[0001] Die Neuerung betrifft einen Torwarthandschuh mit Latexbelag, der ein Oberhandteil
und ein Innenhandteil aufweist, die zumindest bereichsweise nach außen hin mit dem
Latexbelag versehen sind, der eine Außenfläche bildet und dessen Latexmaterial weich
und schaumig ist.
[0002] Bei einem bekannten (DE 296 00 843) Torwarthandschuh dieser Art ist ein Innenhandteil
vorhanden, das nach außen hin einen Latexbelag bzw. eine Latexschicht trägt, der bzw.
die sich über die gesamte Fläche des Innenhandteils erstreckt. Es läßt sich Latexbelag
auch nur an einer Teilfläche des Innenhandteils oder an Bereichen des Oberhandteils
vorsehen. Der Latexbelag wirkt mit den Bällen zusammen, die der Torwart abzuwehren
hat und ist daher erhöhten Belastungen ausgesetzt. Mit Latex ist hier ein relativ
weicher und weißlicher Kautschuk bzw. Gummi gemeint, der aus dem natürlichen Latexsaft
gewonnen ist. Wegen der Weichheit des materialmäßig reinen Latexbelags hat dieser
eine verbesserte Haftung am Ball, was erwünscht ist. Diese Weichheit des materialmäßig
reinen Latexbelags bedingt jedoch einen relativ großen Abrieb. Der bekannte Latexbelag
nützt sich bei häufiger Beanspruchung rasch ab.
[0003] Eine Aufgabe der Neuerung ist es daher, einen Torwarthandschuh der eingangs genannten
Art zu schaffen, dessen Latexbelag unter Beibehaltung der Weichheit eine verbesserte
Abriebfestigkeit aufweist. Der neuerungsgemäße Torwarthandschuh ist, diese Aufgabe
lösend, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Latexmaterial des Latexbelags verteilt,
auch an der Außenfläche verteilt, Kohlenstoff-Teilchen in Form von Carbon-Fasern oder
Graphit-Plättchen vorgesehen sind.
[0004] Die verteilten Kohlenstoff-Teilchen beeinträchtigen die gewünschte Weichheit des
Latexbelags nicht, verbessern jedoch die Abriebfestigkeit des Latexbelags erheblich.
Der Latexbelag wird beachtlich langsamer abgenutzt. Während die Plättchen eine gleichmäßig
bemessene Form haben, sind die Fasern längliche Gebilde. Sowohl die Carbon-Fasern
als auch die Graphit-Plättchen sind in der Technik bekannt. An der Außenfläche heben
sich die Kohlenstoff-Teilchen deutlich von dem weißlichen Latex ab.
[0005] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn das Latexmaterial 0,5 - 5 Gew.%
an Kohlenstoff-Teilchen enthält. Dieser Anteilsbereich gibt die bei einem Torwarthandschuh
geeignete Menge an. Es sind also 95 - 99,5 Gew.% des Latexmaterials von reinem Latex
gebildet. Mehr als 5 Gew.% Kohlenstoff-Teilchen lassen sich dem Latex nicht zusetzen,
wenn nicht die Entstehung des weichen, schaumigen, d.h. porösen Zustands des Latex
verhindert werden soll.
[0006] Die Plättchen haben z.B. einen Durchmesser bis zu 1 mm. Die Fasern sind in der Regel
bis zu 2 mm lang.
[0007] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung dargestellt und
zwar
eine Draufsicht eines Teils eines Torwarthandschuhs mit Latexbelag.
[0008] Der Torwarthandschuh gemäß Zeichnung besitzt einen Daumenbereich 1, vier vordere
Fingerbereiche 2, einen Tellerbereich 3 und einen Handgelenkbereich 4. Ein Oberhandteil
7 bildet einstückig einen Oberhand-Handgelenkbereich, einen Oberhand-Tellerbereich
und vier vordere Oberhand-Fingerbereiche. Das Oberhandteil 5 liegt gemäß Zeichnung
unter einem Innenhandteil 5, das einen Innenhand-Tellerbereich, vier vordere Innenhand-Fingerbereiche
8 und einen Innenhand-Fingerbereich 9 des Daumenbereichs 1 bildet. Das vordere Endstück
jedes vorderen Fingerbereichs 2 und des Daumenbereichs 1 bildet eine Fingerkuppe 10,
deren zum Tellerbereich hin gewendetes Ende durch eine gestrichelte Linie 11 angedeutet
ist. Das Innenhandteil 5 besteht aus einer Trägerschicht 12, die nach außen hin einen
Latexbelag 13 trägt. Die vier vorderen Fingerbereiche 2 und der Daumenbereich 1 sind
an den Längsrändern 14 jeweils mittels Nähten 15 vernäht, wobei wulstartige Nahtstöße
16 gebildet sind. Bei dem Innenhand-Fingerbereich 9 des Daumenbereichs 1 ist auf einer
Trägerschicht 6 ein Latexbelag 17 vorgesehen.
[0009] Der Latexbelag 13 und 17 bedeckt das Innenhandteil vollflächig und der Latexbelag
13 ist wahlweise mit Kohlenstoff-Teilchen 18 in Form von Carbon-Fasern oder mit Kohlenstoff-Teilchen
19 in Form von Graphit-Plättchen versetzt. In der Zeichnung sind beide Formen der
Kohlenstoff-Teilchen gezeigt, obwohl ein in sich einstückiger Latexbelag in der Regel
nur eine Form von Kohlenstoff-Teilchen aufweist. Die Kohlenstoff-Teilchen 18, 19 sind
auch an der Außenfläche 20 sichtbar. Der Latexbelag 17 des Innenhand-Fingerbereichs
9 des Daumenbereichs 1 ist gemäß Zeichnung frei von Kohlenstoff-Teilchen, kann jedoch
auch mit Kohlenstoff-Teilchen versehen sein.
1. Torwarthandschuh mit Latexbelag,
der ein Oberhandteil und ein Innenhandteil aufweist, die zumindest bereichsweise nach
außen hin mit dem Latexbelag versehen sind, der eine Außenfläche bildet und dessen
Latexmaterial weich und schaumig ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Latexmaterial des Latexbelags (13) verteilt, auch an der Außenfläche (20)
verteilt, Kohlenstoff-Teilchen (18, 19) in Form von Carbon-Fasern oder Graphit-Plättchen
vorgesehen sind.
2. Torwarthandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Latexmaterial 0,5
- 5 Gew.% an Kohlenstoff-Teilchen (18, 19) enthält.