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EP 1 002 743 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2001 Patentblatt 2001/35 |
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Anmeldetag: 10.06.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65D 81/00 |
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Verfahren zum Herstellen, Füllen und Verschlie en von Einkammer-Aufgu beuteln
Process for the manufacturing, filling and closing of infusion bags with one compartment
Procédé pour la fabrication, le remplissage et la fermeture de sachets d'infusion
à un seul compartiment
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT LU NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.05.2000 Patentblatt 2000/21 |
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Patentinhaber: TEEPACK SPEZIALMASCHINEN GMBH & CO. KG |
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D-40667 Meerbusch (DE) |
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Erfinder: |
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- Lohrey, Wilhelm Dipl.-Ing.
40668 Meerbusch 3 (DE)
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Vertreter: Stenger, Watzke & Ring
Patentanwälte |
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Kaiser-Friedrich-Ring 70 40547 Düsseldorf 40547 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-93/19997 DE-U- 9 104 897 NL-C- 1 003 569
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DE-A- 1 800 032 GB-A- 871 505 US-A- 2 186 087
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen, Füllen und
Verschließen von Einkammer-Aufgußbeuteln, insbesondere zur Bereitung von Tee.
[0002] Neben Doppelkammer-Aufgußbeuteln werden wegen deren komplizierter Herstellung weiterhin
einfache Einkammer-Aufgußbeutel benutzt, die entweder aus zwei rechteckigen Filterpapierblättern
aus siegelfähigem Material bestehen, die nach Einbringen des Substanzquantums an ihren
vier Rändern miteinander versiegelt werden (WO-A-93/19997), oder die aus einem rechteckigen,
blattförmigen Zuschnitt aus geeignetem Material bestehen, der durch mittiges Falten
und Vernähen von drei Seiten zu der Kammer verbunden wird, wobei an der den Boden
bildenden Faltkante gegebenenfalls eine oder mehrere Faltungen vorgesehen sein können
(US-A-2 186 087). Nachteilig ist bei diesen Einkammer-Aufgußbeuteln die aufwendige
Einzelherstellung und weiterhin die Verwendung vieler Siegelnähte bzw. aufwendiger
Nähvorgänge. Das geringe Kammervolumen stellt nur eine begrenzte Ausdehnungsmöglichkeit
beim Aufquellen des Tees zur Verfügung, so daß die wertvollen Teestoffe nur ungenügend
aus der Substanz herausgelöst und in das umschließende Teewasser überführt werden
können. Durch das geringe Kammervolumen lassen sich darüber hinaus auch keine Blatteesorten
als Substanzquantum, sondern nur Feinschnitte verwenden, deren Qualität geringer als
von Blattee ist.
[0003] Aus der NL-A-1 003 569 ist ein Einkammer-Aufgußbeutel bekannt, bei dem die Längsseiten
der Kammer durch eine Schlauchformung gebildet sind, indem die beiden Längsränder
einer heißsiegelfähigen Materialbahn nach innen zur Längsmitte hin umgeschlagen und
miteinander durch Heißsiegeln verbunden werden, wobei an jeder Längsseite eine nach
innen in die Kammer sich erstreckende Einfaltung vorgesehen ist. Durch die Schlauchformung
entstehen falzfreie, siegelfreie oder nahtfreie Längsseiten, in denen in einfacher
Weise sich nach innen erstreckende Einfaltungen vorgenommen werden können, womit sowohl
eine einfache kontinuierliche Herstellbarkeit als auch ein großes Kammervolumen erzielt
werden. Nachteilig ist aber, daß durch die Mittel-Längs-Heißsiegelung die zum Durchtritt
der Auslaugflüssigkeit zur Verfügung stehende Fläche der einen Kammerwand wesentlich
verkleinert wird. Durch die relativ breite Heißsiegelungsfläche kann die Flüssigkeit
nicht durchtreten und es wird ein großer Teil des sich in der Kammer befindlichen
Substanzquantums durch den breiten und flächig vorliegenden Heißsiegel-Streifen abgedeckt.
Eine unmittelbare Einwirkung der Flüssigkeit auf die darunterliegenden Substanzteile
ist folglich nicht möglich. Diese können nur seitlich von der eindringenden Flüssigkeit
mittelbar erfaßt werden, so daß die Teestoffe nur ungenügend aus der Substanz herausgelöst
und in das Teewasser überführt werden können.
[0004] Der Erfindung liegt in Anbetracht dieses Standes der Technik die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen, Füllen und Verschließen
von Einkammer-Aufgußbeuteln zu schaffen, durch das die Durchtrittsfläche zur Verbesserung
des Auslaugens vergrößert und ein breiter Heißsiegelungs-Streifen auf der Kammerwand
vermieden wird.
[0005] Zur
Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung wird vorgeschlagen, daß auf einer zunächst ebenen
Materialbahn, insbesondere Filterpapierbahn, - gegebenenfalls nach Aufwölbung ihrer
Seitenränder - portionierte Substanzquanten der auszulaugenden Substanz in gleichmäßigen
Abständen abgelegt werden, daß anschließend aus der Bahn ein fortlaufender Schlauch
gebildet wird, indem die beiden Längsränder nach innen zur Längsmitte hin umgeschlagen
und in ungleicher Länge aus der Ebene der Beutelfläche parallel zueinander hochgebogen
und miteinander durch Rändeln verbunden werden, daß während der Schlauchformung oder
anschließend an die Schlauchformung die beiden Längsseiten mit einer nach innen sich
erstreckenden Einfaltung versehen werden, daß sodann der Schlauch in regelmäßigen
jeweils ein Substanzquantum erfassenden Abständen in Querrichtung heißgesiegelt wird
und daß die Quer-Heißsiegelungen mittig geschnitten werden und derart Schlauchteile
gebildet werden, die jeweils eine ein Substanzquantum enthaltende Kammer aufweisen.
[0006] Das Verfahren der Erfindung läßt sich mit hoher Geschwindigkeit durchführen, da die
Mittel-Längs-Verbindung durch mechanisches Rändeln durchgeführt wird und - anders,
als bei der Herstellung einer Mittel-Längs-Heißsiegelung - keine zeitaufwendigen Übertragungen
hoher Wärmemengen sowie Abkühlungsvorgänge zur Erstellung der Längsnaht durchgeführt
werden müssen.
[0007] Zwar zeigt die DE-A-1 800 032 einen Einkammer-Aufgußbeutel, bei dem der Schlauch
bereits durch eine Rändelnaht geformt wird. Die weiteren Merkmale des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind dieser Druckschrift jedoch nicht zu entnehmen.
[0008] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann es vorteilhaft sein, durch
eine Vorwärmung der beiden einander zu befestigenden Längsränder vor Durchführung
der Rändelung einen Heftvorgang auszuführen, um die Genauigkeit der gegebenenfalls
mehrstufig durchzuführenden Rändelung mit Umfaltung in die Beutelebene präzisionsgenau
ausführen zu können.
[0009] Vorzugsweise werden beide Längsseiten ziehharmonika- oder faltenbalgartig eingefaltet,
wobei die ebene Materialbahn vorab mit linienförmigen Vorprägungen in Längsrichtung
entsprechend der Zahl der vorgesehenen Faltvorgänge versehen werden kann.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorgeschlagen,
gemeinsam mit dem Verfahrensschritt der Quersiegelung einen Faden mit Etikett an jeder
Quersiegelung derart zu befestigen, daß jeder nach dem Schneiden der Quersiegelung
einzeln vorliegende Beutel einen angesiegelten Etikettfaden aufweist, der vorzugsweise
schlaufenförmig herausziehbar im Inneren der Kammer angeordnet ist.
[0011] Im Rahmen der Ausbildung der Mittel-Längs-Rändelnaht wird in zweckmäßiger Ausgestaltung
des Verfahrens vorgeschlagen, die einander berührenden, in der Längsmitte zusammengeführten
Längsränder zu einer senkrecht zur Bahn hochstehenden Längsnaht zu formen und diese
von beiden Seiten der Rändelung und gegebenenfalls Vorheftung zu unterziehen.
[0012] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der eine Ausführungsform
des Einkammer-Aufgußbeutels sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens schematisch dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- einen Einkammer-Aufgußbeutel im Abpackzustand, perspektivisch;
- Fig. 2
- den Einkammer-Aufgußbeutel der Fig. 1 im Querschnitt;
- Fig. 3
- den Einkammer-Aufgußbeutel im Querschnitt mit einer Rändelvorrichtung zur Ausbildung
einer Mittel-Längs-Rändelnaht, schematisch;
- Fig. 4
- drei Herstellungsstadien I, II und III des Einkammer-Aufgußbeutels der Fig. 3 in einer
Draufsicht sowie bezüglich der Stadien I, II und III in einer zugeordneten Querschnittsansicht
entsprechend Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Teil einer kontinuierlichen einbahnigen Herstellung von Einkammer-Aufgußbeuteln
gemäß Fig. 3, schematisch in einer Seitenansicht.
[0013] Der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Einkammer-Aufgußbeutel 1 besteht aus heißsiegelfähigem
Filterpapiermaterial und weist zwei einander gegenüberliegend angeordnete Kammerwände
2, 3 auf, die sich durch Schlauchformung einer Bahn 4 des Filterpapiermaterials ergeben,
indem die beiden Längsränder 5, 6 nach innen zur Längsmitte 7 hin umgeschlagen und
dort miteinander durch eine Mittel-Längs-Rändelnaht 8 verbunden werden, wobei das
Fußende 9 und das Kopfende 10 durch je eine quer verlaufende Heißsiegelung 11 bzw.
12 verschlossen werden. Auf diese Weise ist ein umschlossener Raum unter Ausbildung
einer Kammer 13 gebildet, die ein Substanzquantum 14, nämlich eine portionierte Menge
Tee, enthält. Der Einkammer-Aufgußbeutel 1 ist demzufolge an seinen beiden Längsseiten
15 und 16 durch die Schlauchformung falzfrei und siegelungsfrei dadurch, daß die Mittel-Längs-Rändelnaht
8 vorgesehen ist, während der Verschluß am Fußende 9 und Kopfende 10 durch die Quer-Heißsiegelungen
11 und 12 erfolgt.
[0014] Das Volumen der Kammer 13 eines derartigen Einkammer-Aufgußbeutels 1 ist erheblich
dadurch vergrößert, daß an beiden Längsseiten 15, 16 je eine Einfaltung 17, 18 ausgebildet
ist, die V-förmig bis ziehharmonikaförmig im Querschnitt ist und sich etwa in der
Mittelebene in die Kammer 13 des Beutels nach innen hinein erstreckt. Die Einfaltungen
17, 18 sind dabei so vorgenommen, daß die üblichen Außenabmessungen derartiger Einkammer-Aufgußbeutel
beibehalten werden und somit trotz der Erhöhung des Kammervolumens keine Vergrößerung
seiner Länge oder Breite im Verpackungszustand gegeben ist. Damit wird erreicht, daß
das Substanzquantum Tee in der Kammer 13 hervorragend durch die Aufgußflüssigkeit
aufzuschließen ist und sich die darin enthaltenen Stoffe in optimaler Weise lösen.
Hierzu trägt auch die Tatsache bei, daß die Längsseiten 15 und 16 sowie die Kammerwand
2 frei von Heißsiegelungen sind.
[0015] In an sich bekannter Weise kann der Einkammer-Aufgußbeutel 1 mit einem daran befestigten
Faden mit Etikett (nicht dargestellt) versehen sein, welche das Einhängen des Beutels
in eine Tasse, Kanne oder dergleichen Gefäß ermöglichen,
[0016] Die in Fig. 3 der Zeichnung im Querschnitt dargestellte Ausführungsform eines Einkammer-Aufgußbeutels
19 verdeutlicht, daß die einander berührenden, in der Längsmitte 7 zusammengeführten
Rändel-Längsränder 5 und 6 zu einer senkrecht zur Materialbahn 4 hochstehenden Längsnaht
20 geformt sind, die von beiden Seiten mittels Rändelrädern 21, 22 Rändelvorgang unterzogen
wird. Anschließend findet ein Umfalten der Rändelnaht im wesentlichen in die Ebene
des Beutels statt, wie Fig. 2 entnehmbar ist.
[0017] Die Herstellung eines derartigen Einkammer-Aufgußbeutels 1 bzw. 19 ist nachfolgend
anhand der Beschreibung zu den Fig. 4 und 5 der Zeichnung verdeutlicht. Ausgangsbasis
der Herstellung ist eine heißsiegelungsfähige Filterpapierbahn 4, die von einer nicht
dargestellten Materialrolle durch eine Zugvorrichtung abgezogen und als ebene Bahn
einer Dosiervorrichtung D für Tee zugeführt wird. Von dieser werden die portionierten
Substanzquanten 14, also Teehäufchen, in gleichmäßigen Abständen in einer Reihe auf
der Filterpapierbahn 4 abgelegt (vgl. Fig. 4 I der Zeichnung). Dabei kann vor der
Dosiervorrichtung D mit einer nicht dargestellten Prägevorrichtung in Längsrichtung
links und rechts parallel zu den Längsrändern 5, 6 der Filterpapierbahn 4 je eine
linienförmige Vorprägung vorgenommen werden, die als Knickkante wirkt, um die Ausbildung
der Einfaltungen 17 und 18 im späteren Verfahrensstadium zu erleichtern.
[0018] In der nächsten Verfahrensstufe wird die Materialbahn 4 zur Schlauchbildung durch
Mittel zum Formen eines Schlauches nach innen gemäß den Pfeilen in Fig. 4 I der Zeichnung
beidseitig eingeschlagen, bis die Längsränder 5 und 6 in der Längsmitte zusammenkommen.
Zur Ausbildung des Einkammer-Aufgußbeutels 19 wird die Längsnaht 20 gemäß Fig. 3 mit
in ungleicher Höhe aus der Beutelebene hochgeführten, parallel zueinander angeordneten
Längsrändern ausgeformt, um dann durch eine Mittel-Längs-Rändelnaht 8, gegebenenfalls
auch durch zusätzliches miteinander Verfalten der Längsränder, die Verbindung herzustellen.
Anschließend wird der Verfahrensschritt des Einfaltens der Längsseiten 15 und 16 mit
nicht dargestellten Einfalteinrichtungen durchgeführt, indem die Längsseiten 15, 16
in das Innere des bereits gebildeten Schlauches 23 hineingedrückt werden, bis die
Einfaltungen 17 und 18 den bei dieser Ausführungsform gewünschten V-förmigen Querschnitt
aufweisen. Gemäß Fig. 4 der Zeichnung ist damit das Herstellungsstadium II erreicht.
[0019] Der in dieser Verfahrensstufe erstellte Schlauch 23 mit den V-förmigen Einfaltungen
17 und 18 wird sodann mit einer Quersiegelungsvorrichtung in regelmäßigen, jeweils
ein Substanzquantum 14 erfassenden Abständen in Querrichtung heißgesiegelt und werden
diese Quer-Heißsiegelungen 11, 12 mittig geschnitten, so daß Schlauchteile 24 gebildet
werden, die jeweils eine ein Substanzquantum 14 enthaltende Kammer 13 aufweisen, die
allseitig durch zwei Heißsiegelungen und die Rändelnaht geschlossen ist. Dieses Verfahrensstadium
ergibt sich aus Fig. 4 III der Zeichnung.
[0020] Gemeinsam mit dem Verfahrensschritt der Quersiegelung ist vorgesehen, einen vorher
ausgelegten Faden mit Etikett für jeden Einkammer-Aufgußbeutel 1 bzw. 19 an einer
der Quersiegelungen zu befestigen, wobei auch ein schlaufenförmig aus dem Inneren
der Kammer 13 herausziehbarer Etikettfaden vorgesehen sein kann.
[0021] Gemäß Fig. 5 der Zeichnung kann zur Verbesserung des Rändelns noch eine Vorheftung
der Längsränder 5 und 6 aneinander durch Anwendung einer Heizung H vor dem Rändeln
durchgeführt werden, die durch Anweichen der Kunststoff-Fasern das Filterpapiermaterial
zu einer Klebeverbindung führt. Hiermit läßt sich das miteinander Verfalten und Rändeln
der Längsränder präziser und sicherer durchführen.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1
- Einkammer-Aufgußbeutel
- 2
- Kammerwand
- 3
- Kammerwand
- 4
- Materialbahn/Filterpapierbahn
- 5
- Längsrand
- 6
- Längsrand
- 7
- Längsmitte
- 8
- Rändelnaht
- 9
- Fußende
- 10
- Kopfende
- 11
- Quer-Heißsiegelung
- 12
- Quer-Heißsiegelung
- 13
- Kammer
- 14
- Substanzquantum
- 15
- Längsseite
- 16
- Längsseite
- 17
- Einfaltung
- 18
- Einfaltung
- 19
- Einkammer-Aufgußbeutel
- 20
- Längsnaht
- 21
- Rändelräder
- 22
- Rändelräder
- 23
- Schlauch
- 24
- Schlauchteile
- D
- Dosiervorrichtung
- H
- Heißvorrichtung
1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen, Füllen und Verschließen von Einkammer-Aufgußbeuteln
(1; 19), insbesondere zur Bereitung von Tee,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf einer zunächst ebenen Materialbahn (4), insbesondere Filterpapierbahn, - gegebenenfalls
nach Aufwölbung ihrer Seitenränder - portionierte Substanzquanten (14) der auszulaugenden
Substanz in gleichmäßigen Abständen abgelegt werden, daß anschließend aus der Bahn
ein fortlaufender Schlauch gebildet wird, indem die beiden Längsränder (5, 6) nach
innen zur Längsmitte (7) hin umgeschlagen und in ungleicher Länge aus der Ebene der
Beuteloberfläche parallel zueinander hochgebogen und miteinander durch Rändeln verbunden
werden, daß während der Schlauchformung oder anschließend an die Schlauchformung die
beiden Längsseiten (15, 16) mit einer nach innen sich erstreckenden Einfaltung (17,
18) versehen werden, daß sodann der Schlauch in regelmäßigen, jeweils ein Substanzquantum
(14) erfassenden Abständen in Querrichtung heißgesiegelt wird und daß die Quer-Heißsiegelungen
(11, 12) mittig geschnitten werden und derart Schlauchteile gebildet werden, die jeweils
eine ein Substanzquantum (14) enthaltende Kammer (13) aufweisen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Vorwärmung der beiden aneinander zu befestigenden Längsränder vor
Durchführung der Rändelung ein Heftvorgang ausgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Längsseiten (15, 16) ziehharmonika- oder faltenbalgartig eingefaltet werden,
wobei die ebene Materialbahn (4) vorab mit linienförmigen Vorprägungen in Längsrichtung
entsprechend der Zahl der vorgesehenen Faltvorgänge versehen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß gemeinsam mit dem Verfahrensschritt der Quersiegelung ein Faden mit Etikett
an jeder Quersiegelung derart befestigt wird, daß jeder nach dem Schneiden der Quer-Heißsiegelung
(11, 12) einzeln vorliegende Beutel einen angesiegelten Etikettfaden aufweist, der
vorzugsweise schlaufenförmig herausziehbar im Inneren der Kammer (13) angeordnet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einander berührenden, in der Längsmitte (7) zusammengeführten Längsränder
(5, 6) zu einer senkrecht zur Bahn (4) hochstehenden Längsnaht (20) geformt werden,
die von beiden Seiten einer Heißsiegelung unterzogen wird.
1. Process for continuously manufacturing, filling and closing one-compartment infusion
bags (1; 19), especially for preparing tea,
characterised in
that portioned substance quantities (14) of the substance which is to be extracted are
deposited at uniform spacings on an initially plane material web (4), especially a
filter paper web, optionally after arching its side edges, that a continuous tube
is then formed from the web by turning the two longitudinal edges (5, 6) inwards towards
the longitudinal centre (7), bending them up parallel to one another over unequal
lengths out of the plane of the bag surface and joining then together by knurling,
that the two longitudinal sides (15, 16) are provided during or subsequent to the
tube shaping operation with an inward extending fold (17, 18), that the tube is then
heat-sealed in the transverse direction at regular spacings, each of which comprises
a substance quantity (14), and that the transverse heat seals (11, 12) are cut centrally
to form tube parts which each have a compartment (13) containing a substance quantity
(14).
2. Process according to Claim 1, characterised in that an adhesive action is carried out prior to knurling by pre-heating the two longitudinal
edges to be joined together.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterised in that both longitudinal sides (15, 16) are folded in like a concertina or bellows, wherein
the plane material web (4) is firstly provided with linear pre-stampings in the longitudinal
direction according to the number of intended folding actions.
4. Process according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that a string with tag is fastened at each transverse seal when the transverse sealing
process step is carried out such that each bag obtained individually after cutting
the transverse heat seal (11, 12) has a sealed-on tag string which is preferably disposed
inside the compartment (13) such that it can be removed in the form of a loop.
5. Process according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the longitudinal edges (5, 6) contacting one another and brought together at the
longitudinal centre (7) are shaped into a longitudinal seam (20) which rises up perpendicularly
to the web (4) and is subjected to heat-sealing from both sides.
1. Procédé pour la fabrication, le remplissage et la fermeture en continu de sachets
d'infusion à un seul compartiment (1 ; 19), en particulier pour la préparation de
thé, caractérisé en ce qu'on pose à des distances régulières sur une bande de matériau tout d'abord plane (4),
en particulier sur une bande de papier filtre, le cas échéant après bombement de ses
bords latéraux, des quantités unitaires de substance mises en portions (14) de la
substance à faire infuser, en ce qu'on forme ensuite une gaine continue à partir de
la bande en repliant les deux bords longitudinaux (5, 6) vers l'intérieur vers le
milieu longitudinal (7) et en les redressant vers le haut parallèlement l'un à l'autre
à des longueurs inégales à partir du plan de la surface du sachet et en les reliant
l'un à l'autre par moletage, en ce que l'on pourvoit les deux côtés longitudinaux
(15, 16) d'une plissure (17, 18) s'étendant vers l'intérieur pendant la mise sous
forme de gaine ou à la suite de la mise sous forme de gaine, en ce que l'on pratique
ensuite un thermosoudage en direction transversale de la gaine à des distances régulières
enfermant une quantité unitaire de substance respective (14), et en ce que l'on coupe
au milieu les thermosoudures transversales (11, 12) et on forme de cette manière des
parties de gaine qui comprennent chacune un compartiment (13) contenant une quantité
unitaire de substance (14).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on effectue une opération d'adhésion par un préchauffage des deux bords longitudinaux
à fixer l'un sur l'autre avant de réaliser le moletage.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'on met en plis les deux côtés longitudinaux (15, 16) à la manière d'un accordéon
ou d'un soufflet, la bande de matériau plane (4) étant pourvue préalablement d'impressions
linéaires en direction longitudinale en correspondance du nombre des opérations de
pliage prévues.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on fixe un fil textile comprenant une étiquette sur chaque scellement transversal
conjointement avec l'étape de procédé du scellement transversal, de telle sorte que
chaque sachet se présentant individuellement après avoir coupé les thermosoudures
transversales (11, 12) comprend un fil à étiquette scellé qui .est disposé de préférence
de manière à pouvoir l'extraire en forme de boucle dans l'intérieur du compartiment
(13).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on met en forme les bords longitudinaux (5, 6) qui se touchent et qui sont réunis
au milieu longitudinal (7), pour obtenir un cordon longitudinal (20) qui est redressé
perpendiculairement à la bande (4) et qui est soumis à un thermosoudage des deux côtés.
