[0001] Die Erfindung betrifft ein Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen, mit mehreren
Falzwalzen, die in einem vom Maschinengestell lösbaren Falzwerksblock gelagert sind,
und mit einem außerhalb des Falzwerksblockes angeordneten Antrieb, wobei der Falzwerksblock
an seiner einen Seite einen Bogeneinlauf und an seiner gegenüberliegenden Seite einen
Bogenauslauf aufweist und wobei die Bögen dem Falzwerksblock über Transporteinrichtungen
entlang einer Einlaufebene in Papierlaufrichtung zugeführt und entlang einer Auslaufebene
in der gleichen Richtung abtransportiert werden.
[0002] Bei den üblichen Stauchfalzwerken mit zwei Falztaschen sind die Falztaschen in Papierlaufrichtung
fest eingebaut. Dabei sind zwei Anordnungen der Falztaschen möglich, nämlich in Papierlaufrichtung
die erste Falztasche unten und die zweite Falztasche oben bzw. umgekehrt. Je nachdem
ob die erste Falztasche unten oder oben angeordnet ist, ergeben sich unterschiedliche
Falzmöglichkeiten. Werden solche Falzwerke mit zwei Falztaschen an Kuvertiermaschinen
oder ähnlichen Maschinen eingesetzt, so muß das Formular nach Verlassen des Falzwerkes
eine bestimmte Lage aufweisen. Stellt z.B. die Kuvertiermaschine das Kuvert mit oben
liegendem Fenster zur Verfügung, so muß das Formular so gefalzt werden, daß die Anschrift
hinter dem Falzwerk oben liegt, da sonst eine zusätzliche Vorrichtung zum Wenden des
Formulars notwendig wäre. Zur Lösung dieses Problems könnte zwar ein Stauchfalzwerk
verwendet werden, welches eine Falztasche und ein Falzwalzenpaar mehr aufweist als
Falzungen in dem betreffenden Formular erforderlich sind, also zum Falzen eines Formulars
mit zwei Falzen, ein Stauchfalzwerk mit drei Falztaschen und zum Falzen eines Formulars
mit drei Falzen, ein Stauchfalzwerk mit vier Falztaschen.
Durch geeignete Weichen kann dann jeweils eine der Falztaschen ausgeschaltet und das
Formular so gefaltet werden, daß die Anschrift nach dem Falzwerk wahlweise oben oder
unten liegt. Durch die größere Anzahl von Falztaschen und Falzwalzen entstehen jedoch
zusätzliche Kosten und Fehlerquellen sowie außerdem Taktzeitverluste durch Laufstreckenverlängerung
im Falzwerk.
[0003] Bei einem bekannten Stauchfalzwerk der eingangs erwähnten Art (DE 24 59 294 C2, Figur
3) besteht der Falzwerksblock aus einem Antriebsblock und einem auf diesen aufgesetzten
und auswechselbar befestigten, die Falzwalzen und die Falztaschen aufnehmenden Falzwerkskopf.
Der Bogeneinlauf sowie der Bogenauslauf sind im Falzwerkskopf, ebenso wie die Einlauf-
und die Auslaufebene, in unterschiedlicher Höhe angeordnet. Der Falzuerkskopf kann
gegen andere Falzwerksköpfe mit unterschiedlichem Aufbau und unterschiedlicher Ausstattung
ausgewechselt werden, so daß es hier möglich wäre, einen Falzwerkskopf, dessen erste
Falztasche unten liegt, gegen einen anderen mit oben liegender erster Falztasche zu
ersetzen. Es werden jedoch dann in jedem Fall zwei unterschiedliche Falzwerksköpfe
benötigt, wodurch sich die Herstellungskosten und Wartungskosten des Stauchfalzwerkes
erhöhen und man außerdem Platz für die Lagerung des nicht benützten Falzwerkskopfes
schaffen müßte.
[0004] Ferner ist eine Papierfalzmaschine bekannt (DE-PS 517 549) bei der eine der Falzwalzen
beweglich gelagert ist, so daß sie wahlweise mit zwei verschiedenen anderen Falzwalzen
zusammenarbeiten kann und bei der außerdem eine der Falztaschen von der einen Maschinenseite
zur anderen umsetzbar ist. Hierdurch kann man zwar wahlweise entgegengesetzt gerichtete
Falze herstellen, jedoch liegt der Bogenauslauf je nach Stellung der beweglichen Falzwalze
und der umsetzbaren Falztasche entweder auf der Einlaufseite des Bogens oder an der
der Einlaufseite gegenüberliegenden Seite. Dies hat jedoch zur Folge, daß die Transporteinrichtung,
mit der der gefaltete Bogen wegtransportiert wird, je nach Falzrichtung an unterschiedlichen
Seiten des Stauchfalzwerks angeordnet sein müßte, was in der Praxis erhebliche Umbauarbeiten
erfordern würde, oder überhaupt nicht möglich wäre, weil die verschiedenen Arbeits-
und Förderaggregate, welche dem Stauchfalzwerk nachgeschaltet sind, nicht einfach
aus ihrer ursprünglichen Anordnung in eine entgegengesetzt gerichtete gebracht werden
können.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Stauchfalzwerk mit zwei oder
drei Falztaschen der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welches kostengünstig herstellbar
ist und mit geringem Arbeitsaufwand so umstellbar ist, daß mit ihm die eingangs erwähnten
unterschiedlichen Falzungen durchgeführt werden können.
[0006] Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Einlaufebene und die Auslaufebene
der Transporteinrichtungen im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind,
daß die Falzwalzen und Falztaschen im Falzwerksblock so angeordnet sind, daß auch
der Bogeneinlauf und der Bogenauslauf in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes
im Maschinengestell im Bereich dieser gemeinsamen Ebene liegen, daß alle Falzwalzen
im Falzwerksblock über Koppelzahnräder, die an jeweils einem Ende jeder Falzwalze
angeordnet sind, antriebsmäßig miteinander gekoppelt sind, daß der Antrieb im Maschinengestell
angeordnet ist und im Bereich des Falzwerksblockes ein im Maschinengestell gelagertes
Antriebszahnrad aufweist, welches in einer ersten Einbaustellung des Falzwerksblockes
mit einem der Koppelzahnräder kämmt, und daß eine der Falzwalzen an ihrem anderen
Ende ein Abtriebszahnrad trägt, das in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes,
bei welcher dieser gegenüber seiner ersten Einbaustellung um eine parallel zur Papierlaufrichtung
verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht in das Maschinengestell eingesetzt ist,
mit dem Antriebszahnrad kämmt.
[0007] Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, ein und denselben Falzuerksblock in
zwei verschiedenen, um 180° zueinander gedrehten Einbaustellungen in das Maschinengestell
einzubauen. Hierdurch ist in einer ersten Einbaustellung in Papierlaufrichtung gesehen
die erste Falztasche unten und die zweite Falztasche oben und in einer zweiten Einbaustellung
des Falzwerksblockes die erste Falztasche oben und die zweite Falztasche unten angeordnet,
wodurch je nach Einbaustellung des Falzwerksblockes im Maschinengestell unterschiedliche
Faltungen des Papierbogens oder Formulars erzeugt werden können. Da jedoch der Bogeneinlauf
und Bogenauslauf des Falzwerksblockes unabhängig von der jeweiligen Einbaustellung
in der gleichen gemeinsamen Ebene angeordnet sind wie die Einlaufebene und die Auslaufebene,
ist es nicht erforderlich, die dem Stauchfalzwerk vorund nachgeschalteten Transporteinrichtungen
zu verstellen, wenn der Falzwerksblock in seinen beiden um 180° verdrehten Einbaustellungen
in das Maschinengestell eingesetzt wird. Die einzige Umstellmaßnahme besteht darin,
den Falzwerksblock vom Maschinengestell zu lösen, um 180° zu drehen, wieder in das
Maschinengestell einzusetzen und dort festzuschrauben. Da das im Maschinengestell
gelagerte Antriebszahnrad je nach Einbaustellung des Falzwerksblockes entweder mit
einem der Koppelzahnräder oder mit dem an der anderen Seite des Falzwerksblockes angeordneten
Abtriebszahnrad kämmt, sind auch keine weiteren Montagearbeiten erforderlich, um den
Antrieb mit einer der Falzwalzen zu verbinden.
Da bei einem Stauchfalzwerk mit zwei Taschen vier Falzwalzen vorhanden sind, kann
man das Abtriebszahnrad einer dieser vier Falzfalzen so zuordnen, daß eine Drehrichtungsumkehr
des Antriebsmotors nicht erforderlich ist, um die Falzwalzen unabhängig von der jeweiligen
Einbaustellung des Falzwerksblockes in der richtigen Drehrichtung anzutreiben.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Maschinengestell Positioniereinrichtungen
auf, mittels denen der Falzwerksblock in seinen beiden Einbaustellungen so gegenüber
dem Maschinengestell positionierbar ist, daß Bogeneinlauf und Bogenauslauf in der
gemeinsamen Ebene liegen und das Antriebszahnrad wechselweise mit dem einen der Koppelzahnräder
oder dem Abtriebszahnrad kämmt. Durch eine derartige Positioniereinrichtung, die durch
ein geeignetes Führungssystem gebildet sein kann, kann die erforderliche Umstellzeit
wesentlich verkürzt werden, denn es ist dann zum Umstellen des Falzwerksblockes aus
seiner einen Einbaustellung in seine andere Einbaustellung nur noch das Lösen von
einigen wenigen Halteschrauben, das Herausnehmen des Falzwerksblockes aus der Positioniereinrichtung,
das Drehen des Falzuerksblockes um 180°, das Wiedereinsetzen desselben in die Positioniereinrichtungen
und das Festziehen der Halteschrauben erforderlich. Weitere Umstellungen, wie das
Anpassen an die Transporteinrichtungen, das Verbinden mit der Antriebseinrichtung,
der Anschluß an Sicherheitsschalter und dgl. sind nicht erforderlich.
[0009] Die Erfindung wird in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt des Stauchfalzwerkes in schematischer Darstellung mit dem Falzwerksblock
in einer ersten Einbaustellung,
- Figur 2a und 2b
- die mit dieser Einbaustellung erreichbare Verarbeitungsmöglichkeit eines Formulars,
- Figur 3
- eine Draufsicht in Richtung III der Figur 1 unter Weglassung der oberen Falztasche,
- Figur 4
- einen Längsschnitt mit einer zueiten Einbaustellung des Falzuerksblockes,
- Figur 5a und 5b
- mit dieser Einbaustellung erreichbare Verarbeitungsmöglichkeit eines Formulars,
- Figur 6
- eine Draufsicht in Richtung VI der Figur 4 unter Weglassung der oberen Falztasche,
- Figur 7 und 8
- Längsschnitte eines zweiten Ausführungsbeispieles eines Stauchfalzwerkes mit drei
Falztaschen und zwei verschiedenen Einbaustellungen des Falzwerksblockes.
[0010] Das Stauchfalzwerk weist ein Maschinengestell 1 und einen von diesem lösbaren Falzwerksblock
2 auf. Zur Halterung und Positionierung des Falzwerksblocks 2 gegenüber dem Maschinengestell
ist zweckmäßig eine Positioniereinrichtung in Form von Führungen 3 vorgesehen, in
welche der Falzwerksblock von oben einschiebbar ist. Zur Fixierung des Falzwerksblockes
2 im Maschinengestell 1 können Schrauben 4 vorgesehen sein. Der Falzwerksblock 2 weist
seitliche Lagerplatten 2a auf, die über Querstreben 2b miteinander verbunden sind.
In dem Falzwerksblock sind mehrere Falzwalzen 5 - 8 drehbar gelagert. Bei dem in Figur
7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist noch eine Falzwalze 9 vorgesehen. Bei
der in Figur 1 - 6 dargestellten Ausführungsform weist der Falzwerksblock 2 zwei Falztaschen
11, 12 auf, während bei der in Figur 7 und 8 dargestellten Ausführungsform noch eine
dritte Falztasche 13 vorhanden ist. Vor dem Falzwerksblock ist ein durch zwei Transportwalzen
14 beispielsweise angedeutete Transporteinrichtung vorgesehen, mit der die zu faltenden
Papierbögen, z.B. bedruckte Formulare F1 bzw. F2 (siehe Figur 2a und 5a), dem Falzwerksblock
entlang einer Einlaufebene E zugeführt werden. Hinter dem Falzwerksblock 2 ist eine
weitere Transporteinrichtung, die durch Walzen 15 angedeutet ist, vorgesehen, mit
der die gefalteten Formulare entlang einer Auslaufebene A weitertransportiert werden.
Die Einlaufebene E und Auslaufebene A sind im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene
M-M angeordnet. Die Falzwalzen 5 - 8 bzw. 5 - 9 und die Falztaschen 11, 12 bzw. 11
- 13 sind so im Falzwerksblock 2 angeordnet, daß auch dessen Bogeneinlauf 16 und dessen
Bogenauslauf 17 in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 im Maschinengestell
im Bereich dieser gemeinsamen Ebene M-M liegen. Am Bogeneinlauf 16 bzw. Bogenauslauf
17 sind ferner Leitbleche 18, 19 vorgesehen. Die Papierlaufrichtung ist mit den Pfeilen
P angedeutet.
[0011] Aus Figur 3 und 6 ist zu entnehmen, daß an jeweils einem Ende jeder Falzwalze 5 -
8 ein Koppelzahnrad 20 - 23 angeordnet ist. Die Koppelzahnräder 20 - 23 kämmen miteinander,
wodurch alle vier Falzwalzen 5 - 8 antriebsmäßig miteinander verbunden sind. Das gleiche
gilt auch bezüglich der weiteren Falzwalzen 9, 10 bei dem in Figur 7 und 8 dargestellten
Ausführungsbeispiel.
[0012] In dem Maschinengestell 1 ist ferner ein Antriebsmotor 24 angeordnet, der ein im
Maschinengestell 1 gelagertes Antriebszahnrad 25 antreibt. In der ersten, in Figur
1 und 3 dargestellten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 kämmt dieses Antriebszahnrad
25 mit einem der Koppelzahnräder, nämlich dem Koppelzahnrad 22, welches der Falzwalze
7 zugeordnet ist. Hierdurch werden die Falzwalzen 5 - 8 in der in Figur 1 mit Pfeilen
angedeuteten Drehrichtung angetrieben.
[0013] Die Falzwalze 8 weist an ihrem anderen Ende ein Abtriebszahnrad 26 auf, welches in
der zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2, wie es in Figur 4 und 6 dargestellt
ist, in das Antriebszahnrad 25 eingreift. Hierdurch werden die Falzwalzen, ohne daß
die Drehrichtung des Antriebsmotors 24 umgedreht wird, gemäß Figur 4 in der mit Pfeilen
angedeuteten Richtung angetrieben. Der Fachmann kann ohne weiteres diejenige Falzwalze
herausfinden, der er das Abtriebszahnrad 26 zuordnen muß, damit er in beiden Einbaustellungen
des Falzwerksblockes die Drehrichtung des Antriebsmotors 24 beibehalten kann. So könnte
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel das Abtriebszahnrad auch der Falzwalze 6
zugeordnet sein, wenn das Antriebszahnrad 25 so angeordnet wird, daß es in der ersten
Einbaustellung mit dem Koppelzahnrad 22 kämmt und in der zweiten Einbaustellung des
Falzwerksblockes 2 mit dem dann der Falzwalze 6 zugeordneten Abtriebszahnrad.
[0014] Anhand der Figuren 2a und 2b ist dargestellt, wie ein Formular F1, bei dem die Anschrift
oben angeordnet ist, mittels des erfindungsgemäßen Stauchfalzwerkes so gefaltet werden
kann, daß gemäß Figur 2b bei dem gefalteten Formular die Anschrift ebenfalls oben
ist. Zu diesem Zweck ist der Falzwerksblock 2 in seiner ersten, in Figur 1 und 3 dargestellten
Einbaustellung im Maschinengestell 1 montiert.
[0015] Soll hingegen ein Formular F2 gemäß Figur 5a mit nach unten gerichteter Anschrift
gefaltet werden, dann werden die Halteschrauben 4 gelöst und der Falzwerksblock nach
oben aus den Führungen 3 des Maschinengestells 1 herausgezogen. Er wird dann um eine
parallel zur Papierlaufrichtung P verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht, wie
es in Figur 3 mit dem Pfeil D angedeutet ist. Nach dem Drehen um 180° wird der Falzwerksblock
2 wieder in die Führungen 3 eingeschoben und die Halteschrauben 4 werden festgezogen.
Damit ist die gesamte Umstellarbeit beendet.
[0016] Wie man anhand der Figur 4 erkennen kann, ist nunmehr die in Papierlaufrichtung P
erste Falztasche 12 des Falzwerksblockes 2 nach oben gerichtet und die zweite Falztasche
11 nach unten. Der zwischen der Falzwalze 5 und dem Leitblech 18 gebildete Bogeneinlauf
16 und auch der zwischen der Falzwalze 8 und dem Leitblech 19 gebildete Bogenauslauf
17 liegen auch in der um 180° gedrehten Stellung des Falzwerksblockes 2 im Bereich
der gemeinsamen Ebene M-M. Die von der Transporteinrichtung 14 entlang der Einlaufebene
E zugeführten Papierbögen oder Formulare können somit auch in der zweiten Einbaustellung
des Falzwerksblockes 2 in dessen Bogeneinlauf 16 gelangen, ohne daß eine Höhenverstellung
der Transporteinrichtung 14 erforderlich wäre. Das gleiche gilt auch bezüglich der
Transporteinrichtung 15, welche die aus dem Bogenauslauf 17 austretenden, gefalteten
Papierbögen oder Formulare in Papierlaufrichtung P weitertransportiert. Mit dem in
der zweiten Einbaustellung im Maschinengestell 1 montierten Falzwerksblock können
nun gemäß Figur 5a und 5b Papierbögen oder Formulare F2, bei denen gemäß Figur 5a
die Anschrift nach unten gerichtet ist, so gefaltet werden, daß die Anschrift auch
nach dem Falten gemäß Figur 5b im gefalteten Bogen nach unten gerichtet ist.
[0017] Vorstehende Beschreibung trifft sinngemäß auch auf das in Figur 7 und 8 dargestellte
Stauchfalzwerk, welches mit drei Falztaschen 11, 12, 13 versehen ist, zu, so daß sich
eine nochmalige Beschreibung erübrigt. Mit dem in Figur 7 und 8 dargestellten Stauchfalzwerk
können Papierbögen oder Formulare mit drei Faltungen versehen werden, wobei dann je
nach Einbaustellung des Falzwerksblockes die Anschrift oder ein sonstiger Aufdruck
auch nach dem Falten zu der gleichen Seite gerichtet ist wie vor dem Falten.
[0018] Gegebenenfalls könnte man den Falzwerksblock auch um eine quer zur gemeinsamen Ebene
verlaufende, gedachte Achse um 180° drehen, um ihn von seiner einen Einbaustellung
in seine andere Einbaustellung zu bringen. Allerdings müßte dann das Abtriebszahnrad
einer anderen Falzwalze zugeordnet werden.
1. Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen (11, 12, 13), mit mehreren Falzwalzen,
die in einem vom Maschinengestell lösbaren Falzwerksblock (2) gelagert sind, und mit
einem außerhalb des Falzwerksblockes angeordneten Antrieb (24), wobei der Falzwerksblock
an seiner einen Seite einen Bogeneinlauf (16) und an seiner gegenüberliegenden Seite
einen Bogenauslauf (17) aufweist und wobei die Bögen dem Falzwerksblock über Transporteinrichtungen
entlang einer Einlaufebene (E) in Papierlaufrichtung (P) zugeführt und entlang einer
Auslaufebene (A) in der gleichen Richtung abtransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufebene (E) und die Auslaufebene (A) der Transporteinrichtungen (14, 15)
im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene (M-M) angeordnet sind, daß die Falzwalzen
(5 - 9) und Falztaschen (11 - 13) im Falzwerksblock (2) so angeordnet sind, daß auch
der Bogeneinlauf (16) und der Bogenauslauf (17) in der jeweiligen Einbaustellung des
Falzwerksblockes (2) im Maschinengestell (1) im Bereich dieser gemeinsamen Ebene (M-M)
liegen, daß alle Falzwalzen (5 - 9) im Falzwerksblock (2) über Koppelzahnräder (20
- 23), die an jeweils einem Ende jeder Falzwalze (5-9) angeordnet sind, antriebsmäßig
miteinander gekoppelt sind, daß der Antrieb (24) im Maschinengestell (1) angeordnet
ist und im Bereich des Falzwerksblockes (2) ein im Maschinengestell gelagertes Antriebszahnrad
(25) aufweist, welches in einer ersten Einbaustellung des Falzwerksblockes (2) mit
einem (22) der Koppelzahnräder kämmt, und daß eine (8) der Falzwalzen an ihrem anderen
Ende ein Abtriebszahnrad (26) trägt, das in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes,
bei welcher dieser gegenüber seiner ersten Einbaustellung um eine parallel zur Papierlaufrichtung
verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht in das Maschinengestell (1) eingesetzt
ist, mit dem Antriebszahnrad (25) kämmt.
2. Stauchfalzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschinengestell (1) Positioniereinrichtungen (3) zur Halterung und Positionierung
des Falzwerksblocks (2) in seinen beiden Einbaustellungen gegenüber dem Maschinengestell
aufweist.
1. A buckle folder with two or three folding plates (11, 12, 13), with several folding
rollers mounted in a folder block (2) which is detachable from the machine frame,
and with a drive mechanism (24) arranged outside the folder block, the folder block
having a sheet input (16) on one of its sides and a sheet output (17) on its opposite
side and the sheets being fed to the folder block via transport devices along an input
plane (E) in the direction of travel (P) of the paper and delivered along an output
plane (A) in the same direction, characterised in that the input plane (E) and the output plane (A) of the transport devices (14, 15) are
arranged substantially in a common plane (M-M), in that the folding rollers (5 - 9) and folding plates (11 - 13) are arranged in the folder
block (2) in such a way that, in the respective mounting positions of the folder block
(2) in the machine frame (1), the sheet input (16) and the sheet output (17) also
lie in the region of this common plane (M-M), in that all the folding rollers (5 - 9) in the folder block (2) are interconnected with respect
to drive via coupling gears (20 - 23) arranged at one end respectively of each folding
roller (5 - 9), in that the drive mechanism (24) is arranged in the machine frame (1) and has a drive gear
(25) mounted in the machine frame in the region of the folder block (2) which, in
a first mounting position of the folder block (2), meshes with one (22) of the coupling
gears, and in that one (8) of the folding rollers bears at its other end a driven gear (26) which meshes
with the drive gear (25) in a second mounting position of the folder block in which
the said folder block is fitted into the machine frame (1) rotated 180° in relation
to its first mounting position around an imaginary axis extending parallel to the
direction of travel of the paper.
2. A buckle folder according to claim 1, characterised in that the machine frame (1) has positioning devices (3) for mounting and positioning the
folder block (2) in its two mounting positions in relation to the machine frame.
1. Plieuse à poches, à deux ou trois poches de pliage (11, 12, 13), comprenant plusieurs
cylindres de pliage, qui sont montés à palier dans un bloc de plieuse (2) pouvant
être séparé du bâti de machine, et un entraînement (24) disposé à l'extérieur du bloc
de plieuse, le bloc de plieuse comportant d'un premier côté une entrée de feuille
(16) et du côté opposé une sortie de feuille (17) et les feuilles étant, au moyen
de dispositifs de transport, acheminées au bloc de plieuse le long d'un plan d'entrée
(E) suivant une direction de déplacement de papier (P) et évacuées le long d'un plan
de sortie (A) suivant la même direction, caractérisée en ce que le plan d'entrée (E) et le plan de sortie (A) des dispositifs de transport (14, 15)
sont disposés essentiellement dans un plan commun (M - M), en ce que les cylindres de pliage (5 - 9) et les poches de pliage (11 - 13) sont disposés dans
le bloc de plieuse (2) d'une manière telle que, dans une première position de montage
considérée du bloc de plieuse (2) dans le bâti de machine (1), l'entrée de feuille
(16) et la sortie de feuille (17) sont également situées dans la zone de ce plan commun
(M - M), en ce que tous les cylindres de pliage (5 - 9) situés dans le bloc de plieuse (2) sont accouplés
entre eux, en ce qui concerne l'entraînement, au moyen de roues dentées d'accouplement
(20 - 23) qui sont disposées chacune à une première extrémité donnée des cylindres
de pliage (5 - 9) respectifs, en ce que l'entraînement (24) est disposé dans le bâti de machine (1) et comporte, dans la
zone du bloc de plieuse (2), une roue dentée d'entraînement (25) qui est montée à
palier dans le bâti de machine et qui, dans une première position de montage du bloc
de plieuse (2), engrène avec l'une (22) des roues dentées d'accouplement et en ce que l'un (8) des cylindres de pliage porte, à sa seconde extrémité, une roue dentée de
sortie de mouvement (26) qui engrène avec la roue dentée d'entraînement (25) dans
une seconde position de montage du bloc de plieuse dans laquelle celui-ci est placé
dans le bâti de machine (1) en étant retourné d'une rotation de 180° vis-à-vis de
sa première position de montage autour d'un axe imaginaire s'étendant parallèlement
à la direction de passage de papier.
2. Plieuse à poches suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le bâti de machine (1) comporte des dispositifs de positionnement (3) servant à maintenir
et positionner le bloc de plieuse (2) dans ses deux positions de montage vis-à-vis
du bâti de machine.