[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Dichtungsfolienband für eine Fassade oder ein
Dach, bestehend aus einem Metallrahmenwerk, dessen Rahmenfelder mit Isolierglasscheiben
oder sonstigen Füllungsplatten versehen sind, wobei das Metallrahmenwerk an der Gebäudeseite
sich aus Hauptprofilen und aus quer, insbesondere schräg dazu erstreckenden Sprossenprofilen
und an der Außenseite aus die Scheibenränder abdeckenden, mit den Hauptprofilen oder
den Sprossenprofilen verschraubten Deckprofilen zusammensetzt, die Hauptprofile, die
Sprossenprofile und die Deckprofile Verankerungsnuten für an den Scheibenrändern sich
abstützende Dichtungsleisten aufweisen und die Längsränder des Dichtungsfolienbandes
durch die an den Deckprofilen festgelegten Dichtungsleisten auf die Scheibenränder
gepreßt werden und das Dichtungsfolienband an der Scheibenseite mit einer Dichtungsmasse
versehen ist.
[0002] Es sind Dichtungsfolienbänder bekannt (SCHÜCO-Katalog Seite F03-93, veröffentlicht
im Mai 1994), die als Trägerfolie eine Verbundfolie aufweisen, die aus einer transparenten
Kunststoffschicht, einer Aluminiumschicht oder aus einer transparenten Kunststoffschicht,
einer Aluminiummittelschicht und einer weiteren transparenten Kunststoffschicht besteht.
Diese Trägerfolie wurde an der den Scheibenrändern zugewandten Seite mit einer Dichtungsmasse,
und zwar einer dauerplastischen Masse, z.B. aus Butyl belegt.
[0003] Die in dem Verbund vorgesehene Aluminiumschicht macht die Trägerfolie nicht nur wasserdampfdicht,
sondern reflektiert auch die von der Wetterseite oder von der Rauminnenseite auftreffende
Wärmestrahlung.
[0004] Nachteilig bei dem bekannten Dichtungsfolienband ist, daß es einseitig auf der gesamten
Fläche mit einer dauerplastischen Masse beschichtet ist, obwohl die reine Abdichtfunktion
nur partiell genutzt wird.
Es hat sich ferner gezeigt, daß Fassaden oder Glasdächer durch intensive Sonneneintrahlung
auch einer erheblichen sommerlichen Wärmebelastung ausgesetzt sind und daß das nicht
zwischen der Scheibe und den Dichtungsleisten der Deckprofile eingespannte Butyl-Material
zum Abtropfen neigt, so daß dieses Material in den Glasfalz der Verglasung eindringt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungsfolienband der eingangs genannten
Art so zu gestalten, daß die Menge der eingesetzten Dichtungsmasse verrringert wird
und bei der Verwendung einer eine Aluminiumschicht aufweisenden Verbundfolie als Trägerfolie
diese Metallschicht zur Reflektion von Wärme von Kälte, die von der Rauminnenseite
wirkt, besser genutzt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dichtungsmasse als in
Längsrichtung des Dichtungsfolienbandes sich erstreckende Dichtungsstreifen ausgebildet
ist, die Dichtungsstreifen im Längsrandbereich und im mittigen Bereich angeordnet
und durch den mittigen Dichtungsstreifen, der breiter ist als der Durchmesser der
Befestigungsschrauben der Deckprofile, diese Befestigungsschrauben geführt sind.
[0007] Sämtliche Dichtungsstreifen können aus einer dauerplastischen Masse bestehen, die
eine Eigenhaftung an der Oberfläche der Glasscheibe oder der Füllungsplatte aufweist.
[0008] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform besteht der mittige Dichtungsstreifen, durch
den die Befestigungsschrauben geführt werden, die die Deckprofile gegenüber den Hauptprofilen
oder den Sprossenprofilen festlegen, aus einem gummiähnlichen Werkstoff, der die Befestigungsschraube
dichtend umschließt. Es wird hierdurch eine haftende oder klebende Verbindung der
Dichtungsmasse mit der Schraube unterbunden, die auftreten würde, wenn man z.B. als
Dichtungsmasse Butyl verwenden würde. Die Befestigungsschrauben können in einen dauerelastischen
Dichtungsstreifen ohne ein Trennmittel wie Silikon o.dgl. eingeschraubt werden, da
die dauerelastische Dichtungsmasse an dem Schraubenschaft nicht anhaftet, sondern
elastisch anliegt. Zu einem späteren Zeitpunkt können die Befestigungsschrauben zerstörungsfrei
aus dem Dichtungsfolienband herausgedreht werden.
[0009] Sofern das Dichtungsfolienband mit einer als Verbundfolie ausgebildeten Trägerfolie
versehen ist, die eine Aluminiumschicht als Außenschicht oder eine zwischen zwei transparenten
oder semitransparenten Kunststoffschichten angeordnete Aluminiumschicht aufweist,
wird durch die Dichtungsstreifen, die an den Längsrändern und im mittigen Bereich
vorgesehen sind, erreicht, daß die Trägerfolie an der mit den Dichtungsstreifen versehenen
Seite auftreffende Wärme und Kälte intensiver reflektiert.
[0010] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Dichtungsfolienbandes sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Riegel- oder Pfostenprofil, an dem ein Deckprofil mittels Schreiben befestigt
ist, mit zugeordneten Glasscheiben oder Füllungsplatten im Vertikal schnitt,
- Figur 2
- eine Ausführung des in der Fig. 1 dargestellten Dichtungsfolienbandes in vergrößertem
Maßstab,
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform des Dichtungsfolienbandes im Querschnitt.
[0012] Das Dichtungsfolienband 1 ist zwischen den Dichtungsleisten 2, die in einer Verankerungsnut
3 eines Deckprofils 4 festgelegt sind und den Rändern der Scheiben 5 oder Füllungsplatten
angeordnet. Das Deckprofil 4 ist mittels Befestigungsschrauben 6 an einem Riegel-
oder Pfostenprofil 7 festgelegt, das Dichtungsleisten 8 aufweist, auf denen sich die
Glasscheiben 5 oder Füllungsplatten abstützen.
[0013] Das Dichtungsfolienband 1 überbrückt einen Falzraum 9 zwischen den Scheiben 5 oder
den Füllungsplatten.
[0014] Das Dichtungsfolienband 1 besteht aus einer Trägerfolie 10 bzw. 11 und aus Dichtungsstreifen
12, 13 und 14, die sich in Längsrichtung des Dichtungsfolienbandes erstrecken und
in Abstand voneinander angeordnet sind. In den dargestellten Ausführungen nach den
Fig. 2 und 3 fluchten die Außenflächen 15, 16 der Dichtungsstreifen 12,14 mit den
Längsrandflächen der Trägerfolie 10 bzw. 11.
[0015] Aus der Fig. 1 ergibt sich, daß die Dichtungsstreifen 12,14, die an den Längsrändern
der Dichtungsfolienbahn vorgesehen sind, von einer Ausnehmung der Dichtungsleisten
2 aufgenommen werden. Die Ausnehmungen in den Dichtungsleisten sind so gestaltet,
daß sie die Dichtungsstreifen 12,14 zumindest teilweise aufnehmen.
[0016] Die Dichtungsstreifen 12,14 werden zusammen mit den Dichtungsleisten 2 auf den Rand
der Scheibe 5 auf den Rand einer Füllungsplatte gepreßt.
[0017] Aus der Fig. 1 ergibt sich ferner, daß die Befestigungsschrauben 6 durch den mittig
angeordneten Dichtungsstreifen 13 geführt werden, dessen Breite größer ist als der
Durchmesser der Befestigungsschraube 6.
[0018] Die Dichtungsstreifen 12, 13, 14 können aus einer dauerplastischen Masse, z.B. aus
Butyl, bestehen. Diese dauerplastische Masse weist eine Eigenhaftung an der Oberfläche
der Glasscheibe oder der Füllungsplatte auf.
[0019] Um eine Haftung der Dichtungsmasse an der Befestigungsschraube 6 zu vermeiden, ist
es zweckmäßig, den Dichtungsstreifen 13 aus einem gummiähnlichen Werkstoff herzustellen,
der ausschließlich elastisch federnd am Schraubenschaft anliegt und aufgrund dieser
Eigenschaft den Schraubenschaft dichtend umschließt.
[0020] Der Dichtungsstreifen 13 kann z.B. aus Gummi, Weich-PVC, aus einem geschlossenzelligen
Polyurethan o.dgl. gefertigt werden.
[0021] Die Trägerfolie 10 nach der Fig. 2, die als Verbundfolie ausgebildet ist, setzt sich
aus einer mittig angeordneten Aluminiumfolie 17 und aus transparenten Kunststoffolien
18 zusammen, die als Außenfolien eine auftreffende Wärmestrahlung bis zur Oberfläche
der Aluminiumfolie 17 durchlassen, so daß diese Strahlung an der Metalloberfläche
reflektiert wird.
[0022] Die Trägerfolie 11 weist einen zweilagigen Aufbau auf und besteht aus einer Aluminiumfolie
19 oder einer aufgedampften Aluminiumschicht sowie aus einer Kunststoffolie 20 in
transparenter oder in eingefärbter semitransparenter Ausführung (weiß). Auch bei dieser
Trägerfolie wird das Reflektionsvermögen für auftreffende Strahlungen nur unwesentlich
durch die Dichtungsstreifen 12,13,14 beeinträchtigt.
[0023] Die Figuren 2 und 3 zeigen, daß in diesen Ausführungsbeispielen der Dichtungsstreifen
13 breiter ist als die Dichtungsstreifen 12, 14.
1. Dichtungsfolienband für eine Fassade oder ein Dach, bestehend aus einem Metallrahmenwerk,
dessen Rahmenfelder mit Isolierglasscheiben oder sonstigen Füllungsplatten versehen
sind, wobei das Metallrahmenwerk an der Gebäudeseite sich aus Hauptprofilen und aus
quer, insbesondere schräg dazu sich erstreckenden Sprossenprofilen und an der Außenseite
aus die Scheibenränder abdeckenden, mit den Hauptprofilen oder Sprossenprofilen verschraubten
Deckprofilen zusammensetzt, die Hauptprofile, die Sprossenprofile und die Deckprofile
Verankerungsnuten für an den Scheibenrändern sich abstützende Dichtungsleisten aufweisen
und die Längsränder des Dichtungsfolienbandes durch die an den Deckprofilen festgelegten
Dichtungsleisten auf die Scheibenränder gepreßt werden und das Dichtungsfolienband
an der Scheibenseite mit Dichtungsmasse versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsmasse als in Längsrichtung des Dichtungsfolienbandes sich erstreckende
Dichtungsstreifen (12,13,14) ausgebildet ist, die Dichtungsstreifen im Längsrandbereich
und im mittigen Bereich angeordnet sind und durch den mittigen Dichtungsstreifen (13)
Befestigungsschrauben (6) zur Festlegung der Deckprofile (4) geführt und der mittige
Dichtungsstreifen (13) breiter als der Durchmesser der Befestigungsschraube (6) ist.
2. Dichtungsfolienband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Längsrändern
vorgesehenen Dichtungsstreifen (12,14) zumindest teilweise von einer Ausnehmung der
Dichtungsleisten (2) des Deckprofils (4) aufgenommen werden.
3. Dichtungsfolienband mit einer als Verbundfolie ausgebildeten Trägerfolie, die eine
Aluminiumschicht als Außenschicht oder eine zwischen zwei transparenten oder semitransparenten
Kunststoffschichten angeordnete Aluminiumschicht aufweist nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Trägerfolie (10,11) die in Abstand voneinander angeordneten
Dichtungsstreifen (12,13,14) befestigt sind.
4. Dichtungsfolienband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtungsstreifen (12,13,14) aus einer dauerplatischen Masse bestehen, die eine
Eigenhaftung an der Oberfläche der Glasscheibe (5) oder der Füllungsplatte aufweist.
5. Dichtungsfolienband nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der mittige Dichtungsstreifen (13) aus einem gummiähnlichen Werkstoff besteht, der
die Befestigungsschraube (6) elastisch dichtend umschließt.
6. Dichtungsfolienband nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mittige Dichtungsstreifen
(13) breiter ist als die Dichtungsstreifen (12,14)