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(11) |
EP 1 001 143 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.2005 Patentblatt 2005/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.11.1999 |
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| (54) |
Ventilsteuerung für Ein- und Auslassventile von Verbrennungsmotoren
Valve control for intake and exhaust valves in internal combustion engines
Commande de soupape pour soupapes d'admission et d'échappement de moteur à combustion
interne
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
| (30) |
Priorität: |
12.11.1998 DE 19852209
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.05.2000 Patentblatt 2000/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Hydraulik Ring GmbH |
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09212 Limbach-Oberfrohna (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Tischer, Dieter
73240 Wendlingen (DE)
- Trzmiel, Alfred
72661 Grafenberg (DE)
- Maisch, Dieter
72585 Riederich (DE)
- Panowitz, Herbert
72636 Frickenhausen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kohl, Karl-Heinz |
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Patentanwälte
Dipl.-Ing. A.K. Jackisch-Kohl
Dipl.-Ing. K.H. Kohl
Stuttgarter Strasse 115 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 1 569 638 US-A- 3 727 595 US-A- 5 806 474
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GB-A- 2 122 257 US-A- 4 724 801
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 268 (M-424), 25. Oktober 1985 (1985-10-25)
-& JP 60 113008 A (YANMAR DIESEL KK), 19. Juni 1985 (1985-06-19)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilsteuerung für Ein- und Auslaßventile von Verbrennungsmotoren
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren erfolgt die Steuerung der Hubbewegungen der
Einlaß- und Auslaßventile durch eine von der Kurbelwelle im Drehzahlverhältnis 2:1
angetriebene Nockenwelle. Die Hubkurve des Ventiles ist für den gesamten Bereich des
Kennfeldes proportional dem Nokkenverlauf und damit unveränderlich. Der Schließpunkt
des Einlaßventiles ist, bedingt durch unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeit im
Saugrohr, nicht optimal gelegt. Der Einlaß- bzw. Öffnungspunkt kann ebenso nicht optimal
gelegt werden. Die Werte für bestmögliche Füllung der Verbrennungskammer bei hohen
Drehzahlen und dem Zylinder-Abgasgehalt bei niedrigen Drehzahlen und im Leerlauf stehen
einander diametral gegenüber. Der Öffnungspunkt bzw. Auslaßbeginn wird deshalb meistens
so gewählt, daß die Ausschiebeverluste minimiert sind und das Gas in der Lage ist,
maximale Arbeit zu verrichten.
[0003] Zur Vermeidung der vorgenannten Abstimmungen, die immer Kompromisse sind, wurden
Ventilsteuerungen entwickelt, um Steuerzeiten, Hubverläufe der Ein- und Auslaßventile
in Abhängigkeit von der Motordrehzahl, der Last und anderen Einflußgrößen beeinflussen
und verändern zu können. Der Verlauf des Ventilhubs kann damit durch Variationen der
Phasenlage, des Ventilhubs oder der Ventilöffnungsdauer beeinflußt bzw. verändert
werden. Derartige Maßnahmen können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden,
um am Ottomotor einerseits den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen zu reduzieren
sowie andererseits den Drehmomentverlauf zu verbessern und die Maximalleistung zu
steigern. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Möglichkeit, die angesaugte Luftmenge
durch Veränderung des Ventilöffnungsquerschnitts zu beeinflussen und damit eine drosselfreie
Laststeuerung ohne Drosselklappe zu ermöglichen.
[0004] Bei Mehrventiltechnik kann eine solche Beschaltung vorgenommen werden, daß die angesaugte
Ladung nur über ein Einlaßventil strömt und damit deren Menge beeinflußt wird. Eine
Zylinderabschaltung durch Beeinflussung der Einlaß- und Auslaßventile kann gleichfalls
verwirklicht werden, wobei die befeuerten Zylinder durch das Ausblenden von Einspritzungen
und Verbrennungsluft im besten Wirkungsgradbereich arbeiten können. Mit moderner Motorelektronik
kann die Zylinderabschaltung zyklisch (selektiv) wechseln, um das Auskühlen der Zylinderwand
zu vermeiden.
[0005] Die vorgenannten Möglichkeiten zur Beeinflussung und Veränderung von Parametern werden
unter dem Begriff "variable Ventilsteuerung" zusammengefaßt. Entsprechend der Ventilbetätigungsart
wird zwischen direkt und indirekt betätigten Systemen unterschieden.
[0006] Bei den indirekt betätigten Systemen sind zwei Lösungen bekannt, nämlich die Verwendung
einer variablen Nockenwelle oder eines variablen Zwischenelementes. Bei direkt betätigten
Systemen sind grundsätzlich drei Möglichkeiten bekannt, bei denen die Betätigung des
Ventiles hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch erfolgt. Eine Nockenwelle entfällt
in diesen Fällen.
[0007] Im Hydrauliksystem wird die Energie ähnlich wie beim sogenannten Common Rail System
gespeichert und durch schnelle Magnet- oder Servoventile den Stellkolbenflächen zugeführt
oder von ihnen abgeführt, mit denen ihrerseits die Ein- und Auslaßventile betätigt
werden. Solche Systeme sind für den Einsatz in langsam laufenden Dieselmotoren bekannt.
[0008] Bei einer bekannten Ventilsteuerung der gattungsbildenden Art (Abstracts JP-A 60-113008)
werden die Ein/Auslaßventile stets mit gleichem Hub über zwei Magnetventile geöffnet.
Mit dem einen Magnetventil wird die Zufuhr des Druckmediums aus dem Tank zum Stellkolben
gesteuert, mit dem das Ein/Austaßventil geöffnet wird. Das andere Magnetventil verschließt
die Tankleitung. Soll das Ein/Auslaßventil wieder geschlossen werden, wird mit dem
einen Magnetventil die Druckleitung geschlossen und das andere Magnetventil geöffnet.
Das vor dem Stellkolben befindliche Druckmedium kann dann über das geöffnete Magnetventil
in die Tankleitung gelangen. Die Magnetventile müssen stets unter Strom gehalten werden,
damit das Ein/Auslaßventil nicht in die Öffnungslage fährt, in der der im Verbrennungsraum
befindliche Kolben das Ein/Auslaßventil beschädigen könnte.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ventilsteuerung dieser Art so auszubilden,
daß unter Vermeidung eines aufwendigen Servoventiles eine einfache und zuverlässige
Betätigung bei hohen Schaltfrequenzen möglich ist, so daß die Ventilsteuerung auch
für hochdrehende Verbrennungsmotoren einsetzbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird bei der gattungsgemäßen Ventilsteuerung erfindungsgemäß mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Ventilsteuerung werden als Stellelemente piezoelektrische
Aktoren eingesetzt. Mit ihnen werden massearme Ventilelemente betätigt, welche den
Zu- und Abfluß des Druckmediums zum und vom Stellkolben steuern, durch dessen Hub
die Ein- und Auslaßventile des Verbrennungsmotors geöffnet und geschlossen werden.
Piezoelektrische Aktoren setzen elektrische Spannungen direkt in Wege und Kräfte um.
Die Umsetzung der elektrischen Eingangsgröße in eine mechanische Ausgangsgröße erfolgt
extrem schnell. Stellhübe von beispielsweise 40 µm (0,04 mm) können in einer Stellzeit
von 50 µs (0,000.05 sec) erfolgen. Die Auflösung des Stellwegs ist bei geeigneter
elektrischer Ansteuerung im Nanometerbereich (0,0001 mm) möglich. Stellkräfte werden
im Kilonewtonbereich erreicht, das heißt es handelt sich um Stellglieder mit sehr
hoher mechanischer Steifigkeit. Da die beiden Piezoelemente als Öffner und Schließer
wirken, läßt sich ein variabler Hub des Ein/Auslaßventiles einfach erreichen.
[0012] Auch wird dadurch verhindert, daß bei einem eventuellen Stromausfall das Ein/Auslaßventil
in die Öffnungslage fährt.
[0013] Im hochdynamischen Bereich ist einerseits die Verfügbarkeit von geeigneten Leistungsverstärkern
eine wesentliche Voraussetzung, um den Ansteuerungsverlauf und die Reaktion der Ein-
und Auslaßventile zu synchronisieren. Andererseits ist der Durchflußquerschnitt am
Sitzventil entsprechend groß zu dimensionieren. Dies erfolgt bei einer vorteilhaften
Ausbildung der erfindungsgemäßen Ventilsteuerung durch Vergrößerung des Hubs auf einen
Wert, für den der verfügbare Stellweg des piezoelektrischen Wandlers nicht ausreicht.
Es werden deshalb Stellwegvergrößerer eingesetzt, die vorteilhaft nach dem Hebelprinzip
arbeiten und die den nutzbaren Stellweg des Ventilelementes beispielsweise bis zum
Faktor ü = 10 vergrößern können.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Ventilsteuerung können in vorteilhafter Weise nach Maßgabe
des Motormanagements die Offnungs- und Schließzeitpunkte für die Ein/Auslaßventile
die Dauer der Öffnungszeiten bedarfsgerecht bestimmt werden.
[0015] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0016] Die Erfindung wird anhand einiger in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1 bis 3
- jeweils in schematischer Darstellung verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemäßen
Ventilsteuerungen, die mit variablem Hub arbeiten,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Ventilsteuerung mit Wirkprinzip entsprechend
Fig. 1, jedoch mit zusätzlicher Hebelübersetzung,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 4,
- Fig. 7 und 8
- jeweils in vergrößerter Darstellung einen Teil der Ventilsteuerung gem. Fig. 5,
- Fig. 9 bis 12
- verschiedene Diagramme, die die Möglichkeit der Variierung des Ventilhubs, der Öffnungsdauer,
der Phasenlage und der Kombination dieser Parameter zeigen.
[0017] Anhand der Fig. 1 bis 3 werden unterschiedliche Ausführungsformen von Ventilsteuerungen
in ihrer Wirkungsweise beschrieben. Die Fig. 4 bis 12 zeigen dann konkrete Ausbildungen
solcher Ventilsteuerungen und zugehörige Kennlinien.
[0018] Die im folgenden beschriebenen Ventilsteuerungen ermöglichen hohe Steuerfrequenzen,
so daß diese Ventilsteuerungen auch bei hochdrehenden Verbrennungsmotoren eingesetzt
werden können.
[0019] Die Fig. 1 und 4 bis 12 zeigen eine Ausführungsform, bei der der Hub eines Ein/Auslaßventiles
30 verändert werden kann. Die Ventilsteuerung hat zwei Piezoelemente 1, 1a, mit denen
zwei Stößel 2, 2a betätigt werden können, um zwei Ventilelemente 3, 3a zweier Sitzventile
9,9a zu verschieben. Die beiden Ventilelemente 3, 3a stehen jeweils unter der Kraft
wenigstens einer Druckfeder 6, 6a. In eine Ventilkammer 4a des Sitzventiles 9a mündet
eine Druckleitung 7. Bei stromlosem Piezoelement 1a ist die Druckleitung 7 über das
geschlossene Ventilelement 3a von einer Zuführleitung 10 für Hydraulikmedium getrennt,
die in einen Druckraum 14 mündet, der in einem Ventilgehäuse 5 vorgesehen ist und
in dem sich ein Stellkolben 15 befindet, dessen eine Stirnfläche 16 mit dem Hydraulikmedium
beaufschlagbar ist.
[0020] Von der Zuführleitung 10 zweigt eine Verbindungsleitung 63 ab, die in eine Ventilkammer
4 des Sitzventiles 9 mündet. Bei nichtbestromtem Piezoelement 1 ist die Ventilkammer
4 mit einer Tankleitung 12 verbunden.
[0021] Auf der dem Druckraum 14 gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Zylinderraum
17, der über wenigstens eine Öffnung 18 mit der Atmosphäre verbunden ist. In den Zylinderraum
17 ragt ein Stößel 19, der mit einem Tassenstößel 20 zusammenwirkt. Er steht unter
der Kraft wenigstens einer Druckfeder 21, die über einen Ventilschaft 22 den Tassenstößel
20 und damit den bolzenförmigen Stößel 19 in Richtung auf den Stellkolben 15 belastet.
Am Tassenstößel 20 liegt der Ventilschaft 22 an, der am freien Ende mit einem Ventilteller
23 versehen ist. Mit ihm wird eine Ein- bzw. Auslaßöffnung 24 einer Verbrennungskammer
25 eines Verbrennungsmotors 26 eines Kraftfahrzeuges geöffnet und geschlossen.
[0022] In der in Fig. 1 dargestellten Lage sind die Piezoelemente 1, 1a stromlos, so daß
die Ein/Auslaßventile 30 geschlossen sind. Soll das Ein/Auslaßventil 30 den maximalen
Öffnungshub ausführen (Normalhub und Überhub), werden beide Piezoelemente 1, 1a bestromt.
Dadurch werden die beiden Stößel 2, 2a verschoben. Mit dem Stößel 2 wird das Ventilelement
3 gegen die Kraft der Feder 6 in seine Schließstellung bewegt, in der es die Tankleitung
12 verschließt. Mit dem Stößel 2a wird das Ventilelement 3a in eine Offenstellung
bewegt, so daß das Hydraulikmedium über die Druckleitung 7 und die Ventilkammer 4a
in die Zuführleitung 10 strömen kann. Das Hydraulikmedium gelangt dadurch in den Druckraum
14 und verschiebt den Stellkolben 15 nach unten. Über den Stößel 19 und den Tassenstößel
20 wird der Ventilschaft 22 gegen die Kraft der Druckfeder 21 verschoben und auf diese
Weise das Ein/Auslaßventil 30 geöffnet. Der Stellkolben 15 wird so weit verschoben,
bis er am Boden 29 des Zylinderraumes 17 zur Anlage kommt. Damit entspricht der Hub
des Stellkolbens 15 und somit des Ventils 30 dem Normalhub zuzüglich einem Überhub.
[0023] Wenn das Motormanagement es erfordert, kann der Stellkolben 15 und damit auch das
Ventil 30 lediglich um den normalen oder jeden beliebigen anderen Hub verstellt werden.
Hierzu werden beide Piezoelemente 1, 1a bestromt und das Piezoelement 1 a nach einer
hubbestimmenden Zeit stromlos gemacht, so daß das Ventilelement 3a durch die Kraft
der Druckfeder 6a in seine Schließstellung bewegt wird. Dadurch ist die Druckleitung
7 von der Zuführleitung 10 getrennt. Gleichzeitig bleibt das Piezoelement 1 bestromt
und dadurch das Ventil 3 geschlossen und das Volumen im Druckraum 14 gekammert. Das
jetzt im Vergleich zum vorhergehenden Vorgang geringere Flüssigkeitsvolumen des in
den Druckraum eingeströmten Hydraulikmediums bestimmt somit den Hub des Stellkolbens
15 und damit auch den Hub des Ein/Auslaßventiles 30, da das Piezoelement 1 weiterhin
bestromt wird und dadurch die Leitung 63 zum Tank 12 geschlossen bleibt. Das im Druckraum
14 befindliche Flüssigkeitsvolumen bleibt dadurch eingeschlossen (gekammert), das
Ventil 30 ist weniger weit geöffnet, so daß eine entsprechend kleinere Menge an Kraftstoff-Luft-Gemisch
in die Verbrennungskammer des Verbrennungsmotors gelangt.
[0024] Soll das Ein-/Auslaßventil 30 geschlossen werden, wird das Piezoelement 1 stromlos
geschaltet. Die Druckfeder 6 hebt das Ventilelement 3 von seinem Ventilsitz 66 ab,
wodurch das im Druckraum 14 befindliche Hydraulikmedium über die Zuführleitung 10
und die geöffnete Ventilkammer 4 in die Tankleitung 12 verdrängt werden kann.
[0025] Wie die Fig. 7 und 8 zeigen, liegen das Ventilelement 3 und die Druckfeder 6 in einer
Buchse 64, die in einen Einbauraum 65 des Ventilgehäuses 5 eingepreßt ist. Der für
das Ventilelement 3 vorgesehene Ventilsitz 66 ist an einem Einsatzstück 43 vorgesehen.
Die Druckfeder 6 hält das Ventilelement 3 bei nichtbestromtem Piezoelement 1 in der
Offenstellung, die in Fig. 8 dargestellt ist, Das Einsatzstück 43 wird durch das umgebördelte
Ende 67 der Buchse 64 axial gesichert. Eine zentrale Axialbohrung 68 des Einsatzstükkes
43 ist durch ein Verschlußelement 69, vorzugsweise eine Kugel, geschlossen.
[0026] Das Ventilelement 3a ist ebenfalls in einer Buchse 70 aufgenommen (Fig. 7), deren
unteres Ende 71 umgebördelt ist. Das Ventilelement 3a wird durch die Druckfeder 6a
nach oben gegen einen Ventilsitz 72 gedrückt, den der Stößel 2a axial durchdringt
und damit eine für den Durchfluß erforderliche Ringfläche 81 erzeugt.
[0027] Die beiden Sitzventile 9, 9a liegen beiderseits des Stellkolbens 15 und achsparallel
zu ihm. Dadurch hat das Ventilgehäuse 5 eine nur geringe axiale Höhe.
[0028] Der Zylinderraum 17 ist, wie Fig. 5 zeigt, über die Entlüftungsleitung 18 mit der
Atmosphäre verbunden, so daß der Stellkolben 15 zum Öffnen des Ein/Auslaßventils 30
zuverlässig verschoben werden kann.
[0029] Zum Öffnen des Ein/Auslaßventils 30 werden beide Piezoelemente 1, 1a bestromt. Die
Größe des Hubes des Stellkolbens 15 und damit des Ein/Auslaßventiles 30 hängt davon
ab, nach welcher Zeit ab Öffnungsbeginn das Piezoelement 1a nicht mehr bestromt wird
und somit kein Hydraulikmedium mehr in den Druckraum 14 strömen kann. In Abhängigkeit
von der Bestromungszeit des Piezoelementes 1a läßt sich somit der Hub des Ein/Auslaßventiles
30 stufenlos steuern.
[0030] Für die Schließbewegung des Ein/Auslaßventiles 30 kann eine Dämpfung vorgesehen sein.
Hierzu sind beide Stirnflächen 16, 28 des Stellkolbens 15 mit einem Drosselquerschnitt
versehen, der beispielhaft eine diametral verlaufende, im Querschnitt dreieckige Vertiefung
ist. Die Drosselquerschnitte wirken mit Steuerkanten zusammen, wenn der Stellkolben
15 verschoben wird. Bei Überfahren der jeweiligen Steuerkante baut sich infolge des
sich stetig verkleinernden Durchflußquerschnittes für das Hydraulikmedium ein Druck
im Medium auf, der der Bewegung des Stellkolbens 15 entgegenwirkt und so die Dämpfung
durch Geschwindigkeitsreduzierung bewirkt.
[0031] Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen kann im Gegensatz zu einer Nockenwellensteuerung
die Phasenlage bezüglich des Öffnens und Schließens der Ein/Auslaßventile 30 verändert
werden Dies ist dadurch möglich, daß die den Ein/Auslaßventilen 30 zugeordneten Piezoelemente
zum gewünschten Zeitpunkt be- oder entstromt werden. Beim Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 1 und 4 bis 8 kann in der beschriebenen Weise zusätzlich auch die Größe des
Öffnungshubes des Ein/Auslaßventiles 30 variiert werden.
[0032] Fig. 9 zeigt Hubkennlinien der anhand des Ausführungsbeispieles nach den Fig. 1 und
5 bis 8 beschriebenen Möglichkeit, den Öffnungshub des Ein/Auslaßventiles 30 zu variieren.
[0033] Fig. 10 zeigt anhand von Kennlinien, daß die Öffnungsdauer des Ein/Auslaßventiles
30 in der beschriebenen Weise verändert werden kann. Aus den Kennlinien in Fig. 11
ergibt sich, daß zusätzlich auch die Phasenlage in der beschriebenen Weise eingestellt
werden kann. Fig. 12 schließlich zeigt Kennlinien für das Ausführungsbeispiel nach
den Fig. 1 und 4 bis 8, in welchen die drei Einstellmöglichkeiten gemäß den Fig. 9
bis 11 in Kombination angewendet werden können. Dabei können der Ventilhub, die Öffnungsdauer
und die Phasenlage verändert werden. Dieses Ausführungsbeispiel stellt eine vollvariable
Steuerung der Ein/Auslaßventile 30 dar.
[0034] Die Stößel 2, 2a können direkt durch die Piezoelemente 1, 1a betätigt werden, wie
dies schematisch in Fig. 1 dargestellt ist. Es ist aber auch möglich zwischen dem
Stößel 2, 2a und dem Piezoelement 1, 1a jeweils einen Übersetzungshebel 59, 59a vorzusehen,
um den Öffnungs- und Schließhub des Ventilelementes 3, 3a bei vorgegebenem Piezohub
zu vergrößern. Beim schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind
die Übersetzungshebel 59, 59a einarmige Hebel. Im Abstand 60 von der Schwenkachse
61, 61a der Hebel 59, 59a greift an ihnen der Stößel 58, 58a an. Am freien Ende der
Hebel 59, 59a, das sich im Abstand 62 von der jeweiligen Schwenkachse 61, 61a befindet,
greift der Stößel 2, 2a an. Die Stößel 2, 58 und 2a, 58a liegen auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Hebels 59, 59a. Über das Verhältnis der Abstände 60 und 62 zueinander kann
das Übersetzungsverhältnis bestimmt werden.
[0035] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind die Hebel 33, 33a zweiarmige Hebel, die
unterschiedlich lange Hebelarme 86,87 aufweisen. Am kürzeren Hebelarm 87 greifen die
Stößel 58, 58a der Piezoelemente 1, 1a an. Auf der gleichen Seite der Hebel 33, 33a
greifen an den freien Enden der längeren Hebelarme 86 die Stößel 2, 2a an. Über das
Verhältnis der Länge der Hebelarme zueinander läßt sich ebenfalls das Übersetzungsverhältnis
festlegen.
[0036] Da bei der Ausführungsform nach Fig. 3 die beiden Stößel 2, 58; 2a, 58a auf derselben
Seite der Hebel 33, 33a liegen, ergibt sich eine geringe Bauhöhe 73. Die zweiarmigen
Hebel 33, 33a liegen, wie dies anhand der Ausführungsform nach den Fig. 4 bis 8 im
einzelnen erläutert wird, räumlich versetzt zueinander, so daß das Ventilgehäuse 5
nur entsprechend geringe Abmessungen aufweist.
[0037] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Bauhöhe größer als beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3, weil die Piezoelemente 1, 1a mit ihren Stößeln 58, 58a auf der einen
und die Stößel 2, 2a mit den Ventilen 9, 9a auf der anderen Seite der Hebel 59, 59a
sitzen. In Fig. 2 ist die Bauhöhe der Piezoelemente 1, 1a mit den Stößeln 58, 58a
mit 74 und die Bauhöhe der Sitzventile 9, 9a mit den Stößeln 2, 2a und den Schwenkhebeln
59, 59a mit 75 bezeichnet. Es ist erkennbar, daß die Gesamtbauhöhe 74, 75 etwa doppelt
so groß ist wie die Gesamtbauhöhe 73 beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.
[0038] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 4 bis 8 liegen die beiden zweiarmigen
Hebel 33, 33a im Gehäuseraum 34, der durch einen Gehäusedeckel 76 geschlossen ist.
Die beiden Hebel 33, 33a sind versetzt zueinander angeordnet und liegen jeweils unter
einem spitzen Winkel zu einer Längsmittelebene 77 des Ventilgehäuses 5. In Seitenansicht
gesehen liegen die beiden Hebel 33, 33a einander überlappend mit geringem Abstand
hintereinander. Die Schwenkachsen 36, 36a liegen parallel zueinander. Am freien Ende
des kürzeren Hebelarmes greifen die Stößel 58, 58a der beiden Piezoelemente 1, 1a
an. An den freien Enden der längeren Hebelarme liegen die Stößel 2, 2a an, mit denen
die Ventilelemente 3, 3a in der beschriebenen Weise betätigt werden.
[0039] Die beiden Piezoelemente 1, 1a liegen in getrennten Gehäuseräumen 78, 79 (Fig. 6).
Im Bereich zwischen den beiden Gehäuseräumen 78, 79 befindet sich der Zylinderraum
17 mit dem Kolben 15. Durch das Verhältnis der Länge der Hebelarme des jeweiligen
Hebels 33, 33a wird das Übersetzungsverhältnis bestimmt. Auf diese Weise kann sehr
einfach der geringe Bewegungsweg des piezoseitigen Stößels 58, 58a in den erforderlichen
Verstellweg des Stößels 2, 2a übersetzt werden, um das jeweilige Ventilelement 3,
3a zuverlässig mit dem erforderlichen Hub in die entsprechende Offen- bzw. Schließstellung
zu verschieben.
1. Ventilsteuerung für Ein- und Auslaßventile (30) von Verbrennungsmotoren, mit Stellelementen
(1, 1a), mit denen das Ein-/Auslaßventil (30) geöffnet und geschlossen und mit denen
jeweils ein Ventilelement (3, 3a) betätigt wird, die den Zu- und Abfluß eines Druckmediums
zu und von mindestens einem mittels des Druckmediums zum Öffnen und Schließen des
Ein-/Auslaßventiles (30) verschiebbaren Stellkolben (15) steuern, wobei das eine Ventilelement
(3a) in einer Stellung eine Druckleitung (7) mit einem Druckraum (14) vor dem Stellkolben
(15) verbindet und das andere Ventilelement (3) in einer Stellung eine Tankleitung
(12) verschließt, wobei das Ein-/Auslaßventil (30) durch eine von der Druckbeaufschlagung
des Stellkolbens (15) unabhängige Kraft in seine Schließstellung verstellbar ist,
wobei das eine Ventilelement (3a) in seine die Druckleitung (7) verschließende Lage
verstellt und das im Druckraum (14) vor dem Stellkolben (15) befindliche Druckmedium
in eine Tankleitung (12) verdrängt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stellelemente (1, 1a) Piezoelemente sind, daß die beiden Ventilelemente (3, 3a)
gegensinnig arbeiten und den Zufluß zu einer gemeinsamen Zuführleitung (10) für das
Druckmedium steuern, die in den Druckraum (14) mündet, daß die beiden Piezoelemente
(1, 1a) zur Einstellung des Hubes des Ein/Auslaßventiles (30) unabhängig voneinander
betätigbar sind, und daß das eine Piezoelement (1) als Schließer für die Tankleitung
und das andere Piezoelement (1a) als Öffner für die Druckleitung wirksam ist.
2. Ventilsteuerung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ventilelemente (3, 3a) Teile von Sitzventilen (9, 9a) sind, die den Zufluß
des Druckmediums von der Druckleitung (7) zum Stellkolben (15) steuern.
3. Ventilsteuerung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Sitzventile (9, 9a) an die gemeinsame Zuführleitung (10) angeschlossen
sind.
4. Ventilsteuerung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß bei stromlosen Piezoelementen (1, 1a) das eine Sitzventil (9) geöffnet und das andere
Sitzelement (9a) geschlossen ist.
5. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stellkolben (15) über einen Stößel (19) mit einem vorteilhaft über einen Tassenstößel
(20) mit dem Stößel (19) zusammenwirkenden Ventilschaft (22) des Ein/Auslaßventils
(30) zusammenwirkt.
6. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Piezoelemente (1, 1a) über jeweils einen Stößel (2, 2a) mit dem Ventilelement
(3, 3a) zusammenwirken.
7. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (3) des geöffneten Sitzventiles (9) durch den Stößel (2) des einen
Piezoelementes (1) bei dessen Bestromung in seine Schließstellung verstellbar ist,
in der die Zuführleitung (10) von der Tankleitung (12) getrennt ist.
8. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilelement (3a) des geschlossenen Sitzventiles (9a) durch den Stößel (2a)
des weiteren Piezoelementes (1a) bei dessen Bestromung in seine Offenstellung verstellbar
ist, in der die Druckleitung (7) mit der in den Druckraum (14) mündenden Zuführleitung
(10) verbunden ist.
9. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß bei zeitlich ausreichender Bestromung beider Piezoelemente (1, 1a) der Stellkolben
(15) und damit das angetriebene Ein/Auslaßventil (30) seinen maximalen Hub ausführt
und dort gehalten werden kann.
10. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten des Stellkolbens (15) in der maximalen Offenstellung beide Sitzventile
(9, 9a) geschlossen werden.
11. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten des Stellkolbens (15) in der maximalen Offenstellung das eine Sitzventil
(9) geschlossen und das andere Sitzventil (9a) geöffnet wird.
12. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß bei zeitlich kürzerer Bestromung der beiden Piezoelemente (1, 1a) der Stellkolben
(15) einen im Vergleich zum Maximalhub kleineren Hub ausführt.
13. Ventilsteuerung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Halten des Stellkolbens (15) bei verringertem Öffnungshub beide Sitzventile (9,
9a) geschlossen werden.
14. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Piezoelemente (1, 1a) über jeweils einen Übersetzer (33, 33a), vorzugsweise
einen zweiarmigen Hebel, mit dem Stößel (2, 2a) zusammenwirken.
15. Ventilsteuerung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Übersetzer (33, 33a), in Richtung ihrer Schwenkachse (36, 36a) gesehen,
einander überlappend angeordnet sind.
16. Ventilsteuerung nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Übersetzer (33, 33a) in Reihe liegen.
17. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Übersetzer (33, 33a) parallel zueinander und vorteilhaft unter einem spitzen
Winkel zu einer Längsmittelebene (77) eines Ventilgehäuses (5) liegen.
18. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß das vorteilhaft aus einer Kugel gefertigte Ventilelement (3, 3a) einen Sitzteil (83)
aufweist, von dem ein im Querschnitt kleinerer Ansatz (84) absteht.
19. Ventilsteuerung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (6, 6a) auf den sich vorteilhaft vom Sitzteil (83) aus konisch erweiternden
Ansatz (84) des Ventilelementes (3, 3a) aufgeschoben ist.
20. Ventilsteuerung nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, daß am Übergang vom Ansatz (84) in den Sitzteil (83) der Durchmesserunterschied der doppelten
Drahtstärke der Druckfeder (6, 6a) entspricht.
21. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende des Ansatzes (84) ein weiterer, vorzugsweise teilkugelförmig oder
konisch ausgebildeter Sitzteil (85) vorgesehen ist.
22. Ventilsteuerung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Sitzteil (85) kleineren Sitzdurchmesser hat als der andere Sitzteil (83).
23. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 14 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stößel (2, 2a) auf derselben Seite der beiden Übersetzer (33, 33a) liegen.
24. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 14 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Übersetzer (33, 33a) räumlich versetzt zueinander angeordnet sind.
1. Valve control for intake and exhaust valves (30) of combustion engines with setting
elements (1, 1a), with which the intake/exhaust valve (30) is opened and closed and
with which respectively a valve element (3, 3a) is actuated, which control the inflow
and outflow of a pressurized medium and of at least one setting piston (15), displacable
via the pressurized medium for opening and closing the intake/exhaust valve (30),
whereby the one valve element (3a) connects in one position a pressure line (7) with
a pressure chamber (14) in front of the setting piston (15) and the other valve element
(3) closes a tank line (12), whereby the intake/exhaust valve (30) is adjustable in
its closed position by a force independent from the pressurisation of the setting
piston (15), whereby the one valve element (3a) adjusts into its position closing
the pressure line (7) and the pressurized medium which is within the pressure chamber
(14) in front of the setting piston (15) is being displaced into a tank line (12),
characterised in that the setting elements (1, 1a) are piezoelectric elements and that both the valve elements
(3, 3a) work in an opposite direction and control the inflow to a common supply line
(10) for the pressurized medium, which flows to the pressure chamber (14) and that
the two piezoelectric elements (1, 1a) for adjustment of the course of the intake/exhaust
valve (30) are actuable independently from one another and that the one piezoelectric
element (1) is effective as a shutter for the tank line and the other piezoelectric
element (1a) is effective as an opener for the pressure line.
2. Valve control according to claim 1,
characterised in that both valve elements (3, 3a) are parts of seat valves (9, 9a), which control the inflow
of the pressurized medium from the pressure line (7) to the setting piston (15).
3. Valve control according to claim 2,
characterised in that both seat valves (9, 9a) are connected to the common supply line (10).
4. Valve control according to claim 2 or 3,
characterised in that with piezoelectric elements (1, 1a) being non-electric the one seat valve (9) is
opened and the other seat valve (9a) is closed.
5. Valve control according to one of the claims 1 to 4,
characterised in that the setting piston (15) acts via a pestle (19) in combination with a valve stem (22)
of the intake/exhaust valve (30), advantageously cooperating via a bucket tappet (20)
with the pestle (19).
6. Valve control according to one of the claims 1 to 5,
characterised in that the both piezoelectric elements (1, 1a) act in combination respectively via a pestle
(2, 2a) with the valve element (3, 3a).
7. Valve control according to one of the claims 4 to 6,
characterised in that the valve element (3) of the opened seat valve (9) is adjustable by the pestle (2)
of the one piezoelectric element (1) at its current feed to its closing position,
in which the supply line (10) is separated from the tank line (12) .
8. Valve control according to one of the claims 4 to 7,
characterised in that the valve element (3a) of the closed seat valve (9a) is adjustable by the pestle
(2a) of the further piezoelectric element (1a) at its current feed into its open position,
in which the pressure line (7) is connected with the supply line (10), flowing to
the pressure chamber (14).
9. Valve control according to one of the claims 1 to 8,
characterised in that at chronological sufficient current feed of both piezoelectric elements (1, 1a) the
setting piston (15) and with it the driven intake/exhaust valve (30) executes its
maximum lift and can be held there.
10. Valve control according to one of the claims 2 to 9,
characterised in that for holding the setting piston (15) in the maximum open position both seat valves
(9, 9a) are closed.
11. Valve control according to one of the claims 2 to 10,
characterised in that for holding the setting piston (15) in the maximum open position the one seat valve
(9) is closed and the other seat valve (9a) is opened.
12. Valve control according to one of the claims 2 to 11,
characterised in that at chronological shorter current feed of both piezoelectric elements (1, 1a) the
setting piston (15) executes a smaller lift in comparison with the maximum lift.
13. Valve control according to claim 12,
characterised in that for holding the setting piston (15) at reduced opening lift both seat valves (9,
9a) are closed.
14. Valve control according to one of the claims 1 to 13,
characterised in that both piezoelectric elements (1, 1a) act in combination via a transmitter (33, 33a),
preferably a lever with two branches, with the pestle (2, 2a).
15. Valve control according to claim 14,
characterised in that both transmitters (33, 33a) are arranged overlapping one another, seen in direction
of its pivoting axe (36, 36a).
16. Valve control according to claim 14 or 15,
characterised in that both transmitters (33, 33a) are diposed in line.
17. Valve control according to one of the claims 14 to 16,
characterised in that both transmitters (33, 33a) are diposed parallel to one another and advantageously
at an acute angle to a longitudinal midplane (77) of a valve case (5).
18. Valve control according to one of the claims 1 to 17,
characterised in that the valve element (3, 3a), advantageously manufactured out of a ball comprises a
seat means (83), from which protrudes an appendix (84), smaller in the cross-section.
19. Valve control according to claim 18,
characterised in that the compression spring (6, 6a) is put onto the appendix (84) of the valve element
(3, 3a), advantageously widening itself conically from the seat means (83) on.
20. Valve control according to claim 18 or 19,
characterised in that at the transition from the appendix (84) to the seat means (83) the difference in
diameter corresponds to the double wire gauge of the compression spring (6, 6a).
21. Valve control according to one of the claims 18 to 20,
characterised in that at the free end of the appendix (84) a further seat means (85) is provided, preferably
partially spherically or conically formed.
22. Valve control according to claim 21,
characterised in that the further seat means (85) comprises a smaller diameter of the seat than the other
seat means (83).
23. Valve control according to one of the claims 14 to 22,
characterised in that the both pestles (2, 2a) are situated at the same side of the two transmitters (33,
33a).
24. Valve control according to one of the claims 14 to 23,
characterised in that the both transmitters (33, 33a) are disposed spatially offset to each other.
1. Commande de soupape pour des soupapes d'admission et d'échappement (30) de moteurs
à combustion interne, comportant des éléments de réglage (1, 1a) par lesquels la soupape
d'admission/échappement (30) est ouverte et fermée et par lesquels un élément de soupape
respectif (3, 3a) est actionné, qui commandent l'afflux et l'évacuation d'un fluide
sous pression vers et depuis au moins un piston de réglage (15) mobile au moyen du
fluide sous pression pour ouvrir et fermer la soupape d'admission/échappement (30),
dans laquelle l'un des éléments de soupape (3a) relie dans une position une conduite
sous pression (7) à un compartiment sous pression (14) devant le piston de réglage
(15), et l'autre élément de soupape (3) referme dans une position une conduite de
réservoir (12), la soupape d'admission/échappement (30) peut être déplacée dans sa
position de fermeture par une force indépendante de la sollicitation en pression du
piston de réglage (15), l'un des éléments de soupape (3a) est déplacé dans sa position
refermant la conduite sous pression (7), et le fluide sous pression situé dans le
compartiment de pression (14) devant le piston de réglage (15) est refoulé dans une
conduite de réservoir (12), caractérisée en ce que les éléments de réglage (1, 1a) sont des éléments piézoélectriques, en ce que les deux éléments de soupape (3, 3a) opèrent en sens opposés et commandent l'afflux
vers une conduite d'alimentation commune (10) pour le fluide sous pression, conduite
qui débouche dans le compartiment de pression (14), en ce que les deux éléments piézoélectriques (1, 1a) pour régler la course de la soupape d'admission/échappement
(30) sont actionnables indépendamment l'un de l'autre, et en ce que l'un des éléments piézoélectriques (1) fait office de dispositif de fermeture pour
la conduite de réservoir et l'autre élément piézoélectrique (1a) fait office de dispositif
d'ouverture pour la conduite sous pression.
2. Commande de soupape selon la revendication 1, caractérisée en ce que les deux éléments de soupape (3, 3a) font partie de soupapes à siège (9, 9a) qui
commandent l'afflux du fluide sous pression depuis la conduite sous pression (7) vers
le piston de réglage (15).
3. Commande de soupape selon la revendication 2, caractérisée en ce que les deux soupapes à siège (9, 9a) sont branchées à la conduite d'alimentation commune
(10).
4. Commande de soupape selon l'une ou l'autre des revendications 2 et 3, caractérisée en ce que dans l'état sans courant des éléments piézoélectriques (1, 1a), l'une des soupapes
à siège (9) est ouverte et l'autre soupape à siège (9a) est fermée.
5. Commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le piston de réglage (15) coopère par un poussoir (19) avec une tige de soupape (22)
de la soupape d'admission/échappement (30), tige qui coopère avec le poussoir (19)
avantageusement par un poussoir à cloche (20).
6. Commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les deux éléments piézoélectriques (1, 1a) coopèrent avec l'élément de soupape (3,
3a) par un poussoir respectif (2, 2a).
7. Commande de soupape selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisée en ce que l'élément de soupape (3) de la soupape à siège ouverte (9) est susceptible d'être
déplacé dans sa position de fermeture par le poussoir (2) de l'un des éléments piézoélectriques
(1) lors de son alimentation en courant, position dans laquelle la conduite d'alimentation
(10) est séparée de la conduite de réservoir (12).
8. Commande de soupape selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisée en ce que l'élément de soupape (3a) de la soupape à siège fermée (9a) est susceptible d'être
déplacé dans sa position d'ouverture par le poussoir (2a) de l'autre élément piézoélectrique
(1a) lors de son alimentation en courant, position dans laquelle la conduite sous
pression (7) est reliée à la conduite d'alimentation (10) débouchant dans le compartiment
de pression (14).
9. Commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que lors d'une alimentation en courant de durée suffisante des deux éléments piézoélectriques
(1, 1a), le piston de régalage (15) et ainsi la soupape d'admission/échappement entraînée
(30) décrivent leur course maximale et peuvent y être maintenus.
10. Commande de soupape selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisée en ce que pour maintenir le piston de réglage (15) dans la position d'ouverture maximale, les
deux soupapes à siège (9, 9a) sont fermées.
11. Commande de soupape selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisée en ce que pour maintenir le piston de réglage (15) dans la position d'ouverture maximale, l'une
des soupapes à siège (9) est fermée et l'autre soupape à siège (9a) est ouverte.
12. Commande de soupape selon l'une des revendications 2 à 11, caractérisée en ce que lors d'une alimentation en courant d'une durée plus courte des deux éléments piézoélectriques
(1, 1a), le piston de réglage (15) décrit une course plus petite par comparaison avec
la course maximale.
13. Commande de soupape selon la revendication 12, caractérisée en ce que pour maintenir le piston de réglage (15), la course d'ouverture étant réduite, les
deux soupapes à siège (9, 9a) sont fermées.
14. Commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que les deux éléments piézoélectriques (1, 1a) coopèrent avec le poussoir (2, 2a) par
un transmetteur (33, 33a), de préférence par un levier à deux bras.
15. Commande de soupape selon la revendication 14, caractérisée en ce que les deux transmetteurs (33, 33a) sont agencés, vus en direction de leur axe de pivotement
(36, 36a), de manière à se chevaucher.
16. Commande de soupape selon l'une ou l'autre des revendications 14 et 15, caractérisée en ce que les deux transmetteurs (33, 33a) sont disposés en rangée.
17. Commande de soupape selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisée en ce que les deux transmetteurs (33, 33a) se trouvent parallèlement l'un à l'autre et de préférence
sous un angle aigu par rapport à un plan longitudinal médian (77) d'un boîtier de
soupape (5).
18. Commande de soupape selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que l'élément de soupape (3, 3a) fabriqué avantageusement à partir d'une bille comprend
une partie formant siège (83) depuis laquelle fait saillie un talon (84) de plus petite
section transversale.
19. Commande de soupape selon la revendication 18, caractérisée en ce que le ressort de compression (6, 6a) est enfilé sur le talon (84) de l'élément de soupape
(3, 3a), talon qui va en s'élargissant coniquement avantageusement à partir de la
partie formant siège (83).
20. Commande de soupape selon l'une ou l'autre des revendications 18 et 19, caractérisée en ce qu'à la transition du talon (84) vers la partie formant siège (83), la différence de
diamètre correspond au double de l'épaisseur de fil du ressort de compression (6,
6a).
21. Commande de soupape selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisée en ce qu'à l'extrémité libre du talon (84) est prévue une autre partie formant siège (85) réalisée
de préférence sous forme partiellement sphérique ou conique.
22. Commande de soupape selon la revendication 21, caractérisée en ce que l'autre partie formant siège (85) présente un diamètre de siège plus petit que l'autre
partie formant siège (83).
23. Commande de soupape selon l'une des revendications 14 à 22, caractérisée en ce que les deux poussoirs (2, 2a) se trouvent sur le même côté des deux transmetteurs (33,
33a).
24. Commande de soupape selon l'une des revendications 14 à 23, caractérisée en ce que les deux transmetteurs (33, 33a) sont agencés en décalage dans l'espace l'un par
rapport à l'autre.