[0001] Die Erfindung geht aus von einem sogenannten Unterputzkasten, mit dessen Hilfe Sanitärarmaturen
an einer Wand angebracht werden können. Der Unterputzkasten dient sowohl als Montagehilfe
als auch dazu, die eigentliche Armatur während der Fertigstellung des Verputzes und
der Verfliesung der Wand zu schützen. In dem Unterputzkasten kann ein Armaturengrundkörper
angeordnet werden, mit dem nach Fertigstellung der Leitungen und der Verfliesung dann
die eigentliche Armatur verbunden werden kann.
[0002] Es ist bereits ein Unterputzkasten dieser Art bekannt (DE-GBM 7820423), bei dem die
Wasserleitungen unter Zwischenlage eines Gummirings dicht in den Kastenwänden fixiert
sind. Der Armaturengrundkörper ist unter Zwischenlage einer Schallisolierschicht in
den Kasten eingebaut. Die Verbindung zwischen dem Kasten und dem Bauwerk geschieht
über außen angebrachte Flansche. Der Armaturengrundkörper ist über Schraubverbindungen
mit dem Kasten verbunden. Dadurch entsteht eine Möglichkeit der Schallübertragung,
die durch die schallisolierende Schicht nur zum Teil verringert wird.
[0003] Diese Schallübertragung hat den Nachteil, daß sie von der Armatur erzeugte Geräusche
oder im Leitungsnetz als Wasserschall oder Körperschall vorhandene Geräusche direkt
auf den Kasten übertragen kann, der als Resonanzkörper für die Schallabstrahlung wirken
kann. Geräusche werden daher an die Umgebung, d. h. das Bauwerk oder den Raum, übertragen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur Anbringung von Sanitärelementen
zu schaffen, bei der die Übertragung von Geräuschen verringert wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Befestigungsanordnung für Sanitärbauteile
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vor. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche, deren Wortlaut ebenso wie der Wortlaut der Zuammenfassung
durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
[0006] Der Armaturengrundkörper ist mit den Unterputzkasten ausschließlich über das mindestens
eine Verbindungselement verbunden, das aus einem schalldämmenden Material aufgebaut
ist. Es entstehen daher keinerlei Schallbrücken zwischen dem Kasten und dem Armaturengrundkörper.
Als schalldämmendes Material kann beispielsweise gummielastisches Material verwendet
werden. Auch an der Stelle des Verbindungselements tritt keine direkte Berührung zwischen
dem Armaturengrundkörper und dem Unterputzkasten auf.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Verbindungselement nach
Einsetzen des Armaturengrundkörpers in den Unterputzkasten mit diesem verbindbar ist.
Der Armaturengrundkörper wird so gestaltet, daß er sich von der offenen Seite des
Unterputzkastens in diesen einführen läßt. Dabei kann darauf geachtet werden, daß
nur geringes Spiel zwischen der Außenseite des Armaturengrundkörpers und dem Unterputzkasten
vorhanden ist. Nach Einsetzen kann dann das Verbindungselement bzw. mehrere Verbindungselemente
mit dem Unterputzkasten verbunden werden, vorzugsweise von dessen Außenseite her.
[0008] Insbesondere kann in Weiterbildung vorgesehen sein, daß das Verbindungselement in
eine Durchgangsöffnung des Unterputzkastens eingesetzt wird, mit deren Rand es verbunden
wird.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Verbindungselement hohl
ausgebildet ist, insbesondere als Hülse.
[0010] In nochmaliger Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Verbindungselement
derart ausgebildet ist, daß die Verbindung zwischen ihm und dem Armaturengrundkörper
in einer Öffnung erfolgt. Hierdurch wird es möglich, daß relativ große Flächen zwischen
dem Verbindungselement und dem Armaturengrundkörper zur Festlegung wirksam sind.
[0011] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß ein Ansatz des Armaturengrundkörpers in
das hülsenartige Verbindungselement eingreift.
[0012] Es ist aber ebenfalls möglich, daß das Verbindungselement in einen hülsenartigen
Ansatz des Armaturengrundkörpers eingreift.
[0013] Zur Erleichterung der Montage kann vorgesehen sein, daß der Unterputzkasten eine
Stützeinrichtung, eine Halterungseinrichtung oder dergleichen für den Armaturengrundkörper
aufweist, die derart angeordnet ist, daß der Armaturengrundkörper in dem Unterputzkasten
in der Nähe seiner endgültigen Position gehalten wird.
[0014] Bei der Montage wird also der Armaturengrundkörper, wie bereits erwähnt, in den Kasten
eingesetzt, bis er von der Stützeinrichtung gestützt wird. Anschließend kann die Verbindung
mit den Verbindungselementen erfolgen. Hierzu kann es erforderlich sein, den Armaturengrundkörper
etwas nach oben oder zur Seite zu bewegen, was mit einfachen Hilfsmitteln geschehen
kann.
[0015] Besonders günstig ist es jedoch, wenn bei der Herstellung des vollständigen Eingriffs
zwischen dem Verbindungselement und dem Armaturengrundkörper dieser durch den Eingriff
des Verbindungselements aus der Stützeinrichtung ausgerückt wird. Ohne weiteres Zutun
oder Nachdenken erfolgt also das Lösen des Armaturengrundkörpers von der Stützeinrichtung
und damit von dem Unterputzkasten, so daß keine direkte Verbindung mehr besteht.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß das Verbindungselement als
Dichtelement ausgebildet ist, das also gleichzeitig den Kasten nach außen abdichtet.
[0017] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen werden, daß der Armaturengrundkörper
Wasserführungen aufweist.
[0018] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß der Armaturengrundkör-per eine als Schnittstelle
dienende Fläche aufweist, an der eine ebenfalls als Schnittstelle dienende Fläche
einer Sanitärarmatur angebracht werden kann. Es kann vorgesehen sein, daß in der Schnittstellenfläche
mindestens eine Öffnung für eine Wasserführung mündet. Dadurch kann beispielsweise
das Wasser aus der Wasserleitung durch den Armaturengrundkörper zu dein Sanitärelement
fließen.
[0019] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß der Armaturengrundkörper Befestigungsöffnungen
zum Anbringen von Sanitärelementen aufweist, beispielsweise mit einem Gewinde versehene
Bohrungen.
[0020] Zur Verbindung des Unterputzkastens mit der Wand eines Gebäudes kann dieser Befestigungsöffnungen
aufweisen. Diese können so gestaltet sein, daß der Unterputzkasten beispielsweise
an dem Boden einer Nische in der Wand festgeschraubt werden kann. Der Unterputzkasten
kann ebenfalls Öffnungen aufweisen, mit denen er an einer Isolationswand angeschraubt
werden kann.
[0021] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, daß der mindestens eine Ansatz des Armaturengrundkörpers
zur Verbindung mit einer Wasserleitung einer Hausinstallation ausgebildet ist.
[0022] Beispielsweise kann der Grundkörper absolut symmetrisch aufgebaut sein, so daß an
ihm die unterschiedlichen Sanitärelemente wie Einhebelmischventil, Thermostate mit
oder ohne Umsteller oder andere Zusatzeinrichtungen angeflanscht werden können.
[0023] Es kann erfindungsgemäß in Weiterbildung vorgesehen sein, daß das Verbindungselement
oder wenigstens eines der Verbindungselemente vor dem Einsetzen des Armaturengrundkörpers
in den Unterputzkasten mit diesem und/oder mit dem Armaturengrundkörper verbunden
werden kann.
[0024] Insbesondere kann vorgesehen sein, daß das Verbindungselement oder eines der Verbindungselemente
in eine Ausnehmung des Armaturengrundkörpers und/oder des Unterputzkastens eingesetzt
werden kann. Auch dies führt zu einer schallgedämmten Verbindung zwischen dem Armaturenkörper
und dem Unterputzkasten.
[0025] Beispielsweise kann ein Verbindungselement oder auch mehrere Verbindungselemente
auf einen Vorsprung des Armaturengrundkörpers und/oder des Unterputzkastens aufgesteckt
werden.
[0026] Erfindungsgemäß kann die Anordnung mehrere Verbindungselemente aufweisen, beispielsweise
auch Kombinationen unterschiedlicher Arten von Verbindungselementen. Beispielsweise
kann eine Dichthülse an der Unterseite des Kastens angeordnet werden, um dort eine
dichte Durchführung durch den Kasten zu ermöglichen, während in anderen Bereichen
des Gehäuses andere Verbindungselemente verwendet werden können.
[0027] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie anhand der Zeichnung.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen mit einem Armaturengrundkörper versehenen Unterputzkasten
nach der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf die Anordnung der Fig. 1;
- Fig. 3
- perspektivisch einen Schnitt durch die Anordnung der Fig. 1;
- Fig. 4
- in vergrößertem Maßstab einen Teilschnitt durch ein den Unterputzkasten mit dem Armaturengrundkörper
verbindendes Verbindungselement.
- Fig. 5
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung bei einer weiteren Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine abgebrochene Darstellung einer nochmals weiteren Ausführungsform.
[0028] In dem Schnitt der Fig. 1 ist der Unterputzkasten 1 in einer Position dargestellt,
in der seine offene Seite 2 nach oben gerichtet ist. Der Unterputzkasten 1 weist eine
beispielsweise kreiszylindrische Außenwand 3 auf, die von einem ebenen Boden 4 abgeschlossen
ist. Bei der Montage eines Sanitärventils wird der Unterputzkasten im Normalfall in
einer Nische einer Wand so angeordnet, daß die offene Seite 2 vertikal verläuft, also
nach vorne gerichtet ist.
[0029] An der Außenseite der Außenwand sind mehrere Vorsprünge 5 etwa in halber Höhe des
Kastens angebracht, mit denen dieser beispielsweise an einer Isolationswand angeschraubt
werden kann. Weitere im Bereich des Bodens 4 angeordnete Vorsprünge mit Befestigungsmöglichkeiten
sind in dem Schnitt der Fig. 1 nicht zu sehen, dagegen in der Aufsicht der Fig. 2.
[0030] Die Wand 3 des Unterputzkastens 1 enthält mit kurzen Abstand von dem Boden 4 insgesamt
vier Durchgangsöffnungen, die beispielsweise alle gleichen Durchmesser aufweisen und
kreisrund ausgebildet sind. An der Innenseite der Wand 3 ist im Bereich dieser Öffnungen
die Wandstärke so geändert, daß sich ebene Flächen 6 ergeben.
[0031] In den Unterputzkasten 1 ist ein Armaturengrundkörper 7 eingesetzt, dessen Quererstreckung
etwas kleiner ist als der Abstand zweier ebener Flächen 6 im Bereich der Durchgangsöffnungen.
Der Armaturengrundkörper 7 besteht beispielsweise aus Metall, während der Unterputzkasten
aus Kunststoff bestehen kann.
[0032] Die Festlegung des Armaturengrundkörpers 7 in dem Unterputzkasten geschieht dadurch,
daß durch die Durchtrittsöffnungen hülsenartige Verbindungselemente 8 von außen eingeschoben
werden, die aus einem schaildämmenden Material bestehen, also beispielsweise aus einem
gummielastischen Material. Diese Verbindungselemente 8 weisen die Form einer zylindrischen
Hülse auf, deren Außendurchmesser und Außenform dem Innendurchmesser und der Form
der Durchgangsöffnungen des Unterputzkastens 1 entsprechen. An ihrer radialen Außenseite
9 sind die Verbindungselemente mit einen nach außen gerichteten Flansch 10 versehen,
der ein Durchschieben durch die Durchgangsöffnungen verhindert.
[0033] Der Innendurchmesser der hülsenartigen Verbindungselemente 8 entspricht dem Außendurchmesser
von hülsenartigen Ansätzen 11 des Armaturengrundkörpers. Diese Ansätze 11 sind innerhalb
der Öffnung 12 der Verbindungselemente angeordnet. Sie liegen mit ihren Außenseiten
flächig an den Innenseiten der Öffnungen 2 der Verbindungselemente 8 an. Das Material
der Verbindungselemente 8 ist so gewählt, daß der Armaturengrundkörper 7 durch die
Verbindungselemente sicher gehalten wird. Da die Stirnkanten 13 der Ansätze 11 bis
an die Flächen 6 heranreichen, in denen die Durchgangsöffnungen vorhanden sind, wird
eine sichere und dennoch schallgedämpfte Verbindung zwischen dem Armaturengrundkörper
7 und dem Unterputzkasten 1 hergestellt. Der Armaturengrundkörper 7 berührt den Unterputzkasten
1 an keiner Stelle. Die Verbindung geschieht ausschließlich durch die Verbindungselemente
8.
[0034] Der Armaturengrundkörper weist eine zu der offenen Seite 2 des Unterputzkastens 1
gerichtete ebene Fläche 14 auf, in deren Mitte eine mit einen Gewinde versehene Bohrung
15 senkrecht zu dieser Fläche 14 vorgesehen ist.
[0035] Der Armaturengrundkörper 7 enthält vier Wasserführungen, die durch die Ansätze 4
verlaufen und in der ebenen Fläche 14 münden. Die vier Wasserführungen sind voneinander
getrennt. Die Mündungsöffnungen 16 sind beispielsweise kreisrund.
[0036] Auf den Armaturengrundkörper kann eine Sanitärarmatur aufgesetzt werden, die eine
der Fläche 14 entsprechende Gegenfläche aufweist. Die beiden Flächen 14 und die Gegenfläche
brauchen nicht eben zu sein, sie müssen aber aufeinander abgestimmt sein. Die Festlegung
der Sanitärarmatur geschieht in der Gewindebohrung 15. Die Sanitärarmatur hat dann
Öffnungen, die mit den Öffnungen 16 in der Fläche 14 in Übereinstimmung gebracht werden
können. Es ist selbstverständlich auch möglich, daß nicht alle Öffnungen 16 benutzt
werden.
[0037] Der Unterputzkasten 1 mit der soweit beschriebenen Anordnung des Armaturengrundkörpers
7, festgelegt mit Hilfe der Verbindungselemente 8, wird dann in eine Nische einer
Wand oder hinter eine Isolationswand eingesetzt und mit der Hauswasserzuleitung verbunden,
deren Anschlüsse in die Ansätze 11 eingeschraubt werden. Erst nach vollständiger Herstellung
der Installation, die beispielsweise auch noch auf Dichtheit geprüft werden kann,
und anschließender Herstellung der Verfliesung wird die eigentliche Armatur in den
Unterputzkasten 1 eingesetzt und mit dem Grundkörper 7 verschraubt.
[0038] Fig. 2 zeigt die Aufsicht auf die Anordnung der Fig. 1. Zusätzlich zu den bereits
erwähnten Vorsprüngen 5 mit den darin angeordneten Befestigungsöffnungen 17 sind an
der Außenseite des Unterputzkastens weiter unten Vorsprünge 18 mit darin angeordneten
Öffnungen 19 angeformt. Mit Hilfe dieser Öffnungen 19 in den Vorsprüngen kann der
Unterputzkasten an der Rückwand einer Nische in der Wand angeschraubt werden.
[0039] Außerhalb der kreisrunden ebenen Fläche 14 für die Verbindung mit der Armatur sind
in Umfangsrichtung etwa mittig zwischen den Ansätzen 11 weitere Gewindeöffnungen 20
vorhanden, die ebenso wie die Gewindebohrung 15 zum Anschrauben der Armatur dienen
können.
[0040] Die vier Ansätze 11 und dementsprechend die vier Befestigungselemente 8 sind gleichmäßig
über den Umfang verteilt und weisen jeweils einen rechten Winkel gegenüber dem benachbarten
Ansatz 11 auf. Wie dies bereits erwähnt wurde, ist es nicht erforderlich, daß alle
vier Wasserführungen bei einer Sanitärarmatur auch benutzt werden. Die nicht benutzten
Wasserführungen können entweder durch Stopfen verschlossen werden oder aber keine
Verbindung mit der Armatur aufweisen. Dennoch dienen alle vier Ansätze 11 dazu, den
Armaturenkörper gedämpft mit dem Unterputzkasten 1 zu verbinden.
[0041] In Fig. 1 ist zu sehen, daß am Boden 4 des Unterputzkastens für jeden Ansatz 11 des
Armaturengrundkörpers eine Stützeinrichtung 21 vorhanden ist, die einstückig an der
Innenseite des Unterputzkastens 1 angeformt ist. Im dargestellten Beispiel weist die
Stützeinrichtung ein konkav gebogenes Element auf, dessen nach oben, d. h. vom Boden
4 weg gerichtete Fläche 22 der Krümmung der Unterseite des Ansatzes 11 entspricht.
Bei der Montage wird ja zunächst der Armaturengrundkörper 7 durch die offene Seite
2 des Unterputzkastens in diesen eingesetzt, wobei bei dieser Montage der Unterputzkasten
1 in der in Fig. 1 dargestellten Orientierung angeordnet wird. Der Armaturengrundkörper
7 wird mit seinen vier Ansätzen 11 dann von den Gegenflächen 22 der Stützeinrichtung
21 gehalten. In dieser Position sind die Ansätze 11 nur geringfügig exzentrisch zu
den Durchtrittsöffnungen positioniert, durch die jetzt die Verbindungselemente 8 von
außen eingeschoben werden. Die Verbindungselemente können auch ohne weitere Maßnahmen
soweit eingeschoben werden, daß ihre inneren Stirnenden 23 an den Stirnkanten 13 der
Ansätze 11 anliegen. Anschließend braucht der Armaturengrundkörper 7 nur etwas gekippt
zu werden, um dann schon das erste Verbindungselement einschieben zu können. Das Einschieben
der weiteren Verbindungselemente 8 kann in ähnlicher Weise durch geringfügiges Verkippen
des Armaturengrundkörpers 7 geschehen. Diese Verkippung kann beispielsweise dadurch
erreicht werden, daß in die Gewindebohrung 15 eine Schraube eingeschraubt wird, an
der der Monteur anfassen kann.
[0042] Zum Erleichtern des Einschiebens kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die innere
Kante der Stirnfläche 23 der Verbindungselemente 8 mit einer Einlauf schräge 24 versehen
wird. Dies ist in vergrößertem Maßstab in der Fig. 4 dargestellt. Auch die Außenkante
der Stirnkante 13 der Ansätze 11 kann mit einer solchen Schrägfläche 25 versehen werden.
Beide Schrägflächen können so dimensioniert werden, daß das Verbindungselement 8 beim
Einschieben durch die Durchgangsöffnung an der Stirnfläche 13 vorbei gelangen kann,
wobei dann durch die Zusammenwirkung der Schrägflächen 24, 25 der Armaturengrundkörper
7 angehoben und die Ansätze 11 konzentrisch zu den Durchgangsöffnungen und den Verbindungselementen
8 zentriert werden. Bei dieser Lösung ist kein manuelles Eingreifen des Monteurs erforderlich,
so daß dieser auch nichts falsch machen kann.
[0043] Fig. 3 zeigt in einem perspektivischen Schnitt durch die Anordnung nochmals, wie
die Verbindung zwischen dem Unterputzkasten 1 und dem Armaturengrundkörper 7 geschieht.
An der Stelle der Durchgangsöffnungen ist durch die bereits erwähnte Veränderung der
Wandstärke der Außenwand 3 auf der Innenseite und ggf. auch auf der Außenseite eine
ebene Fläche 6 gebildet. Dies ermöglicht es, daß die in einer Ebene liegenden Stirnkanten
13 der Ansätze 11 des Armaturengrundkörpers 7 überall den gleichen Abstand von der
Innenfläche der Wand des Kastens 1 haben, so daß sie überall sehr nahe an diese Wand
heranreichen können. Dies verbessert zusammen mit der entsprechenden Auswahl des Materials
sowohl die Stabilität der Verbindungen als auch die Verhinderung der Bildung von Schallbrücken,
die eine Weiterleitung von Schall von der Armatur auf den Kasten und umgekehrt erleichtern
würden.
[0044] Bei der Ausführungsform der Fig. 5, die nur insoweit beschrieben wird, als sie sich
von den bisherigen Ausführungsformen unterscheidet, enthält der Boden des Unterputzkastens
1 einen Vorsprung 30, der als axialer Zapfen ausgebildet und am Boden angeformt ist.
Der Armaturengrundkörper enthält eine Ausnehmung in Form eines Sacklochs, deren Form
etwa der Form des Vorsprungs 30 entspricht. Auf den Vorsprung 30 ist ein Verbindungselement
31 in Form einer an einem Ende geschlossenen Hülse aufgesetzt, und auf dieses Verbindungselement
31 ist dann der Armaturengrundkörper 7 mit seinem Sackloch aufgesetzt bzw. aufgedrückt.
Dieses Verbindungelement kann vor Einsetzen des Armaturengrundkörpers 7 in den Unterputzkasten
1 entweder zuerst auf den Zapfen 30 aufgesetzt oder zuerst in das Sackloch eingesteckt
werden.
[0045] Das gegenüberliegende Ende des Armaturenkörpers 7 mit dem Schraubanschluß kann dann
in der gleichen Weise mit dem Armaturengrundkörper 1 verbunden werden, wie dies in
den vorhergehenden Ausführungsformen beschrieben wurde.
[0046] Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 enthält der Boden des Unterputzkastens 1 wieder
einen Vorsprung, der die Form eines Zapfens 32 aufweist. An der Unterseite des Armaturengrundkörpers
7 ist ein gleich großer Zapfen 33 angeformt, wobei die beiden Zapfen koaxial verlaufen.
Das Verbindungselement weist die Form einer zylindrischen Hülse mit einer Querwand
auf. Das Verbindungselement 34 kann zuerst mit dem Zapfen 32 des Unterputzkastens
1 oder zuerst mit dem Zapfen 33 des Armaturengrundkörpers 7 verbunden werden. Wiederum
kann die Durchgangsöffnung für das Wasser mit Hilfe einer Verbindungshülse mit dem
Unterputzkasten 1 verbunden werden.
[0047] Wenn mehrere solche Zapfen 32 am Boden des Unterputzkastens 1 angeformt sind, können
mehrere Verbindungselemente 34 verwendet werden, die gegebenenfalls zur Erleichterung
der Montage mit einem Steg miteinander verbunden sind.
1. Befestigungsanordnung für Sanitärbauteile, insbesondere wasserdurchflossene Sanitärbauteile,
mit
1.1 einem Unterputzkasten (1), der
1.1.1 mit einer Wand eines Gebäudes verbindbar ist und
1.1.2 mindestens eine offene Seite (2) aufweist,
1.2 einem Armaturengrundkörper (7) , der
1.2.1 in den Unterputzkasten (1) von dessen offener Seite (2) her einsetzbar ist,
1.3 mindestens einem Verbindungselement (8), das
1.3.1 mit dem Unterputzkasten (1) und dem Armaturengrundkörper (7) verbindbar ist
und
1.3.2 aus schalldämmendem Material aufgebaut ist, wobei
1.4 eine Verbindung zwischen dem Armaturengrundkörper (7) und dem Unterputzkasten
(1) nur mit Hilfe des mindestens einen Verbindungselements (8) besteht und
1.5 der Armaturengrundkörper (7) den Unterputzkasten (1) an keiner Stelle direkt berührt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der das mindestens eine Verbindungselement (8) nach
Einsetzen des Armaturengrundkörpers (7) in den Unterputzkasten (1) mit diesem verbindbar
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das mindestens eine Verbindungselement (8)
von der Außenseite des Unterputzkastens (1) her mit diesem verbindbar ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das mindestens eine Verbindungselement
(8) in eine Durchgangsöffnung des Unterputzkastens (1) einsetzbar und mit dessen Rand
verbindbar ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(18) hohl ausgebildet ist.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(8) als Hülse ausgebildet ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(8) derart ausgebildet ist, daß die Verbindung zwischen dem Verbindungselement (8)
und dem Armaturengrundkörper (7) in einer Öffnung erfolgt.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der ein Ansatz (11) des Armaturengrundkörpers
(7) in ein hülsenartiges Verbindungselement (8) eingreift.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(8) in einen hülsenartigen Ansatz (11) des Armaturengrundkörpers (7) eingreift.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Unterputzkasten (1)
eine Stützeinrichtung (21) für den Armaturengrundkörper (7) aufweist, die derart angeordnet
und ausgebildet ist, daß der Armaturengrundkörper (7) in der Nähe seiner endgültigen
Position gehalten wird und/oder, dass das Verbindungselement (8) mit dem von der Stützeinrichtung
(21) gehalterten Armaturengrundkörper (7) in Eingriff gebracht werden kann, wobei
vorzugsweise während der Herstellung des vollständigen Eingriffs zwischen einem Verbindungselement
(8) und dem Armaturengrundkörper (7) dieser aus der Stützeinrichtung (21) ausgerückt
wird.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(8) als Dichtelement ausgebildet ist.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Armaturengrundkörper
(7) Wasserführungen aufweist.
13. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Armaturengrundkörper
(7) eine Schnittstellenfläche (14) aufweist, an der eine Schnittstellenfläche einer
Sanitärarmatur angebracht werden kann, wobei vorzugsweise in der Schnittstellenfläche
(14) mindestens eine Öffnung (16) einer Wasserführung mündet.
14. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der der Armaturengrundkörper
(7) Befestigungsöffnungen (15, 20) zum Anbringen von Sanitärelementen und/oder der
Unterputzkasten (1) Befestigungslöcher (17, 19) zu seiner Befestigung an der Wand
eines Gebäudes aufweist.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, bei der der Ansatz (11) des Armaturengrundkörpers
(7) zur Verbindung mit einer Wasserleitung einer Hausinstallation ausgebildet ist.
16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der mindestens ein Verbindungselement
(31, 34) vor dem Einsetzen des Armaturengrundkörpers (7) in den Unterputzkasten (1)
mit diesem und/oder mit dem Armaturengrundkörper (7) verbindbar ist.
17. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Verbindungselement
(31, 34) in eine Ausnehmung des Armaturengrundkörpers (7) und/oder des Unterputzkastens
(1) einsetzbar ist.
18. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Verbindungselement
(31, 34) auf einen Vorsprung des Armaturengrundkörpers (7) und/oder des Unterputzkastens
(1) aufsetzbar ist.
19. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit mehreren ggf. verschiedenartigen
Verbindungselementen (8, 31, 34).