(19)
(11) EP 1 005 387 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.09.2002  Patentblatt  2002/39

(21) Anmeldenummer: 98960056.4

(22) Anmeldetag:  28.12.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A63C 9/20
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB9802/124
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9904/4700 (10.09.1999 Gazette  1999/36)

(54)

LANGLAUF- ODER TOURENSKIBINDUNG

BINDING FOR CROSS-COUNTRY OR TRAIL SKIS

FIXATION POUR SKIS DE FOND OU SKIS DE RANDONNEE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR

(30) Priorität: 06.03.1998 DE 19809729

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.06.2000  Patentblatt  2000/23

(73) Patentinhaber: Rottefella AS
3490 KLokkarstua (NO)

(72) Erfinder:
  • HAUGLIN, Bernt-Otto
    N-3440 R yken (NO)

(74) Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al
MEISSNER, BOLTE & PARTNER Postfach 86 06 24
81633 München
81633 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 163 054
FR-A1- 2 537 010
EP-A1- 0 768 103
US-A- 5 190 310
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Langlauf- oder Tourenskibindung mit einer Einrichtung zur Anlenkung eines zugeordneten Schuhs um eine sich im vorderen Schuhbereich etwa parallel zur Sohlenlauffläche und etwa quer zur Sohlen- bzw. Skilängsrichtung erstreckenden Achse, und mit einer Einrichtung zur elastischen Rückstellung des Schuhs aus einer hochgeschwenkten Lage in eine etwa skiparallele Lage.

    [0002] Derartige Langlauf- oder Tourenskibindungen sind allgemein bekannt, so z.B. aus der EP-A 424 479 bzw. US-A 190 310. Diese Art von Langlauf- oder Tourenskibindungen ist durch ein elastisches Rückstellelement bzw. einen sogenannten "Flexor" gekennzeichnet, der zwischen dem vorderen Sohlenende, insbesondere der vorderen Stirnseite der Sohle eines Skischuhs und einem Bindungsgehäuse angeordnet ist. Das Anheben des Schuhabsatzes erfolgt dann entgegen der elastischen Wirkung des erwähnten Flexors.

    [0003] Aus der EP 0 163 054 A1 ist eine selbstsperrende Tourenskibindung bekannt, bei der das vordere Sohlenende eines Skischuhs in eine angelenkte Platte der Bindung geklemmt ist. Die Anlenkung der Platte erfolgt vor dem vorderen Sohlenende des Schuhs. Eine Einrichtung dient zur elastischen Rückstellung des Schuhs aus einer hochgeschwenkten Lage. Ein elastisch verformbares Element ist zwischen der Platte und einer Bindungsplatte, die fest mit dem Ski verbunden ist, etwa kurz vor dem vorderen Sohlenende des Schuhs angeordnet. Es positioniert vor allem die Platte zum Einsteigen in die Bindung. Der Schuh ist auf die angelenkte Platte geklemmt, so daß sich die Anlenkungsachse vor dem vorderen Sohlenende befindet.

    [0004] Eine andere Art von Langlauf- oder Tourenskibindungen ist dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Rückstellelement als hinter der Schwenkachse des Schuhs im Ballenbereich der Sohle angreifendes elastisches Zugelement ausgebildet ist, welches den Schuh beim Anheben des Absatzes wieder in die skiparallele Lage zurückzuziehen versucht. Dieses Zugelement kann entweder durch eine Zugfeder oder auch Druckfeder beaufschlagt sein, derart, daß es als Zugelement wirksam ist. Eine derartige Konstruktion ist z.B. in der EP-A 768 103 beschrieben.

    [0005] Beide Arten von Bindungen sind also durch ein elastisches Rückstellelement bzw. einen einzigen Flexor gekennzeichnet, gegen dessen Wirkung der Schuh mit seinem Absatz anhebbar ist. Nachteilig ist bei diesem Grundprinzip der Konstruktion, daß er anfänglich, d.h. beim Beginn des Anhebens des Schuhabsatzes wenn überhaupt, nur geringfügig wirksam ist mit der Folge, daß der Ski mit seinem vorderen Bereich, insbesondere seiner Schaufel am Boden bleibt, so daß noch keine Richtungsänderung mit dem Ski eingeleitet werden kann. Die Gefahr eines Sturzes über die Skischaufel hinweg wäre zu groß. Dieser Nachteil macht sich insbesondere beim Rennsport bemerkbar.

    [0006] Angesichts des aus der EP 0 163 054 A1 bekannten Standes der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bindungssystem anzugeben, das die Vordersohle eines mit dem Bindungssystem gekoppelten Skischuhs derart elastisch abstützt, daß einerseits der Schuh gut ausbalanciert ist und andererseits ein Skifahrer durch das Bindungssystem das Gefühl eines direkten Kontakts mit dem Ski hat.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch eine Bindung mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Bindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Erfindungsgemäß sind bei der Bindung eine Einrichtung zur elastischen Rückstellung des Schuhs, eine Achse und ein weiteres elastisch verformbares Element unter dem vorderen Abschnitt der Vordersohle des Schuhs angeordnet. Insbesondere das weitere elastisch verformbare Element wirkt der Einrichtung zur elastischen Rückstellung des Schuhs entgegen, insbesondere beim anfänglichen Hochschwenken des Schuhs. Auf den Schuh wirken also zwei elastische Rückstellelemente, wobei das eine das Hochschwenken des Schuhs fördert, während das andere dem Hochschwenken des Schuhs entgegenwirkt. Die elastischen Rückstellelemente sind demnach zu beiden Seiten des Schuhs wirksam, und zwar in entgegengesetzten Richtungen. Die elastische Rückstellkraft läßt sich unterschiedlich stark einstellen. Vorzugsweise ist sie variabel einstellbar. Zu diesem Zweck können die elastischen Rückstellelemente in einfacher Weise austauschbar gestaltet sein. Grundsätzlich ist auch eine Konstruktion denkbar, mit der sich die Härte der elastischen Rückstellelemente kontinuierlich fein einstellen läßt, z.B. durch Integration einer Schraubendruckfeder, die mehr oder weniger stark mittels einer Einstellschraube vorspannbar ist.

    [0008] Eine Vielzahl von Langlauf- oder Tourenskibindungen ist dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Anlenkung des Schuhs an dessen Vordersohle, insbesondere an deren vorderem Ende in Eingriffselemente der Bindung einfügbare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung aufweist, wobei die sohlenseitigen Eingriffselemente eine sich quer zur Skilängsrichtung und etwa parallel zur Sohlenlauffläche erstreckende Längsachse und die komplementären Eingriffselemente der Bindung ein die Gelenkachse über- oder untergreifendes mit dieser ein Schwenklager bzw. Scharniergelenk bildendes Halteelement umfaßen, das mittels einer an der Bindung angeordneten Handhabe, insbesondere mittels eines Betätigungshebels aus einer Schließstellung in eine Freigabestellung bewegbar ist, und das ferner entweder zwischen dem Bereich vor der Gelenkachse, insbesondere vor dem vorderen Sohlenende und der Bindung bzw. dem Ski ein elastisch verformbares Druckelement bzw. Flexor oder zwischen dem Bereich hinter der Gelenkachse, insbesondere dem Ballenbereich und der Bindung bzw. dem Ski ein elastisch verformbares Zugelement wirksam ist, welches eine Rückstellung des Schuhs bewirkt, wenn dieser mit seinem Absatz von der Oberseite des Skis angehoben wird. Bei einer solchen Bindung soll erfindungsgemäß dem elastisch verformbaren Rückstellelement bzw. Flexor ein gesondertes elastisch verformbares Element entgegenwirken, welches entweder in Form eines hinter der Gelenkachse bzw. im Ballenbereich der Schuhvordersohle angeordneten elastisch verformbaren Druckelements bzw. Flexors oder in Form eines vor der Gelenkachse angeschlossenen elastisch verformbaren Zugelements ausgebildet ist.

    [0009] Die Rückstellkraft des elastisch verformbaren Rückstellelements bzw. Flexors nimmt in der Regel beim Anheben des Schuhabsatzes progressiv zu. Vorzugsweise nimmt die Stellkraft des diesem Rückstellelement elastisch entgegenwirkenden Elements gleichermaßen ab. Dies bedeutet, daß das dem elastischen Rückstellelement bzw. Flexor entgegenwirkende Element anfänglich stärker wirksam ist, wodurch der eingangs genannte Effekt besonders gut erzielt wird.

    [0010] Das erfindungsgemäße Prinzip läßt sich auch anwenden bei einer Bindung, bei der der Schuh auf einem um eine sich etwa parallel zur Sohlenlauffläche und etwa quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Achse verschwenkbar gelagerten Schuh-Halteelement, insbesondere einer verschwenkbar gelagerten Platte gehalten ist, wobei das der elastischen Rückstellung des Schuhs entgegenwirkende Element an dem verschwenkbar gelagerten Schuh-Halteelement bzw. an der verschwenkbar gelagerten Platte angreift.

    [0011] Nachstehend werden zwei Ausführungsformen erfindungsgemäß ausgebildeter Langlauf- oder Tourenskibindungen anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 und Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Langlauf- oder Tourenskibindung in schematischer Seitenansicht, wobei in Fig. 1 der Schuh sich in skiparalleler Lage und in Fig. 2 in hochgeschwenkter Lage befindet;

    Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäß ausgebildeten Langlauf- oder Tourenskibindung in schematischer Seitenansicht, wobei in Fig. 3 der Schuh sich in skiparalleler Lage und in Fig. 4 in hochgeschwenkter Lage befindet.



    [0012] In den Fig. 1 und 2 ist eine Langlauf- oder Tourenskibindung schematisch dargestellt, die eine Einrichtung 10 zur Anlenkung eines zugeordneten Schuhs 11 um eine sich im vorderen Schuhbereich etwa parallel zur Sohlenlauffläch 12 und etwa quer zur Sohlen- bzw. Skilängsrichtung erstreckende Achse 13, und eine Einrichtung 14 zur elastischen Rückstellung des Schuhs 11 aus einer gemäß Fig. 2 hochgeschwenkten Lage in eine etwa skiparallele Lage gemäß Fig. 1 umfaßt. Konkret weist die Einrichtung 10 zur Anlenkung des Schuhs 11 an dessen Vordersohle, hier an deren vorderem Ende 16 in Eingriffselemente der Bindung 17 einfügbare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung auf, wobei die sohlenseitigen Eingriffselemente eines sich quer zur Skilängsrichtung und etwa parallel zur Sohlenlauffläche 12 erstreckende Gelenkachse 13 und die komplementären Eingriffselelmente der Bindung 17 ein die Gelenkachse 13 unter- und umgreifendes und mit dieser ein Schwenklager bzw. Scharniergelenk 10 bildendes Halteelement 18 umfassen, das mittels einer in den Figuren nicht näher dargestellten, an der Bindung 17 angeordneten Handhabe, insbesondere mittels eines Betätigungshebels aus einer Schließstellung entsprechend den Fig. 1 und 2 in eine Freigabestellung bewegbar ist. Zwischen dem vorderen Sohlenende 16 und dem Gehäuse der Bindung 17 ist ein elastisch verformbares Druckelement bzw. der Flexor 14 wirksam, welches bzw. welcher eine Rückstellung des Schuhs 11 bewirkt, wenn dieser entsprechend Fig. 2 mit seinem Absatz von der Oberseite des Skis angehoben wird. In Fig. 2 ist die elastische Verformung des Flexors 14 dargestellt.

    [0013] Diesem elastisch verformbaren Rückstellelement bzw. Flexor 14 wirkt ein gesondertes, ebenfalls elastisch verformbares Element 15 entgegen, welches hinter der Gelenkachse 13, konkret im Ballenbereich der Schuhvordersohle angeordnet und als elastisch verformbares Druckelement bzw. Flexor 15 ausgebildet ist. Der Flexor 15 wirkt also dem Flexor 14 entgegen. Auf diese Weise wird durch die beiden Flexoren 14 und 15 eine Art Balance um die Schwenkachse 13 zwischen Schuh 11 und Ski hergestellt. Vorzugsweise sind die elastisch verformbaren Elemente, d.h. das elastisch verfombare Rückstellelement 14 einerseits und das diesem entgegenwirkende Element 15 andererseits unterschiedlich hart eingestellt. Entsprechend der Ausführungsform gemäß den Fig. 3 und 4 umfaßt das elastisch verformbare Rückstellelement 14 ein zusätzliches Federelement in Form einer Schraubendruckfeder 19. Diese ist innerhalb des elastisch verformbaren Rückstellelements bzw. Flexors 14 so integriert, daß ihre Längsachse sich in Hauptwirkrichtung beim Anheben des Schuhabsatzes erstreckt, d.h. schräg zum vorderen Sohlenende hin gerichtet.

    [0014] Die elastisch verformbaren Druckelemente 14, 15 sind jeweils Gummi- oder Kautschukformteile, die innerhalb des Bindungsgehäuses austauschbar plaziert sind.

    [0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform nimmt die Rückstellkraft des elastisch verfombaren Rückstellelements 14 beim Anheben des Schuhabsatzes progressiv zu, während die Stellkraft des diesem Rückstellelement 14 elastisch entgegenwirkenden Elements 15 gleichermaßen abnimmt. Doch wie erwähnt, läßt sich die Balance zwischen den beiden Flexoren 14, 15 durch entsprechende Härte derselben einstellen in Abhängigkeit von dem Einsatz der Bindung einerseits und in Abhängigkeit von dem Benutzer und der Lauftechnik desselben andererseits.

    [0016] Die Ausführungsform gemäß den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von denjenigen nach den Fig. 1 und 2 vornehmlich dadurch, daß der Schuh 11 auf einer um eine sich etwa parallel zur Sohlenlauffläche 12 und etwa quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Achse 20 verschwenkbar gelagerten Sohlen-Halteplatte 21 gehalten ist, wobei das der elastischen Rückstellung des Schuhs 11 entgegenwirkende Element 15 zwischen der Halteplatte 21 und dem Bindungsgehäuse bzw. Ski wirksam ist, so wie dies in den Fig. 3 und 4 deutlich dargestellt ist.

    [0017] Es sei noch darauf hingewiesen, daß es grundsätzlich auch denkbar ist, als elastisch verformbares Rückstellelement ein zwischen dem Bereich hinter der Gelenkachse 13, insbesondere dem Ballenbereich und der Bindung bzw. dem Ski ein elastisch verformbares Zugelement anzubringen. Dieses Zugelement hat dann die gleiche Funktion wie das elastisch verformbare Druckelement bzw. der Flexor 14 in den Fig. 1 bis 4.

    [0018] Des weiteren ist es denkbar, das dem Rückstellelement entgegenwirkende elastisch verformbare Element 15 als ein vor der Gelenkachse 13 angeschlossenes, elastisch verformbares Zugelement auszubilden. Entscheidend ist, daß zwei elastisch verformbare Elemente einander gegenwirkend angeordnet und so dimensioniert sind, daß eine vorbestimmte Balance für den Schuh 11 in Bezug auf den Ski erreicht wird.

    Bezugszeichenliste



    [0019] 
    10
    Anlenkeinrichtung (Scharniergelenk)
    11
    Schuh
    12
    Sohlenlauffläche
    13
    Schwenkachse
    14
    Flexor
    15
    Flexor
    16
    vorderes Sohlenende
    17
    Bindung
    18
    Halteelement
    19
    Schraubendruckfeder
    20
    Schwenkachse
    21
    Halte- bzw. Sohlenplatte



    Ansprüche

    1. Langlauf- oder Tourenskibindung mit einer Einrichtung (10) zur Anlenkung eines zugeordneten Schuhs (11) um eine sich im vorderen Schuhbereich etwa parallel zur Sohlenlauffläche (12) und etwa quer zur Sohlen- bzw. Skilängsrichtung erstreckenden Achse (13), und mit einer Einrichtung (14) zur elastischen Rückstellung des Schuhs (11) aus einer hochgeschwenkten Lage (Fig. 2 bzw. 4) in eine etwa skiparallele Lage (Fig. 1 bzw. 3), gekennzeichnet durch
    ein weiteres elastisch verformbares Element (15), das der Einrichtung (14) zur elastischen Rückstellung des Schuhs (11) entgegenwirkt, insbesondere beim anfänglichen Hochschwenken des Schuhs (11).
     
    2. Bindung nach Anspruch 1, bei der die Einrichtung (10) zur Anlenkung des Schuhs (11) an dessen Vordersohle, insbesondere an deren vorderen Ende (16) in Eingriffselemente der Bindung (17) einfügbare komplementäre Eingriffselemente zur Herstellung einer gelenkartigen Verbindung aufweist, wobei die sohlenseitigen Eingriffselemente eine sich quer zur Sohlen- bzw. Skilängsrichtung und etwa parallel zur Sohlenlauffläche (12) erstreckende Gelenkachse (13) und die komplementären Eingriffselemente der Bindung (17) ein die Gelenkachse (13) über-, unter- und/oder umgreifendes und mit dieser ein Schwenklager bzw. Scharniergelenk (10) bildendes Halteelement (18) umfassen, das mittels einer an der Bindung (17) angeordneten Handhabe, insbesondere mittels eines Betätigungshebels aus einer Schließstellung in eine Freigabestellung bewegbar ist, und bei der ferner entweder zwischen dem Bereich vor der Gelenkachse (13), insbesondere dem vorderen Sohlenende und der Bindung bzw. dem Ski ein elastisch verformbares Druckelement (Flexor 14) oder zwischen dem Bereich hinter der Gelenkachse (13), insbesondere dem Ballenbereich und der Bindung bzw. dem Ski ein elastisch verformbares Zugelement wirksam ist, welches eine Rückstellung des Schuhs (11) bewirkt, wenn dieser mit seinem Absatz von der Oberseite des Skis angehoben wird,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    dem elastisch verformbaren Rückstellelement (Flexor 14) ein gesondertes elastisch verformbares Element (15) entgegenwirkt, welches entweder in Form eines hinter der Gelenkachse (13) bzw. im Zehenwurzel- oder Ballenbereich der Schuhvordersohle angeordneten elastisch verformbaren Druckelements bzw. Flexors (15) oder in Form eines vor der Gelenkachse (13) angeschlossenen elastisch verformbaren Zugelements ausgebildet ist.
     
    3. Bindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Elemente, d.h. das elastisch verformbare Rückstellelement (14) einerseits und das diesem entgegenwirkende Element (15) andererseits unterschiedlich hart eingestellt oder einstellbar sind.
     
    4. Bindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellkraft des elastisch verformbaren Rückstellelements (14) beim Anheben des Schuhabsatzes progressiv zunimmt, während die Stellkraft des diesem Rückstellelement (14) elastisch entgegenwirkenden Elements (15) gleichermaßen abnimmt.
     
    5. Bindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    der Schuh (11) auf einem um eine sich etwa parallel zur Sohlenlauffläche (12) und etwa quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Achse (20) verschwenkbar gelagerten Schuh-Halteelement, insbesondere einer verschwenkbar gelagerten Platte (Sohlenplatte 21) gehalten ist, wobei das der elastischen Rückstellung des Schuhs (11) entgegenwirkende Element (15) an dem verschwenkbar gelagerten Schuh-Halteelement bzw. an der verschwenkbar gelagerten Platte (Sohlenplatte 21) angreift.
     


    Claims

    1. A cross-country or touring ski binding having a means (10) for pivotally mounting an associated boot (11) about an axis (13) extending in the front boot zone approximately in parallel to the sole bearing surface (12), and approximately transversely to the longitudinal sole or boot direction, and having a means (14) for elastically returning the boot (11) from an upwardly pivoted position (Figs. 2 and 4, respectively) into an approximately ski-parallel position (Figs. 1 and 3, respectively),
    characterized by
    a further elastically deformable element (15) counter-acting the means (14) for elastically returning the boot (11), in particular during the initial upward pivot movement of the boot (11).
     
    2. The binding of claim 1, wherein the means (10) for pivotally mounting the boot (11) comprises at the front sole thereof, in particular at the front end (16) thereof, complementary engagement elements insertable into the binding (17) for producing an articulation-like connection, with the sole-side engagement elements comprising an articulation axis (13) extending transversely to the longitudinal sole or ski direction and approximately in parallel to the sole bearing surface (12), and the complementary engagement means of the binding (17) comprising a retaining element (18) lapping over, lapping under and/or encompassing the articulation axis (13), and forming with same a pivot bearing or a hinge articulation (10), which retaining element (18) is movable by means of a handle arranged on the binding (17), in particular by means of an operating lever, from an off-position into a release position, and wherein either between the zone upstream of the articulation axis (13), in particular the front sole end and the binding or the ski, an elastically deformable compression element (Flexor 14), or between the zone downstream of the articulation axis (13), in particular in the zone of the ball of the foot and the binding or the ski, an elastically deformable traction element is active, which causes a return of the boot (11), when same is lifted up with its heel from the upper side of the ski,
    characterized in that
    the elastically deformable return element (Flexor 14) is counter-acted by an elastically deformable element (15), which is either configured in the form of an elastically deformable compression element or Flexor (15) arranged in the zone of the base of the toes or of the ball of the foot of the front boot sole, or in the form of an elastically deformable traction element connected upstream of the articulation axis (13).
     
    3. The binding of claim 1 or 2,
    characterized in that
    the elastically deformable elements, i.e. the elastically deformable return element (14), for one, and the thereto counter-acting element (15), for another, are adjusted or are adjustable to different rigidities.
     
    4. The binding according to any one of claims 1 through 3,
    characterized in that
    the return force of the elastically deformable return element (14) progressively increases with lifting the boot heel, while the return force of the element (15) elastically counter-acting said return element (14) decreases to the same extent.
     
    5. The binding according to any one of claims 1 through 4,
    characterized in that
    the boot (11) is retained on a boot retaining element, in particular a pivotably mounted plate (sole plate 21) pivotably mounted approximately in parallel to the sole bearing surface (12), and an axis (20) extending approximately transversely to the longitudinal ski direction, with the element (15) counter-acting the elastic return of the boot (11) being in engagement with the pivotably mounted boot retaining element or the pivotably mounted plate (sole plate 21).
     


    Revendications

    1. Fixation de chaussure de ski de randonnée ou de ski de fond nordique comportant un dispositif (10) de guidage d'une chaussure (11) affectée, autour d'un axe (13) s'étendant dans la zone antérieure de la chaussure de manière sensiblement parallèle à la surface d'appui de la semelle (12) et sensiblement en travers à la direction de la longueur de la semelle ou du ski, et comportant un dispositif (14) de rappel élastique de la chaussure (11) d'une position pivotée vers le haut (Figure 2 ou 4) en une position parallèle au ski (Figure 1 ou 3), caractérisée par
    un autre élément élastique déformable (15) qui agit en sens contraire au rappel élastique de la chaussure (11), en particulier au début du pivotement vers le haut de la chaussure (11).
     
    2. Fixation selon la revendication 1, dans laquelle le dispositif (10) de guidage de la chaussure (11) présente à sa partie antérieure de la semelle, en particulier à son extrémité antérieure (16), dans des éléments d'agrippement de la fixation (17), des éléments d'agrippement complémentaires insérables pour créer une liaison de type articulée, les éléments d'agrippement du côté de la semelle enveloppent un axe d'articulation (13) s'étendant en travers de la direction de la semelle ou de la longueur du ski et sensiblement parallèle à la surface d'appui de la semelle (12) et les éléments complémentaires d'agrippement de la fixation (17) d'un élément de maintien (18) formant, avec l'axe d'articulation (13) un palier de pivotement ou une articulation charnière (10) fixé par-dessus, par-dessous celui-ci ou l'enveloppant, déplaçable au moyen d'une manette disposée à la fixation (17), en particulier d'un levier d'actionnement, d'une position de verrouillage en une position de libération, et dans lequel en outre, soit entre la zone avant l'axe d'articulation (13), en particulier l'extrémité antérieure de la semelle et la fixation ou le ski, un élément de pression déformable (Flexor 14), ou entre la zone après l'axe d'articulation (13) en particulier entre la zone de tête métatarsienne et la fixation ou le ski, un élément de traction élastiquement déformable est actif, effectuant un rappel de la chaussure (11) lorsque celle-ci est décollée par le talon de la surface supérieure du ski,
    caractérisée en ce que
    un élément (15) individuel élastiquement déformable agit en opposition à l'élément de rappel (Flexor 14), formé soit sous la forme d'un Flexor (15) ou d'un élément de pression élastiquement déformable disposé derrière l'axe d'articulation (13) ou dans la zone de la racine des doigts de pieds ou de tête métatarsienne de la semelle antérieure de la chaussure, soit sous la forme d'un élément de traction élastiquement déformable raccordé avant l'axe d'articulation (13).
     
    3. Fixation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments élastiquement déformables, c'est-à-dire l'élément de rappel (14) élastiquement déformable d'une part et l'élément (15) agissant en opposition à celui-ci d'autre part, sont réglés ou réglables selon des duretés différentes.
     
    4. Fixation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la force de rappel de l'élément de rappel (14) élastiquement déformable augmente progressivement lors de la levée du talon de la chaussure, alors que la force de positionnement de l'élément (15) agissant élastiquement en opposition à cet élément de rappel (14) diminue dans une même mesure.
     
    5. Fixation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la chaussure (11) est maintenue sur un élément de fixation de chaussure pivotant, en particulier une plaque (plaque de semelle 21) pivotante autour d'un axe (20) s'étendant de manière sensiblement parallèle à la surface d'appui de la semelle (12) et sensiblement en travers de la direction de la longueur du ski, par lequel l'élément (15) agissant en opposition au rappel de la chaussure (11) s'agrippe à l'élément de fixation pivotant de chaussure ou à la plaque (plaque de semelle 21) pivotante.
     




    Zeichnung