flügelrahmens 16 aufliegt. Der Bandlappen 17 hat zwei parallele
Seitenstege 32, deren Enden 32' Augen 33 zur Aufnahme eines Endes der Schwenkachse
14 bilden. In diesen Augen 33 ist die Schwengachse 14 mit einer Hülse 34 gelagert,
die eine exzentrische Aufnahmebohrung für die Schwenkachse 14 hat. Winkelmäßige Verstellungen
der Hülse 34 führen wegen feststehender Schwenkachse 14 dazu, daß das Flügelbandteil
15 entsprechend verstellt wird. Das Flügelbandteil 15 wird also senkrecht zur Rahmenebene
und/oder horizontal in der Rahmenebene verstellt, um damit infolge seiner Befestigung
am Flügelrahmen 16 entsprechende Verstellungen des Flügels zu erreichen, die zur Entstellung
der Funktion notwendig sind, beispielsweise zur Einstellung der Abdichtungsfunktion
des Flügelrahmens 16 in Bezug auf den feststehenden Rahmen 11.
[0020] Die Befestigung des Bandes 17 am Flügelrahmen 16 erfolgt mittels einer Klemmplatte
18, die Durchgriffslöcher 23 aufweist, vergleiche Fig.4a, durch die Befestigungsschrauben
20 in den Flügelrahmen 16 eingeschraubt sind. Da die Klemmplatte 18 rahmenabseitig
auf dem Bandlappen 17 zwischen den Seitenstegen 42 abgeordnet ist, vergleiche Fig.4,
führt ein Anziehen der Befestigungsschrauben 20 dazu, daß der Bandlappen 17 gegen
die Oberfläche 16' gedrückt und damit am Flügelrahmen 16 befestigt wird.
[0021] Die Befestiung des Bandlappens 17 am Flügelrahmen 16 muß so erfolgen, daß eine horizontale
Verstellung des Bandlappens 17 möglich ist. Zu diesen Zweck können die Befestigungsstangen
20 entweder gelöst werden, oder sie werden von vornherein nicht mit dem maximalen
Anzugmoment festgeschraubt, so daß die horizontale Verstellung des Bandlappens 17
unter Überwindung etwaiger Klemmkräfte möglich ist. Einer solchen Verstellung dient
eine Verstelleinrichtung 35, die an sich bekannt ist. Eine Verstellschraube 36 greift
mit ihrem Schaft 37 in dem Schaft entsprechend geformte Ausnehmungen 38 der Klemmplatte
18 einerseits und des Bandlappens 17 andererseits, vergleiche Fig.4a,4b. Auf dem mit
Gewinde versehenen Schraubenschaft befindet sich eine Stellmutter 39, die in eine
nicht näher dargestellte Ausnehmung des Bandlappens 17 unverstellbar eingreift. Außerdem
ist der Kopf 36' der Stellschraube 36 in einer nicht näher dargestellten Ausnehmung
des Bandlappens 17 drehbar, aber axial unverstellbar angeordnet. Infolgedessen führt
eine Verstellung der Stellschraube 36 durch Beaufschlagung des Schraubenkopfs 36'
zum Beispiel mit einem Inbus-Schlüssel dazu, daß sich die an der Stellmutter 39 abstützende
Verstellschraube 36 axial verstellt und dabei entsprechend den Bandlappen 17 mitnimmt.
Die Verlagerung des Bandlappens 17 erfolgt je nach Drehsen der Verstellschraube 36
in der einen oder in der anderen Richtung dieser Verstellschraube 36, so daß der fest
mit dem Bandlappen 17 verbundene Flügelrahmen 16 dem feststehenden Rahmen 11 seiner
der Abdichtung dienenden Stirnseite entweder angenähert oder davon entfernt wird.
Mit der Verstelleinrichtung 35 kann also eine auschließlich horizontal erfolgende
Verstellung des Türflügels erreicht werden.
[0022] Der Türflügel übt entsprechend seines Gewichts eine erhebliche Belastung auf das
Türband 10 aus. Insbesondere bei längerem Gebrauch der Tür ist zu befürchten, daß
die Klemmbelastung des Bandlappens 17 nicht ausreicht, um ein Verrutschen auf der
Oberfläche 16' zu verhindern. Es ist infolgedessen ein Paßstift 40 vorhanden, der
fest mit der Klemmplatte 18 verbunden ist und gemäß Fig.1 in den Flügelrahmen 16 eingreift.
Dabei wird der Bandlappen 17 von dem Paßstift 40 in einem Schlitz 41 durchsetzt, der
horizontal angeordnet ist und ein horizontales verstellen des Bandlappens 17 erlaubt.
Eine solche Ausgestaltung ist herkömmlich und soll bewirken, daß der Bandlappen 17
gegen vertikale Belastungen abgestützt ist, so daß sich also der Flügelrahmen 16 am
Paßstift 40 zusätzliche abstützt und vertikal Relativbewegungen zwischen dem Bandlappen
17 und dem Flügelrahmen 16 nicht auftreten können. Es hat sich jedoch erwiesen, daß
eine solche Ausgestaltung nicht ausreichend ist. Infolge baulicher Toleranzen und
durch Toleranzen im Bereich der Befestigungsschrauben 20, insbesondere bei nicht maximalen
Anzugsmomenten dieser Befestigungsschrauben 20 treten relative Belagerungen des Bandlappens
17 auf, so daß der Türflügel eine unerwünschte Stellung relativ zum feststellenden
Rahmen 11 einnimmt. Eine derartige Ausgestaltung ist daher in den Darstellungen des
Bandlappens 17 der Fig.2 nicht dargestellt.
[0023] Der horizontal verschiebliche Bandlappen 17 ist vielmehr mit Vorsprüngen 19 versehen,
die in den Werkstoff bzw. in die Oberfläche 16' des Flügelrahmens 16 eindringbar sind.
Die Vorsprünge 19 befinden sich einstöckig an der auf der Oberfläche 16' aufliegenden
Bodenwand 21 des Bandlappens 17. Sie sind also zugleich mit dem Bandlappen 17 herstellbar,
der beispielsweise durch Spritzgießen eines geeigneten Metalls hergestellt wird. Dabei
ist die Position der Vorsprünge 19 im Hinblick auf die Befestigungsmittel des Bodenlappens
17 bestimmt. Dieser hat Horizontalschlitze 17' zum Durchgriff der Befestigungsschrauben
20, mit denen die Klemmplatte 18 verschiebefest befestigt wird. Die Horizontalschlitze
17' sind gemäß Fig.2 im Durchsteckbereich der Befestigungsschrauben 20 auf deren Außendurchmesser
abgestimmt. In unmittelbarer Nähe der Horizontalschlitze 17' befinden sich vertikal
oberhalb und unterhalb eines Horizontalschlitzes 17' jeweils ein Vorsprung 19. Bei
zwei Horizontalschlitzen 17' ergeben sich demgemäß insgesamt vier Vorsprünge 19. Mit
diesen kann der Bandlappen 17 bei dem Anbringen des Flügelbandteils 15 exakt in der
gewünschten Position gehalten werden, ohne daß die Gefahr eines Verrutschens besonders
groß wäre. Werden die Befestigungsschrauben 20 so angezogen, daß die Klemmplatte 18
auf den Bandlappen 17 drückt, dringen die Vorsprünge (19) in den Werkstoff des Flügelrahmens
16 ein und verhindern insbesondere bei vollflächiger Anlage der Bodenwand 21 auf der
Oberfläche 16' jegliche vertikale Verstellung.
[0024] In ähnlicher Weise wirken Vorsprünge 19, die an der Klemmplatt 18 angeordnet sind,
genauer an deren Positioniervorsprüngen 22. Die Positioniervorsprünge 22 sind beispielsweise
sich horizontal erstreckende Rippen, die in Horizontalschlitze 17'' des Bandlappens
17 eingesteckt werden. Die Positioniervorsprünge 22 springen der Dicke des Bandlappens
17 entsprechend weit vor, so daß die an Ihnen vorhandenen Vorsprünge 19 über die Bodenwand
21 des Bandlappens 17 vorstehen. Werden Befestigungsschrauben in Durchgriffslöcher
der Positioniervorsprünge 22 eingeschraubt, so wird die Platte 18 gegen den Flügelrahmen
16 gezogen und klemmt dabei gemäß Figur 4 den Bandlappen 17 an der Oberfläche 16'
des Flügelrahmens 16 fest. Die Vorsprünge 19 verhindern bereits beim Ansetzten des
Flügelbandteils 15 am Rahmen 11 ein Verrutschen und nach ihrem Eindringen in den Werkstoff
des Flügelrahmens 16 ist ein vertikales Verrutschen ebenfalls wegen des durch das
Eindrigen herstellten Formschlusses vertikal bzw. parallel zur Schwenkachse 14 unmöglich.
[0025] Im Hinblick auf die horizontale Verstellbarkeit des Bandlappens 17 sind die Vorsprünge
19 in besonderer Weise ausgebildet, also abgesehen von einer horizontalen Längserstreckung,
die parallel zu den Horizontalschlitzen 17', 17'' bzw. horizontal ausgerichtet ist.
Diesbezüglich zeigt Fig.3a eine Ausgestaltung eines Vorsprungs 19, der an beiden Längsenden
je eine Eindringschräge 25 aufweist. Diese Eindringschräge 25 bewirkt bei einer Horizontalverstellung
des Bandlappens 17, das die schneidenartig ausgebildeten Vorsprünge 19 messerartig
in den Werkstoff des Flügelrahmens 16 eindringen und so die horizontale Verstellung
im Sinne eines verringerten Verstellkraftaufwandes begünstigen. Die bei den Eindringschrägen
25 wirken jeweils in einer der beiden Verstellrichtungen.
[0026] Um das Eindringen der Vorsprünge 19 in den Werkstoff des Flügelrahmens 16 zu erleichtern,
sind die Vorsprünge 19 schneidenartig ausgebildet. Sie haben also einen dreieckigen
Querschnitt mit einer flügelrahmenseitigen Schneidkante, die auch bereits bei geringen
durch die Klemmplatte 18 erzeugten Anpreßkräften ein Eindringen ermöglicht und damit
bereits zu Beginn des Befestigungsvorganges sichert, daß das Flügelbandteil 15 nicht
mehr vertikal verschoben werden kann.
[0027] Die Anordnung der Vorsprünge 19 ist so getroffen, daß eine horizontale Verstellung
des Bandlappens 17 nicht zu einem sichtbar werden von Verformungen führen kann, die
durch ein Eindringen der Vorsprünge 19 erzielt wurden. Im Hinblick hierauf sind die
Vorsprünge 19 mit Abstand zu den Bandlappenenden hin abgeordnet, zumindest mit Abstand
zu einem Bandlappenende 17''', da hier am ehesten Verformungen der Oberfläche 16'
sichtbar werden könnten, falls der Bandlappen 17 in Fig.1 nach rechts verstellt wird.
Der Abstand ist abgestimmt auf den maximalen Verstellweg 24 des Bandlappens 17, ist
also zumindest gleich groß oder größer. Der Verstellweg 24 ist in Fig.1 durch die
Schlitzlänge des Durchgriffsschlitzes 41 für den Positionierzapfen 40 bestimmt.
1. Tür- oder Fensterband (10), mit einem an einem feststehenden Rahmen (11) angeschlagenen
Rahmenbandteil (13), das mittels einer Schwenkachse (14) gelenkig mit einem Flügelbandteil
(15) verbunden ist, das einen an einem Flügelrahmen (16) horizontal verschieblichen
Bandlappen (17) hat, der mit Hilfe einer verschiebefesten Klemmplatte (18) vertikal
formschlüssig abgestützt und am Flügelrahmen (16) festklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Bandlappen (17) und/oder die Klemmplatte (18) in die Oberfläche (16) des
Flügelrahmens (16) eindringbare Vorsprünge (19) aufweist bzw. aufweisen.
2. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmplatte (18) rahmenabseitig auf dem Bandlappen (17) aufliegt und am
Flügelrahmen (16) mit Befestigungsschrauben (20) festgelegt ist, die den Bandlappen
(17) durch dessen Horizontalschlitze (17') durchgreifen, und daß die Vorsprünge (19)
im Bereich der Horizontalabschlitze (17') vorhanden sind.
3. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (19) an der am Flügelrahmen (16) anliegenden Bodenwand (21) des
Bandlappens (17) angeordnet sind.
4. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Vorsprünge an/in Horizontalschlitze (17'') des Bandlappens (17) eingreifen den
Positionierungsvorsprüngen der Klemmplatte (18) angeordnet sind.
5. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Vorsprünge (19) vertikal oberhalb und unterhalb eines Horizontalschlitzes (17')
des Bandlappens (17) angeordnet sind.
6. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vertikal oberhalb und unterhalb eines Durchgriffslochs (23) eines Positioniervorsprungs
(22) eindringbare Vorsprünge (19) angeordnet sind.
7. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (19) horizontal längserstreckt sind.
8. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (19) schneidenartig ausgebildet sind.
9. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (19) zumindest an einem Längsende eine Eindringschräge (25) aufweisen.
10. Tür- oder Fensterband nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (19) zunindest schwenkachsenabseitig mit einem den maximalen Verstellweg
(24) des Bandlappens (17) übersteigendem Abstand von einem Bandlappenende (17''')
angeordnet sind.