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(11) |
EP 1 003 660 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.01.2005 Patentblatt 2005/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.05.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1999/003697 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1999/065750 (23.12.1999 Gazette 1999/51) |
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| (54) |
FAHRWERK FÜR EIN SCHIENENFAHRZEUG
RUNNING GEAR FOR RAIL VEHICLES
BOGIE POUR UN VEHICULE SUR RAILS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE DK ES FR GB IT PT SE |
| (30) |
Priorität: |
13.06.1998 DE 19826448
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.05.2000 Patentblatt 2000/22 |
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Patentinhaber: DaimlerChrysler Rail Systems GmbH |
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13627 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- HENTSCHEL, Frank
D-12161 Berlin (DE)
- KOCH, Markus
D-13349 Berlin (DE)
- DABERKOW, Andreas
D-60528 Frankfurt am Main (DE)
- HACHMANN, Ulrich
D-90602 Pyrbaum (DE)
- RICHTER, Wolfgang-Dieter
D-90610 Winkelhaid (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thielmann, Andreas |
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COHAUSZ & FLORACK
Patent- und Rechtsanwälte
Postfach 10 18 30 40009 Düsseldorf 40009 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 291 491 DE-A- 3 546 493 DE-U- 29 613 586
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EP-A- 0 765 791 DE-A- 19 620 962
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrwerk gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs.
[0002] Ein Fahrwerk dieser Art (DE 38 08 593, A1), wie es insbesondere für Niederflur-Straßenbahnen
zur Anwendung gelangt, weist einen Fahrwerkrahmen und vier Einzelräder, also 2 Radpaare
auf, die jeweils an einem um eine horizontale Achse schwenkbar am Fahrwerkrahmen gelagerten
Radträger um horizontale Achsen drehbar gelagert sind. Die Radträger untergreifen
dabei die freien Enden von Längsträgern des Fahrwerkrahmens, wobei benachbart zu jedem
Einzelrad eine Primärfeder vorgesehen ist, die zwischen den Radträger und den darüber
befindlichen Längsträger eingesetzt ist. Die Achsen der Einzelräder sind starr mit
dem jeweils zugehörigen Radträger verbunden. Ein achsengleicher Radsatz ist dabei
angetrieben, wozu jedes betreffende Einzelrad mit einem Getriebe gekuppelt ist. Beide
Getriebe werden gemeinschaftlich von einem Antriebsmotor über ein Koppelgetriebe angetrieben.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gemäß dem Oberbegriff des ersten Anspruchs
ausgestaltetes Fahrwerk zu schaffen, welches bei minimalem Verschleiß, hoher Sicherheit
und geringem konstruktiven Aufwand sowohl enge Gleisbögen durchfahren als auch höhere
Geschwindigkeiten im geraden Gleis erzielen kann.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale
des ersten Anspruchs.
[0005] Bei einer Ausgestaltung eines Fahrwerks gemäß der Erfindung können sich die in der
Regel in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs vorlaufenden nicht angetriebenen Räder
aufgrund ihrer um je eine Hochachse schwenkbaren Lagerung und ihrer freien Drehbarkeit
aufgrund der Rad-Schiene-Geometrie selbsttätig radial zum Gleis und insbesondere zum
Gleisbogen einstellen, wobei die diesem Radpaar zugeordnete Lenkeinrichtung die gleichlaufende
Lenkung beider
[0006] Räder erzwingt. Die nicht angetriebenen Räder des vorlaufenden Radsatzes können so
als selbstregelndes Einzelradmodul aufgrund ihrer Schwenkbarkeit gegenüber dem gemeinsamen
Radträger den bei höheren Geschwindigkeiten auftretenden Sinuslauf ausgleichen, ohne
die daraus resultierenden Bewegungen in voller Höhe auf den Fahrwerkrahmen zu übertragen,
der seinerseits über Primärfedern den zugeordneten Wagenkasten trägt. Zusätzlich ist
aber auch das angetriebene, weitere Radpaar um eine hier gemeinsame Hochachse gegenüber
dem Fahrwerk-rahmen schwenkbar gelagert. Dabei erfolgt die Schwenkung des angetriebenen
Radpaares mittels eines aktiv gesteuerten Aktuators, der abhängig vom Radius des aktuell
befahrenen Gleisabschnittes den Schwenkwinkel dieses Radpaares bestimmt, wobei dieser
Schwenkwinkel entgegen der Schwenkrichtung des nicht angetriebenen Radpaares ist.
Die Schwenkung erfolgt dabei in der Weise, daß die Radachsen radial zum befahrenen
Gleisabschnitt bzw. die Radebenen tangential dazu ausgerichtet sind. Der gemeinsame
Radträger ist hierbei um eine horizontale Achse schwenkbar am Fahrwerksrahmen angelenkt
und andererseits mittels Primärfedern gegen die Unterseite des Fahrwerkrahmens abgestützt.
Die Einzelräder des nicht angetriebenen Radpaares werden dagegen vorzugsweise an Einzelradträgern
gelagert, die ihrerseits ebenfalls an einem gemeinsamen, am Fahrwerksrahmen um eine
horizontale Achse schwenkbar gehaltenen Radträger um je eine Hochachse schwenkbar
gelagert sind. Dabei ist auch dieser Radträger mittels Primärfedern gegen die Unterseite
des Fahrwerkrahmens gestützt, um den erforderlichen Fahrkomfort bereit zu stellen.
[0007] Um ein definiertes Fahrverhalten eines erfindungsgemäß ausgebildeten Fahrwerkes auch
dann zu erzielen, wenn betriebliche Steuermittel zur Lenkung des angetriebenen Radpaares
ausfallen, ist zweckmäßigerweise wenigstens einem Radpaar, und hier bevorzugt dem
angetriebenen Radpaar, eine steuerbare Rückstellvorrichtung zugeordnet. Diese Rückstellvorrichtung
wird wahlweise dann wirksam, wenn ein Steuerungsfehler registriert wird. In diesem
Falle wird die betriebsmäßige Lenkungssteuerung außer Funktion gesetzt und dafür die
Rückstellvorrichtung aktiviert, die das oder die Radpaare unabhängig vom Radius des
aktuell befahrenen Gleisabschnittes selbsttätig in eine einem geraden Gleis zugeordnete
Grundstellung schwenkt. Vorzugsweise wird dabei zugleich ein Bremsvorgang zur Verminderung
der Geschwindigkeit des Fahrzeugs angefordert oder automatisch eingeleitet, falls
die Geschwindigkeit über einem vorbestimmten Wert liegt und der Radius der Gleisbogenkrümmung
einen vorbestimmten Wert unterschreitet. Dabei kann die dann zulässige Geschwindigkeit
abhängig vom Gleisbogenradius gesteuert sein. Aber auch im normalen, ungestörten Betrieb
ist es zweckmäßig, mittels einer vorzugsweise der Rückstellvorrichtung zugeordneten
Arretiervorrichtung den oder die lenkbaren Radträger in der Geradeausposition festzusetzen,
wenn der Bogenradius ab einem bestimmten Grenzwert größere Radiuswerte annimmt. Dadurch
wird die Lenkung von Traktionkräften und Einflüssen von Gleislagestörungen entlastet.
[0008] Um das Lenkverhalten und damit den Fahrkomfort bei geringem Verschleiß zwischen Schienenrädern
und Gleis zu minimieren, ist zweckmäßig der Aktuator des angetriebenen Radsatzes abhängig
vom Lenkwinkel wenigstens eines der nicht angetriebenen, vorlaufenden Einzelräder
winkelbezogen gegengleich gesteuert. Insbesondere beim Ein- oder Auslaufen von einem
geraden Gleis in einen Übergangsbogen und aus einem Übergangsbogen in ein gerades
Gleis wird dadurch der Verschleiß sowie die Geräuschbelastung auf minimale Werte abgesenkt.
[0009] Die Lenkvorrichtung für die nicht angetriebenen Schienenräder ist vorzugsweise mit
einem Lenkgestänge ausgestattet, das zusammen mit dem zugehörigen gemeinsamen Radträger
eine Parallelogrammführung bildet. Die für sich freilaufenden Einzelräder bilden so
einen Radsatz, der sich selbsttätig entsprechend den aus der Rad-Schienen-Geometrie
resultierenden Kräften radial zum aktuell befahrenen Gleis ausrichtet. Diese vorteilhafte
Wirkung stellt sich dabei insbesondere auch im konstanten Gleisbogen ein.
[0010] Zwischen das Lenkgestänge und den zugehörigen Radträger oder den Fahrwerkrahmen kann
ein Dämpfer mit regelbarem Federungs- und Dämpfungsverhalten eingesetzt werden. Es
gehen dann Einflüsse aus Gleislagestörungen oder dergleichen nicht in voller Höhe
in das Steuerungsverhalten der nicht angetriebenen Räder ein. Dabei kann das Dämpfungsverhalten
abhängig von der Gleiskrümmung gesteuert sein und auf dem geraden Gleis sehr hohe
Werte annehmen. Es kann dabei auch das vorerwähnte Arretieren gesteuert werden. Der
Dämpfer kann demnach zugleich als Arretiervorrichtung ausgebildet sein, die nicht
nur im geraden Gleis sondern auch im konstanten Gleisbogen Störeinflüsse auf das Lenkverhalten
unterdrückt. Dabei ist es auch zweckmäßig, wenigstens einem Dämpfer und/oder einen
dem angetriebenen Radpaar zugeordneten Aktuator oder auch der gegebenenfalls eigenständigen
Rückstellvorrichtung eine Wegmeßeinrichtung zuzuordnen, deren Längenänderungen ein
Maß für den aktuellen Lenkwinkel der damit gekoppelten Einzelräder oder Radpaare ist.
[0011] Daneben ist es auch möglich, anstelle eines mechanischen Lenkgestänges eine hydraulische
Kupplung zur gleichlaufenden Lenkung der nicht angetriebenen Räder vorzusehen, die
eine winkelgleiche Drehung der Einzelräder um ihre Hochachse erzwingt.
[0012] Im mehrgliedrigen Schienenfahrzeug mit nur je einem in Wagenkastenlängsmitte angeordneten
Fahrwerk ist es zweckmäßig, gemäß der Erfindung ausgebildete Fahrwerke so anzuordnen,
daß bei Fahrzeugen mit nur einer Fahrtrichtung alle nicht angetriebenen Radpaare den
angetriebenen Radpaaren des betreffenden Fahrwerks vorlaufen. Bei in zwei Richtungen
zu betreibenden mehrgliedrigen Schienenfahrzeugen sind dagegen die Fahrwerke so angeordnet,
daß jedenfalls die nicht angetriebenen Radpaare der endständigen Laufwerke gegenüber
dem zugehörigen angetriebenen Radpaar des betreffenden Fahrwerks zum benachbarten
freien Schienenzugende hin liegen. Bei dazwischen angeordneten Fahrwerken ist die
Anordnung soweit als möglich in der Weise getroffen, daß einem angetriebenen Radsatz
ein weiterer angetriebener Radsatz des Nachbarfahrwerks folgt.
[0013] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Prinzipskizzen von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Fahrwerks,
- Fig. 3
- eine Frontdarstellung eines abgeänderten Fahrwerks mit Sicht auf ein nur eine gemeinsame
Antriebswelle aufweisendes Getriebe für einen angetriebenen Radsatz,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Fahrwerk nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Anordnung von Fahrwerken bei einem zweigliedrigen, in zwei Fahrtrichtungen zu
betreibenden Schienenfahrzeug,
- Fig. 6
- eine Anordnung von Fahrwerken bei einem dreigliedrigen, in zwei Fahrtrichtungen betreibbaren
Schienenfahrzeug,
- Fig. 7
- die Anordnung von Fahrwerken bei einem dreigliedrigen, nur in einer Fahrtrichtung
zu betreibenden Schienenfahrzeug und
- Fig. 8
- eine Anordnung von Fahrwerken bei einem viergliedrigen, in zwei Fahrtrichtungen zu
betreibenden Schienenfahrzeug.
[0015] Ein Fahrwerk, insbesondere ein Drehgestell für Niederflur-Straßenbahnen weist einen
Fahrwerkrahmen aus zwei parallel zur in Fahrtrichtung verlaufenden Längsachse gerichteten
Langträgem 1 und zwei im längsmittigen Bereich senkrechter dazu stehenden Querträgem
2 und 3 auf. An den Querträgem 2, 3 ist jeweils ein zweiarmiger Radträger 4 bzw. 5
um ein horizontale Achse schwenkbar in verschleißarmen Elastomehrbuchsen 6 mittels
der Arme gelagert. Die brückenförmigen Radträger 4, 5 untergreifen die jeweils nach
oben abgekröpften Enden der Langträger 1 die im Bereich der Querträger 2, 3 gegenüber
den horizontalen Achsen von Schienenräder 8 einen abgesenkten Mittelleil aufweisen.
Dabei sind die Radträger 4, 5 über Primärfederelemente 9 gegen die Unterseite der
freien Enden 10 der Langträger 1 elastisch abgestützt. Zwei Schienenräder 8 sind dabei
seitlich außen neben den freien Enden 10 der Langträger 1 am Radträger 4 und 2 weitere
Schienenräder 8 am spiegelbildlich gegenüberliegenden Radträger 5 um die horizontalen
Achsen 7 drehbar gelagert. Dabei sind die Schienenräder 8, 8 am vorlaufenden Radträger
4 antriebslos, während das Radpaar 8,8 am zugeordneten Radträger 5 mittels einer Getriebeanordnung
11 über Antriebswellen 12 mit nicht dargestellten, getrennten Antriebsmotoren gekuppelt
sind. Die Schienenräder 8 sind dabei am Radträger 5 auf fest damit verbundenen Achsen
7 gelagert. Demgegenüber sind die Achsen 7 des unangetriebenen Radpaares 8 an Einzelradträgern
13 festgesetzt, die ihrerseits um je eine vertikale Hochachse 14 schwenkbar am zugehörigen
Radträger 4 gelagert sind. Um eine aus den Kräften der Rad-Schiene-Geometrie resultierende
Lenkung der nicht angetriebenen Einzelräder 8,8 um ihre Hochachsen 14 sicherzustellen,
sind die zugehörigen Achsen 7 über parallel zu den Langträgern gerichtete, einendig
an den zugehörigen Achsen 7 festgesetzte Lenkhebel 15 mit einer quer zu den Langträgem
1 verlaufenden gemeinsamen Lenkerstange 16 über Gelenke 17 gelenkig verbunden. Die
Lenkvorrichtung 15, 16, 17 bildet dabei zusammen mit dem zugehörigen Radträger 4,
den Einzelradträgern 13 und dem Lenkgestänge 16 zwischen dem Radträger 4 und den Einzelradträgern
13 eine Parallelogrammführung. Die nicht angetriebenen Schienenräder 8,8 stellen somit
hinsichtlich der Lenkung selbstregelnde Einzelradmodule dar, die sich durch die Kräfte
der Rad-Schiene-Geometrie selbsttätig bogenabhängig so lenken, daß die Radebenen jeweils
tangential zum befahrenen Gleisabschnitt stehen.
[0016] Der Radträger 5 des anderen, angetriebenen Radpaares 8,8 ist um eine gemeinsame,
längsmittige Hochachse um eine dort angeordnete Drehzapfenanordnung 18 in einer horizontalen
Ebene parallel zu einer die Querträger 2,3 aufnehmenden Ebene schwenkbar. Hierzu ist
der Radträger 5 längsmittig über einen Koppellenker 19 mit dem benachbarten Querträger
3 gekuppelt und anderenends im Bereich der Drehzapfenanordnung 18 mit der Quertraverse
des Radträgers 5 gelenkig verbunden. Dabei sind zu Ermöglichung einer Schwenkbewegung
des Radträgers 5 seine von der Quertraverse zum Querträger 3 gerichteten Arme über
die dort vorgesehenen Lager 6 längs des Querträgers 3 in Gleitführungen schwenkbar
gehalten. Die Drehzapfenanordnung 18 weist dabei beispielsweise einen mit dem Fahrwerkrahmen
1 verbundenen Drehzapfen auf, der zwischen seitlich angeordneten, am zugehörigen Radträger
5 festgesetzten Haltewangen drehbar festgesetzt ist.
[0017] Um eine aktive Lenkung des angetriebenen Radpaares 8,8 bewerkstelligen zu können,
ist ein steuerbares Stellelement 20 vorgesehen, das an einer Stützauflage 21 angelenkt
ist, die ihrerseits fest mit einem Langträger 1 verbunden ist und für die Auflagerung
einer Primärfederung bestimmt ist. Das Stellelement 20 ist dabei anderenends mit der
Achse 7 eines der angetriebenen Räder 8 gekuppelt. Das Stellelement 20 ist längenveränderbar
und kann als Aktuator mit hydraulischem, pneumatischem oder elektromotorischem Spindel-Antrieb
ausgestattet sein. Die Längenveränderung dieses Stellelements 20 wird dabei abhängig
vom Krümmungsradius des aktuell befahrenen Schienenabschnittes gesteuert. Hierzu ist
es zweckmäßig, wenigstens einem Einzelradträger 13 des nicht angetriebenen Radsatzes
8,8 einen Drehwinkelsensor zuzuordnen, in dessen Abhängigkeit das Stellelement 20
gesteuert wird. Bei einer Längenveränderung des Stellelements wird der Radträger 5
mit den angetriebenen Rädern 8,8 um die Schwenkzapfenanordnung 18 geschwenkt, so daß
auch die Achsen 7 dieses Radpaares radial zum Gleisabschnitt sowohl bei Geradeausfahrt
wie bei Kurvenfahrt stehen. Die Schwenkrichtung der angetriebenen Schienenräder 8
ist dabei der Schwenkrichtung nicht angetriebenen Einzelräder 8 entgegengesetzt, so
daß die Ausrichtung beider Radsätze radial zum aktuell befahrenen Gleisabschnitt 7
hergestellt ist.
[0018] Dem angetriebenen Radpaar 8,8 ist zusätzlich eine steuerbare Rückstellvorrichtung
22 zugeordnet, die wie das Stellelement 20 an einer dem zweiten Langträger 1 zugeordneten
Stützauflage 21 für ein Primärfederelement angelenkt und anderenends mit der Achse
7 des Schienenrades 8 gelenkig verbunden ist, dem nicht das steuerbare Stellelement
20 zugeordnet ist. Dabei ist es möglich, diese Rückstellvorrichtung 22 auch parallel
zum Stellelement 20 anzuordnen oder die beiden Elemente 21, 22 in einer Einheit zu
integrieren und ggf. beiden Achsen 7 zuzuordnen. Die Rückstellvorrichtung 22 ist ebenfalls
längenveränderbar und folgt im normalen Lenkbetrieb mittels des Aktuators 20 den Lenkbewegungen
der zugehörigen Achse 7 ohne Gegenkraft. Wenn jedoch der Aktuator 20 oder die zugehörigen
Steuermittel im Fehlerfalle oder auch gezielt unwirksam werden, dann wird die Rückstellvorrichtung
selbsttätig so gesteuert, daß ein integrierter Energiespeicher bei für die Lenkung
wirkungslosem Aktuator 20 den Radträger 5 selbsttätig in eine Grundstellung schwenkt,
die der Fahrt auf einem geraden Gleis zugeordnet ist. Hierbei ist es unerheblich,
ob sich das Fahrwerk im geraden Gleis oder in einem gekrümmten Gleisabschnitt befindet.
Dabei ist es zweckmäßig, der Rückstellvorrichtung auch eine Arretiervorrichtung zuzuordnen,
die in diesem Betriebsfall die Grundstellung verriegelt. Ein Lösen ist dann wieder
vorzusehen, wenn der ordnungsgemäße Lenkbetrieb über das Stellelement 20 gegeben ist.
Dabei kann es zweckmäßig sein, auch dem nicht angetriebenen Radpaar 8,8 eine derartige
Rückstellvorrichtung zuzuordnen, um stabile Fahrverhältnisse zu gewährleisten.
[0019] Bei dem Fahrwerk nach Fig. 3 ist dem angetriebenen Radpaar 8,8 eine Getriebeanordnung
zugeordnet, bei der die beiden den einzelnen Rädern 8 zugeordneten Getriebe 11 über
ein gemeinsames Sperrdifferentialgetriebe 23 und eine Querwelle 24 mit einer einzigen
Antriebswelle 12 für nur einen Antriebsmotor gekuppelt sind. Bei diesem Fahrwerk ist
der als Steflelement zur aktiven Lenkung des angetriebenen Radsatzes dienende Aktuator
20 in Fahrwerklängsmitte an die Stelle des Koppellenkers 19 nach Fig. 1 gesetzt, während
den Achsen der beiden angetriebenen Räder 8 jeweils eine Rückstellvorrichtung 22 zugeordnet
ist, die anderenends mit der jeweiligen Stützauflage 21 schwenkbar gekuppelt ist.
Dabei ist der zugehörige Radträger 5 nicht mehr über eine Drehzapfenanordnung 18 sondern
über einen Querlenker 25 am Fahrwerkrahmen gegen Querverstellung gehalten. Zudem sind
die Rückstellvorrichtung 22 noch mit integrierten Arretiervorrichtungen ausgestattet,
die so lange arretiert sind, eine Längenveränderung der Rückstellelemente also nicht
zulassen, so lange bei ordnungsgemäßer Funktion der Lenkungssteuerung kein eine Änderung
des Lenkwinkels forderndes Steuersignal an den Aktuator 20 geliefert wird. Sofern
demnach von den zumindest einem der nicht angetriebenen Schienenräder 8 zugeordneten
Lenksensor kein Signal generiert wird, das eine Änderung des Lenkwinkels erfordert,
bleiben beide Arretiervorrichtungen in den Rückstellelementen 22 blockiert. Wird jedoch
ein Lenksignal generiert, das eine Änderung des Lenkwinkels fordert, dann wird nicht
nur eine Längenänderung am Aktuator 20 gesteuert, sondern zusätzlich auch von der
Lenkwinkelrichtung eine der Arretiervorrichtungen gelöst und die andere freigegeben.,
Der Anlenkpunkt zwischen der Radachse 7 und der gesperrten Arretiervorrichtung bildet
dann einen Drehpunkt, um welchen der zugehörige Radträger 5 bei einer Längenänderung
des Aktuators 20 geschwenkt wird. Dabei dienen auch hier die im Querträger 3 verschiebbar
geführten Arme des Radträger 5 mit ihren Lagern 6 als horizontale Schwenkachse für
den Radträger 5 und als Drehmomentstütze. Aufbau und Funktion des nicht angetriebenen
Radsatzes mit der Steuervorrichtung ist hierbei unverändert gegenüber dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1.
[0020] Um beispielsweise von Gleisstörungen ausgelöste Störschwingungen am selbstregelnden
Einzelradmodul zumindest weitgehend zu unterdrücken, ist einerseits an das Lenkgestänge
15,16 und andererseits mit dem Radträger 4 oder gegebenenfalls auch mit dem Fahrwerksrahmen
ein Dämpfer 27 gem. Fig. 1 eingefügt, der ein regelbares Federungs- und Dämpfungsverhalten
aufweist. Dabei kann das Federungs- und Dämpfungsverhalten abhängig vom befahrenen
Gleisbogenradius und gegebenenfalls auch von der Fahrgeschwindigkeit gesteuert sein.
Dabei ist es zweckmäßig, das Dämpfungsverhalten bei auftretenden großen Störungen
so zu erhöhen, daß eine kurzzeitige, auf den Störeinfluß abgestimmte Arretierung des
Dämpfers eintritt. Dadurch werden Fehllenkbewegungen unterbunden und daraus resultierende
Schwingungen über die elastische Lagerung des Radträgers 4 in der Primärfederung 9
und den elastischen Lagern 6 aufgenommen. Dabei kann dem Dämpfer 27 auch eine Wegmeßeinrichtung
zugeordnet werden, die im ungestörten Laufbetrieb des Fahrwerks die sich aus der Radschiene-Geometrie
ergebende Lenkbewegung dieses selbstregelnden Radpaares 8 erfaßt und dadurch ein Signal
generiert, daß für den aktuellen Lenkwinkel ausgewertet werden kann. Sofern der Dämpfer
27 nicht selbstsperrend ausgebildet wird, ist es auch möglich, das Lenkgestänge gegenüber
dem Radträger mittels einer eigenen, steuerbaren Arretiervorrichtung im Bedarfsfall
zu verriegeln.
[0021] Werden einem bei 26 angedeuteten Wagenkasten gemäß der Erfindung ausgebildete Fahrwerke
den einzelnen Wagenkästen 26 eines mehrgliedrigen Schienenfahrzeugs zugeordnet, dann
erfolgt ihre Ausrichtung in Bezug auf die Anordnung der angetriebenen und der nicht
angetriebenen Radpaare abhängig von der im Betrieb vorgesehenen Laufrichtung.
[0022] In Fig. 5 ist ein zweigliedriges Schienenfahrzeug dargestellt, bei dem die nicht
angetriebenen Radpaare 8 den benachbarten freien Enden des jeweiligen Wagenkastens
näher zugeordnet sind als die durch die Getriebe 11 angetriebenen Radpaare 8. In dieser
gegenseitigen Zuordnung ist das Schienenfahrzeug für Zweirichtungsbetrieb geeignet.
[0023] Gemäß Fig. 6 ist zwischen die Anordnung nach Fig. 5 ein dritter Wagenkasten 26 eingefügt,
bei dem das zugeordnete Fahrwerk die gleiche richtungsbezogene Anordnung der Radsätze
aufweist, wie eines der benachbarten Fahrwerke. Auch dieses dreigliedrige Schienenfahrzeug
ist für Zweirichtungsbetrieb geeignet, nachdem in jeder Fahrtrichtung das erste Radpaar
des vordersten Wagenkastens als vorlaufendes, nicht angetriebenes Radpaar ausgebildet
ist und als selbstlenkendes vorlaufendes Radpaar den Lenkvorgang beim Einfahren in
eine Kurve wie beim Kurvenlauf selbst als auch beim Ausfahren in die Gerade einleitet.
[0024] Bei der Anordnung der Fahrwerke gemäß Fig. 7 sind alle nicht angetriebenen Radpaare
8 in einer Fahrtrichtung vor den nachfolgenden angetriebenen Radpaaren angeordnet.
Diese Zusammenstellung ist für Einrichtungsbetrieb ausgebildet und gestattet ein Rückwärtsfahren
nur mit wesentlich verminderter Geschwindigkeit.
[0025] Bei der Zusammenstellung gem. Fig. 8 sind zwei Einheiten gem. Fig. 5 aneinandergekoppelt,
und bilden so ein viergliedriges Schienenfahrzeug, das für den Zweirichtungsbetrieb
mit jeweils einem in Fahrtrichtung vorlaufenden unangetriebenen Radpaar an den Zugenden
ausgestattet ist. Auch hier erlaubt die Selbstlenkung des ersten, anderen Radsätzen
vorlaufenden Radsatzes nicht angetriebener Räder die Fahrt mit hoher Geschwindigkeit
auf geraden wie gekrümmten Gleisen bei geringem Verschleiß und hohem Fahrkomfort.
1. Fahrwerk für ein Schienenfahrzeug mit einem Fahrwerkrahmen und vier Einzelrädern,
die um horizontale Achsen drehbar gelagert sind, wobei ein Radpaar angetrieben ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das angetriebene Radpaar (8, 8) um eine gemeinsame Hochachse (18) und die nicht angetriebenen
Einzelräder (8, 8) jeweils um eine eigene vertikale Hochachse (14, 14) schwenkbar
gelagert sind und daß die nicht angetriebenen Einzelräder (8, 8) mittels einer Lenkvorrichtung
(15, 16, 17) für ein gemeinsames gleichlaufenden Schwenken um ihre Hochachsen (14,
14) gekoppelt sind.
2. Fahrwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das angetriebene Radpaar (8, 8) an einem gemeinsamen Radträger (5) gelagert und mit
einem Aktuator (20) gekuppelt ist, der abhängig vom aktuell befahrenen Gleisbogenradius
gesteuert ist und den gemeinsamen Radträger (5) radiusabhängig schwenkt, wobei der
Radträger (5) einerseits um die horizontale Achse am Fahrwerksrahmen (1, 3) angelenkt
und andererseits mittels Primärfedern (9) gegenüber der Unterseite des Fahrwerkrahmens
(1) abgestützt ist.
3. Fahrwerk nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit wenigstens einem Radpaar (8, 8) eine steuerbare Rückstellvorrichtung (22) gekuppelt
ist, die wahlweise den zugeordneten Radsatz (8, 8) unabhängig vom Radius des aktuell
befahrenen Gleisabschnittes selbsttätig in eine einem geraden Gleis zugeordnete Grundstellung
schwenkt.
4. Fahrwerk nach Anspruch 1, 2 oder 3
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelräder (8, 8) des nicht angetriebenen Radpaares an Einzelradträgern (13)
um horizontale Achsen (7) frei drehbar gelagert sind, daß die Einzelradträger (13)
einzeln an einem gemeinsamen, am Fahrwerkrahmen (1, 2) um eine horizontale Achse schwenkbar
gehaltenen Radträger schwenkbar gelagert sind, auf dem mittels Primärfedern (9) der
Fahrwerkrahmen (1) endseitig abgestützt ist.
5. Fahrwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet,
daß der Aktuator (20) des angetriebenen Radsatzes (8, 8) abhängig vom Lenkwinkel wenigstens
eines der nicht angetriebenen Einzelräder (8, 8) winkelbezogen in Gegenrichtung gesteuert
ist.
6. Fahrwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lenkvorrichtung ein Lenkgestänge (15, 16, 17) aufweist, das zusammen mit dem
zugehörigen gemeinsamen Radträger (4) eine Parallelogrammführung bildet.
7. Fahrwerk nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen das Lenkgestänge (15, 16, 17) und den zugehörigen Radträger (4) oder den
Fahrwerkrahmen wenigstens ein Dämpfer (27) mit regelbarem Federungs- und Dämpfungsverhalten
eingesetzt ist.
8. Fahrwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einem Dämpfer (27) und/oder einem Aktuator (20) und/oder einer Rückstellvorrichtung
(22) eine Wegmeßeinrichtung zugeordnet ist, deren Längenänderungen ein Maß für den
jeweiligen aktuellen Lenkwinkel der damit gekoppelten Einzelräder oder Radpaare ist.
9. Fahrwerk nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dämpfer (27) arretierbar ist.
10. Fahrwerk nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung des Dämpfers fahrgeschwindigkeits- und/oder gleisbogenabhängig gesteuert
ist.
11. Fahrwerk nach wenigstens einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelradträger (13) des nicht angetriebenen Radpaares (8, 8) mittels einer hydraulischen
Kupplung gekoppelt sind, die eine winkelgleiche Drehung der Einzelradträger (13) um
ihre Hochachse (14) steuert.
1. An undercarriage structure for a rail vehicle having an undercarriage frame and four
independent wheels that are mounted so as to allow rotation about horizontal axes,
one pair of wheels being driven,
characterised in that
the driven wheel pair (8, 8) is mounted pivotably about a shared yaw axis (18) and
each of the non-driven independent wheels (8, 8) is mounted pivotably about its own,
vertical yaw axis (14, 14), and that the non-driven, independent wheels (8, 8) are
coupled via a steering mechanism (15, 16, 17) to provide common, synchronised pivoting
about their yaw axes (14, 14).
2. The undercarriage structure according to claim 1,
characterised in that
the driven wheel pair (8, 8) is mounted on a shared wheelmount (5) and is coupled
with an actuator (20) that is controlled according to the arc radius of the track
currently travelled and pivots the shared wheelmount (5) in accordance with the radius,
the wheelmount (5) not only being guided about the horizontal axis on the undercarriage
frame (1, 3) but also being supported against the underside of the undercarriage frame
(1) by primary springs (9).
3. The undercarriage structure according to claim 1 or 2,
characterised in that
a controllable return device (22) is coupled to at least one wheel pair (8, 8), and
may optionally be set to automatically pivot the assigned wheel set (8, 8), regardless
of the radius of the track currently travelled, to a basic setting assigned for a
straight track.
4. The undercarriage structure according to claim 1, 2, or 3,
characterised in that
the individual wheels (8, 8) of the non-driven wheel pair are mounted on individual
wheelmounts (13) so as to be able to rotate freely about horizontal axes (7), that
the individual wheelmounts (13) are individually and pivotably mounted on a shared
wheelmount that is attached to the undercarriage frame (1, 2) and pivots about a horizontal
axis, and on which the undercarriage frame (1) is supported at its extremities via
primary springs (9).
5. The undercarriage structure according to any of claims 1 to 4,
characterised in that
the actuator (20) of the driven wheel set (8, 8) is controlled with regard to angle
in the opposite direction depending on the steering angle of at least one of the non-driven
individual wheels (8, 8) .
6. The undercarriage structure according to any of claims 1 to 5,
characterised in that
the steering mechanism includes a steering linkage (15, 16, 17), which together with
the associated shared wheelmount (4) forms a parallelogram guide system.
7. The undercarriage structure according to claim 6,
characterised in that
at least one damping member (27) having adjustable elasticity and damping properties
is installed between the steering linkage (15, 16, 17) and the associated wheelmount
(4) or the undercarriage frame.
8. The undercarriage structure according to at least one of claims 2 to 7,
characterised in that
a travel sensor is assigned to at least one damping member (27) and/or actuator (20)
and/or return device (22), the changes in length of which serve as a measurement for
the respective current steering angle of the individual wheels or wheel pairs coupled
therewith.
9. The undercarriage structure according to claim 7 or 8,
characterised in that
the damping member (27) can be locked.
10. The undercarriage structure according to claim 9,
characterised in that
the locking of the damping member is controlled as a function of the travelling speed
and/or curvature of the track.
11. The undercarriage structure according to any of claims 4 to 10,
characterised in that
the individual wheelmounts (13) of the non-driven wheel pair (8, 8) are coupled via
a hydraulic coupling system which controls the individual wheelmounts (13) such that
the angle through which they pivot about their yaw axes (14) is identical.
1. Train de roulement pour véhicule ferroviaire comportant un châssis de train de roulement
et quatre roues individuelles qui s'appuient en rotation autour d'essieux horizontaux,
une paire de roue étant motrice,
caractérisé en ce que
la paire de roues motrice (8, 8) s'appuie de manière pivotable autour d'un axe de
lacet vertical commun (18) et les roues individuelles non motrices (8, 8) s'appuient
autour d'un axe de lacet vertical propre (14, 14) respectivement et que les roues
individuelles non motrices (8, 8) sont couplées au moyen d'un dispositif de direction
(15, 16, 17) pour un pivotement commun synchrone autour de leurs axes de lacet verticaux
(14, 14).
2. Train de roulement selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la paire de roues motrice (8, 8) s'appuie sur un support de roues commun (5) et est
couplée à un actionneur (20) qui est commandé en fonction du rayon de courbe de voie
ferrée actuellement parcourue et fait pivoter le support de roues commun (5) en fonction
du rayon, le support de roues (5) étant d'une part articulé autour de l'essieu horizontal
sur le châssis du train de roulement (1, 3) et d'autre part soutenu au moyen de ressorts
primaires (9) par rapport à la face inférieure du châssis du train de roulement (1).
3. Train de roulement selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'un dispositif de rentrée contrôlable (22) est couplé à au moins une paire de roues
(8, 8), lequel dispositif de rentrée fait automatiquement pivoter, au choix, le jeu
de roues associé (8, 8) indépendamment du rayon de la section de voie ferrée actuellement
parcourue dans une position de base associée à une voie ferrée rectiligne.
4. Train de roulement selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
les roues individuelles (8, 8) de la paire de roues non motrice s'appuient en rotation
libre autour d'essieux horizontaux (7) sur des supports de roues individuelles (13),
que les supports de roues individuelles (13) s'appuient en pivotement individuellement
sur un support de roues commun maintenu en pivotement autour d'un essieu horizontal
sur le châssis du train de roulement (1, 2), support de roues sur lequel le châssis
du train de roulement (1) s'appuie à son extrémité au moyen de ressorts primaires
(9).
5. Train de roulement selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
l'actionneur (20) du jeu de roues motrice (8, 8) est commandé, en fonction de l'angle
de direction d'au moins une des roues individuelles non motrices (8, 8), en sens inverse
angulaire.
6. Train de roulement selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le dispositif de direction présente une barre de direction (15, 16, 17) qui forme,
avec le support de roues commun associé (4), un guide en parallélogramme.
7. Train de roulement selon la revendication 6,
caractérisé en ce
qu'entre la barre de direction (15, 16, 17) et le support de roues associé (4) ou le
châssis de train de roulement est inséré au moins un amortisseur (27) à caractéristiques
de ressort et d'amortissement réglables.
8. Train de roulement selon au moins l'une quelconque des revendications 2 à 7,
caractérisé en ce
qu'est associé à au moins un amortisseur (27) et/ou à un actionneur (20) et/ou à un dispositif
de rentrée (22) un dispositif de mesure de course, dont les changements de longueur
sont un indice de l'angle de direction respectif actuel des roues individuelles ou
paires de roues couplées à celui-ci.
9. Train de roulement selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'amortisseur (27) est blocable.
10. Train de roulement selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le blocage de l'amortisseur est commandé en fonction de la vitesse de circulation
et/ou de la courbe de la voie ferrée.
11. Train de roulement selon au moins l'une quelconque des revendications 4 à 10,
caractérisé en ce que
les supports de roues individuelles (13) de la paire de roues non motrice (8, 8) sont
couplés au moyen d'un accouplement hydraulique qui commande une rotation d'angle égal
des supports de roues individuelles (13) autour de leur axe de lacet (14).