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EP 1 008 994 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.09.2003 Patentblatt 2003/37 |
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Anmeldetag: 09.10.1999 |
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Abschirmbehälter
Shielded container
Conteneur blindé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR LI |
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Priorität: |
09.12.1998 DE 19856685
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.06.2000 Patentblatt 2000/24 |
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Patentinhaber: GNB Gesellschaft für Nuklear-Behälter mbH |
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45127 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Spilker, Harry, Dr.-Ing.
31848 Bad Münder (DE)
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Vertreter: Honke, Manfred, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte,
Andrejewski, Honke & Sozien,
Theaterplatz 3 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 087 350 DE-C- 3 620 737 FR-A- 1 237 612 FR-A- 2 454 157
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DE-A- 2 255 996 DE-C- 4 402 282 FR-A- 2 074 726
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Abschirmbehälter aus Metall, insbesondere Stahl, für
den Transport und die Lagerung von abgebrannten Kernreaktorbrennelementen und dergleichen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem aus der Praxis bekannten Abschirmbehälter dieser Art sind die Längskammern
für den Neutronenmoderator durch auf den Behältermantel aufgeschweißte Radialstege
gebildet. Das ist aufwendig und in funktioneller Hinsicht nicht befriedigend. Über
die Kammerstege muß die gesamte im Abschirmbehälter entstehende Wärme durch Wärmeleitung
an die Oberfläche abgeleitet werden. Gammastrahlung soll durch das Metall des Behältermantels
und Neutronenstrahlung durch den Neutronenmoderator abgeschirmt werden. Sind die Radialstege
zu dünn, entsteht ein Wärmestau und damit zu hohe Innentemperaturen im Abschirmbehälter.
Sind die Radialstege zu dick, entsteht wegen des dort fehlenden Neutronenmoderators
ein sogenanntes Neutronenstreaming, d. h. eine erhöhte Dosisleistung durch Neutronen
an der Oberfläche. Die Dicke der Radialstege beinhaltet mithin immer einen Kompromiß.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Abschirmbehälter der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß er einfach herstellbar und funktionssicher ist.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Längskammern gemäß
dem kennzeichnenden Teil des Anspruch 1 herausgearbeitet sind.
[0005] Durch die schräge Anordnung der Längskammern wird eine optimale Einstellung der Abschirmeigenschaften
aus physikalischen Gründen möglich. Die Gammaabschirmung erfolgt nah an der Quelle
und die Neutronenabschirmung am Außenrand der Gammaabschirmung. Durch die Schrägstellung
des eingebauten Neutronenmoderators ist ein Neutronenstreaming ausgeschlossen, da
sich die Moderatorstege in radialer Richtung überdecken. Die Wärmeleitung wird durch
die Stege des Behältergrundmaterials in ausreichender Weise erreicht.
[0006] Für die Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten, deren
bevorzugte nachfolgend aufgeführt sind:
[0007] So sind die Längskammern vorzugsweise aus dem Behältermantel herausgefräst. Dabei
empfiehlt es sich, die Längskammern mit in Längsrichtung auslaufenden Enden auszuführen.
Die Längskammern sollten durch sich über mehrere, vorzugsweise vier Längskammern erstreckende
Segmentbleche verschlossen sein. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, die Segmentbleche
in Längsrichtung auf zwischen den Längskammern verlaufende Stege und in Umfangsrichtung
unterhalb der unteren sowie oberhalb der oberen auslaufenden Enden aufzuschweißen.
Im übrigen sollten die Segmentbleche vor dem Aufschweißen auf ihrer Außenseite mit
aufgeschweißten Längskühlrippen versehen werden, so daß eine spätere Anbringung am
Abschirmbehälter vermieden wird.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer schematisch ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Teil eines Abschirmbehälters im Querschnitt und
- Fig. 2
- den Gegenstand der Fig. 1 in einem Längsschnitt.
[0009] Der in den Figuren dargestellte Abschirmbehälter besteht aus Metall, insbesondere
Stahl und ist für den Transport und die Lagerung von abgebrannten Kernreaktorbrennelementen
oder dergleichen radioaktiven Gegenständen bestimmt. In seinem grundsätzlichen Aufbau
besteht er aus einem mit einem Boden 1 versehenen Behältermantel 2, auf den ein (nicht
dargestellter) Deckel aufsetzbar ist.
[0010] Der Behältermantel 2 verfügt an seiner Außenseite über Längskammern 3, die mit Neutronenmoderator
4 gefüllt sind und durch aufgeschweißte Segmentbleche 5 verschlossen sind. Diese Längskammern
3 sind, wie man unschwer aus den Figuren entnimmt, in einem stumpfen Winkel zur radialen
Richtung R verlaufend und in radialer Richtung R eine Moderatorüberdeckung erzeugend
aus dem Behältermantel 2 herausgefräst. Dabei weisen die Längskammern 3 in Längsrichtung
auslaufende Enden 6 auf (vgl. Fig. 2).
[0011] Die Längskammern 3 sind durch sich über vier Längskammern 3 erstreckende Segmentbleche
5 verschlossen, die in Längsrichtung auf zwischen den Längskammern verlaufende Stege
7 (vgl. Fig. 1) und in Umfangsrichtung unterhalb der unteren sowie oberhalb der oberen
auslaufenden Enden 6 aufgeschweißt sind. (vgl. Fig. 2). Im übrigen erkennt man aus
den Figuren ohne weiteres, daß die Segmentbleche 5 auf ihrer Außenseite aufgeschweißte
Längskühlrippen 8 aufweisen.
1. Abschirmbehälter aus Metall, insbesondere Stahl, für den Transport und die Lagerung
von abgebrannten Kernreaktorbrennelementen und dergleichen, mit einem Behältermantel
(2), der an seiner Außenseite mit Neutronenmoderator (4) gefüllte, durch aufgeschweißte
Bleche (5) verschlossene Längskammern (3) aufweist, wobei die Längskammern (3) in
einem stumpfen Winkel zur radialen Richtung (R) verlaufen und in radialer Richtung
(R) eine Moderatorüberdeckung erzeugend am Behältermantel (2) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskammern (3) aus dem Behältermantel (2) herausgefräst und durch sich über
mehrere Längskammern (3) erstreckende Segmentbleche (5) verschlossen sind.
2. Abschirmbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskammern (3) in Längsrichtung auslaufende Enden (6) aufweisen.
3. Abschirmbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskammern (3) durch sich über vier Längskammern (3) erstreckende Segmentbleche
(5) verschlossen sind.
4. Abschirmbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentbleche (5) in Längsrichtung auf zwischen den Längskammern (3) verlaufende
Stege (7) und in Umfangsrichtung unterhalb der unteren sowie oberhalb der oberen auslaufenden
Enden (6) aufgeschweißt sind.
5. Abschirmbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentbleche (5) auf ihrer Außenseite aufgeschweißte Längskühlrippen (8) aufweisen.
1. A shielding container of metal, in particular, steel, for transporting and storing
spent nuclear reactor fuel elements and the like, with an outer container wall (2),
the outside of which contains longitudinal chambers (3) that are filled with a neutron
moderator (4) and closed by welding on plates (5), wherein the longitudinal chambers
(3) extend at an obtuse angle referred to the radial direction (R) and are arranged
on the outer container wall (2) in the radial direction (R) such that a moderator
cover is formed, characterized by the fact that the longitudinal chambers (3) are machined into the outer container
wall (2) and closed with segmental plates (5) that extend over several longitudinal
chambers (3).
2. The shielding container according to Claim 1, characterized by the fact that the longitudinal chambers (3) have ends (6) that are tapered in the
longitudinal direction.
3. The shielding container according to Claim 1 or 2, characterized by the fact that the longitudinal chambers (3) are closed with segmental plates (5)
that extend over four longitudinal chambers (3).
4. The shielding container according to one of Claims 1 - 3, characterized by the fact that the segmental plates (5) are welded to webs (7) that extend between
the longitudinal chambers (3) in the longitudinal direction, and by the fact that
the segmental plates are welded to the outer container wall underneath the lower and
above the upper tapered ends (6) in the circumferential direction.
5. The shielding container according to one of Claims 1 - 4, characterized by the fact that the segmental plates (5) contain longitudinal cooling ribs (8) that
are welded to their outer sides.
1. Conteneur blindé en métal, en particulier en acier, pour le transport et le stockage
d'éléments brûlés de combustion de réacteurs nucléaires et similaires, avec une chemise
(2), qui présente sur sa face externe des cavités longitudinales (3) remplies de modérateur
de neutrons (4) fermées par des tôles (5) soudées, les cavités longitudinales (3)
s'étendant dans un angle obtus par rapport au sens radial (R) et un recouvrement formant
un modérateur dans le sens radial (R) étant prévu sur la chemise du conteneur (2),
caractérisé en ce que les cavités longitudinales (3) sont fraisées dans la chemise du conteneur (2) et
fermées par des tôles segmentées (5) s'étendant sur plusieurs cavités longitudinales
(3).
2. Conteneur blindé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cavités longitudinales (3) présentent des extrémités (6) sortant dans le sens
longitudinal.
3. Conteneur blindé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cavités longitudinales (3) sont fermées par des tôles segmentées (5) s'étendant
sur quatre cavités longitudinales (3).
4. Conteneur blindé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les tôles segmentées (5) sont soudées dans le sens longitudinal sur des traverses
(7) s'étendant entre les cavités longitudinales (3) et dans le sens du volume en dessous
des extrémités sortantes (6) inférieures aussi qu'au dessus des supérieures.
5. Conteneur blindé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les tôles segmentées (5) présentent des nervures de refroidissement longitudinales
(8) soudées sur leur face externe.
