[0001] Die Erfindung bezieht sich nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 auf ein Herstellverfahren
für einen stößelgeführten Anker eines Aktuators für Hubventile einer Brennkraftmaschine,
bei dem ein Stößel mit einem gesondert ausgebildeten Anker aus einem weichmagnetischen
Eisenwerkstoff antriebsfest verbunden wird.
[0002] Eine bekannte antriebsfeste Verbindung des Ankers mit dem Schaft ist beispielsweise
durch Löten erzielt, wie dies der schematischen Darstellung der Zeichnung der Patentanmeldung
DE 197 55 271 zu entnehmen ist
[0003] Ein anderes Beispiel Zeigt die japanische Patentanmeldung JP-A-09060512.
[0004] Dieses Verbindungs-Verfahren ist in nachteiliger Weise aufwendig und erfordert beispielsweise
wegen der Einhaltung des Lötspaltes eine aufwendige Haltevorrichtung zur Positionierung
von Anker und Schaft zueinander. Weiter führt die relativ hohe Löt-Temperatur dazu,
daß der aus einem weichmagnetischen Eisenwerkstoff gestaltete Anker seine magnetischen
Eigenschaften verliert, die in einem aufwendigen Wärmeprozeß wieder herzustellen sind.
Bei diesem Wärmeprozeß unterliegt der aus einem Eisenwerkstoff gefertigte Stößel einer
bezüglich der Verschleißfestigkeit ungünstigen Gefügeumwandlung. Schließlich ergibt
sich aufgrund der relativ langen Wärmeeinwirkung der Nachteil eines Verzuges beider
Komponenten durch Schiefstand oder durch Biegen der Bauteile, wobei gegebenenfalls
eine weitere Nachbearbeitung des Ankers erforderlich werden kann.
[0005] Bei der bekannten Anordnung ist der Stößel aus einem Eisenwerkstoff gefertigt, wodurch
in nachteiliger Weise sich eine relativ hohe Masse bzw. eine große Massenträgheit
ergibt und ferner der aus einem Eisenwerkstoff gefertigte Stößel magnetische Störfelder
verursacht.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Herstellverfahren für eine massereduzierte
Stößel-Anker-Einheit aufzuzeigen.
[0007] Diese Aufgabe ist mit dem Patentanspruch 1 gelöst, wobei der Stößel aus einem Keramik-Werkstoff
mit zumindest einem Führungsabschnitt gefertigt wird und mit einer vom Führungsabschnitt
axial beabstandeten Umfangsnut zur Positionierung längsgeteilter Kegelstücke ausgebildet
wird, wobei auf den am Stößel positionierten Kegelstücken ein auf Fertigmaß bearbeiteter
Anker mit Press-Sitz angeordnet und zumindest mit den verjüngten Abschnitten der Kegelstücke
zusätzlich formschlüssig oder durch Elektronenstrahlschweißen stoffschlüssig verbunden
wird.
[0008] Mit der Erfindung ist in vorteilhafter Weise ein serientaugliches Verfahren erzielt,
das bei zusätzlicher formschlüssiger Sicherung des Ankers auf den Keilstücken ohne
Wärmeeintrag durchführbar ist und somit der Anker weder einem Verzug noch einem Verlust
an maximalen weichmagnetischen Eigenschaften unterliegt. Die vorgenannten Vorteile
bleiben auch gegeben, wenn zur zusätzlichen Sicherung des Ankers mit den Kegelstücken
dieser mittels Elektronenstrahlschweißung mit diesen verbunden wird, weil der damit
verbundene Wärmeeintrag bei entsprechender Steuerung der Elektronenstrahlschweißung
minimal ist.
[0009] Grundgedanke der Erfindung ist, den Anker auf die am Schaft befindlichen Kegelstücke
so aufzupressen, daß über die auf Selbsthemmung ausgelegten Kegelflächen eine radiale
Klemmung der Kegelstücke auf dem Keramikschaft erreicht wird, die vorteilhafterweise
so hoch ist, daß die gesamten aus Feder- und Magnetkräften resultierenden Betriebskräfte
kraftschlüssig übertragen werden, wobei die Umfangsnut lediglich zur Positionierung
der Kegelstücke dient.
[0010] Die erfindungsgemäß vorgeschlagene zusätzliche stoff- oder formschlüssige Verbindung
des Ankers mit den Kegelstücken dient dazu, einer Lockerung des Ankers durch die wirkenden
Wechselkräfte entgegenzuwirken.
[0011] Mit der Erfindung ist in weiterer vorteilhafter Weise ein geringeres Gewicht der
Stößel-Anker-Einheit bzw. eine geringere bewegte Masse erzielt, so daß die Federkräfte
des Feder-Masse-Systems verringert werden können und ebenso die Magnetfläche jedes
Aktuators, womit Gewicht und Bauraum vorteilhaft reduziert sind. Weiter ist mit dem
erfindungsgemäßen Herstellverfahren ein minimaler Schiefstand zwischen Anker und Stößel
erreicht, wobei im weiteren die magnetischen Eigenschaften des Ankers voll erhalten
sind und durch den Stößel aus einem Keramik-Werkstoff magnetische Störfelder entfallen.
Schließlich ist eine prozeßsichere Verbindung bei geringen Herstellkosten erreicht,
insbesondere dann, wenn in weiterer Ausgestaltung der Erfindung der Stößel aus Silizium-Nitrid-Keramik
gefertigt und auf Fertigmaß bearbeitet dem Herstellverfahren zugeführt wird.
[0012] Weitere Ausgestaltungen sind Inhalte der Unteransprüche.
[0013] Die Erfindung ist anhand einer in der Zeichnung dargestellten Stößel-Anker-Einheit
erläutert.
[0014] Bei einem Herstellverfahren für einen stößelgeführten Anker 1 eines nicht gezeigten
Aktuators für Hubventile einer nicht dargestellten Brennkraftmaschine wird ein Stößel
2 mit einem gesondert ausgebildeten Anker 1 aus einem weichmagnetischen Eisenwerkstoff
antriebsfest verbunden.
[0015] Bei dem erfindungsgemäß verbesserten Herstellverfahren für eine massereduzierte Stößel-Anker-Einheit
wird von einem aus einem Keramikwerkstoff gefertigten Stößel 2 ausgegangen, der zumindest
einen Führungsabschnitt 3 aufweist. Weiter wird der Stößel 2 mit einer von den Führungsabschnitten
3 axial beabstandeten Umfangsnut 4 zur Positionierung längsgeteilter Kegelstücke 5
ausgebildet. Diese auf dem Stößel 2 positionierten Kegelstücke 5 dienen dazu, den
auf Fertigmaß bearbeiteten Anker 1 mit Press-Sitz anzuordnen. Damit wird der Anker
1 auf die am Stößel 2 angeordneten Kegelstücke 5 so aufgepreßt, daß über die auf Selbsthemmung
ausgelegten Kegelflächen eine radiale Klemmung der Kegelstücke auf dem Keramik-Stößel
2 erreicht wird, die so hoch ist, daß die aus Feder- und Magnetkräften resultierenden
Betriebskräfte kraftschlüssig übertragen werden, wobei die Umfangsnut 4 lediglich
zur Positionierung der Kegelstücke 5 dient.
[0016] Um einer Lockerung der Press-Sitz-Verbindung zwischen den Kegelstücken und dem Anker
1 aufgrund dessen wechselnder Kraftbeaufschlagung zu vermeiden, wird der Anker 1 zumindest
mit den verjüngten Abschnitten 6 der Kegelstücke 5 zusätzlich entweder formschlüssig
oder durch Elektronenstrahlschweißen stoffschlüssig verbunden. Die Sicherung des Ankers
1 an den Kegelstücken 5 kann weiter dadurch gesteigert sein, daß die Kegelstücke 5
beidendig mit dem Anker 1 stoff- oder formschlüssig verbunden werden.
[0017] In Ausgestaltung der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, daß der Stößel 2 aus Silizium-Nitrid-Keramik
gefertigt wird mit dem Vorteil, daß dieser Stößel 2 auf Fertigmaß endbearbeitet dem
Herstellverfahren zugeführt werden kann.
[0018] Der in dem erfindungsgemäßen Herstellverfahren verwendete Anker 1 ist entweder aus
Reineisen oder aus einer Nickel-Eisen-Verbindung (NiFe) oder aus einer Silizium-Eisen-Verbindung
(SiFe) oder aus einer Kobalt-Eisen-Verbindung (CoFe) gefertigt, wobei der Anker 1
ferner auf seine Gestalt endbearbeitet und bezüglich optimaler magnetischer Eigenschaften
warmbehandelt dem erfindungsgemäßen Herstellverfahren zugeführt wird.
[0019] Gemäß einem weiteren Vorschlag für das erfindungsgemäße Herstellverfahren ist vorgesehen,
daß die je Keramik-Stößel 2 verwendeten beiden Kegelstücke 5 als Fließpressteile aus
einem durch Stauchen/Prägen verformbaren oder zum Elektronenstrahlschweißen geeigneten
niedrig legierten Kohlenstoffstahl mit C ≤ 0,4 % gefertigt sind.
[0020] Zur Erzielung eines Herstellverfahrens ohne jeglichen, insbesondere für den Anker
1 nachteiligen Wärmeeintrag werden die Kegelstücke 5 an ihren über den Anker 1 jeweils
vorstehenden Abschnitten 6 und 6' zur Lage-Sicherung des Ankers 1 gestaucht oder mit
gequetscht abstehend geformten Fortsätzen versehen (nicht gezeigt).
[0021] Um bei einer stoffschlüssigen Verbindung des Ankers 1 mit den Kegelstücken 5 einen
ungefährlichen, geringstmöglichen Wärmeeintrag zu haben, wird der Anker 1 mit den
Kegelstücken 5 mittels Elektronenstrahl verschweißt.
[0022] Mit dem erfindungsgemäßen Herstellverfahren ist eine prozeßsichere, reproduzierbare
Verbindung des Ankers aus einem weichmagnetischen Eisenwerkstoff mit einem Keramik-Stößel
2 bei relativ geringen Herstellkosten erzielt, wobei der Keramik-Stößel 2 auf Fertigmaß
bearbeitet mit gefinishten Abschnitten 3 dem Herstellverfahren zugeführt wird.
1. Herstellverfahren für einen stößelgeführten Anker eines Aktuators für Hubventile einer
Brennkraftmaschine,
- bei dem ein Stößel (2) mit einem gesondert ausgebildeten Anker (1) aus einem weichmagnetischen
Eisenwerkstoff antriebsfest verbunden wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Stößel (2) aus einem Keramik-Werkstoff mit zumindest einem Führungsabschnitt
(3) gefertigt wird, und
- mit einer vom Führungsabschnitt (3) axial beabstandeten Umfangsnut (4) zur Positionierung
längsgeteilter Kegelstücke (5) ausgebildet wird, wobei
- auf den am Stößel (2) positionierten Kegelstücken (5) ein auf Fertigmaß bearbeiteter
Anker (1) mit Press-Sitz angeordnet und zumindest mit den verjüngten Abschnitten (6)
der Kegelstücke (5) zusätzlich formschlüssig oder durch Elektronenstrahlschweißen
stoffschlüssig verbunden wird.
2. Herstellverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (2) aus Silizium-Nitrid-Keramik gefertigt und auf Fertigmaß endbearbeitet
dem Herstellverfahren zugeführt wird.
3. Herstellverfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (1) aus Reineisen oder NiFe oder SiFe oder CoFe gefertigt, auf Gestalt
endbearbeitet und bezüglich magnetischer Eigenschaften warmbehandelt dem Herstellverfahren
zugeführt wird.
4. Herstellverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die je Stößel (2) verwendeten beiden Kegelstücke (5) als Fließpressteile aus einem
durch Stauchen/Prägen verformbaren oder zum Elektronenstrahlschweißen (Pfeil "A")
geeigneten niedriglegierten Kohlenstoffstahl mit C≤ 0,4 % gefertigt werden.
5. Herstellverfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kegelstücke (5) beidendig (6, 6') mit dem Anker (1) stoff- oder formschlüssig
verbunden werden.
1. Production method for a tappet-guided armature of an actuator for lift valves of an
internal-combustion engine,
- in which a tappet (2) is connected rigidly in terms of drive to a separately constructed
armature (1) made of a soft magnetic iron material,
characterised in that
- the tappet (2) is manufactured from a ceramics material with at least one guide
section (3), and
- with a peripheral groove (4) which is axially spaced apart from the guide section
(3) for positioning longitudinally separated cone pieces (5), wherein
- an armature (1) processed to finished size is arranged with press fit on the cone
pieces (5) positioned at the tappet (2) and is additionally connected in an interlocking
manner or with integral fit by electron beam welding at least to the tapered sections
(6) of the cone pieces (5).
2. Production method according to claim 1, characterised in that the tappet (2) is manufactured from silicon nitride ceramics and supplied to the
production method processed to finished size.
3. Production method according to claim 1 and 2, characterised in that the armature (1) is manufactured from pure iron or NiFe or SiFe or CoFe, processed
to the final design and supplied to the production method heat-treated with respect
to magnetic properties.
4. Production method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the two cone pieces (5) used for each tappet (2) are manufactured as extruded parts
from a low-alloy carbon steel with C ≤ 0.4%, which can be formed by compressing/embossing
or is suitable for electron beam welding (arrow "A").
5. Production method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the cone pieces (5) can be connected with integral fit or in an interlocking manner
to the armature (1) at both ends (6, 6').
1. Procédé de fabrication pour un induit guidé par poussoir d'un actionneur de soupapes
à course rectiligne d'un moteur à combustion interne,
selon lequel un poussoir (2) est relié de façon à résister à l'entraînement à un induit
(1) constitué séparément en un matériau ferreux de magnétisme faiblement coercitif,
caractérisée en ce que
- le poussoir (2) est fabriqué à partir d'un matériau céramique avec au moins une
section de guidage (3), et
- réalisé avec une rainure périphérique (4) écartée axialement de la section de guidage
(3) pour le positionnement de pièces en cône (5) divisées dans le sens de la longueur,
et
- sur les pièces en cône (5) positionnées au poussoir (2) un induit (1) réalisé aux
cotes définitives est disposé en ajustage serré et relié au moins en plus avec les
sections se rétrécissant (6) des pièces en cône (5) en engagement de forme ou, par
soudage électronique, en engagement de matériau.
2. Procédé de fabrication selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le poussoir (2) est fabriqué en céramique de nitrure de silicium et fourni au procédé
de fabrication usiné aux cotes définitives.
3. Procédé de fabrication selon la revendication 1 et 2,
caractérisé en ce que
l'induit (1) est réalisé soit en fer pur soit en NiFe ou en SiFe ou en CoFe, usiné
à la cote finale et fourni au procédé de fabrication traité à chaud sur le plan des
propriétés magnétiques optimales.
4. Procédé de fabrication selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les deux pièces en cône (5) utilisées par poussoir (2) sont réalisées en tant que
pièces extrudées en un acier au carbone faiblement allié avec C ≤ 0,4 % déformable
par repoussage/matriçage ou adapté au soudage par rayon électronique (flèche « A »).
5. Procédé de fabrication selon les revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les pièces en cône (5) sont reliées aux deux extrémités (6, 6') en engagement de matériau
ou de forme avec l'induit (1).