(19)
(11) EP 1 004 250 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.05.2000  Patentblatt  2000/22

(21) Anmeldenummer: 99119595.9

(22) Anmeldetag:  02.10.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A41D 19/015, A63B 71/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 24.11.1998 DE 29820998 U

(71) Anmelder: Hochmuth, Peter
91757 Treuchtlingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hochmuth, Peter
    91757 Treuchtlingen (DE)

(74) Vertreter: Böhme, Volker, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte, Meissner, Bolte & Partner, Karolinenstrasse 27
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)

   


(54) Torwarthandschuh mit Latexbelag


(57) Es gibt einen Torwarthandschuh, der ein Oberhandteil 7 und ein Innenhandteil 5 aufweist, die zumindest bereichsweise nach außen hin mit dem Latexbelag 13 versehen sind, der eine Außenfläche 20 bildet und dessen Latexmaterial weich und schaumig ist. Dabei ist es erwünscht, wenn der Latexbelag unter Beibehaltung der Weichheit eine verbesserte Abriebfestigkeit aufweist. Dies ist erreicht, indem in dem Latexmaterial des Latexbelags 13 verteilt, auch an der Außenfläche 20 verteilt, Kohlenstoff-Teilchen 18, 19 in Form von Carbon-Fasern oder Graphit-Plättchen vorgesehen sind. Die verteilten Kohlenstoff-Teilchen beeinträchtigen die gewünschte Weichheit des Latexbelags nicht, verbessern jedoch die Abriebfestigkeit des Latexbelags erheblich.




Beschreibung


[0001] Die Neuerung betrifft einen Torwarthandschuh mit Latexbelag, der ein Oberhandteil und ein Innenhandteil aufweist, die zumindest bereichsweise nach außen hin mit dem Latexbelag versehen sind, der eine Außenfläche bildet und dessen Latexmaterial weich und schaumig ist.

[0002] Bei einem bekannten (DE 296 00 843) Torwarthandschuh dieser Art ist ein Innenhandteil vorhanden, das nach außen hin einen Latexbelag bzw. eine Latexschicht trägt, der bzw. die sich über die gesamte Fläche des Innenhandteils erstreckt. Es läßt sich Latexbelag auch nur an einer Teilfläche des Innenhandteils oder an Bereichen des Oberhandteils vorsehen. Der Latexbelag wirkt mit den Bällen zusammen, die der Torwart abzuwehren hat und ist daher erhöhten Belastungen ausgesetzt. Mit Latex ist hier ein relativ weicher und weißlicher Kautschuk bzw. Gummi gemeint, der aus dem natürlichen Latexsaft gewonnen ist. Wegen der Weichheit des materialmäßig reinen Latexbelags hat dieser eine verbesserte Haftung am Ball, was erwünscht ist. Diese Weichheit des materialmäßig reinen Latexbelags bedingt jedoch einen relativ großen Abrieb. Der bekannte Latexbelag nützt sich bei häufiger Beanspruchung rasch ab.

[0003] Eine Aufgabe der Neuerung ist es daher, einen Torwarthandschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Latexbelag unter Beibehaltung der Weichheit eine verbesserte Abriebfestigkeit aufweist. Der neuerungsgemäße Torwarthandschuh ist, diese Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Latexmaterial des Latexbelags verteilt, auch an der Außenfläche verteilt, Kohlenstoff-Teilchen in Form von Carbon-Fasern oder Graphit-Plättchen vorgesehen sind.

[0004] Die verteilten Kohlenstoff-Teilchen beeinträchtigen die gewünschte Weichheit des Latexbelags nicht, verbessern jedoch die Abriebfestigkeit des Latexbelags erheblich. Der Latexbelag wird beachtlich langsamer abgenutzt. Während die Plättchen eine gleichmäßig bemessene Form haben, sind die Fasern längliche Gebilde. Sowohl die Carbon-Fasern als auch die Graphit-Plättchen sind in der Technik bekannt. An der Außenfläche heben sich die Kohlenstoff-Teilchen deutlich von dem weißlichen Latex ab.

[0005] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn das Latexmaterial 0,5 - 5 Gew.% an Kohlenstoff-Teilchen enthält. Dieser Anteilsbereich gibt die bei einem Torwarthandschuh geeignete Menge an. Es sind also 95 - 99,5 Gew.% des Latexmaterials von reinem Latex gebildet. Mehr als 5 Gew.% Kohlenstoff-Teilchen lassen sich dem Latex nicht zusetzen, wenn nicht die Entstehung des weichen, schaumigen, d.h. porösen Zustands des Latex verhindert werden soll.

[0006] Die Plättchen haben z.B. einen Durchmesser bis zu 1 mm. Die Fasern sind in der Regel bis zu 2 mm lang.

[0007] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung dargestellt und zwar
eine Draufsicht eines Teils eines Torwarthandschuhs mit Latexbelag.

[0008] Der Torwarthandschuh gemäß Zeichnung besitzt einen Daumenbereich 1, vier vordere Fingerbereiche 2, einen Tellerbereich 3 und einen Handgelenkbereich 4. Ein Oberhandteil 7 bildet einstückig einen Oberhand-Handgelenkbereich, einen Oberhand-Tellerbereich und vier vordere Oberhand-Fingerbereiche. Das Oberhandteil 5 liegt gemäß Zeichnung unter einem Innenhandteil 5, das einen Innenhand-Tellerbereich, vier vordere Innenhand-Fingerbereiche 8 und einen Innenhand-Fingerbereich 9 des Daumenbereichs 1 bildet. Das vordere Endstück jedes vorderen Fingerbereichs 2 und des Daumenbereichs 1 bildet eine Fingerkuppe 10, deren zum Tellerbereich hin gewendetes Ende durch eine gestrichelte Linie 11 angedeutet ist. Das Innenhandteil 5 besteht aus einer Trägerschicht 12, die nach außen hin einen Latexbelag 13 trägt. Die vier vorderen Fingerbereiche 2 und der Daumenbereich 1 sind an den Längsrändern 14 jeweils mittels Nähten 15 vernäht, wobei wulstartige Nahtstöße 16 gebildet sind. Bei dem Innenhand-Fingerbereich 9 des Daumenbereichs 1 ist auf einer Trägerschicht 6 ein Latexbelag 17 vorgesehen.

[0009] Der Latexbelag 13 und 17 bedeckt das Innenhandteil vollflächig und der Latexbelag 13 ist wahlweise mit Kohlenstoff-Teilchen 18 in Form von Carbon-Fasern oder mit Kohlenstoff-Teilchen 19 in Form von Graphit-Plättchen versetzt. In der Zeichnung sind beide Formen der Kohlenstoff-Teilchen gezeigt, obwohl ein in sich einstückiger Latexbelag in der Regel nur eine Form von Kohlenstoff-Teilchen aufweist. Die Kohlenstoff-Teilchen 18, 19 sind auch an der Außenfläche 20 sichtbar. Der Latexbelag 17 des Innenhand-Fingerbereichs 9 des Daumenbereichs 1 ist gemäß Zeichnung frei von Kohlenstoff-Teilchen, kann jedoch auch mit Kohlenstoff-Teilchen versehen sein.


Ansprüche

1. Torwarthandschuh mit Latexbelag,
der ein Oberhandteil und ein Innenhandteil aufweist, die zumindest bereichsweise nach außen hin mit dem Latexbelag versehen sind, der eine Außenfläche bildet und dessen Latexmaterial weich und schaumig ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Latexmaterial des Latexbelags (13) verteilt, auch an der Außenfläche (20) verteilt, Kohlenstoff-Teilchen (18, 19) in Form von Carbon-Fasern oder Graphit-Plättchen vorgesehen sind.
 
2. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Latexmaterial 0,5 - 5 Gew.% an Kohlenstoff-Teilchen (18, 19) enthält.
 




Zeichnung