[0001] Es ist ein System von sanitären Mischarmaturen bekannt (DE 196 22 368), bei dem ein
identisches Anschlussgehäuse mit Hilfe einer Vielzahl von Kartuschenadaptern einen
Satz von Mischarmaturen aufnehmen kann. Das Universalgehäuse enthält dabei zwei Vertiefungen,
von denen die eine zur Aufnahme des Adapters und die andere zur Aufnahme von Ventilteilen
ausgebildet ist.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System von Sanitärarmaturen zu schaffen,
das einfach aufgebaut ist und sich leicht installieren lässt.
[0003] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ein System von Sanitärarmaturen mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zusammenfassung durch
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
[0004] Von dem Installateur wird zunächst der Anschlussblock mit den Wasserleitungen der
Hausinstallation verbunden und montiert. Nach Montage können die Leitungen durchgespült
und auf Druckfestigkeit überprüft werden. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten hat
der Benutzer noch die Möglichkeit, sich auszusuchen, welche Sanitärarmatur an dem
Anschlussblock angebracht werden soll. Er kann nicht nur die Farbe oder die Form der
Armatur auswählen, sondern auch die Art der Armatur. Es lassen sich sowohl komfortable
Thermostatarmaturen als auch Einhebelmischer oder sonstige Armaturen anbringen. Es
ist nicht erforderlich, dass alle Anschlussleitungen oder Durchgangsöffnungen der
Trennfläche des Anschlussblocks tatsächlich benutzt werden. Es ist auch möglich, dass
beispielsweise die eigentlich für Mischwasser gedachte Anschlussleitung nicht benutzt
wird.
[0005] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sanitärarmatur einen
Armaturengrundkörper aufweist, der die armaturenseitige Trennfläche und von dieser
zu der Sanitärarmatur führende Kanäle aufweist. Der Armaturengrundkörper ist daher
einerseits auf die Trennfläche des Anschlussblocks und andererseits auf die in ihm
unterzubringenden Armaturenteile, beispielsweise Ventiloberteile oder Mischerkartuschen
abgestimmt.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Armaturengrundkörper
in mindestens zwei verschiedenen Positionen mit dem Anschlussblock verbindbar ist,
und somit auch die Sanitärarmatur. Dies kann dazu verwendet werden, unabhängig von
der Anordnung der Leitungen der Hausinstallation die vom Benutzer gewünschte oder
vorgeschriebene Orientierung der Sanitärarmatur zu ermöglichen.
[0007] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die beiden Positionen um 180 Grad versetzt
sind.
[0008] Der Armaturengrundkörper kann beispielsweise direkt an dem Anschlussblock angeschraubt
werden. Hierzu kann dieser Gewindebohrungen aufweisen, in die die Befestigungsschrauben
eingeschraubt werden können.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass durch die Befestigung des
Armaturengrundkörpers an dem Anschlussblock gleichzeitig die Wasserverbindung herstellbar
ist. Es kann sich sowohl um eine Verbindung des fließenden Wassers von den Eingangsleitungen
zu einem Auslauf in der Sanitärarmatur als auch zu einen Auslass handeln, der an der
Mischwasserleitung angeordnet ist, mit der der Anschlussblock verbunden ist, oder
auch um Verbindungen mit Hohlkammern, z. B. für Schalldämpfer.
[0010] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass alle Funktionsteile der Sanitärarmatur
auf der der Armatur zugeordneten Seite der Trennfläche angeordnet sind, so dass der
Anschlussblock nur den tatsächlichen Anschluss zu den Leitungen der Installation herstellt
und mit diesen Leitungen in Verbindung stehende Öffnungen in der Trennfläche zur Verfügung
stellt. Die Trennfläche kann in Weiterbildung eben ausgebildet sein. Es wird dadurch
möglich, den Anschlussblock sehr flach zu bauen, so dass er wenig Platz in Richtung
senkrecht zur Wandoberfläche benötigt.
[0011] Erfindungsgemäß kann der Anschlussblock in seiner Trennfläche zusätzlich mindestens
ein Sackloch aufweisen. Dieses Sackloch kann beispielsweise einen zur Unterbringung
eines Schalldämpfers benötigten Hohlraum bilden.
[0012] Der Anschlussblock ist mit Vorteil so ausgebildet, dass er in unterschiedlicher Position
angebracht werden kann, beispielsweise um 90 oder 180 Grad verdreht. Hierzu können
alle Leitungsanschlüsse des Anschlussblocks identisch und damit austauschbar ausgebildet
sein.
[0013] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass durch die Sanitärarmatur und/oder den
Armaturengrundkörper zwei Leitungsanschlüsse des Anschlussblocks miteinander verbindbar
sind.
[0014] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Armaturengrundkörper nicht nur eine
einzige Sanitärarmatur aufnimmt, sondern auch mehr als eine Armatur. Beispielsweise
kann der Armaturengrundkörper eine Mischarmatur und einen Auslaufumsteller aufnehmen,
bei denen es sich um zwei vollständig getrennte Teile handeln kann.
[0015] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Sanitärarmatur übliche Kartuschen
aufweist.
[0016] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf einen Anschlussblock für das System nach der Erfindung;
- Fig. 2
- einen abgewinkelten Schnitt längs Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines mit dem Anschlussblock zu verbindenden
Duschventils;
- Fig. 4
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines an dem Anschlussblock befestigten
Thermostatventils mit einem Absperrventil;
- Fig. 5
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Wannenventils.
- Fig. 6
- eine schematische Ausführungsform mit zwei zusammen geschalteten Anschlussblöcken.
[0017] Figur 1 zeigt eine Ansicht eines Anschlussblocks, wie er von der Erfindung als gemeinsames
Teil aller Sanitärarmaturen vorgeschlagen wird. Der Anschlussblock enthält ein zentrales
plattenartiges Bauteil 1 mit einer ebenen Oberfläche 2. In der Mitte dieser Oberfläche
2 ist eine senkrecht zur Oberfläche verlaufende Gewindebohrung 3 vorhanden, die die
Mittelachse des Anschlussblocks 1 bildet. Radial von dieser Mittelachse ausgehend
sind, jeweils um 90 Grad versetzt, vier Anschlüsse 4 vorhanden, die jeweils mit einem
Innengewinde 5 oder einer Steckaufnahme versehen sind. In die Anschlüsse 4 können
Leitungen der Hausinstallation eingeschraubt werden, wobei es sich sowohl um Leitungen,
aus denen das Wasser herauskommt, als auch um Leitungen handeln kann, in die das Wasser
hineinströmen soll. Beispielsweise können zwei Anschlüsse mit der Kalt- und Warmwasserversorgung
verbunden werden, während zwei weitere Anschlüsse 4 mit einem Wannenauslauf und einem
Duschauslauf verbunden sind.
[0018] Jeweils mittig zwischen zwei Anschlüssen 4 sind weitere Gewindebohrungen 6 vorhanden,
die an Vorsprüngen des Anschlussblocks angeordnet sind. Die Gewindebohrungen 3 und
6 dienen dazu, an dem Anschlussblock eine Sanitärarmatur anzuschrauben, die eine entsprechende
Trennfläche aufweist.
[0019] Jeder Anschluss 4 ist, siehe Figur 2, über einen abgewinkelten Kanal 7 mit einer
Durchgangsöffnung 8 verbunden, die in der ebenen Trennfläche 2 des Anschlussblocks
ausmünden.
[0020] Mittig zwischen den Durchgangsöffnungen 8 sind Vertiefungen 9 in der Trennfläche
2 vorhanden, die keine weitere Verbindung aufweisen.
[0021] Fig. 3 zeigt nun eine Sanitärarmatur 10, die mit Hilfe eines im Schnitt dargestellten
Armaturengrundkörpers 11 an dem Anschlussblock der Fig. 1 und 2 angebracht werden
kann. Bei der Sanitärarmatur 10 handelt es sich um ein Einhebelmischventil, bei dem
der Auslauf durch das Ventil hindurch wieder zu dem Anschlussblock zurück geführt
ist. Das Mischventil ist an dem Armaturengrundkörper 11 angeschraubt. Der Armaturengrundkörper
enthält Kanäle 12, von denen in der Figur nur einer zu sehen ist, die das kalte und
warme Wasser zu dem Mischventil führen, sowie einen Kanal, der das gemischte Wasser
zu einem Anschluss 4 leitet, der mit einer zu dem Brausekopf führenden Leitung verbunden
ist. Der Schnitt der Figur 3 ist durch eine Ebene gelegt, die bei der Befestigung
an dem Anschlussblock zwei Gewindebohrungen 6 miteinander verbindet. Hier sind in
dem Armaturengrundkörper 11 Kanäle 13 gebildet, in denen jeweils ein Schalldämpfer
14 angeordnet ist. Der Schalldämpfer 14 ist in einem Raum 15 angeordnet, der sich
in die Vertiefung 9 fortsetzt.
[0022] An der äußeren Abdeckung 16 des Mischventils ist eine Rosette 17 festgelegt, die
die Wandöffnung abschließt, in der der Anschlussblock untergebracht ist.
[0023] Figur 4 zeigt eine Darstellung, bei der der Querschnitt durch den Anschlussblock
durch die Achse zweier Anschlüsse 4 gelegt ist. Der Anschlussblock ist in einem Unterputzkasten
20 untergebracht, in dem er dadurch festgelegt ist, dass durch Öffnungen des Unterputzkastens
kurze Stutzen 21 eingeschraubt oder gesteckt sind, die die Anschlüsse 4 von außen
her umgreifen.
[0024] An der Trennfläche 2 des Anschlussblocks ist wieder ein Armaturengrundkörper 22 befestigt,
der in diesem Fall ganz anders aussieht als der Armaturengrundkörper 11 der Figur
3. Er enthält eine Vielzahl von Kanälen, die Verbindungen zwischen den Durchgangsöffnungen
8 des Anschlussblocks und den Sanitärarmaturen herstellen. In diesem Fall enthält
der Armaturengrundkörper 22 eine Aufnahme für ein Thermostatventil 23 und ein Absperrventil
24. Bei beiden Ventilen handelt es sich um selbständige in sich funktionsfähige Ventile,
die jedoch mit Aufnahmen in den Funktionsblock 22 zusammenwirken. In Figur 5 ist ein
Armaturengrundkörper 32 dargestellt, der an seiner Unterseite eine Trennfläche 33
bildet, die mit der Trennfläche 2 des Anschlussblocks zusammenwirkt. Dieser Armaturengrundkörper
32 kann ebenfalls an dem Anschlussblock angeschraubt werden. Er enthält Kanäle 34,
die Verbindungen zwischen den Durchgangsöffnungen 8 des Anschlussblocks und den Sanitärarmaturen
herstellen. Im dargestellten Fall enthält der Armaturengrundkörper 32 eine Aufnahme
für ein Umschaltventil 35 und ein Einhebelmischventil 36.
[0025] Während bei den bisher abgehandelten Ausführungsformen Mischventile verwendet wurden,
bei denen also ein Anschlussblock mit zwei Zuleitungen und mindestens einer Mischwasserableitung
verbunden ist, zeigt die Figur 6 schematisch eine andere Ausführungsform. Hier sind
zwei in je einem Unterputzkasten angeordnete Anschlussblöcke vorhanden, die durch
eine schematisch durch den Pfeil 40 angedeutete Leitung miteinander verbunden sind.
In dem in Figur 6 rechten Anschlussblock ist ein Thermostatventil angeordnet, dessen
Solltemperatur mit Hilfe eines Drehknopfs 41 eingestellt werden kann. Von den vier
Anschlüssen des Anschlussblocks dient einer für den Einlass des kalten Wassers aus
der Hausinstallation und einer für den Einlass des warmen Wassers aus der Hausinstallation.
Ein weiterer Anschluss ist nicht in Betrieb, und der vierte Anschluss dient zur Abgabe
von Mischwasser. Dieser Anschluss 42 ist über eine angedeutete Leitung 40 mit einem
Anschluss 43 eines zweiten Anschlussblocks verbunden. Mit diesem Anschlussblock ist
ein Mengenregulierventil wirkverbunden, das mit Hilfe eines Drehknopfs 44 betätigt
werden kann. Weiterhin ist mit dem Anschlussblock ein Umstellerventil verbunden, das
mit Hilfe eines Umstellknopfs 45 betätigt werden kann. Es kann im dargestellten Beispiel
zwischen drei Abgängen umschalten.
[0026] Bei dieser Ausführungsform ist also der in dem linken Unterputzkasten angeordnete
Anschlussblock derart verwendet, dass ein Anschluss, nämlich der Anschluss 43, für
den Einlass von Mischwasser dient. Die anderen drei Anschlüsse, von denen in Figur
6 nur zwei zu sehen sind, dienen zur Verbindung mit Wasserverbrauchern, so dass durch
sie das Mischwasser ausgegeben wird.
[0027] Die beiden Anschlussblöcke können entweder in einen gemeinsamen Unterputzkasten oder
auch in zwei getrennten Unterputzkästen angeordnet sein. Sie können räumlich ebenfalls
voneinander getrennt angeordnet werden.
[0028] Bei dem von der Erfindung vorgeschlagenen System von Armaturen ist der Anschlussblock
für alle Armaturen identisch, während der Armaturengrundkörper auf seiner dem Anschlussblock
zugewandten Seite so ausgebildet ist, dass alle Armaturengrundkörper mit dem identischen
Anschlussblock zusammen funktionsfähig sind. Auf seiner gegenüberliegenden Seite ist
der Armaturengrundkörper jeweils an die auf zunehmenden Armaturenteile angepasst.
1. System von Sanitärarmaturen, mit
1.1 einem für alle Sanitärarmaturen identischen Anschlussblock, der
1.1.1 mindestens einen Anschluss (4) für eine Wasserzuleitung,
1.1.2 mindestens einen Anschluss (4) für eine weiterführende Mischwasserleitung und
1.1.3 eine Trennfläche (2) mit Durchgangsöffnungen (8) aufweist, die
1.2 mit jeweils einem Anschluss (4) des Anschlussblocks in Verbindung stehen,
1.3 einer Mehrzahl von unterschiedlichen Sanitärarmaturen, die
1.3.1 eine Trennfläche mit Durchgangsöffnungen aufweisen und
1.3.2 derart an dem Anschlussblock angebracht werden können, dass
1.3.3 die Sanitärarmatur funktionsfähig ist.
2. System nach Anspruch 1, bei dem die Sanitärarmaturen einen Armaturengrundkörper (11,
22, 32) aufweisen, der die Trennfläche und von dieser zu den Sanitärarmaturenteilen
führende Kanäle (12) aufweist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Armaturengrundkörper (11, 22, 32) Funktionsteile
der Sanitärarmaturen aufweist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Armaturengrundkörper (11,
22, 32) in vier verschiedenen Positionen mit dem Anschlussblock verbindbar ist.
5. System nach Anspruch, bei dem die vier Positionen um 180 Grad versetzt sind.
6. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem der Armaturengrundkörper (11, 22,
32) direkt an dem Anschlussblock angeschraubt werden kann.
7. System nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem durch das Befestigen des Armaturengrundkörpers
(11, 22, 32) an dem Anschlussblock gleichzeitig die Wasserverbindung herstellbar ist.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem alle Funktionsteile in dem
Armaturengrundkörper (11, 22, 32) und/oder der Sanitärarmatur angeordnet sind.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Trennfläche (2) des Anschlussblocks
eben ist.
10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Anschlussblock in seiner
Trennfläche (2) mindestens ein Sackloch (9) aufweist.
11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Leitungsanschlüsse (4)
des Anschlussblocks identisch ausgebildet sind.
12. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem durch die Sanitärarmaturen
zwei Leitungsanschlüsse (4) des Anschlussblocks miteinander verbindbar sind.
13. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Armaturengrundkörper (11,
22, 32) Teile mehr als einer Sanitärarmatur aufnimmt.
14. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Anschlussblock einen Anschluss
für eine Zuleitung und drei Anschlüsse für weiterführende Leitungen aufweist.
15. System nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei dem der Anschlussblock zwei Anschlüsse
für Zuleitungen und zwei Anschlüsse für weiterführende Leitungen aufweist.