[0001] Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Verfahren zum Positionieren von mehreren,
im intermittierenden Bereich entlang einer Bewegungsstrecke einer Materialbahn, insbesondere Kunststofffolienbahn,
vor einer Schweißeinrichtung mit Abstand angeordneten
Zusatzgeräten einer Beutelherstellmaschine.
[0002] Bei der Herstellung von Beuteln oder Tragetaschen aus einer Kunststofffolienbahn
sind neben einer Schweißeinrichtung zum Trennschweißen der Beutel bzw. Tragetaschen
oft mehrere Zusatzgeräte erforderlich.
[0003] Hierbei handelt es sich beispielsweise um Einrichtungen zum Einbringen von Eckenschweißungen,
Lüftungs- und/oder Aufhängelöchem usw.. Mit Hilfe der Zusatzgeräte wird die Materialbahn
entsprechend dem Abstand einer Rapportlänge oder einem Mehrfachen davon bearbeitet,
um auf diese Weise einwandfreie Beutel bzw. Tragetaschen herzustellen.
[0004] Bei aus der Praxis bekannten Beutelherstellmaschinen sind die Zusatzgeräte einzeln
oder zu mehreren auf einem Wagen befestigt, der in Längsrichtung der Materialbahn
verstellbar gelagert ist. Veränderungen in der Rapportlänge werden bisher mittels
einer FühlerEinrichtung, beispielsweise einer Fotozelle, erfaßt und danach der oder
die Wagen mit den darauf befindlichen Zusatzgeräten in eine entsprechend der Rapportlängenveränderung
optimalere Position verfahren.
[0005] Bei mehreren Zusatzgeräten kann also immer nur das Zusatzgerät eine genaue Position
einhalten, welches in der Nähe der Fotozelle angeordnet ist. Bei den übrigen Zusatzgeräten
sind mehr oder weniger hohe Ungenauigkeiten zwangsläufig in Kauf zu nehmen.
[0006] Aus dem US-Patent 5,733,236 ist eine Beutelherstellmaschine bekannt, bei der die
Zusatzgeräte automatisch in ihre korrekte Stellung positioniert werden. Die Zusatzgeräte
werden gemeinsam in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Abstand von einem Referenzpunkt
verstellt, wobei die Verstellung von einem Fühler gesteuert wird, der an einem Zusatzgerät
angeordnet ist. Dieser Fühler erzeugt ein Signal entsprechend der relativen Position
einer Registrierungsmarke auf jedem Beutel. In Abhängigkeit von dem Signal werden
die Zusatzgeräte verstellt, bis der Fühler sich auf der Registrierungsmarke befindet.
Die gemeinsame Verstellung der Zusatzgeräte erfolgt mechanisch über ein Hebelsystem
oder jedes Zusatzgerät ist mit einem Servomotor versehen, der es in die korrekte Position
bewegt. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die Zusatzgeräte mittels eines eigenen
Fühlers positioniert, der an einem Zusatzgerät befestigt ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
vorzuschlagen, durch das eine schnelle und exakte Um-/oder Neupositionierung der Zusatzgeräte
erreicht wird. Ferner soll eine Vorrichtung geschaffen werden, durch die Um-/oder
Neupositionierungen mit einfachen Mitteln sichergestellt wird.
[0008] Diese Aufgabe wird in verfahrensmäßiger Hinsicht dadurch erreicht, dass
- von einem einzigen Fühler, insbesondere einer Fotozelle (18), Abweichungen der Ist-Vorschublänge der
Materialbahn von der Soll-Vorschublänge zur Vorschubveränderung der Materialbahn festgestellt
werden,
- die von dem Fühler festgestellten Abweichungen in einem Rechner (16) einer Steuereinrichtung
(17) zu einem Korrekturwert verarbeitet werden,
- der Korrekturwert an die einzelnen Zusatzgeräte (9) weitergegeben wird, die schließlich
über einen aus dem Korrekturwert multipliziert mit der jeweiligen Abstandsposition
des betreffenden Zusatzgerätes (9) zu einer festgelegten Null-Position ermittelten
Verstellweg in ihre korrekte Stellung positioniert werden, wobei sich an der Null-Position
die Schweißeinrichtung (3) befindet.
[0009] Durch die Erfindung wird auf relativ einfache Weise eine schnelle und vor allen Dingen
exakte Positionierung der einzelnen Zusatzgeräte garantiert. Es erfolgt bei Änderungen
ein direktes Umsetzen, d.h. ohne nennenswerten Zeitverlust, so daß eine mit der Erfindung
ausgerüstete Maschine mit vergleichsweise hohen Taktzahlen gefahren werden kann.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
3 und 4.
[0011] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen in jeweils schematischer Darstellung:
- Figur 1
- die einzelnen Positionen der Materialbahn;
- Figur 2
- einen Teil der Vorrichtung mit einem Zusatzgerät und einem zugeordneten Antriebsorgan
und
- Figur 3
- eine grafische Darstellung für das Umpositionieren.
[0012] In Figur 1 ist eine Materialbahn, beispielsweise eine Kunststofffolienbahn 1, dargestellt,
die von einer nicht dargestellten Antriebseinrichtung entsprechend dem Pfeil 2 von
rechts nach links bewegt werden kann. Die Kunststofffolienbahn wird in dem hier interessierenden
Bereich intermittierend bewegt, um jeweils in den Stillstandszeiten der Kunststofffolienbahn
1 diese entsprechend der vorgegebenen Rapportlänge R bearbeiten zu können. Ein erstes
Bearbeitungsgerät ist als Schweißeinrichtung 3 ausgebildet, die einen oberen Schweißbalken
4 und eine untere Schweißwalze 5 aufweist. Die Schweißeinrichtung befindet sich aus
weiter unten näher erläuterten Überlegungen an einer Position Null. Ausgehend von
dieser Null-Position sind entgegen der Bewegungsrichtung der Kunststofffolienbahn
1 weitere Beutelpositionen P1 bis P6 dargestellt. Bei P6 werden beispielsweise Lüftungslöcher
6 eingebracht, während bei P5 eine Eckenschweißung 7 stattfindet. An den Positionen
P3, P4 könnten theoretisch weitere Zusatzarbeiten durchgeführt werden, sofern dies
für den herzustellenden Beutel bzw. Tragetasche erforderlich ist. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist schließlich in der Position P 2 noch dargestellt, daß Aufhängeöffnungen
8 eingebracht werden.
[0013] Die Bearbeitung an den einzelnen Beutelpositionen erfolgt mit Hilfe von Zusatzgeräten
9, wie dies beispielsweise in Figur 2 in verkleinertem Maßstab dargestellt ist. Das
Zusatzgerät 9 besitzt jeweils entsprechend den durchzuführenden Arbeiten nicht dargestellte
Werkzeuge. Darüberhinaus weist jedes Zusatzgerät eine Steuereinheit 11 mit einer Eingabemöglichkeit
der jeweiligen Position P1 bis P6 auf Jedes Zusatzgerät steht über die Steuereinheit
11 und ein Antriebsorgan 12 bzw. einen Antriebsmotor 13 mit einem damit zusammenwirkenden
Wegaufnehmer über Steuerleitungen 14, 15 mit einem Rechner 16 einer Steuereinrichtung
17 in Verbindung, die schließlich noch mit einer im Bereich der Kunststofffolienbahn
1 angeordneten Fotozelle 18 als Fühler bzw. Kontrollelement für etwaige Abweichungen
der Vorschublänge der Kunststofffolienbahn 1 zusammenarbeitet.
[0014] Mit dem Antriebsmotor 13 des Antriebsorgans 12 ist ein Antriebszahnrad 19 gekoppelt,
das mit einer am Maschinengestell 21 in Längsrichtung der Kunststofffolienbahn 1 angeordnete
Zahnstange 22 zusammenwirkt.
[0015] Mit Hilfe der vorbeschriebenen Steuereinrichtung 17 und der Antriebseinrichtung lassen
sich Neupositionierungen der Zusatzgeräte 9 durchführen. Beispielsweise werden die
Zusatzgeräte 9 jeweils auf eine Vorschublänge von 300 mm zwischen den einzelnen Positionen
P1 bis P6 eingestellt. Während der Produktion kann sich aber beispielsweise die Rapportlänge
aufgrund von Bahnzugspannungen durchaus ändern, beispielsweise von 300 mm in 302 mm.
Somit stehen alle vorher auf 300 mm eingerichteten Zusatzgeräte falsch. Je nach Geräteposition
multipliziert sich diese Differenzlänge von 2 mm, ausgehend von der Null-Position,
mit der Beutelanzahl bis zur jeweiligen Position des Zusatzgerätes, z.B. für die Beutelposition
4 ein Fehler von 8 mm.
[0016] Eine unter Berücksichtigung der jeweiligen Position der Zusatzgeräte, ausgehend von
der Null-Position, wird nun die durch die Fotozelle ermittelte Rapportänderung in
den Rechner gegeben, so daß in diesem aus der Ist-Vorschublänge der Materialbahn und
der Soll-Vorschublänge ein Differenzwert ermittelt wird, der dann jeweils unter Berücksichtigung
der jeweiligen Geräteposition mit dem Abstand zwischen der Null-Position und der jeweiligen
Stellung des Zusatzgerätes, also Position P1 bis P6 usw., ermittelt wird. Mit Hilfe
des Antriebsorgans wird dann schließlich das Zusatzgerät in die neue Korrekturposition
K1 bis K6 verstellt, sowie das in Figur 3 schematisch angedeutet ist.
[0017] Anstelle von Zahnrädern und Zahnstangen kann eine andere Verstelleinrichtung eingesetzt
werden, die zum Beispiel eine in Längsrichtung verstellbare Spindel aufweist.
1. Verfahren zum Positionieren von mehreren, im intermittierenden Bereich entlang einer
Bewegungsstrecke einer Materialbahn, insbesondere Kunststofffolienbahn (1),
vor einer Schweißeinrichtung (3) mit Abstand zueinander angeordneten Zusatzgeräten (9) einer Beutelherstellmaschine,
mit folgenden Merkmalen:
- Von einem einzigen Fühler, insbesondere einer Fotozelle (18), werden Abweichungen der Ist-Vorschublänge
der Materialbahn von der Soll-Vorschublänge zur Vorschubveränderung der Materialbahn
festgestellt,
- die von dem Fühler festgestellten Abweichungen werden in einem Rechner (16) einer
Steuereinrichtung (17) zu einem Korrekturwert verarbeitet,
- der Korrekturwert wird an die einzelnen Zusatzgeräte (9) weitergegeben, die schließlich
über einen aus dem Korrekturwert multipliziert mit der jeweiligen Abstandsposition
des betreffenden Zusatzgerätes (9) zu einer festgelegten Null-Position ermittelten
Verstellweg in ihre korrekte Stellung positioniert werden, wobei sich an der Null-Position
die Schweißeinrichtung (3) befindet.
2. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Patentanspruch 1 mit folgenden
Merkmalen:
- Ein einziger Fühler, insbesondere eine Fotozelle (18), der Abweichungen der Ist-Vorschublänge
der Materialbahn von der Soll-Vorschublänge zur Vorschubveränderung der Materialbahn
feststellt,
- einen steuerbaren Antriebsmotor (13), ein mit dem Antriebsmotor (13) zusammenwirkender
Wegaufnehmer sowie eine Übertragungseinrichtung (19, 22) für jedes Zusatzgerät (9),
und
- eine Steuereinrichtung mit einem Rechner (16), der die von dem Fühler festgestellten
Abweichungen der Ist-Vorschublänge der Materialbahn von der Soll-Vorschublänge zu
einem Korrekturwert verarbeitet, der an die einzelnen Zusatzgeräte (9) weitergegeben
wird, und der die Zusatzgeräte (9) über einen aus dem Korrekturwert multipliziert
mit der jeweiligen Abstandsposition des betreffenden Zusatzgerätes (9) zu einer festgelegten
Null-Position ermittelten Verstellweg in ihre korrekte Stellung positioniert, und
- eine an der Null-Position befindliche Schweißeinrichtung (3).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung von einem mit dem Antriebsmotor (3) gekoppelten Antriebszahnrad
(19) und einer damit zusammenwirkenden Zahnstange (22) bzw. einer eine in Längsrichtung
verstellbare Spindel aufweisenden Verstelleinrichtung gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zusatzgerät (9) eine Steuereinheit (11) mit einer Eingabemöglichkeit der jeweiligen
Position (P1 - P6) der Zusatzgeräte (9) aufweist.
1. Method for positioning several ancillary units (9) of a bag-making machine arranged
spaced from one another in the intermittent region along a path of movement of a material
web, especially a plastic film web (1), in front of a welding device (3), with the
following features:
- deviations of the actual length of advancement of the material web from the desired
length of advancement are established by a single sensor, in particular a photocell
(18), for changing the advancement of the material web,
- the deviations established by the sensor are processed in a computer (16) of a control
device (17) to form a correction value,
- the correction value is passed on to the individual ancillary units (9), which are
finally positioned into their correct position by means of an adjusting displacement
determined from the correction value multiplied by the respective spacing position
of the ancillary unit (9) concerned in relation to a fixed neutral position, the welding
device (3) being located at the neutral position.
2. Device for carrying out a method according to Patent Claim 1 with the following features:
- a single sensor, especially a photocell (18), which establishes deviations of the
actual length of advancement of the material web from the desired length of advancement
for changing the advancement of the material web,
- a controllable drive motor (13), a displacement transducer, interacting with the
drive motor (13), and also a transfer device (19, 22) for each ancillary unit (9),
and
- a control device with a computer (16), which processes the deviations of the actual
length of advancement of the material web from the desired length of advancement established
by the sensor to form a correction value, which is passed on to the individual ancillary
units (9), and which positions the ancillary units (9) into their correct position
by means of an adjusting displacement determined from the correction value multiplied
by the respective spacing position of the ancillary unit (9) concerned in relation
to a fixed neutral position, and
- a welding device (3) located at the neutral position.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the transfer device is formed by a driving gear wheel (19), coupled to the drive
motor (3), and a toothed rack (22), interacting with the said driving gear wheel,
or an adjusting device having a spindle which is adjustable in the longitudinal direction.
4. Device according to Claim 2 or 3, characterized in that each ancillary unit (9) has a control unit (11) with a possibility for inputting
the respective position (P1 - P6) of the ancillary units (9).
1. Procédé pour positionner plusieurs appareils supplémentaires (9) d'une machine à fabriquer
des sachets disposés devant un dispositif de soudage (3) en étant espacés les uns
des autres dans une zone discontinue le long d'un trajet de déplacement d'une bande
de matière, notamment une bande de matière plastique (1), ayant les caractéristiques
suivantes :
- les écarts entre la longueur d'avance réelle de la bande de matière et la longueur
d'avance de consigne sont déterminés par un capteur unique, notamment une cellule
photoélectrique (18), en vue de modifier l'avance de la bande de matière,
- les écarts déterminés par le capteur sont traités dans un ordinateur (16) d'un dispositif
de commande (17) en vue d'obtenir une valeur de correction,
- la valeur de correction est transmise à chacun des appareils supplémentaires (9)
qui sont finalement positionnés dans leur position correcte par une course de positionnement
déterminée à partir de la valeur de correction multipliée par l'écart de position
correspondant de l'appareil supplémentaire (9) concerné par rapport à une position
zéro fixée, le dispositif de soudage (3) se trouvant à la position zéro.
2. Dispositif pour mettre en oeuvre un procédé selon la revendication 1 ayant les caractéristiques
suivantes :
- un capteur unique, notamment une cellule photoélectrique (18), détermine les écarts
entre la longueur d'avance réelle de la bande de matière et la longueur d'avance de
consigne en vue de modifier l'avance de la bande de matière,
- un moteur d'entraînement commandable (13), un capteur de course agissant conjointement
avec le moteur d'entraînement (13) ainsi qu'un dispositif de transmission (19, 22)
pour chaque appareil supplémentaire (9), et
- un dispositif de commande avec un ordinateur (16) qui traite les écarts déterminés
par le capteur entre la longueur d'avance réelle de la bande de matière et la longueur
d'avance de consigne en vue d'obtenir une valeur de correction, laquelle est transmise
à chacun des appareils supplémentaires (9) et qui positionne les appareils supplémentaires
(9) dans leur position correcte par une course de positionnement déterminée par rapport
à une position zéro fixée à partir de la valeur de correction multipliée par l'écart
de position correspondant de l'appareil supplémentaire (9) concerné, et
- un dispositif de soudage (3) qui se trouve à la position zéro.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de transmission est formé par une roue dentée d'entraînement (19) couplée
au moteur d'entraînement (3) et une crémaillère (22) agissant conjointement avec celle-ci
ou alors par un dispositif de positionnement présentant une broche positionnable dans
le sens longitudinal.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que chaque appareil supplémentaire (9) présente une unité de commande (11) avec une possibilité
de saisie de la position correspondante (P1 - P6) des appareils supplémentaires (9).