[0001] Die Erfindung betrifft eine akustische Signalvorrichtung, die vorzugsweise bei Sportveranstaltungen
zum Anfeuern der Sportler verwendet wird. Ein typischer Anwendungsfall ist Fußball.
Gleichfalls kann die akustische Signalvorrichtung auch in anderen Veranstaltungen,
in denen Akteure und Zuschauer beteiligt sind, eingesetzt werden.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind für diese Zwecke Blasinstrumente, Klappern, schwenkbare
Schnarren, Preßlufthupen, Lampen u. ä. bekannt. Diese Geräte erzeugen vorbestimmte,
von dem Benutzer bevorzugte Signale bzw. Geräusche.
[0003] In der DE 196 39 958 wird ein Sporthandschutz für In-Line-Skater oder Skifahrer beschrieben,
an dem eine wählbare akustische Signalvorrichtung befestigt ist. In der EP 0 341 195
ist ein Rasselkörper beschrieben, der sich als Werbeträger eignet und für Sportveranstaltungen
vorgesehen ist. In der DE 83 24 599 wird eine Signalfeife mit veränderbarer Lautstärke
und Tonhöhe beschrieben.
[0004] Der Nachteil dieser Geräte besteht darin, daß sie i. d. R. eine bestimmte, nicht
veränderbare Tonfolge bzw. Signale erzeugen, bzw. einen charakteristischen Klang aufweisen
und teilweise unhandlich oder sperrig sind. Es ist ferner von Nachteil, daß diese
Geräte meist nur für den vorgesehenen Zweck verwendet werden können.
[0005] DE 2331423 beschreibt eine Anordnung für Ferngläser, so z.B. für das Theater oder
Station, mit einer elektrischen oder elektronischen Tonverstärkung.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Erzeugen von Signalen bzw.
Tönen zu schaffen, die bei Massenveranstaltungen einsetzbar ist, insbesondere die
zwischenmenschliche Kommunikation fördert und vorstehend erwähnte Nachteile vermeidet.
[0007] Die Aufgabe wird mit einer multifunktionellen akustischen Signalvorrichtung nach
Patentanspruch 1 gelöst, wonach ein im wesentlichen diskusförmiges Gehäuse eine höckerförmige
Ausbildung aufweist. In dem Gehäuse ist eine Kammer mit Schrotkügelchen angeordnet,
die wie eine Rassel funktioniert.
[0008] Zwischen der höckerförmigen Ausbildung und der Kammer erstreckt sich ein Schallkanal,
in dem eine Luftstrom-Tonerzeugungsvorrichtung angeordnet ist. In der höckerförmigen
Ausbildung ist ein Fernrohr integriert, dessen optische Achse parallel zu der Ebene
des Gehäuses in seiner Breitenerstreckung verläuft.
[0009] Die erfindungsgemäße Signalvorrichtung weist eine Reihe von Vorteilen auf: Es können
verschiedene Töne oder optische Signale erzeugt werden. Durch Schütteln des Erfindungsgegenstandes
werden die charakteristischen Geräusche einer Rassel erzeugt. Durch Einblasen von
Luft werden mittels einer Luftstrom-Tonerzeugungsvorrichtung Töne erzeugt, deren Klangbild
von der Luftstrom-Tonerzeugungsvorrichtung bestimmt wird. So können z. B. Tröten-,
Pfeif-, Trompeten- oder Heultöne erzeugt werden. Durch Schwenken mit der Hand kann
ein visueller Effekt erzeugt werden.
[0010] Da das Gehäuse durch Verwendung von Leichtbau-Materialien und - Technologien ein
geringes Gewicht aufweist und keine scharfen Kanten hat, kann es bei Wurf oder Schlag
keine gefährlichen Verletzungen verursachen. Das Fernrohr dient zur Verfolgung des
Spielverlaufs und ist in dem Gehäuse bestens geschützt sowie kostengünstig herstellbar.
[0011] Gemäß Anspruch 2 ist das Fernrohrgehäuse integral in dem Gehäuse ausgebildet, wodurch
nochmals die Fertigungskosten gesenkt werden können.
[0012] Gemäß Anspruch 3 ist in dem Gehäuse zusätzlich ein Radio integriert, das ein Mithören
der Sportübertragung erlaubt. Die Antenne ist vorteilhaft an der Peripherie innerhalb
des Gehäuses geführt, und der Lautsprecher ist parallel zu der Kammer angeordnet.
[0013] Gemäß Anspruch 4 ist wenigstens ein von außen sichtbares, elektrisches Leucht- oder
Signalelement vorgesehen, wobei die dafür erforderliche Energiequelle im Gehäuse angeordnet
ist. Dieses Leucht- oder Signalelement dient u. a. zum rhythmischen Schwenken mit
den Armen, was bislang mit Taschenlampen oder brennenden Feuerzeugen erfolgte. Die
Ausführungsform nach Patentanspruch 4 weist den Vorteil auf, daß die Brandgefahr,
wie sie bei dem Schwenken der Feuerzeuge entsteht, ausgeschlossen wird. Ferner ist
der durch ein Schwenken des Erfindungsgegenstandes in dieser Weiterbildung bewirkte
optisch -ästhetische Effekt größer als bei einem Feuerzeug.
[0014] Gemäß Anspruch 5 ist eine Ansteuerschaltung vorgesehen ist, die bewirkt, daß von
dem Leucht- oder Signalelement vorbestimmbare Lichtsignale ausgesendet werden. Bei
dieser Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes wird ein besonders intensiver optisch-
ästhetische Effekt erzeugt. Die Art der Lichtsignale kann einstellbar sein.
[0015] Ferner sind auch mehrere Leucht- oder Signalelemente einsetzbar, die z. B. durch
unterschiedliche elektrischen Ansteuerung verschiedene Blinkmuster erzeugen. Als Leucht-
oder Signalelemente kommen z. B. Lampen oder Leuchtdioden zum Einsatz. Bevorzugt können
auch Leuchtmaterialien eingesetzt werden, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung
zum Leuchten angeregt werden.
[0016] Gemäß Anspruch 5 ist eine Chipkarten-Lese-Vorrichtung vorgesehen, mit welcher z.
B. die Ansteuerschaltung für die Leucht- oder Signalelement angesteuert werden kann.
So können z. B. vor einer Veranstaltung mit der Eintrittskarte Chipkarten ausgegeben
werden. Mit dieser Chipkarte kann z. B. die Ansteuerschaltung für die Leucht- oder
Signalelement angesteuert werden, so daß vorbestimmte optische Signale abgegeben werden.
[0017] Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den beigefügten schematischen Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt einen Querschnitt der Erfindung in der Draufsicht
- Fig. 2
- zeigt einen Seiten-Querschnitt der Erfindung entlang der Linie A-A
- Fig. 3
- zeig eine perspektivische Seitenansicht.
[0018] Die Fig. 1 zeigt ein diskusförmiges Kunststoffgehäuse 1 mit einer runden Kammer 2,
in der frei bewegliche Schrotkügelchen 3 aus Metall, Kunststoff, Glas oder anderen
geeigneten Materialien eingeschlossen sind. Das Gehäuse weist über seine größte Längserstreckung
eine Länge von ca. 150 mm auf. Seine größte Dicke beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel
70 mm. Der Geräuschgenerator wird mit einer Hand gehalten und geschüttelt, wobei die
Schrotkügelchen vorbestimmte Geräusche erzeugen, die von deren Größe, Material und
den akustischen Verhältnissen der Kammer abhängen.
[0019] Das Gehäuse 1 weist ferner einen Schallkanal 4 auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
hat der Schallkanal 4 zwei Einstecköffnungen 4a und 4b, in denen sich Tonerzeugungselemente
5a und 5b der Type befinden, die beim Hineinblasen einen Ton erzeugt, der durch den
Schallkanal 4 geleitet wird und aus der Austrittsöffnung 4c austreten. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel werden Tonerzeugungselemente 5 mit unterschiedlichen Tonarten
verwendet.
[0020] An das Gehäuse 1 angeformt ist eine Ausbildung 1 a, in der ein Fernrohr 6 integriert
ist, deren Zweck nicht erläutert werden muß.
[0021] Bei einer weiteren Ausführungsform ist in dem Hohlraum 7 die Elektronik eines Radios
integriert, während der Hohlraum 8 als Batteriefach ausgebildet ist. Der Lautsprecher
(nicht gezeigt) ist auf einer Seite der Kammer 2 angeordnet. Anstelle des Lautsprechers
kann auch ein Display eines Miniatur-Fernsehgerätes vorgesehen sein.
[0022] Ferner kann das Gehäuse mit nach außen sichtbaren elektrischen Leuchtoder Signalelementen
bestückt sein, die von einer Ansteuerelektronik betrieben werden, so daß sowohl eine
Lampenfunktion als auch eine Signalfunktion ermöglicht werden kann.
1. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung, die aufweist:
- ein im wesentlichen diskusartiges, visuell vorbestimmt gestaltetes Gehäuse (1) mit
einer höckerförmigen Ausbildung (1a),
- eine Rassel-Kammer (2), die von der Ausbildung (1a) beabstandet innerhalb des Gehäuses
(1) angeordnet ist und Schrotkügelchen (3) enthält,
- ein, eine Luftstrom-Tonerzeugungsvorrichtung (5a, 5b) aufweisender Schallkanal (4),
der sich quer durch das Gehäuse (1) zwischen der Ausbildung (1a) und der Rassel-Kammer
(2) erstreckt und
- ein Fernrohr (6), das in der höckerförmigen Ausbildung (1a) integriert ist, wobei
die optische Achse (6a) des Fernrohrs (6) parallel zu der Ebene des Gehäuses (1) in
seiner Breitenerstreckung verläuft.
2. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fernrohrgehäuse integral in dem Gehäuse (1) ausgebildet ist.
3. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse (1) ein Radio oder ein Fernsehgerät integriert ist und der Lautsprecher
oder der Bildschirm parallel zu der Rassel-Kammer (2) angeordnet sind.
4. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß nach außen sichtbare elektrische Leucht- oder Signalelemente und eine Batterie im
Gehäuses (1) angeordnet sind.
5. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ansteuerschaltung vorgesehen ist, die bewirkt, daß die Signalelemente vorbestimmbare
Lichtsignale aussenden.
6. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Chipkarten-Lesevorrichtung vorgesehen ist.
7. Multifunktionelle akustische Signalvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Chipkarten-Lesevorrichtung eine elektrisch ansteuerbare Signalerzeugungsvorrichtung
ansteuert.
1. Multifunctional acoustical signaling device comprising:
- a basically disk-shaped housing (1) arranged in a visually predetermined manner
having a bump-shaped protrusion (1a),
- a rattle chamber (2) that is set apart from the protrusion (1a) inside the housing
(1) and which contains pellets (3),
- an acoustic channel (4) provided with a device for producing sounds using airflow
(5a, 5b), whereby said channel extends diagonally through the housing (1) between
the protrusion (1 a) and the rattle chamber (2) and
- a telescope (6) that is integrated into the bump-shaped protrusion (1a), whereby
the optical axis (6a) of the telescope (6) runs parallel to the plane of the housing
(1) along the extent of its shorter dimension (width).
2. A multifunctional acoustical signaling device of claim 1, wherein the telescope housing
is designed to be integrated into the housing (1).
3. A multifunctional acoustical signaling device of claim 1 or 2, wherein a radio or
television is integrated into the housing (1) and the loudspeaker or screen is provided
parallel to the rattle chamber (2).
4. A multifunctional acoustical signaling device of one of the above claims, wherein
electrical light or signaling elements that are visible from the outside, and a battery,
are provided in the housing (1).
5. A multifunctional acoustical signaling device of claim 4, wherein a control switch
is provided that causes the signaling element to transmit predetermined light signals.
6. A multifunctional acoustical signaling device of claims 3 to 5, wherein a chip card
reader is provided.
7. A multifunctional acoustical signaling device of claim 6, wherein the chip card reader
controls an electrically controllable signal generating device.
1. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel se composant :
- d'un boîtier principalement circulaire, à l'apparence prédéfinie (1) et se terminant
par une bosse (1a),
- d'une chambre de résonance (2) située à l'intérieur du boîtier (1), isolée de la
bosse (1 a) et contenant de petites billes de fer (3),
- d'un canal acoustique (4) comportant un dispositif à air pouvant générer des sons
(5a, 5b) et s'étendant au travers du boîtier (1) entre la bosse (1a) et la chambre
de résonance (2), ainsi que
- d'une longue-vue (6) intégrée dans la bosse (1a), de sorte que l'axe optique (6a)
de la longue-vue (6) soit parallèle à la surface du boîtier (1), dans le sens de la
largeur.
2. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le boîtier de la longue-vue est totalement intégré dans le boîtier (1 ).
3. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon les revendications 1
ou 2, caractérisé en ce qu'une radio ou un appareil de télévision est intégré dans le boîtier (1) et en ce que le haut-parleur ou l'écran est monté parallèlement à la chambre de résonance (2).
4. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon une des revendications
précitées, caractérisé en ce que des éléments électriques lumineux ou de signalisation visibles de l'extérieur et
une batterie sont intégrés dans le boîtier (1).
5. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'un circuit de commande est prévu ; grâce à celui-ci, les éléments de signalisation
peuvent émettre des signaux lumineux prédéfinis.
6. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon les revendications 3
à 5, caractérisé en ce qu'un lecteur de carte à puce est prévu.
7. Dispositif de signalisation acoustique multifonctionnel selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le lecteur de carte à puce commande un dispositif électrique émettant des signaux.