[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungsstange für Jaquard-Webeinrichtungen gemäß den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Solche Führungsstangen, auch Selektoren genannt, die in Jaquard-Webeinrichtungen
nebeneinander und übereinander in großen Stückzahlen eingesetzt werden, sind beispielsweise
in G 9112552.9, EP 0494044 A1 und SK 277761 beschrieben worden.
[0003] Bei den Jaquard-Webeinrichtungen handelt es sich um eine fachbildende Vorrichtung
zum Abweben großgemusterter Gewebe. Die Arbeitsweise der Jaquard-Webeinrichtungen
beruht darauf, dass jeder Kettfaden einzeln gehoben oder gesenkt werden kann, wodurch
der Musterungsvielfalt des zu webenden Gegenstandes praktisch keine Grenzen gesetzt
sind.
[0004] Bei den mittlerweile entwickelten Jaquard-Webeinrichtungen werden elektronische Modularvorrichtungen
mit Elektromagneten zur Steuerung des Hebens und Senkens der einzelnen Fäden eingesetzt.
An den Führungsstangen werden sogenannte Lamellen oder Platinen durch Messerbalken
auf- und abbewegt. An die Platinen werden Rollenzüge angehängt. An die freien Enden
der Rollenzugschnüre werden Harnischschnüre angehängt. Diese Harnischschnüre wiederum
sind an die einzelnen Kettfäden gekoppelt. Wenn der Rollenzug angehoben ist, wird
der an diesem Rollenzug angehobene Kettfaden aufgehoben. Um einen Kettfaden zu heben,
muss eine Platine in seiner oberen Stellung gehalten werden. Zum Verständnis für die
Funktionsweise der Jaquard-Webeinrichtungen wird auf die eingangs genannten Dokumente
explizit zum Zwecke der Offenbarung Bezug genommen.
[0005] Bei den bisher bekannten Jaquard-Webeinrichtungen sind auf einer computergesteuerten
PC-Platte eine Vielzahl von solchen Führungsstangen mit integrierten Magnetsystemen
zum Anziehen der Jaquard-Lamellen angeordnet. Bei einem konkreten Ausführungsbeispiel
sind 22 solcher Führungsstangen nebeneinander angeordnet. Die Platinen selbst sind
ebenfalls hintereinander angeordnet, so dass eine Jaquard-Webeinrichtung Hunderte
von solchen Führungsstangen aufweist.
[0006] Der maximalen Packungsdichte sind durch die Bauhöhe der Führungsstangen Grenzen gesetzt.
Dies deshalb, weil in den Führungsstangen jeweils ein Magnetsystem sitzt, das ausreichend
groß dimensioniert werden muss, um bei Bestromung der Spulenanordnung des Magnetsystems
für ein sicheres magnetisches Anziehen der Jaquard-Lamellen zu sorgen.
[0007] Bei den bekannten Führungsstangen von Jaquard-Webeinrichtungen werden, sofern die
aus Blechmaterial bestehende Lamelle selbst magnetisch angezogen werden soll (vergleiche
zum Beispiel SK 277761 und die Figuren 4 und 5 in EP 0494044 A1) jeweils zwei zueinander
benachbart angeordnete Erregerspulen eingesetzt, die zueinander in Reihe geschaltet
sind. Diese beiden Erregerspulen sitzen jeweils auf einem Eisenkern mit kreisrundem
Querschnitt. Das Magnetsystem wird komplettiert durch Abdecken der Stirnseiten der
beiden Erregerspulen mit Polblechen. Damit bei Bestromung der Erregerspulen eine ausreichend
hohe Magnetkraft zum Anziehen der Jaquard-Lamellen erzeugt wird und die Haltekraft
darüber hinaus ebenfalls ausreichend hoch ist, musste bisher dieses bekannte Magnetsystem
eine ausreichende axiale Höhe aufweisen. Die Windungszahl der beiden Erregerspulen
lag beispielsweise bei 1420 und es musste mit einem Strom von etwa 115 mA bestromt
werden, um eine Haltekraft von 0,42 N zu erzeugen. Die Bauhöhe des Magnetsystems,
das heißt die axiale Länge der Erregerspulen bzw. der Eisenkerne betrug hierbei etwa
13 mm. Die maximale Packungsdichte der Führungsstangen zueinander war somit vorgegeben.
[0008] Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
[0009] Die Erfindung hat das Ziel, die bekannten Führungsstangen von Jaquard-Webeinrichtungen
so weiterzubilden, dass diese einen geringeren Bauraum benötigen und deshalb eine
erhöhte Pakkungsdichte erreicht werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Führungsstangen mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0011] Weiterbildungen des Führungsstangens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Der Führungsstangen nach der Erfindung beruht also im Wesentlichen darauf, einem
im Querschnitt länglichen, quaderförmigen oder mindestens annähernd ovalen Eisenkern
als Trägerkörper für die Erregerspule vorzusehen. Um diesen mindestens annährend ovalen
oder länglichen, quaderförmigen Trägerkörper ist eine einzige Erregerspule gewickelt.
Der Eisenkern und die Erregerspule haben dabei eine axiale Bauhöhe, die es erlaubt,
dass die auf den sich gegenüberliegenden Außenflächen des Eisenkerns befindlichen
Polbleche mit ihren Deckenwandungen zueinander in einem Abstand von < 13 mm befinden.
[0013] Das im Führungsstangen integrierte, neuartige Elektromagnetsystem zeichnet sich im
Vergleich zu den bisher bekannten Elektromagnetsystemen mit zwei zueinander beabstandeten
Erregerspulen durch eine optimalere Feldverteilung des bestromten Elektromagnetsystems
aus. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass durch die Verwendung nur einer einzigen
ovalen Erregerspule die Feldlinien gleichmäßig um die Spule herum verlaufen. Bei den
beiden im Abstand befindlichen Erregerspulen nach dem Stand der Technik war es dagegen
so, dass sich im Zwischenraum zwischen diesen beiden Spulen die Feldlinienkräfte gegenseitig
aufgehoben haben, so dass in der Mitte der beiden Spulen keine oder nahezu keine Magnetkraft
vorhanden war.
[0014] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Eisenkern und die auf
den Eisenkern gewickelte Erregerspule insgesamt eine Bauhöhe von < 10 mm, vorzugsweise
7 oder 8 mm aufweisen, so dass sich die Deckenwandungen der an den beiden Stirnseiten
des Eisenkerns und der Erregerspule aufgesetzten Polbleche ebenfalls in einem Abstand
von < 10 mm befinden. Durch die niedrigere Bauhöhe des gesamten Elektromagnetsystems
ist sichergestellt, dass sich im Vergleich zu den bisher bekannten Führungsstangen
eine Packungsdichtenerhöhung von > 20 % erreichen läßt.
[0015] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Eisenkern einteilig
ausgebildet ist. Ein solcher einteiliger Eisenkern, der eine ovale oder langgestreckte
Quaderform aufweist, kann beispielsweise aus dem Vollen gearbeitet werden. Eine andere
Möglichkeit zur einteiligen Herstellung eines solchen Eisenkerns besteht in der Sinterung
bzw. in der neuartigen MIM-(Metal Injection Molding)-Technologie.
[0016] Es ist jedoch auch möglich, den Eisenkern mehrteilig zu gestalten. Dies kann beispielsweise
dadurch geschehen, dass zwei oder mehrere, im Querschnitt kreisrunde Metallstangenelemente
nebeneinander gereiht werden. Es können auch zwei Quader mit einseitiger Abrundung
aneinandergereiht werden.
[0017] Die auf den sich gegenüberliegenden Stirnseiten des Eisenkerns bzw. der Erregerspule
angeordneten Polbleche sind vorzugsweise im Querschnitt U-förmig gestaltet. Die Polbleche
können durch Press-, Kleb-, Niet- und/oder Schweißverbindungen mit dem Eisenkern verbunden
sein. Das Polblech ist vorzugsweise ein Stanz-Biegeteil.
[0018] In einer anderen Ausbildung der Erfindung ist das Polblech einstückig mit dem Eisenkern
hergestellt. Eine Herstellart hierfür ist die oben bereits erwähnte MIM-Technologie.
[0019] Die einstückige Herstellung von Polblech und Eisenkern kann beispielsweise derart
erfolgen, dass eines der Polbleche zusammen mit dem Eisenkern einstückig hergestellt
wird und auf der noch freien Stirnseite des Eisenkerns ein Polblech in herkömmlicher
Weise durch Stanzen, Nieten, Kleben oder Aufpressen befestigt wird. Eine andere Variante
besteht darin, dass einstückig an die beiden sich gegenüberstehenden Polbleche jeweils
ein Teil des Eisenkerns angeformt wird und die beiden Eisenkernteile dann möglichst
luftspaltfrei ineinandergefügt werden.
[0020] Die Polblechdicke oder Polplattendicke beträgt etwa 1 mm.
[0021] Der Führungsstangen nach der Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- verschiedene perspektivische Ansichten einer ausschnittsweise gezeigten Führungsstange
nach dem Stand der Technik zum Einsatz in Jaquard-Webeinrichtungen,
- Fig. 2
- ein Beispiel eines langgestreckten bzw. ovalen Eisenkerns mit aufgewickelter Spule
in perspektivischer Darstellung für ein Magnetsystem bei einer Führungsstange nach
der Erfindung,
- Fig. 3
- die Darstellung von Fig. 2 mit aufgesetztem Polblech,
- Fig. 4
- die Schnittdarstellung eines Magnetsystems mit zwei zueinander beabstandeten Erregerspulen
und aufgesetzten Polblechen bei einem in einer Führungsstange eingesetzten Magnetsystem
nach dem Stand der Technik,
- Fig. 5
- die Schnittdarstellung eines Magnetsystems für eine Führungsstange nach der Erfindung
mit im Vergleich zum Magnetsystem in Fig. 4 deutlich reduzierter Bauhöhe, und
- Fig. 6
- beispielhaft die Kraft-Luftspalt-Kennlinien bei einem Magnetsystem nach dem Stand
der Technik und einem Magnetsystem gemäß vorliegender Erfindung.
[0022] In den nachfolgenden Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben, gleiche Bezugszeichen
gleiche Teile mit gleicher Bedeutung.
[0023] In Figur 1 ist in verschiedenen Ansichten jeweils eine Führungsstange 10 mit ihrem
oberen Teil ausschnittsweise in perspektivischer Darstellung gezeigt. In dem oberen
Teil der Führungsstange 10 ist ein Elektromagnetsystem integriert. Bei der bekannten
Führungsstange 10 gemäß Figur 1 weist das Elektromagnetsystem zwei zur Längsachse
der Führungsstange 10 zueinander beabstandete Eisenkerne 12 auf, die einen kreisrunden
Querschnitt haben. Um diese beiden Eisenkerne 12 ist jeweils eine Erregerspule 14
gewickelt. Die beiden Erregerspulen 14, die jeweils etwa eine Windungszahl von 1400
aufweisen können, sind zueinander in Reihe geschaltet und über nicht dargestellte
Zuleitungen mit einer Stromquelle verbindbar. Die Eisenkerne 12 mit darübergewickelten
Erregerspulen 14 sitzen in einem Hohlraum der Führungsstange 10 und damit zwischen
den beiden Deckenwandungen 10a und 10d und den beiden gegenüberliegenden Seitenwandungen
10b und 10c. Auf den beiden Stirnseiten der Eisenkerne 12 und der Erregerspulen 14
sitzt jeweils ein Polblech 18 auf. Dieses Polblech 18 verfügt über eine Deckenwandung
18a, die durch Niet-, Schweiß-, Kleb- oder Pressverbindung mit den oberen Stirnflächen
der Eisenkerne 12 feststehend verbunden ist. Die Deckenwandung 18a schließt etwa bündig
mit der Deckenwandung 10a der Führungsstange 10 ab.
[0024] U-förmig von dieser Deckenwandung 18a des Polbleches 18 erstrecken sich zwei Seitenwandungen
18b, 18c, die zueinander beabstandet sind, nach unten weg. Diese beiden Seitenwandungen
18b und 18c des Polbleches 18 schließen wiederum bündig mit den Seitenwandungen 10b
und 10c des Führungsstangen ab.
[0025] Ein zweites Polblech 18 ist auf den gegenüberliegenden Stirnseiten der Eisenkerne
12 ebenfalls angeordnet, jedoch nur strichliert in Figur 1 gezeigt. Anzumerken ist
in diesem Zusammenhang, dass in Figur 1 die Führungsstangen 10 jeweils entlang ihrer
Symmetrieebene geschnitten ausschnittsweise dargestellt sind. Die gesamte Führungsstange
10 ist in seinem oberen Teil mit dem integrierten Elektromagnetsystem in einer der
Darstellungen von Figur 1 strichliert angedeutet.
[0026] In an sich bekannter Weise liegen an den beiden Seitenwänden 10b und 10c der Führungsstange
10 Jaquard-Lamellen oder Platinen 16 an. Diese Jaquard-Lamellen 16 befinden sich bei
nichterregtem Elektromagnetsystem, das heißt nicht von Strom durchflosssenen Erregerspulen
14, mit einem Luftspalt L beabstandet zu den Seitenwänden 18b und 18c der Polbleche
18. Werden dagegen die Erregerspulen 14 von Strom durchflossen, baut sich ein Magnetfeld
auf, durch welches die Jaquard-Lamellen 16 an die Seitenwände 18b und 18c der Polbleche
18 angezogen werden.
[0027] Durch das Anziehen der Jaquard-Lamellen 16 an die Seitenwände 10b, 10c bzw. 18b und
18c rutschen die Öffnungen in den Jaquard-Lamellen 16 an Haltehaken, die in Figur
1 nicht näher dargestellt sind.
[0028] Die Bauhöhe der bekannten Führungsstangen 10 ist durch die axiale Erstreckung der
Eisenkerne 12 und der darum gewickelten Erregerspulen 14 samt aufgesetzten Polblechen
18 vorgegeben. Die Bauhöhe beträgt bei den bisher bekannten Führungsstangen 10 etwa
13 mm.
[0029] In den Figuren 2 und 3 ist in perspektivischer Darstellung ein Eisenkernsystem gezeigt,
wie es in den Führungsstangen 14 erfindungsgemäß eingesetzt ist. Es ist jetzt ein
einziger Eisenkern 12 vorgesehen, der länglich bzw. ovalförmig im Querschnitt gebildet
ist. Um die Umfangsfläche dieses länglichen oder ovalförmigen Eisenkerns 12 ist die
Erregerspule 14 gewickelt, die folglich auch eine ovale Kontur aufweist. Auf den beiden
Stirnseiten des Eisenkerns 12 bzw. der Erregerspule 14 sitzt jeweils ein Polblech
18 auf, von dem in Figur 3 nur das obere Polblech 18 gezeigt ist.
[0030] Obwohl der längliche bzw. ovalförmige Eisenkern 12 einstückig ausgebildet sein kann,
liegt es im Rahmen der Erfindung, den Eisenkern 12 mehrteilig, zum Beispiel zweiteilig,
zu gestalten. Dies ist in Figur 2 oben angedeutet. Dort sind jeweils im Querschnitt
kreisrunde Eisenstangenteile nebeneinander aufgereiht. Neben solchen aneinandergereihten
Eisenkernteilen 12a ist es auch möglich, dass eine Vielzahl von Eisendrähten so zueinander
gepackt wird, dass die in Figur 2 dargestellte, längliche bzw. ovale Querschnittsform
des Eisenkerns 12 zustande kommt. Eine bevorzugte Ausführung besteht in der Nebeneinanderreihung
von zwei Quadern mit einer abgerundeten Endkante.
[0031] In Figur 5 ist eine Seitenansicht eines solchen Elektromagnetsystems gezeigt. Auf
den sich gegenüberliegenden Stirnseiten der Erregerspule 14 sitzen die Deckenwandungen
der beiden Polbleche 18a. Die zueinanderzeigenden Seitenwandungen 18b der Polbleche
18 überdecken die Umfangsfläche der Erregerspule 14 teilweise. Der Abstand zwischen
den Deckenwandungen 18a der beiden Polbleche 18 beträgt weniger als 10 mm, zum Beispiel
7 oder 8 mm.
[0032] In Figur 4 ist im Vergleich dazu eine Seitenansicht eines herkömmlichen Magnetsystems
in einer Führungsstange nach dem Stand der Technik dargestellt. Der Abstand zwischen
den beiden Deckenwandungen 18a der Polbleche 18 beträgt hier zum Beispiel 13 mm. Es
sind deutlich die zueinander beabstandeten Erregerspulen 14 erkennbar. Ein Vergleich
der beiden Figuren 4 und 5 zeigt, dass bei reduzierter Bauhöhe des Elektromagnetsystems
deren Längenerstreckung annährend gleich ist.
[0033] In Figur 6 sind die Kraft-Luftspalt-Kennlinien des Elektromagnetsystems bei einer
Führungsstange 10 nach dem Stand der Technik (vergleiche Figur 4) und des Magnetsystems
(vergleiche Figur 5) einer Führungsstange nach der Erfindung graphisch dargestellt.
Hierbei wird davon ausgegangen, dass der Luftspalt der Jaquard-Lamelle 16 zur Seitenwandung
der Polbleche 18 im nichterregten Zustand der Erregerspulen in beiden Fällen 0,25
mm beträgt. Der Erregerstrom beträgt konstant etwa 130 mA. Es ist deutlich zu erkennen,
dass bei einem Luftspalt von 0,25 mm die durch das Elektromagnetsystem nach der Erfindung
erzeugte Magnetkraft deutlich höher als die durch das bekannte Magnetsystem erzeugte
Magnetkraft ist. Während die Magnetkraft bei 0,25 mm Luftspalt im neuen Magnetsystem
> 2 N ist, beträgt diese bei dem Magnetsystem nach dem Stand der Technik lediglich
1,6 N. Anhand des Kurvenverlaufes ist erkennbar, dass diese erhöhte Magnetkraft bis
zu einem Luftspalt von etwa 2 mm beibehalten bleibt.
[0034] Diese erhöhte Magnetkraft bei gleichem Luftspalt ist durch die optimalere Feldverteilung
bei dem Magnetsystem nach der Erfindung sichergestellt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 10
- Führungsstange
- 12
- Spulenkern, Eisenkern
- 14
- Erregerspule
- 16
- Lamelle
- 18
- Polblech
- 10a
- Deckenwand
- 10b
- Seitenwand
- 10c
- Seitenwand
- 10d
- Deckenwand
- 18a
- Deckenwand
- 18b
- Seitenwand
- 18c
- Seitenwand
- 18d
- Deckenwand
- L
- Luftspalt
- F
- Kraft
1. Führungsstange für eine Jaquard-Webeinrichtung mit einem innerhalb des Führungsstangens
(10) integrierten Elektromagnetsystem, das eine auf einem Trägerkörper gewickelte
Spulenanordnung aufweist und von Polblechen (18) abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper ein Eisenkern (12) mit mindestens annährend ovaler Umfangsfläche
ist, dass um die Umfangsfläche eine die Spulenanordnung bildende Erregerspule (14)
angeordnet ist, und dass die Polbleche (18) auf den sich gegenüberliegenden Außenflächen
des Eisenkern (12) jeweils mit ihren Deckenwandungen aufliegen und die Deckenwandungen
(18a, 18d) der Polbleche (18) einen Abstand zueinander von < 13 mm aufweisen.
2. Führungsstange nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Deckenwandungen (18a, 18d) der Polbleche (18) < etwa 10 mm,
insbesondere etwa 8 oder 7 mm beträgt.
3. Führungsstange nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkern (12) einteilig ausgebildet ist.
4. Führungsstange nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkern (12) mehrteilig, mindestens jedoch zweiteilig ausgebildet ist.
5. Führungsstange nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der mehrteilige Eisenkern (12) eine Vielzahl von aneinandergereihten Eisenteilen
(12a) mit jeweils rundem Querschnitt aufweist.
6. Führungsstange nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polbleche (18) U-förmig gebildet sind.
7. Führungsstange nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polbleche (18) Stanz-Biegeteile sind.
8. Führungsstange nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polbleche (18) durch Press-, Kleb-, Niet- und/oder Schweißverbindungen
an dem Eisenkern (12) des Magnetsystems befestigt sind.
9. Führungsstange nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polbleche (18) mit dem Eisenkern (12) einstückig verbunden sind.
10. Führungsstange nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Polblech (18) mit einem Teil eines Eisenkerns (12) einstückig verbunden
ist.
11. Führungsstange nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polblech (18) mit dem Eisenkern (12) oder Eisenkernteil einstükkig durch
MIM-Technologie (Metal Injection Molding) hergestellt ist.
12. Führungsstange nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polbleche (18) eine Dicke von < etwa 1,0 mm aufweisen.
13. Führungsstange nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erregerspule (14) eine Wicklung aus Kupfer ist.