[0001] Die Erfindung betrifft eine Entladungslampe mit einem Entladungsraum, der von einem
Außenrohr aus dielektrischem Material, und von einem eine Innenwandung aufweisenden
Innenrohr aus dielektrischem Material begrenzt wird, und mit einer im Bereich des
Außenrohres angeordneten Außenelektrode und einer spiralförmigen, an der Innenwandung
des Innenrohres anliegenden Innenelektrode.
[0002] Eine derartige Entladungslampe ist in der DE-A 196 13 502 beschrieben. Es handelt
sich dabei um einen Excimerstrahler mit einem geschlossenen Entladungsraum, der als
Ringspalt zwischen zwei koaxial zueinander angeordneten Quarzglasrohren ausgebildet
ist. Der Entladungsraum enthält ein unter Entladungsbedingungen Excimere bildendes
Füllgas. Auf der Außenwandung des äußeren Quarzglasrohres ist eine Außenelektrode
in Form eines Netzes vorgesehen, während die Innenelektrode durch eine an der Innenwandung
des inneren Quarzglasrohres anliegende Drahtspirale gebildet wird. Beim Anlegen einer
Hochspannung zwischen Außen- und Innenelektrode werden im Füllgas des Entladungsraumes
sogenannte Excimere gebildet, die je nach chemischer Zusammensetzung nicht kohärente,
jedoch im wesentlichen monochromatische UV-Strahlung abgeben. Die Entladung zwischen
den Elektroden verläuft dabei durch den Entladungsraum in Form feiner Stromfäden,
die als Filamente bezeichnet werden.
[0003] Bei dem bekannten Excimerstrahler läßt sich die Innenelektrode in Form der Drahtspirale
relativ einfach montieren. Die Filamente konzentrieren sich bei dieser Ausführungsform
jedoch im Bereich der Drahtspirale. Für Anwendungen des Excimerstrahlers, bei denen
eine homogene Verteilung erwünscht ist, kann es darüberhinaus erforderlich sein, ein
gleichmäßiges Anliegen der Drahtspirale an der Innenwandung des Innenrohres zu gewährleisten.
[0004] Aus der EP-A1 767 484 ist eine ähnliche Ausführungsform eines Excimer-Strahlers bekannt,
bei dem jedoch die Innenelektrode in Form eines Metallrohres mit einem in Richtung
der Strahlerachse verlaufenden Längsschlitz ausgebildet ist. Zum Montieren der Innenelektrode
wird das geschlitzte Metallrohr etwas zusammengerollt und dann in das Innenrohr eingeführt.
Dadurch wird ein festes Anliegen der Innenelektrode an der Innenwandung erreicht,
so daß die sich im Entladungsraumes bildenden Filamente im wesentlichen homogen verteilt
sind. Allerdings neigen die Filamente bei vertikal orientierter Strahlerachse dazu,
entlang dem Längsschlitz zu wandern.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Entladungslampe anzugeben, bei
der die Innenelektrode leicht zu montieren ist, fest an der Innenwandung anliegt,
und bei der die Filamente im Entladungsraum homogen verteilt, und auch bei senkrechtem
Einbau stabil sind.
[0006] Diese Aufgabe wird ausgehend von der eingangs beschriebenen Entladungslampe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß die Innenelektrode in Form eines elastischen Spiralbandes ausgebildet
ist, das im entspannten Zustand einen Außendurchmesser umschreibt, der größer ist
als der Innendurchmesser des Innenrohres.
[0007] Die Spiralform der Innenelektrode verhindert ein Wandern der Filamente, und zwar
unabhängig von der Orientierung der Entladungslampe. Durch die Ausbildung der Innenelektrode
in Form eines Spiralbandes wird ein flächiges Anliegen der Innenelektrode an der Innenwandung
des Innenrohres, und damit einhergehend eine Homogenisierung des elektrischen Feldes
im Entladungsraum und damit eine homogene Verteilung der Filamente erreicht. Unter
einem Spiralband wird dabei ein spiralförmig aufgewickeltes Band aus einem elektrisch
leitenden Material verstanden, das eine im wesentlichen flache, an der Innenwandung
anliegende Oberseite aufweist. Die elastische Verformbarkeit des Spiralbandes erleichtert
die Montage im Innenrohr, indem es etwas langgezogen und dadurch enger zusammengerollt
in das Innenrohr eingeführt und anschließend losgelassen wird. Dadurch, daß das Spiralband
im entspannten Zustand einen Außendurchmesser umschreibt, der größer ist als der Innendurchmesser
des Innenrohres, wird gewährleistet, daß es an der Innenwandung fest anliegt. Unter
dem Außendurchmesser wird dabei der maximale Durchmesser des Querschnitts senkrecht
zur Spiral-Längsachse verstanden. Das Spiralband befindet sich im entspannten Zustand,
wenn keine äußeren Kräfte darauf einwirken.
[0008] Die Ausbildung der Innenelektrode gemäß der Erfindung löst somit die oben genannte
technische Aufgabe. Darüberhinaus kann die so ausgebildete Innenelektrode als Reflektor
wirken, und sie ist nicht nur für gerade, sondern auch für gebogene Innenrohre geeignet.
[0009] Vorteilhafterweise weist das Spiralband zwischen benachbarten Windungsabschnitten
einen Spalt mit einer Spaltweite zwischen 0,2 mm und 5 mm auf. Je kleiner der Spalt
zwischen benachbarten Windungsabschnitten gewählt wird, umso homogener ist die Verteilung
der Filamente im Entladungsraum, und umso effektiver ist die reflektierende Wirkung
des Spiralbandes. Mit enger werdendem Spalt nimmt jedoch die Verformbarkeit des Spiralbandes
ab, was die Montage erschwert. Bevorzugt liegt die Spaltweite zwischen 0,5 mm und
2 mm.
[0010] Besonders bewährt hat sich ein Spiralband, bei dem die dem Entladungsraum zugewandte
Oberseite des Spiralbandes im Querschnitt gesehen eben ausgebildet ist, und eine Breite
zwischen 3 mm und 30 mm, vorzugsweise zwischen 5 und 10 mm aufweist. Mit zunehmender
Breite der flachen Oberseite nimmt die feld-homogenisierende und reflektierende Wirkung
der Innenelektrode zu, und ihre Verformbarkeit ab.
[0011] Als günstig im Hinblick auf seine elastische Verformbarkeit hat sich ein Spiralband
mit einer Dicke zwischen 0,1 mm und 1 mm erwiesen. Das Spiralband besteht dabei vorzugsweise
Edelstahl oder aus einem Federstahl.
[0012] Es wird eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Entladungslampe bevorzugt, bei
der die dem Entladungsraum zugewandte Oberseite des Spiralbandes mit einer UV-Strahlung
reflektierenden Oberfläche ausgebildet ist. Die Reflektivität der Oberfläche kann
durch eine geeignete Beschichtung oder durch Politur eingestellt werden.
[0013] Bei einer Entladungslampe mit gebogenem Innenrohr, ist eine in Form eines elastischen
Spiralbandes ausgebildete Innenelektrode besonders geeignet. Aufgrund ihrer Biegsamkeit
kann sich die Innenelektrode der Biegung des Innenrohres anpassen. Die Biegung kann
als Knick oder als kontinuierliche Krümmung ausgeführt sein. Als Beispiele wäre eine
kreisförmige, halbkreisförmige, bananenförmige oder U-förmige Krümmung des Innenrohres
zu nennen.
[0014] Besonders bewährt hat sich der Einsatz des Spiralbandes bei einer Entladungslampe,
mit einem Entladungsraum, in dem ein unter Entladungsbedingungen Excimere bildendes
Füllgas enthalten ist.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles und einer Zeichnung
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen im einzelnen in schematischer Darstellung
- Figur 1
- eine Ausführungsform einer Innenelektrode für eine erfindungsgemäße Entladungslampe
in einer Seitenansicht, und
- Figur 2
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Entladungslampe in einer Ausführung
mit gebogenem Innenrohr und mit der in Figur 1 dargestellten Innenelektrode, in einer
Seitenansicht.
[0016] In
Figur 1 ist schematisch eine für einen Excimerstrahler geeignete Innenelektrode in Form eines
Spiralbandes dargestellt, dem insgesamt die Bezugsziffer 1 zugeordnet ist. Das Spiralband
1 besteht aus einem spiralförmig gebogenen Metallstreifen 2 aus elastischem Edelstahl
(18/8 CrNi-Stahl) mit einer Dicke von 0,5 mm und einer Breite "B" von 6 mm. Das Spiralband
1 weist im entspannten Zustand einen Außendurchmesser "D" von 17 mm und eine Länge
"L" von 160 mm auf. Zwischen benachbarten Windungsabschnitten des Spiralbandes 1 ist
ein gleichmäßiger Spalt "S" mit einer Spaltweite von 1,3 mm vorgesehen. Die nach außen
weisende Oberseite 3 des Metallstreifens 2 ist vollkommen eben, poliert und weist
eine glänzende Oberfläche auf.
[0017] Aus
Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel für den Einsatz der in Figur 1 dargestellten Innenelektrode
in einem gebogenen Excimerstrahler ersichtlich. Der Excimerstrahler weist einen geschlossenen,
mit KrCl gefüllten Entladungsspalt 4 auf, der einerseits von einem Innenrohr 5 aus
Quarzglas, und andererseits von einem Außenrohr 6 aus Quarzglas begrenzt ist. Innenrohr
5 und Außenrohr 6 verlaufen koaxial zueinander und sind an den Enden jeweils miteinander
verschmolzen. Etwa in der Mitte des Excimerstrahlers weisen Innenrohr 5 und Außenrohr
6 einen Knick 8 mit einem Knickwinkel von ca. 40 ° auf. Auf der Außenwandung des Außenrohres
6 liegt eine Außenelektrode in Form eines Metallnetzes 9 an. Die Innenelektrode ist
in Form eines elastischen Spiralbandes 1 ausgebildet, wie es anhand Figur 1 näher
erläutert ist. Das Spiralband 1 liegt mit seiner im Querschnitt flachen Oberseite
3 an der Rohr-Innenwandung 10 des Innenrohres 5 fest an (in Figur 2 ist nur zum Zweck
einer deulicheren Darstellung ein Spalt gelassen). Dies wird dadurch erreicht, daß
der Innendurchmesser "I" des Innenrohres 5 mit 16 mm geringfügig kleiner ist, als
der Außendurchmesser "D" des Spiralbandes 1, der im entspannten Zustand bei 17 mm
liegt. Das Spiralband 1 läßt sich in das Innenrohr 5 leicht einführen, indem es ein
wenig langgezogen wird, wodurch es sich enger zusammenrollt. Nach dem Loslassen entspannt
es sich soweit möglich und legt sich dabei an der Innenwandung 10 des Innenrohres
5 trotz dessen Knick 8 fest an. Durch das flächige Anliegen des Spiralbandes 1 an
der Innenwandung 10 des Innenrohres 5 wird eine Homogenisierung des elektrischen Feldes
im Entladungsraum 4 und damit eine homogene Verteilung der Filamente erreicht. Die
Spiralform der Innenelektrode verhindert ein Wandern der Filamente, und zwar auch
bei einer vertikalen Orientierung des Excimerstrahlers. Aufgrund der polierten, glänzenden
Oberseite 3 wirkt das Spiralband 1 gleichzeitig als Reflektor.
[0018] Die erfindungsgemäße Entladungslampe kann beispielsweise in Form eines Excimerstrahlers
bei einer Tauchlampe eingesetzt werden.
1. Entladungslampe mit einem Entladungsraum (4), der von einem Außenrohr (6) aus dielektrischem
Material, und von einem eine Innenwandung (10) aufweisenden Innenrohr (5) aus dielektrischem
Material begrenzt wird, und mit einer im Bereich des Außenrohres (6) angeordneten
Außenelektrode (9) und einer spiralförmigen, an der Innenwandung (10) des Innenrohres
(5) anliegenden Innenelektrode, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenelektrode in
Form eines elastischen Spiralbandes (1) ausgebildet ist, das im entspannten Zustand
einen Außendurchmesser (D) umschreibt, der größer ist als der Innendurchmesser des
Innenrohres (5).
2. Entladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiralband (1) zwischen
benachbarten Windungsabschnitten einen Spalt (S) mit einer Spaltweite zwischen 0,5
mm und 5 mm aufweist.
3. Entladungslampe nach Anspruch 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die Spaltweite zwischen
0,5 mm und 2 mm eingestellt ist.
4. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Entladungsraum (4) zugewandte Oberseite (3) des Spiralbandes (1) im Querschnitt
gesehen eben ausgebildet ist, und eine Breite zwischen 3 mm und 30 mm, vorzugsweise
zwischen 5 und 10 mm aufweist.
5. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Spiralband (1) eine Dicke zwischen 0,1 mm und 1 mm aufweist.
6. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Entladungsraum (4) zugewandte Oberseite (3) des Spiralbandes (1) mit einer
UV-Strahlung reflektierenden Oberfläche ausgebildet ist.
7. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Spiralband (1) aus Edelstahl besteht.
8. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Innenrohr (5) gebogen ist.
9. Entladungslampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
im Entladungsraum ein unter Entladungsbedingungen Excimere bildendes Füllgas enthalten
ist.