[0001] Die Erfindung betrifft eine Bremsverzögerungsvorrichtung für Türen o. dgl., bestehend
aus einem Stößel, der entgegen einer Bremskraft in ein Gehäuse eindrückbar ist.
[0002] Bremsverzögerungs- oder Dämpfungsvorrichtungen dieser Art werden beispielsweise zum
Abbremsen von Türen und insbesondere von Möbeltüren kurz vor ihrer Schließstellung
verwendet, um die Schlagwirkung abzubremsen und ein möglichst sanftes Schließen zu
gewährleisten. Bremsverzögerungsvorrichtungen werden insbesondere dann verwendet,
wenn die Türen und Möbeltüren mit Schließvorrichtungen versehen sind, die diese in
ihre Schließstellung drücken und in dieser halten. Bremsverzögerungsvorrichtungen
der eingangs angegebenen Art können aber auch für andere Teile, insbesondere Möbelteile,
beispielsweise Schubladen oder Klappen, verwendet werden, um zu verhindern, daß diese
mit Wucht und störendem Geräusch in ihre Endstellung gelangen oder schlagen.
[0003] Aus DE 197 17 937 A1 ist ein Brems- und Dämpfungselement für bewegliche Möbelteile
der eingangs angegebenen Art bekannt, bei dem das Gehäuse aus einer zylinderartigen
Hülse und der Stößel aus einem in dieser verschieblichen und in radialer Richtung
spreizbaren Kolben besteht, wobei durch Eindrücken des Kolbens in den Zylinderhohlraum
die in diesem enthaltene Luft komprimiert wird, wobei der Kolben derart ausgebildet
ist, daß die komprimierte Luft eine radiale Spreitzung des Kolbens und damit dessen
Reibung an der Innenwand der Hülse bewirkt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute und einfach zu handhabende
Bremsverzögerungsvorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Stößel in Führungen des
Gehäuses verschieblich ist und einen aus einer Zahnstange bestehenden Abschnitt aufweist,
der mit dem Ritzel eines in dem Gehäuse gehalterten Rotationsdämpfers kämmt.
[0006] Rotationsdämpfer dieser Art sind bekannt und im Handel erhältlich. Sie bestehen üblicherweise
aus einer in einem geschlossenen zylindrischen Gehäuse gelagerten Welle, die in dem
Gehäuse eine radial abstehende Platte oder flügelartige Platten trägt, die berührungsfrei
gehäusefeste Platten oder Vorsprünge überstreicht, wobei in dem abgedichteten Gehäuse
eine hochviskose Flüssigkeit, beispielsweise Silikonöl, eingefüllt ist. Auf einen
aus dem Gehäuse herausgeführten Wellenzapfen ist das Ritzel aufgesetzt. Nach einer
bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Stößel in Ausschubrichtung durch
eine Feder beaufschlagt ist. Dabei kann die Feder so schwach ausgebildet sein, daß
sie die Zuhaltekraft einer Schließvorrichtung einer Tür nicht überwindet.
[0007] Zweckmäßigerweise wirkt das Bremsmoment des Rotationsdämpfer nur in Einschubrichtung.
Auch derartige Rotationsdämpfer sind bekannt. Bei diesen ist das Ritzel mit der die
Flügel tragenden Welle beispielsweise durch einen in Ausschubrichtung wirkenden Freilauf
verbunden. Im geschlossenen Zustand der Tür übt der Rotationsdämpfer keine Wirkung
aus, weil sich das Bremsmoment nur bei einer Relativbewegung der Bestandteile einstellt.
[0008] Der Stößel kann in Bohrungen oder Durchbrüchen von einander gegenüberliegenden Gehäusewänden
geführt sein. Zweckmäßigerweise besteht die Feder aus einer Druckfeder, die einen
Abschnitt des Stößels einfaßt und zwischen der rückwärtigen Gehäusewand und dem Zahnstangenabschnitt
eingespannt ist.
[0009] Nach einer anderen Ausführungsform wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Stößel
die Kolbenstange eines in einem Zylinder verschieblich geführten Kolbens ist, daß
der Zylinder mit einer Flüssigkeit, z.B. Öl, gefüllt und der Kolben mit einem Durchgangsventil
versehen ist, das einem Auszug des Kolbens nur einen geringen und dem Einschub des
Kolbens einen großen Widerstand entgegensetzt, daß zwischen dem Kolben und dem Grund
des Zylinders eine Druckfeder eingespannt und auf die Kolbenstange ein Kopf aufgesetzt
ist.
[0010] Das Ventil kann beispielsweise aus einem Klappenventil oder einem ringförmigen Ventilkörper
bestehen, die beim Auszug des Kolbens einen großen Bohrungsquerschnitt oder einen
großen Querschnitt eines Durchbruchs des Kolbens freigeben und die beim Eindrücken
des Kolbens in ihre Schließstellung gelangen, in der nur ein kleiner Durchgang für
die Flüssigkeit freigegeben ist, der die Flüssigkeit zur Erzeugung der Bremswirkung
drosselt.
[0011] Zweckmäßigerweise besteht der Kopf aus einem Polster aus elastomerem Material, so
daß die Tür geräuscharm auf die Kolbenstange stößt und das Polster einen Puffer bildet,
der aufgrund seiner weichen Nachgiebigkeit die Tür nicht beschädigt.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Zylinder in eine
Sacklochbohrung, z.B. an der Stirnseite einer Deckwand eines Schrankes, eingesetzt
ist und sich auf dem Kopf einer Schraube abstützt, die in ein Gewinde einer am Grund
der Sacklochbohrung befindlichen Buchse eingeschraubt ist. Durch Herein- oder Herausschrauben
läßt sich somit die Bremsverzögerungsvorrichtung auf die Schließstellung der Tür einstellen.
[0013] Zweckmäßigerweise ist die Bohrung in eine mit einem Flansch versehene Buchse eingesetzt.
Diese Buchse kleidet den äußeren Randbereich der Bohrung aus und übergreift mit ihrem
Flansch den Bohrungsrand. Im eingedrückten Zustand des Stößels liegt dann der auf
die Kolbenstange aufgesetzte Kopf in dieser Buchse.
[0014] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Bremsvorrichtung für Türen,
Fenster oder bewegliche Möbelteile, z.B. Schubladen, bestehend aus einem Stößel, der
entgegen einer Brems- bzw. Dämpfungskraft in ein Gehäuse oder einen Zylinder eindrückbar
ist zu schaffen, die in besonders wirksamer Weise montiert ist, ohne störend in Erscheinung
zu treten.
[0015] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Gehäuse oder der Zylinder
an der Stirnseite eines Rahmens, z.B. einer Leiste, einer Deckwand oder einer Seitenwand
eines Schrankes, befestigt ist, die der mit einem aufgesetzten Kopf versehene Stößel
überragt.
[0016] Die erfindungsgemäße Bremsverzögerungsvorrichtung läßt sich in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung in einer weitgehend verdeckten und nicht störend in Erscheinung tretenden
Weise an einer Stelle eines Rahmens, der der Schließrahmen für eine Tür, ein Fenster,
eine Schublade o. dgl. ist, befestigen.
[0017] Vorzugsweise weisen der Stößel und das Gehäuse oder der Zylinder ein oder mehrere
Merkmale der vorbeschriebenen Art auf.
[0018] Bei schwenkbaren Möbelteilen, beispielsweise Türen oder Klappen, kann die Bremsvorrichtung
mit einem solchen Abstand von der Gelenkseite montiert werden, daß sie eine gute Bremswirkung
gewährleistet und daß die Bremskraft der Bremsvorrichtung in optimaler Weise dem Schließmoment
des schwenkbaren Möbelteils angepaßt ist.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf den Boden und/oder die Deckwand eines Schranks, dessen Tür im
Schließbereich durch eine Bremsverzögerungsvorrichtung abgebremst wird,
- Fig. 2
- die Bremsverzögerungsvorrichtung nach Fig. 1 mit abgehobener Deckplatte,
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Draufsicht auf das Gehäuse der Bremsverzögerungsvorrichtung
bei zur besseren Übersichtlichkeit entferntem Stößel,
- Fig. 4
- eine Ansicht des Gehäuses in Richtung des Pfeils A in Fig. 3,
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine Deckwand eines Schranks im Bereich einer einen Zylinder einer
Bremsverzögerungsvorrichtung aufnehmenden Sacklochbohrung im ausgefahrenen Zustand
des Bremskolbens,
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung im eingedrückten Zustand des Bremskolbens,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Zylinders mit auf die Kolbenstange des Bremskolbens aufgesetzten
Kopf aus elastomerem Material,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf den Boden und/oder die Deckwand eines Schranks, dessen Tür oder
Klappe in einem optimierten Abstand von der Gelenkseite durch eine Bremsverzögerungsvorrichtung
abgebremst wird,
- Fig. 9
- eine Seitenansicht einer Bremsvorrichtung, die aus einem Zylinder mit einem vorderen
Flansch und einer aufschraubbaren Mutter besteht, und
- Fig. 10
- die an dem oberen Rand einer Schubladenöffnung montierte Bremsvorrichtung nach Fig.
9.
[0020] Aus Fig. 1 ist eine Ansicht der Öffnungsseite des Bodens oder der Deckwand 1 eines
Schranks 2 ersichtlich, der durch eine Tür 3 verschließbar ist, die durch übliche
Scharniergelenke 4 beispielsweise Doppellenkerscharniere mit einen Schließdruck erzeugenden
Schließvorrichtungen an eine Seitenwand 5 des Schranks 2 angelenkt ist. Um ein unerwünschtes
Schlagen der Tür 3 in ihre Schließstellung zu verhindern, sind an dem Boden oder der
Deckplatte 1 Bremsverzögerungsvorrichtungen 6 befestigt, deren Stößel 7 die Öffnungsebene
des Schrankes 2 in der dargestellten Weise in der Offenstellung der Tür überragen,
so daß dieser eine zufallende Tür in ihrem Schließbereich dadurch abbremst, daß die
Tür den Stößel 7 unter Aufzehrung ihrer Rotationsenergie einwärts drückt, bis die
Tür unter Dämpfungswirkung in ihre Schließstellung gelangt.
[0021] In den Fig. 1 und 2 ist in vollen Linien die Stellung der Tür und des Stößels 7 dargestellt,
die diese relativ zueinander annehmen, wenn die Tür 3 im Schließbereich auf das Stößel
7 trifft. Die geschlossene Stellung der Tür mit eingedrücktem Stößel 7 ist in Fig.
3 in strich-punktierten Linien dargestellt.
[0022] Die Dämpfungsvorrichtung 6 besteht aus einem rechteckigen wannenförmigen Gehäuse
8, dessen offene Oberseite durch eine Deckplatte 9 verschließbar ist, die beispielsweise
reibschlüssig eingedrückt werden kann. Das Gehäuse 8 weist in der Ebene der Bodenplatte
10 seitliche flügelartige Fortsätze 11 auf, die mit Langlöchern 12 versehen sind,
die Befestigungsbohrungen für Befestigungsschrauben 13 bilden. Aufgrund der Langlöcher
12 läßt sich die Bremsverzögerungsvorrichtung 6 in axialer Richtung des Stößels in
der erforderlichen Weise ausrichten.
[0023] Die vordere Wand 14 des Gehäuses 8 ist mit einem rechteckigen Durchbruch 15 für den
ebenfalls im Querschnitt rechteckigen Stößel 7 versehen, während die hintere Gehäusewand
16 eine runde Bohrung 17 zum Durchtritt eines stiftförmigen Teils 18 des Stößels 7
aufweist. Der im Querschnitt rechteckige Teil des Stößels 7 ist innerhalb des Gehäuses
6 als Zahnstangenabschnitt 19 ausgebildet. Der Zahnstangenabschnitt 19 ist an seinem
hinteren Ende mit einer Gewindebohrung versehen, in die der Stift 18 eingeschraubt
ist. Der Stift 18 durchsetzt eine Druckfeder 20, die zwischen der hinteren Stirnseite
des Zahnstangenabschnitts 19 und dem Rand der Bohrung 17 eingespannt ist. Der Stift
18 ist an seinem die Bohrung 17 durchsetzenden Ende mit einem Kopf 21 versehen, der
in der ausgeschobenen Stellung des Stößels 7 einen Anschlag auf der hinteren Gehäusewand
16 bildet.
[0024] Auf das vordere Ende des Stößels 7 ist eine Kappe 22 aus Gummi oder anderem dämpfenden
Material aufgesetzt.
[0025] An einer Gehäuseseitenwandung 23 ist das zylindrische Gehäuse 24 eines Rotationsdämpfers
25 befestigt, auf dessen das Gehäuse überragenden Wellenzapfen ein Ritzel 26 aufgekeilt
ist. Mit dem Ritzel 26 kämmt in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise der Zahnstangenabschnitt
des Stößels 7. Der Rotationsdämpfer 25 ist in der Weise ausgelegt, daß das Ritzel
nur in Einschubrichtung des Stößels 7 auf diesen eine Bremskraft ausübt, während sich
das Stößel 7 beispielsweise durch Einbau eines Freilaufs in den Rotationsdämpfer nahezu
kraftlos durch die Druckfeder 20 wieder ausschieben läßt. Die Druckfeder 20 kann daher
sehr schwach ausgelegt werden, so daß sich deren Kraft im geschlossenen Zustand der
Türe 3 durch den Schließmechanismus der Scharniergelenke überwinden läßt.
[0026] Anhand der Fig. 5 bis 7 wird nun eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Bremsverzögerungsvorrichtung beschrieben. Diese besteht aus einem Zylinder 30, in
dem ein nicht dargestellter Kolben verschieblich geführt ist. Der Kolben ist mit einer
Kolbenstange 31 verbunden, die eine mit einer Dichtung versehene Bohrung eines nicht
dargestellten Deckels des Zylinders durchsetzt. Der Zylinder 30 ist mit einer Flüssigkeit,
beispielsweise einem Öl geeigneter Viskosität, gefüllt, die bei einer Bewegung des
Kolbens in dem Zylinder 30 von der hinteren Zylinderkammer in die vordere eintritt
und umgekehrt. Der Kolben ist mit einer oder mehreren Bohrungen oder mit einem durch
Stege überbrückten ringförmigen Durchbruch versehen, die von einer Ventilklappe oder
einem Ventilkörper verschließbar sind, und zwar in der Weise, daß in Ausschubrichtung
des Kolbens die Bohrungen oder Durchbrüche freigegeben werden, während sich beim Eindrücken
des Kolbens die Klappen oder der Ventilsitz in ihre Verschlußstellungen bewegen, in
der diese nur einen Drosselquerschnitt einer solchen Größe freigeben, daß sich die
Kolbenstange nur mit einem vorgegebenen Widerstand in den Zylinder eindrücken läßt.
[0027] Der Kolben ist von einer Druckfeder beaufschlagt, die zwischen dem Kolben und dem
Grund des Zylinders eingespannt ist. Diese Druckfeder schiebt den Kolben in die aus
den Fig. 5 und 7 ersichtliche ausgefahrene Stellung.
[0028] Auf den Kolben 31 ist eine Kappe 32 aus elastomerem Material aufgesetzt, die ein
sanftes beschädigungsfreies Anstoßen der Tür 33 auf die Kolbenstange 31 gewährleistet.
[0029] Die Tür 33 ist durch übliche Lenkerscharniere 34 an einer Seitenwand 35 beispielsweise
des Schranks angelenkt. Die Deckwand 36 des Schranks ist mit einer Sacklochbohrung
37 versehen, in deren Grund sich eine Gewindebuchse 38 beispielsweise aus Messing
befindet. In das Gewinde der Gewindebuchse 38 ist eine Schraube 39 eingeschraubt,
auf deren Kopf 40 sich der Zylinder 30 der Bremsverzögerungsvorrichtung abstützt.
In die Sacklochbohrung 37 ist weiterhin eine Buchse 41 eingesetzt, die mit einem umlaufenden
Ringflansch 42 versehen ist, der sich in der dargestellten Weise auf dem Bohrungsrand
abstützt. In dem eingedrückten Zustand der Kolbenstange 31 befindet sich die auf die
Kolbenstange 31 aufgesetzte Kappe oder der Kopf 32 im Bereich der Buchse 41.
[0030] Die Kraft der den Kolben ausschiebenden Druckfeder ist geringer als die die Tür 33
zuhaltende Kraft, so daß die Druckfeder über den Kolben und die Kolbenstange 31 die
Tür nicht aufzudrücken vermag.
[0031] Aus Fig. 8 ist die Montage einer Bremsvorrichtung 50 an der Stirnseite einer Deck-
oder Bodenwand eines Schrankkorpus 51 ersichtlich, und zwar in einem optimierten Abstand
A von der Gelenkseite der Tür oder Klappe 52. Je nach dem Abstand A der Bremsvorrichtung
50 von dem Gelenk 53 der Tür oder Klappe kommt die Bremsvorrichtung im Schließbereich
bei einem unterschiedlichen Öffnungswinkel zur Wirkung, wobei die Tür oder Klappe
entsprechend der durch den Abstand A vorgegebenen Hebellänge mit unterschiedlicher
Kraft auf die Bremsvorrichtung einwirkt. Der Abstand A ist je nach der Dicke bzw.
dem Gewicht der Tür oder Klappe zu wählen. Zweckmäßigerweise entspricht der Abstand
A mindestens etwa der Hälfte der Breite der Tür, gemessen ausgehend von der Gelenkseite.
[0032] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 besitzt die Bremsvorrichtung 50 einen Zylinder
51, der mit einem vorderen Flansch 52 zur Anlage an einen Bohrungsrand versehen ist.
Der Zylinder 51 ist mit einem Gewinde 53 versehen, auf das eine Mutter 54 aufschraubbar
ist.
[0033] Der Zylinder weist an seinem vorderen Ende eine Vertiefung oder Ausnehmung 55 auf,
in die der Kopf 56 aus elastisch nachgiebigem Material in der gestrichelt dargestellten
Weise eintauchen kann.
[0034] Aus Fig. 10 ist ein weiteres Montagebeispiel der Bremsvorrichtung 50 ersichtlich.
Eine Schubladenöffnung ist unterhalb ihres oberen Randes mit einer an dem Schubladenkorpus
befestigten Leiste 57 versehen, die eine Durchgangsbohrung in der dargestellten Weise
aufweist. In der Durchgangsbohrung ist eine Bremsvorrichtung der aus Fig. 9 ersichtlichen
Art dadurch befestigt, daß sich der Flansch 52 auf dem vorderen Randbereich der Durchgangsbohrung
abstützt. Die Bremsvorrichtung 51 ist in der Durchgangsbohrung durch die auf den Zylinder
51 aufgeschraubte Mutter 54 gesichert.
1. Bremsverzögerungsvorrichtung für Türen (3) o. dgl., bestehend aus einem Stößel (7),
der entgegen einer Bremskraft in ein Gehäuse (8) eindrückbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (7, 18, 19) in Führungen (15, 17) des Gehäuses (8) verschieblich ist
und einen aus einer Zahnstange (19) bestehenden Abschnitt aufweist, der mit dem Ritzel
(26) eines in dem Gehäuse (8) gehalterten Rotationsdämpfers (25) kämmt.
2. Bremsverzögerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel
(7) in Ausschubrichtung durch eine Feder (20) beaufschlagt ist.
3. Bremsverzögerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Bremsmoment des Rotationsdämpfers (25) nur in Einschubrichtung wirkt.
4. Bremsverzögerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel (7) in Bohrungen (17) oder Durchbrüchen (15) von einander gegenüberliegenden
Gehäusewänden (14, 16) geführt ist.
5. Bremsverzögerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder aus einer Druckfeder (20) besteht, die einen Abschnitt (18) des Stößels
(7) einfaßt und zwischen der rückwärtigen Gehäusewand (16) und dem Zahnstangenabschnitt
(19) eingespannt ist.
6. Bremsverzögerungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stößel die Kolbenstange (31) eines in einem Zylinder (30) verschieblich geführten
Kolbens ist, daß der Zylinder (30) mit einer Flüssigkeit, z.B. Öl, gefüllt und der
Kolben mit einem Durchgangsventil versehen ist, das einem Auszug des Kolbens nur einen
geringen und dem Einschub des Kolbens einen großen Widerstand entgegensetzt, daß zwischen
dem Kolben und dem Grund des Zylinders (30) eine Druckfeder eingespannt und auf die
Kolbenstange (31) ein Kopf (32) aufgesetzt ist.
7. Bremsverzögerungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf
(32) aus einem Polster aus elastomerem Material besteht.
8. Bremsverzögerungsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zylinder in eine Sacklochbohrung, z.B. an der Stirnseite einer Deckwand eines Schranks,
eingesetzt ist die sich auf dem Kopf einer Schraube abstützt, die in ein Gewinde einer
am Grund der Sacklochbohrung befindlichen Buchse eingeschraubt ist.
9. Bremsverzögerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Bohrung (37) eine mit einem Flansch (42) versehene Buchse (41) eingesetzt
ist.
10. Bremsvorrichtung für Türen, Fenster oder bewegliche Möbelteile, z.B. Schubladen, bestehend
aus einem Stößel, der entgegen einer Brems- bzw. Dämpfungskraft in ein Gehäuse oder
einen Zylinder eindrückbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse oder der Zylinder (51) an der Stirnseite eines Rahmens, z.B. einer
Leiste (57), einer Deckwand oder einer Seitenwand eines Schrankes (51) befestigt ist,
die im ausgefahrenen Zustand der mit einem aufgesetzten Kopf (56) versehene Stößel
überragt.
11. Bremsverzögerungsvorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Merkmal oder
mehrere Merkmale der Ansprüche 6 bis 9.