[0001] Die Erfindung betrifft eine Munitionszuführungsvorrichtung für eine Kanone.
[0002] Mit der schweizerischen Patentanmeldung Nr.
01 587/95-6 ist eine Munitionszuführung bekannt geworden, die eine in einem Gehäuse eines Magazins
umlaufende Förderkette aufweist. An der Förderkette sind Becher vorgesehen, in welchen
Patronen während des Transportes zu einer Trommel einer Revolverkanone gehalten werden.
An einerder Trommel zugewandten Umlenkstelle der Förderkette sind auf einer gemeinsamen
drehbaren Achse sitzende sternförmige Umlenkräder und sternförmige Übergaberäder angeordnet,
wobei die Umlenkräder mit der Förderkette im Eingriff sind. Ein im Bereich der Umlenkräder
vorgesehenes erstes Förderglied übernimmt von der Förderkette bzw. den Übergaberädern
Patronen, wobei die Patronen entlang einer kreisbogenförmigen Führungsfläche von den
Übergaberädern weg auf ein zweites Förderglied transportiert werden. Das erste Förderglied
besteht aus zwei auf einer gemeinsamen drehbaren Achse angeordneten dreizackigen Sternen,
deren Lücken der Querschnittsform der Patronen angepasst sind. Das zweite Förderglied
ist ebenfalls drehbar angeordnet und weist eine Führungsfläche für die Aufnahme jeweils
einer Patrone auf. An der Trommel ist ein koaxial zu dieser verlaufender Ladestern
befestigt, welchem das zweite Förderglied die Patronen übergibt. Eine oberhalb einer
auf dem zweiten Förderglied befindlichen Patrone angeordnete Abtasteinrichtung, beispielsweise
in Form einer Lichtschranke, kontrolliert die Position der ersten Patrone. Bei Vorhandensein
einer Patrone wird eine Durchladevorrichtung aktiviert und die Patronen in die Trommel
eingeschoben.
Mit der vorstehend beschriebenen Munitionszuführung können keine schnelleren Schussfolgen
erreicht werden. Ausserdem ist der Energieaufwand für die Förderung der Patronen relativ
hoch.
[0003] Aus der
US-4,573,395 ist eine Munitionszuführvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt. Diese weist
eine eigentliche Zufuhrvorrichtung und ein angrenzendes Puffermagazin bzw. eine Pufferzone
auf. In der Zufuhrvorrichtung befindet sich eine Hauptförderkette; diese dient zum
Transport der Patronen vor und nach ihrem aufenthalt in der Pufferzone. In der Pufferzone
werden die Patronen mittels einer weiteren Förderkette transportiert. Nach Rückkehr
in die eigentliche Zufuhrvorrichtung bzw. auf die Förderkette gelangen die Patronen
auf die zweite Förderkette, die Axialrichtung der Patronen gegenüber der Hauptförderkette
versetzt ist, so dass zum Transfer der Patronen von der Hauptförderkette zur zweiten
Förderkette eine nicht dargestellte und weiter nicht beschriebene Axial-Transportvorrichtung
erforderlich ist. Die zweite Förderkette bringt die Patronen schliesslich zur Kanone.
Das Puffermagazin bzw. die Pufferzone besteht aus einem Gehäuse, in welchem die Patronen
mittels der Förderkette zick-zack-artig durch mehrere aufeinanderfolgende etwa vertikal
angeordnete Bereiche gefördert werden. Der Weg im Puffermagazin ist insgesamt stets
gleich lang. Die beiden ersten und die beiden letzten vertikalen Bereiche lassen sich
aber vergrössern bzw. verkleinern, indem ihre oberen Wandungsbereiche teleskopartig
über ihre unteren Wandungen und zurück verschiebbar sind. Die oberen Wandungen einerseits
der ersten Bereiche und anderseits der zweiten Bereiche sind an den Enden eines Hebels
gelagert. Die Pufferwirkung kommt zustande, weil bei Schiessbeginn eine starke Beschleunigungswirkung
auf die Förderkette wirkt, welche zur Folge hat, dass sich die beiden letzten Bereiche
des Puffermagazins verkleinern. Diese Munitionzuführungsvorrichtung ist verhältnismässig
kompliziert im Aufbau und störungsanfällig im Betrieb.
[0004] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Munitionszuführungsvorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen,
die vorstehend erwähnte Nachteile nicht aufweist.
[0005] Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs
1.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Munitionszuführungsvorrichtung
sind durch die abhängigen Ansprüche
2 bis
11 definiert.
[0007] Erfindungsgemäss bildet bei der neuen Munitionszuführungsvorrichtung die Förderkette
einen bestandteil der Axial-Transportvorrichtung, und ihr Antrieb erfolgt über eine
Puffer welle, die Pufferstellung und die Axial-Transportvorrichtung sind somit integral
ausgebildet.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind insbesondere in der trotz einfachem
Aufbau ertreicbaren Pufferfähigkeit der Axial-Transportvorrichtung zu sehen, wodurch
eine schnellere Schussfolge ermöglicht wird und Antriebsenergie gespart werden kann.
Die vorgeschlagene Axial-Transportvorrichtung ermöglicht vor allem die Lagerung der
Kanone im Schwerpunkt, womit das dynamische Verhalten und der Energiebedarf der Elevationsbewegung
der Kanone verbessert werden. Weitere Vorteile sind im modularen Aufbau der erfindungsgemässen
Munitionszuführung zu sehen, so dass Herstellungs- und Unterhaltskosten gesenkt werden
können.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele im Zusammenhang
mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Munitionszuführungseinrichtung,
im weiteren kurz als Munitionszuführung bezeichnet,
- Fig. 2
- eine Draufsicht einer Axial-Transportvorrichtung der Munitionsvorrichtung gemäss Fig. 1 in vereinfachter Darstellung,
- Fig. 3
- Axialführungen der Axial-Transportvorrichtung in grösserem Massstab,
- Fig. 4
- einen Teil einer Förderkette der Axial-Transportvorrichtung,
- Fig. 5
- ein Mittnahmerohr der Förderkette gemäss Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Pufferwelle der Axial-Transportvorrichtung,
- Fig. 7
- einen Querschnitt der Pufferwelle entlang der Linie VII-VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Längsschnitt der Pufferwelle in einer zweiten Ausführung,
- Fig. 9
- eine erste schematische Darstellung der Wirkungsweise der Pufferwelle gemäss den Fig. 6 und 8,
- Fig. 10
- eine zweite schematische Darstellung der Wirkungsweise der Pufferwelle gemäss den
Fig. 6 und 8, und
[0010] Fig. 11 ein Weg/Zeit-Diagramm der Förderkette der Axial-Transportvorrichtung. In der
Fig.1 ist mit
1 ein Magazin bezeichnet, das eine aus becherartigen Haltegliedern für Patronen
2 gebildete Förderkette
3 aufweist, die über Kettenumlenkräder
4 geführt wird und welcher über eine Ladeöffnung
5 Patronen
2 zugeführt werden können. Das Magazin
1 steht mit einem Förderer
6 in Verbindung, der ebenfalls eine über Kettenumlenkräder
7, 8 geführte, aus becherartigen Haltegliedern für die Patronen
2 gebildete Förderkette
9 aufweist. Die Förderkette
9 hat durch Spiel zwischen den Haltegliedern die Fähigkeit einige Patronen zu speichern,
so dass besondere Betriebszustände oder Störungen aufgefangen werden können. Mittels
eines Übergaberades
10 werden die Patronen
2 vom Magazin
1 in den Förderer
6 überführt, wobei die Förderketten
3 und
9 des Magazins
1 bzw. des Förderers
6 von einem Motor
11 angetrieben werden. Die Förderketten
3 und
9 werden in nicht dargestellten Führungsnuten von Gehäusen
12 und
13 des Magazins
1 bzw. des Förderers
6 geführt. Der Förderer
6 ist über eine flexible Zone
14 für den Elevationsausgleich und über eine Förderer-Umlenkstation
15 mit der Wiege
16 einer Revolverkanone verbunden.
[0011] Die Förderer-Umlenkstation
15 besteht aus einem Gehäuse
17, einem vorderen Übergaberad
18, dem Kettenumlenkrad
8 und einer nicht dargestellten Becher- und Patronenführung. In der Förderer-Umlenkstation
15 werden die Patronen
2 dem vorderen Übergaberad
18 übergeben und die leere Förderkette
9 umgelenkt zum Magazin
1 zurückgeführt. Das vordere Übergaberad
18 übergibt die Patronen
2 einer nachstehend anhand der
Fig. 2 näher beschriebenen Axial-Transportvorrichtung
19. Die Förderer-Umlenkstation
15 ist über ein Getriebe mit der Axial-Transportvorrichtung
19 verbunden, wobei das Getriebe aus Zahnrädern gebildet wird, die auf den Wellen des
Kettenumlenkrades
8 und des Übergaberades
18 sowie einer Pufferwelle
35 (
Fig.6 bis
8) der Axial-Transportvorrichtung
19 angeordnet sind.
[0012] Die Axial-Transportvorrichung
19 ist über ein weiteres Getriebe mit einer Übergabestation
20 verbunden, die aus einem Gehäuse
21, einem hinteren Übergaberad
22, einem Umlenkrad
23, einem weiteren Übergaberad
24, einer Ausgleichsführung für den Waffenrücklauf und einer Patronenführung besteht.
Das weitere Getriebe wird aus Zahnrädern gebildet, die auf Wellen der Übergaberäder
22, 24 und dem Umlenkrad
23 sowie auf der Pufferwelle
35 der Axial-Transportvorrichtung
19 angeordnet sind. Die Übergabestation
20 übernimmt mit dem hinteren Übergaberad
22 von der Axial-Fördervorrichtung
19 die Patronen
2 und führt sie über das Umlenkrad
23 und dem weiteren Übergaberad
24 einer Revolvertrommel
25 der Revolverkanone zu. Die Revolvertrommel
25 weist beispielsweise vier Patronenlager auf, wobei das unterste sich jeweils in der
Schussachse
26 befindet. Wie nicht weiter dargestellt gleicht die Ausgleichsführung den Waffenrücklauf
aus und führt die Patronen
2 in der Patronenführung. Das obere Ende der Ausgleichsführung ist drehbar am Gehäuse
21, das den Waffenrücklauf mitmacht, gelagert, während das untere Ende der Ausgleichsführung
an der Axial-Transportvorrichtung
19 befestigt ist.
[0013] Gemäss den
Fig. 2 bis
8 besteht die Axial-Transportvorrichtung
19 aus einem Gehäuse
30, das aus zwei Platten
31.1 und
31.2, einer Verschalung
32 und einer Führungsplatte
33 zusammengesetzt ist, einer Förderkette
34, einer Pufferwelle
35, Kettenumlenkrädern
36, 36' und zwei Kettenumlenkrädern
37, wobei die Kettenumlenkräder
36, 36' über die Pufferwelle
35 miteinander verbunden sind, die Kettenumlenkräder
37 jedoch unabhängig voneinander an den Platten
31.1 bzw.
31.2 gelagert sind. An den Platten
31.1, 31.2 sind Führungsnuten
38 (
Fig. 3) für die Förderkette 34 vorgesehen. Die Verschalung
32 verhindert das Herausfallen der Patronen
2 und weist an der Innenseite zwei Axialführungen
39, 40 (
Fig. 2, 3) auf, die schiefwinklig zur Förderrichtung der Förderkette
34 verlaufen und mittels welchen die Patronen
2 beim Transport senkrecht zur Bewegungsrichtung der Förderkette
34 in ihrer Längsrichtung verschoben werden. Ausgehend vom Eintritt der Patronen
2 am vorderen Übergaberad
18 der Förder-Umlenkstation
15 kreuzen die Axialführungen
39, 40 zuerst den unteren Trum und dann den oberen Trum der Förderkette
34 um am Austritt der Patronen
2 am hinteren Übergaberad
22 der Übergabestation
20 zu enden. Die eine Axialführung 39 führt bei Bewegung der Förderkette
34 in Richtung Revolvertrommel
25 die Patronen
2 am Hülsenmund
2.1, während die andere Axialführung
40 die Position der Patronen
2 kontrolliert und diese bei Bewegung der Förderkette
34 in Richtung Förderer
6 am Hülsenboden
2.2 führt (
Fig. 3). Die Führungsplatte
33 ist an den Platten
31.1, 31.2 befestigt. Sie distanziert damit die beiden Platten
31.1, 31.2 und führt bzw. trennt die Patronen
2 in den beiden Trums der Förderkette
34 voneinander.
[0014] Die Förderkette
34 besteht nach den
Fig. 4, 5, 9 und
10 aus zwei Rollenketten
50, 50' zwischen denen Mitnahmerohre
51 angeordnet sind. An den Enden der Mitnahmerohre
51 sind Endstücke
52 vorgesehen, die Aufnahmebohrungen
53 aufweisen. In die Aufnahmebohrungen
53 greifen Mitnehmerzapfen
54 der Rollenketten
50, 50' mit Spiel ein, wobei das Spiel so bemessen ist, dass eine Schrägstellung der Mitnahmerohre
51 von +/- 2° möglich ist.
[0015] Gemäss
Fig. 6 und
7 besteht die Pufferwelle aus zwei Teilen, die über eine Klauenkupplung
60 miteinander verbunden sind. An dem einen Kupplungsteil
60.1 sind Bolzen
61 vorgesehen, die in kreisbogenförmige Schlitze
62 des anderen Kupplungsteils
60.2 eingreifen. Die Bogenlänge der Schlitze
62 ist derart bemessen, dass die Kupplungteile
60.1, 60.2 um eine Patronenteilung Pt bzw. dem Abstand der Mitnahmerohre
51 der Förderkette
34 voneinander verdreht werden können. An den Enden der Pufferwelle
35 sind Zahnräder
63, 63' und die Kettenumlenkräder
36, 36' befestigt.
[0016] Es ist auch möglich die Klauenkupplung anstatt mit festen, durch die Schlitze
62 gegebenen Anschlägen wie in den
Fig. 6 und
7 mit federnden Anschlägen auszuführen.
[0017] Weiterhin ist es möglich die Pufferwelle
35 als Torsionswelle auszubilden, wobei die Verdrehung bis zum maximalen Moment +/-
einer halben Patronenteilung
Pt/2 entspricht.
[0018] Die Pufferwelle
35 gemäss
Fig. 8 weist eine Torsionswelle
65 und ein zu dieser koaxial verlaufendes Anschlagsrohr
66 auf. An den Enden der Torsionswelle
65 sind die Zahnräder
63, 63'und die Kettenumlenkräder
36, 36' befestigt. Das Anschlagsrohr
66 weist an einem Ende zwei Ausschnitte
67 auf, in welche an dem einen Kettenumlenkrad
36 angebrachte Anschläge
68 eingreifen. Das andere Ende des Anschlagrohres
66 ist mit den anderen Kettenumlenkrad
36' fest verbunden. Die Bogenlänge der Ausschnitte
67 ist derart bemessen, dass die Torsionswelle
65 um eine Patronenteilung Pt bzw. dem Abstand der Mitnahmerohre
51 der Förderkette
34 voneinander verdreht werden kann.
[0019] In der
Fig. 11 ist der Absisse die Zeit t und der Ordinate der Drehwinkel W der Revolvertrommel
25 zugeordnet. Mit
K1 ist eine Weg/Zeitkennlinie der einen Rollenkette
50, und mit
K2 eine Weg/Zeitkennlinie der anderen Rollenkette
50' der Förderkette
34 bezeichnet. Die Koordinaten
R1 bis
R5 bezeichnen Zeitpunkte von Schüssen, die bei einer Umdrehung der Revolvertrommel
25 während eines bestimmten Zeitabschnittes abgefeuert werden. Eine auftretende Wegdifferenz
D der beiden Rollenketten
50, 50' wird durch die mit der Pufferwelle
35 erzielten Pufferwirkung der Axial-Transportvorrichtung
19 und gegebenenfalls durch das Spiel der Förderkette 9 des Förderes
6 ausgeglichen. Mit St-F und St-K sind Stopps des Förderers
6 und der Revolverkanone bezeichnet.
[0020] Die vorstehend beschriebene Axial-Transportvorrichtung
19 arbeitet wie folgt: Vor dem Schiessen wird die eine Rollenkette
50 der Axial-Transportvorrichtung
19 vom Getriebe der Förderer-Umlenkstation
15 über das mit dem vorderen Übergaberad
18 verbundene Zahnrad und das Zahnrad
63 der Pufferwelle
35 sowie über das Kettenumlenkrad
36 angetrieben, wobei der eine Teil der Pufferwelle
35 bis zum Anschlag um eine halbe Patronenteilung
Pt/2 verdreht wird
(Fig. 9).
[0021] Bei diesem Vorgang blockiert das Getriebe der Übergabestation
20 über das Zahnrad
63' und den anderen Teil der Pufferwelle
35 mit dem Kettenumlenkrad
36' die andere Rollenkette
50', so dass sich die Mitnahmerohre
51 der Förderkette
34 und die Patronen
2 um einen Winkel von ungefähr
2° aus der Mittellage schräg stellen und eine Pufferstellung einnehmen (
Fig. 9). Beim Schiessen kann nun die Kanone eine Patrone
2 abziehen, ohne dass sich die eine Rollenkette
50 bewegen muss. Durch den beim Schiessen entstehenden Explosionsdruck dreht sich die
Revolvertrommel
25, so dass die andere Rollenkette
50' über die Übergabestation
20 und das Zahnrad
63' sowie das Kettenumlenkrad
36' sehr schnell angetrieben wird, und die Mitnahmerohre
51 sowie die Patronen
2 um einen Winkel von ungefähr
2° in die andere Richtung schräg gestellt werden
(Fig. 10).
[0022] Während des Schiessens bewegen sich die Rollenketten
50, 50' der Förderkette
34 gleichzeitig gemäss den Weg/Zeitkennlinien
K1 bzw.
K2 in
Fig. 11. Die Revolvertrommel
25 der Kanone treibt die eine Rollenkette
50' schrittweise an, welche sich dabei sehr schnell bewegt und wieder gestoppt wird,
und zwar zweimal pro Schuss
(R1 bis
R5, K2, Fig. 11). Die andere, von der Förderer-Umlenkstation
15 angetriebene Rollenkette
50 läuft kontinuierlich und folgt der mittleren Kadenz der Kanone
K1, Fig. 11). Hierbei wird unter Ausnützung der aufgrund der Pufferwelle
35 gegebenen Pufferfähigkeit der Axial-Transportvorrichtung
19 und gegebenenfalls des Spieles der Förderkette
9 des Förderers 6 Antriebsenergie gespart.
[0023] Bei Verwendung einer Torsionswelle als Pufferwelle, wird die Torsionswelle vor dem
Schiessen vom Förderer
6 aus einer Mittellage um eine halbe Patronenteilung
Pt/
2 vorgespannt. Beim Schiessen entspannt die Kanone beim Abziehen einer Patrone
2 diese Vorspannung und spannt dann ihrerseits die Torsionswelle in entgegengesetzter
Richtung vor.
1. Munitionszuführungvorrichtung für eine Kanone mit Einrichtungen für den Transport
und die Übergabe von Patronen
(2) an die Kanone, umfassend
- mindestens eine Förderkette (34) zum Transport der Patronen (2) in Bewegungsrichtung der Förderkette (34),
- eine Axial-Transportvorrichtung (19) zum Verschieben der durch die Förderkette (34) transportierten Patronen (2) senkrecht zur Bewegungsrichtung der Förderkette (34), und
- eine Pufferwelle (35) zum Antrieb der Förderkette (34), wobei
- der Antrieb der Förderkette (34) derart erfolgt, dass die Patronen (2) vor ihrer Uebergabe in eine Pufferstellung bringbar sind.
2. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Axial-Transportvorrichtung (19) zwischen einem Förderer (6) und einer Übergabestation (20) für die Übergabe der Patronen (2) an die Kanone angeordnet ist.
3. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Förderkette (34) zwei Rollenketten (50, 50') aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass
die Rollenketten (50, 50') über Mitnahmerohre (51) für die Mitnahme der Patronen (2) miteinander in Verbindung stehen.
4. Munitionszuführung vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mitnahmerohre (51) an den Enden Endstücke (52) aufweisen, in welchen Aufnahmebohrungen (53) vorgesehen sind, in die an den Rollenketten (50, 50') angeordnete Mitnehmerzapfen (54) mit Spiel eingreifen.
5. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rollenketten (50, 50') über die Pufferwelle (35) unabhängig voneinander, einerseits vom Förderer (6) und andererseits von der Übergabestation (20) angetrieben werden, wobei sie sich um einen bestimmten Betrag gegeneinander verschieben
und die Mitnahmerohre (51) mit den Patronen (2) schräg gestellt werden und die Pufferstellung
einnehmen.
6. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der bestimmte Betrag eine halbe Patronenteilung (Pt/2) der Förderkette (34) beträgt.
7. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Pufferwelle (35) aus zwei Teilen besteht, die über eine Klauenkupplung (60) miteinander verbunden sind und an deren Enden Zahnräder (63, 63') und Kettenumlenkräder (36, 36') befestigt sind, und
- dass an dem einen Kupplungsteil (60.1) der Klauenkupplung (60) Bolzen (61) vorgesehen sind, die in kreisbogenförmige Schlitze (62) des anderen Kupplungteiles (60.2) eingreifen, wobei
- die Bogenlänge der Schlitze (62) derart bemessen ist, dass die Kupplungsteile (60.1, 60.2) um eine Patronenteilung (Pt) der Förderkette (34) gegeneinander verdrehbar sind.
8. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pufferwelle (35) als Torsionswelle ausgebildet ist an deren Enden Zahnräder (63, 63') und Kettenumlenkräder (36, 36') befestigt sind, wobei die Verdrehung der Torsionswelle bis zum maximalen Moment +/-
einer halben Patronenteilung (Pt/2) der Förderkette (34) entspricht.
9. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Pufferwelle (35) eine Torsionswelle (65) und ein zu dieser koaxial verlaufendes Anschlagsrohr (66) aufweist,
- dass an den Enden der Torsionswelle (65) Kettenumlenkräder (36, 36') und Zahnräder (63, 63') befestigt sind,
- dass das Anschlagsrohr (66) an einem Ende zwei Ausschnitte (67) aufweist, in welche an dem einen Kettenumlenkrad (36) angebrachte Anschläge (68) eingreifen, wobei die Bogenlänge der Ausschnitte (67) derart bemessen ist, dass die Torsionswelle (65) um eine Patronenteilung (Pt) der Förderkette (34) verdrehbar ist, und
- dass das Anschlagsrohr (66) am anderen Ende mit dem anderen Kettenumlenkrad (36') fest verbunden ist.
10. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch
1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Axial-Transportvorrichtung (19) ein Gehäuse (30) aufweist, das aus zwei Platten (31.1, 31.2), einer Verschalung (32) und einer die beiden Platten (31.1, 31.2) distanzierenden und die Patronen (2) führenden Führungsplatte (33) besteht,
- dass an den Platten (31.1, 31.2) Führungsnuten (38) für die Förderkette (34) vorgesehen sind, und
- dass an der Innenseite der Verschalung (32) Axialführungen (39, 40) für die Patronen (2) angeordnet sind.
11. Munitionszuführungsvorrichtung nach Anspruch
10,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Axialführungen (39, 40) schiefwinklig zur Förderrichtung der Förderkette (34) und parallel zueinander verlaufen, wobei sie den unteren und oberen Trum der Förderkette
(34) kreuzen, und
- dass die eine Axialführung (39) bei Bewegung der Förderkette (34) in Richtung Kanone die Patronen (2) am Hülsenmund (2.1) führt und die andere Axialführung (40) bei Bewegung der Förderkette (34) in umgekehrter Richtung die Patronen (2) am Hülsenboden (2.2) führt.
1. Ammunition feed arrangement for a gun with devices for transport and transfer of cartridges
(2) to the gun, comprising
- at least one conveyor chain (34) for transporting the cartridges (2) in the direction
of movement of the conveyor chain (34),
- an axial transport arrangement (19) for displacing - perpendicularly with respect
to the direction of movement of the conveyor chain (34) - the cartridges (2) that
have been transported by the conveyor chain (34), and,
- a buffer shaft (35) for driving the conveyor chain (34),
- the drive of the conveyor chain (34) being effected in such a way that the cartridges
(2) can be brought to a buffer position prior to being transferred.
2. Ammunition feed arrangement according to claim 1, characterised in that the axial
transport arrangement (19) is arranged between a conveyor (6) and a transfer station
(20) for transferring the cartridges (2) to the gun.
3. Ammunition feed arrangement according to claim 1, in which the conveyor chain (34)
has two roller chains (50, 51'), characterised in that the roller chains (50, 51')
are in communication with each other by way of entrainment tubes (51) for entraining
the cartridges (2).
4. Ammunition feed arrangement according to claim 3, characterised in that the entrainment
tubes (51) have end pieces (52) at their ends provided with take up bores (53) in
which engage with play entrainment pegs (54) that are arranged on the roller chains
(50, 50').
5. Ammunition feed arrangement according to claim 4, characterised in that the roller
chains (50, 51') are driven independently of each other via the buffer shaft (35),
on the one hand by the conveyor (6) and on the other hand by the transfer station
(20), whereby they become displaced by a given amount relative to each other and the
entrainment tubes (51) with the cartridges (2) become positioned at an inclination
and assume the buffer position.
6. Ammunition feed arrangement according to claim 5, characterised in that the given
amount amounts to half a cartridge spacing (Pt/2) of the conveyor chain (34).
7. Ammunition feed arrangement according to claim 1, characterised in that
- the buffer shaft (35) consists of two parts connected to each other by way of a
dog clutch (60) and with gear wheels (63, 63') and chain diverter wheels (36, 36')
secured to its ends, and,
- studs (61) are provided on one clutch component (60.1) of the dog clutch (60) which
engage in slots (62) of the other clutch component (60.2), the slots (62) being in
the shape of an arc of a circle,
- the length of the arcs of the slots (62) being dimensioned such that the clutch
components (60.1, 60.2) can be rotated with respect to each other by one cartridge
spacing (Pt) of the conveyor chain (34).
8. Ammunition feed arrangement according to claim 1, characterised in that the buffer
shaft (35) is constructed as a torsion shaft with gear wheels (63, 63') and chain
diverter wheels (36, 36') secured to its ends, rotation of the torsion shaft up to
maximum torque corresponding +/- to one half cartridge spacing of the conveyor chain
(34).
9. Ammunition feed arrangement according to claim 1, characterised in that
- the buffer shaft (35) has a torsion shaft (65) and a stop tube (66) extending coaxially
with respect to the latter,
- chain diverter wheels (36, 36') and gear wheels (63, 63') are secured to the ends
of the torsion shaft (65),
- the stop tube (66) has two cut outs (67) at one end in which engage stop members
(68) arranged on the one chain diverter wheel (36), the length of the arcs of the
slots (67) being dimensioned such that the torsion shaft (65) can be rotated by one
cartridge spacing (Pt) of the conveyor chain (34), and,
- the stop tube (66) at its other end is connected fast with the other chain diverter
wheel (36').
10. Ammunition feed arrangement according to claim 1, characterised in that
- the axial transport arrangement (19) has a housing (30) which consists of two plates
(31.1, 31.2), a covering (32) and a guide plate (33) which spaces the two plates (31.1,
31.2) apart and guides the cartridges (2),
- guide grooves (38) for the conveyor chain (34) are provided on the plates (31.1,
31.2), and,
- axial guides (39, 40) for the cartridges (2) are arranged on the inner surface of
the covering (32).
11. Ammunition feed arrangement according to claim 10, characterised in that
- the axial guides (39, 40) extend obliquely at an angle with respect to the conveying
direction of the conveyor chain (34) and parallel to each other, going across the
lower and upper runs of the conveyor chain (34), and,
- the one axial guide (39), upon movement of the conveyor chain (34) in the direction
of the gun, guides the cartridges (2) by the cartridge case mouth (2.1) and the other
axial guide (40) upon movement of the conveyor chain (34) in the opposite direction
guides the cartridges (2) by the cartridge case base (2.2).
1. Dispositif d'amenée des munitions destiné à un canon, muni d'équipements servant au
transport et à la transmission de cartouches
(2) jusqu'au canon, comprenant
- au moins une chaîne transporteuse (34) destinée au transport des cartouches (2)
dans le sens du mouvement de la chaîne transporteuse (34),
- un dispositif de transport axial (19) destiné à décaler les cartouches (2) transportées par la chaîne transporteuse (34) perpendiculairement au sens du mouvement de la chaîne transporteuse (34), et
- un arbre de tamponnage (35) destiné à actionner la chaîne transporteuse (34),
- l'actionnement de la chaîne transporteuse (34) se produisant de façon à ce que
- les cartouches (2) puissent être amenées dans une position de tamponnage avant leur transmission.
2. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif de transport axial (19) est placé entre un transporteur (6) et une station de transmission (20) destinée à la transmission des cartouches (20) au canon.
3. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 1, avec une chaîne transporteuse
(34) comportant deux chaînes à rouleaux (50,50'),
caractérisé en ce que
les chaînes à rouleaux (50,50') sont reliées l'une à l'autre par des tubes d'entraînement (51) destiné à l'entraînement des cartouches (2).
4. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 3,
caractérisé en ce que
les tubes d'entraînement (51) présentent, à leurs extrémités, des tronçons arrière
(52) dans lesquels sont prévus des trous de centrage (53), dans lesquels viennent
s'enclencher, avec un certain jeu, les tourillons d'entraînement (54).
5. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 4,
caractérisé en ce que
les chaînes à rouleaux (50,50') sont entraînées indépendamment l'une de l'autre, par le biais de l'arbre de tamponnage
(35), d'une part par le transporteur (6) et d'autre part par la station de transmission (20), et se décalent l'une par rapport à l'autre d'une valeur déterminée, les tubes d'entraînement
(51) ainsi que les cartouches (2) étant alors inclinés et prenant une position de tamponnage.
6. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 5,
caractérisé en ce que
la valeur déterminée équivaut à la moitié d'un pas de cartouche (Pt/2) de la chaîne transporteuse (34).
7. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication
1,
caractérisé en ce que
- l'arbre de tamponnage (35) est composé de deux parties, reliées l'une à l'autre par un accouplement à griffes
(60) et aux extrémités desquelles sont fixées des roues dentées (63,63') et des roues de renvoi de chaîne (36,36'), et que
- des boulons (61) sont prévus sur l'un des éléments d'accouplement (60.1) de l'accouplement à griffes (60), et viennent s'enclencher dans les fentes en arc de cercle (62) de l'autre élément d'accouplement (60.2),
- la longueur de l'arc de la fente (62) étant calculée de façon à ce que les éléments d'accouplement (60.1, 60.2) puissent subir une torsion, l'un par rapport à l'autre, égale à un pas de cartouche
(Pt) de la chaîne transporteuse (34).
8. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'arbre de tamponnage (35) est conçu comme un arbre de torsion, aux extrémités duquel sont fixées des roues
dentées (63.63') et des roues de renvoi de chaîne (36,36'), la torsion de l'arbre de torsion correspondant, jusqu'au moment maximum, à +/- la
moitié d'un pas de cartouche (Pt/2) de la chaîne transporteuse (34).
9. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication
1,
caractérisé en ce que
- l'arbre de tamponnage (35) comporte un arbre de torsion (65) et un tube d'arrêt (66) passant de façon coaxiale par rapport à ce dernier,
- des roues de renvoi de chaîne (36,36') et des roues dentées (63,63') sont fixées aux extrémités de l'arbre de torsion (65),
- le tube d'arrêt (66) présente deux encoches (67) à une extrémité, dans lesquelles viennent s'enclencher des taquets (68) placés sur l'une des roues de renvoi de chaîne 36, la longueur de l'arc des encoches (67) étant calculée de façon à ce qu'une torsion, équivalente à un pas de cartouche (Pt)
de la chaîne transporteuse (34), puisse être imprimée à l'arbre de torsion (65), et
- le tube d'arrêt (66) est fermement relié, à l'autre extrémité, à l'autre roue de renvoi de chaîne (36').
10. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication
1,
caractérisé en ce que
- le dispositif de transport axial (19) comporte un boîtier (30), composé de deux plaques (31.1,31.2), d'un coffrage (32) et d'une plaque de guidage (33) servant à espacer les deux plaques (31.1,31.2) et à guider les cartouches (2),
- des rainures de guidage (38), destinés à la chaîne transporteuse (34), sont prévues sur les plaques (32.1, 31.2), et
- des guides axiaux (39,40), destinés aux cartouches (2), sont disposés sur la face interne du coffrage (32).
11. Dispositif d'amenée des munitions conforme à la revendication
10,
caractérisé en ce que
- les guides axiaux (39,40) sont disposés suivant un angle oblique par rapport à la direction d'acheminement
de la chaîne transporteuse (34) et sont parallèles l'un à l'autre, croisant le brin inférieur et le brin supérieur
de la chaîne transporteuse (34), et
- le premier guide axial (39) amène les cartouches (2), lorsque la chaîne transporteuse (34) se déplace en direction du canon, au col de la cartouche (2.1) et le deuxième guide axial (40) amène les cartouches (2), lorsque la chaîne transporteuse (34) se déplace en sens opposé, au culot de la cartouche (2.2).