[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Materialbearbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs.
[0002] Materialbearbeitungsmaschinen an sich sind bekannt. Eine Form der Materialbearbeitung
ist die Zerkleinerung. Bei einer Vielzahl von Zerkleinerungsmaschinen wird hierbei
das Mahlgut in dem Spalt zwischen einer sich drehenden Rotorscheibe und dem gegenüber
liegenden ruhenden Stator zermahlen. Der Bereich, in welchem sich Rotor und Stator
besonders nahekommen und in welchem daher auch ein Grossteil der Zerkleinerung stattfindet,
wird als Mahlbahn bezeichnet. Hier tritt im Betrieb ein beachtlicher Verschleiss auf,
obwohl längs der Mahlbahn typischerweise austauschbare Elemente aus hoch verschleissfestem
Material vorgesehen sind. Dieser Verschleiss verändert die Eigenschaften des zermahlenen
Gutes und ist daher unerwünscht. Um einen gleichmässig grossen Spaltabstand zwischen
Rotor und Stator zu erhalten, müssen die Mahlelemente daher mehr oder minder regelmässig
ausgetauscht werden; nach dem Austausch ist es erwünscht, Rotor und Stator zueinander
so auszurichten, dass sie parallel sind und einen genau vorgegebenen Spaltabstand
besitzen. Auch zwischen den Mahlelementwechseln kann eine Spaltverstellung gewünscht
sein; etwa bei der Herstellung von Endprodukten wechselnder Feinheit, Anpassung auf
unterschiedliche zu zermahlende Ausgangsprodukte usw.
[0003] Die Spalteinstellung erfolgt bislang einerseits, indem die Rotorscheibe axial auf
den Stator zu oder von diesem weg bewegt wurde. Dazu war die Rotorachse verschieblich
und drehbar gelagert. Da der Rotor mit zugehörigem Antrieb schwer ist, bedarf eine
solche Lösung eines hohen Aufwandes.
[0004] Eine weitere bekannte Anordnung wird durch eine Zerkleinerungsmaschine gebildet,
bei welcher der Stator an einer Mehrpunktlagerung gehalten ist. Dabei sind drei oder
mehr, insbesondere gleichmässig über den Statorumfang verteilte Befestigungspunkte
vorgesehen, an welchen der Stator mittels Druck- und Zugschrauben kippbar befestigt
ist. Die Verstellung aller Befestigungselemente nacheinander erlaubt einerseits, den
Stator zum Rotor parallel auszurichten, um so einen über die Mahlbahn gleichmässigen
Spaltabstand zu erhalten. Andererseits kann der Spaltabstand verstellt werden.
[0005] Nachteilig ist jedoch, dass der Stator bei der Spaltnachstellung nicht parallel zum
Rotor bleibt, sondern gegen diesen verkippt wird, weil die Befestigungspunkte nur
nacheinander verstellt werden können. Dies ist insbesondere bei geringen Spaltabständen
problematisch, weil hier schon eine leichte Verkippung dazu führen kann, dass sich
auf der gegenüberliegenden Seite die Mahlelemente von Stator und Rotor berühren.
[0006] Bei einer laufenden Zerkleinerungsmaschine kann dies die sofortige Zerstörung von
Maschinenteilen zur Folge haben, so dass eine Justierung nur bei stillstehender Maschine
vorgenommen werden kann. Ausserdem ist die Einstellung vergleichsweise aufwendig,
weil auch zur einfachen Nachstellung des Spaltabstandes stets alle Befestigungsschrauben
an der Mehrpunktlagerung verstellt werden müssen.
[0007] Auch bei anderen Materialbe- bzw. -verarbeitungsmaschinen ergeben sich entsprechende
Probleme einer Spalteinstellung zwischen einem Rotor und einem Stator. Ein Beispiel
hierfür sind Scheibenagglomeratoren.
Aus der
US 5,509,610 ist zudem eine Zerkleinerungsvorrichtung bekannt mit einer innerhalb eines Gehäuses
rotierenden Rotorscheibe und einer dazu in axialem Zustand unter Einhaltung eines
Mahlspalts angeordneten starr an der Gehäusetür befestigten Statorscheibe. An den
sich axial gegenüberliegenden Ringscheibenflächen besitzen Rotorscheibe und Statorscheibe
Zerkleinerungswerkzeuge, die zur Zerkleinerung des Aufgabeguts zusammenwirken.
Zur Einstellung der axialen Weite des Mahlspalts ist ein Einstellmechanismus beschrieben,
der zwei axiale ortsfest zum Gehäuse angeordnete Führungsstangen ausweist, auf denen
die Tür mit Statorscheibe in axialer Richtung gleiten kann. Über vier axial wirkende
Spindeltriebe an der Außenseite der Gehäusetür wird die dazu notwendige Antriebskraft
erzeugt. Bei einer Spaltverstellung findet somit ausschließlich eine translatorische
Bewegung der Statorscheibe in axialer Richtung statt.
Der Nachteil dieser Vorrichtung besteht vor allem in dem hohen gerätetechnischen Aufwand
zur Erzeugung der Axialbewegung der Statorscheibe, was letzten Endes zu einer Verteuerung
der Vorrichtung sowohl in der Herstellung als auch im Betrieb führt.
[0008] Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, Neues für die gewerbliche Anwendung
bereitzustellen.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe wird unabhängig beansprucht; bevorzugte Ausführungsformen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Eine Lösungsmöglichkeit gemäss der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine
Maschine mit einem Rotor, einem Stator und einer Befestigung vorzusehen, an welcher
der Stator zum Rotor allgemein parallel ausrichtbar und radial beabstandet zu seiner
Achse befestigt ist, wobei der Stator unter zumindest allgemeiner Erhaltung seiner
Ausrichtung auf den Rotor zu und/oder davon weg bewegt werden kann. Mit anderen Worten
ist es erfindungsgemäss möglich, den einmal korrekt zum Rotor ausgerichteten Stator
einfach auf den Rotor zu und /oder von diesem weg zu bewegen. Hierzu ist eine Befestigung
vorgesehen, in welcher der Stator gleiten kann.
[0011] Die Anordnung wird vorteilhafterweise in die Tür am Maschinengehäuse integriert.
In einem solchen Fall wird die Tür mittels Schwenkgelenken am Maschinengehäuse befestigt.
Bei Öffnung der Tür wird die gesamte Anordnung vom Rotor weg geschwenkt und bei Schliessen
der Tür wird der Stator in unmittelbarer Nähe zum Rotor angeordnet und zu diesem ausgerichtet.
Es ist mit üblichen Türscharnieren ohne weiteres möglich, einen einmal parallel zum
Rotor ausgerichteten Stator mitsamt seiner Halterung immer wieder reproduzierbar in
dieselbe Stellung zurück zu schwenken.
[0012] Der Stator wird zur Erzielung der parallelen Ausrichtung bevorzugt von einer justierbaren
Mehrpunktbefestigung getragen, mit welcher er in die allgemein parallele Ausrichtung
unter Verkippung justiert werden kann. Mit einer derartigen Mehrpunktbefestigung können
Fertigungstoleranzen von Rotorscheibe, Stator und/oder Mahlelementen, Rotorachsenfehlstellungen
usw. problemfrei kompensiert werden. Die Mehrpunktbefestigung ist bevorzugt zumindest
als Dreipunktbefestigung ausgebildet, wobei der Stator mittels Zug- und/oder Druckschrauben
angebracht ist, und womit an wenigstens zwei voneinander entfernten Befestigungspunkten
eine Verkippung möglich ist. Obwohl eine solche Befestigung zur Einjustierung des
Stators in eine allgemein parallele Ausrichtung zum Rotor vollkommen ausreichend ist,
können über den Stator auch mehr als drei Befestigungspunkte verteilt werden, um so
bei gleicher Auslegung der einzelnen Befestigungspunkte insgesamt höhere Kräfte aufnehmen
zu können. Die Mehrpunktbefestigung kann den Stator insbesondere indirekt tragen,
nämlich dadurch, dass die Mehrpunktbefestigung eine Lagerung trägt, welche mit dem
Stator gemeinsam in die zum Rotor allgemein parallele Ausrichtung hineinjustiert wird.
[0013] Die Mehrpunktbefestigung wird bevorzugt am Aussenbereich einer vor den Rotor schwenkbaren
Maschinentür vorgesehen.
[0014] Eine bevorzugte Befestigung wird mit einem Gewindegang gebildet, in welchem der mit
einem passenden Aussengewinde versehene Stator hin- und hergedreht werden kann. Bei
dieser Drehung wird der Stator auf den Rotor zu oder von diesem weg bewegt. Dabei
bleibt die allgemeine Ausrichtung des Stators zum Rotor erhalten, denn selbst wenn
Stator und Rotor nicht vollständig koaxial miteinander fluchten, wird eine Kippung
des Stators dennoch sicher vermieden, da lediglich der Punkt nächster Annäherung auf
der Mahlbahn durch die Drehung des Stators umlaufen wird. Die Drehung des Stators
wird typisch um 15° bis 30° möglich sein, und dabei wird der Spaltabstand zwischen
0,2 und 4 mm variieren.
[0015] Bevorzugt ist ein Stellmittel vorgesehen, welches einerseits an der Befestigung und
andererseits am Stator angreift. Zwischen den als Auf- bzw. Widerlager gebildeten
Angriffspunkten ist ein Stellglied vorgesehen, welches die Wider- und Auflager aufeinander
zu- oder voneinander wegbewegt, und so den Spaltabstand zwischen Stator und Rotor
verändert.
[0016] Bevorzugt wird ein Regelkreis gebildet, um den Spaltabstand durch Nachstellung des
Stellgliedes und somit des Stators automatisch zu verändern. Aus mit einem oder mehreren
Sensoren zu erfassenden Regelgrössen können der Spaltabstand selbst, die Temperatur
des austretenden Mahlgutes, dessen Feinheit, eine Eigenschaft des in die Maschine
gespeisten Mahlgutes oder ein Maschinenparameter wie die Leistungsaufnahme erfasst
werden. Auch bei anderen Zerkleinerungsmaschinen beziehungsweise Mühlen können Parameter
des bearbeiteten Materials erfasst werden; so ist bei Scheibenagglomeratoren die Temperaturüberwachung
besonders sinnvoll.
[0017] Das Stellglied kann durch eine Feingewindespindel gebildet sein, deren Gewindegang
allgemein senkrecht zum Gewinde der Lagerung steht, wobei Wider-und Auflager für die
Feingewindespindel auf Halterung und Lagerung so angeordnet sind, dass die Drehung
der Spindel eine Hin- und Herbewegung des Stators bewirkt.
[0018] Wenn die Mahlbahn auf der Rotorscheibe radial aussen liegt, wird es bevorzugt, wenn
der Stator radial ausserhalb seiner Mahlbahn gehalten wird. Allgemein ist es vorteilhaft,
den Stator radial beabstandet zu seiner Achse zu halten, weil so die starken Kräfte
auf den Stator am besten aufgenommen werden können.
[0019] Bei einer derartigen Ausbildung ist es auch bevorzugt, wenn radial in der Mahlbahn
eine zentrale Öffnung vorgesehen ist, durch welche Mahlgut eingeführt werden kann.
[0020] Die vorliegende Erfindung wird im folgenden nur beispielsweise nur anhand der Zeichnung
beschrieben. In dieser zeigt:
- Fig.1
- eine Schnittansicht durch eine Zerkleinerungsmaschine der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine Frontansicht der Zerkleinerungsmaschine von Fig. 1.
[0021] Nach Fig. 1 umfasst eine allgemein mit 1 bezeichnete Zerkleinerungsmaschine 1 als
eine materialbe- bzw. -verarbeitende Maschine ein Gehäuse 2, einen Rotor 3 und einen
gegenüberliegenden Stator 4.
[0022] Der Rotor 3 ist als mittels eines Elektromotors (nicht gezeigt) angetriebene Rotorscheibe
ausgebildet, welche an ihrem radial äusseren Umfang Mahlbahnelemente 3a trägt, die
aus hochverschleissfestem Material gebildet und zum leichteren Austausch mittels Bolzen
5a an der Rotorscheibe befestigt sind.
[0023] In der Mitte der Rotorscheibe 3 ist diese an einer Achse 6 mittels eines Bolzens
5b befestigt. Die Achse 6 tritt durch das Gehäuse 2 und ist in einem reibungsarmen
Lager 7 drehbar gelagert. Das reibungsarme Lager 7 ist dabei für eine feste axiale
Positionierung der Rotorscheibe 3 ausgebildet.
[0024] Auf der Mahlbahnseite der Rotorscheibe 3 können neben den Mahlbahnelementen 3a noch
weitere Verschleissschutzanordnungen 8a, 8b vorgesehen sein, mit welchen zu zerkleinerndes
Material von der achsnahen Mitte 6 der Rotorscheibe 3 in Richtung auf die Mahlbahnelemente
3a gelenkt werden kann, ohne dass Verschleissschäden an der Rotorscheibe 3 zu befürchten
sind.
[0025] Gegenüberliegend der Rotorscheibe 3 ist eine einzige und einteilige Statorscheibe
4 vorgesehen, welche an ihrem äusseren Umfang ebenfalls Mahlbahnelemente 4a trägt,
die mit Bolzen 5c befestigt sind, sowie weitere Verschleisselemente 9, die radial
innerhalb der Mahlbahnelemente 4a liegen. Im Zentrum der Statorscheibe 4 ist ein Durchgangsloch
10 vorgesehen, welches für einen ausreichenden Mahlgutstrom dimensioniert ist, der
über eine Einfüllbahn 11 durch das Loch 10 geleitet wird.
[0026] Die Mahlbahnelemente 4a des Stators 4 und die Mahlbahnelemente 3a des Rotors 3 sind
einander gegenüberliegend und aufeinander zugewandt dicht benachbart mit einem Spaltabstand
an der jüngsten Stelle zwischen 0,2 und 4 mm angeordnet. Dies wird erfindungsgemäss
durch folgende bauliche Ausgestaltung der Zerkleinerungsmaschine 1 erreicht:
[0027] Die Statorscheibe 4 ist an ihrem wie gezeigt vorzugsweise wulstförmigem Umfang 4b
mit einem Aussengewinde 4c versehen, welches um den Umfang umläuft.
[0028] Das Aussengewinde 4c der Statorscheibe 4 kämmt mit einem passenden Innengewinde 22
einer Halterung 23 , welche die Statorscheibe 4 ringförmig umgibt.
[0029] Die ringförmige Halterung 23 ist justierbar an dem schwenkbar am Maschinengehäuse
2 angelenkten Türrahmen gehalten. Zur Justierung dienen die Druck- und/oder Zugschrauben
24a, 24b, welche gemeinsam mit der dritten Schraube 24c äquidistant über den Umfang
verteilt sind. Die dritte Schraube der Anordnung 24c ist wie die beiden anderen Druck-
und/oder Zugschrauben ausgebildet, hat jedoch ausschliesslich Haltefunktion.
[0030] Nach Fig. 2 ist auf der Aussenseite der Statorscheibe 4 ein Auflager 25 vorgesehen
für eine Gewindespindel 26, die durch ein mit Gewindeloch versehenes Widerlager 27
gedreht ist. Das auf der Statorscheibe 4 vorgesehene Lager 25 für das Gewindespindelende
ist so ausgebildet, dass das Lager 25 relativ zur Spindel 26 geschwenkt werden kann,
ohne dass die Spindel 26 anschlägt, und so, dass die Spindel 26 sowohl Druck- als
auch Zugkräfte ausüben kann. Hierzu ist die Gewindespindel 26 an ihrem Ende mit einer
Kugel 28 versehen, welche in einer entsprechenden Bohrung 25a des Lagers 25 angeordnet
ist. An ihrem gegenüberliegenden Ende weist die Spindel 26 ein Handrad 29 auf.
[0031] Die Zerkleinerungsmaschine der vorliegenden Erfindung wird wie folgt justiert und
betrieben:
[0032] Zunächst wird bei geöffneter Maschinentüre die Statorscheibe 4 in das Gewinde 22
der Halterung 23 gedreht. Dann wird die Türe vor den Rotor 3 geschwenkt, also in ihre
geschlossene Position bewegt und verriegelt. Zu diesem Zweck können Schrauben 30 durch
entsprechende Bohrungen in der Tür die gegenüberliegende Gewindelöcher 31 am Maschinengehäuse
2 geschraubt werden.
[0033] Danach werden die Schrauben 24a und 24b justiert, bis sich über den ganzen Umfang
der Statorscheibe 4 ein gleichmässiger Spaltabstand zum Rotor 3 ergibt. Damit ist
der Stator 4 parallel zum Rotor 3 ausgerichtet. Danach wird die Gewindespindel 26
so lange gedreht, bis sich ein gewünschter Spaltabstand zwischen Rotorscheibe 3 und
Statorscheibe 4 eingestellt hat. Gegebenenfalls wird nun die Gewindespindel 26 mit
einer Kontermutter gekontert und somit der Spaltabstand fixiert. Dann wird der Einlauftrichter
11 in die zentrale Öffnung geschoben und die Maschine 1 ist betriebsbereit.
[0034] Wenn im Betrieb eine Veränderung des Mahlgutes gewünscht wird, etwa weil eine feinere
Zerkleinerung gewünscht wird, kann die an der Gewindespindel 26 vorgesehene Kontermutter
gelöst werden und der Spalt bei laufender Maschine 1 verstellt werden. Die typische
Auslegung des Gewindeganges 22 sowie der Feingewindespindel 26 erlaubt dabei eine
Justierung des Spaltes von beispielsweise 0,2 bis 4 mm. Die Gewindespindel 26 kann
gegebenenfalls auch mit einer Skala oder einem Nonius versehen werden, um den Spaltabstand
anzuzeigen.
[0035] Nach der einmal erfolgten Justierung von Stator 4 und Rotor 3 zueinander verbleiben
diese unabhängig von der Stellung der Gewindespindel 26, also der Hin-und Herbewegung
im Gewindegang auf den Rotor 3 zu und/oder von diesem weg in Ausrichtung zueinander.
Die Einstellung des Spaltabstandes kann durch Betätigung eines einzigen Bedienelementes
problemfrei durchgeführt werden und ist so insbesondere von ungelernten Arbeitskräften
durchführbar.
[0036] Anders als dargestellt, ist eine Verstellung des Spaltabstandes nicht nur mit einer
Feingewindespindel möglich, sondern auch mit hydraulischen Zylinder-Kolben-Anordnungen
usw. Die Verstellung muss nicht zwingend manuell erfolgen, sondern kann auch mittels
eines Aktuators bewirkt werden. Es ist hierbei insbesondere möglich, den Spaltabstand
nicht einfach ein einziges Mal fest auf einen vorbestimmten Sollwert einzustellen,
sondern es können erfindungsgemäss auch Regelungen vorgesehen werden, mit welchen
die Einstellung im Betrieb automatisch verändert wird. Dazu kann beispielsweise der
Spaltabstand optisch oder auf andere Weise abgetastet werden, die Temperatur oder
Feinheit des austretenden Mahlgutes oder bestimmte Eigenschaften wie Feuchtegehalt,
Härte usw. des zugeführten Materials bestimmt werden und in Steuer- und/oder Regelschleife
eine Anpassung des Spaltabstandes vorgenommen werden.
[0037] Es versteht sich, dass die beschriebene Anordnung für eine Vielzahl von Zerkleinerungsaufgaben
sinnvoll ist. Weiter ist es möglich, die besondere Anordnung des Stators und seine
Justierung auch bei anderen Maschinen als bei Zerkleinerungsmaschinen einzusetzen.
Insbesondere für Scheibenagglomeratoren, etwa für die Kunststoffverarbeitung, ist
die beschriebene Anordnung vorteilhaft.
1. Materialbearbeitungsmaschine mit einem Gehäuse (2) mit einem Türrahmen mit einem Rotor
(3) und einer einteiligen zum Rotor (3) allgemein parallel ausrichtbaren Statorscheibe
(4), die radial beabstandet zu ihrer Achse (6) gehalten ist, und mit eine Halterung
(23), in welcher die Statorscheibe (4) unter zumindest allgemeiner Erhaltung ihrer
Ausrichtung auf den Rotor (3) zu und/oder davon weg bewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (23) im Türrahmen gehalten ist und mit einem Innengewinde (22) versehen
ist und die Statorscheibe (4) mit einem damit zusammenwirkenden Außengewinde (4c),
und dass die Statorscheibe (4) gegenüber der Lagerung (23) hin und her drehbar ist.
2. Materialbearbeitungsmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, an deren Maschinengehäuse
(2) wenigstens ein Schwenkgelenk vorgesehen ist, an welchem die Statorscheibe (4)
und seine Befestigung gemeinsam angelenkt sind und um welches diese vor den Rotor
(3) geschwenkt werden können.
3. Materialbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Befestigung
als justierbare Mehrpunktbefestigung (24a, 24b, 24c) ausgebildet ist, mittels welcher
die Statorscheibe (4) in die zum Rotor (3) allgemein parallele Ausrichtung verkippt
werden kann.
4. Materialbearbeitungsmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, worin die Mehrpunktbefestigung
(24a, 24b, 24c) die Halterung (23) trägt, in welcher die Statorscheibe (4) unter allgemeiner
Erhaltung seiner Ausrichtung auf den Rotor (3) zu und/oder davon weg bewegt werden
kann und mit welcher der Statorscheibe (4) gemeinsam mit dieser und der Halterung
in die zum Rotor (3) allgemein parallele Lage gekippt wird.
5. Materialbearbeitungsmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, worin die Mehrpunktbefestigung
(24a, 24b, 24c) am Aussenbereich einer vor den Rotor (3) schwenkbaren Maschinentür
vorgesehen ist.
6. Materialbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Stellmittel
umfassend zumindest ein Auflager (27) an der Befestigung, ein Widerlager (25) an der
Statorscheibe (4) und ein diese zur Einjustierung eines Spaltabstandes aufeinander
zu und/oder voneinander weg bewegendes Stellglied.
7. Materialberbeitungsmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, mit einem Regelkreis
zur Nachstellung des Stellgliedes, in welchem ein Sensormittel zur Erfassung des augenblicklichen
Spaltabstandes, einer Mahlguteigenschaft und/oder eines Maschinenparameters vorgesehen
ist.
8. Materialbearbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied durch eine Feingewindespindel (26) gebildet ist, und dass das Auf-
und Widerlager(25, 27) von einer Gewindebohrung für die Feingewindespindel(26) gebildet
ist.
9. Materialbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer radial
aussen auf einer Rotorscheibe (3) liegenden Mahlbahn, worin die Statorscheibe (4)
radial ausserhalb seiner Mahlbahn gehalten ist.
10. Materialbearbeitungsmaschine nach dem vorhergehenden Anspruch, worin die Statorscheibe
(4) eine zentrale Öffnung (10) besitzt, durch welche Mahlgut eingeführt werden kann.
11. Materialbearbeitungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine Zerkleinerungsmaschine (1) handelt.
12. Materialbearbeitungsmaschein nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um einen Scheibenagglomerator handelt.
1. Material treating machine with a housing (2) with a door frame, with a rotor (3) and
a monobloc stator disc (4) that can be generally aligned parallel to the rotor and
mounted at a radial distance from its axis (6), with a holding device (23) into which
the stator disc (4) can be moved back and forth whilst generally maintaining its alignment
with reference to the rotor, characterized in that the holding device (23) is held in the door frame and provided with an internal thread
(22) and the stator disc (4) with a corresponding interacting outer thread (4c), and
in that the stator disc (4) is rotatably arranged in relation to the holding device (23).
2. Material treating machine according to the preceding claim, equipped at the machine
housing (2) with at least one pivot joint on which the stator disc (4) and its fastening
(24) are both coupled and around which both can be pivoted in front of the rotor (3).
3. Material treating machine according to one of the preceding claims, wherein the fastening
is designed as an adjustable multiple fastening (24a, 24b, 24c) with which the stator
disc can be generally aligned parallel to the rotor (3).
4. Material treating machine according to the preceding claim, wherein the multiple fastening
(24a, 24b, 24c) carries the holding device (23) in which the stator disc (4) can be
moved back and forth with reference to the rotor (3) while maintaining its generally
aligned position and with which the stator disc (4) together with the holding device
can be tilted in a generally parallel position with reference to the rotor.
5. Material treating machine according to the preceding claim, wherein the multiple fastening
(24a, 24b, 24c) is designed to be located on the outside of a machine door that can
be pivoted in front of the rotor (3).
6. Material treating machine according to one of the preceding claims with an adjusting
means comprising at least one bearing (27) at the fastening, one counter-bearing (25)
at the stator disc (4) and a control element moving them towards each other or away
from each other to adjust a gap.
7. Material treating machine according to the preceding claim, with a control circuit
to readjust the control element, wherein a sensor records the immediate gap, a property
of the material processed or a parameter of the machine.
8. Material treating machine according to one of the claims 6 or 7, characterized in that the control element consists of a fine-thread spindle (26) and in that the bearing and counter-bearing (25,27) consist of a tapped hole for the fine-thread
spindle (26).
9. Material treating machine according to one of the preceding claims with a grinding
path located radially on the outside of a rotor (3) wherein the stator disc (4) is
held radially out of its grinding path.
10. Material treating machine according to the preceding claim wherein the stator disc
(4) has a central opening (10) through which the feedstock can be fed.
11. Material treating machine according to one of the preceding claims, characterized in that the material treating machine is a size-reduction machine (1).
12. Material treating machine according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the material treating machine is a disc agglomerator.
1. Appareil pour le traitement de matériaux comprenant un carter (2) avec un cadre de
porte, un rotor (3) et un disque fixe monobloc (4) pouvant être orienté de façon généralement
parallèle au rotor et maintenu à distance radialement par rapport a son axe (6) et
pourvu d'un support (23) dans lequel le disque fixe (4) peut être avancé ou reculé
par rapport au rotor (3) tout en respectant son orientation générale par rapport à
celui-ci, caractérisé en ce que le support (23) est fixé dans le cadre de la porte et pourvu d'un filetage intérieur
(22) et le disque fixe (4) d'un filetage extérieur (4c) interagissant entre eux et
en ce que le disque fixe (4) est monté de façon rotative par rapport à son support (23).
2. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication précédente et sur
le carter (2) duquel est prévu au moins une articulation pivotante sur laquelle le
disque fixe (4) et sa fixation (24) sont articulés et autour de laquelle la porte
peut être pivotée devant le rotor (3).
3. Appareil pour le traitement de matériaux selon l'une des revendications précédentes
et dans lequel la fixation est une fixation multiple réglable (24a, 24b, 24c) avec
l'aide de laquelle le disque fixe (4) peut être basculé en une position généralement
parallèle au rotor (3).
4. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication précédente et dans
lequel la fixation (24a, 24b, 24c) porte le support (23) dans lequel le disque fixe
(4) est avancé ou reculé par rapport au rotor (3) en respectant son orientation générale
par rapport à celui-ci et avec laquelle le disque fixe (4) avec le support peuvent
être basculés en une position généralement parallèle au rotor (3).
5. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication précédente et dans
lequel la fixation multiple (24a, 24b, 24c) est prévue sur l'extérieur d'une porte
de machine pouvant être pivotée devant le rotor (3).
6. Appareil pour le traitement de matériaux selon l'une des revendications précédentes
avec un dispositif de réglage comprenant au moins un appui (27) à la fixation, un
contre-appui (25) au disque fixe (4) ainsi qu'un organe de réglage permettant d'avancer
ou de reculer ceux-ci l'un par rapport à l'autre pour régler un écart.
7. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication précédente et pourvu
d'un circuit de régulation pour le réajustage de l'organe de réglage et dans lequel
est prévu un capteur enregistrant l'écart actuel, une propriété du matériau traité
et/ou un paramètre de la machine.
8. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'organe de réglage est formé d'une broche filetée à pas fin (26) et l'appui et le
contre-appui (25,27) sont formés d'un alésage taraudé pour la broche filetée à pas
fin (26).
9. Appareil pour le traitement de matériaux selon l'une des revendications précédentes
avec une bande de broyage située sur le bord extérieur d'un rotor (3), caractérisé en ce que le disque fixe (4) est fixé radialement hors de sa bande de broyage.
10. Appareil pour le traitement de matériaux selon la revendication précédente et dans
lequel le disque fixe (4) est pourvu d'une ouverture centrale (10) par laquelle le
matériau à traiter peut être alimenté.
11. Appareil pour le traitement de matériaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il s'agit d'un broyeur (1).
12. Appareil pour le traitement de matériaux selon l'une des revendications 1 à 11 caractérisé en ce qu'il s'agit d'un densificateur à disque.