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(11) |
EP 1 004 513 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.01.2004 Patentblatt 2004/04 |
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Anmeldetag: 27.11.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B65C 9/22 |
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Banderolenbeleimungsvorrichtung und -verfahren
Apparatus and method for applying glue to banderoles
Dispositif et procédé pour appliquer de la colle sur des banderoles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.05.2000 Patentblatt 2000/22 |
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Patentinhaber: British-American Tobacco (Germany) GmbH |
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D-20354 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Jung, Thomas, Dipl.-Ing.
95444 Bayreuth (DE)
- Kremer, Thomas
95326 Kulmbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx |
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Stuntzstrasse 16 81677 München 81677 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 550 326 FR-A- 1 268 979
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FR-A- 459 685 US-A- 3 274 043
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Leim auf Banderolen. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Aufbringen von Leim auf Banderolen für
Cigarettenschachteln, nämlich vorzugsweise Steuerbanderolen.
[0002] Steuerbanderolen müssen, nachdem die Cigaretten im Herstellungsablauf in die Schachtel
verbracht und diese geschlossen wurde, so auf der Schachtel angebracht werden, daß
beim Öffnen der Cigarettenschachtel die Banderole reißt und damit entwertet wird.
[0003] Solche Steuerbanderolen werden in verschiedenen Größen, in verschiedenen Papierqualitäten
und -dicken herkömmlicherweise mit einem Leimwalzenverfahren beleimt und beispielsweise
als Eck- oder Rückenbanderole auf sogenannte HL-Packungen aufgeklebt. Bei einem solchen
Leimwalzenverfahren wird der Leim über Walzen aus einem Leimtopf entnommen und kontinuierlich
auf die Banderolen aufgebracht. Die Banderolenbeleimung erfolgt normalerweise an der
sogenannten Cellophaniermaschine in der Herstellungsstraße, an einer alleinstehnenden
Cellophaniermaschine, oder einer alleinstehenden Bandarolliermaschine.
[0004] Der Vorteil dieses Leimauftragsverfahrens liegt insbesondere darin, daß die verwendete
Vorrichtung einen einfachen mechanischen Aufbau hat und einen kontinuierlichen Auftrag
von Leim gestattet.
[0005] Nachteilig beim Leimwalzenverfahren sind der offene Leimtopf und die Leimverluste
beim Auswaschen des Topfes nach längerem Stillstand oder bei Produktionsende. Ferner
wird der Leim durch das ständige Drehen der Leimwalzen im Leim stark mechanisch beansprucht,
was zu einer Zerstörung der Polymerstruktur des Leims führen kann. Dadurch bedingt
sind Temperatur- und Viskositätsveränderungen des Leims, die den Auftrag verschlechtern
und eventuell sogar unmöglich machen. Auch die geringe Flexibilität bei der Änderung
der Leimspurlänge oder Auftragsmenge ist von Nachteil. Weiterhin ungünstig ist die
begrenzte Auswahl an Kaltleimen. Da die Banderolen in der Papierqualität und bezüglich
ihrer Rückstellmomente sehr unterschiedlich sind, müßte die Beleimungsvorrichtung
eigentlich sehr schnell auf Leime mit anderen Übertragungseigenschaften und anderer
Viskosität umgestellt werden können, was aber bei einer Leimwalzenvorrichtung kaum
möglich ist, da eine Änderung zu geringerer Viskosität hin die Übertragungseigenschaften
der Walzen verschlechtert.
[0006] Aus der DE 196 47 670 A1 und aus der DE 196 05 251 A1 sind Beleimungs- bzw. Gummierungsvorrichtungen
bekannt, bei denen ein Leim bzw. eine Gummierung über Sprühdüsen aufgebracht werden.
Hierzu wird für jede Leimspur eine getrennte Sprühdüse verwendet. Nachteilig sind
bei solchen Sprühauftragsverfahren mittels getrennter Düsen zunächst die hohen Investitionskosten.
Ferner ist ein Sprühauftrag immer mit Leimverlusten verbunden, wenn der Sprühstrahl
gestreut wird, wodurch auch umgebende Bauteile desöfteren gereinigt werden müssen.
[0007] Die US-A-3,274,043 bezieht sich auf ein Flüssigkeitszuführungssystem, das von besonderem
Nutzen für das Niederschlagen von Wasserstreifen auf einem hindurchgeführten Gegenstand
ist, und zwar für vorherbestimmte Streifenlängen entlang des Gegenstandes, während
andere Teile des Gegenstandes trocken bleiben.
[0008] Die EP-A-0 550 326 betrifft eine Vorrichtung zum Befeuchten von Etiketten.
[0009] Die FR-A-459685 bezieht sich auf Maschinen zum Anbringen von Etiketten und anderen
ähnlichen Obj ekten auf Flaschen und anderen Gegenständen.
[0010] Die FR-A-1268979 betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen von Klebstoff an Bereichen,
die mit Objekten wie Flaschen u. ä. in Verbindung stehen.
[0011] Aus der DE 44 37 764 A1 ist eine Leimauftragsvorrichtung bekannt, bei der mittels
einer Düsenplatte der Leim auf verschiedene Austrittsöffnungen verteilt wird, wobei
die Austrittsöffnungen einen sehr geringen Durchmesser haben und intermittierend nur
kleine Leimstreckenlängen aufbringen. Solche Düsenplatten sind in der Herstellung
kostenaufwendig und gestatten andererseits keine Führung der zu beleimenden Artikel
zwischen den Austrittsöffnungen. Der Oberbegriff des Anspruchs 1 und des Anspruchs
7 entspricht diesem Stand der Technik.
[0012] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Banderolenbeleimungsvorrichtung
bzw. ein Banderolenbeleimungsverfahren vorzuschlagen, welche die Nachteile des Standes
der Technik überwinden. Insbesondere sollen Banderolen problemlos mit Leimen unterschiedlicher
Viskositäten versehen werden können; ohne daß eine Besprühung notwendig ist und das
damit verbundene Streu- bzw. Verschmutzungsrisiko eingegangen werden muß. Ferner soll
die Beleimung mit einer relativ einfachen Vorrichtung vorgenommen werden, und die
Führung der Banderole zwischen den Leimauftragsstellen soll ermöglicht werden.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Düsenvorrichtung der Banderolenbeleimungsvorrichtung
mit einem Leimverteiler versehen wird, der den Leim im kontinuierlichen Kontaktverfahren
zweispurig auf die Banderole aufbringt, wobei der Leimverteiler ein Düsenkopf ist,
der U-förmig bzw. in der Art einer Stimmgabel gegabelt ist, und dass zum Transport
der Banderolen zwischen der Düsenkopfgabeln eine Transport- oder Führungsvorrichtung
angeordnet ist und die mit ihrem äußeren Umfang etwas über die Stienenden der Düsenplatten
hervorsteht.
[0014] Im oben genannten kontinuierlichen Kontaktverfahren wird der Leim nicht gesprüht,
sondern tritt als kontinuierlicher Fluß aus der Düsenvorrichtung aus. Das Aufbringungsende
der Düsenvorrichtung ist dabei sehr nahe an der vorbeilaufenden Banderole angeordnet,
so daß hier im wesentlichen von einem Kontaktverfahren gesprochen werden kann. Der
Leim wird vorteilhafterweise kontinuierlich auf einer Banderole aufgebracht, so daß
eine spätere zuverlässige Verklebung der Banderole sichergestellt wird. Der Leimverteiler
ist so ausgestaltet, daß er den Leim auf zwei Spuren auf die Banderole aufbringen
kann, so daß zwischen den einzelnen Leimverteiler-Aufbringungsenden Platz verbleibt,
um eine Transport- bzw. Führungseinrichtung für die Banderole einzubauen.
[0015] Weil der Leimauftrag kontinuierlich über die Düsenvorrichtung stattfindet, können
die Leimauftragsmengen einfach optimiert werden und das einsetzbare Leimspektrum kann
zu Leimen mit sehr verschiedenen Viskositäten hin optimiert werden, ebenfalls zu Leimen
mit höheren Feststoffanteilen und höherer Naßklebekraft.
[0016] Desweiteren wird die Leimmolekülstruktur nicht mehr zerstört und offene Leimtöpfe
fallen weg.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Leimverteiler
ein Düsenkopf, der U-förmig bzw. in der Art einer Stimmgabel gegabelt ist. Durch diese
Ausgestaltung läßt sich ein sehr einfaches Gerät zur Verfügung stellen, das die mehrspurige
Leimaufbringung ermöglicht, da lediglich der Düsenkopf der gesamten Düsenvorrichtung
modifiziert ist. Insbesondere eignet sich diese Vorrichtungsausgestaltung zur Einbringung
einer Transport- bzw. Führungsvorrichtung zwischen die Düsenkopfschenkel, so daß auch
eine Mittenführung der Banderolen ermöglicht wird.
[0018] Vorzugsweise ist am Austrittsende jeder Düsenkopfgabel bzw. jedes Düsenkopfschenkels
eine Düsenplatte angeordnet, deren zur Banderolenführung hin gerichtete Kanten abgerundet
sind. Solche abgerundeten Kanten sorgen dafür, daß die liegenden Banderolen nicht
in ihrer Fortbewegung gehindert bzw. in ihrer Ausrichtung verschoben werden, d.h.
nicht an dem sehr nahe an ihnen vorbeilaufenden Stirnenden der Düsenplatten hängenbleiben
können.
[0019] Die Düsenplatten sind, wie schon vorher erwähnt, dazu vorgesehen, den Leim in einem
kontinuierlichen Kontaktverfahren aufzutragen. Dazu sind sie an ihrem Austrittsende
nur 0,1mm bis 0,3 mm und vorzugsweise nur 0,2 mm von den an ihnen vorbeigeführten
Banderolen entfernt.
[0020] Die Düsenvorrichtung ist mit Vorteil so ausgestaltet, daß sie einen kontinuierlichen
Leimfluß bzw. kontinuierliche Leimspuren auf die Banderolen aufbringt, d.h. die Steuereinrichtung
für die Leimzuführung sorgt dafür, daß jede Banderole kontinuierlich zwei- oder mehrspurig
beleimt wird, ohne daß intermittierende Leimmuster auftreten.
[0021] Zum Transport der Banderole ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
zwischen den Düsenkopfgabeln eine Transportrolle angeordnet, die mit ihrem äußeren
Umfang etwas über die Stirnenden der Düsenplatten hervorsteht. Eine solche Transportrolle
stützt die Banderole nochmals mittig ab und sorgt dafür, daß eine Vorwärtsbewegung
ohne eine Fehlausrichtung der Banderolen stattfinden kann.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Düsenvorrichtung
positionsverstellbar auf einem Träger angebracht, um geeignete Feineinstellungen vornehmen
zu können. Desweiteren wird die Düsenvorrichtung bei einer längeren Produktionsunterbrechung
(> 30 sec) von der Leimauftragsposition nach rechts pneumatisch weggefahren und bei
dieser Längsbewegung werden die Düsenöffnungen von zwei federnd gelagerten (27) und
über Kurvenscheiben geführten Schenkeln (26) abgedichtet.
[0023] Einen besonderen Vorteil bringt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dann mit sich, wenn die Düsenvorrichtung bezüglich ihrer Abmessungen und ihrer Trägervorrichtung
so ausgestattet ist, daß sie funktionstüchtig in die Halterung einer herkömmlichen
Leimtopf-Walzenbeleimungseinheit eingesetzt werden kann. Es werden also die Befestigungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung hierbei so ausgestaltet, daß diese ohne weiteres
einem Leimtopf-Walzenaufträger an einer Cellophaniermaschine ersetzen kann. Hierzu
sind natürlich auch die Abmessungen der Düsenvorrichtung so auszugestalten, daß das
Auftragsende direkt an den vorbeilaufenden Banderolen anliegt. Mit einer solchen Ausgestaltung
läßt sich die Beleimungsvorrichtung sehr schnell an unterschiedlichen Banderolenqualitäten
anpassen, da mittels der erfindungsgemäßen Banderolenbeleimungsvorrichtung ohne weiteres
Leime unterschiedlichster Viskositäten und Zusammensetzungen aufgetragen werden können.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet eine Leimversorgung, eine Düsenvorrichtung,
eine Führung für die zu beleimende Banderole und eine Steuerungsvorrichtung für die
Leimzuführung, wobei der Leim im kontinuierlichen Kontaktverfahren mittels eines Leimverteilers
zweispurig bzw. mehrspurig auf die Banderole aufgebracht wird. Die hierdurch erzielbaren
Vorteile wurden weiter oben schon beschrieben. Insbesondere wird der Leim als kontinuierlicher
Leimfluß aus Düsenplatten abgegeben, die an dem Austrittsende des Leimverteilers angeordnet
sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beleimungsverfahrens
findet der Leimauftrag als durchgehende Leimspur von einem Punkt in der Nähe des ersten
Banderolenendes zu einem Punkt in der Nähe des zweiten Banderolenendes statt. Eine
solche durchgehende Leimspur sorgt für eine zuverlässige Verklebung der Banderolen
auf einer Cigarettenschachtel. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann eine Vorrichtung
verwendet werden, wie sie oben in den verschiedenen Ausgestaltungen beschrieben wurde.
[0025] Die Erfindung wird im weiteren anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen teilweise geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Banderolenbeleimungsvorrichtung,
von der die Düsenvorrichtung und deren Halterung gezeigt sind;
- Figur 2
- eine Ansicht der Banderolenbeleimungsvorrichtung aus Figur 1 von oben;
- Figur 3
- eine Vorderansicht einer bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendeten Düsenplatte;
- Figur 4
- eine seitliche Schnittansicht der Düsenplatte aus Figur 3; und
- Figur 5
- die Vergrößerung des Details V in Figur 4 als Darstellung des Düsenaustritts.
[0026] In Figur 1, ist vor allen Dingen die Befestigung eines Düsenkörpers 12 auf einem
Träger 1 näher erläutert. Der Träger 1 dient der Befestigung der Düsenvorrichtung
an der Cellophaniermaschine und wird hierzu über die Löcher 11 auf, von der Maschine
abstehende Bolzen, aufgesetzt. Danach erfolgt eine entsprechende Fixierung. Insbesondere
ist hierzu anzumerken, daß die Löcher 11 so dimensioniert und angebracht sind, daß
jedwede Beleimungsvorrichtung, die ansonsten an der Cellophaniermaschine befestigt
ist, problemlos durch die dargestellte erfindungsgemäße Beleimungsvorrichtung ersetzt
werden kann. Auch die Transportrolle 8 sowie die Düsenplatte 6, die im einzelnen später
noch beschrieben werden, sind demgemäß hinsichtlich ihrer Positionierung angepaßt.
[0027] An dem Träger 1 ist der Düsenkörper 12 der Düsenvorrichtung auf der rechten, hinteren
Seite befestigt. Diese Befestigung findet über eine Distanzplatte 5 und einen sogenannten
Verstellwinkel 4 statt, und zwar auf eine solche Weise, daß die Höhe und Ausrichtung
des Düsenkörpers 12 mittels einer Schraube 15 und über einen Zylinderstift 16 fixiert
werden kann. Die Einstellung und Justierung des Düsenkörpers 12 erfolgt über die Decke
oder Distanzplatte 5 und den Verstellwinkel 4. Am hinteren Ende 17 des Düsenkörpers
12 findet die Leimzufuhr statt, die mittels einer Steuereinrichtung (nicht dargestellt)
geregelt wird. Ebenfalls nicht dargestellt, aber in der Praxis vorhanden, ist eine
Leimauftragsregelung, die feststellt, ob sich gerade eine Banderole an der Leimaustragsstelle
befindet. Hierzu wird eine Streckensteuerung verwendet, wie sie im Handel erhältlich
und demgemäß im Stand der Technik bekannt ist. Der Auftrag des Leims erfolgt synchron
zur Maschinengeschwindigkeit mittels eines gekoppelten Drehgebers. Der Leimauftrag
wird von einem an die Steuerung angeschlossenen Schalter, beispielsweise einem Initiator
und einem Lichtleitergerät gesteuert.
[0028] Am linken vorderen Ende des Trägers 1 sind Befestigungsschenkel 3a und 3b (Figur
2) angebracht, die in ihrer Hauptfunktion für die Lagerung der Transportrolle 8 und
deren Antrieb 14 sorgen. Der Antrieb 14 für die Transportrolle 8 besteht aus verschiedenen
Stirnrädern und Kupplungen und ist mit dem Maschinenantrieb verbunden. Die Transportrolle
8 ist über ihre Trägerwelle 13 zwischen den Schenkeln 3a und 3b gelagert, wie aus
Figur 2 ersichtlich wird. In Figur 1 ist noch zu sehen, daß ein Umfangsteil der Transportrolle
8 über das vordere linke Ende der Beleimungsvorrichtung hinausragt, und zwar dort
wo die Banderolen durch die Transportrolle 8 transportiert bzw. geführt werden.
[0029] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Düsenvorrichtung ist nunmehr der Figur 2 zu
entnehmen. Die Düsenvorrichtung besteht aus dem Düsenkörper 12, dem Ventilkopf 9 sowie
aus dem als Doppelschenkel 7 ausgebildeten Düsenkopf. An seiner hinteren, rechten
Befestigung kann der Düsenkörper 12 in seiner Lage noch mittels der Rändelschrauben
10 festgelegt werden.
[0030] Vom Ventilkopf 9 aus teilt sich der Düsenkopf U-förmig bzw. stimmgabelartig in die
beiden Schenkel 7. In jedem der Schenkel 7 wird Leim bis zum linken vorderen Stirnende
gefördert, wo die Düsenplatten 6, die später unter Bezugnahme auf die Figuren 3 bis
5 näher erläutert werden, den Abschluß bilden. Aus jeder der Düsenplatten 6 tritt
für die Beleimung jeder Banderole vorübergehend ein kontinuierlicher Leimfluß aus,
wobei die linken Stirnenden der Düsenplatten 6 nur lediglich 0,2 mm von der vorbeilaufenden
Banderole entfernt sind. Damit kann von einem Kontaktbeleimungsverfahren gesprochen
werden.
[0031] Weiterhin ist in Figur 2 deutlich zu sehen, daß die Transportrolle 8 zwischen den
Schenkeln 7 angeordnet ist und damit von der Mitte her den Transport sowie die Führung
der Banderolen besorgen kann. Es erfolgt damit ein optimaler Transport bzw. eine optimale
Führung für die Banderolen, während der Beleimungsvorgang so stattfindet, daß zwei
im wesentlichen parallele Leimspuren beidseitig der Transportrolle auf die Banderole
aufgebracht werden, und zwar durchgehend von einem Punkt in der Nähe des ersten Endes
der Banderole bis zu einem Punkt in der Nähe des zweiten Endes der Banderole. Um zu
vermeiden, daß beim Verkleben der Banderole Leim nach außen austritt, wird die Beleimung
hier um den Umfang der Banderole herum überall mit einem Randabstand vorgenommen.
[0032] Die Figuren 3 bis 5 zeigen die Ausgestaltung einer Düsenplatte, wie sie mit einer
erfindungsgemäßen Beleimungsvorrichtung verwendet wird. Die Düsenplatte ist jeweils
insgesamt mit dem Bezugszeichen 6 angedeutet. Die Düsenplatte 6 besteht aus einem
Grundkörper 20, in dem die notwendige Düseneinrichtungen eingebracht sind. Zur Befestigung
an dem Vorderende der Schenkel 7 (Figur 2) sind auf der Ober- und Unterseite des Körpers
20 Ausnehmungen, bzw. abgesetzte Durchgangslöcher 21 und 22 vorgesehen, über welche
die Düsenplatte mit Hilfe von Schrauben an den Vorderenden der Gabelschenkel 7 angebracht
werden kann. Wie ebenfalls in Figur 2 am besten zu sehen ist, sind die Düsenplatten
6 vorne an den Kanten abgerundet, die direkt an den Banderolen anstoßen bzw. lediglich
0,2 mm von diesen entfernt sind. Diese Abrundung sorgt für den reibungslosen Durchlauf
der transportierten Banderolen und damit für einen ungestörten Beleimungsvorgang.
[0033] An der Rückseite, d.h. an der Seite, mit der die Düsenplatte 6 an das Stirnende eines
Gabelschenkels 7 angesetzt wird, weist sie einen Einlaufkanal 23 auf, der in Figur
4 zu sehen ist. An diesem Einlaufkanal 23 schließt sich ein Durchlaufkanal 24 an,
der den Leim durch die Düsenplatte 6 hindurch zur Austrittsstelle führt. Diese Austrittsstelle
ist in Figur 4 als Detail V markiert und in Figur 5 nochmals vergrößert dargestellt.
[0034] In dieser Figur 3 wird erkennbar, daß sich der Durchlaufkanal 24 am Austritt verengt
und in einen Austrittskanal 25 mit sehr geringem Durchmesser übergeht. Der Austrittskanal
25 ist rohrförmig ausgebildet, wie in Figur 3 ersichtlich wird.
[0035] Durch diesen rohrförmigen Austrittskanal 25 tritt nunmehr der Leim aus und wird kontinuierlich
auf eine Banderole aufgetragen, welche der Länge nach an der Düsenplatte 6 vorbeigeführt
wird (in den Figuren 3 bis 5 von oben nach unten). Die Beleimung erfolgt für jede
Banderole in einem durchgehenden Leimstreifen, jeweils rechts und links von deren
Längsmittelachse, an der, wie schon vorher erwähnt, die Transportrolle 8 angreift.
[0036] Durch den kontinuierlichen Leimauftrag mit kontinuierlichem Leimfluß, d.h. in einer
nicht abreißenden Strömung für die Beleimung jeder Banderole kann damit eine zuverlässige
Verklebung der Banderolen sichergestellt werden.
1. Vorrichtung zum Aufbringen von Leim auf Banderolen, insbesondere Banderolen für Cigarettenschachteln,
mit einer Leimversorgung, einer Düsenvorrichtung (7, 9, 12), einer Führung für die
zu beleimenden Banderolen und einer Steuerungsvorrichtung für die Leimzuführung, wobei
die Düsenvorrichtung einen Leimverteiler (7) aufweist, der den Leim im kontinuierlichen
Kontaktverfahren zweispurig bzw. mehrspurig auf die Banderole aufbringt, dadurch gekennzeichnet, dass der Leimverteiler (7) ein Düsenkopf ist, der U-förmig bzw. in der Art einer Stimmgabel
gegabelt ist, und dass zum Transport der Banderolen zwischen den Düsenkopfgabeln (7)
eine Transport- oder Führungsvorrichtung (4) angeordnet ist und die mit ihrem äußeren
Umfang etwas über die Stirnenden der Düsenplatten (6) hervorsteht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Austrittsende jeder Düsenkopfgabel (7) Düsenplatten (6) angeordnet sind, deren
zur Banderolenführung hin gerichtete Kanten abgerundet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenplatten (6) an ihrem Austrittsende 0,1 mm bis 0,3 mm, vorzugsweise 0,2 mm
von den an ihnen vorbeigeführten Banderolen entfernt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenvorrichtung so ausgestaltet ist, dass sie einen kontinuierlichen Leimfluss
bzw. kontinuierliche Leimspuren auf die Banderolen aufbringt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dü-Düsenvorrichtung (7, 9, 12) positionsverstellbar auf einem Träger (1) angebracht
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenvorrichtung (7, 9, 12) bezüglich ihrer Abmessungen und ihrer Trägervorrichtung
so ausgestaltet ist, dass sie funktionstüchtig in die Halterung einer herkömmlichen
Leimtopf Walzenbeleimungseinheit eingesetzt werden kann.
7. Verfahren zur Beleimung von Banderolen; insbesondere Banderolen für Cigarettenschachteln,
bei dem unter Verwendung einer Leimversorgung, einer Düsenvorrichtung, einer Führung
für die zu beleimenden Banderolen und einer Steuerungsvorrichtung für die Leimzufühnmg
der Leim im kontinuierlichen Kontaktverfahren mittels eines Leimverteilers (7) zweispurig
bzw. mehrspurig auf die Banderole aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Leimverteiler (7) ein Düsenkopf verwendet wird, der U-förmig bzw. in der Art
einer Stimmgabel gegabelt ist, und dass die Banderolen mittels einer Transport- oder
Führungsvorrichtung (4) transportiert werden, die zwischen den Düsenkopfgabeln (7)
angeordnet ist und die mit ihrem äußeren Umfang etwas über die Stirnenden der Düsenplatten
(6) hervorsteht.
8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem der Leim als kontinuierlicher Leimfluss aus Düsenplatten
(6) abgegeben wird, die an dem Austrittsende des Leimverteilers (7) angeordnet sind.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, bei dem der Leimauftrag als durchgehende Leimspur
von einem Punkt in der Nähe des ersten Banderolenendes zu einem Punkt in der Nähe
des zweiten Banderolenendes stattfindet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem eine Vorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 6 verwendet wird.
1. An apparatus for applying glue to banderoles, in particular banderoles for cigarette
packets, comprising a glue supply, a nozzle apparatus (7, 9, 12), a guide for the
banderoles to be glued and a glue feed control apparatus, wherein said nozzle apparatus
comprises a glue distributor (7) which applies the glue to the banderole in two or
more trails in a continuous contact method, characterised in that said glue distributor (7) is a nozzle head which is U-shaped or bifurcated in the
manner of a tuning fork, and in that a transport or guiding apparatus (4) for transporting the banderoles is arranged
between the nozzle head forks (7), the outer circumference of which protrudes slightly
beyond the facing ends of the nozzle plates (6).
2. The apparatus as set forth in claim 1, characterised in that nozzle plates (6) are arranged at the outlet end of each nozzle head fork (7), the
edges of said nozzle plates (6) pointing toward the banderole guide being rounded.
3. The apparatus as set forth in any one of claims 1 or 2, characterised in that the outlet ends of the nozzle plates (6) are at a distance of 0.1 mm to 0.3 mm, preferably
0.2 mm, from the banderoles guided past them.
4. The apparatus as set forth in any one of claims 1 to 3, characterised in that the nozzle apparatus is configured such that it applies a continuous flow of glue
or continuous glue trails to the banderoles.
5. The apparatus as set forth in any one of claims 1 to 4, characterised in that the nozzle apparatus (7, 9, 12) is attached, positionally adjustable, to a carrier
(1).
6. The apparatus as set forth in any one of claims 1 to 5, characterised in that the nozzle apparatus (7, 9, 12) is configured, with respect to its dimensions and
its carrier apparatus, such that it can be functionally inserted into the holder of
a conventional glue well roller gluing unit.
7. A method for gluing banderoles, in particular banderoles for cigarette packets, using
a glue supply, a nozzle apparatus, a guide for the banderoles to be glued and a glue
feed control apparatus, wherein the glue is applied to the banderole in two or more
trails in a continuous contact method by means of a glue distributor (7), characterised in that a nozzle head is used as the glue distributor (7) which is U-shaped or bifurcated
in the manner of a tuning fork, and in that the banderoles are transported by means of a transport or guiding apparatus (4) arranged
between the nozzle head forks (7), the outer circumference of which protrudes slightly
beyond the facing ends of the nozzle plates (6).
8. The method as set forth in claim 7, wherein the glue is dispensed as a continuous
flow of glue from nozzle plates (6) arranged at the outlet end of the glue distributor
(7).
9. The method as set forth in claim 7 or 8, wherein the glue is applied as a continuous
glue trail from a point near the first banderole end to a point near the second banderole
end.
10. The method as set forth in any one of claims 7 to 9, wherein an apparatus as set forth
in any one of claims 1 to 6 is used.
1. Dispositif pour appliquer de la colle sur des bandes de fermeture, en particulier
des bandes de fermeture pour boîtes de cigarettes, comportant un dispositif d'alimentation
en colle, un dispositif à buses (7, 9, 12), un guide pour les bandes de fermeture
à encoller et un dispositif de commande pour l'amenée de la colle, le dispositif à
buses comportant un distributeur de colle (7) qui applique la colle sur la bande de
fermeture en deux cordons ou plus par un procédé à contact continu, caractérisé en ce que le distributeur de colle (7) est une tête de buse qui a la forme d'un U ou est fourchue
à la manière d'un diapason, et en ce que pour le transport des bandes de fermeture entre les fourches de la tête de buse (7),
est disposé un dispositif de transport ou de guidage (4) qui dépasse légèrement des
extrémités frontales des plaques à buses (6), par son pourtour extérieur.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à l'extrémité de sortie de chaque fourche de tête de buse (7) sont disposées des plaques
à buses (6) dont les bords dirigés vers le guide de bande de fermeture sont arrondis.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les plaques à buses (6) sont éloignées à leur extrémité de sortie de 0,1 mm à 0,3
mm, de préférence de 0,2 mm des bandes de fermeture guidées devant celles-ci.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif à buses est conçu de manière à appliquer un courant continu de colle
ou des cordons continus de colle sur les bandes de fermeture.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif à buses (7, 9, 12) est placé sur un support (1) de manière que sa position
soit réglable.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif à buses (7, 9, 12) est conçu en ce qui concerne ses dimensions et son
dispositif de support de manière qu'il puisse être inséré de façon fonctionnelle dans
la fixation d'une unité classique d'encollage à pot de colle et rouleau.
7. Procédé d'encollage de bandes de fermeture, en particulier de bandes de fermeture
pour boîtes de cigarettes, dans lequel par utilisation d'un dispositif d'alimentation
en colle, d'un dispositif à buses, d'un guide pour les bandes de fermeture à encoller
et d'un dispositif de commande pour l'amenée de la colle, la colle est appliquée sur
la bande de fermeture en deux cordons ou plus au moyen d'un distributeur de colle
(7), par un procédé à contact continu, caractérisé en ce qu'on utilise comme distributeur de colle (7) une tête de buse qui est en forme de U
ou est fourchue à la manière d'un diapason, et en ce que les bandes de fermeture sont transportées au moyen d'un dispositif de transport ou
de guidage (4) qui est disposé entre les fourches de la tête de buse (7) et qui dépasse
légèrement des extrémités frontales des plaques à buses (6) par son pourtour extérieur.
8. Procédé selon la revendication 7, dans lequel la colle est distribuée en un courant
de colle continu par des plaques à buses (6) qui sont disposées à l'extrémité de sortie
du distributeur de colle (7).
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, dans lequel l'application de la colle en un
cordon de colle continu a lieu d'un point situé à proximité de la première extrémité
de la bande de fermeture jusqu'à un point situé à proximité de la deuxième extrémité
de la bande de fermeture.
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, dans lequel on utilise un dispositif
selon l'une des revendications 1 à 6.