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EP 1 002 997 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.04.2004 Patentblatt 2004/18 |
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Anmeldetag: 11.11.1999 |
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Verfahren zur Luftzahlregelung eines vollvormischenden Gasbrenners
Method for controlling a fuel/air ratio of full premix gas burner
Procédé pour commander le rapport d'air / carburant d'un brûleur à gaz prémélangé
complet
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
20.11.1998 DE 19853567
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.05.2000 Patentblatt 2000/21 |
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Patentinhaber: G. Kromschröder Aktiengesellschaft |
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D-49074 Osnabrück (DE) |
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Erfinder: |
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- Petersmann, Martin
49086 Osnabrück (DE)
- Lindemann, Jörg
49492 Westerkappeln (DE)
- Schlump, Ansgar
49838 Lengerich (DE)
- Heider, Henning
31595 Steyerberg (DE)
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Vertreter: Harlacher, Mechthild |
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Ruhrgas AG,
Abteilung ARRP,
Huttropstrasse 60 45138 Essen 45138 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 770 824
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DE-U- 29 612 014
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Luftzahlregelung eines mit einem Lüfter
und mit einem Gas-Regelventil versehenen wenigstens teilvormischenden, vorzugsweise
vollvormischenden Gasbrenners, wobei im Flammenbereich Ionisationssignale mit Hilfe
einer Ionisations-Elektrode gemessen werden, die Lüfterdrehzahl erfasst wird, aus
dem aktuellen Ionisationssignal ein für die aktuelle Luftzahl repräsentatives erstes
Signal abgeleitet und dieses mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen wird, wobei
die Lüfterdrehzahl bei der Ableitung des ersten Signals und/oder bei der Auswahl des
Sollwertes berücksichtigt wird, und aus dem Vergleich ein Stellsignal für das Gas-Regelventil
abgeleitet wird.
[0002] Die Luftzahlregelung von Gasbrennern nimmt in der Praxis immer stärker an Bedeutung
zu. Mit Hilfe der Luftzahlregelung gelingt es, Gasbrenner im optimalen Arbeitsbereich
zu betreiben, in dem die Schadstoffemissionen, insbesondere die CO- und NO
x-Emissionen, gering sind, die thermische Belastung des Gasbrenners sehr gleichmäßig
ist und sowohl das Brennverhalten als auch der Wirkungsgrad des Gasbrenners optimal
sind. Es hat sich herausgestellt, dass der optimale Arbeitsbereich bei einer Luftzahl
zwischen 1,15 und 1,3 liegt. Mit einer Luftzahlregelung kann zudem die Störanfälligkeit
des Gasbrenners verringert und ein sicherer und geräuscharmer Brennerbetrieb sichergestellt
werden.
[0003] Statt einer einmaligen Luftzahleinstellung ist eine Luftzahlregelung erforderlich,
da die Zusammensetzung des von dem Versorgungsnetz gelieferten Brenngases stark schwanken
kann. Dementsprechend stark schwankt auch die Gasbeschaffenheit, insbesondere der
Wobbeindex des Brenngases. Ändert sich die Gasbeschaffenheit des Brenngases, so greift
die Luftzahlregelung ein und ändert die Gaszufuhr mit Hilfe des Gas-Regelventils derart,
dass der Gasbrenner weiterhin bei der gewünschten Luftzahl arbeitet.
[0004] Zur Luftzahlregelung kann die Luftzahl mit Hilfe von verschiedenen Messgrößen bestimmt
werden. Es hat sich jedoch bewährt, die Luftzahl über das mit Hilfe einer Ionisations-Elektrode
erfasste Ionisationssignal zu bestimmen (vgl. DE-C2-196 27 857). Die Ionisations-Elektrode
stellt einen standfesten, leicht zu wartenden und gleichzeitig preisgünstigen Luftzahlsensor
dar, der zudem mit äußerst geringem Aufwand installiert werden kann, sofern er nicht
ohnehin zur Flammenüberwachung bereits vorhanden ist. Außerdem erlaubt das Ionisationssignal
eine sehr zuverlässige und genaue Bestimmung der Luftzahl.
[0005] Aus der EP-A2-0 770 824 ist ein Verfahren und zur Regelung eines Gasbrenners mit
Hilfe einer lonisations-Elektrode bekannt, bei dem in Intervallen zwangsweise ein
Kalibrierzyklus durchfahren wird.
[0006] Die DE-U1-296 12 014 offenbart einen Gasbrenner für atmosphärischen vormischenden
Betrieb mit mindestens zwei Flammendetektiohselementen, die in einem unterschiedlichen
Abstand zur Brenneroberfläche angebracht sind und mit ihren Signalen über einen Regler
die Verbrennung steuern.
[0007] Wenn die Lüfterdrehzahl bekannt ist, kann aus dem Ionisationssignal die aktuelle
Luftzahl bestimmt und mit einer für die jeweilige Lüfterdrehzahl charakteristischen
Kennlinie geregelt werden.
[0008] Alternativ kann aus dem Ionisationssignal und der Lüfterdrehzahl bei Verwendung entsprechender
Auswerteschaltungen ein für die aktuelle Luftzahl repräsentatives Signal abgeleitet
werden, welches in einem bestimmten Leistungsbereich im Wesentlichen unabhängig von
der Brennerleistung ist. Dies hat den Vorteil, dass die Luftzahl über diesen Leistungsbereich
mit einer einzigen Kennlinie geregelt werden kann. Das für die aktuelle Luftzahl repräsentative
Signal wird mit dem für die gewünschte Luftzahl vorgegebenen Sollwert der Kennlinie
verglichen, und aus diesem Vergleich wird ein Stellsignal für das Gas-Regelventil
abgeleitet.
[0009] Es hat sich jedoch gezeigt, dass mit der Zeit Veränderungen am Zuluft- bzw. Abluftsystem
des Gasbrenners auftreten können, welche dazu führen, dass der Gasbrenner trotz der
obigen Luftzahlregelung nicht mehr im optimalen Arbeitsbereich arbeitet.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, bei dem eingangs genannten Verfahren die Überprüfung
des Betriebszustandes des Gasbrenners zu ermöglichen.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein für die aktuelle Brennerleistung
repräsentatives zweites Signal erfasst wird und dieses mit einem vorgegebenen Wert
verglichen wird, wobei aus diesem Vergleich Informationen über den Betriebszustand
des Gasbrenners abgeleitet werden.
[0012] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sofern Veränderungen am Zuluft-
bzw. Abluftsystem des Gasbrenners auftreten, die über die Lüfterdrehzahl eingestellte
Brennerleistung nicht mehr der tatsächlichen Brennerleistung entspricht. In diesem
Fall kann die fehlende Korrelation zwischen Lüfterdrehzahl und Brennerleistung dadurch
erfasst und kompensiert werden, dass ein anderes für die aktuelle Leistung repräsentatives
Signal erfasst wird. Weicht das für die aktuelle Leistung repräsentative zweite Signal
von dem für die eingestellte Leistung vorgegebenen Wert ab, erbringt der Gasbrenner
nicht die gewünschte Leistung.
[0013] In diesem Fall kann z. B., wenn die Abweichung einen vorgegebenen Schwellwert überschreitet,
eine Wartungsanzeige aktiviert werden. Bei einer besonders großen Abweichung kann
ferner ein Abschaltmechanismus eingreifen, welcher den Gasbrenner automatisch abschaltet.
Alternativ kann die Lüfterdrehzahl solange variiert werden, bis das für die aktuelle
Leistung repräsentative zweite Signal dem vorgegebenen Wert entspricht. Bei dieser
Ausführungsform muss der Gasbrenner dann unter Berücksichtigung der geänderten Korrelation
zwischen Lüfterdrehzahl und Brenneneistung weiter betrieben werden. Auf diese Weise
kann ein Gasbrenner über einen langen Zeitraum sicher und mit der gewünschten Leistung
betrieben werden.
[0014] Eine Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass für den Vergleich
mit dem zweiten Signal das erste Signal als vorgegebener Wert verwendet wird.
[0015] Vorteilhafterweise wird als zweites Signal die Leistungsaufnahme des Lüfters oder
das Temperaturniveau des Kessels oder der Luftmassenstrom durch den Lüfter erfasst.
[0016] Ein besonders bevorzugtes alternatives Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Signal aus einem aktuellen Ionisationssignal abgeleitet wird, wobei
das zweite Signal sowohl für die aktuelle Leistung, als auch für die aktuelle Luftzahl
repräsentativ ist. Diesem Ausführungsbeispiel liegt die Erkenntnis zugrunde, daß das
Ionisationssignal selbst zur Überprüfung der aktuellen Leistung verwendet werden kann.
Da das Ionisationssignal leistungsabhängig ist, kann dem Kundenbedarf entsprechend
die aktuelle Betriebsleistung in einem sehr breiten Leistungsbereich überprüft werden.
Weicht das aus dem Ionisationssignal abgeleitete, für die aktuelle Luftzahl und die
aktuelle Leistung repräsentative zweite Signal von dem für diese Luftzahl und diese
Leistung vorgegebenen Wert ab, erbringt der Gasbrenner nicht die gewünschte Leistung.
Es können dann die erforderlichen Schritte eingeleitet werden.
[0017] Eine Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß auch als erstes
Signal ein sowohl für die aktuelle Leistung als auch für die aktuelle Luftzahl repräsentatives
Signal verwendet wird, wobei das erste und das zweite Signal eine unterschiedliche
Abhängigkeit von der Luftzahl und/oder der Leistung aufweisen. Vorteilhafterweise
können die Ionisationssignale selbst als erstes und/oder zweites Signal verwendet
werden.
[0018] Besonders einfach läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren dadurch realisieren, daß
das aktuelle Ionisationssignal, aus welchem das erste Signal abgeleitet wird, mit
Hilfe einer ersten Speisespannung gemessen wird, und das aktuelle Ionisationssignal,
aus welchem das zweite Signal abgeleitet wird, mit Hilfe einer zweiten Speisespannung
gemessen wird.
[0019] Vorteilhafterweise werden die Ionisationssignale dadurch gemessen, daß eine Wechselspannung,
vorzugsweise von 230V, an die Ionisations-Elektrode angelegt wird. Der Polaritätseffekt
der Flamme bewirkt, daß nur bei jeweils einer Halbwelle ein Ionisationsstrom fließt.
Dadurch läßt sich aus einem Gleichanteil der abgegriffenen Spannung das Ionisationssignal
ableiten. Ein auf diese Weise gemessenes Ionisationssignal läßt sich besonders zuverlässig
und genau auswerten. Zur Auswertung wird das Signal in der Regel zunächst an ein Tiefpaßfilter
angelegt.
[0020] Alternativ können die Ionisationssignale dadurch gemessen werden, daß eine Dreiecksspannung
oder eine Rechteckspannung an die Ionisations-Elektrode angelegt wird.
[0021] Das zur Ableitung des für die aktuelle Luftzahl repräsentativen Signals gemessene
Ionisationssignal und das zur Ableitung des für die aktuelle Luftzahl und die aktuelle
Leistung repräsentativen Signals gemessene Ionisationssignal müssen nicht durch Anlegen
der gleichen Spannung an die Ionisations-Elektrode gemessen werden. Z.B. kann das
Ionisationssignal zur Bestimmung des für die aktuelle Luftzahl repräsentativen Signals
mit Hilfe einer Wechselspannung und das Ionisationssignal zur Bestimmung des für die
aktuelle Luftzahl und für die aktuelle Leistung repräsentativen Signals mit Hilfe
einer Dreiecksspannung oder einer Rechteckspannung gemessen werden oder umgekehrt.
[0022] Vorzugsweise werden die Ionisationssignale abwechselnd zur Ableitung des ersten Signals
und zur Ableitung des zweiten Signals genutzt.
[0023] Der Gasbrenner kann dadurch langfristig im optimalen Betriebsbereich gehalten werden,
daß das zweite Signal in regelmäßigen Zeitabständen, z. B. einmal pro Minute, erfaßt
wird.
[0024] Zur Eichung des Systems ist es vorteilhaft, daß bei dem Betriebsstart des Gasbrenners
Referenzmessungen durchgeführt werden, bei denen Referenzsignale für verschiedene
Leistungen und verschiedene Luftzahlen erfaßt und diese als vorgegebener Wert für
den Vergleich mit dem zweiten Signal gespeichert werden. Sofern das zweite Signal
aus einem aktuellen Ionisationssignal abgeleitet wird, werden bei dem Betriebsstart
des Gasbrenners vorzugsweise Referenzmessungen durchgeführt, bei denen Referenz-Ionisationssignale
für verschiedene Lüfterdrehzahlen und verschiedene Luftzahlen erfaßt und diese als
vorgegebener Wert für den Vergleich mit dem zweiten Wert gespeichert werden.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0026] Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel veranschaulichendes Diagramm;
und
Fig. 2 zwei ein zweites erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel veranschaulichende Diagramme.
[0027] Fig. 1 zeigt ein Diagramm, in dem die Spannung eines Meßsignals gegen die Luftzahl
λ aufgetragen ist. Es sind sechs verschiedene Meßsignalkurven dargestellt. Bei den
mit Signal 1 bezeichneten Meßsignalkurven handelt es sich um die für die aktuelle
Luftzahl repräsentativen Signale. Diese wurden aus dem bei einer Wechselspannung von
230V gemessenen Ionisationssignal und der Lüfterdrehzahl mit Hilfe einer speziellen
Auswerteschaltung abgeleitet. Die Signale sind für verschiedene Leistungen dargestellt.
Wie zu sehen ist, liegen die Kurven fast vollständig übereinander, d. h. diese Signale
sind tatsächlich leistungsunabhängig.
[0028] Bei den mit Signal 2 bezeichneten Meßsignalkurven handelt es sich um die für die
aktuelle Luftzahl und die aktuelle Leistung repräsentativen Signale. Zur Messung wurde
wiederum eine Wechselspannung von 230V an die Ionisations-Elektrode angelegt und das
Ionisationssignal anschließend unter Umgehung der speziellen Auswerteschaltung durch
ein Tiefpaßfilter geschickt. Es fällt auf, daß die wiederum für unterschiedliche Leistungen
aufgenommenen Kurven stark voneinander abweichen. Die Spannungsunterschiede zwischen
den Meßsignalkurven sind bei einer vorgegebenen Luftzahl im unteren Leistungsbereich
besonders groß. Somit kann ein sehr großer Leistungsbereich des Gasbrenners dadurch
zuverlässig überwacht werden, daß die Luftzahlregelung im Normalbetrieb mit Hilfe
der übereinanderliegenden Signal 1-Kennlinien erfolgt und zur Überprüfung der Leistung
die Wechselspannung von 230V an die Ionisations-Elektrode angelegt und die spezielle
Auswerteschaltung umgangen wird. Durch Vergleich des bei letztgenannter Messung erzielten
Meßwerts mit den verschiedenen vorgegebenen Signal 2-Kurven kann festgestellt werden,
ob der Gasbrenner tatsächlich die gewünschte Leistung erbringt.
[0029] Fig. 2 zeigt zwei Diagramme, in denen das Ionisationssignal gegen die Gebläsedrehzahl
für ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung aufgetragen ist. Die dargestellten
Meßwerte wurden bei konstanter Luftzahl λ von 1,3 aufgenommen. In beiden Diagrammen
sind die Ionisationssignale bei einer Speisespannung der Ionisations-Elektrode von
50V und von 230V dargestellt. Das obere Diagramm veranschaulicht den normalen Betriebszustand
des Kessels. Bei der eingestellten Gaszufuhr ergibt sich bei einer Drehzahl von 2000min.
-1 ein Ionisationssignal bei einer Speisespannung von 50V von 109. Dies ist der Sollwert
für die Regelung der Luftzahl von 1,3. Zur Überprüfung des Systems wird die Speisespannung
der Ionisations-Elektrode in regelmäßigen Zeitabständen auf die Kontrollspannung von
230V umgeschaltet. Wie dem obigen Diagramm zu entnehmen ist, beträgt in diesem Fall
das Ionisationssignal nur ungefähr 102. Die Differenz zwischen beiden Signalen ist
somit ungefähr 7. Solange die Differenz zwischen diesen beiden ermittelten Ionisationssignalwerten
im Bereich von 7 liegt, ist der Betrieb des Gasbrenners im optimalen Arbeitsbereich
gesichert.
[0030] Sofern das Luft-Abgassystem verstopft ist, z. B. durch eine Störung im Schornstein,
verschiebt sich der gesamte Arbeitsbereich zu höheren Drehzahlen hin, wie in dem unteren
Diagramm in Fig. 2 zu sehen ist. Bei der vorgegebenen Gaszufuhr wurde in diesem Fall
die Differenz zwischen den beiden Ionisationssignalen bei 2000min.
-1 ungefähr 14 betragen. Durch Vergleich dieser Abweichung mit der Abweichung von 7
im normalen Betriebszustand kann auf einfache Weise festgestellt werden, daß der Gasbrenner
nicht die gewünschte Leistung erbringt. Während bei dem ersten Ausführungsbeispiel
die Auswertschaltung umgeschaltet wurde, werden bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel
durch Umschaltung der Speisespannung zwei Ionisationssignale erzeugt, die eine unterschiedliche
Abhängigkeit von der aktuellen Leistung des Gasbrenners haben. In beiden Fällen gelingt
es so, einen Gasbrenner über einen langen Zeitraum sicher und mit der gewünschten
Leistung zu betreiben.
[0031] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Z.B. kann das Ionisationssignal
durch Anlegen einer Spannung einer beliebigen Form an die Ionisations-Elektrode erfaßt
werden. Genauso kann das Ionisationssignal mit Hilfe einer Gleichspannung gemessen
werden. Zur Abtastung des Ionisationssignals von der Ionisations-Elektrode kann zur
Ableitung des für die aktuelle Luftzahl repräsentativen Signals und des für die aktuelle
Luftzahl und die aktuelle Leistung repräsentativen Signals der gleiche Meßwertaufnehmer
verwendet werden. Alternativ können zwei Meßwertaufnehmer der Ionisations-Elektrode
zugeordnet werden oder im Flammenbereich des Gasbrenners sogar zwei separate Ionisations-Elektroden
angeordnet werden. Schließlich können die Referenzmessungen statt beim Betriebsstart
bereits vorher herstellerseitig durchgeführt werden.
1. Verfahren zur Luftzahlregelung eines mit einem Lüfter und einem Gas-Regelventil versehenen
wenigstens teilvormischenden Gasbrenners, wobei im Flammenbereich Ionisationssignale
mit Hilfe einer lonisations-Elektrode gemessen werden,
die Lüfterdrehzahl erfasst wird,
aus dem aktuellen Ionisationssignal ein für die aktuelle Luftzahl repräsentatives
erstes Signal abgeleitet und dieses mit einem Sollwert verglichen wird, wobei die
Lüfterdrehzahl bei der Ableitung des ersten Signals und/oder bei der Auswahl des Sollwertes
berücksichtigt wird, und
aus dem Vergleich ein Stellsignal für das Gas-Regelventil abgeleitet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein für die aktuelle Brenneneistung repräsentatives zweites Signal erfasst wird und
dieses mit einem vorgegebenen Wert verglichen wird,
wobei aus diesem Vergleich Informationen über den Betriebszustand des Gasbrenners
abgeleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Vergleich mit dem zweiten Signal das erste Signal als vorgegebener Wert verwendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als zweites Signal die Leistungsaufnahme des Lüfters oder das Temperaturniveau des
Kessels oder der Luftmassenstrom durch den Lüfter erfaßt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Signal aus einem aktuellen Ionisationssignal abgeleitet wird, wobei das
zweite Signal sowohl für die aktuelle Leistung als auch für die aktuelle Luftzahl
repräsentativ ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auch als erstes Signal ein sowohl für die aktuelle Leistung als auch für die aktuelle
Luftzahl repräsentatives Signal verwendet wird, wobei das erste und das zweite Signal
eine unterschiedliche Abhängigkeit von der Luftzahl und/oder der Leistung aufweisen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationssignale selbst als erstes und/oder zweites Signal verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das aktuelle Ionisationssignal, aus welchem das erste Signal abgeleitet wird, mit
Hilfe einer ersten Speisespannung gemessen wird, und das aktuelle Ionisationssignal,
aus welchem das zweite Signal abgeleitet wird, mit Hilfe einer zweiten Speisespannung
gemessen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationssignale dadurch gemessen werden, daß eine Wechselspannung an die Ionisations-Elektrode
angelegt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationssignale dadurch gemessen werden, daß eine Dreieckspannung oder eine
Rechteckspannung an die Ionisations-Elektrode angelegt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationssignale abwechselnd zur Ableitung des ersten Signales und zur Ableitung
des zweiten Signals genutzt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Signal in regelmäßigen Zeitabständen, z. B. einmal pro Minute, erfaßt
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Betriebsstart des Gasbrenners Referenzmessungen durchgeführt werden, bei
denen Referenzsignale für verschiedene Leistungen erfaßt und diese als vorgegebener
Wert für den Vergleich mit dem zweiten Signal gespeichert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Betriebsstart des Gasbrenners Referenzmessungen durchgeführt werden, bei
denen Referenz-Ionisationssignale für verschiedene Lüfterdrehzahlen und verschiedene
Luftzahlen erfaßt und diese als vorgegebener Wert für den Vergleich mit dem zweiten
Signal gespeichert gespeichert werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasbrenner abgeschaltet oder neu kalibriert oder eine Störung angezeigt wird,
wenn die Abweichung des zweiten Signals von dem vorgegebenen Wert größer als ein vorgegebener
Schwellwert ist.
1. Method for controlling the fuel/air ratio of an at least partially premixed gas burner
provided with a fan and a gas control valve, whereby ionisation signals are measured
in the flame zone with the aid of an ionisation electrode,
the fan speed is recorded,
a first signal which is representative for the current fuel/air ratio is derived from
the current ionisation signal and this is compared with a set value, whereby the fan
speed is taken into account when deriving the first signal and/or selecting the set
value, and
an actuating signal for the gas control valve is derived from the comparison,
characterised in that
a second signal representative for the current burner output is recorded and compared
with a preset value,
whereby information on the operating condition of the gas burner is derived from this
comparison.
2. Method according to claim 1, characterised in that the first signal is used as the preset value for comparison with the second signal.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the power consumption of the fan or the temperature level of the boiler or the air
mass flow through the fan is recorded as the second signal.
4. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the second signal is derived from a current ionisation signal, the second signal
being representative both for the current burner output and for the current fuel/air
ratio.
5. Method according to claim 4, characterised in that a signal which is both representative for the current burner output and for the current
fuel/air ratio is used as the first signal, the first and the second signal exhibiting
a different dependence on the fuel/air ratio and/or the output.
6. Method according to any one of claims 1 through 5, characterised in that the ionisation signals themselves are used as the first and/or second signal.
7. Method according to any one of claims 4 through 6, characterised in that the current ionisation signal from which the first signal is derived is measured
with the aid of a first supply voltage, and the current ionisation signal from which
the second signal is derived is measured with the aid of a second supply voltage.
8. Method according to any one of claims 1 through 7, characterised in that the ionisation signals are measured by applying an AC voltage to the ionisation electrode.
9. Method according to any one of claims 1 through 7, characterised in that the ionisation signals are measured by applying a delta voltage or a square wave
voltage to the ionisation electrode.
10. Method according to any one of claims 4 through 9, characterised in that the ionisation signals are used alternately to derive the first signal and to derive
the second signal.
11. Method according to any one of claims 1 through 10, characterised in that the second signal is recorded at regular intervals, e.g. once per minute.
12. Method according to any one of claims 1 through 11, characterised in that when the gas burner is started up reference measurements are taken during which reference
signals for various outputs are recorded and stored as preset values for comparison
with the second signal.
13. Method according to any one of claims 1 through 12, characterised in that, when the gas burner is started up, reference measurements are taken during which
reference ionisation signals for various fan speeds and various fuel/air ratios are
recorded and stored as preset values for comparison with the second signal.
14. Method according to any one of claims 1 through 13, characterised in that the gas burner is switched off or recalibrated or a fault is displayed when the second
signal deviates from the preset value by more than a preset threshold value.
1. Procédé pour commander le rapport d'air/carburant d'un brûleur à gaz à prémélange
d'au moins partiel, doté d'un ventilateur et d'une vanne de régulation gaz, où des
signaux d'ionisation sont mesurés au niveau de la flamme à l'aide d'une électrode
à ionisation, où le nombre de tours du ventilateur est enregistré, où, à partir du
signal actuel de ionisation, un premier signal, représentatif pour le rapport d'air/carburant
actuel, est dérivé et comparé avec une valeur de consigne, le nombre de tours du ventilateur
étant pris en compte pour la dérivation du premier signal et/ou le choix de la valeur
de consigne, et où, à partir de la comparaison, un signal de commande de la vanne
de régulation gaz est dérivé,
caractérisé par le fait
qu'un deuxième signal, représentatif pour la puissance actuelle du brûleur, est saisi
et comparé avec une valeur prédéterminée, où, à partir de cette comparaison, des informations
sont dérivées en ce qui concerne l'état d'exploitation du brûleur à gaz.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que, pour la comparaison avec le deuxième signal, le premier signal est utilisé en tant
que valeur prédéterminée.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que, pour former le deuxième signal, soit la puissance du ventilateur, soit le niveau
de température de la chaudière, soit encore le débit massique de l'air est saisi.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le deuxième signal est dérivé d'un signal actuel d'ionisation, où le deuxième signal
est représentatif aussi bien pour la puissance actuelle que pour le rapport d'air/carburant
actuel.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé par le fait qu'un signal représentatif aussi bien pour la puissance actuelle que pour le rapport
d'air/carburant actuel est utilisé également comme premier signal, où le premier signal
et le deuxième signal présentent l'un et l'autre une dépendance différente du rapport
d'air/carburant et/ou de la puissance.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que les signaux d'ionisation eux-même sont utilisés comme premier et/ou deuxième signal.
7. Procédé suivant l'une des revendications 4 à 6, caractérisé par le fait que le signal d'ionisation actuel, à partir duquel est dérivé le premier signal, est
mesuré à l'aide d'une première tension d'alimentation, et que le signal d'ionisation
actuel, à partir duquel est dérivé le deuxième signal, est mesuré à l'aide d'une deuxième
tension d'alimentation.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les signaux d'ionisation sont mesurés en ce qu'une tension alternative est appliquée
à l'électrode à ionisation.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que les signaux d'ionisation sont mesurés en ce qu'une tension triangulaire ou une tension
rectangulaire est appliquée à l'électrode à ionisation.
10. Procédé suivant l'une des revendications 4 à 9, caractérisé par le fait que les signaux d'ionisation sont utilisés en alternance pour la dérivation du premier
signal et la dérivation du deuxième signal.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que le deuxième signal est saisi à intervalle régulier, p. ex. une fois par minute.
12. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que, lors du démarrage du brûleur à gaz, des mesures de référence sont effectuées où
des signaux de référence sont saisis pour différentes puissance et stockés comme valeurs
prédéterminées pour la comparaison avec le deuxième signal.
13. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que, lors du démarrage du brûleur à gaz, des mesures de référence sont effectuées où
des signaux d'ionisation de référence sont saisis pour différents nombres de tours
du ventilateur et différents rapports d'air/carburant et stockés comme valeurs prédéterminées
pour la comparaison avec le deuxième signal.
14. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 13, caractérisé par le fait que le brûleur à gaz est arrêté ou ré-étalonné ou qu'une anomalie est affichée, si l'écart
entre le deuxième signal et la valeur prédéterminée dépasse un seuil prédéterminé.

