[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein First- und/oder Gratbelüftungselement, dessen
Mittelteil auf einer First- oder Gratlatte befestigbar ist, und dessen beidseitig
an den Mittelteil angrenzende Seitenteile mit ihren äußeren Randbereichen auf Dacheindeckungen
auflegbar und zwischen ihren Randbereichen und dem Mittelteil luftdurchlässig ausgebildet
sind.
[0002] Ein derartiges First und/oder Gratbelüftungselement ist aus dem Deutschen Gebrauchsmuster
G 94 16 291.3 bekanntgeworden.
[0003] First- und/oder Gratbelüftungselemente werden im Dachbereich verwendet, um den zwischen
der First- oder Gratlatte und den Dacheindeckungen verbleibenden Spalt abzudichten.
Dieser Spalt zwischen First- oder Gratlatte und Dacheindeckung verläuft rechts und
links der First- oder Gratlatte in Längsrichtung des Dachfirstes. Durch das First-
und/oder Gratbelüftungselement wird das Eindringen von Regenwasser, Schnee, Ungeziefer
oder Unrat in den Dachinnenraum nach Möglichkeit verhindert. Gleichzeitig soll durch
das Firstund/oder Gratbelüftungselement auch eine ausreichende Belüftung des Dachinnenraumes
ermöglicht werden, um den Dachstuhl gegen fäulnisbedingte Beschädigungen zu schützen.
[0004] Das bekannte First- und/oder Gratbelüftungselement ist einstückig aus einem weichen,
offenzelligen Schaumstoff gefertigt. Durch seine fest vorgegebenen geometrischen Abmessungen
soll der Spalt zwischen Firstlatte und Dacheindeckung überbrückt werden. Anschließend
werden Firstziegel über dem Firstbelüftungselement angeordnet, so daß die Randbereiche
des Firstbelüftungselements abdichtend auf die Dacheindekkung gedrückt werden. Probleme
entstehen nun, wenn das Firstbelüftungselement den Spalt zwischen Firstlatte und Dacheindeckung
nicht wie vorgesehen überdecken kann. In diesen Fällen treten Dichtungsprobleme in
den Randbereichen zwischen Dacheindeckung und Firstziegeln auf. Es können auch Belüftungsprobleme
aus der unsachgemäßen Befestigung des Firstbelüftungselements resultieren, da der
luftdurchlässige Bereich des Seitenteils unter Umständen auf der Firstlatte oder aber
auf der Dacheindeckung zur Anlage kommt. Der luftdurchlässige Bereich kann aus diesem
Grund nicht mehr die Funktion der Belüftung des Dachinnenraums erfüllen.
[0005] Bei der Errichtung des Dachstuhls kommt es aber immer wieder vor, daß die Abstände
zwischen Firstlatte und Dachlatte (bzw. Dacheindeckung) unterschiedlich bemessen sind.
Auch kann es bei unpräziser Ausrichtung der Dachlatten vorkommen, daß der Abstand
zwischen Firstlatte und Dacheindeckung innerhalb desselben Dachstuhls Schwankungen
unterworfen ist.
[0006] Eine mögliche Lösung dieser Probleme könnte darin bestehen, daß der Handwerker Firstbelüftungselemente
unterschiedlicher Größe verwendet. Dies ist aber aufwendig durchzuführen und verteuert
die Abdichtung zwischen Dacheindeckung und Firstziegeln.
[0007] Auch aus der DE 40 01 766 C2 ist ein First- und/oder Gratbelüftungselement bekannt,
das in der obengenannten Weise im Firstbereich befestigt werden kann. Die Seitenteile
dieses Firstbelüftungselements bestehen aus einem Vliesstoff oder Gewebe, das die
Form und Abmessungen des Firstbelüftungselements fest vorgibt. Folglich ist auch dieses
First- und/oder Gratbelüftungselement nicht in der Lage, unterschiedliche Abstände
zwischen Firstlatte und Dacheindeckung abdecken zu können.
[0008] Bei einem in der Deutschen Gebrauchsmusterschrift 295 01 242.0 beschriebenen Dichtungsstreifen
geht ein Mittelstreifen über zwei längsverlaufende, zwischen sich jeweils einen Abschnitt
vorgegebener Länge aufweisende Sicken in einen Seitenstreifen über. Aufgrund dieser
Ausbildung weist der Dichtungsstreifen vorgeformte Abknickkanten auf, welche jeweils
an unterschiedliche First- und/oder Gratlattenbreiten anpaßbar sind.
[0009] Einfache oder mehrfache Abwinklungen, die an einem Lüftungsorgan nach der Lehre der
DE 38 25 348 A1 ausgebildet sind, ermöglichen die Ausbildung von Strömungsabrißkanten.
[0010] Längsfalten eines aus der GB 21 55 516 A bekannten Firstbelüftungselements bilden
Nutflanken einer Haltenut, in der weitere Komponenten des Firstbelüftungselements
befestigt werden können.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein First- und/oder
Gratbelüftungselement vorzustellen, durch dessen Verwendung unterschiedlich große
Freiräume zwischen Firstlatte und Dacheindeckung derart abgedeckt werden können, daß
zwischen Firstlatte und Dacheindeckung eine Luftzirkulation möglich ist und der Bereich
zwischen Firstziegeln und Dacheindeckung leicht abzudichten ist.
[0012] Dieses technische Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Seitenteile
in ihrem luftdurchlässigen Bereich und/oder in ihren äußeren Randbereichen mit in
Längsrichtung des First- und/oder Gratbelüftungselements verlaufenden Längsfalten
versehen sind, die einen Vorratsbereich schaffen, so daß das Firstbelüftungselement
in seiner seitlichen Länge ausziehbar gestaltet ist.
[0013] Durch die Ausbildung der erfindungsgemäßen Längsfalten des Firstbelüftungselements
kann das Firstbelüftungselement variabel auf unterschiedliche Abstände zwischen Firstlatte
und Dacheindeckung reagieren. Die Falten in Längsrichtung des Firstbelüftungselements
gewährleisten, daß die seitliche Erstreckung des Firstbelüftungselements entsprechend
angepaßt werden kann und trotzdem der zur Belüftung notwendige Bereich des Seitenteils
gegeben ist. Bei einem gegenüber der seitlichen Länge des Firstbelüftungselements
kleineren Abstand zwischen Firstlatte und Dacheindeckung können im Firstbelüftungselement
neue Falten erzeugt werden, damit sich das Firstbelüftungselement entsprechend seitlich
verkürzt. Aus diesem Grund liegt stets der Randbereich dichtend auf der Dacheindeckung
auf, während der luftdurchlässige Bereich des Seitenteils des Firstbelüftungselements
optimal ausgerichtet zwischen der Firstlatte fixiert ist.
[0014] Toleranzschwankungen durch die Verwendung unterschiedlicher First- oder Gratlatten
und in ihrer ausgerichteten Befestigung zueinander besitzen folglich einen Einfluß
auf eine funktionsgerechte Benutzung des Firstbelüftungselements.
[0015] Erfindungsgemäß können die Längsfalten derart ausgebildet sein, daß entsprechende
Abschnitte des Seitenteils der First- und/oder Gratbelüftungselemente zum Firstziegel
hin übereinander angeordnet sind oder aber nebeneinander aufgerichtet sind, so daß
die Längsfalten zum Firstziegel hinweisen. Die einzelnen Längsfalten müssen auch nicht
scharfkantig ausgebildet sein, sondern können auch mit Rundungen gefaltet sein. Wichtig
ist es, daß Flächenbereiche des Seitenteils faltenrockartiger Struktur ziehharmonikaartig
zusammen- oder auseinandergeschoben werden können. Daher wird erfindungsgemäß unter
der Ausbildung von Längsfalten auch verstanden, daß einzelne Bereiche der Seitenteile
des Firstbelüftungselements Wellenberge bzw. Wellentäler bilden. Diese wellenartige
Faltung hat den Vorteil, daß sich das Firstbelüftungselement quer zu seiner Längsrichtung
variabel anpassen läßt. Beim Auseinanderziehen vergrößert sich der relative Winkel
benachbarter Falten bzw. Wellen, und es längt sich dabei dieser Abschnitt des Firstbelüftungselements,
ohne daß Materialspannungen auftreten.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Firstbelüftungselements
weisen die äußeren Randbereiche eine Längsfalte auf, die zu einer von der Dacheindeckung
wegweisenden Strömungskante aufrichtbar ist. In Verbindung mit der Möglichkeit, das
Firstbelüftungselement je nach Bedarf auseinanderziehen zu können, läßt sich eine
derartige Strömungskante an beliebiger Stelle mit einer beliebigen Größe zwischen
Dacheindeckung und Firstziegel ausbilden. Die Strömungskante kann mit einer geringen
Erstrekkung nach oben zum Firstziegel ragen, sie kann aber auch an dem Firstziegel
anliegen. Die Strömungskante verhindert, daß einströmende Luft Schnee, Feuchtigkeit
oder Unrat nach innen tragen kann. Der luftdurchlässige Bereich des Firstbelüftungselements
bleibt daher stets trocken und durchströmbar, so daß Luft durch den luftdurchlässigen
Bereich zirkulieren kann.
[0017] Bei einer weiteren Ausführungsform bestehen die Seitenteile in ihrem luftdurchlässigen
Bereich aus einzelnen Filamenten, die zu einem formbaren Gitter oder Gewebe miteinander
verbunden sind. Durch die Verwendung der einzelnen Filamente wird ein Bereich des
Firstbelüftungselements geschaffen, durch den Luft mit einem hohen Wirkungsgrad strömen
kann. Selbst wenn Teilbereiche der Seitenteile mit einer Gitterstruktur übereinander
gefaltet werden, kann trotzdem Luft aus dem Dachinnenbereich nach außen strömen. Im
Gegensatz zum Stand der Technik wird durch die vorgegebenen Gitteröffnungen stets
eine definierte Möglichkeit für die Luftströmung gewährleistet.
[0018] Hinsichtlich der Herstellung des erfindungsgemäßen Firstbelüftungselements ist es
bevorzugt, daß die äußeren Randbereiche der Seitenteile durch eine Verfestigung der
Gitterbereiche gebildet sind. Folglich ist das gesamte Firstbelüftungselement außer
dem Mittelteil aus einem Netz oder Gitter gefertigt. Zur Abdichtung zwischen Dacheindeckung
und Firstziegeln ist es vorteilhaft, daß auch die äußeren Randbereiche aus dem verformbaren
Gitter bestehen. Dies ermöglicht es, die Randbereiche auf die Kontur der Dacheindeckung
anzupassen und eine bessere Abdichtung auszubilden. Durch die Verfestigung der Gitterbereiche
wird erreicht, daß die Öffnungen zwischen den einzelnen Filamenten beseitigt, eine
Dichtfunktion ausgeübt werden kann, aber die Verformbarkeit des Gitters erhalten bleibt.
[0019] Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht die Verfestigung der Randbereiche
in einer Beschichtung und/oder Abdeckung der Gitterbereiche mit einer dünnwandigen
Folie. Die dünnwandige Folie erfüllt einerseits die Aufgabe, die Gitteröffnungen der
Gitterbereiche zu verschließen und andererseits die Stabilität der Randbereiche zu
erhöhen. Daher können sich die Randbereiche an unterschiedliche Dachkonturen gut anpassen
und die Wirkung einer Abdichtung ermöglichen.
[0020] Bei einer ersten Realisierung dieser Weiterbildung ist die Folie aus einem Leichtmetall
herstellbar. Es ist z.B. denkbar, das Gittergewebe sowohl auf seiner Oberseite als
auch an seiner Unterseite mit einer Aluminiumfolie abzudecken. Die beiden Aluminiumfolien
können miteinander verklebt werden, so daß das formbare Gitter oder Gewebe in eine
Aluminiumummantelung eingebettet ist. Die Formbarkeit durch die Gitterstruktur bleibt
dabei erhalten, auch wenn die Aluminiumfolie aufgebracht ist. Es können natürlich
auch Folien aus anderen Metallegierungen verwendet werden.
[0021] Bei einer anderen Verwirklichung der Beschichtung der Gitterstruktur ist die Folie
aus Kunststoff fertigbar. Die Verwendung von Kunststoff hat den Vorteil, daß das Firstbelüftungselement
neben seiner kostengünstigen Herstellung aus einem wetterbeständigen Werkstoff gefertigt
ist.
[0022] Der Gitterbereich des First- und/oder Belüftungselements ist vorzugsweise durch Fäden
aus einem elastischen Kunststoff oder Metall aufgebaut. Durch derartige Fäden (Filamente)
läßt sich das Seitenteil eines Firstbelüftungselements zusätzlich zur Gestaltbarkeit
durch die erfindungsgemäßen Längsfalten noch weiter verformen, um eine dreidimensionale
Struktur auszubilden, die sich gut an den zu bearbeitenden Dachbereich anpassen kann.
Insbesondere können die einzelnen Filamente auch nach der Befestigung des Firstbelüftungselements
noch bearbeitet werden. Ähnlich einer Bespannung eines Tennisschlägers können die
Filamente gegen einander verschoben werden, um gegebenenfalls korrigieren zu können,
daß die Luftdurchlässigkeit beeinträchtigt ist.
[0023] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das First- und/oder Gratbelüftungselement
aufrollbar. Dies hat den Vorteil, daß das First- und/oder Gratbelüftungselement zu
größeren Rollen aufgerollt werden kann, die sehr einfach und kostengünstig gelagert,
transportiert und im Dachbereich befestigt werden können. Es lassen sich Rollen mit
einer Länge herstellen, die für ein durchschnittliches Dach ausreicht. Durch das Abrollen
des Firstbelüftungselements kann der Handwerker problemlos das Firstbelüftungselement
auf der Firstlatte und der Dacheindeckung befestigen.
[0024] Als Alternative zur aufrollbaren Ausführung kann das erfindungsgemäße Firstbelüftungselement
auch durch quer zu seiner Längsrichtung gebildete Falten zu einem Endlos-Firstbelüftungselement
zusammengelegt werden. Das transport-fertige Firstbelüftungselement liegt dann nicht
in zylindrischer Rollenform vor, sondern besitzt quaderförmige Geometrie. Es kann
dann besser gestapelt werden. Das Firstbelüftungselement kann dann in einer rechteckigen
"Spenderbox" untergebracht werden und als Streifen in entsprechenden Abschnitten entnommen
und je nach Bedarf abgetrennt werden.
[0025] Die Befestigung des Firstbelüftungselements läßt sich besonders einfach durchführen,
wenn die Unterseite des Mittelteils und/oder der äußeren Randbereiche des Seitenteils
mit einer aktivierbaren Klebeschicht versehen sind. Durch das Abziehen einer Schutzfolie
über der Klebeschicht kann das Firstbelüftungselement festgeklebt werden. Somit ist
das dauerhafte dichte Verschließen des Spaltes zwischen der Firstlatte und der schräggeneigten
Dacheindeckung einfach durchzuführen. Zur Verklebung des Firstbelüftungselements sind
jegliche Klebetechniken und Klebstoffe denkbar, unter anderem auch die Verwendung
von Heißleim. Heißleim verbindet sich unlösbar mit dem Kunststoff des Firstbelüftungselements,
so daß auch trotz des Auftretens hoher Temperaturen im Dachbereich eine sichere formschlüssige
Verbindung dauerhaft gegeben ist.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Zeichnung, die erfindungswesentliche
Einzelheiten zeigt, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln
für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Ausführung der Erfindung
verwirklicht sein.
[0027] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Dachfirstes mit dem erfindungsgemäßen First- und/oder
Gratbelüftungselement;
- Fig. 2
- eine Rolle, zu der das First- und/oder Gratbelüftungselement nach Fig. 1 vor seiner
Befestigung zusammenrollbar ist;
- Fig. 3
- eine Frontansicht eines weiteren erfindungsgemäßen First- und/oder Gratbelüftungselements.
[0028] Die Erfindung ist in den Figuren schematisch dargestellt, so daß die wesentlichen
Merkmale der Erfindung gut zu erkennen sind. Die Darstellungen sind nicht notwendigerweise
maßstäblich zu verstehen.
[0029] Die
Fig. 1 zeigt ein Firstbelüftungselement 10, wie es beispielsweise im Firstbereich eines
Dachstuhls angeordnet ist.
[0030] Das Firstbelüftungselement 10 besitzt ein Mittelteil 11 und daran angrenzende Seitenteile
12. Im befestigten Zustand des Firstbelüftungselements 10 liegt das Mittelteil 11
mit seiner Unterseite 13 auf der Oberseite 14 einer Firstlatte 15 auf. An seiner Unterseite
13 besitzt das Mittelteil 11 eine Klebeschicht, so daß das Mittelteil 11 auf der Firstlatte
15 dauerhaft und sicher fixiert ist.
[0031] An das Mittelteil 11 grenzen luftdurchlässige Bereiche 16 des Seitenteils 12 an.
Die luftdurchlässigen Bereiche 16 besitzen zwei in Längsrichtung 17 des Firstbelüftungselements
10 verlaufende Längsfalten 18 und 19. Aufgrund der Ausbildung der Längsfalten 18 und
19 kann der Bereich 16 quer zur Längsrichtung 17 auseinander gefaltet werden. Die
Erstreckung des Firstbelüftungselements 10 quer zur Längsrichtung 17 kann daher verändert
werden. Durch die Ausbildung noch weiterer Längsfalten 18 und 19 läßt sich diese Funktion
noch verstärken. Es lassen sich unterschiedliche Abstände zwischen der Firstlatte
15 und einer Dacheindekkung 20 überbrücken.
[0032] Die Dacheindeckung 20 ist aus einzelnen Dacheindeckungsplatten gebildet und liegt
auf Dachlatten 21 und 22 auf. Die Dachlatten 21 und 22 sind an den Dachsparren 23
und 24 befestigt. Die Firstlatte 15 ist über den Dachsparren 23 und 24 mit Hilfe eines
Firstlattenhalters 25 angeordnet.
[0033] Das Mittelteil 11 des Firstbelüftungselements 10 geht in den luftdurchlässigen Bereich
16 über, an den wiederum ein nicht luftdurchlässiger Randbereich 26 angrenzt. Das
Seitenteil 12 setzt sich aus dem luftdurchlässigen Bereich 16 und dem nicht luftdurchlässigen
Randbereich 26 zusammen. Der Randbereich 26 ist ebenfalls zusammenfaltbar, so daß
seine Länge in Pfeilrichtung 27 ebenfalls variiert werden kann. Zusätzlich sind im
Randbereich 26 Querfalten ausgebildet, deren Faltenkanten in Pfeilrichtung 27 verlaufen.
Der Randbereich 26 kann deshalb gut an wellenförmige Dachkonturen angepaßt werden.
[0034] In der Figur sind Längsfalten 28 bis 30 des Randbereichs 26 gezeigt. Es könnten ebenso
wie bei dem Bereich 16 auch bei dem Randbereich noch weitere Längsfalten 28 ausgebildet
sein. Sowohl der Bereich 16 als auch der Randbereich 26 sind in einem solchen Fall
ziehharmonikaartig ausdehnbar. Die durch die Längsfalten 28 bis 30 gebildeten Bereiche
können entweder derart zusammengefaltet sein, daß der Randbereich 26 möglichst parallel
zur Dacheindeckung 20 ausgerichtet oder aber daß der Randbereich 26 mit einer zum
Firstziegel 31 hin ausgerichteten Strömungskante 32 ausgebildet ist. Die Strömungskante
32 verhindert, daß aus dem Bereich der Dacheindeckung 20 Schnee oder Regen unterhalb
des Firstziegels 31 bis zum luftdurchlässigen Bereich 16 vordringen kann.
[0035] Der luftdurchlässige Bereich 16 besteht aus einer Vielzahl einzelner Filamente, die
zu einem Gitter verbunden sind. Die Filamente bestehen aus elastischen Fäden aus Kunststoff,
so daß der Bereich 16 noch zusätzlich verformt werden kann, um an den Bereich zwischen
Firstlatte 15 und Dacheindeckung 20 angepaßt zu werden.
[0036] Ein zwischen den Firstziegeln 31 und dem Firstbelüftungselement 10 verbleibender
Freiraum 33 bildet eine Strömungs- bzw. Luftaufstiegszone für die aus einem Dachinneren
aufsteigende Luft und für die quer zum Dachfirst strömende Luftströmung.
[0037] In diesem Freiraum 33 sammelt sich die aus dem Dachinneren durch die Bereiche 16
aufsteigende Abluft.
[0038] Der auf einer Luvseite des Daches ankommende Luftstrom strömt teilweise unterhalb
des Ziegelbereichs 34 in den Freiraum 33 hinein. Unterhalb eines Ziegelbereichs 35
kann der Luftstrom aus dem Freiraum 33 wieder austreten und nimmt dabei die sich in
dem Freiraum 33 befindende Abluft mit. Andere Teile des Luftstroms werden über den
Firstziegel 31 gelenkt und erzeugen auf der Leeseite im Ziegelbereich 35 einen Unterdruck.
Folglich wird die in dem Freiraum 33 befindliche Luft unter dem Ziegelbereich 35 abgesaugt,
so daß eine gute Entlüftung des Dachinneren gewährleistet ist.
[0039] Für die Entlüftung des Dachinneren ist es vorteilhaft, wenn die Luftströmung in dem
Freiraum 33 in Pfeilrichtung 27 erfolgt.
[0040] Fig. 2 zeigt, wie das Firstbelüftungselement vor seiner Montage transportiert werden kann.
[0041] Das Firstbelüftungselement 10 besteht aus dem Mittelteil 11 und den Seitenteilen
12. Das Firstbelüftungselement 10 ist symmetrisch aufgebaut, um mit dem Mittelteil
auf einer Firstlatte (siehe Fig. 1) befestigt zu werden. Erfindungsgemäß sind aber
auch Firstbelüftungselemente vorstellbar, die unsymmetrisch aufgebaut sind bzw. nur
zur Abdichtung und Belüftung einer einzigen Dachschräge dienen.
[0042] An das Mittelteil 11 grenzen die Seitenteile 12 beidseitig an. Jedes Seitenteil 12
setzt sich wiederum aus einem luftdurchlässigen Bereich 16 und aus einem nicht luftdurchlässigen
Bereich 26 zusammen. Der luftdurchlässige Bereich 16 besteht aus einer Vielzahl einzelner
Filamente, die zu einem Netz oder Gitter zusammen verbunden sind. Das Gitter ist in
der Fig. 2 lediglich angedeutet.
[0043] Die Seitenteile 12 des Firstbelüftungselements 10 besitzen Längsfalten 18, 19 und
28 bis 30, so daß die Seitenteile 12 möglichst eben zusammengedrückt werden können.
Im befestigten Zustand des Fristbelüftungselements 10 können die Seitenteile 12 expandiert
werden, um unterschiedliche Abstände und Zwischenräume zwischen Firstlatte und Dacheindeckung
zu überbrücken. In der Figur sind Abschnitte der Seitenteile 12 platt zusammengepreßt,
damit das Firstbelüftungselement 10 zu einer Rolle zusammengerollt werden kann. Das
Firstbelüftungselement 10 ist aus einem elastischen Kunststoff hergestellt. Daher
lassen sich die Seitenteile 12 leicht zusammenfalten, auseinanderziehen und gegebenenfalls
wieder erneut zusammenfalten. Die Längsfalten 18, 19 und 28 bis 30 können bereits
im gefertigten Zustand des Firstbelüftungselements 10 ausgebildet sein, sie können
aber auch aufgrund der Verformbarkeit des Materials durch den Handwerker an anderer
Stelle der Seitenteile 12 in das Material eingeformt werden. Durch die Ausbildung
der Längsfalten 28 bis 30 kann im Randbereich 26 eine unterschiedlich große von dem
Randbereich 26 aufragende Strömungskante (siehe Fig. 1) gebildet werden, deren Höhe
auf den Freiraum unterhalb des Firstziegels abgestimmt werden kann.
[0044] Ein Firstbelüftungselement 40 setzt sich nach
Fig. 3 wiederum aus einem Mittelteil 41 und daran angrenzenden Seitenteilen 42 zusammen.
Das Mittelteil 41 ist eben ausgebildet und aus einem Material hergestellt, das sich
von dem Material der Seitenteile 42 unterscheidet. Die Seitenteile 42 setzen sich
aus zwei separaten Bestandteilen, einem luftdurchlässigen Bereich 43 und einem nichtluftdurchlässigen
Randbereich 44, zusammen. Der Bereich 42 und der Randbereich 44 sind aus verschiedenen
Werkstoffen gefertigt und miteinander verklebt. Daher kann der Bereich 42 Luftströme
sehr gut durchlassen, während der Randbereich 44 eine gute Dichtfunktion ausüben kann.
[0045] Der Bereich 42 ist balgartig mit aufragenden Längsfalten zusammengeschoben, um die
Erstreckung des Firstbelüftungselements 40 in Pfeilrichtung 45 variieren zu können.
Der Randbereich 44 besitzt Querfalten 46 zur Anpassung an wellenförmigen Dacheindeckungen
(siehe Figur 1). Eine Strömungskante 47 kann das Eindringen von Schnee oder Regen
verhindern.
[0046] Ein First- und/oder Gratbelüftungselement 10 besitzt ein Mittelteil 11, das auf einer
First- oder Gratlatte 15 befestigbar ist, und ein Seitenteil 12. Beidseitig grenzen
an den Mittelteil 11 Seitenteile 12 an, die mit ihren äußeren Randbereichen 26 auf
Dacheindeckungen 20 auflegbar und zwischen ihren Randbereichen 26 und dem Mittelteil
11 luftdurchlässig ausgebildet sind. Die Seitenteile 12 sind in ihrem luftdurchlässigen
Bereich 16 und/oder in ihren äußeren Randbereichen 26 mit in Längsrichtung 17 des
First- und/oder Gratbelüftungselements 15 verlaufenden Längsfalten 18, 19, 28 bis
30 versehen. Durch die Verwendung des First- und/oder Gratbelüftungselements 10 können
unterschiedlich große Freiräume zwischen Firstlatte und Dacheindeckung derart abgedeckt
werden, daß zwischen Firstlatte und Dacheindeckung eine Luftzirkulation möglich ist
und der Bereich zwischen Firstziegeln und Dacheindeckung leicht abzudichten ist.
1. First- und/oder Gratbelüftungselement (10; 40), dessen Mittelteil (11; 41) auf einer
First- oder Gratlatte (15) befestigbar ist, und dessen beidseitig an den Mittelteil
(11; 41) angrenzende Seitenteile (12; 42) mit ihren äußeren Randbereichen (26; 44)
auf Dacheindeckungen (20) auflegbar und zwischen ihren Randbereichen (26; 44) und
dem Mittelteil (11; 41) luftdurchlässig ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (12; 42) in ihrem luftdurchlässigen Bereich (16; 43) und/oder in
ihren äußeren Randbereichen (26; 44) mit in Längsrichtung (17) des First- und/oder
Gratbelüftungselements (10; 40) verlaufenden Längsfalten (18, 19, 28 bis 30) versehen
sind, die einen Vorratsbereich schaffen, so daß das First- und/oder Gratbelüftungselement
(10; 40) in seiner seitlichen Länge ausziehbar gestaltet ist.
2. First- und/oder Gratbelüftungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Randbereiche (26; 44) eine Längsfalte (28, 29, 30) aufweisen, die zu
einer von der Dacheindeckung (20) wegweisenden Strömungskante (32; 47) aufrichtbar
ist.
3. First- und/oder Gratbelüftungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (12; 42) in ihrem luftdurchlässigen Bereich (16; 43) aus einzelnen
Filamenten bestehen, die zu einem formbaren Gitter oder Gewebe miteinander verbunden
sind.
4. First- und/oder Gratbelüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Randbereiche (26; 44) der Seitenteile (12; 42) durch eine Verfestigung
der Gitterbereiche gebildet sind.
5. First- und/oder Gratbelüftungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verfestigung der Randbereiche (26; 44) in einer Beschichtung und/oder Abdekkung
der Gitterbereiche mit einer dünnwandigen Folie besteht.
6. First- und/oder Gratbelüftungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus Leichtmetall herstellbar ist.
7. First- und/oder Gratbelüftungselement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie aus Kunststoff fertigbar ist.
8. First- und/oder Gratbelüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Filamente Fäden aus einem elastischen Kunststoff oder Metall sind.
9. First- und/oder Gratbelüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das First- und/oder Gratbelüftungselement (10; 40) aufrollbar ist.
10. First- und/oder Gratbelüftungselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des Mittelteils (11; 41) und/oder der äußeren Randbereiche (26; 44)
des Seitenteils (12; 42) mit einer aktivierbaren Klebeschicht versehen sind.
1. Roof ridge and/or roof edge ventilating element (10;40) whose central part (11; 41)
can be mounted to a roof ridge or roof edge lath (15) and whose side parts (12; 42)
joining both sides of the central part (11; 41) are designed such that their outer
edge regions (26; 44) can be disposed onto roofings (20) and are air-permeable between
their edge regions (26; 44) and the central part (11; 41) characterized in that the side parts (12; 42) are provided in their air-permeable region (16; 43) and/or
in their outer edge regions (26; 44) with lengthwise creases (18, 19, 28 to 30) which
extend in the longitudinal direction (17) of the roof ridge and/or roof edge ventilating
element (10; 40) which create a supply region such that the roof ridge and/or roof
edge ventilating element (10;40) can be extended laterally.
2. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to claim 1, characterized in that the outer edge regions (26; 44) have a lengthwise crease (28, 29, 30) which can be
erected towards a flow edge (32; 47) facing away from the roofing (20).
3. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to claim 1 or 2, characterized in that the side parts (12; 42) consist in their air-permeable region (16; 43) of individual
filaments which are connected to form a flexible grid or fabric.
4. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to any one of the preceding
claims, characterized in that the outer edge regions (26; 44) of the side parts (12; 42) are formed through solidification
of the grid regions.
5. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to claim 4, characterized in that the solidification of the edge regions (26; 44) consists of coating and/or covering
of the grid regions with a thin-wall sheet.
6. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to claim 5, characterized in that the sheet can be produced from light metal.
7. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to claim 5, characterized in that the sheet can be produced from plastic material.
8. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to any one of the preceding
claims, characterized in that the filaments are threads of an elastic plastic material or metal.
9. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to any one of the preceding
claims, characterized in that the roof and/or roof edge ventilating element (10; 40) can be unrolled.
10. Roof ridge and/or roof edge ventilating element according to any one of the preceding
claims, characterized in that the lower side of the central part (11; 41) and/or the outer edge regions (26; 44)
of the side part (12; 42) are provided with an adhesive layer which can be activated.
1. Élément d'aération de faîte ou d'arête (10 ; 40), dont la partie médiane (11 ; 41)
est susceptible d'être fixée sur une latte de faîte ou d'arête (15), et dont les deux
parties latérales (12 ; 42) adjacentes à la partie médiane (11 ; 41) sont susceptibles
d'être posées par leurs zones de bordure extérieure (26 ; 44) sur des éléments de
couverture de toiture (20) et sont réalisées perméables à l'air entre leurs zones
de bordure (26 ; 44) et la partie médiane (11 ; 41), caractérisé en ce que les parties latérales (12 ; 42) sont pourvues de replis longitudinaux (18, 19, 28
à 30) qui s'étendent dans la direction longitudinale (17) de l'élément d'aération
de faîte ou d'arête (10 ; 40) dans leur zone perméable à l'air (16 ; 43) et/ou dans
leurs zones de bordure extérieure (26 ; 44), lesdits replis réalisant une zone de
réserve de telle manière que l'élément d'aération de faîte ou d'arête (10 ; 40) est
conçu de façon à pouvoir être déployé dans sa longueur latérale.
2. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon la revendication 1, caractérisé en ce que des zones de bordure extérieure (26 ; 44) présentent un repli longitudinal (28, 29,
30) susceptible d'être aligné sur une arête d'écoulement (32 ; 47) détournée de la
couverture de toiture (20).
3. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon l'une ou l'autre des revendications 1
et 2, caractérisé en ce que les parties latérales (12 ; 42) sont réalisées dans leurs zones perméables à l'air
(16 ; 43) par des filaments individuels, lesquels sont reliés les uns aux autres en
constituant un grillage ou un textile susceptible d'être conformé.
4. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les zones de bordure extérieure (26 ; 44) des parties latérales (12 ; 42) sont formées
par un renforcement des zones en grillage.
5. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon la revendication 4, caractérisé en ce que le renforcement des zones de bordure (26 ; 44) est constitué par un revêtement et/ou
un recouvrement des zones en grillage par une feuille à paroi mince.
6. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon la revendication 5, caractérisé en ce que la feuille est réalisée en métal léger.
7. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon la revendication 5, caractérisé en ce que la feuille est réalisée en matière plastique.
8. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les filaments sont des fils en une matière plastique ou un métal élastique.
9. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément d'aération de faîte ou d'arête (10 ; 40) est susceptible d'être enroulé.
10. Élément d'aération de faîte ou d'arête selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la face inférieure de la partie médiane (11 ; 41) et/ou des zones de bordure extérieure
(26 ; 44) de la partie latérale (12 ; 42) sont pourvues d'une couche de colle activable.