[0001] Die Erfindung betrifft eine Signal- bzw. Orientierungsleuchte gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Signal- bzw. Orientierungsleuchten sind im Stand der Technik bekannt. Sie
dienen beispielsweise der Orientierung einer Person in einem schlecht oder nicht beleuchteten
oder ihr unbekannten Terrain. Problematisch ist die Stromversorgung für eine Vielzahl
von Signal- bzw. Orientierungsleuchten, da damit eine entsprechend hohe Leistungsaufnahme
verbunden ist, die besondere Maßnahmen bezüglich Kabelführung, Kabelisolierung und
Baugröße der Leuchte verlangt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Signal- bzw. Orientierungsleuchte zu schaffen,
die eine geringe Leistungsaufnahme bei optimalen Leuchteigenschaften bietet.
[0004] Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, daß innerhalb eines Leuchtengehäuses
mindestens eine LED angeordnet ist, daß wenigstens ein Linsenelement im Strahlengang
der LED angeordnet ist, daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte eine Art Lichtpunkt
als Orientierungshilfe im Raum bereitstellt, und daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte
mit einem Steuerungssytem verbunden und von diesem ansteuerbar ist.
[0005] Durch den Einsatz wenigstens einer LED wird einerseits erreicht, daß die Leistungsaufnahme
der Signal- und/oder Orientierungsleuchte minimiert ist. Dieser Vorteil ergibt sich
aus den physikalischen Eigenschaften einer LED (Light Emitting Diode oder Leuchtdiode),
die elektrische Leistung sehr effizient, bei geringer Wärmeentwicklung, in Licht umwandelt.
Typischerweise beträgt die Leistungsaufnahme einer LED etwa 0,1 Watt. Andererseits
wird berücksichtigt, daß Signal- bzw. Orientierungsleuchten grundsätzlich nur relativ
geringe Lichtstärken verlangen, da derartige Leuchten nicht der flächigen Ausleuchtung
oder Beleuchtung dienen, sondern lediglich nach Art von Lichtpunkten in einem Gebäude
oder in einem Gebäudebereich angeordnet sind.
[0006] Durch die nur sehr geringe elektrische Leistungsaufnahme beim Betreiben der erfindungsgemäßen
Leuchte können längere und einfacher aufgebaute Kabelverbindungen eingesetzt werden
als im Stand der Technik. Insbesondere bei der erfindungsgemäßen Anordnung einer Signal-
bzw. Orientierungsleuchte in einem System solcher Leuchten bietet die Ansteuerbarkeit
der Leuchte eine komfortable Möglichkeit, einen räumlichen Gesamteindruck in einem
Gebäude oder Außenbereich zu modifizieren. Diese Modifizierung kann beispielsweise
darin bestehen, daß in einer Gefahrensituation ein Blinken der einzelnen Leuchten
erfolgt, wobei das Blinken der einzelnen Leuchten auch nach Art einer Richtungsanzeige
zeitversetzt ablaufen kann.
[0007] Das Linsenelement ermöglicht beispielsweise ein Aufspreizen des von der LED ausgesandten
Lichtkegels, so daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte unter verschiedenen Beobachtungswinkeln
von einem Betrachter gut wahrgenommen werden kann und ihre Signal- bzw. Orientierungsfunktion
erfüllt. Dies berücksichtigt, daß herkömmliche LED's einen sehr geringen Abstrahlwinkel
aufweisen. Das Linsenelement vergrößert in diesem Fall den Lichtkegel der LED.
[0008] Andererseits kann durch besondere Eigenschaften des Linsenelementes, insbesondere
im Randbereich des Lichtkegels, ein weicherer Übergang erzielt werden, der die bei
einer bloßen LED vorhandene scharfe Abblendung deutlich aufweicht. Hierzu kann das
Linsenelement nach Art eines Diffusors ausgebildet sein.
[0009] Das Linsenelement kann auch eine lichtdurchlässige Sicherheitsglasscheibe sein, die
gegebenenfalls auf ihrer der LED zugesandten Seite zumindest teilweise mattiert ist.
[0010] Im einfachsten Fall kann das Linsenelement ein optisch wirksames Lichtleitelement,
z.B. auch ein Reflektorelement sein. Der Begriff Linsenelement im Sinne der Erfindung
bedeutet dabei nicht zwingend, daß seine Seitenflächen spährisch gewölbt sind. Es
kann sich auch um planparallele Seitenflächen handeln.
[0011] Vorteilhafterweise ist das Linsenelement zumindest teilweise transluzent. Somit kann
das Linsenelement zwischen der LED und einer Lichtaustrittsöffnung der Leuchte bzw.
in der Lichtaustrittsöffnung der Leuchte angeordnet werden.
[0012] Die erfindungsgemäße Leuchte hat jedoch darüber hinaus noch weitere Vorteile. Aufgrund
der hohen Lebensdauer einer LED in einer Größenordnung von ca. 100000 Stunden ist
die Einbauleuchte wartungsfrei. Ein im Stand der Technik notwendiger Wechsel des Leuchtmittels
erübrigt sich. Neben finanziellen Vorteilen durch die Energieeinsparung aufgrund geringerer
Leistung ergibt sich somit ein zusätzlicher finanzieller Vorteil hinsichtlich reduzierter
Betriebskosten durch den Wegfall von Austauschteilen.
[0013] Insbesondere im Außenbereich von Gebäuden, wo eine besondere Abdichtung der Leuchte
beispielsweise an das Mauerwerk vorgesehen sein muß, bieten sich verbesserte Möglichkeiten
der Befestigung. Außerdem kann die gesamte Leuchte als hermetisch abgeschlossene,
beispielsweise vergossene Baueinheit ausgebildet sein, wodurch zusätzliche Vorteile
bei der Herstellung resultieren.
[0014] Ein entscheidender Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer Leuchte ist
die Möglichkeit, wesentlich kleinere Bauformen der Leuchte vorzusehen. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Lichtquellen, wie beispielsweise TCD-, CO29- oder QT9-Lampen, die
mit einer entsprechenden Energieaufnahme von ca. 10 bis 18 Watt arbeiten, fällt bei
der erfindungsgemäßen Leuchte eine wesentlich geringere Wärmeentwicklung an, so daß
auf einen großen Kühlraum in der Leuchte verzichtet und die Leuchte kompakt ausgebildet
werden kann. Selbst bei einer Anordnung von mehreren LED's in einer erfindungsgemäßen
Leuchte, liegt die Gesamt-Leistungsaufnahme wenigstens eine Größenordnung unterhalb
der im Stand der Technik bekannten Leistungsaufnahmen.
[0015] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß es sich um eine Leuchte handelt, deren Leuchtmittel
mit Niederspannung betrieben werden kann. Dies reduziert den Verkabelungsaufwand weiter,
da die Verlegung von Niederspannungskabeln einfacher ist, geringere Sicherheitskriterien
zu erfüllen sind und auch die notwendigen Netzgeräte preiswerter sind.
[0016] Es sei darauf hingewiesen, daß es sich bei der erfindungsgemäßen Leuchte um einen
Lichtpunkt handeln soll, der lediglich als eine Art Fixpunkt in einem Gebäudebereich
oder Außenbereich für eine räumliche Orientierung einer Person dient. Die erfindungsgemäße
Leuchte dient nicht der flächigen Beleuchtung.
[0017] Es kann dabei vorteilhaft sein, wenn die LED dimmbar ausgebildet ist. Auf diese Weise
kann die Lichtstärke der Signal- bzw. Orientierungsleuchte an die entsprechenden Verhältnisse
angepaßt werden.
[0018] Im einfachsten Fall kann man sich vorstellen, daß beispielsweise eine rote und eine
grüne LED in einer einzigen erfindungsgemäßen Orientierungsleuchte angeordnet sind
und als Linsenelement ein besonders ausgestalteter Körper vorgesehen ist, der das
von den LED's ausgesandte Licht derart lenkt, daß ein Betrachter, aus einer Richtung
kommend, jeweils nur eine Farbe erkennt, obwohl beide LED's ständig in Betrieb sind.
Die Lichtlenkung kann dabei durch besondere Ausgestaltung der Grenzflächen, bzw. durch
unterschiedliche Anordnung der beiden LED's in der Leuchte erreicht werden.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei der LED
um eine Mehrfarb-LED. Eine derartige Mehrfarb-LED könnte durch elektronische Ansteuerung
ihre Farbe ändern und verschiedene Funktionen signalisieren.
[0020] Es ist auch vorstellbar, daß zwei oder mehr Mehrfarb-LED's in einer Leuchte angeordnet
sind. Durch Schalten einer Farbkombination rot/grün auf grün/rot wird beispielsweise
die Umkehrung einer anzuzeigenden Richtungsangabe möglich.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest zwei LED's mit unterschiedlichen Lichtfunktionen
in einer Leuchte unabhängig voneinander ansteuerbar sind. Einer Orientierungsleuchte
kann beispielsweise durch Ausschalten der für das Orientierungslicht verantwortlichen
LED sowie durch Zuschalten einer andersfarbigen, unter Umständen blinkenden, zweiten
LED auf diese Weise die Funktion eines Warnlichtes zukommen.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind wenigstens zwei LED's mit
unterschiedlichen Lichtfunktionen in zumindest teilweise voneinander räumlich getrennten
Kammern des Leuchtengehäuses angeordnet. Dies hat zunächst den Vorteil, daß die Lichtfunktionen
auch räumlich getrennt sind und damit eine gegenseitige Beeinflussung der Lichtfunktionen
ausgeschlossen wird. Andererseits kann eine Verstärkung der Lichtfunktion der einzelnen
LED's durch besondere körperliche Elemente, wie Trennwände oder Reflektorelemente,
verstärkt werden.
[0023] Bei dieser Ausführungsform kann es weiterhin vorteilhaft sein, das Linsenelement
mit Bereichen unterschiedlicher Mattierung auszubilden. Die Bereiche sind also entsprechend
an die LED's mit unterschiedlichen Lichtfunktionen angepaßt. So kann es vorteilhaft
sein, einen mattierten Bereich des Linsenelementes der LED erster Art zur Signallichterzeugung
zuzuordnen, und einen anderen Bereich des Linsenelementes ohne Mattierung den LED's
zweiter Art zuzuordnen. Hierdurch können die gewünschten Lichtfunktionen der LED's
verstärkt werden.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Innenraum des Leuchtengehäuses
wenigstens zwei voneinander durch ein lichtundurchlässiges Abblendelement zumindest
teilweise getrennte Kammern auf. In der ersten Kammer ist wenigstens eine LED einer
ersten Art angeordnet und in der zweiten Kammer ist eine Mehrzahl von LED's einer
zweiten Art angeordnet.
[0025] Die LED der ersten Art kann dabei als farbige Signalleuchte ausgebildet sein, wohingegen
die LED's zweiter Art beispielsweise weiß ausgebildet sind und einen vergrößerten
Lichtkegel auf eine Wand- oder Bodenfläche werfen können.
[0026] Zusätzlich kann für die LED's der zweiten Art ein Reflektorelement vorgesehen sein,
welches vorteilhafterweise mit einer bedampften Oberfläche versehen ist, die glänzend
bis matt ausgebildet sein kann. Das Reflektorelement kann beispielsweise kugelschalen-
bzw. ellipsoidförmig ausgebildet sein.
[0027] Die Anordnung eines derartigen gewölbten Reflektorelementes trägt in vorteilhafter
Weise zur Aufspreizung des Lichtkegels der LED bei. Vorteilhafterweise ist das lichtdurchlässige
Linsenelement auf seiner der LED zugewandten Seite geringfügig reflektierend ausgebildet,
so daß ein Lichtanteil des von der LED ausgesandten Lichtes nach Reflektion am Linsenelement
auf das Reflektorelement fällt, von diesem zurückreflektiert wird und durch eine Lichtaustrittsöffnung
der Leuchte austritt. Dadurch wird der Lichtkegel aufgeweitet und seine Konturen verschwimmen.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zusätzlich zu
dem Linsenelement im Strahlengang der LED ein Diffusor angeordnet. Der Diffusor kann
von dem Linsenelement beabstandet sein. Diese Anordnung ist vorteilhaft bei einer
erfindungsgemäßen Leuchte mit wenigstens einer LED und schafft eine besonders hohe
Brillanz des aus der erfindungsgemäßen Leuchte austretenden Lichtes. Insbesondere
wenn das Sicherheitsglas innen, auf der dem Diffusor zugewandten Seite mattiert ist,
ist durch Mehrfachreflektion eine Aufweitung des Lichtkegels der LED und eine Aufweichung
der Konturen möglich.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die LED als zweibeinige, mit
einem herkömmlichen Kunststoffkopf ausgestattete LED ausgebildet. Hierbei besteht
der Vorteil, daß die eigentliche Lichtquelle nahezu punktförmig ist und durch Verwendung
und Anordnung entsprechender optischer Elemente, wie beispielsweise dem Linsenelement,
eine Beeinflussung des von der LED ausgesandten Lichtes besonders einfach ist. Die
gewünschten lichttechnischen Effekte können dabei mit relativ geringem Aufwand erreicht
werden.
[0030] In besonders vorteilhafter Weise wird als LED eine SMD-(surface mounted device)-LED
verwendet. Eine derartige LED wird unmittelbar auf einer Platine befestigt. Ein großer
Vorteil der Verwendung einer SMD-LED ist eine nunmehr geringe Bautiefe der Leuchte.
SMD-LED's haben in der Regel Bauhöhen von ca. 1-2 mm. Außerdem besteht die Möglichkeit,
eine automatische, effiziente Bestückung der Platine vorzunehmen.
[0031] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen. Darin zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Leuchte nach Art einer Einbauleuchte in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 2 die Leuchte gemäß Fig. 1 in teilgeschnittener Ansicht,
Fig. 3 eine Leuchte in einer Darstellung gemäß Fig. 2 mit zwei LED's,
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leuchte in einer Darstellung
gemäß Fig. 1,
Fig. 5 die Leuchte gemäß Fig. 4 in einer teilgeschnittenen Schrägansicht,
Fig. 6 die Leuchte gemäß Fig. 5 in einer teilgeschnittenen Ansicht,
Fig. 7 den Innenteil der Leuchte gemäß Fig. 5 in perspektivischer Ansicht und
die Fig. 8 bis Fig. 20 Anwendungsbeispiele für die zu einem Personenleitsystem oder
Orientierungssystem zusammengefaßte Anordnung mehrerer erfindungsgemäßer Leuchten
in einem Gebäude, bzw. in einem Außenbereich eines Gebäudes.
[0032] Die in den Fig. in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Leuchte ist eine Signal- oder
Orientierungsleuchte. Sie weist eine kompakte Bauform auf und kann als Einbauleuchte,
wie in den Fig. dargestellt, aber auch als Aufbauleuchte ausgebildet sein.
[0033] Gemäß Fig. 1 umfaßt die Leuchte ein im wesentlichen kreiszylindrisches Gehäuse 11
sowie einen flanschartigen Kragen 12. Das Gehäuse 11 ist einseitig verschlossen und
weist auf der gegenüberliegenden (bezüglich Fig. 1 linken) Seite eine Lichtaustrittsöffnung
13 auf. Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 6 ist etwa mittig an der Außenfläche
14 des Gehäuses 11 eine ringförmige Gummidichtung 15 angeordnet. Zur Aufnahme der
Gummidichtung 15 ist beim Ausführungsbeispiel eine umlaufende Außenumfangsnut 16 vorgesehen.
[0034] Die in den Fig. dargestellte Einbauleuchte 10 wird mit ihrem Gehäuse 11 in eine entsprechende
Öffnung im Mauerwerk, also in einer Gebäudewand oder im Boden, eingesetzt. Der flanschartige
Kragen 12 liegt im eingebauten Zustand der Leuchte 10 im wesentlichen bündig an der
Gebäude- oder Gebäudeteilfläche an.
[0035] Fig. 2 zeigt das Innenleben einer erfindungsgemäßen Leuchte 10 mit einer LED 17.
Die LED 17 ist fest an einer Platine 18 angeordnet, insbesondere mit ihren beiden
Beinchen 19 auf der Platine festgelötet. In den Fig. ist als LED eine herkömmliche
LED dargestellt. In entsprechender Weise wird bei Verwendung einer SMD-LED eine analoge
Anordnung getroffen. Die SMD-LED ist unmittelbar auf der Platine 18 befestigt. Die
Bautiefe der Leuchte 10, also die axiale Länge des Gehäuses 11 der Leuchte 10, kann
bei Verwendung einer SMD-LED noch weiter verringert werden. Dies ermöglicht noch kompaktere
Bauformen der Leuchte 10.
[0036] Die Platine 18 umfaßt gegebenenfalls besondere Leiterbahnen oder einen nicht dargestellten
Chip sowie Anschlußmöglichkeiten für nicht dargestellte Leitungen zur Spannungsversorgung
sowie zur Steuerung der LED 17. Die nicht dargestellten Anschlußleitungen werden bezüglich
Fig. 2 durch das rechte Ende des Gehäuses 11 aus der Leuchte 10 hinausgeführt und
verlaufen durch das Mauerwerk.
[0037] Im Strahlengang der LED 17, also zwischen Lichtaustrittsöffnung 13 der Leuchte 10
und der LED 17, ist gemäß Fig. 2 ein Linsenelement 20 angeordnet. Beim Ausführungsbeispiel
handelt es sich hierbei um eine kreisrunde Scheibe aus Sicherheitsglas, die auf ihrer
der LED 17 zugewandten Seite 21 mattiert ist.
[0038] Zwischen LED 17 und Linsenelement 20 ist von der mattierten Seite 21 des Linsenelementes
20 beabstandet ein Diffusor 22 angeordnet. Der Diffusor 22 kann beispielsweise aus
Acrylglas bestehen.
[0039] Die Kombination von Diffusor 22 und Linsenelement 20 hat den im folgenden beschriebenen
Einfluß auf das von der LED 17 ausgesandte Licht:
[0040] Das von der LED 17 unter einem sehr kleinen Raumwinkel abgestrahlte Licht wird durch
den Diffusor 22 gestreut. Anschließend fällt das Licht auf die mattierte Seite 21
des Linsenelementes 20. Ein Teil des gesamten Lichtstromes kann nun durch die Lichtaustrittsöffnung
13 aus der Leuchte 10 heraustreten. Der restliche Lichtanteil des Lichtstromes wird
von der mattierten Seite 21 des Linsenelementes 20 zurück zum Diffusor 22 reflektiert.
Dadurch kommt es zu Mehrfachreflektionen.
[0041] Insgesamt wird durch die Anordnung erreicht, daß der für eine LED 17 typische scharfe
Lichtkegel gleichmäßig aufgeweitet wird, wobei insbesondere die scharfrandigen Konturen
des Lichtkegels aufweichen. Dabei wird der Lichtkegel auf dem Linsenelement abgebildet
und erzeugt das für eine Orientierungs- oder Signalleuchte notwendige Licht.
[0042] Die Einbauleuchte 10 ist in sich hermetisch abgeschlossen. Auf der der Lichtaustrittsöffnung
13 abgewandten Seite 23 des Gehäuses 11 kann ein Deckelelement 24 vorgesehen sein.
Dieses ist vorzugsweise mit dem Gehäuse 11 vergossen.
[0043] Durch den Einsatz der LED 17 kann die gesamte Leuchte 10 sehr klein ausgebildet sein.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 und 3 beträgt der Innendurchmesser I des Gehäuses
11 beispielsweise ca. 16 mm und der Außendurchmesser A des Kragens 12 ca. 37 mm. Auf
diese Weise werden besonders handliche und preiswerte Orientierungs- oder Signalleuchten
möglich.
[0044] Die hermetisch dichte Ausbildung einer erfindungsgemäßen Leuchte 10 hat den Vorteil,
daß die Leuchte keinerlei lösbare Teile umfassen muß, die einen Austausch des Leuchtmittels
ermöglichen. Auf diese Weise können bisher notwendige besondere Schraub- oder Klemmverbindungen,
die für einen Wechsel des Leuchtmittels ein Lösen eines Deckelelementes von der Leuchte
10 ermöglichen, wegfallen. Aufgrund der hohen Lebensdauer einer LED, entspricht die
Lebensdauer der LED 17 der Lebensdauer der Leuchte 10. Im Falle des Versagens einer
LED 17 kann die gesamte Leuchte 10 ausgetauscht werden. Dafür können besondere Befestigungselemente,
beispielsweise federzungenartige Laschen 25 vorgesehen sein.
[0045] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leuchte 10,
die zwei LED's 17 umfaßt. Bei einer derartigen Anordnung können die beiden LED's 17
unterschiedliche Farben, beispielsweise rot und grün aufweisen. Vorteilhafterweise
sind die beiden LED's 17 separat voneinander, über ein nicht dargestelltes Steuerungssystem,
ansteuerbar. Es kann vorgesehen sein, beispielsweise die grüne LED in einer ersten
Situation in Betrieb zu halten, wohingegen die zweite, rote LED ausgeschaltet ist.
Ändert sich die Situation, beispielsweise von einer Normalsituation in eine Gafahrsituation,
kann von dem zentralen Steuerungssystem die grüne LED aus und zugleich die rote LED
angesteuert werden. Die Personen, die sich in oder an dem Gebäude befinden, in dessen
Gebäudeteilflächen mehrere der erfindungsgemäßen Leuchten 10 angeordnet sind, können
sich nun auf einfache Weise durch die unterschiedlichen Signallichter orientieren.
[0046] Ein Einsatz ist beispielsweise auch denkbar, um Personen durch ein Gebäudeteil zu
leiten.
[0047] Die Fig. 4 bis 7 zeigen ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Leuchte
10. Hier ist vorgesehen, innerhalb eines Gehäuses 11 zwei unterschiedliche Arten von
LED's 26, 27 vorzusehen, die in zwei kammerartig, zumindest teilweise voneinander
getrennten Teilräumen 28, 29 angeordnet sind. In dem Teilraum 28 ist beim Ausführungsbeispiel
gemäß den Fig. 5 und 6 eine farbige LED 26 angeordnet. In dem zweiten Teilraum 29
sind beim Ausführungsbeispiel fünf linear aneinandergereihte weiße LED's 27 angeordnet.
Die Trennung der beiden kammerartigen Teilräume 28 und 29 voneinander wird durch ein
Abblendelement 30 erreicht, das nach Art einer Trennscheibe ausgebildet ist. Unterhalb
der Abblendung 30 sind die fünf weißen LED's 27 in besonderen, dafür vorgesehenen
Ausnehmungen 31 angeordnet.
[0048] Weiterhin ist bezüglich Fig. 6 unterhalb der LED's 27 ein Reflektorelement 32 angeordnet.
Dieses kann kugelschalenförmig oder ellipsoidförmig ausgebildet sein. Beim Ausführungsbeispiel
sind Reflektorelement 32 und Abblendung 30 einstückig stoffschlüssig miteinander verbunden
und bilden auf diese Weise ein einziges Bauteil.
[0049] In der Lichtaustrittsöffnung 13 der Leuchte 10 ist als Linsenelement 20 ein Sicherheitsglas
angeordnet. Dieses ist im Bereich des Teilraumes 28 auf seiner der LED 26 zugewandten
Seite 21 mattiert. Auf diese Weise ist der Lichtverlauf des von der LED 26 ausgesandten
Lichtes vergleichbar mit der Ausführungsform gemäß Fig. 2 und 3.
[0050] Das Linsenelement 20 kann in seinem bezüglich Fig. 6 oberen Bereich als prismatisches
Glas ausgebildet sein.
[0051] Im bezüglich Fig. 6 unteren Bereich der Innenseite 21 des Linsenelementes 20 ist
die Fläche 21 nicht mattiert. Dies hat zur Folge, daß ein großer Anteil des von der
LED 27 ausgesandten Lichtes durch das Linsenelement 20 hindurch austritt. Auch hier
wird jedoch ein Anteil des Lichtes reflektiert und fällt auf das Reflektorelement
32. Die gewölbte Innenfläche 33 des Reflektorelementes 32 wie auch die dem Teilraum
29 zugewandte Fläche 34 der Abblendung 30 weisen eine aufgedampfte Oberfläche auf,
die glänzend bis matt ausgebildet sein kann.
[0052] Der Innendurchmesser D des Gehäuses 11 beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel ca.
29 mm. Die axiale Länge L des Gehäuses 11 beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel ca.
40 mm. Der Außendurchmesser A des flanschartigen Kragens 12 beträgt ca. 50 mm.
[0053] Fig. 7 zeigt in perspektivischer Ansicht die im Innenraum des Leuchtengehäuses 11
angeordneten Teile in Alleinstellung. Hier wird deutlich, daß auch der Teilraum 28
ein Reflektorelement 35 umfaßt, welches beim Ausführungsbeispiel halbzylindrisch ausgebildet
ist. Das Reflektorelement 35 und die Abblendung 30 sind auf ihren zum Teilraum 28
weisenden Flächen 36 und 37 mit einer weißen Farbschicht versehen.
[0054] Im folgenden werden mehrere Anwendungsbeispiele der erfindungsgemäßen Signal- bzw.
Orientierungsleuchten beschrieben, die zu einem Leitsystem 45 für Personen oder einem
Orientierungssystem zusammengefaßt sind.
[0055] Fig. 8 zeigt erfindungsgemäße Leuchten 10, die im Bereich der Leibungen einer Wand
38 angeordnet sind.
[0056] Fig. 9 zeigt eine Doppelreihe von erfindungsgemäßen Leuchten 10, die im Bereich des
Bodens 39 entlang von Wänden 38 angeordnet sind.
[0057] Ein Ensemble von erfindungsgemäßen Leuchten 10 kann in besonders vorteilhafter Weise
auch der Signalisierung von besonderen Gebäudeteilen oder Vorrichtungen dienen. In
Fig. 10 ist eine Reihe erfindungsgemäßer Leuchten 10 vor zwei Fahrstühlen 40 dargestellt.
Gemäß Fig. 11 bietet es sich auch an, erfindungsgemäße Leuchten 10 im Randbereich
von Stufen 41 einer Treppe 42 anzuordnen. Fig. 12 zeigt im Bereich des Abschlusses
einer Treppe 42 ebenfalls eine Reihe von erfindungsgemäßen Leuchten 10.
[0058] Eine Anordnung von erfindungsgemäßen Leuchten 10 ist auch von Vorteil, um beispielsweise
in einer Glaswand 43 eine auf den ersten Blick vielleicht nicht erkennbare Tür 44
zu signalisieren.
[0059] Fig. 14 zeigt eine Reihenanordnung erfindungsgemäßer Leuchten 10, um den Beginn einer
Treppe 42 zu signalisieren und die Fig. 15 bis 20 zeigen weitere Anwendungsbeispiele
für aus erfindungsgemäßen Leuchten 10 bestehende Lichtleit- oder Orientierungssysteme
45, die eine Leitung einer Person durch ein Gebäude oder einen Gebäudeteil ermöglichen.
Die linienförmige Anordnung mehrerer Leuchten 10 kann dabei einen rein leitenden Charakter
aufweisen, um einer Person die Richtungswahl bei der Bewegung durch das Gebäude zu
erleichtern. Derartige Richtungsleitsysteme sind beispielsweise in den Fig. 16 und
19 dargestellt.
[0060] Andererseits können Doppelanordnungen von mehreren Leuchten 10 prinzipiell auch eine
zu begehende Fläche räumlich begrenzen, um der Person die Wegwahl zu erleichtern.
Derartige Raumbegrenzungen sind beispielsweise in den Fig. 15, 18 und 20 dargestellt.
[0061] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die einzelnen Lichtdioden separat voneinander
ansteuerbar sind. Auf diese Weise können räumliche Effekte erzeugt werden, die bei
Gefahr oder allgemein bei einer gewünschten Lenkung von Personen zusätzliche Informationen
vermitteln können.
[0062] Die dargestellten Anordnungen von erfindungsgemäßen Leuchten können ebenfalls im
Sinne einer Notbeleuchtung, einer Nachtbeleuchtung oder beispielsweise als Brandschutzlichter
in verrauchten Räumen eingesetzt werden.
1. Signal- bzw. Orientierungsleuchte zur Anbringung in oder an einer Gebäudefläche (39)
oder einer Gebäudeteilfläche (38, 41, 42), wobei die Signal- bzw. Orientierungsleuchte
zur Bildung eines Personenleitsystems mit anderen Signal- oder Orientierungsleuchten
(10) zusammengefaßt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb eines Leuchtengehäuses (11) mindestens eine LED (17, 26, 27) angeordnet
ist,
daß wenigstens ein Linsenelement (20) im Strahlengang der LED (17, 26, 27) angeordnet
ist,
daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte eine Art Lichtpunkt als Orientierungshilfe
im Raum bereitstellt,
und daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte mit einem Steuerungssytem verbunden
und von diesem ansteuerbar ist.
2. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Linsenelement (20) das von der LED (17, 26, 27) ausgesandte Licht aufspreizt.
3. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Linsenelement (20) nach Art eines Diffusors (22) ausgebildet ist.
4. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Linsenelement (20) eine lichtdurchlässige Sicherheitsglasscheibe ist, die
auf ihrer Innenseite mattiert ist.
5. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Linsenelement (20) ein Reflektorelement (32, 35) ist.
6. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenflächen des Linsenelementes (20) spärisch gewölbt sind.
7. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenflächen des Linsenelementes (20) planparallel sind.
8. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte eine hermetisch abgeschlossene,
beispielsweise vergossene, Baueinheit bildet.
9. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß durch Ansteuerung ein Blinken der Signal- bzw. Orientierungsleuchte,
beispielsweise nach Art einer Richtungsanzeige, erfolgt.
10. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Signal- bzw. Orientierungsleuchte dimmbar ausgebildet ist.
11. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß innerhalb des Leuchtengehäuses (11) wenigstens zwei LED (17, 26,
27) angeordnet sind, die unterschiedliche Lichtfunktionen erfüllen.
12. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine
rote und eine grüne LED (17, 26, 27) innerhalb des Leuchtengehäuses (11) angeordnet
sind.
13. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die LED (17, 26, 27) eine Mehrfarb-LED ist.
14. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
oder mehr Mehrfarb-LED's in dem Leuchtengehäuse (11) angeordnet sind.
15. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei LED's mit unterschiedlichen
Lichtfunktionen vorgesehen und unabhängig voneinander ansteuerbar sind.
16. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei LED's mit unterschiedlichen
Lichtfunktionen vorgesehen und in räumlich voneinander getrennten Kammern (28, 29)
des Leuchtengehäuses (11) angeordnet sind.
17. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Linsenelement (20) mit Bereichen unterschiedlicher Mattierung
ausgebildet ist.
18. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bereiche unterschiedlicher Mattierung an LED's mit unterschiedlichen Lichtfunktionen
angepaßt sind.
19. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Leuchtengehäuses (11)
wenigstens zwei voneinander durch ein lichtundurchlässiges Abblendelement (30) zumindest
teilweise getrennte Kammern (28, 29) aufweist.
20. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem Linsenelement (20) im Strahlengang der LED (17,
26, 27) ein Diffusor (22) angeordnet ist.
21. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß der
Diffusor (22) von dem Linsenelement (20) beabstandet ist.
22. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die LED (17, 26, 27) eine herkömmliche zweibeinige LED (17, 26,
27) mit Kunststoffkopf ist.
23. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die LED eine SMD (surface mounted device)-LED ist.
24. Signal- bzw. Orientierungsleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder einem der
Ansprüche 6 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu dem Linsenelement (20)
ein Reflektorelement (32, 35) vorgesehen ist.