[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kunststoff-Lichtschacht gemäß der im Oberbegriff
des Patentanspruches 1 angegebenen Gattung.
[0002] Ein typischer Kunststoff-Lichtschacht nach dem Stand der Technik ist in Fig. 7 in
einer Seitenschnittansicht gezeigt. Dieser Lichtschacht weist eine Seitenwand 1 auf,
die in ihrem oberen Bereich als Lagerabschnitt 10 ausgebildet ist. Auf dem Lagerabschnitt
10 liegt ein äußeres Teil 5 einer Abdeckung 4 auf. Die gezeigte Abdeckung 4 wird meist
durch einen Metall-Gitterrost gebildet, der an seinem Umfang einen im Querschnitt
U-förmigen Blechstreifen aufweist, der das äußere Teil darstellt, das auf dem Lagerabschnitt
10 aufliegt. Da die aufgelegte Abdeckung üblicherweise auch gegen ein Verrutschen
gesichert sein muß, weisen herkömmliche Lichtschächte einen umlaufenden Randabschnitt
11 auf, der gegenüber dem Lagerabschnitt 10 im rechten Winkel vorsteht und somit ein
Verrutschen der Abdeckung verhindert.
[0003] Insbesondere der Randabschnitt 11 des herkömmlichen Kunststoff-Lichtschachts ist
- beispielsweise aufgrund von Stoßkräften oder Trittkräften durch Fußgänger - einer
starken Beanspruchung ausgesetzt. Um daher einem Verschleiß des Randabschnitts entgegenzuwirken,
wird der Kunststoff-Randabschnitt 11 bekanntermaßen durch ein spezielles widerstandsfähiges
Einsatzteil ersetzt. Genauer gesagt wird der Kunststoff-Lichtschacht zunächst ohne
einen Randabschnitt angefertigt. In einem weiteren Arbeitsschritt wird dann das Einsatzteil
auf den Lagerabschnitt montiert, so daß es senkrecht vom Lagerabschnitt vorragt.
[0004] Da das Einsatzteil daher in vollem Umfang die Funktion eines Randabschnittes übernimmt,
ist sowohl die Struktur als auch die Befestigung des Einsatzteiles am Lagerabschnitt
des Kunststoff-Schachtes kompliziert und aufwendig.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Kunststoff-Lichtschacht zu schaffen,
der kostengünstig und zugleich in einfacher Weise gegen hohe Belastungen geschützt
werden kann.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Erfindungsgemäß wird der Kunststoff-Lichtschacht zusammen mit dem Randabschnitt
einstückig ausgebildet und auf den Randabschnitt ein aus einem widerstandsfähigen
Material angefertigter Kantenschutz gesetzt. In seiner einfachsten Ausführungsform
ist ein derartiger Kantenschutz lediglich ein Steg, der auf eine Oberseite des Randabschnitts
gesetzt wird. Durch diesen Steg wird die aufgenommene Last über die gesamte Oberseite
des Randabschnitts verteilt, so daß auf den Randabschnitt eine relativ geringe Flächenlast
wirkt.
[0007] Ein solcher Kantenschutz nimmt lediglich senkrecht auf den Randabschnitt wirkende
Stoßbelastungen auf, so daß entsprechend sowohl Struktur als auch Befestigung des
Kantenschutzes einfach ausführbar sind. Es läßt sich also ein vergleichsweise konstengünstiger
Kunststoff-Lichtschacht herstellen, der dennoch in hohem Maße belastbar ist.
[0008] Bevorzugter Weise wird der Kantenschutz aus einem metallischen Werkstoff, wie Stahl,
hergestellt. Ein entsprechender Kantenschutz ist einfach und billig herzustellen und
sehr widerstandsfähig. Um den Kantenschutz gegen Rost zu schützen, kann dieser verzinkt
werden oder auch aus rostfreiem Stahl hergestellt werden.
[0009] Als vorteilhaft hat sich eine im Profil L-förmige Gestaltung des Kantenschutzes erwiesen.
Demnach ist am vorbeschriebenen Steg ein zusätzlicher Schenkel ausgebildet, der an
der Innenwand oder der Außenwand des Randabschnitts angelegt werden kann. Ein solcher
Schenkel kann mit einem Halteelement versehen werden, mit dessen Hilfe der Kantenschutz
an dem Randabschnitt befestigbar ist.
[0010] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform hat der Kantenschutz ein U-förmiges
Profil, wobei der Innenschenkel und der Außenschenkel über den Steg verbunden sind,
so daß der Randabschnitt vom Innen- und Außenschenkel eingeklammert ist. In diesem
Fall kann der Innenschenkel mit der Innenwand des Randabschnitts in Flächenkontakt
sein, während der Kantenschutz über den Außenschenkel an dem Randabschnitt befestigt
werden kann.
[0011] Was die Befestigung eines derart geformten Kantenschutzes angeht, ist der Einfachheit
halber eine Rastverbindung zwischen Außenschenkel und Randabschnitt bevorzugt, in
der ein am Außenschenkel des Kantenschutzes vorgesehener Rastvorsprung in eine Rastvertiefung
des Randabschnitts eingerastet werden kann. Eine derartige Rastverbindung verhindert
effektiv, daß sich der auf dem Randabschnitt montierte Kantenschutz entgegen der Montagerichtung
des Kantenschutzes verschiebt. Ein ungewolltes Ablösen des Kantenschutzes von dem
Randabschnitt kann somit zuverlässig verhindert werden. Denkbar ist in diesem Zusammenhang
auch einen der Schenkel des Kantenschutzes über eine Schraubverbindung am Randabschnitt
zu befestigen.
[0012] Zugleich kann der bei einer Rastverbindung am Außenschenkel vorgesehenen Rastvorsprung
als ein Abstandhalter dienen, der den Außenschenkel über einen Zwischenraum von der
Außenwand des Randabschnitts beabstandet hält. Dies bewirkt, daß lediglich der Rastvorsprung
des Außenschenkels mit dem Randabschnitt in Eingriff ist. Je nach Form des Rastvorsprunges
können somit zwischen dem Außenschenkel und dem Randabschnitt ein Linienkontakt oder
Punktkontakte hergestellt werden. Im Gegensatz zu einem Flächenkontakt können solche
Linien- oder Punktkontakte eine Längsverschiebung des auf dem Randabschnitt montierten
Kantenschutzes sicher verhindern.
[0013] Um den Randabschnitt - insbesondere dessen Oberseite - noch besser vor äußeren Belastungen
zu schützen, können zwischen dem oben erwähnten Steg des Kantenschutzes und der Oberseite
des Randabschnitts zusätzliche Abstandhalter vorgesehen werden, so daß zwischen dem
Steg und der Oberseite ein zusätzlicher, als Dämpfungszone fungierender Zwischenraum
geschaffen wird. Auf den Steg einwirkende Belastungen werden daher nicht unmittelbar
auf den Randabschnitt übertragen, sondern beispielsweise durch eine Verformung des
Stegs oder der Abstandhalter aufgenommen.
[0014] Diesbezüglich hat es sich im Falle eines L-förmigen oder U-förmigen Kantenschutzes
als besonders vorteilhaft erwiesen, ein Ende eines Schenkels auf einer Stützfläche
abzustützen. Eine äußere Belastungskraft, beispielsweise eine Trittkraft durch einen
Fußgänger, wird folglich über den Steg des Kantenschutzes nicht auf die Oberseite
des Randabschnitts übertragen, sondern über den Steg und den abgestützten Schenkel
des Kantenschutzes zur Stützfläche hin überbrückt. Die oben genannte Stützfläche kann
zweckmäßiger Weise der Auflagerfläche des Lagerabschnitts entsprechen.
[0015] Ist daher ein Innenschenkel eines U-förmigen Kantenschutzes auf der Auflagerfläche
abgestützt, kann eine entgegen der Montagerichtung des Kantenschutzes gerichtete Stützkraft
am Innenschenkel des Kantenschutzes angreifen. Eine solche Stützkraft kann einen am
Außenschenkel befindlichen Rastvorsprung entgegen der Montagerichtung des Kantenschutzes
gegen die Rastvertiefung pressen, wodurch der U-förmige Kantenschutz fest zwischen
der Auflagerfläche und der Rastvertiefung eingeklemmt werden kann.
[0016] Die Rastvorsprünge sind normalerweise einstückig an dem Außenschenkel des Kantenschutzes
ausgebildet. Bevorzugtermaßen werden die Rastvorsprünge in den Außenschenkel des Kantenschutzes
gestanzt. Hierbei ist es besonders günstig, die Rastvorsprünge die Form einer Klaue
zu geben, die zur Vermeidung einer Längsverschiebung des auf dem Randabschnitt montierten
Kantenschutzes mit der Außenwand des Randabschnitts in punktförmigen Eingriff treten
kann bzw. sich in der Außenwand festkrallen kann. Eine solche klauenartige Form kann
beispielsweise durch einen tetraederförmig in den Außenschenkel gestanzten Rastvorsprung
erreicht werden.
[0017] Alternativ hierzu kann der Rastvorsprung auch als eine in Längsrichtung des Kantenschutzes
durchgehend verlaufende Rastnase ausgebildet sein, die mit der am Randabschnitt vorgesehenen
Rastvertiefung in einen linienförmigen Rasteingriff bringbar ist. In diesem Fall -
wie auch im Falle der oben dargelegten tetraederförmigen Rastvorsprünge - kann die
Rastvertiefung die Form einer in Längsrichtung des Randabschnitts durchgehend verlaufenden
Hinterschneidung haben.
[0018] Allerdings kann auch eine Rastvertiefung vorgesehen werden, die aus einer Mehrzahl
von in Längsrichtung des Randabschnitts verlaufenden Rastfenstern ausgebildet ist.
In einem solchen Fall können beispielsweise in jedes Rastfenster Rastvorsprünge ragen,
so daß eine etwaige Längsverschiebung des auf dem Randabschnitt montierten Kantenschutzes
gestoppt wird, sobald ein Rastvorsprung mit einem Rastfenster in Anlage tritt.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf Zeichnungen näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kunststoff-Lichtschachts
in Raumschnittansicht;
Fig. 2 das erste Ausführungsbeispiel im Montagezustand in Seitenschnittansicht;
Fig. 3 das erste Ausführungsbeispiel im Montagezustand in Raumschnittansicht;
Fig. 4 das erste Ausführungsbeispiels im Montagezustand in Draufsicht;
Fig. 5a ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kunststoff-Lichtschachtes
in Raumschnittansicht; sowie Fig. 5b das zweite Ausführungsbeispiel im Montagezustand
in Seitenschnittansicht;
Fig. 6a ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kunststoff-Lichtschachtes
in Raumschnittansicht; sowie Fig. 6b das dritte Ausführungsbeispiels im Montagezustand
in Seitenschnittansicht; und
Fig. 7 einen aus dem Stand der Technik bekannten herkömmlichen Kunststoff-Lichtschacht
mit einer Abdeckung.
[0021] Fig. 1 zeigt ein ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in Raumschnittansicht.
Demgemäß ist ein Teil eines umlaufenden Lagerabschnitts 10 eines Kunststoff-Lichtschachtes
gezeigt. Auf den Lagerabschnitt 10 kann ein nicht dargestelltes äußeres Teil einer
Abdeckung, beispielsweise eines Gitterrosts, aufgelegt werden. Um ein seitliches Verrutschen
dieser Abdeckung relativ zum Lagerabschnitt 10 zu verhindern, ist am Lagerabschnitt
10 ein Randabschnitt 11 vorgesehen. Der Randabschnitt 11 ist im rechten Winkel einstückig
am Lagerabschnitt 10 angeformt, so daß eine Verschiebung der auf dem Lagerabschnitt
10 gelagerten Abdeckung von einer Innenseite 12 des Randabschnitts 11 gestoppt wird.
An der der Innenseite 12 gegenüberliegenden Außenseite 13 des Randabschnittes 11 ist
eine Rastvertiefung vorgesehen. In Fig. 1 ist diese Rastvertiefung inmitten der Außenseite
13 als eine Hinterschneidung 14 ausgebildet, die sich in Längsrichtung des Randabschnittes
11 durchgehend erstreckt. Wie nachfolgend beschrieben, bewirkt diese Hinterschneidung
14 eine Verrastung mit einem Kantenschutz 20.
[0022] Ein solcher Kantenschutz 20 ist als ein Preßteil aus einem Metallblechstreifen ausgebildet
und dient zum Schutz des Randabschnitts 11. Gemäß Fig. 1 wird der Kantenschutz 20
in einer Montagerichtung A auf den Randabschnitt 11 aufgesetzt. Im einzelnen ist dieser
Kantenschutz 20 als ein mit einem U-Profil versehener Blechstreifen ausgebildet, der
einen Innenschenkel 22 und einen Außenschenkel 21 hat, die über einen Steg 27 verbunden
sind. Im Mittelbereich des Außenschenkels 21 sind in Kantenschutz-Längsrichtung B
voneinander beabstandete Rastvorsprünge 23 vorgesehen, von denen einer in Fig. 1 gezeigt
ist.
[0023] Der in Fig. 1 dargestellte Rastvorsprung 23 ist ein in dem Außenschenkel 21 eingestanzter
Rastzacken, der die Form eines Tetraeders mit den Seiten 23a, 23b und 23c aufweist.
Die in Fig. 1 obere horizontale Seite 23b des Tetraeders ist zur Montagerichtung A
des Kantenschutzes 20 senkrecht, während die Seite 23a des Tetraeders entgegen der
Montagerichtung A zum gegenüberliegenden Innenschenkel 22 hin geneigt ist und die
Seite 23c des Tetraeders zur Außenwand des Randabschnittes 11 und zur Längsrichtung
B des Kantenschutzes senkrecht ist.
[0024] In Fig. 2 ist der Kantenschutz 20 im Montagezustand gezeigt, d.h. der Kantenschutz
20 ist mit dem Randabschnitt 11 verrastet. Hierbei liegt der Innenschenkel 22 des
Kantenschutzes an der Innenseite 12 des Randabschnittes 11, während sein Außenschenkel
21 auf der Außenseite 13 des Randabschnitts 11 ruht. Die Rastverbindung wird im einzelnen
dadurch bewirkt, daß die Seite 23b des tetraederförmigen Rastzackens 23 in Flächenkontakt
mit der Hinterschneidung 14 gebracht ist.
[0025] Aufgrund dieses Flächenkontakts der Seite 23b des Rastzackens 23 mit der Hinterschneidung
14 wird vorteilhafterweise ein Abheben des Kantenschutzes 20 vom Randabschnitt 11
entgegen seiner Montagerichtung A verhindert.
[0026] Zur Verstärkung der Rastverbindung ist der Randabschnitt 11 zwischen dem Innen- und
Außenschenkel 21, 22 eingeklemmt. Die Spitze des tetraederförmigen Rastzackens 23
ist dabei so ausgebildet, daß sie sich in die Außenwand 13 krallt. Dieser Eingriff
der Spitze des Rastzackens 23 in die Außenwand 13 des Randabschnitts bewirkt zudem,
daß der Kantenschutz längs des Randabschnittes 11 festgelegt ist und sich somit nicht
relativ zum Randabschnitt 11 in eine Längsrichtung verschiebt.
[0027] Wie oben erwähnt, verläuft die Seite 23c des tetraederförmigen Rastzackens 23 senkrecht
zum Außenschenkel 21 des Kantenschutzes, so daß der Rastzacken 23 annähernd die Form
einer Klaue hat. Eine solche Klauen-Form ist besonders gut geeignet, sich als Reaktion
auf eine Verschiebung des Kantenschutzes in der gemäß Fig. 1 angedeuteten Richtung
B in die Außenwand 13 festzukrallen.
[0028] Dieser oben erwähnte Klauen-Effekt findet in dem in Fig. 4 in Draufsicht gezeigten
Zusammenbau Anwendung. Genauer gesagt ist hierbei berücksichtigt worden, daß die Seiten
23c benachbarter Rastzacken 23 in Umfangsrichtung des umlaufenden Randabschnittes
11 einander zugewandt sind. Hierdurch wird eine Längsverschiebung des auf dem Randabschnitt
montierten Kantenschutzes 20 sowohl in Pfeilrichtung B als auch in Gegenrichtung wirkungsvoll
verhindert. Gemäß dieser Darstellung ist zudem in den Seiten 23b und 23c der gezeigten
Rastzacken 23 ein durch das Stanzen bedingter Durchbruch durch den Außenschenkel 21
vorhanden, wodurch der oben dargelegte Klauen-Effekt verstärkt wird.
[0029] Weiter geht aus der Fig. 3 hervor, daß im montierten Zustand ein freies Ende 26 des
Innenschenkeis 22 unter Schaffung eines Zwischenraums 24b zwischen dem Steg 27 des
Kantenschutzes 20 und einer Oberseite 25 auf einer Stützfläche 10a des Lagerabschnitts
10 abgestützt ist. Eine senkrecht auf die Oberseite des Randabschnitts 11 gerichtete
Belastungskraft, beispielsweise eine Trittkraft durch einen Fußgänger, wird daher
vorteilhafter Weise über den Steg 27 des Kantenschutzes 20 und den Innenschenkel 22
des Kantenschutzes 20 auf die Stützfläche 10a des Lagerabschnitts 10 überbrückt. Die
Oberseite 25 des Randabschnitts 11 verbleibt somit ohne jegliche Belastung.
[0030] Wie z.B. der Fig. 2 zu entnehmen ist, ist der Kantenschutz 20 einerseits über seinen
Innenschenkel 22 auf der Stützfläche 10a abgestützt und andererseits über seinen Rastvorsprung
23c an der Hinterschneidung 14 abgestützt. Eine von der Stützfläche 10a auf den Innenschenkel
entgegen der Montagerichtung A des Kantenschutzes übertragene Stützkraft bewirkt folglich,
daß der am Außenschenkel 21 befindliche Rastzacken 23 entgegen der Montagerichtung
A des Kantenschutzes an die Hinterschneidung 14 gepresst wird. Der derart in Vorspannung
gebrachte Kantenschutz 20 wird somit sicher zwischen der Stützfläche 10a und der Hinterschneidung
14 eingeklemmt.
[0031] In dem vorbeschriebenen Montagezustand befindet sich der Innenschenkel 22 des Kantenschutzes
20 in Flächenkontakt mit der Innenseite 12 des Randabschnitts 11. Währenddessen ist
die Außenseite 13 des Randabschnitts 11 lediglich mit dem Rastzacken 23 des Kantenschutzes
in punktförmiger Berührung, so daß der Rastzacken 23 den Außenschenkel 21 über einen
den Randabschnitt 11 schützenden Zwischenraum 24a von der Außenseite 13 des Randabschnitts
11 beabstandet. Dieser Zwischenraum 24a umgibt zusammen mit dem oben erwähnten Zwischenraum
24b die Oberseite 25 des Randabschnitts 11.
[0032] Fig. 5a zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel des oben dargelegten Kantenschutzes
20. Demgemäß ist die Rastvertiefung nicht in Form einzelner Rastzacken 23, sondern
als eine entlang der Längsrichtung des Außenschenkels 21 durchgehend verlaufende Rastnase
33 ausgebildet, die zum gegenüberliegenden Innenschenkel 22 hin ausgewölbt ist. Wie
aus der Fig. 5b ersichtlich, ist die Rastnase 33 mit der durchgehenden Hinterschneidung
14 am Randabschnitt 11 verrastet. Genauer gesagt befindet sich im dargestellten Montagezustand
gemäß Fig. 5b die Rastnase 33 in einem durchgehenden Linienkontakt mit einer Kante
der Hinterschneidung 14. Dieser durchgehende Linienkontakt mit der Kante der Hinterschneidung
14 erschwert ein ungewolltes Herauslösen des Kantenschutzes entgegen der Montagerichtung
A.
[0033] Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist die Rastnase 33 aber nicht mit der
Außenseite 13 des Randabschnitts 11 verkrallt, so daß eine Relativverschiebung des
Kantenschutzes 20 in Längsrichtung B des Randabschnitts 11 lediglich durch den zwischen
der Rastnase und der Kante der Hinterschneidung 14 auftretenden linienförmigen Reibungskontakt
verhindert wird. Was die weiteren Merkmale und Wirkungen angeht, gleicht dieses Ausführungsbeispiel
dem in den Fig. 1 bis Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel.
[0034] Die vorbeschriebene Längsverschiebung des Kantenschutzes entlang des Randabschnitts
wird auch gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6a und 6b effektiv verhindert.
In diesem Ausführungsbeispiel hat der Kantenschutz 20 sich in seiner Längsrichtung
erstreckende, taschenartig in die Außenwand 21 eingestanzte Rastvorsprünge 43, von
denen einer in Fig. 6a gezeigt ist. Die den Rastvorsprüngen 43 zugeordnete Rastvertiefung
ist nicht, wie in z.B. Fig. 1 gezeigt, als durchgehende Hinterschneidung 14, sondern
als eine Mehrzahl von in Längsrichtung des Randabschnitts 11 voneinander beabstandeten
Rastfenstern 15 ausgebildet, von denen eines in Fig. 5a gezeigt ist. Hierbei stimmt
der Abstand der Rastfenster 15 mit dem Abstand der an dem Außenschenkel 21 vorgesehenen
Rastvorsprünge 43 überein. Wie in Fig. 5a ersichtlich, ragt somit im Montagezustand
jeder Rastvorsprung 43 in sein zugeordnetes Rastfenster 15, so daß jedes Rastfenster
15 jeweils einen Rastvorsprung 43 umgibt. Daher ist der Kantenschutz 20 nicht nur
vor einem Herauslösen entgegen seiner Montagerichtung A gesichert, sondern wird zudem
auch eine Verschiebung des Kantenschutzes 20 in der Längsrichtung des Randabschnitts
11 relativ zum Randabschnitt 11 verhindert.
[0035] Offenbart wird ein Kunststoff-Lichtschacht, der mittels einer Abdeckung abdeckbar
ist, wobei der Kunststoff-Lichtschacht einen Lagerabschnitt (10), auf dem die Abdeckung
auflegbar ist, und einen Randabschnitt (11) hat, der ein seitliches Verrutschen der
auf dem Lagerabschnitt (10) gelagerten Abdeckung verhindert. Auf dem Randabschnitt
(11) ist ein Kantenschutz (20) aus einem widerstandsfähigen Material gesetzt.
1. Kunststoff-Lichtschacht, der mittels einer Abdeckung abdeckbar ist, wobei
der Kunststoff-Lichtschacht einen Lagerabschnitt (10), auf dem die Abdeckung auflegbar
ist, und einen Randabschnitt (11) hat, der ein seitliches Verrutschen der auf dem
Lagerabschnitt (10) gelagerten Abdeckung verhindert,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf dem Randabschnitt (11) ein Kantenschutz (20) aus einem widerstandsfähigen Material
gesetzt ist.
2. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 1, wobei der Kantenschutz (20) aus einem metallischen
Werkstoff hergestellt ist.
3. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 2, wobei der Kantenschutz (20) aus Stahl hergestellt
ist.
4. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kantenschutz (20)
einen Steg (27) aufweist, der eine Oberseite (25) des Randabschnitts (11) bedeckt.
5. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 4, wobei der Steg (27) einen an einer Außenwand
(13) des Randabschnitts (11) anliegenden Außenschenkel (21) hat.
6. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Steg (27) einen an einer
Innenwand (12) des Randabschnitts (11) anliegenden, mit der Abdeckung in Kontakt bringbaren
Innenschenkel (22) hat.
7. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 5 und 6, wobei der Kantenschutz (20) ein mit
einem U-förmigen Profil versehenes Preßteil ist, wobei der Innenschenkel (22) des
Kantenschutzes (20) über den Steg (27) mit dem Außenschenkel (21) des Kantenschutzes
verbunden ist.
8. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 6 oder 7, wobei ein freies Ende (26) des Innenschenkels
(22) des Kantenschutzes (20) auf einer Stützfläche (10a) abstützbar ist.
9. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 8, wobei eine Auflagefläche des Lagerabschnitts
(10) die Stützfläche (10a) ausbildet.
10. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 4 bis 9, wobei zwischen dem Steg
(27) des Kantenschutzes (20) und der Oberseite (25) des Randabschnitts (11) ein Zwischenraum
(24b) ausgebildet ist.
11. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 6 bis 10, wobei der Innenschenkel
(22) des Kantenschutzes (20) mit der Innenwand (12) des Randabschnitts (11) in Flächenkontakt
ist.
12. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 5 oder 7 bis 11, wobei am Außenschenkel
(21) des Kantenschutzes (20) ein Halteelement vorgesehen ist, mit dessen Hilfe der
Kantenschutz (20) am Randabschnitt (11) befestigbar ist.
13. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 12, wobei das Halteelement als ein einstückig
am Außenschenkel (21) geformter Rastvorsprung (23; 33; 43) ausgebildet ist, der in
eine am Randabschnitt (11) vorgesehene Rastvertiefung (14; 15) einrastbar ist.
14. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 13, wobei der in die Rastvertiefung (14; 15)
einrastbare Rastvorsprung (23; 33; 43) den Außenschenkel (21) über einen Zwischenraum
(24a) vom Randabschnitt (11) beabstandet.
15. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 13 oder 14, wobei der Rastvorsprung ein aus
dem Außenschenkel (21) gestanzter Rastzacken (23; 43) ist.
16. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 15, wobei der aus dem Außenschenkel (21) gestanzte
Rastzacken (23) die Form eines Tetraeders hat.
17. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 16, wobei eine Seite (23b) des Tetraeders zur
Montagerichtung (A) des Kantenschutzes (20) senkrecht, eine Seite (23c) des Tetraeders
zur Längsrichtung (B) des Kantenschutzes senkrecht und eine Seite (23a) des Tetraeders
entgegen der Montagerichtung (A) des Kantenschutzes (20) zum gegenüberliegenden Innenschenkel
(22) hin ausgeweitet ist.
18. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei die Spitze des in
Rasteingriff mit der Rastvertiefung befindlichen Rastzackens (23) mit der Außenwand
(13) des Randabschnitts (11) in Eingriff ist.
19. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 13 oder 14, wobei der Rastvorsprung als in Längsrichtung
(B) des Kantenschutzes (20) durchgehend verlaufende Rastnase (33) ausgebildet ist,
die mit der am Randabschnitt (11) vorgesehenen Rastvertiefung (14) verrastbar ist.
20. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 13 bis 19, wobei die Rastvertiefung
eine in Längsrichtung des Randabschnitts (11) durchgehend verlaufende Hinterschneidung
(14) ist.
21. Kunststoff-Lichtschacht nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Rastvertiefung als eine
Mehrzahl von in Längsrichtung (B) des Randabschnitts verlaufenden Rastfenstern (15)
ausgebildet ist, deren Abstände mit den Abständen der am Außenschenkel (21) vorgesehenen
Rastvorsprünge (43) übereinstimmen.
22. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 7 bis 21, wobei der Innenschenkel
(22) und der Außenschenkel (21) des Kantenschutzes (20) eine Klemmkraft auf den Randabschnitt
(11) ausüben.
23. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 1 bis 22, wobei der Kantenschutz
(20) über den Umfang des umlaufenden Randabschnitts (11) hinweg mehrstückig aufgebaut
ist.
24. Kunststoff-Lichtschacht nach einem der Ansprüche 1 bis 22, wobei der Kantenschutz
(20) über den Umfang des umlaufenden Randabschnitts (11) hinweg einstückig aufgebaut
ist.