[0001] Die Erfindung betrifft eine Fahrzeugleuchte mit mindestens einer Lichtfunktion, mit
einem Gehäuse, mit einer Lichtquelle in dem Gehäuse und mit einer das Gehäuse abschließenden
Abschlußscheibe, wobei zwischen Lichtquelle und Abschlußscheibe eine lichtsammelnde
Linsenanordnung angeordnet ist.
[0002] Aus der Deutschen Offenlegungsschrift DE 196 47 357 A1 ist eine Fahrzeugleuchte bekannt,
die ein Gehäuse aufweist, das von einer Abschlußscheibe abgedeckt wird. In dem Gehäuse
ist eine Lichtquelle angeordnet. In dem Strahlengang zwischen der Lichtquelle und
der Abschlußscheibe ist eine lichtsammelnde Linsenanordnung angeordnet, die als eine
Fresnellinse ausgebildet ist. Die Fresnellinse ist dabei gegenüber der Abschlußscheibe
räumlich zurückversetzt im Gehäuse angeordnet. Die Abschlußscheibe weist bei dem bekannten
Stand der Technik lichtstreuende und/oder lichtsammelnde Linsenelemente auf, um in
Kombination mit der Fresnellinse die vorgegebene Lichtverteilung der Fahrzeugleuchte
und der ihr zugeordneten Lichtfunktion zu erzielen. Nachteilig erweist sich bei dieser
bekannten Fahrzeugleuchte, daß durch die Linsenelemente in der Abschlußscheibe ein
brillantes Erscheinungsbild der Leuchte nicht gegeben ist, da die Linsenelemente den
freien Einblick von außen in die Leuchte verhindern.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrzeugleuchte zu schaffen, die bei
einem einfachen technischen Aufbau ein brillantes Erscheinungsbild aufweist.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Es ist von Vorteil, daß die Abschlußscheibe der mindestens einen Lichtfunktion optikfrei
ausgebildet ist, weil somit ein freier Einblick in die Leuchte ermöglicht wird und
ein brillantes Erscheinungsbild erreicht wird. Des weiteren ist es von Vorteil, daß
zwischen der Lichtquelle und der lichtsammelnden Lichtanordnung eine lichtstreuende
Lichtanordnung angeordnet ist, weil somit auf einfache und kostengünstige Art und
Weise die lichttechnische Einhaltung der Signalfunktionen gewährleistet wird. Es ist
von Vorteil, daß die lichtsammelnde Linsenanordnung eine Fresnellinse ist, die gegenüber
der optikfreien Abschlußscheibe räumlich zurückversetzt in dem Gehäuse angeordnet
ist, weil somit durch die Leuchte eine räumliche Tiefe vermittelt werden kann.
[0006] Dadurch daß die lichtstreuende Linsenanordnung die Lichtquelle kappenförmig umgibt,
ergibt sich der Vorteil eines einfachen technischen Aufbaus, bei dem alte zur Erfüllung
der Lichtverteilung erforderlichen Lichtstrahlen in dem Maße gestreut werden, daß
die nachgeschaltete Fresnellinse diese in die bevorzugte Lichtverteilung umwandeln
kann.
[0007] Es ist von besonderem Vorteil, die Lichtquelle als farbige Lichtquelle auszubilden
und/oder die lichtsammelnde Linsenanordnung und/oder die lichtstreuende Linsenanordnung
als Farbfilter zu gestalten, weil somit der Vorteil erzielt wird, daß die Leuchte
im ausgeschalteten Zustand eine beliebige Farbgestaltung aufweisen kann, die unabhängig
von der Signalfunktion der Fahrzeugleuchte ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel ist in den Figuren dargestellt und wird im folgenden anhand
der Figuren kurz beschrieben.
[0009] Es zeigen
Figur 1: einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Fahrzeugleuchte;
Figur 2: eine kappenförmige lichtstreuende Linsenanordnung in Vorderansicht;
Figur 3: einen Schnitt durch eine kappenförmige lichtstreuende Linsenanordnung gemäß
Figur 2.
[0010] Die Figur 1 zeigt einen horizontalen Schnitt durch eine Fahrzeugleuchte, die ein
Gehäuse (G) aufweist, das von einer Abschlußscheibe (A) abgedeckt wird. Die Fahrzeugleuchte
kann dabei eine einzelne Lichtfunktion aufweisen oder eine sogenannte Mehrkammerleuchte
sein, in der mehrere Lichtfunktionen integriert sind. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist über eine nicht gezeigte Fassungsanordnung eine nur schematisch angedeutete Lichtquelle
(L) in dem Gehäuse (G) angeordnet. Die Lichtquelle (L) weist einen Brennpunkt (B)
auf und kann weißes oder farbiges Licht abstrahlen.
[0011] Die Abschlußscheibe (A) ist optikfrei ausgebildet und aus einem glasklaren oder durchsichtigen
gefärbten Kunststoff gefertigt.
[0012] In dem Gehäuse (G) ist gegenüber der Abschlußscheibe (A) räumlich zurückversetzt
eine lichtsammelnde Linsenanordnung (SA), die als eine Fresnellinse ausgebildet ist,
angeordnet. In dem Strahlengang zwischen der Lichtquelle und der lichtsammelnden Linsenanordnung
(SA) ist eine lichtstreuende Linsenanordnung (ST) angeordnet. Bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel ist diese lichtstreuende Linsenanordnung (ST) kappenförmig ausgebildet
und umgibt die Lichtquelle, so daß alle wesentlichen Lichtanteile durch die lichtstreuende
Linsenanordnung (ST) eine Vorausrichtung bekommen, bevor diese auf die lichtsammelnde
Linsenanordnung (SA) auftreffen. Die lichtsammelnde Linsenanordnung (SA) und die lichtstreuende
Linsenanordnung (ST) sind dabei derart aufeinander abgestimmt, daß die Fahrzeugleuchte
die für die Lichtfunktion erforderliche Lichtverteilung erzeugt. Bei dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich die lichtsammelnde Linsenanordnung (SA) in Form
einer Fresnellinse zurückversetzt in dem Gehäuse (G) im wesentlichen über den gesamten
Bereich der Fahrzeugleuchte.
[0013] Die lichtsammelnde Linsenanordnung (SA) und/oder die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) können als Farbfilter ausgebildet sein. In Kombination mit einer glasklaren Abschlußscheibe
(A) bzw. einer farbig eingefärbten durchsichtigen Abschlußscheibe (A) und/oder einer
glasklaren oder farbigen Lichtquelle ergeben sich somit beliebige farbige Gestaltungsmöglichkeiten
der Leuchte in nicht eingeschaltetem Zustand, wobei die Signalfarbe der Lichtfunktion
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden kann. Dadurch daß die Erzeugung
der Lichtverteilung durch die lichtstreuende Linsenanordnung (ST) und die lichtsammelnde
Linsenanordnung (SA) zurückversetzt in dem Gehäuse erzeugt wird und die Abschlußscheibe
(A) einen Einblick in die Leuchte ermöglicht, ergibt sich ein brillantes Erscheinungsbild,
das die Tiefe der Leuchte vermittelt.
[0014] In Figur 2 ist die lichtstreuende Linsenanordnung (ST), die hier beispielhaft kappenförmig
ausgebildet ist, in Vorderansicht gezeigt. Diese Linsenanordnung weist beispielhaft
einen zentralen Optikbereich (ZO) auf, mit konzentrisch angeordneten, lichtstreuenden
Linsenelementen (LE). An den zentralen Optikbereich (ZO) schließt sich ein Bereich
mit ebenfalls lichtstreuenden Linsenelementen (LE) an, die sich im wesentlichen in
Richtung auf den Mittelpunkt (M) des zentralen Optikbereiches (ZO) hin erstrecken.
[0015] Die lichtstreuenden Linsenelemente ((LE) können sowohl als mit Radien versehene Linsenelemente
(LE) oder als Prismen ausgebildet sein.
[0016] In Figur 3 ist gemäß Figur 2 ein horizontaler Schnitt durch die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) gezeigt. Beispielhaft sind mit Ursprung in dem Brennpunkt (B) der nicht gezeigten
Lichtquelle (L) zwei Lichtstrahlen (LS) eingezeichnet, die die lichtstreuende Wirkung
der Linsenelemente (LE) verdeutlichen. In Figur 1 ist ein vergleichbarer Strahlengang
für zwei Lichtstrahlen (LS) eingezeichnet, der zudem die lichtsammelnde Wirkung der
lichtsammelnden Linsenanordnung (SA) verdeutlicht.
Bezugszeichenliste:
[0017]
- A
- Abschlußscheibe
- B
- Brennpunkt
- G
- Gehäuse
- L
- Lichtquelle
- LE
- Linsenelemente
- LS
- Lichtstrahlen
- M
- Mittelpunkt
- SA
- lichtsammelnde Linsenanordnung
- ST
- lichtstreuende Linsenanordnung
- ZO
- zentraler Optikbereich
1. Fahrzeugleuchte mit mindestens einer Lichtfunktion, mit einem Gehäuse (G), mit einer
Lichtquelle (L) in dem Gehäuse (G) und mit einer das Gehäuse (G) abschließenden Abschlußscheibe
(A), wobei zwischen Lichtquelle (L) und Abschlußscheibe (A) eine lichtsammelnde Linsenanordnung
(SA) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschlußscheibe (A) der mindestens
einen Lichtfunktion optikfrei ausgebildet ist und zwischen der Lichtquelle (L) und
der lichtsammelnden Linsenanordnung (SA) eine lichtstreuende Linsenanordnung (ST)
angeordnet ist.
2. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtsammelnde Linsenanordnung
(SA) eine Fresnellinse ist, die gegenüber der optikfreien Abschlußscheibe (A) räumlich
zurückversetzt im Gehäuse (G) angeordnet ist.
3. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) die Lichtquelle (L) kappenförmig umgibt.
4. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) einen in Hauptlichtabstrahlrichtung angeordneten zentralen Optikbereich (ZO)
mit konzentrisch angeordneten, lichtstreuenden Linsenelementen (LE) aufweist.
5. Fahrzeugleuchte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) in dem sich an den zentralen Optikbereich (ZO) anschließenden Bereich lichtstreuende
Linsenelemente (LE) aufweist, die sich im wesentlichen in Richtung auf den Mittelpunkt
(M) des zentralen Optikbereiches (ZO) hin erstrecken.
6. Fahrzeugleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die optikfreie Abschlußscheibe (A) aus glasklarem Kunststoff gefertigt ist.
7. Fahrzeugleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die optikfreie klare Abschlußscheibe (A) aus einem farbigen Kunststoff gefertigt ist.
8. Fahrzeugleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die lichtsammelnde Linsenanordnung (SA) und/oder die lichtstreuende Linsenanordnung
(ST) als Farbfilter ausgebildet sind.
9. Fahrzeugleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lichtquelle (L) farbiges Licht abstrahlt.
10. Fahrzeugleuchte nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Farbfilter und/oder die Lichtquelle (L) in ihrer Filterwirkung zur Erzeugung einer
Signalfarbe aufeinander abgestimmt sind.