[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung für Ölbrenner gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Steuerungsvorrichtungen der obigen Art sind aus dem Stand der Technik hinlänglich
bekannt, siehe z.B. US-A-4,162,887 oder CA-A-2 214 228. Derartige Steuerungsvorrichtungen
werden auch als Feuerungsautomat bezeichnet.
[0003] Nach dem Stand der Technik sind die unterschiedlichen Komponenten eines Ölbrenners
getrennt - also als Einzelkomponenten - ausgebildet. Zu diesen Einzelkomponenten zählen
unter anderem der Feuerungsautomat, ein Ölvorwärmer, ein Zündtransformator und eine
Flammenüberwachungs-Einrichtung. Bekannte Feuerungsautomaten steuern den Gesamtablauf
der Verbrennung und das Zusammenspiel mit den übrigen Einzelkomponenten, wobei nach
dem Stand der Technik in der Regel zumindest der Ölvorwärmer über eine eigene Steuerungskomponente,
nämlich über eine Temperaturregelung für ein Heizelement des Ölvorwärmers, verfügt.
Hierdurch bedingt ergibt sich der Nachteil einer uneinheitlichen Steuerung bzw. Regelung.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde, eine Steuerungsvorrichtung
zu schaffen, welche eine einheitliche Steuerung bzw. Regelung gewährleistet.
[0005] Dieses Problem wird durch eine Steuerungsvorrichtung für Ölbrenner mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Beschreibung. Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine Steuerungsvorrichtung für Ölbrenner nach dem Stand der Technik in Verbindung
mit einem bekannten Ölvorwärmer in schematisierter Darstellung; und
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung für Ölbrenner in Verbindung mit einem
Ölvorwärmer ebenfalls in schematisierter Darstellung.
[0007] Fig. 1 zeigt eine Steuerungsvorrichtung 10 für Ölbrenner nach dem Stand der Technik
in Verbindung mit einem Ölvorwärmer 11. Die Steuerungsvorrichtung 10 wird auch als
Feuerungsautomat bezeichnet. Nach dem Stand der Technik sind die Steuerungsvorrichtung
10 und der Ölvorwärmer 11 funktional getrennt ausgebildet. Demnach wird bei einer
Wärmeanforderung das einem nicht-dargestellten Ölbrenner zuzuführende Öl vom Ölvorwärmer
11, nämlich von einem Heizelement 12 desselben, aufgeheizt, bis eine sogenannte Freigabetemperatur
erreicht wird. Nach dem Stand der Technik wird das Erreichen der Freigabetemperatur
vom Ölvorwärmer 11 selbst überwacht, der hierzu über einen Temperatursensor 13, eine
Steuerungskomponente 14 und einen Thermostaten 15 verfügt. Die als Temperaturregelung
arbeitende Steuerungskomponente 14 des Ölvorwärmers 11 steuert/regelt das Erreichen
der Freigabetemperatur, wobei nach dem Erreichen der Freigabetemperatur der Thermostat
15 - sogenannter Freigabethermostat - schließt und dem Feuerungsautomaten den Befehl
zum Programmablauf gibt, also zum Starten der Vorbelüftung, zum Zünden nach erfolgter
Vorbelüftung, zur Ventilfreigabe und damit letztendlich zum Starten des Ölbrenners.
Bedingt durch die obige funktionale Trennung ergeben sich Uneinheitlichkeiten in der
Regelung, die durch die nachfolgend in Verbindung mit Fig. 2 beschriebene erfindungsgemäße
Steuerungsvorrichtung vermieden werden können.
[0008] Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung 110 in Verbindung mit einem
Ölvorwärmer 111. Erfmdungsgemäß weist die Steuerungsvorrichtung 110 die Steuerungskomponente
des Ölvorwärmers 111 in integrierter Bauweise auf. Durch diese Kombination bzw. Integration
wird die eigentliche Regelung der Freigabetemperatur des Öls durch die vorhandene
Logik des Feuerungsautomaten übernommen. Die im Stand der Technik benötigte separate
Steuerungskomponente des Ölvorwärmers entfällt. Gleiches gilt für den im Stand der
Technik benötigten Freigabethermostaten. Der Ölvorwärmer 111 benötigt demnach nur
noch ein Heizelement 112 und einen Temperatursensor 113, wobei die Meßwerte der Temperatursensors
113 unmittelbar von der erfindungsgemäßen Steuerungsvorrichtung 110 verarbeitet werden.
[0009] Im Sinne der vorliegenden Erfindung verfügt der Feuerungsautomat demnach direkt über
die aktuellen Meßwerte des Temperatursensors 113. Mit diesem Wissen kann er selbst
entscheiden, ob die notwendige Freigabetemperatur erreicht ist oder nicht, und er
ist nicht mehr auf einen Thermostaten angewiesen. Hierdurch ergibt sich eine erhebliche
Kostenersparnis.
[0010] Eine weitere Kostenersparnis ergibt sich dadurch, daß eine nach dem Stand der Technik
erforderliche Überbrückung des Freigabethermostaten in der Steuerungsvorrichtung entfallen
kann. Diese Funktion ist nach dem Stand der Technik oft notwendig, wenn die Regelung
des Ölvorwärmers unzureichend ist und dadurch eventuell der Thermostat wieder öffnen
könnte. Da nach der vorliegenden Erfindung die Steuerungsvorrichtung 110 die Öltemperatur
unmittelbar kennt, kann der im Stand der Technik erforderliche, jedoch in Fig. 1 nicht
dargestellte Schließkontakt entfallen.
[0011] Die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung 110 übernimmt demnach sämtliche Steuerungsfunktionen
und/oder Regelungsfunktionen für den Ölvorwärmers 111. Insgesamt ergeben sich daraus
folgende Vorteile:
a) Die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung 110 gewährleistet eine einheitliche
Regelung.
b) Unabhängig von der Durchsatzleistung des Ölbrenners kann die Öl-Temperatur gehalten
werden, da der Temperatursensor seine Meßwerte an den Feuerungsautomaten abgibt und
dieser bei Bedarf nachregelt. Bei üblichen 2-stufigen Anwendungen führt das Umschalten
von einer ersten Stufe auf eine zweite Stufe zu einer Reduzierung der aufgeheizten
Öltemperatur aufgrund des höheren Durchsatzes. Die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung
110 regelt nach, wodurch beim Hochschalten die geforderte Öltemperatur kurzfristig
erreicht wird. So kann der Ölbrenner in beiden Stufen mit annähernd gleicher vorgewärmter
Öltemperatur betrieben werden, wodurch eine verbesserte Zerstäubung des Öls und damit
letztendlich eine verbesserte Verbrennung gewährleistet ist.
c) Die Starttemperatur bzw. Freigabetemperatur ist frei wählbar und nicht mehr durch
den Thermostaten des Ölvorwärmers 111 vorgegeben. Der Thermostat entfällt.
d) Die elektrische Überbrückung des Thermostaten entfällt. Sie kann mit Hilfe von
Software realisiert werden.
e) Sollte im Betrieb während einer bestimmten Zeitspanne keine Wärmeanforderung vorliegen,
da z.B. ein Temperaturanstieg aufgrund einer Durchsatzverringerung erfolgt, so prüft
die erfindungsgemäße Steuerungsvorrichtung 110 frühzeitig eine Störabschaltung und
führt sie gegebenenfalls durch bevor eine Düse des Ölbrenners oder eine Mischeinrichtung
desselben verkokst ist. Dies kommt einem integriertem Frühwarnsystem gleich, wodurch
die Standzeit des Ölbrenners erhöht wird.
[0012] Es liegt weiterhin im Sinne der Erfindung, daß die Steuerungsvorrichtung 110 des
weiteren Steuerungskomponenten eines Zündtransformators und/oder einer Flammenüberwachungs-Einrichtung
in integrierter Bauweise aufweisen kann. In diesem Fall übernimmt die Steuerungsvorrichtung
110 sämtliche Steuerungsfunktionen und/oder Regelungsfunktionen für den Ölvorwärmer
111 sowie den Zündtransformator und/oder die Flammenüberwachungs-Einrichtung. Hierdurch
wird ein hoher Integrationsgrad erzielt, der vor allem unter Kostenerwägungen günstig
ist.
Bezugszeichenliste:
[0013]
- 10
- Steuerungsvorrichtung
- 11
- Ölvorwärmer
- 12
- Heizelement
- 13
- Temperatursensor
- 14
- Steuerungskomponente
- 15
- Thermostat
- 110
- Steuerungsvorrichtung
- 111
- Ölvorwärmer
- 112
- Heizelement
- 113
- Temperatursensor
1. Steuerungsvorrichtung zum Steuern eines Ölbrenners, der einen Ölvorwärmer (111) mit
einem Heizelement (12) und einem Temperatursensor (113) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
temperaturspezifische Messwerte des Temperatursensors (113) des Ölvorwärmers unmittelbar
von der Steuerungsvorrichtung für den Ölbrenner verarbeitet und die Temperatur des
Ölvorwärmers (111) durch eine in die Logik der Steuerungsvorrichtung integrierte Steuerungskomponente
anhand der verarbeiteten Messwerte geregelt werden.
2. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe des weiteren eine Steuerungskomponente eines Zündtransformators und/oder
einer Flammenüberwachungs-Einrichtung in integrierter Bauweise aufweist.
3. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe des weiteren sämtliche Steuerungsfunktionen und/oder Regelungsfunktionen
für den Zündtransformators und/oder die Flammenüberwachungs-Einrichtung übernimmt.
1. Control device for controlling an oil burner which has an oil preheater (111) with
a heating element (12) and a temperature sensor (113),
characterized in that
temperature-specific values measured by the temperature sensor (113) of the oil preheater
are processed directly by the control device for the oil burner and the temperature
of the oil preheater (111) is controlled on the basis of the processed measured values
by a control component integrated into the logic of the control device.
2. Control device according to Claim 1, characterized in that it also has a control component of an ignition transformer and/or a flame monitor
unit of integrated construction.
3. Control device according to Claim 2, characterized in that it also assumes all control and/or regulating functions for the ignition transformer
and/or flame monitor unit.
1. Dispositif de commande pour commander un brûleur à huile qui comporte un préchauffeur
d'huile (111) avec un élément chauffant (112) et une sonde de température (113),
caractérisé en ce que des valeurs de mesure de la sonde de température (113) du préchauffeur d'huile qui
sont propres à la température sont traitées directement par le dispositif de commande
pour le brûleur à huile, et la température du préchauffeur d'huile (111) est régulée
par un élément de commande intégré dans le système logique du dispositif de commande,
à l'aide des valeurs de mesure traitées.
2. Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte également un élément de commande d'un transformateur d'allumage et/ou
d'un dispositif de contrôle de flamme, suivant une construction intégrée.
3. Dispositif de commande selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il assure également toutes les fonctions de commande et/ou de régulation pour le transformateur
d'allumage et/ou le dispositif de contrôle de flamme.