[0001] Die Erfindung betrifft eine fernsteuerbare Zugangskontrolleinrichtung, insbesondere
für ein Kraftfahrzeug, und einen hierfür ausgelegten Transponder.
[0002] Aus der DE 43 29 697 C2 ist eine fernsteuerbare Zugangskontrolleinrichtung gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 bekannt. Eine stationäre, beispielsweise in
einem Kraftfahrzeug angeordnete Sende- und Empfangseinheit sendet bei Betätigen eines
Auslösemittels (zum Beispiel Türgriff) ein Fragecodesignal, das von einem vom Benutzer
getragenen Transponder empfangen und durch ein Antwortcodesignal beantwortet wird.
Die Sende- und Empfangseinheit vergleicht das empfangene Antwortcodesignal mit einem
gespeicherten Sollcodesignal und gibt bei Übereinstimmung den Zugang frei, d.h. entriegelt
die Kraftfahrzeugtüre. Der Transponder kann in Form eines herkömmlichen Schlüssels
oder als Chipkarte ausgebildet sein.
[0003] Bei einem solchen System kann sich allerdings möglicherweise ein Problem dahingehend
ergeben, daß der Transponder durch einen nicht autorisierten, das Fragecodesignal
nachbildenden Sender unberechtigt angesprochen wird und daraufhin das Antwortcodesignal
sendet. Aufgrund der relativ großen Reichweite solcher Funksignale kann dieses Antwortcodesignal
von der stationären Sende- und Empfangseinrichtung gegebenenfalls auch dann noch empfangen
werden, wenn sich der rechtmäßige Träger des Transponders schon weiter entfernt von
dem zu steuernden Objekt, beispielsweise dem Kraftfahrzeug, befinden sollte. In diesem
Fall wird der Zugang zum Objekt freigegeben, ohne daß der rechtmäßige Benutzer dies
veranlaßt hat oder Informationen über diesen unberechtigten Öffnungsvorgang erhält.
Das Gefahr eines unberechtigten Objektzugangs besteht auch dann, wenn das Antwortcodesignal
des Transponders unberechtigt aufgezeichnet und kopiert worden sein sollte und dieses
kopierte Antwortcodesignal dann zur Zugangsverschaffung eingesetzt wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine fernsteuerbare Zugangskontrolleinrichtung
zu schaffen, bei der die Gefahr eines unberechtigten Entriegelungsvorgangs verringert
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 oder 5 genannten Merkmalen gelöst.
[0006] Weiterhin wird mit der Erfindung ein für eine derartige Zugangskontrolleinrichtung
ausgelegter tragbarer Transponder gemäß dem Patentanspruch 7 geschaffen.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Der Transponder sendet abhängig davon, ob er ein Fragecodesignal empfangen hat oder
aber durch manuelle Betätigung seines Betätigungselements zur Signalaussendung veranlaßt
wird, unterschiedliche Sendesignale zur stationären Sende- und Empfangseinheit. Diese
unterschiedlichen Sendesignale können darin bestehen, daß er bei Empfang eines Fragecodesignals
und bei Betätigung des Betätigungselements zwar stets dasselbe Basiscodesignal abgibt,
jedoch mit einer zusätzlichen, hinzugefügten Information, beispielsweise einer Kennung,
die angibt, ob der Transponder durch den Empfang eines Fragecodesignals oder durch
die Betätigung des Betätigungselements zum Aussenden des Codesignals veranlaßt worden
ist.
[0009] Diese zusätzliche Information kann nicht nur in einer hinzugefügten Kennung bestehen,
sondern auch in anderer Weise mitgeteilt werden, beispielsweise durch unterschiedliche
Anzahl des Sendens desselben Codesignals abhängig davon, ob zuvor ein Fragecodesignal
erhalten worden war oder aber das Betätigungselement gedrückt worden war. Eine solche
Gestaltung vermeidet die Notwendigkeit, das Codesignal als solches verlängern zu müssen
(durch Zufügung der Kennung) und diese Information aktuell bei jedem Sendevorgang
generieren zu müssen. Statt dessen kann stets ein- und dasselbe Codesignal zum Einsatz
kommen, wobei die Ursache des Codesignalsendens durch die Sendewiederholungsanzahl
mitgeteilt wird. Beispielsweise kann die Ausgestaltung derart getroffen sein, daß
bei Empfang des Fragecodesignals das Codesignal zweimal hintereinander gesendet wird,
während bei Betätigung des Betätigungselements das Codesignal nur einmal, oder auch
dreimal, gesendet wird.
[0010] Als Alternative kann vorgesehen sein, daß ein Öffnungsvorgang erst nach mehrfacher,
beispielsweise dreifacher Wiederholung des Frage- und Antwortcodezyklus durchgeführt
wird. Das Antwortcodesignal muß in diesem Fall mehrfach zeitrichtig bereitgestellt
werden, was die Sicherheit gegenüber einem unberechtigten Öffnungsvorgang erhöht.
Gegebenenfalls kann das Frage- und/oder Antwortcodesignal während der Wiederholung
der Frage- und Antwortcodezyklen geändert werden, beispielweise durch jeweilige Neuberechnung
des neu zu sendenden Frage- und/oder Antwortcodesignals auf der Grundlage des vorhergehend
gesendeten Frage- und/oder Antwortcodesignals und eines internen, dem Transponder
und der stationären Sende- und Empfangseinheit bekannten Schlüssels.
[0011] Weiterhin können bei aktiver Betätigung des Transponder-Betätigungselements jeweils
mehrere Codesignale vom Transponder, vorzugsweise mit wechselnder Codierung, ausgesendet
werden. Dies erhöht zugleich die Sicherheit gegenüber unberechtigter Zugangsverschaffung
durch Kopieren der Transponder-Codesignale, da diese dann jeweils in der richtigen
zeitlichen Reihenfolge und mit richtigem zeitlichen Abstand gesendet werden müssen.
Die stationäre Sende- und Empfangseinheit überprüft in diesem und dem im vorhergehenden
Absatz erläuterten Fall auch die zeitliche Lage und zeitliche Reihenfolge der vom
Transponder gesendeten Codesignale, das heißt überprüft zusätzlich ein Zeitkriterium.
[0012] Alternativ ist es auch möglich, den Transponder derart auszulegen, daß er zwei unterschiedliche
Codesignale speichern (oder generieren) kann, von denen das eine als Reaktion auf
den Empfang eines Fragecodesignals und das andere als Reaktion auf die Betätigung
des Betätigungselements ausgesendet wird. Die stationäre Sende- und Empfangseinheit
überprüft das empfangene Codesignal, und gegebenenfalls die zusätzlich ermittelte
Information, wobei sie dann, wenn sie zuvor ein Fragecodesignal ausgesendet hat, eine
andere Information und/oder ein anderes Sollcodesignal erwartet und bereitstellt als
bei fehlender vorhergehender Aussendung eines Fragecodesignals. Nur wenn das empfangene
Codesignal, und gegebenenfalls die zusätzliche Information, mit dem aktuell bereitgestellten
Sollcodesignal und/oder der aktuell erwarteten Information übereinstimmt, steuert
die Sende- und Empfangseinrichtung die Entriegelung des Zugangs, läßt andernfalls
aber den Zugang gesperrt. Wenn bei dem eingangs geschilderten Fall der Transponder
durch einen unberechtigten Sender mit dem Fragecodesignal beaufschlagt wird, sendet
er folglich ein Codesignal und/oder eine Information, die der stationären Sende- und
Empfangseinheit den vorhergehenden Empfang eines Fragecodesignals signalisiert. Da
die Sende- und Empfangseinheit aber kein solches Fragecodesignal ausgesendet hat und
somit nur das der Transponder-Betätigungselementbetätigung zugeordnete Codesignal
(bzw. die zugehörige zusätzliche Information) akzeptiert, bleibt der Zugang weiterhin
gesperrt.
[0013] Nur wenn die Sende- und Empfangseinrichtung tatsächlich vorher selbst das Fragecodesignal
gesendet hat, wird der Zugang freigegeben. Ebenso wird der Zugang freigegeben, wenn
das Codesignal aufgrund einer Betätigung des am Transponder vorhandenen Betätigungselements
gesendet wird.
[0014] Die Sende- und Empfangseinrichtung ist so ausgelegt, daß sie nach Aussenden eines
Fragecodesignals ein Zeitfenster für eine kurze Zeitdauer von beispielsweise einer
Sekunde öffnet und lediglich ein innerhalb dieses Zeitfensters empfangenes Antwortcodesignal
akzeptiert. Das Zeitfenster kann durch Starten eines internen, auf das entsprechende
Zeitintervall eingestellten Zeitgebers bei Aussenden des Fragecodesignals implementiert
werden, wobei das Zeitfenster bei Ablauf des Zeitgebers wieder geschlossen wird.
[0015] Die Erfindung ist nicht nur bei Kraftfahrzeugen, sondern auch allgemein bei Türschließanlagen,
beispielsweise von Haus- und/oder Wohnungs- oder Zimmertüren einsetzbar.
[0016] Im Rahmen der Erfindung liegt auch ein Verfahren zur fernsteuerbaren Zugangskontrolle,
bei dem eine Signalgenerierung, -Übermittlung und -Auswertung in der vorstehend geschilderten
Weise durchgeführt werden.
[0017] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel der fernsteuerbaren Zugangskontrolleinrichtung,
- Fig. 2
- ein Ablaufdiagramm des Transponderbetriebs und
- Fig. 3
- ein Ablaufdiagramm des Betriebs der stationären Sende- und Empfangseinrichtung.
[0018] Fig. 1 zeigt einen Schlüssel in Form eines tragbaren Transponders, der eine Steuereinrichtung
(zum Beispiel Mikrochip) 2, ein manuell vom Transponderbesitzer betätigbares Betätigungselement
3 und einen Sender/Empfänger 4 enthält. Der Transponder 1 kann übliche Schlüsselform
aufweisen, als Chipkarte ausgebildet oder in sonstiger zweckmäßiger Weise aufgebaut
sein. Das Betätigungselement 3 ist mit der Steuereinrichtung 2 verbunden, so daß diese
jederzeit den Betätigungszustand des Betätigungselements 3 überwachen und abfragen
kann. Weiterhin ist die Steuereinrichtung 2 mit dem Sender/Empfänger 4 verbunden und
erkennt nicht nur von diesem empfangene Signale, sondern steuert diesen auch zur Aussendung
von Codesignalen.
[0019] In Fig. 1 sind weiterhin schematisch einige Komponenten eines Kraftfahrzeugs 5 dargestellt,
bei dem die erfindungsgemäße Zugangskontrolleinrichtung eingesetzt wird. Das Kraftfahrzeug
5 enthält eine Sende- und Empfangseinrichtung 6, die über eine beispielsweise am Außenspiegel
angebrachte Antenne 7 Codesignale senden und empfangen kann. Das Kraftfahrzeug weist
ein von einem Benutzer betätigbares, extern zugängliches Betätigungsmittel beispielsweise
in Form eines Türgriffs 8 oder entsprechender, an einer Tür oder einer sonstigen Fahrzeugkomponente
angeordneter Bedientasten auf, bei deren Betätigung die Sende- und Empfangseinrichtung
zur Aussendung eines Fragecodesignals zum Transponder 1 veranlaßt wird. Ferner ist
ein Steuergerät, z.B. ein Türsteuergerät 9 vorhanden, das das Entriegeln und Verriegeln
der Kraftfahrzeugtüren steuert und über eine Datenkommunikationsleitung, z.B. einen
Bus 10 mit der Sende- und Empfangseinrichtung 6 verbunden ist. Die Sende- und Empfangseinrichtung
6 und das Türsteuergerät 9 können gegebenenfalls auch funktionell als eine Einheit
zusammengefaßt sein.
[0020] In den Fig. 2 und 3 ist der Betrieb des Transponders 1 und der Sende- und Empfangseinrichtung
6 näher dargestellt. Gemäß Fig. 2 überprüft der Transponder 1 bei einem Schritt S1
kontinuierlich oder in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen, ob über den Sender/Empfänger
4 ein Fragecodesignal von der Sende- und Empfangseinrichtung 6 empfangen wird. Wenn
das der Fall ist, wird dies durch die Steuereinrichtung 2 erfaßt, die daraufhin den
Sender/Empfänger 4 zum Aussenden eines in ihr gespeicherten oder durch sie generierten,
definierten Codesignals steuert (Schritt S2). Zusätzlich wird eine bestimmte Information,
beispielsweise die Kennung "0" gesendet. Alternativ kann die Steuereinrichtung 2 beim
Schritt S2 den Sender/Empfänger 4 zum Aussenden eines speziellen, für den Fall eines
vorhergehenden Fragecodesignalempfangs vorgesehenen Codesignals, beispielsweise des
Codesignals a, steuern.
[0021] Wenn beim Schritt S1 kein Fragecodesignalempfang ermittelt wird, schreitet der Ablauf
zu einem Schritt S3 weiter, bei dem überprüft wird, ob das Betätigungselement 3 betätigt
wird, was durch die Steuereinrichtung 2 erfaßt wird. Wenn dies der Fall ist, steuert
die Steuereinrichtung 2 den Sender/Empfänger 4 zum Aussenden des Codesignals, nun
aber mit einer anderen Information, beispielsweise der Kennung "1" (Schritt S4). Alternativ
kann die Steuereinrichtung 2 den Sender/Empfänger 4 auch zur Aussendung eines anderen,
sich vom Codesignal a unterscheidenden Codesignals b steuern. Wenn beim Schritt S3
ermittelt wird, daß das Betätigungselement 3 nicht betätigt ist, kehrt der Ablauf
wieder zum Beginn der in Fig. 2 gezeigten Schrittfolge zurück. Dies ist auch im Anschluß
an die Schritte S2 und S4 der Fall. Die Schritte S1 und S3 werden somit zyklisch durchlaufen.
[0022] Fig. 3 zeigt den Betriebsablauf in der stationären Sende- und Empfangseinrichtung
6. Bei einem Schritt S5 wird überprüft, ob das am Kraftfahrzeug vorhandene, vom Kraftfahrzeugbenutzer
betätigbare Betätigungsmittel, beispielsweise der Türgriff 8, betätigt wird. Wenn
dies der Fall ist, veranlaßt die Sende- und Empfangseinrichtung 6 bei dem Schritt
S6 die Aussendung eines definierten Fragecodesignals zum Transponder 1, und wartet
dann für ein bestimmtes Zeitintervall bei einem Schritt S7 auf den Empfang eines vom
Transponder 1 als Antwort zurückgesendeten Codesignals. Wenn während der vorgegebenen
Zeitdauer kein Antwortsignal empfangen wird, kehrt der Betriebsablauf wieder zum Beginn
der in Fig. 3 gezeigten Schrittfolge zurück. Wenn jedoch beim Schritt S7 ein Codesignal
ermittelt wird, wird dieses bei einem Schritt S8 mit einem in der Sende- und Empfangseinrichtung
6 gespeicherten oder generierten Sollcodesignal verglichen. Weiterhin wird beim Schritt
S8 überprüft, ob das empfangene Codesignal mit einer zusätzlichen Information, nämlich
der Kennung "0", versehen ist. Wenn beide Überprüfungsergebnisse positiv ausfallen,
wird dem Türsteuergerät 9 bei einem Schritt S9 das Entriegeln der Kraftfahrzeugtüre
oder -türen befohlen. Andernfalls kehrt der Betriebsablauf ohne Kraftfahrzeugentriegelung
wieder zum Beginn der in Fig. 3 dargestellten Schrittfolge zurück.
[0023] Die Sende- und Empfangseinrichtung kann auch so programmiert sein, daß sie dann,
wenn sie ein- oder mehrfach falsche Antwortcodesignale erhalten hat, die Kommunikation
für eine bestimmte Zeitdauer von beispielsweise 3 bis 10 Minuten abbricht, das heißt
in dieser Zeit nicht mehr auf Antwortcodesignale reagiert und auch keine Fragecodesignale
generiert. Alternativ oder zusätzlich kann die Sende- und Empfangseinrichtung auch
so ausgelegt sein, daß ein Öffnungsvorgang nach ein- oder mehrfachem Empfang von falschen
Antwortcodesignalen nur noch mit einem speziellen Schlüssel (oder Code) einer authorisierten
Stelle durchgeführt werden kann.
[0024] Wenn die in Fig. 2 gezeigte Alternative der Aussendung des Codesignals a beim Schritt
S2 realisiert ist, wird beim Schritt S8 als Sollcodesignal das Codesignal a bereitgestellt,
und bei Übereinstimmung mit dem empfangenen Codesignal zum Schritt S9 (Entriegelung)
übergegangen. In diesem Fall ist beim Schritt S8 keine Kennungsüberprüfung durchzuführen.
[0025] Wenn sich beim Schritt S5 ergibt, daß das Auslösemittel 8 nicht betätigt worden ist,
wird zu einem Schritt S10 übergegangen, bei dem überprüft wird, ob ein Codesignal
über die Antenne 7 empfangen wird. Wenn dies nicht der Fall ist, kehrt der Ablauf
zum Beginn der in Fig. 3 gezeigten Schrittfolge zurück, so daß die Abfragen gemäß
den Schritten S5 und S10 wiederholt durchlaufen werden, bis eine dieser Abfragen zum
Ergebnis "ja" führt. Wenn dies beim Schritt S10 der Fall ist, wird beim Schritt S11
das empfangene Codesignal mit dem Sollcodesignal verglichen und weiterhin überprüft,
ob die mit dem empfangenen Codesignal übertragene Information der Kennung "1" entspricht.
Ist dies der Fall, wird zum Schritt S9 übergegangen und die Kraftfahrzeugtüre oder
-türen entriegelt. Alternativ kann beim Schritt S11 als Sollcodesignal das Codesignal
b gebildet werden und überprüft werden, ob das empfangene Codesignal mit diesem Sollcodesignal
übereinstimmt. In diesem Fall ist keine Kennungsüberprüfung erforderlich. Als weitere
Alternative kann die zusätzlich mit dem Codesignal vom Transponder übertragene Information
auch in der Anzahl der Wiederholung der Codesignale, deren Frequenz, Amplitudenverlauf
oder in einem anderen Parameter bestehen, wobei dann dieser Parameter bei den Schritten
S8 und S11 überprüft wird.
1. Fernsteuerbare Zugangskontrolleinrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug mit
einer stationären Sende- und Empfangseinrichtung (6), die bei Betätigen eines Auslösemittels
(8) ein Fragecodesignal aussendet, ein von einem tragbaren Transponder (1) erzeugtes
Codesignal empfängt und bei Übereinstimmung des Codesignals mit einem internen Sollcodesignal
ein Entriegelungssignal an eine Entriegelungseinheit (9) abgibt,
wobei der Transponder (1) ein manuell betätigbares Betätigungselement (3) aufweist,
bei dessen Betätigung der Transponder (1) ein Codesignal aussendet,
dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder (1) derart ausgelegt ist, daß er mit dem
Codesignal eine Information aussendet, die angibt, ob das Codesignal als Reaktion
auf ein empfangenes Fragecodesignal oder als Reaktion auf eine Betätigung des Betätigungselements
(3) hin erzeugt wird, und
daß die Sende- und Empfangseinrichtung (6) diese Information bei der Entscheidung
über die Erzeugung des Entriegelungssignals berücksichtigt.
2. Zugangskontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Information
einen Teil des Codesignals bildet.
3. Zugangskontrolleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Information eine dem Codesignal hinzugefügte Kennung ist.
4. Zugangskontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Information
in einer entsprechenden Anzahl von Wiederholungen des Aussendens des Codesignals besteht.
5. Zugangskontrolleinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Transponder (1) als Reaktion auf den Empfang eines Fragecodesignals ein anderes
Codesignal als bei Betätigung des Betätigungselements (3) sendet.
6. Zugangskontrolleinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-
und Empfangseinrichtung (6) zwei unterschiedliche Sollcodesignale speichert oder generiert,
von denen das eine nach Aussenden eines Fragecodesignals für den Vergleich mit einem
vom Transponder (1) gesendeten Codesignal eingesetzt wird, und das andere Sollcodesignal
für einen Vergleich mit einem ohne vorheriges Aussenden des Fragecodesignals empfangenen
Codesignal herangezogen wird.
7. Zugangskontrolleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sende- und Empfangeinrichtung eine Zeitgeberfunktion aufweist und nur solche
Antwortcodesignale auswertet, die innerhalb eines durch die Zeitgeberfunktion vorgegebenen
Zeitintervalls nach Aussenden eines Fragecodesignals empfangen worden sind.
8. Zugangskontrolleinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sende- und Empfangeinrichtung nach Empfang eines richtigen Antwortcodesignales
erneut ein Fragecodesignal aussendet und ein als Reaktion hierauf vom Transponder
erhaltenes Antwortcodesignal überprüft, wobei dieser Vorgang gegebenenfalls mehrfach
wiederholbar ist.
9. Zugangskontrolleinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich das oder
die Fragecodesignale und/oder das oder die Antwortcodesignale, die bei der Wiederholung
des Frage- und Antwortcodesignalsendezyklus gesendet werden, von dem bei dem ersten
Zyklus gesendeten Fragecodesignal und/oder Antwortcodesignal unterscheiden.
10. Tragbarer Transponder (1), insbesondere Kraftfahrzeug-Schlüssel, zur Verwendung in
einer Zugangskontrolleinrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem
Sender/Empfänger (4) und einem manuell betätigbaren Betätigungselement (3), dadurch
gekennzeichnet, daß der Transponder (1) derart ausgelegt ist, daß er bei Empfang eines
Fragecodesignals ein Codesignal, gegebenenfalls mit einer zusätzlichen Information,
sendet, das bzw. die sich von dem nach Betätigen des Betätigungselements (3) gesendeten
Codesignal und/oder der diesem hinzugefügten Information unterscheidet.