[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung des Überganges zwischen zwei
aneinandergrenzenden Bodenabschnitten unterschiedlicher Höhe, bei der an einem unter
einem keramischen Bodenbelag oder einem Belag aus ähnlichem mineralischen Material
unterzubringenden Befestigungsschenkel ein die angrenzenden Kanten des Belages schützender
Abschlußschenkel angeformt ist, an dem ein zum anderen Bodenabschnitt weisender Übergangsschenkel
angeordnet ist.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der EP 0 407 928 B1 bekannt. Es handelt sich dabei
um ein einstückiges Profil mit einem unter 1,5 mm starken, mit Durchbrechungen versehenen,
im Querschnitt rechteckigen Befestigungsschenkel und mit einem endseitig am Abschlußschenkel
angeformten Übergangsschenkel, der an seinem äußeren Ende einen Anlageabschnitt für
einen angrenzenden Bodenbelag aufweist. In der Regel wird ein solches Profil mit seinem
Befestigungsschenkel unter Keramikplatten eines Bodenabschnittes in einem Klebeverfahren
angebracht. Die freie Höhe des Abschlußschenkels, der die angrenzenden Kanten des
keramischen Belags vor Beschädigungen schützt, entspricht dabei der Höhe der Keramikplatte.
Von der anderen Seite her wird gegen das Profil ein angrenzender Fußbodenbelag, beispielsweise
ein Teppichbelag, herangeführt, der mit dem Anlageabschnitt des geneigten Übergangsschenkels
ebenfalls bündig begrenzt wird. Der Übergangsschenkel bildet dabei den stufenlosen
allmählichen Übergang vom niedrigen zum höheren Bodenabschnitt. Solche Profile müssen
jeweils auf die unterschiedlichen Höhen der Beläge abgestimmt sein, so daß es einer
Vielzahl von Profilgrößen bedarf, um den Einsatzfällen in der Praxis gerecht zu werden.
[0003] Aus der DE 44 39 963 A1 ist eine Vorrichtung zur Abdeckung von Fugen zwischen zwei
unterschiedlich hohen Bodenbelägen bekannt. Dabei ist unter anderem ein Winkelprofil
vorgesehen, bei dem ein im Querschnitt sich nach außen verjüngender Befestigungsschenkel
unter einem Bodenbelag zu befestigen ist. An diesem Befestigungsschenkel ist rechtwinklig
ein Tragschenkel angeformt, an dem obenseitig eine Gelenkkopfleiste ausgebildet ist.
Auf dieser Gelenkkopfleiste ist eine Abdeckprofilschiene gelenkig aufsetzbar, die
mit ihren nach beiden Seiten gerichteten Schenkeln die Fuge zwischen den beiden unterschiedlich
hohen Bodenbelägen abdeckend jeweils auf einem Bodenbelag aufliegt. Da diese Abdeckprofilschiene
sich jedoch mit ihren beiden Schenkeln auf den die Fuge begrenzenden unterschiedlich
hohen Bodenbelägen abstützt, ist ihre Verschwenkung in ihrer Gelenkverbindung zum
Tragschenkel nur in geringem Maße möglich. Es ist daher vorgeschlagen, bei einer Abdeckprofilschiene
aus Kunststoff Sollbiegestellen vorzusehen, die eine Verbiegung der entsprechenden
Schenkel der Abdeckprofilschiene zulassen, so daß ein Höhenausgleich bei der Abdeckung
in einem größeren Bereich möglich ist.
[0004] Eine solche Fugenabdeckvorrichtung läßt sich jedoch nicht unter im Klebeverfahren
auf einem Boden aufgebrachten keramischen Bodenbelägen unterbringen infolge des relativ
starken, sich nach außen hin verjüngenden Befestigungsschenkels. Der angeformte Tragschenkel
muß in ausreichendem Abstand von den angrenzenden Kanten des Belages angeordnet sein,
damit die Abdeckprofilschiene mit ihrer Gelenkpfanne aufgesetzt werden kann. Ein solcher
Tragschenkel kann daher keine schützende Funktion für angrenzende keramische Plattenbeläge
übernehmen. Unerwünscht ist außerdem bei der Verlegung solcher keramischen Plattenbeläge
eine überdeckende Abdeckprofilschiene, die eine Stufe bildet und die außerdem den
optischen Eindruck des Überganges vom höheren zum niedrigeren Bodenbelag stört.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Ausbildung des Überganges
zwischen zwei aneinandergrenzenden Bodenabschnitten unterschiedlicher Höhe vorzuschlagen,
bei der an einem unter einem keramischen Bodenbelag unterzubringenden Befestigungsschenkel
ein die angrenzenden Kanten des Belages schützender Abschlußschenkel angeformt ist,
an dem ein zum anderen Bodenabschnitt weisender Übergangsschenkel angeordnet ist,
wobei die Möglichkeit bestehen soll, mit einer einzigen Vorrichtung unterschiedliche
Höhenabstufungen in optisch ansprechender Weise überbrücken zu können.
[0006] Gelöst wird diese Erfindungsaufgabe mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Infolge der gelenkigen Anbindung des Übergangsschenkels an der Außenseite des Abschlußschenkels
ist es möglich, den Übergangsschenkel in einem relativ weiten Bereich sowohl abfallend
als auch ansteigend gegenüber dem benachbarten Bodenabstand einzurichten. Der Übergangsschenkel
kann dabei auf dem angrenzenden Bodenabschnitt aufgesetzt oder diesen Bodenbelagsabschnitt
an seinen entsprechenden Kanten begrenzend davor auf den Boden aufgelegt werden.
[0007] Eine bevorzugte Ausführungsart der Erfindung wird mit Anspruch 2 angegeben. Eine
solche Vorrichtung besteht aus zwei fertigungstechnisch einfachen Profilelementen,
die sich in einfacher Weise gelenkig miteinander verbinden lassen und eine ausreichende
Festigkeit gegenüber den auftretenden Belastungen aufweisen. Die Oberseite des Übergangsschenkels
läuft dabei nahezu bündig in die Oberseite des Abschlußschenkels an, so daß eine Stufen-
oder Kantenbildung vermieden ist.
[0008] Mit den Merkmalen der Ansprüche 3-5 werden Vorrichtungen weitergebildet, die in Verbindung
mit Keramikplatten einsetzbar sind, bei denen zwischen dem Abschlußschenkel und den
angrenzenden Kanten der Platten Fugen, die mit Mörtel aufzufüllen sind, einzuhalten
bzw. einzurichten sind.
[0009] Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im folgenden näher
erläutert. Die Abbildung zeigt in einem Schnitt die erfindungsgemäße Vorrichtung in
einer Einbausituation zwischen zwei Bodenabschnitten mit unterschiedlich hohen Bodenbelägen.
[0010] Auf dem mit der Ziffer 3 bezeichneten Boden ist der Übergang zwischen einem keramischen
Plattenbelag 1 und einem weiteren Bodenbelag 2 mit der mit der Ziffer 5 bezeichneten
Übergangsvorrichtung überbrückt. Diese Übergangsvorrichtung besteht aus einem Winkelprofil
6, welches mit ihrem mit Durchbrechungen 611 versehenen Befestigungsschenkel 61 in
einem Klebemörtel 4 unterhalb der Platten 1 befestigt ist. Die vorderen Kanten dieser
keramischen Platten 1 werden begrenzt und geschützt durch einen entsprechend ausgebildeten,
am Befestigungsschenkel 61 angeformten Abschlußschenkel 62, der an seinem oberen Ende
eine zur Plattenkante hin gerichtete Verbreiterung 63 und etwa mittig einen Abstandssteg
64 in Form einer Leiste aufweist, mit der eine zu bildende Fuge 8 begrenzt wird.
[0011] An der Außenseite des Abschlußschenkels 62 ist innerhalb einer zylindrischen Vertiefung
65 zentrisch ein Gelenkzapfen 67 mit einem Steg 66 angeformt. Auf diesem Gelenkzapfen
67 ist der als Profilleiste 7 ausgebildete Übergangsschenkel gelenkig aufgesetzt.
Diese Profilleiste besitzt an dem Anbindungsende eine Gelenkpfanne 71. Gelenkzapfen
67 und Gelenkpfanne 71 bilden das Verbindungsgelenk, so daß die Profilleiste 7 in
einem relativ großen Winkelbereich sowohl nach unten als nach oben zur Einrichtung
verschwenkt werden kann. Die Gelenkpfanne 71 ist teilweise in der Vertiefung 65 aufgenommen,
wobei die Oberseite der Profilleiste 7 ohne Stufe in die Oberseite des Abschlußschenkels
62 übergeht.
[0012] Im abgebildeten Ausführungsbeispiel ruht das Abstützende 72 der Profilleiste 7 auf
dem Bodenbelag 2 des entsprechenden Bodenabschnittes.
[0013] Um die Einbausituation der Profilleiste 7 abzusichern, kann die Gelenkverbindung
klemmend oder mit Verrastungen ausgestattet sein.
Zusammenstellung der Bezugszeichen
[0014]
- 1
- höherer Bodenbelag
- 2
- niedriger Bodenbelag
- 3
- Untergrund
- 4
- Klebemörtel
- 5
- Übergangsvorrichtung
- 6
- Winkelprofil
- 61
- Befestigungsschenkel
- 611
- Durchbrechung
- 62
- Abschlußschenkel
- 63
- Verbreiterung
- 64
- Abstandssteg
- 65
- teilzylindrische Vertiefung
- 66
- Steg
- 67
- Gelenkzapfen
- 7
- Profilleiste
- 71
- Gelenkpfanne
- 72
- Abstützende
- 8
- Fuge
1. Vorrichtung zur Ausbildung des Überganges zwischen zwei aneinandergrenzenden Bodenabschnitten
unterschiedlicher Höhe, bei der an einem unter einem Bodenbelag unterzubringenden
Befestigungsschenkel ein die Kanten des Bodenbelages schützender Abschlußschenkel
etwa rechtwinklig angeformt ist, an dem ein zum anderen Bodenabschnitt weisender Übergangsschenkel
gelenkig angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Befestigungsschenkel (61) gegenüberliegenden Außenseite des Abschlußschenkels
(62) ein Gelenkzapfen (67) in Längsrichtung des Abschlußschenkels verlaufend mit Abstand
zur Oberkante des Abschlußschenkels (62) angeordnet ist, an dem der Übergangsschenkel
in der Art einer Profilleiste (7) mit einer endseitig angeformten, teilzylindrischen
Gelenkpfanne (71) verschwenkbar gehalten ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkzapfen (67) in einer zylindrischen Vertiefung (65) am Abschlußschenkel
(62) mit einem Abstandssteg (66) angeformt ist, wobei die Gelenkpfanne (71) in diese
Vertiefung (65) eingreift.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende des Abschlußschenkels (62) eine zur zu schützenden Kante des
angrenzenden Belages (1) gerichtete Verbreiterung (63) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der zur schützenden Belagskante (1) gerichteten Seite des Abschlußschenkels
(62) abstandshaltende Mittel (64) zur Ausbildung einer Fuge (8) zwischen Belagskante
und Abschlußschenkel (62, 63) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das abstandshaltende Mittel eine in Längsrichtung des Abschlußschenkels (62)
verlaufende angeformte Leiste (64) ist.