Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Vermeidung von
Kavitation in einer Sattwasser fördernden Pumpe, welche Pumpe über eine Saugleitung
mit einer Sattwasserquelle in Verbindung steht. Sie betrifft weiter ein thermisches
Kraftwerk mit einer solchen Anlage.
Stand der Technik
[0002] Als Kavitation wird eine Dampfblasenbildung und ein Dampfblasenzerfall in einer strömenden
Flüssigkeit bei einer Druck- und/oder Geschwindigkeitsänderung bezeichnet. Sinkt infolge
Reibung, durch Beschleunigung einer strömenden Flüssigkeit usw. der Druck unter den
Dampfdruck der Flüssigkeit ab, so bilden sich in der Flüssigkeit Dampfblasen. Bei
einem nachfolgenden Druckanstieg, z.B. infolge einer Verzögerung der Flüssigkeit,
kommt es zur Kondensation der Dampfblasen. Dieser Vorgang ist infolge der plötzlichen
Volumenänderung mit sehr starken Druckstössen verbunden, die erhebliche Schäden z.B.
in einer diese Flüssigkeit fördernden Pumpe verursachen können.
[0003] In thermischen Kraftwerken wird an verschiedenen Stellen Wasser im Sättigungszustand
unter Druckerhöhung gefördert und damit besteht die Gefahr von Kavitation.
[0004] Als Beispiele können die Speisung von regenerativen Vorwärmern aus einem Speisewasserbehälter/Entgaser
bzw. Kondensator oder die Speisung eines Verdampfersystems aus einer Verdampfertrommel
genannt werden.
[0005] Druckschwankungen im Zulaufsystem der Pumpen der obigen Anlagenteile können nun zu
solchen Ausdampfungen und damit Kavitation führen. Solche Druckschwankungen können
beispielsweise durch schnelle Laständerungen beim An- und Abfahren eines thermischen
Kraftwerkes oder durch plötzliche Abgabe grosser Dampfmengen aus der Verdampfertrommel
eines Dampferzeugers durch Entnahme oder Abblasen hervorgerufen werden.
[0006] Bisher sind Pumpenschäden infolge Kavitation durch die Regelung des Druckes im Zulaufsystem,
insbesondere eine Begrenzung des Druckabfalls auf der Saugseite der Pumpen und durch
die Überwachung des Förderverhaltens der Pumpe einschliesslich der Auslösung einer
Schutzabschaltung im Falle von unzulässigen Förderbedingungen verhindert worden.
[0007] Bekannte Einrichtungen zur Regelung des Druckes im Zulaufsystem können insbesondere
bei kurzzeitigen Störungen die erforderlichen Bedingungen für den einwandfreien Betrieb
der Pumpe nicht immer sicherstellen, was zu einer Schutzabschaltung führen kann. Eine
Schutzabschaltung von Pumpen in einer Anlage ist jedoch unerwünscht.
Darstellung der Erfindung
[0008] Ziel der Erfindung ist ein Verfahren und eine Anlage zur Vermeidung von Kavitation
in einer Sattwasser fördernden Pumpe zu schaffen, die bei unzulässigen Druckänderungen
im Zulaufsystem der Pumpe, z.B. durch ein verzögertes, fehlerhaftes oder unzureichendes
Ansprechen der Regelung des Druckes im Zulaufsystem, einen weitergehenden Betrieb
derselben sicherstellt. Ein weiteres Ziel ist es, ein thermisches Kraftwerk mit einer
solchen Anlage zu schaffen.
[0009] Erfindungsgemäss wird dies erreicht, indem die Ist-Werte von Druck und/oder Temperatur
des Sattwassers in mindestens der Sattwasserquelle erfasst und mit festgelegten Werten
von Druck und/oder Temperatur, die eine Kavitation begünstigen, verglichen werden,
und in dem Falle, dass die Ist-Werte die festgelegten Werte erreichen, der Pumpe saugseitig
Zumischwasser zugeführt wird, dessen Temperatur tiefer als der festgelegte Temperaturwert
ist.
[0010] Die Anlage zur Durchführung des Verfahrens zeichnet sich durch eine Zumischwasserquelle
aus, die über eine Zulaufleitung mit einem Stellglied mit der Saugleitung in Verbindung
steht. Als Stellglied können ein Ventil, eine Klappe, ein Schieber und dergleichen
als konkrete Bauform zum Einsatz kommen.
[0011] Ein thermisches Kraftwerk mit einer solchen Anlage zeichnet sich dadurch aus, dass
die Zumischwasserquelle ein Wasserreservoir ist, das ein in Durchlaufrichtung des
Wasser- bzw. Dampfkreislaufes der Sattwasserquelle vorgelagerter oder ein innerhalb
der Hilfsanlagen des Kraftwerkes angeordneter Wasser enthaltender Behälter oder ein
Wasser enthaltendes System ist.
[0012] Die Zufuhr des Zumischwassers kann beispielsweise durch ein Pumpen erfolgen, durch
ein Ansaugen des Zumischwassers aufgrund einer zwischen der Zumischwasserquelle und
der Zumischstelle vor der Pumpe vorhandenen Druckdifferenz, aufgrund einer Höhendifferenz
zwischen der in einer Anlage angeordneten Zumischwasserquelle und der Zumischstelle
vor der Pumpe, oder durch eine Kombination dieser Möglichkeiten.
[0013] Bei einem thermischen Kraftwerk mit einer solchen Anlage kann die Zumischwasserquelle
in Durchlaufrichtung des Wasser-/Dampfkreislaufes vor der Sattwasserquelle liegen
oder ein innerhalb der Hilfsanlagen des Kraftwerkes angeordnetes Wasserreservoir niedriger
Temperatur sein, beispielsweise ein Wasser enthaltender Tank, ein Wassersystem, ein
Wasserbehälter, eine Wasserleitung, usw..
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0014] Figur 1 zeigt rein schematisch eine Ausführung der erfindungsgemässen Anlage; und
Figur 2 zeigt rein schematisch ein thermisches Kraftwerk mit einer Anlage nach Figur
1, wobei nur die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Einheiten gezeichnet
sind.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0015] In einem als Sattwasserquelle 1 ausgebildeten Behälter befindet sich Sattwasser 2
und über dem Sattwasser 2 unter Druck stehender Dampf 3. Das Sattwasser 2 wird über
eine Saugleitung 4 und durch eine als Sattwasserpumpe ausgebildete Pumpe 5 aus dem
Behälter 1 gefördert und irgendwelchem Verbraucher zugeführt.
[0016] Im Behälter 1 ist nun eine Druck und/oder Temperatur erfassende Messeinrichtung 7
angeordnet, deren Ausgang einem Steuergerät 8 zugeführt ist. In diesem Steuergerät
8 sind die zulässigen Werte für Druck und/oder Temperatur im Behälter 1 gespeichert,
bzw. werden anhand der aktuellen Anlagedaten berechnet. Im Betrieb werden nun diese
gespeicherten bzw. berechneten Werte, also festgelegte Werte, mit den Ist-Werten von
Druck und/oder Temperatur im Behälter 1 verglichen.
[0017] Die Bezugsziffer 9 bezeichnet ein als Zumischwasserquelle dienendes Wasserreservoir,
wobei die Temperatur des Zumischwassers niedriger als die Temperatur des Sattwassers
2 im Behälter 1 ist.
[0018] Dieses Wasserreservoir 9 ist über eine Zulaufleitung 11 mit der Saugleitung 4 an
einer Stelle vor der Sattwasserpumpe 5 verbunden. Als Förderorgan des Zumischwassers
vom Wasserreservoir 9 in die Saugleitung 4 ist eine Pumpe 10 eingezeichnet. Diese
Pumpe 10 ist jedoch lediglich als Beispiel zu betrachten. Die Förderung des Zumischwassers
kann auch durch eine Saugwirkung, eine zwischen dem Wasserreservoir 9 und der Saugleitung
4 vorhandene Druckdifferenz, auch aufgrund einer anlagebedingten Höhendifferenz zwischen
dem Wasserreservoir 9 und der Saugleitung 4 und dergleichen erfolgen.
[0019] In der Zulaufleitung 11 ist ein Stellglied 12 angeordnet. Dieses Stellglied 12 wird
gemäss einer bevorzugten Ausführung vom Steuergerät 8 folgendermassen gesteuert:
⇒ In einer Vergleichseinheit 23 des Steuergerätes 8 werden die erfassten Ist-Werte
von Druck und/oder Temperatur im Behälter 1 mit den festgelegten Werten verglichen.
⇒ Wenn die genannten Ist-Werte im Sattwasserbehälter 1 die festgelegten Werte erreichen,
kann die Zumischung des Zumischwassers zunächst durch eine einfache Auf-/Zu-Steuerung
des Stellgliedes 12 erfolgen.
⇒ Des weiteren kann im Steuergerät 8 die zur Erlangung der Soll-Werte notwendige Menge
des Zumischwassers (dessen Temperatur ebenfalls im Steuergerät 8 gespeichert ist oder
gemessen wird) berechnet und durch ein gesteuertes Öffnen des Stellgliedes 12 (Anfahren
einer konkreten Position des Stellgliedes) die notwendige Zumischwassermenge dem durch
die Saugleitung 4 strömenden Sattwasser 2 zudosiert werden.
⇒ Damit wird die Temperatur des durch die Sattwasserpumpe 5 geförderten Sattwassers
2 auf Werten gehalten, die Kavitation mit Sicherheit vermeiden.
⇒ Haben sich im Behälter 1 wieder Bedingungen eingestellt, welche mit Sicherheit nicht
zum Kavitieren der Sattwasserpumpe 5 führen, so wird das Stellglied 12 über das Steuergerät
8 wieder geschlossen.
[0020] Die Figur 1 zeigt weiter eine Überwachungsvorrichtung 6. Diese Überwachungsvorrichtung
6 ermittelt und überwacht die Betriebszustände vor und/oder nach der Sattwasserpumpe
5, indem Druck und/oder Temperatur stromauf und/oder stromab der Sattwasserpumpe 5
mittels entsprechender Messeinrichtungen 24, 25 ermittelt werden.
[0021] Diese ermittelten Werte werden zusätzlich dem Steuergerät 8 zugeführt und in der
Vergleichseinheit 23 mit entsprechenden Soll-Werten verglichen. Das Stellglied 12
wird in diesem Fall als Regelorgan ausgeführt, indem durch eine Prüfung und ein Vergleichen
der Bedingungen an der Sattwasserpumpe 5 mit den Soll-Werten eine Korrektur an der
Position des Stellgliedes 12 erfolgt, d.h. der Mengenfluss vom Wasserreservoir 9 zur
Saugleitung 4 wird geregelt, d.h. abhängig von den durch die Messeinrichtung 24 und/oder
die Messeinrichtung 25 ermittelten Werten geändert.
[0022] Falls die maximal mögliche Menge des Zumischwassers zur Verhinderung einer Kavitation
nicht ausreicht, wird die Sattwasserpumpe 5 durch die Überwachungsvorrichtung 6 abgeschaltet.
[0023] Die Figur 2 zeigt schematisch und stark vereinfacht ein thermisches Kraftwerk, das
(mindestens) eine wie oben beschriebene Anlage aufweist. Dabei werden so weit wie
möglich dieselben Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet.
[0024] Das thermische Kraftwerk weist einen durch Heizgas 26 (z.B. Rauchgas oder Abgas einer
Gasturbine) beheizten Dampferzeuger 13 auf, wobei der Dampf über eine Frischdampfleitung
14 einer Dampfturbine 15 zuströmt, die mit einem Generator 16 verbunden ist. Der Abdampf
der Dampfturbine 15 strömt in einen Kondensator 22, der einen Hotwell 9 aufweist,
welcher der Zumischwasserquelle (Wasserreservoir) der Figur 1 entspricht. Der Hotwell
9 ist von einer Speisewasserpumpe 10 gefolgt, wieder entsprechend der in der Figur
1 gezeigten Ausführung. Von der Speisewasserpumpe 10 führt eine Speisewasserleitung
17 zum Dampferzeuger 13 zurück, z.B. zu dessen Economiser 27.
[0025] Der Dampferzeuger 13 weist als Beispiel eines Sattwasser 2 enthaltenden Behälters
eine Dampftrommel 1 auf. Vom Economiser 27 führt eine Zuströmleitung 19 zur Dampftrommel
1. Von der Dampftrommel 1 führt eine Ausströmleitung 20 zum Niederdruckverdampfer
28 und vom ND-Verdampfer 28 führt in bekannter Weise eine Zuströmleitung 18 zur Dampftrommel
1 zurück. Weiter verläuft eine Niederdruckdampfleitung 29 von der Dampftrommel 1 zu
einem Überhitzer 30 und vom Überhitzer 30 verläuft eine Niederdruckdampfleitung 21
zur Dampfturbine 15.
[0026] Von der Sattwasserpumpe 5 führt eine Speisewasserleitung 31 in das lediglich gestrichelt
angedeutete Hochdrucksystem des Dampferzeugers 13 und schliesslich bezeichnet die
Bezugsziffer 14 die vom Hochdrucksystem kommende HD-Frischdampfleitung.
[0027] Der Dampftrommel 1 ist das Steuergerät 8 zugeordnet, welches das Stellglied 12 steuert,
das in der Zulaufleitung 11 (siehe auch Fig. 1) angeordnet ist, welche bei dieser
gezeigten Ausführung von der Speisewasserleitung 17 kommend in die Saugleitung 4 mündet,
um im Bedarfsfall der Saugleitung 4 zur Verhinderung eines Kavitierens der Sattwasserpumpe
5 kälteres Zumischwasser zuzuführen.
[0028] Zu bemerken ist, dass der beschriebene Dampferzeuger irgendwelcher bekannter Bauart
sein kann, also nicht auf das beschriebene Heizflächenkonzept beschränkt ist.
Bezugsziffernliste
[0029]
- 1
- Sattwasserquelle, Behälter (Dampftrommel)
- 2
- Sattwasser
- 3
- Dampf
- 4
- Saugleitung
- 5
- Pumpe, Sattwasserpumpe
- 6
- Überwachungsvorrichtung
- 7
- Messeinrichtung
- 8
- Steuergerät
- 9
- Zumischwasserquelle, Wasserreservoir (Hotwell)
- 10
- Pumpe, Speisewasserpumpe
- 11
- Zulaufleitung
- 12
- Stellglied
- 13
- Dampferzeuger
- 14
- HD-Frischdampfleitung
- 15
- Dampfturbine
- 16
- Generator
- 17
- Speisewasserleitung (zum Niederdruckeconomiser)
- 18
- Zuströmleitung (vom Niederdruckverdampfer)
- 19
- Zuströmleitung (vom Niederdruckeconomiser)
- 20
- Ausströmleitung (zum Niederdruckverdampfer)
- 21
- ND-Dampfleitung zur ND-Dampfturbine
- 22
- Kondensator
- 23
- Vergleichseinheit
- 24
- Messeinrichtung
- 25
- Messeinrichtung
- 26
- Heizgas
- 27
- Economiser
- 28
- ND-Verdampfer
- 29
- ND-Dampfleitung
- 30
- Überhitzer
- 31
- Speisewasserleitung (zum nicht gezeichneten Hochdrucksystem)
1. Verfahren zur Vermeidung von Kavitation in einer Pumpe, die saugseitig mit einer Sattwasserquelle
in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass Ist-Werte von Druck und/oder Temperatur
des Sattwassers in mindestens der Sattwasserquelle erfasst und mit festgelegten Werten
von Druck und/oder Temperatur, die eine Kavitation in der Pumpe begünstigen, verglichen
werden, und dass in dem Falle, dass die Ist-Werte die festgelegten Werte erreichen,
der Pumpe saugseitig Zumischwasser zugeführt wird, dessen Temperatur tiefer als der
festgelegte Temperaturwert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer als unzulässig
ermittelten Veränderung der Ist-Werte ein festgelegter, unveränderlicher Mengenstrom
des Zumischwassers so lange zuführt wird, bis die Ist-Werte wieder in einem keine
Kavitation begünstigenden Bereich liegen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer als unzulässig
ermittelten Veränderung der Ist-Werte ein vom Grad der Abweichung abhängiger Mengenstrom
des Zumischwassers so lange zugeführt wird, bis die Ist-Werte wieder in einem keine
Kavitation begünstigenden Bereich liegen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer als unzulässig
ermittelten Veränderung der Ist-Werte ein mengenmässig geregelter Mengenstrom des
Zumischwassers so lange zugeführt wird, bis die Ist-Werte wieder in einem keine Kavitation
begünstigenden Bereich liegen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Ist-Werte
von Druck und/oder Temperatur vor und/oder nach der Pumpe erfasst und mit weiteren
festgelegten Werten von Druck und/oder Temperatur vor und/oder nach der Pumpe, die
eine Kavitation in der Pumpe begünstigen verglichen werden, und dass in dem Falle,
dass die weiteren Ist-Werte die weiteren festgelegten Werte erreichen, ein Zuführen
des Zumischwassers mit einer tieferen Temperatur erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weitere
Ist-Werte von Druck und/oder Temperatur vor und/oder nach der Pumpe erfasst und mit
weiteren festgelegten Werten für Druck und/oder Temperatur vor und/oder nach der Pumpe,
die eine Kavitation begünstigen verglichen werden, und dass bei einem Überschreiten
der weiteren festgelegten Werte trotz maximal möglich zuführbarem Mengenstrom an Zumischwasser
die Pumpe abgestellt wird.
7. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit
einer Pumpe (5), die über eine Saugleitung (4) mit der Sattwasserquelle (1) in Verbindung
steht, gekennzeichnet durch eine Zumischwasserquelle (9), die über eine Zulaufleitung
(11) mit einem Stellglied (12) mit der Saugleitung (4) in Verbindung steht.
8. Anlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Steuergerät (8), das Messeinrichtungen
(7) zum Erfassen der Ist-Werte des Druckes und/oder der Temperatur des Wassers in
der Sattwasserquelle (1) und eine Vergleichseinheit (23) zum Vergleichen von festgelegten
Druck- und/oder Temperaturwerten mit den Ist-Werten aufweist, um in dem Fall, dass
die Ist-Werte die festgelegten Werte erreichen, das Stellglied (12) von seiner Schliessposition
in eine Offenposition zu steuern, um ein Strömen des Zumischwassers mit der tieferen
Temperatur in einem unveränderlichen Mengenstrom in die Saugleitung (4) zu ermöglichen,
und um das Stellglied (12) nach einer erfolgten Änderung der Werte von Druck und/oder
Temperatur des Wassers in der Sattwasserquelle (1) zu keine Kavitation begünstigenden
Werten wieder zu schliessen.
9. Anlage nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Steuergerät (8), das Messeinrichtungen
(7) zum Erfassen der Ist-Werte des Druckes und/oder der Temperatur des Wassers in
der Sattwasserquelle (1) und eine Vergleichseinheit (23) zum Vergleichen von festgelegten
Druck und/oder Temperaturwerten mit den Ist-Werten aufweist, um in dem Falle, dass
die Ist-Werte die festgelegten Werte erreichen, das Stellglied (12) in seiner Position
so zu verändern, gemäss welcher ein im Steuergerät (8) in Abhängigkeit der Ist-Werte
ermittelter Mengenstrom des Zumischwassers mit der tieferen Temperatur der Saugleitung
(4) zugeführt wird.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 7 - 9, gekennzeichnet durch eine Überwachungsvorrichtung
(6), die Messeinrichtungen (24, 25) zum Erfassen von weiteren Ist-Werten von Druck
und/oder Temperatur vor und/oder nach der Pumpe (5) aufweist, welche Überwachungseinrichtung
(6) mit dem Steuergerät (8) in Verbindung steht, um abhängig von den erfassten weiteren
Ist-Werten das Stellglied (12) von seiner Schliessstellung in eine Offenstellung zu
steuern oder eine Regelung der Stellung des Stellgliedes (12) zum Durchlassen eines
von den erfassten weiteren Ist-Werten abhängigen Mengenstromes an Zumischwasser zu
bewirken, und welche Überwachungseinrichtung (6) weiter dazu dient, bei einer ungenügenden
Menge zugeführten Zumischwassers die Pumpe (5) abzuschalten.
11. Thermisches Kraftwerk mit einer Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Zumischwasserquelle (9) ein Wasserreservoir ist, das ein in Durchlaufrichtung
des Wasser-/Dampfkreislaufes der Sattwasserquelle (1) vorgelagerter oder ein innerhalb
der Hilfsanlagen des Kraftwerkes angeordneter, Wasser enthaltenden Behälter oder ein
Wasser enthaltendes System ist.